Date: July 13th 2006

==== Lebenshaus-Newsletter ===============================================

Liebe Freundinnen und Freunde,

US-Präsident Bush hat während seiner Reise zum G8-Gipfel in Petersburg vom 12.-14. Juli einen Zwischenstop in Kanzlerin Merkels Wahlkreis in Stralsund und Umgebung eingelegt. Initiativen aus der Friedensbewegung protestieren gleichzeitig in vielen Orten der Bundesrepublik und auch in Stralsund gegen die kriegerische Politik der US-Regierung (siehe Terminhinweise unten). Mahnungen für eine konstruktivere Rolle und eine eindeutige Absage an militärische Optionen gehen dabei an die Adresse von Bundesregierung und EU. Siehe auch die Zeitungs-Anzeige mit einem Offenen Brief an die Bundeskanzlerin die am heutigen 13. Juli in der Ostsee-Zeitung erschienen ist (>>http://www.koop-frieden.de/anzeige_13juli2006.pdf).

Hier möchte ich gerne zwei Briefe von Pfarrer Harald Wagner (Heiningen) weitergeben, die er anlässlich des Bush-Besuchs in Deutschland verfasst hat. Der erste ist an seinen Freundeskreis gerichtet. Darin heißt es:

".. Ich habe mich veranlasst gefühlt, diesen kurzen Brief an die amerikanische Botschaft zu schicken (siehe unten), weil ich es für unerträglich halte, dass unsere Bundeskanzlerin Frau Merkel durch ihre Einladung des amerikanischen Präsidenten in ihren Wahlkreis die völkerrechtswidrige Politik der amerikanischen Regierung absegnet. Sie sollte vielmehr den Generalbundesanwalt einschalten, um zu überprüfen, ob dieser Präsident nicht dem Gerichtshof in Den Haag überstellt werden muss. Durch diese Einladung hat sie sich selbst moralisch disqualifiziert. Sie hat sich moralisch korrumpieren lassen.
Die CDU Mecklenburg-Vorpommern oder Frau Merkel sollten die Kosten von etwa 20 -30 Millionen von Euro übernehmen, die dieses Treffen kostet, damit dies nicht den arbeitslosen Jugendlichen in diesem Land entzogen wird. Ich meine, wir brauchen in unserem Land, das von der Gleichschaltung und von der Interessengebundenheit der Medien immer mehr bestimmt wird eine kritische Öffentlichkeit. Wir sollten uns nicht von den wichtigen Themen ablenken lassen. Wir sollten im Rahmen der Dekade zur Überwindung von Gewalt darüber diskutieren, dass Arbeitslosigkeit, der Abbau von Arbeitsplätzen illegitime Gewalt ist und geächtet werden muss. Es kann so nicht weitergehen! ..."

Der zweite Brief von Harald Wagner ist an die US-Botschaft gerichtet:

"Sehr geehrte Damen und Herren!
Zum bevorstehenden Besuch von Ihrem Präsidenten Bush möchte ich Ihnen mitteilen, dass ich ihn nicht willkommen heiße. (Not Welcome Mr. President!) Er hat im Irak einen völkerrechtswidrigen Krieg geführt, ist verantwortlich für die Folter von Abu Grahib und die Verletzung der Genfer Konvention in Guantanamo. Er hält den Atomwaffensperrvertrag nicht ein, der zur Abrüstung verpflichtet.
Ich bin Evangelischer Gemeindepfarrer und fühle mich mit den amerikanischen Kirchenführern tief verbunden, die auf der Vollversammlung des Ökumenischen Rates der Kirchen in Porto Alegre 2006 ein Schuldbekenntnis abgelegt haben. Sie haben dort formuliert:
'Wir beklagen mit Schmerz den Krieg im Irak, der durch Täuschung und unter Verletzung weltweiter Regeln der Gerechtigkeit und der Menschenrechte begann. Wir bekennen beschämt die Misshandlungen, die in unserem Namen begangen wurden. Wir bekennen, dass wir darin versagt haben, eine prophetische Stimme zu erheben, die laut und anhaltend genug gewesen wäre, unsere Anführer von diesem Weg des Präventivkrieges abzubringen. Herr erbarme Dich.' God bless this America!"


