Date: March 1st 2017

==== Lebenshaus-Newsletter ===============================================

Liebe Freundinnen und Freunde,

an den Beginn dieses Newsletters möchte ich im Gedenken an Kurt Marti, der am 11. Februar 2017 im Alter von 96 Jahren verstarb, ein Gedicht dieses Schweizer Pfarrers und Schriftstellers stellen.


machtverhältnis

die ohne macht
machen
die mächtigen

was
machten
die mächtigen
machten
die ohne macht
nicht
was die mächtigen
machen?

mächtiger sind
als die mächtigen
die ohne macht

(Kurt Marti)


Es gibt nur wenige Länder auf dieser Erde die als ähnlich gefährlich, zerrüttet, instabil gelten wie Afghanistan. Und trotzdem ist die Bundesregierung eisern entschlossen, Massenabschiebungen dorthin vorzunehmen. Vergangene Woche hat die dritte Abschiebung seit Dezember stattgefunden. Wir haben hier vor Ort mit einer ganzen Gruppe von Geflüchteten aus Afghanistan zu tun. Dadurch erleben wir mit, von welchen Ängsten sie geplagt werden bei dem Gedanken, sie müssten zurück nach Afghanistan. In diesem Newsletter veröffentlichen wir relativ viele Links zu Artikeln, die sich mit dieser Problematik beschäftigen. Aber auch mit Berichten und Hinweisen zu gemeinsamem Protest gegen diese unmenschliche Abschiebepolitik.

Die Politikerinnen und Politiker, welche die Afghanistanabschiebungen befürworten, kommen immer mehr unter Druck. Aber es braucht sicherlich unser weiteres Engagement, um dieses Unrecht zu stoppen. Der Arzt Thomas Nowotny - dessen Online-Petition an Bundeskanzlerin Merkel inzwischen über 64.000 Unterschriften gefunden hat - zieht in seiner Auswertung der Ereignisse im Zusammenhang der Afghanistanabschiebungen in den vergangenen Tagen das Fazit: "Wir sind im Aufwind, wir machen weiter und werden sie stoppen!" Hoffen wir, dass er recht hat!

Herzliche Grüße

Euer / Ihr Michael Schmid

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Inhaltsübersicht
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I. Artikel

Flucht / Asyl / Abschiebungen

:: 01. Protest gegen Abschiebungen nach Afghanistan auf der Schwäbischen Alb

:: 02. "Wir fordern den sofortigen Abschiebestopp nach Afghanistan!"

:: 03. "Ich kenne keine Lebenszeit mit Frieden"

:: 04. Afghanistanabschiebung und Proteste in Baden-Württemberg

:: 05. Kretschmann kritisiert Sicherheitseinschätzung der Bundesregierung zu Afghanistan - und schiebt weiter ab

:: 06. Abschiebungen nach Afghanistan sofort stoppen

:: 07. Trotz massiver Bedenken: Abschiebungen nach Afghanistan gehen weiter

:: 08. Afghanistanexperte zum Lagebericht des Auswärtigen Amtes: Thema verfehlt

:: 09. Der Abschiebestaat

:: 10. Einreisewelle nach Afghanistan

:: 11. Flüchtlingsabwehr in Nordafrika (I)

Naher Osten

:: 12. Syrien-Gespräche in Genf: Assad-Getreue spielen auf Zeit

:: 13. Uri Avnery: Die große Kluft

Bundeswehr / Aufrüstung

:: 14. Unsicherheit: Gaucks drei vor dem Komma

:: 15. Auf Augenhöhe (II)

Atomwaffen

:: 16. Deutschland muss sich jetzt an Atomwaffenverbotsverhandlungen beteiligen

:: 17. Bundesregierung will Atomwaffen-Verhandlungen boykottieren

:: 18. Franz Alt: Atomwaffen für Deutschland?

Reichtum

:: 19. Globale Gefährder

Leonardo Boff

:: 20. Trump - Eine neue historische Phase?

