Date: December 20th 2017

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Liebe Freundinnen und Freunde,

an den Beginn dieses Newsletters so kurz vor Weihnachten scheinen mir nachfolgende Gedanken von Martin Luther King ganz gut zu passen:

Die meisten Menschen,
und ganz besonders die Christen,
sind Thermometer.
Sie zeigen die Temperatur
der Mehrheitsmeinung an.
Aber sie sind keine Thermostaten.
Sie ändern und regeln
die Temperatur der Gesellschaft nicht.

Die meisten Menschen fürchten nichts so sehr,
als eine Stellung zu beziehen,
die sich klar von der vorherrschenden Meinung unterscheidet.
Sie haben das Bestreben,
sich eine Ansicht zu bilden,
die so umfassend ist,
dass sie alles umschließt,
und so populär wird, dass jedermann sie teilt.

Wir müssen uns entscheiden.
Wollen wir nach dem Trommelschlag
des Konformismus weitermarschieren,
oder wollen wir auf den Schlag einer anderen,
ferneren Trommel lauschen
und nach ihrem Takt ausschreiten?
Wollen wir unseren Schritt
der Musik der Welt anpassen,
oder wollen wir trotz Hohn und Spott
der die Seele rettenden Musik der Ewigkeit folgen?
Mehr als je zuvor werden wir heute
von den Worten herausgefordert,
die aus dem Gestern zu uns herüberklingen:
"Stellt euch nicht dieser Welt gleich,
sondern verändert euch durch
die Erneuerung eures Sinnes!" (Römer 12,2)

(Martin Luther King)


Ebenfalls auf Martin Luther King wird heute mit einem Link weiter unten verwiesen, und zwar auf eine Weihnachtspredigt von ihm aus dem Jahre 1967: "Friede auf Erden". Vielleicht gibt es ja an den Weihnachtstagen ein wenig Zeit und Ruhe, diese immer noch sehr wichtigen Gedanken zu lesen.


Ich wünsche Ihnen / Euch eine besinnliche und friedvolle Advents- und Weihnachtszeit!

Euer / Ihr Michael Schmid

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Inhaltsübersicht
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I. Artikel

Soziale Bewegungen

:: 01. Franziskus und Soziale Bewegungen

:: 02. "Aufbruch, um diesem kleinen und bedrohten Planeten eine neue Zukunft zu eröffnen"

:: 03. Bundesfinanzhof: Attac-Verfahren geht ins fünfte Jahr

:: 04. Renke Brahms: Die Friedensbewegung ist wichtig und notwendig

Flucht und Asyl

:: 05. Über Tausend Menschen setzen Zeichen für eine Welt in der niemand fliehen muss!

:: 06. Worüber reden wir eigentlich beim Thema Kirchenasyl?

:: 07. "Es ist empörend und unfassbar, dass Menschen weiter ins Kriegsland Afghanistan abgeschoben werden!"

:: 08. Fünf Jahre Friedensnobelpreis für die Europäische Union

Aufrüstung / Abrüstung

:: 09. Sipri-Zahlen: Zeit für Abrüstung! Deutschlands Rüstungsindustrie schreitet in die falsche Richtung

:: 10. Für Abrüstung und den Vorrang ziviler Konfliktverhütung in Europa - Protest gegen PESCO

:: 11. Der Start der Militärunion

:: 12. 2026: (Informations-)Krieg NATO vs. Russland

:: 13. "Deutschland muss endlich Atomwaffenverbot unterzeichnen"

:: 14. Andreas Zumach: Angst vor einem neuen Wettrüsten

Naher und Mittlerer Osten

:: 15. Syrienmandat der Bundeswehr zum zweiten Mal verlängert

:: 16. Syrien-Verhandlungen in Genf: Sie reden nicht miteinander

:: 17. Uri Avnery: Kinder der Steine

:: 18. Jerusalem gehört uns: Israelis und Palästinensern, Muslimen, Christen und Juden.