Shalom Salaam Pace
Euer / Ihr Michael Schmid

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Inhaltsübersicht
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I. Artikel

:: 01. Bush-Besuch, Kriegseskalation im Nahen Osten, Irankonflikt: Friedenslösung für Gesamtregion statt Eskalation im Irankonflikt!

:: 02. “Nie wieder Krieg!” - Bischof Gumbleton zum Bush-Besuch in Deutschland

:: 03. Transatlantisches in Trinwillershagen

:: 04. Aufruf an Europa

:: 05. Friedensverbände fordern Ende der israelischen Militärinvasion

:: 06. Ein einseitiger Krieg

:: 07. Wer hat begonnen?

:: 08. Besonders ausführlich, wenn sich die Bahn AG erneut verweigern sollte

:: 09. Zeitgewinn

:: 10. Die Leichenhallen im Irak sind überfüllt

:: 11. Militärverweigerung in den USA - ein kurzer geschichtlicher Abriss

:: 12. Gebet und Fasten für den Frieden

:: 13. Scheitern der UN-Kleinwaffenkonferenz - Massive Kritik am "UN-Desaster von New York"

:: 14. Raketen als Exportschlager

:: 15. Kims Fehler

:: 16. Lateinamerikanisches Pipelineistan

:: 17. Der Spritpreis steigt, sparsam fahren hilft

:: 18. 30 Jahre nach Seveso - Sicherheitsstandards von Industrieanlagen weiter unzureichend


II. Hinweise

III. Veranstaltungstermine

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I. Artikel

:: 01. Bush-Besuch, Kriegseskalation im Nahen Osten, Irankonflikt: Friedenslösung für Gesamtregion statt Eskalation im Irankonflikt!

Friedensgruppen protestieren zum Bush-Besuch in Stralsund und vielen weiteren Orten der Bundesrepublik. Sie erinnern an die fortdauernden Kriege in Irak und Afghanistan, an Völkerrechtsbruch, Kriegsverbrechen und Menschenrechtsverletzungen und warnen vor einer Eskalation des Irankonfliktes, die für die gesamte Region verheerend sein könnte. Von Mani Stenner. >> http://www.lebenshaus-alb.de/mt/archives/003824.html


:: 02. “Nie wieder Krieg!” - Bischof Gumbleton zum Bush-Besuch in Deutschland

Der amerikanische Präsident George W. Bush weilt vom 12. bis zum 14. Juli 2006 in Deutschland. Er wird versuchen, die deutsche Regierung von seinen künftigen Kriegsplänen zu überzeugen. Vor dem jüngsten Krieg, der Tod und unsagbares Leid über die Menschen im Irak brachte, hatte er dies bereits einmal versucht. Doch die USA mussten für ihren Krieg auf zahlreiche Verbündete verzichten. Nun dämmert am Horizont die Gefahr eines neuen Krieges, diesmal gegen das Nachbarland des Irak, den Iran. Die deutsche Regierung sollte "Nein!" sagen zu einer wie auch immer gearteten militärischen Zusammenarbeit mit den kriegsbereiten USA. Von Weihbischof Thomas J. Gumbleton. >> http://www.lebenshaus-alb.de/mt/archives/003823.html


:: 03. Transatlantisches in Trinwillershagen

Deutschland-Trip vor dem G-8-Gipfel: Kanzlerin Merkel empfängt George Bush zu Fischsuppe und manch delikatem Happen aus der politischen Menü-Küche. Sie profiliert sich als Hauptansprechpartnerin der USA im kontinentalen Europa. George Bush ist dankbar für eine wohlwollende Regierungschefin, vor allem weil der durch interne politische Probleme angeschlagene Insulaner Tony Blair nicht mehr so wie bisher nützlich ist. Von Konrad Ege. >> http://www.lebenshaus-alb.de/mt/archives/003812.html

:: 04. Aufruf an Europa

Angesichts der israelischen Militäroffensive spitzt sich derzeit die Situation im Gazastreifen dramatisch zu. Der israelische Friedensblock Gush Shalom weist in einem "Aufruf an Europa" auf die drohende weitere Eskalation hin und ruft die Europäische Union und ihre Mitgliedstaaten auf, "sofort und tatkräftig gegen die bedrohliche israelisch-palästinensische Krise zu intervenieren. >> http://www.lebenshaus-alb.de/mt/archives/003811.html


