Date: November 26th 2015

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Liebe Freundinnen und Freunde,

an den Beginn dieses Newsletter möchte ich einen kurzen Gedanken des niederländischen Priesters, Psychologen und geistlichen Schriftstellers Henri J.M. Nouwen stellen.


Viel Gewalt beruht auf der Einstellung,
das Leben sei ein Besitz,
der verteidigt werden muss, -
nicht ein Geschenk,
gegeben zum Teilen.

(Henri J. M. Nouwen)


Herzliche Grüße

Euer / Ihr Michael Schmid

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Inhaltsübersicht
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I. Artikel

Soziale Bewegungen

:: 01. Andreas Buro: Zur friedenspolitischen Situation Deutschlands

:: 02. Gewaltfreie Widerstandsbewegungen

Paris / Terrorismus / Islamischer Staat

:: 03. Attac Frankreich: Nach den Massakern von Paris: Entsetzen, Empörung, Aktion

:: 04. Entrüstung über die Pariser Attacken verdeckt unseren Rassismus

:: 05. Frankreich gegen den IS: Kein Krieg

:: 06. Frankreich: Werte zertrampeln

:: 07. Paris und was getan werden sollte

:: 08. Der Tod in Paris und unsere Schuld

:: 09. 13.11.

:: 10. Krieg gegen den IS in Syrien: Hollande sucht Hilfe in Washington

:: 11. Obama und Hollande: Falsch verbunden

:: 12. Militärische Allianz gegen Terrormilizen: Bündnis gegen den IS formiert sich

:: 13. Putins Allianz im Kampf gegen den IS - Und Assad?

:: 14. Islamischer Staat

Israel / Palästina

:: 15. Uri Avnery: Ariels Katzen

:: 16. Leben mit dem Schwert auf einem Pulverfass

Flucht und Asyl

:: 17. Durch die Seele ein Riss - Über die Folgen von Krieg, Flucht und Traumatisierung

:: 18. "Obergrenzen" setzen Menschenrechte außer Kraft

:: 19. Frontalangriff auf das individuelle Asylrecht

:: 20. Aussetzung des Familiennachzugs wird Frauen und Kinder in den Tod schicken

:: 21. PRO ASYL zur Wiedereinführung der Dublinprüfung bei Syrern

:: 22. Die Geografie der Flüchtlingsabwehr

:: 23. Flüchtlingsgipfel in Valletta: Eine europäisch-afrikanische Tauschbörse?

:: 24. EU-Afrika-Gipfel in Valletta: Tausche Treuhandfonds gegen Abschottung (II)

Rüstungsexporte

:: 25. Wer Fluchtursachen bekämpfen will, muss Waffenexporte in Krisenregionen stoppen

:: 26. Rüstungsexporte - Geht ohne Korruption gar nichts?

Atomwaffen

:: 27. Studie "Don't Bank on the Bomb"

Freihandelsabkommen

:: 28. TPP-Text öffentlich: "Noch schlimmer als befürchtet"

Kolumbien

:: 29. Soziale Organisationen fordern beidseitigen Waffenstillstand

Atomenergie

:: 30. Atom-Rückstellungen: Gabriels Entwarnung hält nur einen Monat

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:: 01. Friedensgesellschaft ehrt Pazifist_innen aus Karlsruhe für lebenslanges Engagement: Sonnhild und Ulli Thiel werden Ehrenmitglieder der DFG-VK

:: 02. Bundesweite Aktion zum Weltspartag: "Spar Dir den Atomkrieg"

Flucht und Asyl

:: 03. Von der "Willkommenskultur" zur Fremdenabwehr?

:: 04. PRO ASYL kritisiert Ausgrenzung und Integrationsverweigerungsgesetz

:: 05. Bundesregierung plant verstärkt Abschiebungen nach Afghanistan

:: 06. Flüchtlingskrise: Zwiespältiges Lob

:: 07. Asyl: Plötzlich ist Ungarn überall

:: 08. Krieg gegen Flüchtlinge (IV)

:: 09. Flüchtlingskatastrophe in Europa

:: 10. Türkei: Merkels Musterkoffer

Naher und Mittlerer Osten

:: 11. Weltkultur: Du sollst Zeugnis bewahren

:: 12. Situation in Syrien: Stellvertreterkrieg beenden

:: 13. Internationale Syrien-Diplomatie: Der Iran sitzt mit am Tisch

:: 14. Syrienkonferenz in Wien: Wie lange noch Assad?

