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Werner Dierlamm: Endlich aufhören! Den Krieg nicht mehr lernen!

Von Werner Dierlamm, 13. August 2013

Am 8. August besuchten wir – meine Frau, eine Tochter und ein Sohn – die Stadt Heilbronn. In der Gedenkhalle ist das Modell der Altstadt von Heilbronn vor der Zerstörung und nach der Zerstörung zu besichtigen. In Heilbronn wurden meine Eltern und meine kranke Schwester am 4. Dezember 1944 umgebracht. Meine beiden Brüder mussten als Soldaten für Hitler kämpfen und töten und wurden 1942 und 1945 in Russland und in Italien getötet. Als einziger Überlebender einer sechsköpfigen Familie habe ich das Recht und die Pflicht, den folgenden Text zu verbreiten, soweit es mir möglich ist - und um seine Verbreitung zu bitten. Etwas ausführlicher schildert Werner Dierlamm seine persönlichen Erlebnisse im 2. Weltkrieg im ersten Abschnitt seines hier dokumentierten Vortrags "60 Jahre nach Kriegsende" .

Die Militarisierung der Bundesrepublik schreitet scheinbar unaufhaltsam fort und viele merken es nicht.

Seit Jahrtausenden sind Männer und neuerdings auch Frauen bereit, sich an mörderischen Waffen ausbilden zu lassen, die dazu dienen, Mitmenschen auszuschalten, zu verstümmeln, zu töten. Sie legen ein Gelübde ab, dass sie das im "Ernstfall" auf Befehl ihrer Vorgesetzten auch tun. Millionen und Abermillionen von Menschen sind auf diese Weise umgebracht und ihre Familien in tiefes Elend gestoßen worden.

In meinen Augen ist es wahnsinnig, diese Waffensysteme auszudenken, zu produzieren und sich daran ausbilden zu lassen. Nur die Jahrtausende alte Gewohnheit hindert die Mehrzahl der Menschen heute noch daran, diesen Wahnsinn zu erkennen.

Ich bin überzeugt, dass sich das ändern wird. In einer Zeit der großen Aufstände gegen korrupte und scheinheilige Regierungen hat auch der Aufstand gegen die Institution des Militärs große Chancen. Alle fast Allmächtigen stützen sich auf ihre Armeen, ohne sie wären sie nichts. Wenn ihnen ihre Untertanen in dieser Sache den Gehorsam verweigern, ist es aus mit ihnen.

Wir selbst sind nicht ohnmächtig, etwas gegen die Militarisierung der Bundesrepublik und der Welt zu tun.

Wir können mit der Veröffentlichung unseres Namens dagegen protestieren.

Wir können die Petition: "Endlich aufhören! Den Krieg nicht mehr lernen!" unterschreiben:

 

Fußnoten

Veröffentlicht am

14. August 2013

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