:: 05. Friedensverbände fordern Ende der israelischen Militärinvasion

In einer gemeinsamen Erklärung fordern die Nahost-Kommissionen des Deutschen Zweiges des Internationalen Versöhnungsbundes und der Deutschen Sektion von Pax Christi eine Ende der israelischen Militärinvasion, die Unterlassung von Doppelstandards in der EU-Nahostpolitik und den Stopp von deutschen Rüstungsexporten. >> http://www.lebenshaus-alb.de/mt/archives/003816.html


:: 06. Ein einseitiger Krieg

Das war es nun! Nach dem Ende der WM kann die Öffentlichkeit sich wieder weniger wichtigen Dingen zuwenden, wie dem täglichen Töten und Zerstören, dem gefangenen Soldaten, dem Abschießen von Qassam-Raketen und all dem, was mit unserer Invasion in den Gazastreifen zu tun hat. Von Uri Avnery. >> http://www.lebenshaus-alb.de/mt/archives/003814.html


:: 07. Wer hat begonnen?

"Wir sind aus dem Gazastreifen abgezogen und nun feuern sie Qassams". Es gibt keine genauere Formulierung der vorherrschenden Ansicht über die augenblickliche Runde des Konfliktes. "Sie haben begonnen", ist die Routineantwort gegenüber jedem, der zu behaupten versucht, dass z.B. Stunden bevor die erste Qassam auf die Schule in Ashkalon fiel (und keinen Schaden verursachte), Israel an der Islamischen Universität in Gaza viel Zerstörung anrichtete. Israel verursachte Stromausfall, belagert, bombardiert und beschießt mit Artillerie, mordet und verhaftet, tötet und verwundet Zivilisten, einschließlich Kindern und Babys in erschreckender Zahl - aber "sie haben begonnen." Von Gideon Levy. >> http://www.lebenshaus-alb.de/mt/archives/003815.html


:: 08. Besonders ausführlich, wenn sich die Bahn AG erneut verweigern sollte

Konzernvertreter der Deutschen Bahn AG und der Initiative "Elftausend Kinder" werden Anfang Juli zu Gesprächen über ein angemessenes Gedenken an die Deportationsopfer der Deutschen Reichsbahn aufeinandertreffen. Die Zusammenkunft beendet den Boykott der Bahn AG, deren Vorstandsvorsitzender zwei Jahre versucht hatte, die Forderungen nach einer Wanderausstellung über elftausend jüdische Kinder und deren Schienentransporte in die NS-Vernichtungslager zu ignorieren. Insgesamt etwa drei Millionen Menschen wurden von dem Vorgängerunternehmen der Berliner Bahn AG nach Sobibor, Buchenwald oder Auschwitz geschleust. >> http://www.lebenshaus-alb.de/mt/archives/003806.html


:: 09. Zeitgewinn

Die für den gestrigen Montag geplanten Gespräche über das Gedenken an die NS-Deportationen auf dem deutschen Schiennentz sind gescheitert. Auf das Treffen hatten sich die Initiatoren des Gedenkens (Fils et Filles des Déportés Juifs de France/Initiative Elftausend Kinder) mit dem Bundesminster für Verkehr verständigt. Als weitere Teilnehmer waren die Spitzen der Deutschen Bahn AG und des Zentralrats der Juden in Deutschland geladen. Wie es in Vorbereitung der langfristig vereinbarten Gespräche hieß, sollte versucht werden, eine Ausstellung über elftausend deportierte Kinder auf den deutschen Publikumsbahnhöfen zu ermöglichen. >> http://www.lebenshaus-alb.de/mt/archives/003820.html


:: 10. Die Leichenhallen im Irak sind überfüllt

Im Fall eines abgelehnten und geduldeten Asylbewerbers aus dem Irak vertritt das Bundesverwaltungsgericht die Auffassung, seine freiwillige Ausreise in den Irak sei möglich. Eine Abschiebestoppregelung gebe es nur mangels Flugverbindungen und weil es kein Rückübernahmeabkommen mit dem Irak gibt. Eine Aufenthaltserlaubnis anstelle der Duldung bekommt der Betreffende deshalb nicht. PRO ASYL meint, dieses zynische Urteil mache eine gesetzliche Neuregelung dringend erforderlich. Von Bernd Mesovic. >> http://www.lebenshaus-alb.de/mt/archives/003807.html