:: 15. Bürgerkrieg: Glücksfälle zuhauf

:: 16. Uri Avnery: Das Preußen der Siedler

:: 17. Uri Avnery: Weine, geliebtes Land

:: 18. Uri Avnery: Adolf, Amin und Bibi

:: 19. Uri Avnery: Der Mufti

:: 20. Israel/Palästina: Im Chaos der Selbstzerfleischung

:: 21. Afghanistan: Vorerst kein Exit

Rüstung / Krieg

:: 22. "Der Militärisch-industrielle Komplex ist die größte Bedrohung für den Weltfrieden in unserer Zeit"

:: 23. Rüstung: Schwerter zu Fabrikrohren

:: 24. Operation Öffentlichkeit

Klimawandel

:: 25. Klimagipfel von Paris braucht Vorreiter, um Zwei-Grad-Grenze einzuhalten

:: 26. Selbstverbrennung": Schellnhubers Blick aufs Ganze

Leonardo Boff

:: 27. Eine andere Art der Konfliktbewältigung


II. Hinweise

III. Termine

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I. Artikel

:: 01. Andreas Buro: Zur friedenspolitischen Situation Deutschlands

Im Bereich der Machtpolitik wird viel von Verantwortung, Verantwortung auch für den Frieden, verkündet. Im Bereich der internationalen Machtpolitik gibt es jedoch keine Verantwortung, nur in verantwortungslosen Sonntagsreden, um die Bevölkerung für dumm zu verkaufen. Niemand kann für viele Tausend Tote die Verantwortung übernehmen. Politiker und Generäle gehen allenfalls in Pension. Nur kleinere Übeltäter landen vor internationalen Strafgerichten. Die USA, Russland und China wissen sehr genau, warum sie dem Abkommen über den Internationalen Strafgerichtshof nicht beigetreten sind. Ich spreche deshalb nicht von Verantwortung, sondern von Deutschlands Möglichkeiten, eine friedensfördernde Politik zu betreiben. Von Andreas Buro. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/009503.html


:: 02. Gewaltfreie Widerstandsbewegungen

Diskussionen über die Erfolgsbedingungen gewaltfreier Widerstandsbewegungen werden immer wieder geführt, nicht zuletzt weil prinzipielle GegnerInnen einer Festlegung auf gewaltfreie Aktionen und Strategien stets darauf verweisen, es seien ja nur besondere Umstände und glückliche Situationen gewesen, die in diesem oder jenem Fall zum Erfolg unbewaffneter, ziviler Aktionen geführt hätten. Von Johann Bauer. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/009486.html


:: 03. Attac Frankreich: Nach den Massakern von Paris: Entsetzen, Empörung, Aktion

Nach den Massakern von Paris fühlen die Mitglieder und Unterstützer von Attac, im Einklang mit der französischen Gesellschaft, Entsetzen und Empörung über den blinden und mörderischen Hass. Trotz unserer Ergriffenheit und Traurigkeit weigern wir uns, dem Terror nachzugeben. Wir lehnen eine Gesellschaft der Angst, der Stigmatisierung und der Suche nach Sündenböcken ab. Wir bekräftigen unsere Entschlossenheit, uns weiterhin frei zu bewegen, zu arbeiten, uns zu unterhalten, uns zu treffen und zu kämpfen. "Frankreich ist im Krieg" wird uns gesagt. Aber das ist nicht unser Krieg. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/009491.html


:: 04. Entrüstung über die Pariser Attacken verdeckt unseren Rassismus

Ein Artikel in der australischen Publikation New Matilda über die Attacken in Paris in der vergangenen Nacht bringt es auf den Punkt - auf einen Punkt, über den niemand reden will. Was Bewohner des Westens jetzt fühlen, ist eine sehr mächtige und sehr selektive Entrüstung, die sich mit dem Leiden von Menschen "wie wir" identifiziert. Wir trauern über die Toten in Paris, während wir diejenigen, die einen Tag früher im Libanon und fast sicher von denselben Fanatikern, die die Attacken in Frankreich durchgeführt haben, getötet wurden, nicht einmal wahrnehmen. Von Jonathan Cook. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/009492.html


:: 05. Frankreich gegen den IS: Kein Krieg

Frankreich sieht die Anschläge als "Kriegsakt" des IS und will entsprechend reagieren. Doch für Terroristen gilt das Strafrecht. Von Andreas Zumach. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/009494.html


