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Sonne, Wind und Holz statt Gas und Öl

Von Franz Alt

Alle Jahre wieder: Wenn Wladimir Putin auf der Gas-Leitung steht, bekommt Europa Angst vor der Kälte. Plötzlich wird uns dann wieder bewusst wie abhängig unser Wohlstand vom Wohlwollen anderer Regierungen ist. Wir hängen am Gas Russlands, am Öl der Scheichs und am Uran Australiens wie ein Junkie an der Nadel.

Doch von dieser Sucht können wir uns befreien. Wir haben alle Zukunftsenergien in Hülle und Fülle im eigenen Land: Sonne, Wind, Biomasse, Biogas, Wasserkraft und Erdwärme. Allein die Sonne schickt uns jeden Augenblick 15.000mal mehr Energie als zurzeit alle Menschen verbrauchen. Eine Studie der Universität Münster belegt, dass deutsche Dörfer ihren Strom zu 100% und unsere Städte zu 70% durch die vorhandenen Dachflächen über die Sonne gewinnen könnten.

Im deutschen Wald wächst 40% mehr Holz nach als wir zurzeit nutzen. Schwachholz und Restholz lassen wir einfach verrotten - zur Freude der Borkenkäfer. Erdwärme, direkt unter uns, ist noch weitgehend ungenutzt. In der Schweiz wird praktisch kein Neubau mehr errichtet ohne die Nutzung von Erdwärme.

In dieser Woche wurde in Köln eine Solarsiedlung eingeweiht, die Strom und Wärme komplett über erneuerbare Energiequellen gewinnt. Kassel und Nürnberg sind die ersten deutschen Großstädte, die zu 100% mit Ökostrom versorgt werden. In Freiburg stehen 50 Häuser, die bereits mehr Energie über die Sonne erzeugen als in ihnen verbraucht wird, Solarenergie- Plus-Häuser. Die 500.000 Ostfriesen gewinnen Anfang 2009 bereits 96 % ihres Stromverbrauchs erneuerbar.

Auch die Benediktinermönche in Münsterschwarzach sind Anfang 2009 zu 95% CO2-frei, also unabhängig von Gas, Öl und Atomstrom. Das große Kloster mit fast 100 Gebäuden gewinnt schon seit Jahren seinen Strom und seine Wärme über heimisches Holz, Wasserkraft, Biogas und die heimische Sonne, die auf jedes Dach scheint und über Windräder, an denen das Kloster beteiligt ist. So leisten die Mönche einen vorbildlichen Beitrag zur Bewahrung der Schöpfung.

Vor sechs Wochen wurde auch im Vatikan die erste Solaranlage eingeweiht. Jetzt funktioniert die Energie von ganz, ganz oben - direkt vom "Chef" selbst.

Die genannten Beispiele zeigen, dass wir uns von ausländischer Energieknechtschaft befreien können. Das Geld bleibt dann im eigenen Land, die Arbeitsplätze entstehen hier und die Regionen bekommen neue, umweltfreundliche Wirtschaftskraft. Das ist gut für die Umwelt und für den Geldbeutel.

Nach einer Studie der EU ist der 100%ige Umstieg auf Erneuerbare Energien in 20 bis 30 Jahren möglich. Er bringt Europa fünf Millionen neue, zukunftsträchtige Arbeitsplätze. Worauf warten wir eigentlich?

Quelle: Franz Alt 2009 - www.sonnenseite.com . Dieser Text wird hier mit freundlicher Genehmigung von Franz Alt veröffentlicht.

Veröffentlicht am

14. Januar 2009

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