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Kinderkrebs um Atomkraftwerke - Start der Mitmachaktion: Briefe an Umweltminister Gabriel

Die Ulmer Ärzteinitiative, Regionalgruppe der IPPNW, hat mit Hilfe der aktuellen IPPNW-Informationsschrift IPPNWaktuell die Mitmachaktion: “Briefe an Umweltminister Gabriel” gestartet. Das Infoblatt ist in enger Zusammenarbeit von IPPNW und Ulmer Ärzteinitiative entstanden und informiert auf drei Seiten differenziert, aber mit kritischen Standpunkten über das Problem der gehäuften Krebs- und Leukämie-Erkrankungen in der Umgebung von Atomkraftwerken und ruft auf der vierten Seite zu der Mitmachaktion auf.

In der Studie Kinderkrebs um Kernkraftwerke (KiKK-Studie), die - beauftragt vom Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) - vom Mainzer Kinderkrebsregister durchgeführt und im Dezember 2007 veröffentlicht worden war, ist nachgewiesen worden, dass die Wahrscheinlichkeit für Kleinkinder unter fünf Jahren, an Krebs und Leukämie zu erkranken, zunimmt, je näher die Kleinkinder an deutschen Atomkraftwerken wohnen.

Allerdings versuchen einige an der Studie beteiligte, aber dezidiert atomenergiefreundliche Wissenschaftler, durch Weglassen von Fakten, Kleinreden von Zahlen und Tabellen und mit Hilfe gewagter Hypothesenbildungen offensichtliche strahlenbiologische Zusammenhänge zu verschleiern und damit die Öffentlichkeit zu verwirren. Die Lobby der Atomindustrie und die Bundesregierung greifen diese desinformierenden Argumentationsketten gerne auf und lassen bis heute keine Gelegenheit aus, damit die Ergebnisse in der Öffentlichkeit zu verharmlosen.

Nach Überzeugung der Ulmer Ärzteinitiative sollte dieser öffentlichen Desinformation entgegen getreten werden. “Die Befunde der KiKK-Studie geben zwar keinen Grund zur Panikmache, aber es gibt jetzt viele Gründe, rasch zu handeln, um weiteren Erkrankungsfällen vorzubeugen”, so Reinhold Thiel, Sprecher der Ulmer Ärzteinitiative. “Wir haben schon im Jahr 2001 mit Hilfe einer großen Öffentlichkeitskampagne und mehreren tausenden von Protestbriefen erreichen können, dass das BfS diese KiKK-Studie in Auftrag gegeben hat. Wir wollen auch jetzt darauf einwirken, dass aus der KiKK-Studie rasche Konsequenzen zum Schutz der Bevölkerung gezogen werden”.

Die Ulmer Ärzteinitiative ruft dazu auf, mit Briefen an Umweltminister Gabriel einzuwirken, rasche Konsequenzen aus der Kikk-Studie zu ziehen und seine Politik des Aussitzens und der langen Bank zu beenden. Gabriel hatte bei Veröffentlichung der Studie angekündigt, er werde die Studie (die ja von seiner Ausführungsbehörde BfS stammt) lediglich an die Strahlenschutzkommission (SSK) “zur Überprüfung” weiterreichen. Er hat dabei nicht öffentlich gemacht, dass er im selben Atemzug der SSK signalisiert hat, die SSK möge sich doch mit einer Antwort viele Monate Zeit lassen. Außerdem ist die SSK mit ihren Verlautbarungen der letzten Jahre überwiegend als konservative und eher atomenergiefreundliche Institution in Erscheinung getreten.

Online oder auf der vierten Seite des IPPNWaktuell besteht Gelegenheit, sich per Brief oder Fax direkt an Umweltminister Gabriel zu wenden, um rasch die erforderlichen Konsequenzen anzumahnen und um das Auftreten von weiteren Erkrankungen zu verhindern. Außerdem besteht die Möglichkeit, den Brief online an Gabriel zu senden.

Quelle: Ulmer Ärzteinitiative   - Informationen vom 12.04.08


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Veröffentlicht am

19. April 2008

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