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“Die gesellschaftliche Mehrheit will weder acht noch 28 Jahre längere Atomkraft-Risiken”

Längere Laufzeiten für Atomkraftwerke bedeuten massive zusätzliche Gefahren

 

Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) warf der Bundesregierung vor, mit dem Plan, Atomkraftwerke bis zu 60 Jahren am Netz zu lassen, die Risiken zunehmender Störfälle massiv zu erhöhen. "Die Hardliner in der Bundesregierung scheinen sich durchzusetzen. Sollte es zu diesen langen AKW-Laufzeiten kommen, bedeutet dies völlig unabwägbare Gefahren für die Bevölkerung. Hinzu kommt, dass der Ausbau der erneuerbaren Energien blockiert wird. Anstatt den Energieversorgern Zusatzgewinne aus längeren AKW-Laufzeiten zuzuschanzen, sollte die Bundesregierung Abwrackprämien für Schrottreaktoren ausloben", sagte der BUND-Vorsitzende Hubert Weiger.

Um die nationalen und internationalen Klimaziele zu erreichen, sei bis Mitte dieses Jahrhunderts ein Umstieg auf 100 Prozent regenerative Energien erforderlich. Atomkraftwerke genauso wie neue Kohlemeiler stünden diesem Ziel im Weg. Sie bremsten Investitionen in erneuerbare Energien.

"Schon heute stehen Atomkraftwerke immer wieder still, weil es reihenweise Störfälle gibt und weil den Atomstrom niemand mehr benötigt", sagt auch Jochen Stay, Sprecher der Anti-Atom-Organisation .ausgestrahlt. "Kommt es zu einer Laufzeitverlängerung, dann verzögert dies den weiteren Ausbau der Erneuerbaren Energien und erhöht die Risiken, die tagtäglich von den altersschwachen Reaktoren ausgehen."

Die Grundlage für das im Herbst vorzulegende "Energiepolitische Gesamtkonzept" sollen nach Zeitungsberichten neuerdings Modellrechnungen mit AKW-Laufzeitverlängerungen um bis zu 28 Jahre sein. Sollte dies Realität werden, ginge erst nach 2050 das letzte AKW vom Netz.

BUND-Vorsitzender Hubert Weiger: "Jedes weitere Jahr Laufzeitverlängerung für Atomkraftwerke bedeutet zusätzliche 450 Tonnen hochradioaktiven Atommüll. In 28 Jahren würde der Atommüll auf das Dreifache, das heißt auf über 18.000 Tonnen, wachsen. Angesichts der ungelösten Endlagerproblematik wird kommenden Generationen damit ein nicht vertretbares atomares Erbe aufgebürdet. Die Bundesregierung muss ihre Verantwortung wahrnehmen, Schaden von der Bevölkerung abwenden und den Atomausstieg beschleunigen."

Atomkraftgegner kündigen Massenproteste an

"Die gesellschaftliche Mehrheit will weder acht noch 28 Jahre länger mit den Atomkraft-Risiken leben", erklärt Jochen Stay von .ausgestrahlt. "Wir wollen, dass die Atomkraftwerke endlich abgeschaltet werden. Sollte die Bundesregierung dies nicht begreifen, stellt sie sich gegen die Bevölkerung und muss mit entsprechendem Widerstand rechnen."

Für den 24. April sind Massenproteste im nordrhein-westfälischen Ahaus, im hessischen Biblis und mit einer 120 km langen Menschenkette zwischen den schleswig-holsteinischen AKW Brunsbüttel und Krümmel geplant. "Je deutlicher sich die Bundesregierung den Interessen der Atomwirtschaft verschreibt, um so mehr Menschen werden sich an den Protesten beteiligen", so Stay.

Quelle: .ausgestrahlt und BUND - Pressemitteilungen vom 26.03.2010.

 

Anti-Atom-Aktionen am 24. April 2010: 

Veröffentlicht am

27. März 2010

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