:: 19. Beifall vom Himmel

Globalisierung und soziale und ökologische Folgen

:: 20. Menschen vor Profit

:: 21. Freude, Enttäuschung, Kritik und Alternativen

:: 22. Überlebenswichtig!

:: 23. Europäischer Rat verfestigt große CO2-Emissionen bis weit über 2030 hinaus

Gesellschaft

:: 24. Notstand: Helfer ohne Hilfe

:: 25. Das gierige Ohr der Welt

Weihnachtspredigt

:: 26. Friede auf Erden - Eine Weihnachtspredigt von Martin Luther King


II. Hinweise

III. Termine

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I. Artikel

:: 01. Franziskus und Soziale Bewegungen

"Manchmal denke ich, dass ihr tut, was Jesus tat" (Papst Franziskus). Wie die Sozialen Bewegungen eine Kirche der Armen zum Kampf um neue gesellschaftliche Verhältnisse anstiften könnten. Von Benedikt Kern. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/011156.html


:: 02. "Aufbruch, um diesem kleinen und bedrohten Planeten eine neue Zukunft zu eröffnen"

Im Einleitungsartikel zum Lebenshaus-Rundbrief Nr. 95 macht Michael Schmid einen Rückblick auf die sehr interessante Tagung "We shall overcome!" des Lebenshauses im Herbst und führt u.a. aus, welche Rolle dort auch der in der Türkei inhaftierte Peter Steudtner spielte. Des Weiteren beschäftigt er sich in Anlehnung an die Erd-Charta und Leonardo Boff mit der Notwendigkeit echter "Nachhaltigkeit", die eine Frage auf Leben und Tod sei und geht auf die Frage von Apokalypseblindheit und Hoffnung ein. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/011157.html


:: 03. Bundesfinanzhof: Attac-Verfahren geht ins fünfte Jahr

Vor mehr als einem Jahr hatte das Hessische Finanzgericht Attac für gemeinnützig erklärt. Nun hat der Bundesfinanzhof (BFH) der Beschwerde des Finanzamtes stattgegeben. Dies bedeutet, dass ein Revisionsverfahren stattfindet und Attac weiterhin nicht rechtskräftig als gemeinnützig anerkannt ist. BFH-Revisionen dauern durchschnittlich 18 Monate. Die Auseinandersetzung um die Gemeinnützigkeit von Attac geht damit ins fünfte Jahr. Den Schaden haben vor allem die Mitglieder und Unterstützer des globalisierungskritischen Netzwerks, die ihre selbstlosen Spenden nicht von der Steuer absetzen können - anders als politisch wirksame Beiträge an Parteien, Gewerkschaften oder Berufsverbände wie den Bundesverband der Deutschen Industrie. Auch andere gemeinnützige Organisationen nehmen selbstverständlich steuerbegünstigt Einfluss auf die politische Willensbildung, zum Beispiel die "Stiftung Familienunternehmen". >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/011169.html


:: 04. Renke Brahms: Die Friedensbewegung ist wichtig und notwendig

Der Friedensbeauftragte des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Renke Brahms, hat die Bedeutung und die Notwendigkeit der Friedensbewegung hervorgehoben. Anlass ist die Gründung der ältesten deutschen Friedensorganisation, der Deutschen Friedensgesellschaft (DFG), vor 125 Jahren am 21. Dezember 1892. "Damals fanden sich Menschen zusammen, die sich nicht mit der Militarisierung der Gesellschaft und dem Wettrüsten der Staaten abfinden wollten und pazifistischen Ideen eine wichtige Stimme gaben", betont der EKD-Friedensbeauftragte. Dank Persönlichkeiten wie Bertha von Suttner, Ludwig Quidde, Alfred Hermann Fried und Adolf Richter sei die Friedensbewegung durchaus gehört worden, auch wenn sie den Ausbruch des 1. Weltkrieges letztendlich nicht habe verhindern können, so Brahms. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/011165.html


:: 05. Über Tausend Menschen setzen Zeichen für eine Welt in der niemand fliehen muss!

