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Klima-Alarm zum G-8-Gipfel: Regierungschefs müssen handeln - auch ohne Bush

Aktivisten des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) haben heute an der Weltzeituhr auf dem Alexanderplatz mit Weckern, Trillerpfeifen und Trommeln Klima-Alarm geschlagen. Als Klimakatastrophen verkleidet forderten sie die acht größten Industriestaaten zu mehr Klimaschutz auf. Vom 6.-8. Juli tagen die Regierungschefs der G-8-Staaten in Gleneagles/Schottland und beraten dort unter anderem über Maßnahmen gegen den Klimawandel. In den nächsten Tagen löst Friends of the Earth, das internationale Netzwerk des BUND, auch in zahlreichen anderen Städten der G-8 Klima-Alarm aus.

Die Wecker klingelten zur symbolischen Zeit 13.45 Uhr, weil die G-8-Staaten mit lediglich 13 Prozent der Weltbevölkerung für 45 Prozent des globalen Ausstoßes von Klimagasen verantwortlich sind. Damit sind sie die Hauptverursacher des Klimawandels. Wissenschaftler haben längst keine Zweifel mehr, dass der Klimawandel bereits begonnen hat und durch menschliche Aktivitäten verursacht wird.

Angelika Zahrnt, Vorsitzende des BUND: “Es ist an der Zeit, dass die Chefs der reichsten Länder der Welt endlich aufwachen und handeln. Der Klimawandel bedroht heute schon die Heimat, Gesundheit und die Existenz vieler Menschen vor allem in den armen Ländern. Klimaschutz und Armutsbekämpfung sind zwei Seiten derselben Medaille.”

Tony Blair, Gastgeber des G-8-Treffens, hat die Themen Klimawandel und Armutsbekämpfung in Afrika ganz oben auf die Agenda des G-8-Gipfels gesetzt. US-Präsident George W. Bush hat hingegen jeglicher Klima-Vereinbarung auf dem Gipfel eine klare Absage erteilt.

Zahrnt: “Das Verhalten des US-Präsidenten ist unverantwortlich und rücksichtslos. Schröder, Blair und die anderen Regierungschefs müssen deutlich machen, dass Bush mit seiner Blockadehaltung allein auf weiter Flur steht. Sie müssen jetzt geschlossen vorangehen - ohne die USA.

Der G-8-Gipfel müsse konkrete Ergebnisse liefern: CO2-Reduktionziele von 30 Prozent bis 2020 und 80 Prozent bis 2050 (bezogen auf 1990), Maßnahmen zur Förderung der Erneuerbaren Energien und zur Steigerung der Energie-Effizienz sowie eine Unterstützung der Entwicklungsländer, die am meisten vom Klimawandel betroffen sind, seien dringend notwendig.

Mehr zum G-8-Gipfel unter: G8-Gipfel 2005 ? Thema Klimawandel. Hintergrund und Forderungen von BUND/ Friends of the Earth

Quelle: www.bund.net - Pressemitteilung vom 5. Juli 2005

Veröffentlicht am

05. Juli 2005

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