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Ökostrom - Einfach gut & sicher! Wechseln Sie den Stromanbieter - Jetzt!

Es ist schon erstaunlich: Auch im Jahr Sechs nach der Liberalisierung des Strommarktes hat sich das Verhalten der KundInnen wenig geändert. Die meisten Haushalte bleiben ihrem regionalen Stromanbieter treu, egal zu welchem Preis oder aus welcher Quelle die begehrte “Ware” Strom geliefert wird. Dabei ist es ganz einfach, den Atom- und Kohlekonzernen den Rücken zu kehren. Seit 1998 kann jede Stromkundin und jeder Stromkunde in Deutschland den Stromanbieter frei wählen. Wahlfreiheit bedeutet auch, sich entscheiden zu können, wer das Geld bekommt, das für den Strom ausgeben wird und was mit diesem Geld gemacht wird.

Der deutsche Strommarkt

Nach wie vor wird knapp ein Drittel des in Deutschland produzierten Stroms in Atomreaktoren erzeugt. Sogar die Hälfte stammt aus Kohlekraftwerken, die stark Klima schädigende Gase freisetzen. 80 Prozent des Strommarktes teilen sich die vier großen Atom- und Kohlekonzerne E.ON, EnBW, RWE und Vattenfall Europe. Und es gibt nur wenige regionale Stadtwerke, an denen nicht einer der vier Konzerne beteiligt ist. Die “Kämpfe” um das Erneuerbare-Energien-Gesetz und die Verschmutzungsrechte (Emissionshandel) zeigen deutlich, dass diese Energieriesen auch künftig mit allem Mitteln an der zentralen Rolle ihrer Atom- und Kohlekraftwerke festhalten wollen.

Maßnahmen zur Reduzierung der klimaschädigenden Gase und eine Absage an die Risiko-Technologie Atomenergie sind dringend nötig. Eine Klima schonende Energiepolitik hat nicht zuletzt die Enquete-Kommission des Deutschen Bundestages zum Schutz der Erdatmosphäre angemahnt. Dem Sektor der Stromerzeugung und der Stromeinsparung fällt hierbei eine bedeutende Rolle zu.

Es versteht sich von selbst, dass für einen wirksamen Klimaschutz bevorzugt diejenigen Energieerzeugungsanlagen massiv gefördert werden müssen, die möglichst wenig Treibhausgase produzieren. Die Atomenergienutzung birgt besondere Gefahren und muss deshalb aus dem Energiemix der Zukunft ausgeklammert werden. Anstatt herkömmlicher Anlagen für die Stromerzeugung sind auch Kraft-Wärme-gekoppelte Kraftwerke sinnvoll, deren nicht mehr für die Stromerzeugung nutzbare Abwärme für industrielle Prozesse und Heizungswärme genutzt werden kann.

Der Öko-Strommarkt

Auf dem bundesdeutschen Strommarkt gibt es Stromversorger, die sich ausschließlich für die Erzeugung von Strom aus erneuerbaren Energiequellen und Kraft-Wärme-gekoppelten Anlagen einsetzen. Dieser Öko-Strommarkt ist noch klein, doch er hat sich in den letzten Jahren gut etabliert und er wächst stetig.

Bis Ende vergangenen Jahres haben schätzungsweise 450.000 KundInnen zu einem Ökostrom-Anbieter gewechselt, das sind 1,3 Prozent der bundesdeutschen Haushalte. Diese Menschen haben auf einfache und wirkungsvolle Weise deutlich gemacht, dass sie mit der Politik ihres Energieversorgungsunternehmens nicht einverstanden sind. Durch die Wahl des Stromanbieters haben sie entschieden, wie ihr Strom erzeugt und in welche Kraftwerke künftig investiert wird. Und wo es gerade ums Geld geht: Das Vorurteil, Ökostrom sei etwas für Besserverdienende, hat sich längst überholt. Schon heute gibt es zahlreiche Beispiele dafür, dass Strom aus Sonne, Wind, Wasser, Biomasse und Kraft-Wärme-Kopplung günstiger sein kann, als der aus Atom- und Kohlekraftwerken.

Doch Ökostrom ist nicht gleich Ökostrom! Welcher Anbieter ist der Richtige?

Anbieter von Ökostrom bzw. grünem Strom produzieren diesen in eigenen Anlagen oder kaufen den Strom bei einem Händler oder direkt beim Erzeuger. Doch wem gehören die Wasser- oder die Biomassekraftwerke? Wer tritt als Händler auf? Wer verdient so nebenbei noch mit an dem Geschäft?

ROBIN WOOD hat die Anbieter “grünen Stroms” unter die Lupe genommen. Als Ergebnis einer umfangreichen Recherche empfiehlt ROBIN WOOD folgende bundesweit agierende Stromversorger:

  • EWS Schönau >> Ausgelöst durch die Reaktorkatastrophe in Tschernobyl organisierte sich 1986 in Schönau eine Initiative, die sich für den Ausstieg aus der Atomenergie einsetzte. Die Initiative veranstaltete Stromsparwettbewerbe, reaktivierte Wasserkraftwerke und finanzierte Blockheizkraftwerke. Nach jahrelangem Kampf gegen den regionalen Energieversorger gelang es den Schönauer BürgerInnen 1997 die Stromkonzession für die Stadt Schönau zu erhalten und somit selbst zu einem Energieversorgungsunternehmen zu werden. Die Elektrizitätswerke Schönau sind direkt aus der Anti-Atom-Bewegung hervorgegangen. So ist es für die EWS selbstverständlich, dass die Eigentümer der Stromerzeugungsanlagen und auch die Stromhändler nicht mit der Atomwirtschaft verflochten sein dürfen. Weitere Informationen unter: www.ews-schoenau.de
  • Greenpeace energy >> Ende der neunziger Jahre startet die Umweltorganisation Greenpeace e.V. die Kampagne “Stromwechsel”. Ziel war es unter anderem, dem oft gehörten Argument entgegenzutreten, für die erneuerbaren Energien aus Sonne, Wind und Wasser gäbe es “keinen Markt”. In kürzester Zeit signalisierten 60.000 Haushalte ihre Bereitschaft zum Versorgerwechsel, um atomstromfreie und Klima schonende Energie zu beziehen. Aus den “Stromwechsel”-Kampagne entstand die Genossenschaft Greenpeace energy eG. Für Greenpeace energy gilt, dass die Stromversorgungsanlagen und auch die Stromhändler mit denen sie zusammen arbeiten, nicht mit der Atomwirtschaft verflochten sein dürfen. Weitere Informationen unter: www.greenpeace-energy.de

Wechseln ist ganz einfach

  • Haben Sie noch Fragen? Schreiben Sie direkt an einen der oben genannte Stromanbieter und fordern Sie die notwendigen Unterlagen zum Stromwechsel an oder wechseln Sie einfach via Internet.
  • Haben Sie einen Vertrag beim neuen Ökostrom-Anbieter unterschrieben, wird er sich um alle notwendigen Formalitäten kümmern. Für Sie ist die Angelegenheit damit erledigt. Es wird keine Unterbrechung der Stromversorgung geben, alle notwendigen Dienstleistungen werden wie bisher von Ihrem regionalen Netzbetreiber durchgeführt.

Ausführliche Informationen finden sich bei ROBIN WOOD unter Ökostrom .

Quelle: ROBIN WOOD

Veröffentlicht am

26. Juni 2004

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