Am 9.12.2017 haben sich in Stuttgart um die 1.700 Menschen versammelt. Die Teilnehmenden demonstrierten gegen die deutsche Abschottungs- und Abschiebepolitik und machten auf die Verantwortung Deutschlands bei der Verursachung von Flucht aufmerksam. Ein breiter Zusammenschluss von über 60 Organisationen hatte zur Demonstration aufgerufen. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/011136.html


:: 06. Worüber reden wir eigentlich beim Thema Kirchenasyl?

Die Ökumenische Bundesarbeitsgemeinschaft Asyl in der Kirche (BAG) nimmt die auf der Innenministerkonferenz geäußerte grundsätzliche Akzeptanz von Kirchenasyl und die dort geäußerte Ankündigung, auch 2018 über dieses Thema mit den Kirchen im Gespräch zu bleiben, zustimmend zur Kenntnis. "Gemeinsam zu überlegen, wie außergewöhnliche Härten für Geflüchtete und damit auch Kirchenasyle vermieden werden können, ist auch unser Anliegen", sagt Dietlind Jochims, Vorstandsvorsitzende der BAG. "Wir würden sehr gerne darüber reden, wie wir nicht nur in Kirchenasylfällen gemeinsam Menschenrechtsverletzungen und besondere Härten für Geflüchtete vermeiden könnten." >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/011153.html


:: 07. Michael Schmid: "Es ist empörend und unfassbar, dass Menschen weiter ins Kriegsland Afghanistan abgeschoben werden!"

Rund 25 Menschen nahmen am 6. Dezember 2017 bei winterlicher Kälte in Gammertingen (Landkreis Sigmaringen) an der 6. Protestkundgebung in diesem Jahr gegen Abschiebungen nach Afghanistan teil. Außer dem Protest gegen eine menschenverachtende Abschreckungs- und Abschiebepolitik ins Kriegsland Afghanistan geht es auch darum, Solidarität für Menschen zu zeigen, die nach Deutschland gekommen sind, um hier Schutz zu suchen. In einer Rede ging Michael Schmid vom Veranstalter "Lebenshaus Schwäbische Alb - Gemeinschaft für soziale Gerechtigkeit, Frieden und Ökologie e.V." auf aktuelle Ereignisse sowie Hintergründe und Zusammenhänge der Afghanistan-Abschiebungen ein. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/011133.html


:: 08. Fünf Jahre Friedensnobelpreis für die Europäische Union

Anlässlich des weltweiten Tags der Menschenrechte und des fünfjährigen Jubiläums des Friedensnobelpreises für die EU fordert PRO ASYL die Europäische Union auf, die Abschottung Europas und die Auslagerung des Flüchtlingsschutzes zu beenden. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/011149.html


:: 09. Sipri-Zahlen: Zeit für Abrüstung! Deutschlands Rüstungsindustrie schreitet in die falsche Richtung

Während in Westeuropa insgesamt die Umsätze stabil blieben, haben deutsche Rüstungsunternehmen ihre Verkäufe um 6,6 Prozent gesteigert. Das schwedische Rüstungsforschungsinstitut, das heute Zahlen zu weltweiten Rüstungsverkäufen vorlegte, führt diese Steigerung hauptsächlich auf Verkaufssteigerungen um 12,8 % im Jahr 2016 gegenüber dem Vorjahr bei Krauss-Maffei Wegmann und um 13,3% bei Rheinmetall zurück. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/011144.html


:: 10. Für Abrüstung und den Vorrang ziviler Konfliktverhütung in Europa - Protest gegen PESCO

