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Klimaschutz beginnt vor der eigenen Tür: VCD verlangt deutschen Beitrag im Verkehrsbereich

Zum Start der diesjährigen UN-Klimakonferenz am 6.11.2006 in Nairobi fordert der Verkehrsclub Deutschland e.V. (VCD) die deutsche Bundesregierung auf, ihre Bemühungen zum Klimaschutz zu verstärken und insbesondere geeignete Maßnahmen zur Reduzierung des Treibhausgasausstoßes im Verkehrsbereich zu beschließen. “Weltweiter Klimaschutz beginnt immer vor der eigenen Tür. Das gilt sowohl für die Politik im internationalen Kontext der Klimakonferenz als auch für jede und jeden Einzelnen, wenn wir unsere täglichen Wege zurücklegen”, erläutert der VCD-Bundesvorsitzende Michael Gehrmann.

Inzwischen hätten weite Teile der Gesellschaft erkannt, wie dringend Klimaschutz nicht nur aus ökologischer, sondern auch aus ökonomischer Perspektive sei. Das zeige nicht zuletzt der eindringliche Appell des früheren Weltbankökonomen Nicholas Stern, den er in seinem Klimabericht für die britische Regierung formuliert habe. Gehrmann: “Für Deutschland heißt das vor allem: Wir brauchen endlich adäquate politische Weichenstellungen für eine nachhaltige Mobilität.”

Die Bundesregierung müsse alles dafür tun, möglichst viel Verkehr auf Bus und Bahn sowie Fahrrad- und Fußverkehr zu verlagern und entsprechende Finanzmittel für deren Ausbau bzw. Erhalt zur Verfügung stellen. Des weiteren sei eine Vielzahl von Maßnahmen notwendig, um den Treibhausgasausstoß der besonders klimaschädlichen Verkehrsmittel zu reduzieren.

Um den Autoverkehr energieeffizienter zu machen, müsse die Bemessungsgrundlage der Kfz- Steuer auf den verbrauchsabhängigen Ausstoß des Klimagases CO2 umgestellt und außerdem ein generelles Tempolimit auf Autobahnen eingeführt werden. “Diese Maßnahmen lassen sich schnell und kostengünstig umsetzen”, urteilt Gerd Lottsiepen, verkehrspolitischer Sprecher des VCD. Deutschland müsse zudem im Rahmen seiner EU-Ratspräsidentschaft ab 2007 die Einführung europaweit geltender CO2-Grenzwerte für Neufahrzeuge auf den Weg bringen.

Dringenden Handlungsbedarf gebe es beim stark wachsenden Flugverkehr. Hier seien internationale Vereinbarungen unerlässlich. Bis dahin dürfe die Bundesregierung aber keineswegs untätig bleiben. Lottsiepen: “Der VCD fordert schon seit geraumer Zeit, die Mehrwertsteuerbefreiung für internationale Flugtickets abzuschaffen und Kerosin wenigstens auf Inlandsflügen mit der Mineralölsteuer zu belegen, wie es in Europa beispielsweise Norwegen vormacht.”

Quelle: Verkehrsclub Deutschland e.V.   (VCD) - Pressemitteilung vom 05.11.2006

Ein gutes Bus- und Bahnangebot, mehr Platz für Fahrräder, spritsparende Autos, mehr Sicherheit für Kinder: So sieht nachhaltige Mobilität für den Verkehrsclub Deutschland aus. Um diese Vision zu verwirklichen, wurde der VCD e.V. 1986 gegründet. Seitdem haben umweltbewusste mobile Menschen eine Alternative zu den herkömmlichen Automobilclubs und die Verkehrspolitik ein ökologisches Korrektiv. Derzeit unterstützen 63 000 Mitglieder und
Förderer den VCD.

VCD - 20 Jahre ökologisch mobil!

 

Veröffentlicht am

06. November 2006

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