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Die Welt ist überrüstet, Frieden ist unterfinanziert

Ban Ki-Moon auf überfüllter Konferenz "Atomwaffen abschaffen" in New York

 

"Die Welt ist überrüstet und Frieden ist unterfinanziert", so der UN-Generalsekretär Ban Ki-Moon auf der mit über 1.000 TeilnehmerInnen überfüllten Konferenz "Atomwaffen abschaffen" in New York. Diese Veranstaltung war die größte internationale Konferenz für eine Welt ohne Atomwaffen im Vorfeld einer Konferenz zur Überprüfung des Atomwaffensperrvertrages (NPT-Konferenz).

Unter dem starken Beifall der TeilnehmerInnen unterstrich der Generalsekretär seine Forderung über den Beginn der Verhandlungen über eine Atomwaffenkonvention. Er betonte die Notwendigkeit des Engagements der Friedensbewegung und dankte für die weltweite Courage von Menschen - sich auch gegen Widerstände - für nukleare Abrüstung einzusetzen. Er wandte sich an die Regierungen mit der Forderung, ihrer Verpflichtung zur Abrüstung aus dem NPT-Vertrag nachzukommen und unterstrich, dass die Welt sich ein weiteres Scheitern der Abrüstungsverhandlungen nicht leisten könne.

Der Bürgermeister von Hiroshima Tadatoshi Akiba wandte sich an die Staats- und Regierungschefs alles dafür zu tun, dass Menschen nie mehr so leiden müssen wie die BürgerInnen von Hiroshima. Er forderte sie ultimativ auf, sich auf der NPT-Konferenz auf reale Abrüstungsschritte zu verständigen.

Anlässlich der Konferenz erklärte das internationale Vorbereitungs-Komitee aus 25 Organisationen der Friedensbewegung: "Wir teilen die Vision einer Welt ohne Krieg und Atomwaffen, unser Ziel ist eine Welt in globaler Gerechtigkeit und Frieden mit der Natur. Diese Vision kann erreicht werden. Aber sie verlangt, vielfältige gemeinsame gewaltfreie Aktionen. Öffentlicher Druck auf die politischen Führer der Welt ist notwendig, um sie dazu zu drängen, menschliche Sicherheit über Krieg und Militarismus zu stellen, die Quellen ihrer Macht und Privilegien." Die Konferenz forderte die Abschaffung von Atomwaffen und Krieg, eine gerechte Nutzung und Verteilung von Ressourcen sowie ein Ende der Plünderung unseres Planeten, der Vergiftung des Landes und des Wassers und der Luft, die wir atmen.

In der Tradition von Martin Luther King, der in dieser Tagesstätte seine berühmte Rede gegen den Krieg in Vietnam hielt, unterstrichen die TeilnehmerInnen, dass die Menschheit in einer Periode großer sozialer Veränderung lebt, die entweder zur Gerechtigkeit für die Menschen oder zur Zerstörung des Planeten führt. Der Kongress forderte, eine verstärkte weltweite Bewegung für Frieden und globale Gerechtigkeit ins Leben zu rufen.

Staatsminister Hoyer muss Atomwaffenkonvention unterstützen

Die deutsche Friedensbewegung fordert Staatsminister Werner Hoyer auf: "Machen Sie sich die Atomwaffenkonvention zu eigen. Bringen Sie die Atomwaffenkonvention in die Abschlusserklärung der Atomwaffensperrvertrags-Konferenz ein. Sie würden entscheidend zu ihrem Gelingen beitragen". Durch die Eröffnungsbeiträge des UN-Generalsekretärs Ban Ki-moon und den Außenministern von Indonesien und Österreich liegt die Atomwaffenkonvention auf dem Tisch. Deutschland sollte eine führende Rolle beim Beginn von Verhandlungen für diese Konvention übernehmen.

"Die atomaren Trippelschritte von Hillary Clinton sind nicht genug, um aus dem nuklearen Dilemma auszubrechen. Notwendig ist eine fundamentale Veränderung der Atomwaffenpolitik gerade der USA", erklärt Reiner Braun, Geschäftsführer der IALANA.

"Wenn die USA die atomare Abschreckungsdoktrin der NATO nicht aufgeben, werden die amerikanischen Abrüstungsbemühungen ohne Erfolg bleiben", so IPPNW-Arzt Lars Pohlmeier, "Abrüstungsschritte hin zu einer atomwaffenfreien Welt sehen anders aus".

Quelle: IPPNW - Pressemitteilungen vom 02./04.05.2010.

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Veröffentlicht am

04. Mai 2010

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