Lebenshaus Schwäbische Alb - Gemeinschaft für soziale Gerechtigkeit, Frieden und Ökologie e.V.

Ihre Spende ermöglicht unser Engagement

Spendenkonto:
Bank: GLS Bank eG
IBAN:
DE36 4306 0967 8023 3348 00
BIC: GENODEM1GLS



Suche in www.lebenshaus-alb.de
 

Agrartreibstoff Ethanol bedroht Kenias größtes Flußdelta

Vor kurzem bestätigte die kenianische Regierung ein Entwicklungsprojekt zur Produktion von Agrosprit, Ethanol. 20.000 Hektar des ökologisch einmaligen 130.000 Hektar großen Tana-Flussdeltas sollen abgeholzt und in eine Zuckerrohrplantage umgewandelt werden. Weil diese Monokulturen große Mengen an Wasser und Pestizide benötigen ist auch der Rest des artenreichen Tana-Deltas betroffen. Über 350 im Delta heimische Tierarten sind bedroht, auch Löwen, Flusspferde, Elefanten und Affen. Das gleiche gilt für die einheimische Bevölkerung der Region. Die Zuckerrohrmonokultur werde den lokalen Bauern und Viehzüchtern während der Trockenzeit das Wasser abgraben, fürchtet das Kenya Wetlands Forum und fordert einen Stopp des zerstörerischen Projekts, das von der Mumias Sugar Company und der staatlichen Tana- und Athi River-Entwicklungsagentur ausgeheckt wurde und nun die Existenz und Einkommen von zu 30.000 Menschen bedroht.

“Wir können das Feuchtgebiet doch nicht kaputt machen, nur weil wir Biotreibstoff und Zucker brauchen”, warnt die kenianische Friedensnobelpreisträgerin und Umweltschützerin Wangari Maathai. Außerdem heizt die Abholzung und Trockenlegung von Feuchtgebieten das globale Klima an. Internationale Forscher warnten erst vor kurzem insbesondere vor der Zerstörung von Feuchtgebieten in den Tropen. Das Trockenlegen von tropischen Sumpfwäldern setze je Hektar 40 Tonnen Kohlenstoff pro Jahr frei.

Zwar hat vor einigen Tagen ein kenianisches Gericht einer einstweiligen Verfügung gegen das Agrarenergieprojekt im Tana-Delta stattgegeben. Doch die Regierung hält weiter daran fest.

Schreiben Sie an die Regierung Kenias und teilen Sie ihr mit: Die Zerstörung von Ökosystemen für die Zucker- und Ethanolproduktion ist unmoralisch und ein Umweltverbrechen. Es zerstört nicht nur die Artenvielfalt Kenias, sondern heizt auch das globale Klima an. Fordern Sie von ihr, die eigenen Umweltgesetze anzuerkennen und das Ethanolprojekt für immer aufzugeben.

Bitte unterstützen Sie die einheimischen Umweltschützer in Kenia und die betroffene Bevölkerung und protestieren Sie bei den Verantwortlichen gegen die Abholzung und Zuckerrohrbepflanzung der ökologisch einmaligen Landschaft am Tana-Fluss. Ein Protest kann abgeschickt werden von der Seite >> http://www.regenwald.org .

Quelle: Rettet den Regenwald e.V.   - 25.07.2008.

Veröffentlicht am

27. Juli 2008

Artikel ausdrucken

Weitere Artikel auf der Lebenshaus-WebSite zum Thema bzw. von