:: 11. Militärverweigerung in den USA - ein kurzer geschichtlicher Abriss

Heute ist der Nationale Aktionstag für Leutnant Ehren Watada, der sich weigert, im illegalen Krieg im Irak mitzukämpfen. Es ist das neueste Kapitel in einer langen und noblen Geschichte des Widerstands innerhalb der US-Streitkräfte. Um diese Geschichte zu begreifen und wohin sie führen könnte, ist es hilfreich zu sehen, dass Verweigerung sehr unterschiedliche Formen annehmen kann. Und es ist wichtig zu begreifen, wie schwer es Verweigerern fällt, ihren patriotischen Standpunkt klarzumachen, solange sie auf sich allein gestellt sind, ohne die Unterstützung der Friedensbewegung als solcher. Von Zoltan Grossman. >> http://www.lebenshaus-alb.de/mt/archives/003821.html


:: 12. Gebet und Fasten für den Frieden

In dieser Woche werden 3.000 Menschen in den USA und weltweit mindestens einen Tag fasten. Die landesweite Fastenaktion nennt sich Troops Home Fast und ist ein Beitrag zur Beendigung des Irakkriegs. Auch ich beteilige mich daran. Seit dem Abend des 3. Juli habe ich nichts mehr gegessen und werde durchhalten bis zum Abend des 10. Juli. Und solange die Fastenaktion dauert, werde ich an jedem Montag keine Nahrung zu mir nehmen. Von Ted Glick. >> http://www.lebenshaus-alb.de/mt/archives/003822.html


:: 13. Scheitern der UN-Kleinwaffenkonferenz - Massive Kritik am "UN-Desaster von New York"

In seiner Funktion als Sprecher des Deutschen Aktionsnetzes Kleinwaffen Stoppen (DAKS) und Vorstandsmitglied des Freiburger RüstungsInformationsBüro (RIB e.V.) kritisierte Jürgen Grässlin das Scheitern der UN-Kleinwaffenkonferenz als "UN-Desaster von New York". Grässlin, Autor mehrerer Bücher zur Kleinwaffenproblematik, erklärte, "dass diejenigen Politiker, die zum Scheitern der Konferenz beigetragen haben, massive Mitschuld am millionenfachen Töten mit Revolvern, Maschinenpistolen, Gewehren, Maschinengewehren und kleinkalibrigen Mörsern tragen". >> http://www.lebenshaus-alb.de/mt/archives/003819.html


:: 14. Raketen als Exportschlager

Nordkoreas Raketenabschuss-Serie wirkt auf die Nachbarstaaten als Provokation. Möglicherweise war er aber zum Teil ein Misserfolg: Die getestete Taepodong-2-Rakete stürzte ab. Von Karl Grobe. >> http://www.lebenshaus-alb.de/mt/archives/003808.html


:: 15. Kims Fehler

Die Beweggründe nordkoreanischer Politik grenzen ans Unerforschliche. So lässt sich nicht beantworten, weshalb die Führung in Pjöngjang gerade jetzt einen Massenstart von Raketen aus den eigenen Qualitätswerkstätten - was nicht ironisch gemeint ist - vorgenommen hat. Die Vermutung, der unberechenbare Kim Jong Il habe dem Discovery-Start die Schau stehlen wollen, erklärt am wenigsten. Kim hat einen eigenen Fahrplan. Von Karl Grobe. >> http://www.lebenshaus-alb.de/mt/archives/003809.html


:: 16. Lateinamerikanisches Pipelineistan

Kontinentale Vernetzung durch Öltrassen: Eine Alternative zur Freihandelszone? Von Elmar Altvater. >> http://www.lebenshaus-alb.de/mt/archives/003813.html


:: 17. Der Spritpreis steigt, sparsam fahren hilft

Pünktlich zu den Sommerferien steigen die Kraftstoffpreise. Doch wie viel Geld in den Tank wandert, können Autofahrer selbst bestimmen. Der Verkehrsclub Deutschland e.V. (VCD) gibt Tipps, wie Spritkosten und Umweltbelastung gesenkt werden können. >> http://www.lebenshaus-alb.de/mt/archives/003810.html


:: 18. 30 Jahre nach Seveso - Sicherheitsstandards von Industrieanlagen weiter unzureichend