:: 06. Frankreich: Werte zertrampeln

Mit Kriegserklärungen wie der von Präsident Hollande ist es so eine Sache. "Gnadenlose Vergeltung" geht schnell auf Kosten von Demokratie und Rechtsstaatlichkeit. Von Konrad Ege. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/009497.html


:: 07. Paris und was getan werden sollte

Die schrecklichen Attacken am Freitag in Paris haben wie vorhersehbar zu viel Überreaktion und Forderungen geführt, noch mehr von genau den Dingen zu tun, die Menschen radikalisieren und in ihnen den Wunsch wecken, uns zu attackieren. Das französische Militär verlor keine Zeit und bombardierte Syrien als Vergeltung für die Attacken, obwohl unbekannt ist, woher die Angreifer stammten. Tausende ISIS-Kämpfer in Syrien sind keine Syrer, sondern kamen aus einer Reihe von Ländern nach Syrien, um die Regierung Assad zu stürzen - darunter aus Frankreich und aus den Vereinigten Staaten von Amerika. Von Ron Paul. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/009498.html


:: 08. Der Tod in Paris und unsere Schuld

Als am 11. September 2001 in New York Flugzeuge in das World Trade Center flogen und viele hunderte Menschen töteten, waren einige der jungen Männer, die vergangenen Freitag Tod und Schrecken in Paris verbreiteten, vermutlich noch Kinder. Sie sind, so viel kann man heute schon absehen, aufgewachsen unter sozialen und menschlichen Bedingungen, die sich die wenigsten von uns vorstellen können. Ihre ganze Jugend war einerseits begleitet von der Gefahr, als potentieller Terrorist aufzufallen, wenn man sich ein wenig zu viel in religiösen oder arabischen Zirkeln aufhält, und von der Erfahrung, dass der Westen ohne Rücksicht auf Verluste ganze Länder zusammenbombt und hunderttausende von Toten in Kauf nimmt, wenn es darum geht, "Sicherheit" für seine Bürger zu garantieren. Von Heiner Flassbeck. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/009505.html


:: 09. 13.11.

Der IS wandelt sich zu einem Hybrid aus Territorialmacht und international agierender Terrororganisation. Umso wichtiger, dass der Westen nicht seine Fehler wiederholt. Analyse von Sabine Kebir. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/009507.html


:: 10. Krieg gegen den IS in Syrien: Hollande sucht Hilfe in Washington

Frankreich bemüht sich um ein Bündnis zwischen dem Westen und Russland. Doch die USA schließen eine engere Kooperation mit Moskau aus. Von Andreas Zumach. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/009509.html


:: 11. Obama und Hollande: Falsch verbunden

Nach dem Besuch Hollandes bei Obama ist die große Anti-IS-Koalition weiter nicht in Sicht. Vielleicht ist das gar nicht so schlecht. Von Andreas Zumach. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/009510.html


:: 12. Militärische Allianz gegen Terrormilizen: Bündnis gegen den IS formiert sich

Frankreich, USA, Russland und Großbritannien verbünden sich militärisch gegen den "Islamischen Staat". Allen voran: François Hollande. Von Andreas Zumach. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/009506.html


:: 13. Putins Allianz im Kampf gegen den IS - Und Assad?

Im Kampf gegen den IS nähern sich Russland, Frankreich und die USA einander an. Es könnte eine starke Allianz entstehen - wäre da nicht eine Frage. Von Andreas Zumach. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/009502.html


:: 14. Islamischer Staat

Die Ursprünge des "Islamischen Staates" sind beim irakischen Zweig von al-Qaida zu suchen. Der Jordanier Abu Musab al-Zarqawi kämpfte zunächst in Afghanistan für al-Qaida, bevor er Anfang des neuen Jahrtausends nach Irak ging und von dort Terroranschläge in Jordanien organisierte. Nach dem Irak-Krieg 2003 wurde al-Zarqawi Befehlshaber von al-Qaida im Irak, von wo aus er mit Anschlägen gegen die westlichen Invasoren, deren Botschaften sowie gegen Schiiten und deren Heiligtümer bekannt wurde. Im Jahre 2006 wurde er durch eine US-Bombe getötet. Sein Nachfolger Abu Omar al-Baghdadi wurde im Jahre 2010 ebenfalls umgebracht. Bereits unter seiner Führung benannte sich al-Qaida im Irak in "Islamischer Staat im Irak" (ISI) um. Von Clemens Ronnefeldt. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/009501.html


