Date: January 26th 2016

==== Lebenshaus-Newsletter ===============================================

Liebe Freundinnen und Freunde,

am 19. Januar ist Andreas Buro, über Jahrzehnte einer der herausragenden Vertreter der Friedensbewegung, im Alter von 87 Jahren nach kurzer, schwerer Krankheit verstorben. Außer der Trauer über diese Nachricht kommt in mir das Gefühl einer großen Dankbarkeit gegenüber einem Menschen auf, für das, was er weit über ein halbes Jahrhundert lang für die Friedensbewegung und andere soziale Bewegungen geleistet hat: als jemand, der unermüdlich und unverzagt auf emanzipatorische Bewegungen von unten setzte und sich beharrlich in solchen engagierte; als jemand, der scharfsinnig die jeweilige politische und gesellschaftliche Situation analysierte und daraus Aufgaben für die sozialen Bewegungen ableitete; als jemand, der der Gewalt eine entschiedene Absage erteilte, auf Gewaltfreiheit setzte und Zivile Konfliktbearbeitung als Alternative zu militärischen "Lösungen" vertrat und methodisch ausarbeitete; als Ermutiger auch in schwierigeren Zeiten. Ohne ihn wäre unser Land wahrlich um Viele
s ärmer!

"Ich sehe deshalb keinen Grund, den Kampf um das Gemeinsame und Gesellschaftliche aufzugeben
und nur noch nach individuellen Nischen zu suchen. Auch ohne die großen Zukunftsvisionen,
die sich zumeist als trügerisch erwiesen, können wir uns auf den Weg machen, um für eine
solidarische Welt zu arbeiten. Wir können von vielen Ansatzpunkten ausgehen und doch das
Ganze im Auge behalten."

Das schrieb Andreas Buro in seinem 1997 erschienen Buch "Totgesagte leben länger - Die Friedensbewegung ". Und tatsächlich hat er selber diesen Kampf bis wenige Tage vor seinem Tod nicht aufgegeben.

2011 veröffentlichte Andreas Buro seine Autobiographie "Gewaltlos gegen Krieg. Lebenserinnerungen eines streitbaren Pazifisten". Ich möchte hier in Anlehnung an den Nachruf des Komitees für Grundrechte und Demokratie einen Auszug aus seinem Gedicht am Ende dieses Buches (S. 318) zitieren:


Eines Tages werden
Stimme und Wort
meine Hörer nicht mehr erreichen.
Wie sollen dann meine Friedensgedanken
noch wirken?

Wird Frühling sich immer wieder
strahlend eröffnen,
wenn ich nicht mehr bin,
oder hat Apokalypse
die Blütenträume zertreten?

Einmal ist es das letzte Mal.
Was bohrt dieser Satz
so tief in mir?

(Andreas Buro)


Auf der Lebenshaus-Website gibt es eine große Sammlung von und zu Andreas Buro, abzurufen ist unter
http://www.lebenshaus-alb.de/cgi-bin/cms/mt-view.cgi/1/category/303/


Herzliche Grüße

Euer / Ihr Michael Schmid

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Inhaltsübersicht
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I. Artikel

Friedensbewegung / Gewaltfreiheit

:: 01. Trauer um Andreas Buro

:: 02. Nachruf auf Andreas Buro: Ein streitbarer Pazifist

:: 03. Konstantin Wecker: Von ihnen dürfen wir lernen

Flucht und Asyl

:: 04. Am Ende der Geduld

:: 05. Niemand flieht aus freien Stücken

:: 06. "Flüchtlingskrise" und "Willkommenskultur" in Deutschland

:: 07. Flüchtlingshilfsorganisationen kritisieren die europäische Antwort auf die Flüchtlingskrise

:: 08. "Auf dieser Route sterben Menschen..." - Gewalt gegen Flüchtlinge auf Balkanroute nimmt zu

:: 09. Asyldebatte: Katalog der Abschreckung

:: 10. Aufruf gegen das Gesetz zur Einführung beschleunigter Asylverfahren

Bundeswehr

:: 11. Ist dieser Einsatz mit Ihrem Gewissen vereinbar? Wenn nicht, verlangen Sie eine andere Verwendung!