Am 10.7.1976 wurde in der Ortschaft Seveso aus einem Reaktor des Chemikalienherstellers ICMESA hochgiftiges Dioxin freigesetzt, in dessen Folge Mensch und Umwelt weiträumig verseucht wurden. Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) hat anlässlich des 30-jährigen Jubiläums des Chemieunfalls in Seveso die Sicherheitsstandards für Industrieanlagen kritisiert. Nach dem verheerenden Unglück in Italien seien zwar die gesetzlichen Vorgaben erweitert worden, allerdings gäbe es erhebliche Vollzugs- und Informationsdefizite. >> http://www.lebenshaus-alb.de/mt/archives/003817.html

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II. Hinweise

:: Protest gegen Repressalien beim G8-Gipfel

Attac protestiert aufs Schärfste gegen die Repressalien, die sich in einer Welle von Festnahmen von Kritikern des G8-Gipfels in mehreren Regionen Russlands niederschlägt. Weiterhin appelliert Attac an den russischen Präsidenten Vladimir Putin, demokratische Mindeststandards einzuhalten. Dazu gehört auch die Möglichkeit von öffentlicher Kritik und Opposition, von Protest und Demonstrationsfreiheit. Vom 15. bis 17. Juli kommen Vertreter der sieben mächtigsten Industrienationen und Russlands zum G8-Gipfel in St. Petersburg zusammen. Das Treffen ruft viele Kritiker auf den Plan, auch Attac Deutschland ist vor Ort und beteiligt sich im Rahmen des Alternativgipfels an einer Veranstaltung des Russischen Sozialforums. Der vollständige Text der Pressemitteilung kann eingesehen werden unter >> http://www.attac.de/aktuell/presse/presse_ausgabe.php?id=587


:: Landkarte lokaler Friedensarbeit stößt auf großes Interesse

Bereits kurz nach der Online-Schaltung haben sich schon über 60 Initiativen in die Landkarte lokaler Friedensarbeit eingetragen. Initiiert hat das Projekt die Aktionsgemeinschaft Dienst für den Frieden. Unterstützt wird die Landkarte durch die Evangelische Kirche in Deutschland. Die jetzt entstandene virtuelle Landkarte lokaler Friedensarbeit fördert die Kontakte zwischen bestehenden Gruppen, sie regt zur Zusammenarbeit an und ermöglicht es, kreative Ideen von anderen aufzugreifen. Die Initiatoren des Projektes laden vor allem auch kleine ehrenamtlich arbeitende Gruppen ein, sich in die Landkarte einzutragen. Ruben Kurschat, Projektkoordinator: "In jeder kleinen Stadt, in vielen Dörfern sogar, gibt es Menschen, die sich regelmäßig oder zu konkreten Anlässen zusammenfinden, um für eine friedlichere Gestaltung dieser Welt aktiv zu werden. Für diese Gruppen schaffen wir mit der Landkarte eine Möglichkeit, auf sich aufmerksam zu machen und MitstreiterInnen zu finden." Die Landkar
te ist zu erreichen unter >> http://www.lokale-friedensarbeit.de


:: Aktionswoche gegen den Börsengang der Bahn

Unter dem Motto "Stoppt den Ausverkauf der Bahn!" startet das Bündnis Bahn für Alle vom 22. - 29. Juli seine erste bundesweite Aktionswoche. Ziel ist es, möglichst viele Menschen in den Widerstand gegen die Verramschung der Bahn einzubinden sowie die lokale und überregionale Presse zu erreichen. Im Herbst 2006 wird der Bundestag über den Verkauf der Deutschen Bahn entscheiden. Die Folgen der skandalösen Verschleuderung öffentlichen Eigentums wären jedoch fatal, wie das Beispiel der privatisierten englischen Bahn beweist. Streckenstillegungen, Stellenabbau, Fahrplanwirrwarr und Sicherheitsrisiken sind das Ergebnis, sollte die Bahn zukünftig den kurzfristigen Gewinninteressen privater Unternehmen dienen. In der Woche Ende Juli werden daher Aktive in zahlreichen Städten ihren Protest gegen das irrsinnige Privatisierungsprojekt mit vielfältigen Aktionen auf die Straße und in die Züge tragen. Die Kampagne plant, bis zum Herbst mehrere Zehntausend Unterschriften zu sammeln und poli
tisch wirksam zu machen. Neuigkeiten und Hintergrundinfos können täglich aktualisiert unter >> http://www.bahn-fuer-alle.de eingesehen werden. Unterschriftenlisten zum Ausdrucken und Verteilen im Freundes- und Bekanntenkreis sind dort unter "Material" zu finden. Außerdem besteht die Möglichkeit, den digitalen Kampagnenrundbrief zu abonnieren.