:: 15. Uri Avnery: Ariels Katzen

Jedes Mal, wenn wir denken, wir haben das Limit erreicht, taucht plötzlich etwas Neues auf und das Limit verschiebt sich. Man mag gedacht haben, dass die Hitler-Mufti-Geschichte das absolute Limit an Verrücktheit war. Aber da kommt Uri Ariel einher und beweist, dass das falsch war. Ariels Katzen übertreffen Netanjahus Mufti. Von Uri Avnery. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/009475.html


:: 16. Leben mit dem Schwert auf einem Pulverfass

Auf Tel Avivs Dizengoff-Straße sah ich Anfang dieser Woche eine Taxi-Plakatwand mit einer riesigen israelischen Flagge, unter der der Slogan stand: "Zusammen werden wir gewinnen!" Es ist kein neues Phänomen. In den letzten Jahren - in Zeiten mit wachsender Krise, Blutvergießen, Krieg, klugen Geschäftsleuten und Beratern, erleben wir den Wert von Patriotismus und werbendem Verkauf. Von Adam Keller. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/009476.html


:: 17. Durch die Seele ein Riss - Über die Folgen von Krieg, Flucht und Traumatisierung

Haifa 1989. Es ist die Zeit der Ersten Intifada. Seit 1987 lehnen sich meist junge Palästinenser gegen die israelische Herrschaft auf. Vor der Gründung des Staates Israel im Jahr 1948 lebten rund 62.500 Araber in Haifa. Die meisten palästinensischen Araber wurden durch massive Angriffe und Bombardements von Seiten Israels vertrieben, andere flohen vor der Permanenz der Gewalt. Es verblieben lediglich 15.000 Araber in Haifa, unter ihnen Mahmud und seine Familie. Götz Eisenberg ist ihm im Gefängnis begegnet, hat ihm zugehört und sein Leben aufgeschrieben. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/009472.html


:: 18. "Obergrenzen" setzen Menschenrechte außer Kraft

PRO ASYL warnt vor einer sich verselbständigenden Debatte über Obergrenzen. Die diffuse Forderung danach verschleiert die Tatsache, dass dafür die Grenzen geschlossen und Schutzsuchende abgewiesen werden müssten. Damit würde de facto die Europäische Menschenrechtskonvention (EMRK) und die Genfer Flüchtlingskonvention (GFK) außer Kraft gesetzt. Wer Deutschlands Grenze erreicht, hat das Recht auf Prüfung seines Schutzbegehrens und Schutz vor Zurückweisung. Dies garantiert Artikel 33 der GFK und Artikel 3 der EMRK. Die Debatte zielt auch darauf ab, auch die in anderen europäischen Ländern bereits stattfindenden Menschenrechtsverletzungen durch Grenzschließungen und Abweisung von Schutzsuchenden hoffähig zu machen. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/009504.html


:: 19. Frontalangriff auf das individuelle Asylrecht

PRO ASYL kritisiert den heute bekannt gewordenen Referentenentwurf des Bundesministeriums des Innern als Frontalangriff auf das individuelle Recht auf Asyl. Das "Gesetz zur Einführung beschleunigter Asylverfahren" soll in den nächsten Tagen bereits im Bundekabinett besprochen und bis zur Weihnachtspause im Bundestag verabschiedet sein. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/009499.html


:: 20. Aussetzung des Familiennachzugs wird Frauen und Kinder in den Tod schicken

Innenminister de Maizière demontiert das Asylrecht: Syrische Flüchtlinge sollen nur noch subsidiären Schutz erhalten, subsidiär Schutzberechtigte ihre Familien nicht nachholen dürfen. Thomas de Maizière legt wieder einmal rechtswidrige, impraktikable und ethisch nicht vertretbare Pläne vor. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/009480.html


:: 21. PRO ASYL zur Wiedereinführung der Dublinprüfung bei Syrern

Die Bundesweite Arbeitsgemeinschaft für Flüchtlinge PRO ASYL wirft dem Bundesinnenministerium vor, ein integrationspolitisches Fiasko anzurichten. Zehntausende von Flüchtlingen werden in eine monatelange Warteschleife gedrängt. Angst und Unsicherheit werden die Folge sein. Der Schlüssel für eine Integration ist Rechtssicherheit. Das wird mit dieser Entscheidung verhindert. Die Bundesregierung will die Zurückweisung Zehntausender von Flüchtlingen nach Ungarn oder Kroatien prüfen. Dies ist zugleich unmenschlich und unrealistisch. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/009487.html