Naher und Mittlerer Osten

:: 12. Kriegsverbrechen im syrischen Madaja: Der Tod kommt leise

:: 13. Nach Hilfskonvoi für Madaja in Syrien: Der Hungertod droht auch andernorts

:: 14. Syrien: Schneisen für Hilfe

:: 15. Syrienverhandlungen in Genf: Verzögerungen nicht ausgeschlossen

:: 16. Uri Avnery: Extrem, extremer am extremsten

:: 17. Uri Avnery: Die Kluft wird breiter

:: 18. Iran: Kalter Entzug

Türkei

:: 19. Das ging schnell

NATO

:: 20. Die Nukleardebatte der NATO

:: 21. Die Nukleardebatte der NATO (II)

Erneuerbare Energien

:: 22. Der Rat für Nachhaltige Entwicklung zeichnet Elektrizitätswerke Schönau und Klimaschutz+ Stiftung für eine ökologische und sozial engagierte Energieversorgung aus

Soziale Ungleichheit

:: 23. 62 Menschen besitzen so viel wie die Hälfte der Weltbevölkerung

Leonardo Boff

:: 24. Die Erde wird den Kapitalismus besiegen

:: 25. Das Unheilsjahr 2015 zerstört nicht die Hoffnung


II. Hinweise

III. Termine

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I. Artikel

:: 01. Trauer um Andreas Buro

Prof. Dr. Andreas Buro, Friedensforscher und jahrzehntelanger Vordenker der deutschen Friedensbewegung, ist am Dienstag, dem 19.1.2016, im Alter von 87 Jahren nach kurzer, schwerer Krankheit in seinem Haus in Grävenwiesbach im Taunus im Kreise seiner Familie friedlich eingeschlafen und verstorben. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/009605.html


:: 02. Nachruf auf Andreas Buro: Ein streitbarer Pazifist

Kurz vor Weihnachten meldete er sich noch einmal zu Wort. Todkrank, aber mit ungebrochener Zuversicht schrieb Andreas Buro seinen FreundInnen und MitstreiterInnen "diesen letzten Kommentar": über die "Friedenslogik, die die Kriegslogik infrage stellt". Daran glaubte er unerschütterlich. Trotz alledem. "Ein großer Prozess des Umdenkens und der Umorientierung ist im Gange, vielfältig, spannend, Mut fordernd und Ausdauer", war der große alte Mann der Friedensbewegung überzeugt. "Großartig, dabei zu sein!" Am vergangenen Dienstag ist er seinem Krebsleiden erlegen. Von Andreas Zumach. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/009607.html


:: 03. Konstantin Wecker: Von ihnen dürfen wir lernen

Konstantin Wecker hat eine positive und ermutigende Geschichte zu erzählen - allerdings vor einem traurigen Hintergrund: islamistischer Brutalität. Unser Abscheu davor sollte uns allerdings nicht dahin führen, gegen Muslime Partei zu ergreifen, sondern immer - und egal wer die Täter sind - für die Opfer von Gewalt und Diskriminierung. Die Menschen in dem kenianischen Bus, von dem Konstantin erzählt, haben es vorgemacht. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/009593.html


:: 04. Am Ende der Geduld

Porträt: Elisabeth Ngari, 1996 als Oppositionelle aus Kenia geflohen, hat Frauenfeindlichkeit in Flüchtlingsheimen erlebt und fordert deswegen die Abschaffung von Lagern. Von Ulrike Baureithel. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/009591.html


:: 05. Niemand flieht aus freien Stücken

Es ist gut und ein ermutigendes Zeichen, dass so viele Menschen, gerade auch Ärztinnen und Ärzte sich bereitwillig und spontan an Hilfsaktionen für die Hunderttausenden von Menschen beteiligen, die vor Zerstörung und Not in ihrer Heimat nach Europa und zu uns nach Deutschland geflohen sind. "Hilfsbereitschaft", gelebte Humanität sind vielleicht die besseren Begriffe hierfür, als die etwas seltsam anmutende "Willkommenskultur", die ja regierungsamtlich möglicherweise schon recht bald wieder von einer Abschiebungs-Unkultur abgelöst werden wird - Gesetzesverschärfungen sind bereits auf den Weg gebracht, und der Menschlichkeit sollen in Deutschland rigide Obergrenzen gesetzt werden. Von Matthias Jochheim. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/009602.html