:: 21. Der Gott Brasiliens ist Moloch, der seine Kinder verschlingt

Atomkraft / Erneuerbare Energien

:: 22. Castor-Transporte auf dem Neckar rücken näher

:: 23. AKW Philippsburg: Seit 32 Jahren illegal am Netz

:: 24. Analyse zeigt: Windkraft in Bayern ist tot - Atomausstieg massiv gefährdet


II. Hinweise

III. Termine

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I. Artikel

:: 01. Protest gegen Abschiebungen nach Afghanistan auf der Schwäbischen Alb

Am 22. Februar 2017 nahmen in Gammertingen rund 100 Menschen an einer Protestkundgebung gegen Abschiebungen nach Afghanistan teil. Sie brachten ebenfalls ihre Solidarität mit den von Zwangsrückführung betroffenen Menschen zum Ausdruck, die vor Krieg, Terror und Chaos geflohen waren. Unter den Teilnehmenden befanden sich auch mehr als 20 afghanische Geflüchtete. "Lebenshaus Schwäbische Alb - Gemeinschaft für soziale Gerechtigkeit, Frieden und Ökologie e.V." hatte die Veranstaltung anlässlich der erneuten Sammelabschiebung nach Afghanistan organisiert, die an diesem Abend stattfand. Zu hören waren Redebeiträge von Michael Schmid und Ahmad aus Afghanistan, Berichte über das Schicksal von Abgeschobenen und afghanische Musik.>>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/010376.html


:: 02. "Wir fordern den sofortigen Abschiebestopp nach Afghanistan!"

Rede von Michael Schmid bei der Protestkundgebung gegen Abschiebungen nach Afghanistan am 22.02.2017 in Gammertingen. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/010369.html


:: 03. "Ich kenne keine Lebenszeit mit Frieden"

Rede von Ahmad aus Afghanistan bei der Protestkundgebung gegen Abschiebungen nach Afghanistan am 22.02.2017 in Gammertingen. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/010368.html


:: 04. Afghanistanabschiebung und Proteste in Baden-Württemberg

Der Flüchtlingsrat Baden-Württemberg berichtet über Neuigkeiten aus dem "Musterländle für Abschiebungen": In Biberach, Stuttgart, Mannheim, Karlsruhe, Gammertingen und Tübingen gehen über 1.000 Menschen auf die Straße und fordern die grün-schwarze Landesregierung auf, endlich die Fakten anzuerkennen und einen Abschiebestopp nach Afghanistan zu beschließen. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/010367.html


:: 05. Kretschmann kritisiert Sicherheitseinschätzung der Bundesregierung zu Afghanistan - und schiebt weiter ab

Der baden-württembergische Ministerpräsident Kretschmann hat - auch im Namen einiger grüner stellvertretender Ministerpräsidenten - einen Brief mit Datum vom 17.02.2017 an Bundesaußenminister Gabriel geschrieben, in dem er seine Sorge über die aktuelle Entwicklung in Afghanistan zum Ausdruck bringt und eine neue Einschätzung der Sicherheitslage für Afghanistan fordert. Leider hat sich Baden-Württemberg dennoch an der Charterabschiebung am 22.02.2017 beteiligt. Von Flüchtlingsrat Niedersachsen. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/010385.html


:: 06. Abschiebungen nach Afghanistan sofort stoppen

PRO ASYL übt vor einer möglichen bevorstehenden Sammelabschiebung nach Afghanistan am 22. Februar scharfe Kritik am Verhalten der Innenminister der Bundesländer, insbesondere an Bayern. "Es ist unerträglich, dass Schutzsuchende aus Afghanistan, die zum Teil lange in Deutschland leben, überfallartig in Haft und anschließend in ein Flugzeug verfrachtet werden", sagt Günter Burkhardt, Geschäftsführer von PRO ASYL. Solche Vorgehensweisen hindern die Schutzsuchenden daran, gegen falsche Behördenentscheidungen vorzugehen. Nach Auffassung von PRO ASYL haben gegenwärtig Folgeanträge eine hohe Chance auf Erfolg - teilweise kommt auch die Erteilung von humanitären Aufenthaltserlaubnissen in Frage. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/010361.html