Die pax christi-Kommission Friedenspolitik bringt anlässlich der Tagung des Europäischen Rats am 14./15.12.2017, an dem die "Stärkung der Europäischen Verteidigung" (PESCO) beschlossen werden soll, ihren Protest gegen das Vorhaben zum Ausdruck. Sie fordert stattdessen Abrüstung und den Vorrang ziviler Konfliktverhütung in Europa. Die Kommission sieht die Forcierung der PESCO nicht zuletzt als Versuch der Wahrung strategischer Interessen der EU gegenüber Russland, und schlägt den Paradigmenwechsel zu einer Rückkehr zur Konzeption einer Weltinnenpolitik im Sinne Michael Gorbatschows vor. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/011152.html


:: 11. Der Start der Militärunion

Für den 11.12.2017 hat die Bundesregierung den offiziellen Einstieg in die EU-Militärunion angekündigt. Dazu wird der Europäische Rat 17 Projekte in aller Form verabschieden, die dem Aufbau gemeinsamer EU-Militärstrukturen dienen. Deutschland führt unter anderem den Aufbau eines Europäischen Sanitätskommandos an, das - neben dem seit 2010 bestehenden Europäischen Lufttransportkommando - als ein unverzichtbares Element künftiger EU-Kriegseinsätze gilt. Zudem baut Berlin Logistikstrukturen auf, die Interventionen binnen kürzester Frist ermöglichen sollen. Auf beiden Feldern ist die Bundeswehr auch im NATO-Rahmen aktiv. Die operative Vorbereitung kommender Militäreinsätze ist dabei von heftigen deutsch-französischen Machtkämpfen geprägt. Wie es im Bundesverteidigungsministerium heißt, dient die Militärunion nicht nur dem Ziel, "Eigenständigkeit" gegenüber den Vereinigten Staaten zu erlangen; sie soll auch die auf zivilem Weg nicht hinlänglich erreichbare "Integration" der EU vor
anbringen. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/011151.html


:: 12. 2026: (Informations-)Krieg NATO vs. Russland

Kontinuierlich betreibt die NATO die Aufrüstung ihrer Ostflanke - nicht zuletzt in Deutschland richtet man sich auf eine dauerhafte Konfrontation mit Russland ein. Drei Aspekte stechen bei dieser Entwicklung derzeit besonders hervor: Einmal die wachsende Rolle, die dem Kampf um den sogenannten Informationsraum seitens der NATO seit einiger zugebilligt wird; zweitens, wie konkret im deutschen Heer Szenarien für einen Krieg mit Russland durchgespielt werden, in denen zudem dem Kampf um den Informationsraum eine zentrale Rolle zugebilligt wird; und schließlich lässt sich drittens feststellen, dass Propagandaschlachten und dergleichen zwar alte Phänomene sind, dass wir es aber heute mit Entwicklungen von grundlegend neuer Qualität zu tun haben. Von Jürgen Wagner. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/011167.html


:: 13. "Deutschland muss endlich Atomwaffenverbot unterzeichnen"

Friedensnobelpreis wird heute verliehen - Stoppschild gegen Abschreckung und Eskalation - Kritik an Doppelmoral der Bundesregierung. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/011139.html


:: 14. Andreas Zumach: Angst vor einem neuen Wettrüsten

Vor 30 Jahren einigten sich die USA und die Sowjetunion, atomare Mittelstreckenwaffen zu vernichten. Doch der INF-Vertrag wackelt. Von Andreas Zumach. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/011138.html


:: 15. Syrienmandat der Bundeswehr zum zweiten Mal verlängert

Anlässlich der heutigen Verlängerung des Bundeswehrmandates für Syrien um drei weitere Monate zeigt sich die Kampagne "MACHT FRIEDEN. Zivile Lösungen für Syrien" enttäuscht. Gleichzeitig erneuert sie ihre Forderung nach einem Ende des Bundeswehreinsatzes. Der Bundestag hatte dem Antrag der geschäftsführenden Bundesregierung auf Verlängerung des Mandats in seiner Sitzung am heutigen Vormittag mit 436 Ja-Stimmen gegenüber 226 Nein-Stimmen bei 10 Enthaltungen zugestimmt. Die Kampagne hatte am gestrigen Montag mit einer Kundgebung vor dem Reichstagsgebäude gegen die Verlängerung des Einsatzes protestiert. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/011146.html