:: 06. "Flüchtlingskrise" und "Willkommenskultur" in Deutschland

Menschen verlassen ihre Heimat aufgrund von materieller Existenznot, Umweltzerstörung und Krieg. Das ist ganz und gar kein neues Phänomen. "Flüchtlingskrise" in diesem brutalen Sinn herrscht vielmehr seit über 60 Jahren und gehört zur ökonomischen und politischen Verfassung der herrschenden Weltordnung offenbar systematisch dazu. Davon jedenfalls gehen die maßgeblichen Staaten ganz selbstverständlich aus, wenn sie - bereits kurz nach dem 2. Weltkrieg - in Form der Genfer Flüchtlingskonvention und dem UN-Flüchtlingshilfswerk UNHCR - den künftigen zwischenstaatlichen Umgang mit dem menschlichen Elend ihrer internationalen Konkurrenz verabreden. Von Arian Schiffer-Nasserie. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/009604.html


:: 07. Flüchtlingshilfsorganisationen kritisieren die europäische Antwort auf die Flüchtlingskrise

Zentraleuropäische Flüchtlingshilfsorganisationen kritisieren die europäische Antwort auf die Flüchtlingskrise: Europäische Spaltung überwinden - gemeinsam Flüchtlingsaufnahme sichern. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/009598.html


:: 08. "Auf dieser Route sterben Menschen..." - Gewalt gegen Flüchtlinge auf Balkanroute nimmt zu

Die Staaten an der Balkan-Route riegeln ihre Grenzen brutal ab, da sie fürchten, dass die Flüchtlinge an den Grenzen Deutschlands und Österreichs zu ihnen zurückgewiesen werden könnten. So führt die Diskussion um "Obergrenzen" in Deutschland und Österreich dazu, dass Balkanroute für Flüchtlinge immer gefährlicher wird: Immer mehr Menschen werden Opfer von Polizeigewalt und brutalen Überfällen. Griechenland wird für Schutzsuchende zur Falle. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/009613.html


:: 09. Asyldebatte: Katalog der Abschreckung

Die Koalitionspolitiker überschlagen sich mit Vorschlägen, wie man Flüchtlinge schnellstmöglich wieder loswerden kann. Von Ulrike Baureithel. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/009608.html


:: 10. Aufruf gegen das Gesetz zur Einführung beschleunigter Asylverfahren

Das geplante Gesetz zur Einführung beschleunigter Asylverfahren stößt bei der Bundesweiten Arbeitsgemeinschaft Psychosozialer Zentren für Flüchtlinge und Folteropfer (BAfF), Medico International, PRO ASYL und dem Bundesfachverband unbegleitete minderjährige Flüchtlinge auf große Bedenken. Die Organisationen befürchten, dass dadurch vielen Asylsuchenden der Zugang zu einem fairen Asylverfahren verwehrt bleiben wird. Besonders schwerwiegend würde dies besonders schutzbedürftige Flüchtlinge treffen, wie Kranke, Traumatisierte oder Minderjährige. Die vier Organisationen haben heute den Aufruf "Asylpaket II stoppen - Keine Einschränkung von fairen Asylverfahren" veröffentlicht, in dem sie die Bundesregierung und alle Abgeordneten des Deutschen Bundestages auffordern, die Verschärfungen des Asylpakets II abzulehnen. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/009606.html


:: 11. Ist dieser Einsatz mit Ihrem Gewissen vereinbar? Wenn nicht, verlangen Sie eine andere Verwendung!

pax christi ermutigt die Soldatinnen und Soldaten des deutschen Syrien-Kontingents zu individueller Gewissensprüfung. "Wir ermutigen die Soldatinnen und Soldaten des deutschen Syrien-Kontingents jede für sich zu prüfen, ob dieser Befehl mit ihrem Gewissen in Einklang steht. Wenn nicht haben sie das Recht, von ihrem Dienstherrn eine andere Verwendung zu verlangen", betont die pax christi-Vorsitzende Wiltrud Rösch-Metzler und ergänzt: "Nach unserer Auffassung ist diese Mandatierung der Bundeswehr weder politisch, noch rechtlich, noch ethisch zu rechtfertigen. Denn dieser Einsatz konterkariert die diplomatischen Bemühungen zur Beilegung der Kämpfe in Syrien und es spricht viel für seine Unvereinbarkeit mit Grundgesetz und Völkerrecht." >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/009614.html