:: 07. Trotz massiver Bedenken: Abschiebungen nach Afghanistan gehen weiter

Nirgendwo in Afghanistan ist die Sicherheitslage gut - das sagt auch die Menschenrechtsbeauftragte der Bundesregierung. Innenminister de Maizière hält das nicht davon ab, weitere Abschiebungen zu forcieren und dabei mit unglaublichen Aussagen zu argumentieren. Am Mittwoch, 22.02., findet offenbar die dritte Sammelabschiebung von afghanischen Flüchtlingen statt, diesmal vom Flughafen München aus. Flüchtlingsinitiativen haben bereits Proteste dagegen angekündigt. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/010366.html


:: 08. Afghanistanexperte zum Lagebericht des Auswärtigen Amtes: Thema verfehlt

PRO ASYL unterstützt die Forderung aus einer ganzen Reihe von Bundesländern, die Sicherheitslage in Afghanistan umfassend neu zu bewerten. Dazu gehört auch eine komplette und qualifizierte Neufassung des Berichtes des Auswärtigen Amtes (AA) zur asylrelevanten Lage. Der Afghanistanexperte Thomas Ruttig vom Afghanistan Analysts Network hat sich mit dessen aktuell gültiger Fassung befasst und kommt zu einer verheerenden Bewertung: Thema verfehlt. Mehr Gemeinplätze als klare Erkenntnisse, "mehr Inschallah-Prinzip als ernsthafte Bewertung." Die dürftigen Konvolute sind Verschlusssache, obwohl sich, so Thomas Ruttig, im Lagebericht Afghanistan kaum etwas findet, das nicht bereits längst bekannt sei. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/010364.html


:: 09. Der Abschiebestaat

Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International übt scharfe Kritik an der deutschen Flüchtlingspolitik. Wie die Organisation in ihrem neuen Jahresbericht konstatiert, hat Berlin nicht nur die rechtlichen Rahmenbedingungen für Asylsuchende in den vergangenen zwölf Monaten erheblich verschlechtert. Als besorgniserregend stuft Amnesty insbesondere die beginnenden Abschiebungen nach Afghanistan ein. Am Mittwoch wurde bereits die dritte Sammelabschiebung an den Hindukusch durchgeführt, obwohl Experten und UN-Organisationen dringend davor warnen und vor kurzem ein erster aus Deutschland nach Kabul verbrachter Flüchtling dort Opfer eines Anschlags geworden ist. Wie die Bundesregierung ankündigt, will sie dieses Jahr die Zahl der Abschiebungen und der angeblich freiwilligen Ausreisen deutlich steigern; vergangenes Jahr belief sie sich bereits auf rund 80.000 Personen. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/010371.html


:: 10. Einreisewelle nach Afghanistan

Die deutsche Sehnsucht nach einer sicheren Heimat. Immer mehr Bundesbürger emigrieren nach Afghanistan. Der Grund: Das vom Bundesinnenministerium als "sicheres Herkunftsland" eingestufte Land am Hindukusch bietet, was in Deutschland angesichts der akuten Terrorbedrohung nicht mehr möglich ist: ein Leben in Sicherheit. Ein Beitrag aus der Reihe "Rottenfußers alternative Realität". >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/010377.html


:: 11. Flüchtlingsabwehr in Nordafrika (I)

Mit einem Fehlstart hat eine geplante Serie von Besuchen der deutschen Kanzlerin in Nordafrika zum Ausbau der EU-Flüchtlingsabwehr begonnen. Algerien hat Gespräche, die Angela Merkel gestern und heute in Algier führen wollte, kurzfristig abgesagt; offizieller Grund ist eine akute Erkrankung von Staatspräsident Abdelaziz Bouteflika. Beobachter rechnen damit, dass Algerien als Transitland für Flüchtlinge in der näheren Zukunft erheblich an Bedeutung gewinnt: Weil die Flucht über Libyen aufgrund der dort grassierenden Milizengewalt immer gefährlicher wird, weichen Flüchtlinge zunehmend auf alternative Routen aus. Oran im Nordwesten Algeriens wird von Europol bereits als ein bedeutendes Zentrum von Fluchthelfern für die Überfahrt über das Mittelmeer eingestuft. Die Flüchtlingsabwehr gehört seit rund zehn Jahren zu den Schwerpunkten der deutschen Algerien-Politik. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/010380.html