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III. Veranstaltungstermine

:: 13./14.07.2006 - bundesweite Aktionen gegen den geplanten Besuch von G.W. Bush

Kanzlerin Merkel hat US-Präsident Bush während seiner Reise zum G8-Gipfel in Petersburg zu einem Zwischenstopp in ihren Wahlkreis nach Stralsund eingeladen. In der Friedensbewegung formiert sich dazu Protest. Nach neuesten Informationen wurde Bushs Besuchstermin vom 14.7. auf den 13.7. vorverlegt. Entgegen früheren Ankündigungen wird daher auch die Demonstration in Stralsund schon am 13.7. stattfinden. Neben vielfältigen Aktionen insbesondere am 13. Juli in Stralsund wird es auch viele dezentrale Aktionen geben, z.B. in Baden-Württemberg u.a. am EUCOM in Stuttgart, in Karlsruhe und Heidelberg. Alle Informationen und Aktionen:>> http://www.bush-in-stralsund.de ; >> http://www.uni-kassel.de/fb5/frieden/bewegung/Bush-Besuch/bush06-baf2.html ; >> http://www.friedenskooperative.de/bush2006.htm ; >> http://www.friedenskooperative.de/themen/iran32.htm ; >> http://www.friedenskooperative.de/terroter.htm


:: 15.07.2006, 9.30 Uhr - 17.30 Uhr im Treffpunkt Freiburg: "Vermitteln in Konflikten: Mediation"

Über die Kunst, als allparteiliche dritte Person in Konflikten zwischen zwei oder mehr Streithähnen zu vermitteln, geht es bei einem Tagesseminar, das im Rahmen des Begleitprogramms zum 1. Freiburger Friedenslauf (>> http://friedenslauf.forumzfd.de/) stattfindet. Neben kurzen Einführungen wird es auch praktische Übungen zum Thema geben. Seminarleiterin ist Mechtild Eisfeld, Mediationsausbilderin BM. Das Seminar kostet 30 € und findet im Treffpunkt Freiburg, Wilhelmstr. 20 statt. Anmeldung ist unbedingt erforderlich unter der Tel.-Nr. 0761-57968.


:: 17.07.2006 - 20.00 Uhr im Stadtteilbüro Freiburg-Weingarten: "Überleben unter israelischer Besatzung" - Ein sehr persönlicher Reisebericht aus Palästina von Jürgen Glökler

Jürgen Glökler hat Jerusalem und Teile der Westbank besucht, um die Situation der sich bekriegenden Völker und insbesondere auch die Friedensfachkräfte und Menschen, die sich um gewaltfreie Lösungsansätze vor Ort bemühen, kennenzulernen. In der Diskussion soll es auch um die aktuelle Eskalation des Nahostkonfliktes und mögliche politische Perspektiven gehen. Jürgen Glökler (Hirschberg) ist Vorstandsmitglied beim Bund für Soziale Verteidigung (BSV) und bei der Werkstatt für Gewaltfreie Aktion, Baden.


:: 23.-27.07.2006 - Schloss Eringerfeld, Paderborn: Gewaltfreiheit globalisieren. Konferenz der War Resisters` International

Willst du die Globalisierung besser verstehen? Willst du mehr gegen Kriege tun? Willst du auch gewaltfrei aktiv sein? Diese Konferenz ,Gewaltfreiheit globalisieren' der War Resisters' International wird eine großartige Gelegenheit, um Aktive aus der ganzen Welt zu treffen, ihre Hintergründe kennen zu lernen, und zu verstehen, wie wir alle eine andere Welt möglich machen können. Auf der ganzen Welt entwickelt sich eine "Bewegung der Bewegungen". Sie will die Sichtweisen und Werte der Bevölkerung denen der Konzerne, Institutionen und Regierungen entgegensetzen - auch in den Anti-Kriegs-Aktionen. Es ist eine "Globalisierung von unten". Die War Resisters' International denkt, dass die Gewaltfreiheit in dieser Globalisierung von unten noch viel wichtiger werden kann. Darum die Überschrift unserer internationalen Konferenz: Gewaltfreiheit globalisieren. Infos >> http://www.gewaltfreiheitglobalisieren.org