:: 12. Kriegsverbrechen im syrischen Madaja: Der Tod kommt leise

Den Syrern in Madaja droht der Hungertod. Die Bevölkerung auszuhungern und zu beschießen ist verboten, aber gängige Praxis. Von Andreas Zumach. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/009589.html


:: 13. Nach Hilfskonvoi für Madaja in Syrien: Der Hungertod droht auch andernorts

In Madaja ist Hilfe angekommen. Die UN und andere Organisationen warnen jedoch vor Hungertoten in weiteren Orten und Regionen. Von Andreas Zumach. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/009595.html


:: 14. Syrien: Schneisen für Hilfe

Das Schicksal der Stadt Madaja sollte der internationalen Syrien-Diplomatie verdeutlichen, dass sie sich nicht länger an der Assad-Frage abarbeiten sollte. Von Lutz Herden. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/009597.html


:: 15. Syrienverhandlungen in Genf: Verzögerungen nicht ausgeschlossen

IS und Al-Nusra: nein. Kurden: vielleicht. - Vor den geplanten Verhandlungen geht der Streit über die Oppositionsdelegation weiter. Von Andreas Zumach. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/009609.html


:: 16. Uri Avnery: Extrem, extremer am extremsten

Es ist wohlbekannt, dass Israel ein "jüdischer und demokratischer Staat" ist. Das ist die offizielle Bezeichnung. Nun gut... WAS "jüdisch" angeht: Es ist eine neue Art Judentum, eine Mutation. Seit etwa 2000 Jahren sind die Juden dafür bekannt, dass sie weise, schlau, friedliebend, menschlich, progressiv, liberal, ja sogar sozialistisch sind. Wenn heute jemand diese Eigenschaften nennt, so ist der Staat Israel nicht der erste Name, der dem Zuhörer dabei einfällt. Weit entfernt. Von Uri Avnery. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/009610.html


:: 17. Uri Avnery: Die Kluft wird breiter

In jeder Liste mit den 100 wichtigsten Frauen Israels wird Ilana Dajan eine bedeutende Stellung einnehmen. Dajan (Sie steht in keiner verwandtschaftlichen Beziehung zum verstorbenen General mit der Augenklappe) ist die Gastgeberin einer der angesehensten Fernsehsendungen. Während das Fernsehen im Allgemeinen allmählich in einem Morast dummer "Reality"-Unterhaltung versinkt, zeichnet sich ihre Sendung "Uwda" (Tatsache) als ein Gipfel verantwortungsbewussten investigativen Journalismus aus, und zwar in eben der Art, für die mein ehemaliges Nachrichtenmagazin bekannt war. Von Uri Avnery. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/009599.html


:: 18. Iran: Kalter Entzug

Die Sanktionen haben das Land lange gelähmt, aber auch dazu gezwungen, Alternativen zu finden. Das könnte sich nun auszahlen. Von Torsten Wöhlert. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/009611.html


:: 19. Das ging schnell

Anschlag: Die türkische Führung hat den Attentäter von Istanbul mit beeindruckendem Tempo benannt. Die deutsche Regierung ist gewillt, der präsentierten Version zu glauben. Von Lutz Herden. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/009596.html


:: 20. Die Nukleardebatte der NATO

Im Vorfeld des für Mitte dieses Jahres anberaumten NATO-Gipfels in Warschau diskutieren deutsche Militärs und Think-Tanks den Einsatz von Atomwaffen gegen Russland. Die Bundesakademie für Sicherheitspolitik (BAKS) etwa wirft Moskau eine "neo-imperiale Aggression" gegen Osteuropa vor und fordert eine Wiederbelebung der Strategie der "nuklearen Abschreckung". Die Idee einer atomwaffenfreien Welt müsse als "unrealistisch" betrachtet werden, heißt es - schließlich sei es "nicht der primäre Daseinszweck einer Nuklearwaffe, abgerüstet zu werden". Ähnlich äußert sich auch die regierungsnahe Stiftung Wissenschaft und Politik (SWP). >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/009594.html