:: 12. Syrien-Gespräche in Genf: Assad-Getreue spielen auf Zeit

Die syrische Regierung lehnt direkte Gespräche mit der Opposition ab. Auch über über die künftige Rolle Baschar al-Assads will sie nicht reden. Von Andreas Zumach. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/010386.html


:: 13. Uri Avnery: Die große Kluft

Ich glaube, ich war der Erste, der empfahl, dass der Soldat Elor Asaria, der Mörder von Hebron, begnadigt werden sollte. Aber diese Empfehlung hing von der Erfüllung einiger Bedingungen ab: zunächst der, dass der Soldat offen und uneingeschränkt sein Verbrechen gestehe, dann der, dass er sich entschuldige, und schließlich der, dass er zu vielen Jahren Gefängnis verurteilt würde. Ohne die Erfüllung dieser Bedingungen würde jedes Gnadengesuch des Soldaten ein Ersuchen um die Billigung seines Handelns bedeuten und wäre damit eine Einladung zu weiteren Kriegsverbrechen. Von Uri Avnery. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/010373.html


:: 14. Unsicherheit: Gaucks drei vor dem Komma

Der Noch-Bundespräsident nutzt mit der Münchner Sicherheitskonferenz die Gunst der Stunde, um mehr Aufrüstung zu empfehlen. Von Lutz Herden. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/010362.html


:: 15. Auf Augenhöhe (II)

Auf der Münchner Sicherheitskonferenz hat die Bundesregierung sich am Wochenende zum ebenbürtigen Verbündeten "auf Augenhöhe" mit den Vereinigten Staaten stilisiert. Die Bundeskanzlerin sowie mehrere Minister haben gegenüber der US-Administration Bedingungen für eine künftige Zusammenarbeit formuliert und ein "stärkeres Europa" in Aussicht gestellt, das Außenminister Sigmar Gabriel zufolge auch eigenständig in der Lage sein müsse, "mit der Realität der Krisen und Kriege außerhalb der Europäischen Union ... erfolgreich umzugehen". Entsprechende Aufrüstungsschritte werden vorbereitet; die Kanzlerin hält eine Erhöhung des Militäretats um rund acht Prozent pro Jahr für möglich. Zudem schreitet die Debatte über deutsch-europäische Nuklearwaffen voran. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/010363.html


:: 16. Deutschland muss sich jetzt an Atomwaffenverbotsverhandlungen beteiligen

Die Ankündigung von Donald Trump das US-Atomwaffenarsenal ausbauen zu wollen, zeigt auf drastische Weise, wie dringend notwendig ein Atomwaffenverbot ist. Die IPPNW appelliert an die deutsche Bundesregierung, sich jetzt entgegen jüngsten Verlautbarungen an den im März beginnenden UN-Verhandlungen für einen Atomwaffenverbotsvertrag zu beteiligen. Deutschlands Argument, mit einem Verbotsvertrag werde der Atomwaffensperrvertrag geschwächt, führt Trump mit seiner Ankündigung ad absurdum. Denn ein Ausbau des US-Atomwaffenarsenals würde gegen die Verpflichtung des Atomwaffensperrvertrags zur Abrüstung verstoßen. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/010379.html


:: 17. Bundesregierung will Atomwaffen-Verhandlungen boykottieren

Die Bundesregierung wird den internationalen Verhandlungen über ein Atomwaffenverbot fernbleiben. Das erklärt das Außenministerium in einem Schreiben an mehrere Friedensorganisationen, darunter die deutschen Sektionen der Internationalen Kampagne zur Abschaffung von Atomwaffen (ICAN) und der Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges (IPPNW). Ab dem 27. März 2017 werden geschätzte 130 Staaten in New York über einen Vertrag diskutieren, der die Ächtung und Abschaffung dieser Massenvernichtungswaffen zum Ziel hat. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/010370.html


:: 18. Franz Alt: Atomwaffen für Deutschland?

Wenn die USA ihren "Atomschild" über Deutschland und Europa zurückziehen, braucht dann Deutschland eigene Atomwaffen? Ein Kommentar von Franz Alt. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/010374.html


:: 19. Reichtum: Globale Gefährder

Die Ungleichheit hat ein geradezu absurdes Ausmaß erreicht. Wenn wir nicht endlich umsteuern, ist die Demokratie in Gefahr. Von Michael Krätke. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/010349.html


:: 20. Leonardo Boff: Trump - Eine neue historische Phase?