:: 28.07.2006 - 19.30 Uhr in Karlsruhe (Kath. Hochschulgemeinde): Militärökonomie in den USA

Vortrags- und Diskussionsveranstaltung mit Simon Harak, Ethikprofessor, Priester und Koordinator der War Resisters League, USA. Es laden ein: Deutsche Friedensgesellschaft-Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen, Arbeitsstelle Frieden (Evang. Landeskirche), Attac, Frauen für Frieden, Friedensbündnis Karlsruhe, Pax Christi, Versöhnungsbund, Werkstatt für Gewaltfreie Aktion. Der Abend ist Teil einer Rundreise, die Harak unmittelbar nach Ende der weltweiten Konferenz der "War Resisters International" unternimmt, die in diesem Jahr in Deutschland (bei Paderborn) stattfindet.


:: 29.07.- 06.08.2006 München - Ammersee - Bodensee - Oberndorf - Tübingen - Stuttgart - Ludwigsburg: Friedensradtour "Auf Achse für Frieden"

VA: DFG-VK Bayern und Baden-Württemberg. Kontakt: DFG-VK Baden-Württemberg, Haußmannstr. 6, 70188 Stuttgart, Tel.: 0711/2155112, Fax: 0711/2155214, Ba-Wue@dfg-vk.de, http://www.schritte-zur-abruestung.de


:: 29.07. - 07.08.2006 Kyritz-Ruppiner Heide: "Unterwegs zwischen Segen und Fluch in Deutschland"

Unter diesem Motto lädt der Oekumenische Dienst - wie bereits 2004 - auch in diesem Sommer wieder zu einem ökumenischen Pilgerweg ein: Dieses Mal geht es durch die Kyritz-Ruppiner Heide, eine traumhafte Landschaft, die aber auch Ort einer weitreichenden Auseinandersetzung ist: Die Bundeswehr plant dort, das ehemals unter Stalin enteignete "Bombodrom"-Gelände wieder für Manöver zu nutzen. Der Pilgerweg will Menschen die Gelegenheit geben, dieser Region in kontemplativer Weise zu begegnen und sich von ihr anstiften zu lassen. Er lädt dazu ein, gemeinsam in der Heide unterwegs zu sein und sich damit auseinandersetzen, was es für die Menschen vor Ort, aber auch für die PilgerInnen bedeutet, wenn dort für den Krieg geübt wird. Es sind Begegnungen mit Menschen aus der Region geplant und das Kennenlernen von Orten des Protestes. Der vorletzte Tag wird dem Gedenken an an den Abwurf der Atombombe auf Hiroshima 1945 gewidmet sein. Ein Einladungs-Flyer findet sich unter >> http://www.sc
halomdiakonat.de/pilger06.pdf


:: 04.08. - 09.08.2006 in Karlsruhe: 5. Attac Sommerakademie

Wie in den vergangenen Jahren bietet die Sommerakademie wieder ein abwechslungsreiches Programm aus interessanten Seminaren, Workshops und Diskussionsveranstaltungen, bei denen die TeilnehmerInnen miteinander und voneinander lernen können. Ihr werdet die Möglichkeit haben, mit ReferentInnen aus der politischen Praxis, aus Wissenschaft und den internationalen sozialen Bewegungen zu diskutieren. Gemeinsam wollen wir Perspektiven und Strategien für Attac und die globalisierungskritische Bewegung zu entwickeln. Nähere Infos und das Programm sind zu finden unter >> http://www.attac.de/sommerakademie2006


:: 05.08.2006 - Büchel/Ludwigsburg: Pacemakers-Radmarathon 2006 "Für eine friedliche und gerechte Welt ohne Atomwaffen"

Start in Büchel (Atomwaffenlager), Strecke über - Kirn - Ramstein (Atomwaffenlager) - Neustadt - Bretten - Stuttgart (EUCOM)- Ludwigsburg (> 346 km), (sportlicher)Schirmherrschaft: Udo Bölts (zwölffacher Teilnehmer an der Tour de France, 3 maliger Deutscher Profimeister auf der Straße), VA: Pacemakers, ... [am Vorabend des Atombombenabwurfes auf Hiroshima]. Kontakt: Pacemakers c/o DFG-VK Landesverband Baden-Württemberg, Haußmannstr. 6, 70188 Stuttgart, Tel.: 0711/2155112, Fax: 0711/2155214, info@pace-makers.de, http://www.pace-makers.de