:: 21. Die Nukleardebatte der NATO (II)

Ein führender deutscher Think-Tank fordert verstärkte propagandistische Anstrengungen zur Steigerung der öffentlichen Akzeptanz für Atomwaffen. Die "nuklearen Elemente" einer Strategie der "Abschreckung" gegen Russland müssten in der "Kommunikation" mit der Bevölkerung "wieder sichtbarer" werden, schreibt die Zeitschrift der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik (DGAP). Um die "skeptische" Haltung vieler Deutscher zu Kernwaffen zu kontern, empfehlen die Autoren unter anderem, den "militärisch konnotierten" Begriff "Abschreckung" durch "Entmutigung" zu ersetzen. Zurückgeführt wird die weit verbreitete Ablehnung von Atomwaffen auf eine von Wissenschaftlern und Teilen der westlichen Führungseliten bewusst betriebene "Desavouierung" des "Abschreckungskonzepts". Dessen ungeachtet sei es nun der Zeit, Russland zu vermitteln, dass die NATO im Kriegsfall "tatsächlich Nuklearwaffen einsetzen würde", heißt es. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/009600.html


:: 22. Der Rat für Nachhaltige Entwicklung zeichnet Elektrizitätswerke Schönau und Klimaschutz+ Stiftung für eine ökologische und sozial engagierte Energieversorgung aus

Die Elektrizitätswerke Schönau (EWS) setzen sich seit 2010 in Zusammenarbeit mit der Klimaschutz+ Stiftung sowie lokalen Bürgerinitiativen, Vereinen und Genossenschaften für den Aufbau von kommunalen Ökostromkraftwerken und Energieeinsparprojekten vor Ort ein, deren Erträge vollständig der Förderung ökologischer und sozialer Projekte dienen. In Anerkennung ihres Engagements wurden die Kooperationspartner gemeinsam mit lokalen Initiativen erneut vom Rat für nachhaltige Entwicklung "als Wegbereiter in eine nachhaltige Gesellschaft" ausgezeichnet. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/009612.html


:: 23. 62 Menschen besitzen so viel wie die Hälfte der Weltbevölkerung

Soziale Ungleichheit nimmt weltweit dramatisch zu. Inzwischen besitzen die 62 reichsten Einzelpersonen - vor einem Jahr waren es noch 80 - genauso viel wie die gesamte ärmere Hälfte der Weltbevölkerung. Dies geht aus dem Bericht "An Economy for the 1%" hervor, den Oxfam im Vorfeld des Weltwirtschaftsforums (WEF) in Davos veröffentlicht. Die Entwicklungsorganisation fordert, das Geschäftsmodell der Steueroasen zu beenden und sehr hohe Vermögen stärker zu besteuern. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/009603.html


:: 24. Leonardo Boff: Die Erde wird den Kapitalismus besiegen

Es ist eine unbestreitbare und traurige Tatsache: Der Kapitalismus als Produktionsweise mit seiner politischen Ideologie, dem Neoliberalismus, hat sich so tief global verankert, dass eine wahre Alternative unmöglich erscheint. Er hat in der Tat jeden Platz besetzt und fast jedes Land zu seinem globalen Interesse auf seine Linie gebracht. Da die Gesellschaft so kommerzialisiert ist und aus allem, selbst aus so heiligen Dingen wie menschliche Organe, Wasser und die Bestäubungsfähigkeit von Blumen, Mittel zur Gewinnmaximierung gemacht hat, sehen die meisten Staaten sich dazu gezwungen, in der weltweiten Makro-Ökonomie mitzumachen, und sind weniger dazu geneigt, dem Gemeinwohl ihres Volkes zu dienen. Von Leonardo Boff. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/009590.html


