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Atomkraftgegner wollen morgen in Berlin Koalitionsverhandlungen umzingeln

Menschenkette und Präsentation von hunderten Anti-Atom-Transparenten aus der ganzen Republik / Bereits heute Übergabe von Offenem Brief mit Protestankündigung

Am morgigen Samstag werden die Koalitionsverhandlungen von CDU/CSU und FDP erneut zum Protest-Ziel von Atomkraftgegnern. Die Anti-Atom-Initiative .ausgestrahlt ruft zu einer Menschenkette rund um die nordrhein-westfälische Landesvertretung in der Berliner Hiroshimastraße auf, wo sich die Spitzen der Koalitionsparteien zur Klausur treffen.

"Wir werden die Koalitionäre umzingeln, um deutlich zu machen, dass die Wählerinnen und Wähler den atomfreundlichen Kurs von Union und FDP mehrheitlich ablehnen", erklärt Jochen Stay, Sprecher von .ausgestrahlt.

Teil der Aktion ist die Präsentation von vielen hundert Anti-Atom-Transparenten, die von Atomkraftgegnern aus der ganzen Bundesrepublik in den letzten Wochen hergestellt und nach Berlin geschickt wurden. "Wir werden die Parteispitzen symbolisch mit den Argumenten der Anti-Atom-Bewegung einwickeln", so Stay. "Es gibt unzählige Gründe gegen die Nutzung der Atomenergie und nur einen einzigen, warum sie trotzdem weiter genutzt wird: Gewinne und Marktmacht für die großen Stromkonzerne."

Auch nach der grundsätzlichen Einigung der Energiepolitiker von Union und FDP sehen die Atomkraftgegner Möglichkeiten, mit ihrem Protest Einfluss zu nehmen. Jochen Stay: "Bisher gibt es nur eine allgemeine Willenserklärung, die Laufzeiten der Atomkraftwerke zu verlängern. Die genaue Ausgestaltung ist noch völlig offen, beispielsweise die Frage, ob dies auch auf die ältesten Reaktoren gelten soll. Deshalb machen wir weiter Druck, damit nicht nur die Lobbyisten der Stromkonzerne Gehör finden."

Bereits am heutigen Freitag wird .ausgestrahlt gemeinsam mit den Organisationen Campact, BUND, IPPNW und der Naturfreundejugend einen Offenen Brief an Merkel, Westerwelle und Seehofer überreichen, der in knapp drei Wochen von mehr als 100.000 Menschen unterzeichnet wurde. In diesem Brief heißt es: "Sollte Ihre Regierung den Atomausstieg jetzt nicht endlich vollziehen, werden wir uns an den zu erwartenden, massiven Protesten der Anti-Atom-Bewegung beteiligen."

Jochen Stay: "Noch nie haben sich an einer Unterschriftensammlung in so kurzer Zeit so viele Menschen beteiligt. Das zeigt, worauf sich eine schwarz-gelbe Bundesregierung einstellen muss, wenn sie wirklich weiter auf Atomenergie setzt."

Quelle:  .ausgestrahlt - Pressemitteilung vom 16.10.2009.

Veröffentlicht am

16. Oktober 2009

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