:: 16. Syrien-Verhandlungen in Genf: Sie reden nicht miteinander

Auch die achte Runde der Genfer Syrien-Gespräche geht ohne Ergebnis auseinander. Der UN-Vermittler macht die Assad-Regierung dafür verantwortlich. Von Andreas Zumach. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/011159.html


:: 17. Uri Avnery: Kinder der Steine

Um Himmels willen - sind sie wahnsinnig? 15-, 16-jährige Jungen versammeln sich auf dem Markt, nehmen Steine und werfen sie in Richtung unserer bis an die Zähne bewaffneten Soldaten. Die Soldaten schießen, manchmal über ihre Köpfe, manchmal direkt auf sie. Jeden Tag gibt es Verwundete, an manchen Tagen gibt es Tote. Wofür? Von Uri Avnery. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/011155.html


:: 18. Jerusalem gehört uns: Israelis und Palästinensern, Muslimen, Christen und Juden.

Die folgende Petition Gusch Schaloms wurde am 13. Mai 1995 mit der Rede des damaligen palästinensischen Führers, des inzwischen verstorbenen Feisal Husseini, bei einer gemeinsamen israelisch-palästinensischen Demonstration unter den Alten Stadtmauern auf den Weg gebracht. Die Rede begann mit den Worten: "Ich träume von dem Tag, an dem ein Palästinenser 'unser Jerusalem' sagt und Palästinenser und Israelis meint, und wenn ein Israeli 'unser Jerusalem' sagt und Israelis und Palästinenser meint". >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/011160.html


:: 19. Beifall vom Himmel

Für viele Amerikaner ist die Frage nach der Hauptstadt Israels kein großes Thema - außer für Trumps Stammwähler. Von Konrad Ege. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/011163.html


:: 20. Menschen vor Profit

"Unser Wohlstand steht auf Leichenbergen", meint der Kabarettist Hagen Rether im Online-Magazin hinter-den-schlagzeilen.de. Aber Sklaverei und Kolonialismus sind doch Geschichte, jetzt sind "wir" doch die Verteidiger der Menschenrechte in aller Welt - oder? Gesundheit und Leben von Menschen zählen wenig, wenn es um Profit geht; das hat sich mit den Katastrophen (oder Verbrechen?) von Bhopal, Seveso oder Rana Plaza ins kollektive Gedächtnis eingebrannt. Ausbeutung, Vertreibung, Zerstörung der Lebensgrundlagen von Millionen Menschen in Afrika oder Asien stehen ständig auf der Tagesordnung, und die Täter sind bekannt: Es sind Konzerne der Chemie-, Agrar-, Energie- oder Ernährungsbranche, skrupellose Investoren und Spekulanten - und es sind Politiker, die die Verbrechen legalisieren und begünstigen. Von Georg Rammer. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/011162.html


:: 21. Freude, Enttäuschung, Kritik und Alternativen

Das Scheitern der 11. Ministerkonferenz der Welthandelsorganisation (WTO) ist auf sehr widersprüchliche Reaktionen gestoßen. Die Trump-Administration ist erfreut und sieht jetzt den Weg frei für "sektorale Abkommen zwischen gleichgesinnten Staaten" außerhalb der WTO. Die EU hingegen ist enttäuscht. Die Hilfsorganisation "Brot für die Welt" und andere Nichtregierungsorganisationen (NRO) kritisieren, die WTO habe "erneut die Bedürfnisse und Interessen der ärmeren Länder missachtet". Von Andreas Zumach. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/011154.html


:: 22. Überlebenswichtig!