:: 25. Leonardo Boff: Das Unheilsjahr 2015 zerstört nicht die Hoffnung

Das kürzlich beendete Jahr 2015 verdient die lateinische Bezeichnung: annus nefastus. (Unheilsjahr). Andere nennen es annus horribilis (Schreckensjahr). Es gab so viele Katastrophen, dass es nicht nur beängstigend, sondern besorgniserregend ist. Die größte Sorge gilt dem Erdüberlastungstag, den wir am 13. September erreichten. Dies bedeutet, dass an diesem Tag die Kapazität der Erde überschritten wurde, die für das Fortbestehen des Lebens- und des Erdsystems notwendigen Mittel bereitzustellen. Die Erde verlor ihre Biokapazität. Sie ist die Grundlage für all unsere Projekte. Da die Erde ein Super-Wesen darstellt, bestehen die Signale, die sie uns sendet, da sie ihr Limit erreicht hat, aus Dürren, Fluten, Taifune und weltweit wachsender Gewalt. Von Leonardo Boff. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/009601.html


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II. Hinweise

:: Asylpaket II stoppen - Keine Einschränkung von fairen Asylverfahren!

Die Bundesregierung will ein Gesetz durchsetzen, das eine erneute massive Verschärfung des Asylrechts bedeuten würde: Das geplante Gesetz hebelt für viele Flüchtlinge ein angemessenes und faires Asylverfahren aus, es schränkt den Familiennachzug ein und erkennt medizinische Abschiebehindernisse nicht an. Dies würde dazu führen, dass Menschen selbst dann abgeschoben werden, wenn sie schwer krank sind! Dies wollen PRO ASYL, der Dachverband psychosozialer Zentren für Folteropfer, Medico International und der Bundesfachverband unbegleitete minderjährige Flüchtlinge zur Protestaktion mit ihrem Aufruf verhindern! Sie fordern alle Abgeordneten des Deutschen Bundestages auf, das Gesetz abzulehnen. Außerdem wird um Unterstützung des Aufrufs "Asylpaket II stoppen - Keine Einschränkung von fairen Asylverfahren" gebeten. >>
https://www.proasyl.de/index.php?id=1998


:: Israel: Kriegsdienstverweigerin Tair Kaminer in Haft - Bitte um Protest- und Solidaritätsschreiben

Die 19-jährige Tair Kaminer wurde am 10. Januar 2016 zu 20 Tagen Haft verurteilt. Sie hatte an diesem Tag im Rekrutierungsbüro in Tel Hashomer ihre Kriegsdienstverweigerung erklärt: "Ich habe mich entschlossen den Dienst in der israelischen Armee zu verweigern. Seit Jahren gibt es keinerlei Bestrebung für einen Friedensprozess, keinen Versuch, Gaza und Sderot Frieden zu bringen. Solange der gewaltvolle militärische Weg gegangen wird, schaffen wir eine Generation voller Hass, womit die Situation nur eskalieren wird. Wir müssen dies jetzt stoppen!" Connection e.V. fordert gemeinsam mit der DFG-VK Hessen und der War Resisters' International die sofortige Freilassung von Tair Kaminer und ihre Anerkennung als Kriegsdienstverweigerin. Connection e.V. bittet zudem um Protest- und Solidaritätsschreiben über das online-Formular >>
http://www.Connection-eV.org/israel-refuser-form.


:: 40 Jahre Exil - 40 Jahre marokkanische Besetzung. Westsahara - Referendum jetzt!"

Die Schweizer Unterstützungskomitees für die Sahraouis fordern in einer Petition vom UN-Sicherheitsrat die unverzügliche Durchführung des Referendums für Selbstbestimmung in der Westsahara und rufen zu einer weltweiten Unterstützung dieser Petition auf. Es ist an der Zeit, eine Lösung für den Konflikt um die Westsahara zu finden. Unterschreibt die Petition und verbreitet sie möglichst weit! Die Sahraouis sollen endlich ihr Recht auf Selbstbestimmung ausüben können. Mehr >>
http://www.westernsahara-referendum.org

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III. Termine

:: 11. - 14.02.2016 - DGB-Haus München: 14. Internationale Münchner Friedenskonferenz "Frieden und Gerechtigkeit gestalten - NEIN zum Krieg"

