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Atomwaffengegner mobilisieren für Demonstration vor Atomwaffenlager Büchel

CDU-PolitikerInnen müssen ihre Blockadehaltung beenden!

48 Vereine, Verbände und Initativen rufen dazu auf, am 30. August vor dem Atomwaffenlager Büchel für den Abzug der Atomwaffen aus Deutschlands zu demonstrieren. Xanthe Hall, Sprecherin der gemeinsamen Kampagne "unsere zukunft - atomwaffenfrei": "Es gibt im Bundestag bereits eine Mehrheit für den Abzug der US-Atomwaffen aus Deutschland. Nur die CDU blockiert. Die Kampagne ‘unsere zukunft - atomwaffenfrei’ will, dass Angela Merkel die Frage zur Chefsache macht und vor der eigenen Türe kehrt: Deutschland soll atomwaffenfrei werden! Deswegen rufen wir auf, dass alle am 30.8. nach Büchel kommen und mit uns die Atomwaffen in die symbolischen Tonne kehren - bringt Besen mit!"

Nach Berichten über die Sicherheitsrisiken im Atomwaffenlager Büchel haben PolitikerInnen der SPD und der Opposition den Abzug aller Atomwaffen aus Deutschland gefordert. Lediglich die Unionsfraktion will an der atomaren Abschreckungsstrategie der nuklearen Teilhabe aus der Zeit des Kalten Krieges festhalten. Was einzelne PolitikerInnen zu den Atomwaffen in Deutschland sagen, finden Sie hier:
http://www.atomwaffenfrei.de/die_kampagne/druck_auf_die_politik/antworten_von_politikerinnen/index.html .

Auf dem Fliegerhorst Büchel sind 20 US-Atombomben gelagert, die insgesamt einer Sprengkraft von 150 Hiroshima-Bomben entsprechen dürften. Deutschland stellt in Büchel mit den Tornado-Kampfflugzeugen des Jagdbombengeschwaders 33 das Trägersystem für die Atomsprengköpfe des Typs B 61 bereit und deutsche Soldaten üben den Abwurf.

Die Großdemonstration findet am 30. August direkt vor dem Atomwaffenlager Büchel statt. Die Prominenten Barbara Rütting und Nina Hagen haben u. a. ihre Teilnahme angekündigt. Nina Hagen wird am Abend ein Konzert geben. Am Morgen des 30. August werden Radsportler das Militärgelände mehrmals umrunden. Mehrere Einzelpersonen haben außerdem Aktionen zivilen Ungehorsams für diesen Tag angekündigt. Mehr Informationen unter: http://www.atomwaffenfrei.de/vor_der_eigenen_tuere_kehren/index.html .

 

Die Kampagne "unsere zukunft - atomwaffenfrei" startete im August 2007 mit dem Ziel, dass Deutschland bei der Überprüfungskonferenz des Atomwaffensperrvertrages im Jahr 2010 vor den Vereinten Nationen verkündet: "Deutschland ist atomwaffenfrei: Wir haben die nukleare Teilhabe beendet, als einen Schritt zu einer atomwaffenfreien Welt." An der Kampagne sind 48 Friedensgruppen aus allen Teilen Deutschlands beteiligt.

"unsere zukunft - atomwaffenfrei" wird auf zwei Ebenen durchgeführt: Einerseits soll die Kampagne durch Aktionen informieren und mobilisieren, andererseits soll durch Lobbyarbeit politischer Druck erzeugt werden. Wir fordern:

  • den Abzug aller Atomwaffen aus Deutschland
  • keine Mitarbeit an der Planung und dem Einsatz von Atomwaffen
Kampagnenrat "unsere zukunft - atomwaffenfrei", c/o IPPNW, Körtestr. 10, 10967 Berlin, Tel: 030-698074-0, Fax: 030-6938166, www.atomwaffenfrei.de .

Fußnoten

Veröffentlicht am

24. Juni 2008

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