:: 02.09.2006 - 18.00 Uhr im Gemeindezentrum St. Gallus in Frankfurt/M.: "Gewalt löst keine Konflikte - Frieden braucht Fachleute"

Nachdem die Ausstellung "Alternativen zur Gewalt - Frieden braucht Fachleute" in den letzten zwei Jahren mit Erfolg durch zwölf Städte in Hessen und Rheinland-Pfalz gewandert ist, möchten die beiden pax christi-Bistumsstellen Mainz und Limburg nun dieses Projekt gebührend abschließen und neue Perspektiven der Zusammenarbeit zum Thema "Gewaltfreie Konfliktarbeit" eröffnen. Für 18.00 Uhr sind alle Interessierten eingeladen, der Diskussionsveranstaltung mit Bundesministerin Heidemarie Wieczorek-Zeul, Promis aus Kirche, Gewerkschaft und Gesellschaft beizuwohnen. Das Gespräch wird von Andreas Zumach moderiert. Die Veranstalter möchten damit erreichen, dass der gesellschaftliche Druck zum Einsatz gewaltfreier Mittel zur Konfliktbearbeitung erhöht wird. Im Anschluss daran wird es bei Live-Musik, Essen und Getränken ab ca. 20.30 Uhr ein Dankeschön-Fest geben. Nähere Informationen können erfragt werden bei Daniel Steiger, pax christi Limburg, Tel. 06172/ 92 86 79, E-Mail friedensarbei
ter@pax-christi.de


:: 22.09. - 24.09.2006 - Ev. Akademie Bad Boll: Grenzen dicht für Flüchtlinge aus Afrika? Die Zukunft des Flüchtlingsschutzes in Europa

Ceuta, Lampedusa, Melilla: Modelle für den Schutz Europas vor Flüchtlingen oder für europäischen Flüchtlingsschutz? Können sich Flüchtlinge aus Afrika künftig noch in Europa in Sicherheit bringen? Welche Perspektiven verspricht die Mittelmeerpartnerschaft im Rahmen des Barcelona-Prozesses? >> http://www.ev-akademie-boll.de/tagungen/details/430606.pdf


:: 06.10. - 08.10.2006 - Ev. Akademie Bad Boll: Atomwaffen - Eine Herausforderung für den Frieden

Etwa 28.000 Atomwaffen gibt es weltweit, in Deutschland lagern ca. 150 Atombomben. Welche Rolle spielen Nuklearwaffen in den aktuellen Militärkonzepten Deutschlands und Europas? Welche Chancen haben lokale, nationale und internationale Organisationen in ihrem Engagement für eine atomwaffenfreie Welt? >> http://www.ev-akademie-boll.de/tagungen/details/431006.pdf

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Weitere Termine finden sich u.a.:

:: Netzwerk Friedenskooperative >> http://www.friedenskooperative.de/

:: Bessere Welt Links. Norbert's Bookmarks für engagierte Leute >> http://www.bessereweltlinks.de/index03.htm

:: Attac >> http://www.attac.de/termine/index.php


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Lebenshaus Schwäbische Alb - Gemeinschaft für soziale Gerechtigkeit, Frieden und Ökologie e.V., Bubenhofenstr. 3, 72501 Gammertingen, Tel. 07574-2862, E-Mail info@lebenshaus-alb.de, Internet www.lebenshaus-alb.de

Eine Anmerkung in eigener Sache: Da unsere Friedens- und Menschenrechtsarbeit Geld kostet und es keinerlei Zuschüsse gibt, bitten wir um Spenden:
Lebenshaus Schwäbische Alb e.V., Konto-Nummer 802 333 4800, GLS Gemeinschaftsbank eG, BLZ 430 609 67 (Internationalae Bankverbindung: IBAN: DE36430609678023334800, BIC: GENODEM1GLS). Spendenbestätigung wird ab 25 € automatisch zugestellt, ansonsten auf Anforderung - ErstspenderInnen bitte unbedingt Anschrift angeben!. Danke!!!

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