Aus den unseligen Kriegen der letzten Jahre hat die Mehrheit des Bundestages nichts gelernt. In atemberaubendem Tempo wurde dort mit Mehrheit am 4. Dezember 2015 beschlossen, in den "Krieg gegen den Terror" zu ziehen! Die Bereitschaft zu terroristischer Gewalt ist mit Bomben nicht zu treffen. Seit Jahren vermissen wir bei politischen Entscheidungsträgern ernsthafte Bemühungen, sich rechtzeitig mit entstehenden Krisensituationen zu befassen und auf internationaler Ebene den ausufernden Waffenhandel zu unterbinden. Die Internationale Münchner Friedenskonferenz wendet sich seit 13 Jahren gegen die Auswirkungen einer von Macht- und Wirtschaftsinteressen geleiteten Politik und stellt konkrete zivile Handlungsmöglichkeiten vor. Mehr Info und Programm >> http://www.friedenskonferenz.info/


:: 13.02.2016 - ab 13:00 Uhr Stachus München: Demonstrationen zur NATO-Sicherheitskonferenz 2016 "Gegen Aufrüstung und Krieg - NATO abschaffen"

VA: Aktionsbündnis gegen die Nato-Sicherheitskonferenz. Infos >>
http://www.sicherheitskonferenz.de/de/Aufruf-SiKo-Proteste-2016


:: 06.03.2016ff. - Bundesweite Proteste und Aktionswoche im Frühjahr anlässlich der Jahrestage von Fukushima und Tschernobyl

Mit den Jahren wächst die Verdrängung. Jahrestage sind eine Gelegenheit, die Erinnerung wachzuhalten und zu erneuern. Runde Jahrestage eigenen sich dazu besonders gut. Am 11. März jährt sich Fukushima zum fünften Mal. Am 26. April ist Tschernobyl 30 Jahre her. Doch beide Katastrophen sind nicht Vergangenheit, sondern dauern bis heute an. Und sie können sich jederzeit wiederholen. Umso wichtiger, dass wir nicht nur mit Nachdruck an die unsäglichen Folgen der beiden Kernschmelzunfälle erinnern, sondern auch Druck machen, die acht Atomkraftwerke, die hierzulande noch laufen, endlich abzuschalten. Die Gefahr eines Super-GAU ist nicht gebannt! So wirst Du für die Jahrestage aktiv >>
Mahnwachen >> https://www.ausgestrahlt.de/mitmachen/jahrestage-fukushima-und-tschernobyl/mahnwachen/
Demos und mehr >> https://www.ausgestrahlt.de/mitmachen/jahrestage-fukushima-und-tschernobyl/demos/


:: 06.03.2016 - 13:00 Uhr Bahnhof Kirchheim/Neckar: Tschernobyl und Fukushima mahnen - Atomkraft gefährdet uns alle!

Demo zum Atomkraftwerk Neckarwestheim. Mehr >>
http://www.endlich-abschalten.de/home/

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Weitere Termine finden sich u.a.:

:: Netzwerk Friedenskooperative >> http://www.friedenskooperative.de/termine.htm

:: "Aktion Aufschrei - Stoppt den Waffenhandel!" >> http://www.aufschrei-waffenhandel.de/Veranstaltungstermine.69.0.html

:: bewegung.taz.de >> http://bewegung.taz.de/termine

:: Die AnStifter >> https://www.die-anstifter.de/veranstaltungen/

:: Bessere Welt Links. Norbert's Bookmarks für engagierte Leute >> http://www.bessereweltlinks.de/index.php?cat=6108

Diese E-Mail wurde klimafreundlich und atomstromfrei erzeugt >> http://www.ews-schoenau.de

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Eine Anmerkung in eigener Sache: Da unser Engagement für Gerechtigkeit, Frieden und Ökologie Geld kostet und es keinerlei Zuschüsse gibt, bitten wir um Spenden an unseren Verein. Wir sind durch das Finanzamt Sigmaringen als gemeinnützig und mildtätig anerkannt (letztmals mit Bescheid vom 20.11.2015). Deshalb sind Spenden und Mitgliedsbeiträge steuerabzugsfähig. Eine Spendenbestätigung wird ab 25 € zu Beginn des kommenden Jahres automatisch zugestellt, ansonsten auf Anforderung. ErstspenderInnen bitte unbedingt ihre Anschrift angeben! Danke!!!

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