Seit Jahren sehen wir in allen Teilen der Welt den Aufstieg einer konservativen Denkweise und von Bewegungen, die sich selbst als "rechts" definieren und nach einer Gesellschaft streben, wo Ordnung über Freiheit, traditionelle Werte über moderne und die Vorherrschaft der Autorität über demokratische Freiheiten die Oberhand gewinnen. Dieses Phänomen ist auf viele Faktoren zurückzuführen, aber vor allem auf die Erosion der gemeinsamen Werte, die der Gesellschaft Zusammenhalt und das Gefühl eines kollektiven Zusammenlebens gaben. Von Leonardo Boff. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/010389.html


:: 21. Leonardo Boff: Der Gott Brasiliens ist Moloch, der seine Kinder verschlingt

Es heißt, Gott ist Brasilianer. Es ist nicht der Gott der Zärtlichkeit oder der Demütige, sondern der Moloch der Kanaaniter und der Phönizier, der seine Kinder verschlingt. Wir sind eines der ungleichsten, ungerechtesten und gewalttätigsten Länder der Welt. Theologisch gesehen leben wir in einer Situation sozialer und struktureller Sünde im Gegensatz zu Gottes Plan. Es reicht schon zu bedenken, was in den Gefängnissen von Manaus, Rondonia und Roraima geschah. Das ist pure Barbarei: Wut enthauptet, sticht die Augen aus und zerstört das Herz. Von Leonardo Boff. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/010387.html


:: 22. Castor-Transporte auf dem Neckar rücken näher

Die von der Energie Baden-Württemberg (EnBW) geplanten Castor-Transporte per Schiff auf dem Neckar von Obrigheim nach Neckarwestheim rücken näher. Am 21.02.2017 ist der Schubverband in der Region eingetroffen, mit dem in insgesamt fünf Fahrten 15 Castor-Behälter mit hochradioaktivem Atommüll aus dem abgeschalteten AKW Obrigheim zum Zwischenlager am AKW Neckarwestheim gebracht werden sollen. Atomkraftgegnerinnen und -gegner aus regionalen und überregionalen Initiativen haben das Bündnis "Neckar castorfrei" gegründet und Proteste gegen die Transporte angekündigt. Am 4. März ist eine Demonstration in Heilbronn geplant. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/010382.html


:: 23. AKW Philippsburg: Seit 32 Jahren illegal am Netz

Laut dem baden-württembergischen Umweltministerium ist das AKW Philippsburg 2 seit Jahrzehnten nicht gegen Erdbeben und Flugzeugabstürze gesichert. Im Bauplan des AKW war ein Fehler, der im Falle eines Falles zum Ausfall der Notkühlung führen könnte. Die Folge wäre eine Kernschmelze. Sowohl der Betreiber EnBW als auch die Atomaufsicht gingen über drei Jahrzehnte von völlig falschen Sicherheitsvoraussetzungen aus. So wie das Kraftwerk gebaut wurde, hätte es nie genehmigt werden dürfen. Atomkraftgegner fordern, den Reaktor endgültig abzuschalten. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/010372.html


:: 24. Analyse zeigt: Windkraft in Bayern ist tot - Atomausstieg massiv gefährdet

Der Ausbau der Windenergie in Bayern ist durch die im November 2014 eingeführte 10-H Abstandsregelung praktisch komplett zum Erliegen gekommen. Dies zeigt eine an der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf durchgeführte wissenschaftliche Analyse. Sowohl die Genehmigungsanträge als auch die tatsächlichen Genehmigungen für den Bau von Windkraftanlagen sind seit 2014 massiv zurückgegangen. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/010378.html

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II. Hinweise

:: Abschiebestopp nach Afghanistan! Kehrtwende im Umgang mit afghanischen Schutzsuchenden erforderlich!