"Überlebenswichtig. Warum wir einen Kurswechsel zu echter Nachhaltigkeit brauchen" lautet der Titel des jüngsten Buches des brasilianischen Befreiungstheologen Leonardo Boff. Tatsächlich verspricht dieser Titel nicht zu viel. Boff zeigt eindrücklich auf: "Die gegenwärtige Situation ist in sozialer wie in ökologischer Hinsicht so schlimm, dass uns ein Weitermachen wie bisher - in der Art und Weise, die Erde zu bewohnen, zu produzieren, die Güter zu verteilen und zu konsumieren, wie sie sich in den letzten Jahrhunderten entwickelt hat - nicht die Bedingungen garantiert, um unsere Zivilisation, ja vielleicht nicht einmal die Spezies Mensch insgesamt, zu retten." Buchbesprechung von Michael Schmid. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/011161.html


:: 23. Europäischer Rat verfestigt große CO2-Emissionen bis weit über 2030 hinaus

In der EU soll nach gestrigem Beschluss des Europäischen Rates der Anteil der Erneuerbaren Energien nur 27 % bis 2030 betragen. Das bedeutet, dass die EU weiterhin massiv am alten fossilen/atomaren Energiesystem festhält. 73% der in der EU verbrauchten Energie sollen auch nach 2030 aus klimaschädlichem Erdöl, Erdgas, Kohle und Radioaktivität erzeugender Atomkraft kommen. Besonders schlimm ist es im Verkehrssektor, dort sollen Erneuerbare Energien bis 2030 nur 14% erreichen, was heißt, dass selbst 2030 noch 86% der europäischen Transportenergie auf Erdöl beruhen soll. Von Hans-Josef Fell. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/011166.html


:: 24. Notstand: Helfer ohne Hilfe

Um die Arbeit in der Pflege attraktiver zu machen, braucht es Willen, Geld - und eine Wahrnehmungswende. Von Ulrike Baureithel. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/011164.html


:: 25. Das gierige Ohr der Welt

Umgang mit der RAF Das Treffen zwischen Maier-Witt und dem Schleyer-Sohn versprach wenig Erkenntnis. Seine Inszenierung bediente lediglich die Bedürfnisse des Medienmarktes. Von Ulrike Baureithel. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/011147.html


:: 26. Friede auf Erden - Eine Weihnachtspredigt von Martin Luther King

Obwohl Martin Luther Kings kritische Äußerungen zum Vietnamkrieg in das Jahr 1965 zurückreichen, nahm er bis zum Beginn des Jahres 1967 nicht an öffentlichen Aktionen der amerikanischen Friedensbewegung teil. Offensichtlich wollte er vermeiden, dass sich die Zahl der politischen Gegner der Bürgerrechtsbewegung vergrößerte. In den beiden letzten Jahren seines Lebens gab er diese taktische Rücksicht jedoch völlig auf. Sein unerschrockenes Engagement gegen den Vietnamkrieg machte ihn zur “Stimme derer, die keine Stimme haben”, bei der amerikanischen Regierung aber zur “unerwünschten Person”. In seinen Predigten nahm King regelmäßig Stellung zum Vietnamkrieg. Die hier abgedruckte Predigt hielt er Weihnachten 1967 in der Ebenezer Baptist Church in Atlanta. >> http://www.lebenshaus-alb.de/mt/archives/002015.html

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II. Hinweise

:: Aktuell erschienen: Lebenshaus-Rundbrief Nr. 95

Im neuen Rundbrief Nr. 95 geht Michael Schmid im Einleitungsartikel u.a. auf die Frage von Apokalypseblindheit und Hoffnung ein. Katrin Warnatzsch berichtet in dem Artikel "Winter in Mitteleuropa" über die Alltagsbegleitung von afghanischen Geflüchteten. Axel Pfaff-Schneider geht sehr ausführlich auf unsere Tagung "We shall overcome!" ein und berichtet insbesondere über die Vorträge von Julia Kramer, Paul Schobel und Clemens Ronnefeldt. Weiter gibt es eine Besprechung des Buches "Überlebenswichtig. Warum wir einen Kurswechsel zu echter Nachhaltigkeit brauchen" des brasilianischen Theologen und Philosophen Leonardo Boff. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/011141.html


:: Petition: Keine Inhaftierung und keinen Handel mit Flüchtlingen, Migranten und Migrantinnen in Libyen!