:: 22. Die Geografie der Flüchtlingsabwehr

Mit neuen Lagern ("Bearbeitungszentren") entlang der Fluchtrouten in Südosteuropa will die EU die Registrierung und gegebenenfalls Abschiebung von Flüchtlingen beschleunigen. Auf die Einrichtung der sogenannten Bearbeitungszentren haben sich die EU-Innenminister am Montag Abend geeinigt. In ihnen sollen diejenigen Flüchtlinge den üblichen Prüf-, Verwaltungs- und Asylverfahren unterzogen werden, die es geschafft haben, in die EU einzureisen. Parallel treiben Berlin und Brüssel den Aufbau von Lagern ("Hotspots") voran, die unmittelbar an den EU-Außengrenzen in Italien und Griechenland Flüchtlinge aus Nordafrika und der Türkei aufnehmen sollen, um sie an der Weiterreise in Richtung Deutschland zu hindern. Ergänzend zu den Lagerplänen planen mehrere EU-Staaten, darunter Slowenien, Pläne zum Bau von Stacheldrahtsperren entlang ihrer Grenzen. Katastrophenszenarien machen die Runde. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/009484.html


:: 23. Flüchtlingsgipfel in Valletta: Eine europäisch-afrikanische Tauschbörse?

Anlässlich des euro-afrikanischen Flüchtlingsgipfels in Valletta am 11. und 12. November kritisieren deutsche und westafrikanische Nichtregierungsorganisationen die einseitige Durchsetzung europäischer Interessen. Auf dem Gipfel werden keine nachhaltigen Lösungen für die Beseitigung von Fluchtursachen diskutiert. Dem Grenzschutz wird mehr Bedeutung beigemessen als dem Flüchtlingsschutz. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/009479.html


:: 24. EU-Afrika-Gipfel in Valletta: Tausche Treuhandfonds gegen Abschottung (II)

Der EU-Afrika-Gipfel in Valletta ist vorüber, die Abschlussdokumente liegen vor. Barbara Lochbihler, außen- und menschenrechtspolitische Sprecherin der Grünen/EFA-Fraktion im Europäischen Parlament, kommentiert: "So vage die Ankündigungen zu Arbeitsmigration und Flüchtlingsschutz, so weitreichend die Beschlüsse zu Grenzsicherung und Rückführung: Die EU-Mitgliedstaaten haben in Valletta die Chance vertan, ihre kurzsichtige und längst gescheiterte Politik in den Bereichen Flucht, Migration und Entwicklung zu korrigieren. Wer großspurig von der 'Bekämpfung von Fluchtursachen' redet, ohne die eigene handels- und agrarpolitische Verantwortung für globale Ungerechtigkeiten auch nur ansatzweise zu erwähnen, macht sich unglaubwürdig." >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/009488.html


:: 25. Wer Fluchtursachen bekämpfen will, muss Waffenexporte in Krisenregionen stoppen

Die Kampagne "Aktion Aufschrei - Stoppt den Waffenhandel!" kritisiert die Genehmigung zahlreicher Waffenexporte in Krisenregionen durch den Bundessicherheitsrat - unter anderem in den Oman, in die Vereinigten Arabischen Emirate, in den Libanon und nach Jordanien. "Krieg und Terror sind die Hauptursache für die Flucht der Menschen aus der Region. Es hat nichts mit restriktiver Rüstungsexportpolitik zu tun, dass deutsche Rüstungskonzerne jetzt Waffen in die Region liefern dürfen", erklärt Christine Hoffmann, Sprecherin der Kampagne und pax christi-Generalsekretärin. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/009482.html


:: 26. Rüstungsexporte - Geht ohne Korruption gar nichts?

