Lebenshaus Schwäbische Alb - Gemeinschaft für soziale Gerechtigkeit, Frieden und Ökologie e.V.

Ihre Spende ermöglicht unser Engagement

Spendenkonto:
Bank: GLS Bank eG
IBAN:
DE36 4306 0967 8023 3348 00
BIC: GENODEM1GLS



Suche in www.lebenshaus-alb.de
 

Offshore: Energielieferant der Zukunft

Greenpeace hat am Mittwoch die neue Studie Die [R]Evolution des Stromnetzes in der Nordsee veröffentlicht. Die Ergebnisse sind eindeutig: Rund 71 Millionen Haushalte können zwischen 2020 und 2030 mit Windenergie versorgt werden.

Windenergie ist nicht nur besonders klimaschonend, sondern verspricht auch einen hohen Energiegewinn: auf dem Meer sogar bis zu 40 Prozent mehr als auf dem Land.
Während sich der Platz für Windkrafträder auf dem Land verringert, wurde die Nordsee bisher kaum für Windenergie genutzt. Das soll jetzt anders werden.

"Windenergie auf dem Meer ist mittlerweile keine bloße Hoffnung mehr, europaweit existieren bereits 25 Offshore-Windparks. Auch in Deutschland steht die Technik kurz vor ihrem Durchbruch", erklärt Andree Böhling, Energieexperte bei Greenpeace.

Offshore soll im Grundkonzept zu Erneuerbaren Energien eine große Rolle spielen. Auch in Deutschland steht mit dem Windpark Alpha Ventus vor Borkum schon das erste Projekt in den Startlöchern.

"Durch die Nutzung der Windenergie in der Nordsee können wir den Bau von etwa 40 Atom- oder Kohlekraftwerken in Europa vermeiden", so Böhling. Auch die EU-Kommission arbeitet derzeit an einem Aktionsplan zur Offshore-Windenergie.

Das neue Konzept von Greenpeace sieht ein Verbundnetz von Offshore Parks vor, das sich über die sieben Nordsee-Anrainerstaaten Großbritannien, Frankreich, Deutschland, Belgien, Niederlande, Dänemark und Norwegen erstrecken soll.

Das Netz wird in die übrige Stromversorgung integriert. So können windschwächere Perioden durch andere Energiequellen ausgeglichen werden, beispielsweise durch die Wasserkraft in Norwegen.

Insgesamt soll die Netzlänge etwa 6200 Kilometer betragen. Die Kosten werden sich dabei auf 15 bis 20 Milliarden Euro belaufen. Gemessen an der gewonnenen Strommenge ist dies jedoch relativ gering.

Die Anrainerstaaten sind nun zu einer engen Zusammenarbeit aufgerufen. Nur so kann ein ertragfähiges Stromnetz entstehen, das auch einen intensiven Stromhandel innerhalb der Länder ermöglicht.

"Wir müssen uns heute entscheiden, ob wir auf saubere Windparks auf dem Meer oder auf umweltschädliche Großkraftwerke an der Küste setzen. Beides zusammen geht nicht", meint Böhling. Greenpeace fordert deshalb, den massiven Ausbau von Kohlekraftwerken an der Nordseeküste zu stoppen.

Quelle: Greenpeace   vom 03.09.2008

 

Publikationen zum Thema:

Zum Thema in www.greenpeace.de

Veröffentlicht am

04. September 2008

Artikel ausdrucken

Weitere Artikel auf der Lebenshaus-WebSite zum Thema bzw. von