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Ein Jahr “MACHT FRIEDEN.” - Ein Jahr Arbeit für eine friedenslogische deutsche Syrienpolitik

Die Kampagne "MACHT FRIEDEN." zieht eine erste Bilanz ihrer Arbeit

Anlässlich des Antikriegstags und des ersten Geburtstags der Kampagne "MACHT FRIEDEN. Zivile Lösungen für Syrien" am 1. September zieht die Kampagne eine erste Bilanz ihrer Arbeit. Zwar sind unverändert deutsche Soldat*innen in Syrien im Einsatz, doch im Bundestagswahlkampf regt sich Widerstand gegen diese vermeintlich alternativlose Politik: Mehrere tausend Emails und Aktionspostkarten an Bundestagsabgeordnete in den vergangenen zwölf Monaten, dutzende öffentliche Veranstaltungen und ein wachsender Unterstützer*innenkreis der Kampagne zeugen davon. Die Kampagne "MACHT FRIEDEN." sieht sich dadurch in ihrer Arbeit bestärkt und will sich auch in den nächsten Jahren gegen den Bundeswehreinsatz in Syrien und für zivile Konfliktlösungen einsetzen. Die Kampagne fordert eine friedenslogische deutsche Syrienpolitik, d.h. die Beendigung des Bundeswehreinsatzes in Syrien, die Fortführung des Friedensprozesses unter UN-Verantwortung sowie die Aufstockung der humanitären Hilfe und dem Ausbau der Zivilen Konfliktbearbeitung.

Unterstützer*innen der Kampagne verschickten mehrere tausend Protestbriefe und -postkarten an die Abgeordneten des Deutschen Bundestages sowie an die Kandidierenden zur Bundestagswahl und forderten von ihnen ein Ende des Bundeswehreinsatzes sowie ein Bekenntnis zur Stärkung humanitärer und gewaltfreier Instrumente. Darüber hinaus zeugen dutzende öffentliche Aktionen und Diskussionsveranstaltungen in ganz Deutschland, eine medienwirksame Kundgebung im November 2016 vor dem Reichstag in Berlin, eine gut besuchte Aktionskonferenz im Mai 2017 in Köln sowie mehr als 3.000 Unterzeichner*innen der Kampagnenpetition von einem breiten Engagement innerhalb der Kampagne und darüber hinaus.

Am 1. September begehen Friedensinitiativen in ganz Deutschland den Antikriegstag. Er erinnert an den Beginn des Zweiten Weltkriegs durch den deutschen Überfall auf Polen am 1. September 1939 und gilt seitdem als Mahnung: Von deutschem Boden soll nie wieder Krieg ausgehen! Fast 80 Jahre später ist die Bundeswehr jedoch wieder in der ganzen Welt in Kriege und Konflikte involviert: in Afghanistan, in Mali und auch in Syrien. Der 1. September war deshalb im vergangenen Jahr der offizielle Startpunkt der Kampagne "MACHT FRIEDEN. Zivile Lösungen für Syrien": Als Zeichen gegen den Krieg und als Mahnung an die deutsche Politik, die militärgestützte Außen- und Sicherheitspolitik aufzugeben und sich stattdessen für zivile Lösungen von Gewaltkonflikten einzusetzen.

Wenn im Herbst im neu gewählten Bundestag die jährliche Abstimmung über das Bundeswehrmandat ansteht, wird die Kampagne ihre Forderungen an den Deutschen Bundestag mit neuem Druck auf das politische Parkett bringen. Dazu sind dezentrale Aktionstage sowie eine zentrale Protestaktion in Berlin geplant.

Die Kampagne "MACHT FRIEDEN. Zivile Lösungen für Syrien" wird von 25 Organisationen und Gruppen der deutschen Friedensbewegung getragen. Mehr Informationen über die Kampagne und die beteiligten Trägerorganisationen: www.macht-frieden.de

Quelle:  www.macht-frieden.de - Pressemitteilung vom 31.08.2017.

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Veröffentlicht am

01. September 2017

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