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Nacht der 100.000 Kerzen zum Hiroshimatag - “Verhängnisvollste Erfindung der Menschheitsgeschichte”

Am Vorabend des 65sten Jahrestages des Atombombenabwurfes auf Hiroshima veranstalten Initiativen in mehr als 40 deutschen Städten die "Nacht der 100.000 Kerzen" zum Gedenken an die mehr als 100.000 Opfer in der japanischen Stadt. Parallel zu den Gedenkveranstaltungen in Japan (Ortszeit 8.15 Uhr am 6. August) werden zwischen 20.00 Uhr und 0.15 Uhr auf städtischen Plätzen oder vor Militäreinrichtungen, in Kirchen oder vor Rathäusern, auf Flüssen oder Seen Hunderte oder Tausende Kerzen zum Gedenken an die Opfer der Atombomben von Hiroshima und Nagasaki angezündet, um die Forderung nach einer atomwaffenfreien Welt sichtbar zu machen. In Japan sind die schwimmenden Kerzen ein Symbol für die vielen Menschen, die damals im kühlenden Wasser des Meeres Rettung vor dem atomaren Feuer suchten.

Vielerorts beteiligen sich am Gedenken die Städte, die der internationalen Bewegung der "Bürgermeister für den Frieden" (siehe für Deutschland unter www.mayorsforpeace.de ) beigetreten sind. Erklärtes Ziel der Bürgermeistervereinigung ist eine atomwaffenfreie Welt bis zum Jahre 2020.

Weitere Aktionen, Gedenk- und Diskussionsveranstaltungen von Friedensgruppen finden zwischen dem 6. und 9. August statt.

Das Netzwerk Friedenskooperative bekräftigt zum Hiroshimatag die Forderung nach dem Abzug der letzten verbliebenen US-Atombomben aus der Bundesrepublik und dem Ende der sogenannten "Nuklearen Teilhabe". Der Bundesregierung wird vorgeworfen, die diesbezüglich im eigenen Koalitionsvertrag genannten Ziele aus Rücksicht auf die NATO-Partner nicht wirklich zu vertreten. Enttäuschung hatte das Ergebnis der Überprüfungskonferenz zum Atomwaffensperrvertrag (NPT) im Mai in New York hervorgerufen, bei dem die von der Friedensbewegung wie auch zahlreichen Staaten geforderten zügigen Verhandlungen über eine Nuklearwaffenkonvention für ein vollständiges Verbot nicht vorkommen.

Netzwerk-Geschäftsführer Manfred Stenner bezeichnet die Atomwaffen als die "verhängnisvollste und bedrohlichste Erfindung der Menschheitsgeschichte". Diese könne zwar nicht mehr rückgängig gemacht, müsse aber verboten werden. Zur Verhinderung einer immer weiteren Verbreitung der Massenvernichtungswaffe und immer mehr "inoffiziellen" Atomwaffenstaaten gebe es keine Alternative als die vollständige Abrüstung auch der etablierten Atomwaffenstaaten gemäß den Verpflichtungen im Atomwaffensperrvertrag (NPT). Dazu müsse auch die sogenannte friedliche Nutzung der Atomenergie Geschichte werden. Stenner: "Alle Staaten, die Atomkraftwerke betreiben, können theoretisch auch Bomben bauen."

Quelle:  Netzwerk Friedenskooperative - Pressemitteilung vom 04.08.2010.

 

Weblinks: 

Veröffentlicht am

04. August 2010

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