Folter, Gefängnis, Ausbeutung und Vergewaltigung sind für Tausende von Flüchtlingen, Migranten und Migrantinnen in Libyen an der Tagesordnung. Fordern Sie von den libyschen Behörden und der Europäischen Union, den unzähligen Menschenrechtsverletzungen gegenüber Flüchtlingen und MigrantInnen in diesem Land ein Ende zu setzen. >>
https://www.amnesty.ch/de/laender/naher-osten-nordafrika/libyen/dok/2017/petition-stopp-gefaengnis-und-menschenhandel-mit-migranten/aktion


:: Stellan Vinthagen: Eine Theorie der gewaltfreien Aktion. Wie ziviler Widerstand funktioniert

In diesem bahnbrechenden und sehr notwendigen Buch, dem ersten seiner Art und auf seinem Gebiet grundlegend, stellt Stellan Vinthagen einen großen systematischen Versuch einer Theorie der gewaltfreien Aktion dar. Er behandelt historische und zeitgenössische Beispiele: die Bürgerrechtsbewegung in Amerika, die Anti-Apartheids-Bewegung in Südafrika, die Bewegung Gandhis und seiner Anhänger in Indien, die westdeutsche Friedensbewegung und die daraus hervorgegangene Anti-Atomwaffenbewegung und die Bewegung der Landlosen in Brasilien. Der Autor spricht auf innovative, tiefgehende Weise die theoretischen Kernpunkte an. Er tritt für eine Verbindung von Widerstand und Konstruktion ein. Vinthagen verbindet die Genauigkeit des Soziologen und den Überblick des Historikers mit der praktischen Erfahrung eines Aktivisten. Wichtig ist das Buch für jeden, der mit gewaltfreier Aktion zu tun hat und der über das, was er tut, nachdenkt und es theoretisch untermauern will. Es ist gleichermaßen wi
chtig für Forscher, Aktivisten und Verteidiger der Menschenrechte. >>
http://ingridvonheiseler.formatlabor.net/?p=1239

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III. Termine

Weitere Termine finden sich u.a.:

:: Netzwerk Friedenskooperative >> http://www.friedenskooperative.de/termine.htm

:: "Aktion Aufschrei - Stoppt den Waffenhandel!" >> http://www.aufschrei-waffenhandel.de/Veranstaltungstermine.69.0.html

:: bewegung.taz.de >> http://bewegung.taz.de/termine

:: Die AnStifter >> https://www.die-anstifter.de/veranstaltungen/

:: Bessere Welt Links. Norbert's Bookmarks für engagierte Leute >> http://www.bessereweltlinks.de/index.php?cat=6108

Diese E-Mail wurde klimafreundlich und atomstromfrei erzeugt >> http://www.ews-schoenau.de

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Eine Anmerkung in eigener Sache: Da unser Engagement für Gerechtigkeit, Frieden und Ökologie Geld kostet und es keinerlei Zuschüsse gibt, bitten wir um Spenden an unseren Verein. Wir sind durch das Finanzamt Sigmaringen als gemeinnützig und mildtätig anerkannt (letztmals mit Bescheid vom 20.11.2015). Deshalb sind Spenden und Mitgliedsbeiträge steuerabzugsfähig. Eine Spendenbestätigung wird ab 25 € zu Beginn des kommenden Jahres automatisch zugestellt, ansonsten auf Anforderung. ErstspenderInnen bitte unbedingt ihre Anschrift angeben! Danke!!!

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