Die Situation in Afghanistan war im vergangenen Jahr und ist aktuell so dramatisch wie lange nicht - das bestätigt z.B. ein aktueller UNCHR-Bericht zu Afghanistan. Das Bundesinnenministerium muss endlich die Fakten zur Kenntnis nehmen: Die Entscheidungspraxis für Afghaninnen und Afghanen muss dringend geändert werden. Menschen, die sich solidarisch mit Geflüchteten aus Afghanistan verhalten möchten, sollten unbedingt aktiv auf die Politik einzuwirken versuchen, damit diese ihre unmenschliche Afghanistan-Flüchtlingspolitik im Sinne der Menschenrechte neu ausrichtet. Auf der Lebenshaus-Website finden sich verschiedene Hinweise zu Aktionen gegen Abschiebungen nach Afghanistan sowie Informationen zur aktuellen Lage in Afghanistan. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/aktionen/010215.html

:: Online-Petition: Tübinger Aufruf: Keine Abschiebungen nach Afghanistan - gegen Krieg und Terror überall! Petition an die Landesregierung von BaWü (noch bis 13.03.). >>
https://www.openpetition.de/petition/online/tuebinger-aufruf-keine-abschiebungen-nach-afghanistan-gegen-krieg-und-terror-ueberall

:: An Bundeskanzlerin Merkel: Keine Abschiebungen nach Afghanistan! Petition von Dr. Thomas Nowotny. >>
https://www.change.org/p/bundeskanzlerin-angela-merkel-keine-abschiebungen-nach-afghanistan


:: Online-Petition an Bundesregierung: Aufrüstung stoppen! Rüstungsausgaben senken!

Mit dieser Online-Petition wir von der Bundesregierung gefordert, die Militärausgaben für die Bundeswehr nicht zu erhöhen, sondern diese abzurüsten, die Ausgaben aus dem Militärhaushalt für den Ausbau und die Sanierung der öffentlichen Infrastruktur umzuwidmen und die Europäische Union nicht zu militarisieren. Bitte unterzeichnet hier die Petition >>
http://weact.campact.de/petitions/aufrustung-stoppen-rustungsausgaben-senken


:: Bundesregierung boykottiert UN-Verhandlungen über Atomwaffenverbot

Die Bundesregierung will die Verhandlungen über ein internationales Atomwaffenverbot boykottieren. Seit kurzem ist Sigmar Gabriel neuer Außenminister. Schreibe ihm über den deutschen UN-Botschafter in Genf eine Mail, damit die Bundesregierung doch noch an den Verhandlungen teilnimmt! Mehr >>
http://nuclearban.de/

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III. Termine

:: 03./04.03.2017 - St. Georgen in Frankfurt am Main: Aktionskonferenz 2017 - Stoppt den Waffenhandel!

Am 3. und 4. März 2017 findet in Frankfurt am Main eine große Aktionskonferenz der "Aktion Aufschrei - Stoppt den Waffenhandel!" statt. Unser Ziel für 2017: Waffenhandel muss Thema im Bundestagswahlkampf werden. Auf der Aktionskonferenz werden Gegenwehr und Widerstand gegen die desaströse Rüstungsexportpolitik der Bundesregierung geplant. Am Sa. findet um 15 Uhr auf dem Römerberg eine Kundgebung "Stoppt den Waffenhandel!" statt. VA: pax christi - Deutsche Sektion e.V. in Kooperation mit "Aktion Aufschrei - Stoppt den Waffenhandel!". Einladung und Programm >>
http://www.aufschrei-waffenhandel.de/Kampagnentreffen.708.0.html


:: 04.03.2017 - 13:00 Uhr Killiansplatz Heilbronn: Demonstration "Keine Castor-Transporte von Obrigheim nach Neckarwestheim!"

