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Kampagne “Unsere zukunft - atomwaffenfrei” startet am 4. August: Abzug der letzten Atomwaffen gefordert

Am 4. August startet eine neue Abrüstungskampagne der Friedensbewegung. Mit der Kampagne unsere zukunft - atomwaffenfrei fordert der Trägerkreis “Atomwaffen abschaffen - bei uns anfangen!” - ein Zusammenschluss von über 40 unabhängigen Organisationen in Deutschland - einen wegweisenden Beitrag Deutschlands zu einer atomwaffenfreien Welt. “Die Mitarbeit an der Einsatzplanung von Atomwaffen muss eingestellt und der Abzug aller Atomwaffen aus Deutschland veranlasst werden. Es dürfen keine Kampfbomber und Soldaten für den Einsatz von Atomwaffen bereitgestellt werden”, so die Ziele. Spätestens bei der Überprüfungskonferenz des Atomwaffensperrvertrages im Jahr 2010 soll Deutschland vor den Vereinten Nationen verkünden: “Deutschland ist atomwaffenfrei: Wir haben die nukleare Teilhabe beendet, als einen Schritt zu einer atomwaffenfreien Welt.”

Die erste Aktionsphase unter dem Motto “Hands-Up!” dauert bis Mitte September 2007. Neben zentralen Aktionen wie dem 3. Pacemakers-Radmarathon für eine friedliche und gerechte Welt ohne Atomwaffen über 346 km von Heilbronn über Mannheim, Ramstein, Neustadt, Bretten nach Ludwigsburg am 4. August ( www.pace-makers.de ), dem IPPNW-Konzert in der Berliner Gedächtniskirche am 5. August ( www.ippnw-concerts.de/auftakt_details.html ) und der 6. Umrundung des Atomwaffenlagers Büchel am 2. September ( www.gaaa.org ) wird es viele regionale Aktivitäten geben. Viele davon finden zum Gedenken an die Atombombenabwürfe vor 62 Jahren auf Hiroshima und Nagasaki statt. ( www.friedenskooperative.de )

Nach der Wiedervereinigung hat Russland seine Atomwaffen vertragsgemäß aus dem Osten Deutschlands (und in den Folgejahren freiwillig auch aus allen anderen Drittländern) abgezogen. Die USA haben jedoch immer noch ca. 20 taktische Atomwaffen auf dem deutschen Fliegerhorst Büchel in Rheinland-Pfalz stationiert, die der NATO zur Verfügung stehen. Jede einzelne dieser Atomwaffen hat die Zerstörungskraft von mehreren Hiroshima-Bomben. “Wir begrüßen die aktuellen Informationen von Atomwaffenexperten in den USA und in Deutschland, wonach die bisher zusätzlichen 130 US-Atomwaffen von dem US-Luftwaffenstutzpunkt Ramstein ohne großes Aufsehen abgezogen wurden”, so Roland Blach, Koordinator des Trägerkreis “Atomwaffen abschaffen”.

“Jetzt ist Büchel fällig! Als deutschen Beitrag zur weltweiten Abrüstung und um glaubwürdig mit Staaten verhandeln zu können, die eventuell glauben, Atomwaffen würden ihnen Sicherheit bieten, sollte Deutschland auf diese Waffen und die nukleare Teilhabe verzichten. Es ist doppelzüngig, von anderen zu verlangen, auf Atomwaffen zu verzichten, während Deutschlands Sicherheit noch immer auf atomarer Abschreckung basiert”, macht Blach deutlich. “Die letzten Signale von SPD-Abrüstungsexperten und der Opposition weisen in diese Richtung”.

Mit der Kampagne unsere zukunft - atomwaffenfrei soll neuer Schwung in die Abrüstungsdynamik gebracht werden, der dringend nötig ist, denn mit der geplanten Stationierung von US-Raketenabwehrbasen in Europa und der Modernisierung der Atomwaffenarsenale durch alle Atomwaffenmächte sind wir bereits auf dem Weg zu einem neuen Wettrüsten. Die Friedensbewegung steht mit ihrer Forderung nach nuklearer Abrüstung nicht allein. Anfang des Jahres veröffentlichten die beiden ehemaligen US-Außenminister Henry Kissinger und Georg Shultz, der ehemalige US-Verteidigungsminister William Perry und der frühere Vorsitzende des Streitkräfteausschusses des US-Senats Nunn ein gemeinsames Essay im Wall Street Journal. Sie fordern von ihrer eigenen Regierung deutliche Schritte hin zu einer atomwaffenfreien Welt. Michail Gorbatschow begrüßte diese Initiative und fordert seinerseits auch die russischen und europäischen Regierungen auf, Fortschritte bei der nuklearen Abrüstung zu machen.

Alle Infos zur Kampagne: www.atomwaffenfrei.de .

Quelle: Trägerkreis “Atomwaffen abschaffen”   - Pressemitteilung vom 19.07.2007.

Veröffentlicht am

20. Juli 2007

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