Die EnBW bereitet aktuell den Transport von insgesamt 15 Castoren auf dem Neckar mit fünf Transporten vom stillgelegten AKW Obrigheim in das Zwischenlager am AKW Neckarwestheim vor. Erstmals in der Geschichte von CASTOR-Transporten soll es Schiffstransporte geben. Diese Transporte mit hochradioaktivem Atommüll führen durch dicht bewohnte Gebiete. Dies ist eine riskante und unnötige Atommüllverschiebung, die der Öffentlichkeit als Pseudo-"Entsorgung" verkauft wird. Das Initiativen-Bündnis "Neckar castorfrei" ruft im Vorfeld des 6. Jahrestages der Fukushima-Katastrophe zum Protest und Widerstand gegen diese unsinnigen und gefährlichen Transporte auf. Mehr >>
https://www.neckar-castorfrei.de/


:: 11.03.2017 ff. - bundesweit Aktionen zum Fukushima-Jahrestag: "Nie wieder Super-GAU"

Am 11. März jährt sich Fukushima zum sechsten Mal. Die Atomkatastrophe ist ebenso wie die in Tschernobyl vor 31 Jahren nicht Vergangenheit, sondern dauert bis heute an, mit gesundheitlichen und wirtschaftlichen Folgen von immensem Ausmaß. Und solche Katastrophen können sich jederzeit wiederholen. Umso wichtiger, dass wir nicht nur mit Nachdruck an die unsäglichen Folgen der Kernschmelzunfälle erinnern, sondern auch Druck machen, die acht Atomkraftwerke, die hierzulande noch laufen, endlich abzuschalten. Die Gefahr eines Super-GAU ist nicht gebannt! Die Anti-Atom-Organisation .ausgestrahlt ruft zum Fukushima-Jahrestag zu bundesweiten Mahnwachen auf. Eine Aktionskarte mit allen bereits geplanten Mahnwachen sowie eine Übersicht zu überregionalen Demos zum Fukushima-Jahrestag 2017 findet sich hier >>
https://www.ausgestrahlt.de/mitmachen/jahrestag-fukushima/


:: 13.03.2017 - 18:00 Uhr am Stadtbrunnen, Sigmaringer Str. Gammertingen: "Fukushima mahnt - Atomausstieg jetzt!"

Mahnwache anlässlich des 6. Fukushima-Jahrestags. VA: Lebenshaus Schwäbische Alb. Mehr >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/aktionen/010383.html


:: 15.03. - 18:30 Uhr Holzmarkt Tübingen: "Mit Herz gegen Härte"

Aufruf zum herzhaften Empfang von Landesinnenminister Thomas Strobl (CDU), der einen Vortrag zum Thema "Mit Herz und Härte - Grundlagen unserer humanen Flüchtlingspolitik" hält. Veranstalter: Bündnis Bleiberecht Tübingen. >>
https://bleiberecht.mtmedia.org/


:: 16.03.2017 - 19:00 Uhr in der Joseph Christian Gemeinschaftsschule Riedlingen: "Schulfrei für die Bundeswehr?!"

Vortrag mit anschließender Podiumsdiskussion zur Rolle des Militärs an baden-württembergischen Schulen. Veranstalter sind pax christi, Diözesanverband Rottenburg-Stuttgart, Katholische Erwachsenenbildung Biberach und Evangelisches Bildungswerk Oberschwaben. Lebenshaus Schwäbische Alb unterstützt diese Veranstaltung. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/aktionen/010384.html


:: 26.03. 2017 - 10:00 Uhr Cochem: Auftakt zur Aktionspräsenz in Büchel: 20 Bomben - 20 Wochen.

Zum Auftakt der Aktionspräsenz soll deutlich werden: Büchel ist überall. Wir laden daher Friedensbewegte, Bürgermeister und Stadträte aus Mayors for Peace - Mitgliedsorten, engagierte Abgeordnete am Sonntag, den 26. März 2017 zur Abrüstungspoltischen Matinee in Cochem und Mahnwache in Büchel ein. Mehr >>
https://buechel-atombombenfrei.jimdo.com/

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Weitere Termine finden sich u.a.:

:: Netzwerk Friedenskooperative >> http://www.friedenskooperative.de/termine.htm

:: "Aktion Aufschrei - Stoppt den Waffenhandel!" >> http://www.aufschrei-waffenhandel.de/Veranstaltungstermine.69.0.html

:: bewegung.taz.de >> http://bewegung.taz.de/termine

:: Die AnStifter >> https://www.die-anstifter.de/veranstaltungen/

:: Bessere Welt Links. Norbert's Bookmarks für engagierte Leute >> http://www.bessereweltlinks.de/index.php?cat=6108

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