Rüstungsexporte und Korruption sind oft zwei Seiten einer Medaille. Mehr noch: Sie sind es viel häufiger als man denkt. Diese Erkenntnis ist Joe Roeber zu verdanken, einem verstorbenen Experten von Transparency International, der diesen Zusammenhang vor zehn Jahren erstmals statistisch unterlegte. Von Otfried Nassauer. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/009481.html


:: 27. Studie "Don't Bank on the Bomb"

Die ärztliche Friedensorganisation IPPNW begrüßt, dass weltweit 53 Finanzunternehmen Investitionen in die Produktion von Atomwaffen verboten oder reduziert haben. Das sind 150 Prozent mehr Banken und Versicherungen als im Vorjahr. Das ist das Ergebnis der vierten Ausgabe der Studie "Don't Bank on the Bomb", die die niederländische Friedensorganisation PAX am 12.11.2015 veröffentlicht hat. Diese Steigerung macht die wachsende Stigmatisierung von Atomwaffen deutlich, deren Einsatz katastrophale humanitäre Folgen für die gesamte Menschheit hat. Trotzdem listet der Bericht noch 382 Banken, Versicherungen und Rentenfonds auf, die seit Januar 2012 fast 500 Milliarden US-Dollar für die Produktion für nukleare Waffensysteme zur Verfügung gestellt haben. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/009490.html


:: 28. TPP-Text öffentlich: "Noch schlimmer als befürchtet"

Der gestern veröffentlichte Vertragstext des Transpazifischen Freihandels- und Investitionsabkommens TPP ist für die US-Bürgerrechtsorganisation Public Citizen "noch schlimmer als befürchtet." TPP diene nur den Interessen transnationaler Konzerne und bedrohe Lebensmittel-, Umwelt- und Sozialstandards, den Datenschutz sowie den Zugang zu leistbaren Medikamenten. Auch TPP beinhaltet Klagerechte für Konzerne. Das globalisierungskritische Netzwerk Attac sieht damit seine Forderung auch nach einem sofortigen Stopp der TTIP-Verhandlungen bestätigt. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/009474.html


:: 29. Kolumbien: Soziale Organisationen fordern beidseitigen Waffenstillstand

Zunehmende militärische Bodenoffensiven gegen die FARC, die sich einseitig im Waffenstillstand befindet, gefährden die Friedensgespräche der Regierung mit dieser Guerilla. Diese Besorgnis äußern 130 Organisationen der internationalen Zivilgesellschaft in einem offenen Brief vom 19.11.2015. Sie fordern die kolumbianische Regierung auf zu deeskalierenden Maßnahmen und einem beidseitigen Waffenstillstand sowie zum Schutz der Zivilbevölkerung nach internationalem Humanitärem Völkerrecht. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/009508.html


:: 30. Atom-Rückstellungen: Gabriels Entwarnung hält nur einen Monat

Der Sprecher der Anti-Atom-Organisation .ausgestrahlt, Jochen Stay erklärt, vor wenigen Wochen habe Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel verkündet, die Rückstellungen der Stromkonzerne für die Folgekosten der Atomkraft seien sicher. Eines seiner Argumente: Das Reinvermögen aller AKW-Betreiber betrage zusammen 83 Milliarden Euro. Damit sei selbst die von den Stresstest-Gutachtern für künftige niedrige Verzinsung errechneten Kosten von 77 Milliarden Euro für Abriss der Atomanlagen und Lagerung des strahlenden Mülls finanzierbar. Nach einer Wertberichtigung sei nun Eon 8 Milliarden weniger wert, als im Stresstest berechnet. Die Gelder für Atom-Folgekosten müssten schleunig gesichert werden. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/009485.html

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II. Hinweise

:: Neu erschienen: weltverbunden leben. Jahresbegleiter 2016. Reich-Gottes-Impulse für jeden Tag

Die Jahresbegleiter, zusammengestellt von Claus Petersen im Namen der "Ökumenischen Initiative Reich Gottes - jetzt!", sind eine fortlaufende Reihe. Der Jahresbegleiter 2016 möchte Tag für Tag an die Gegenwart des Reiches Gottes erinnern. Die Texte stammen aus der Bibel und aus Schriften anderer Religionen sowie von Einzelautoren aus verschiedenen Ländern, Kulturen und politischen Zusammenhängen. Basis sind die Jesusworte vom Anbruch des Reiches Gottes. Inhaltlich befassen sich die Texte mit den Reich-Gottes-Themen Gerechtigkeit, Frieden, Gewaltlosigkeit, Bewahrung der Erde und Fragen des Lebensstils. Der Jahresbegleiter eignet sich auch als persönliches Geschenk sowie als Fundgrube einprägsamer Zitate. Er ist im Fenestra-Verlag Wiesbaden-Berlin erschienen (ISBN 978-3-944631-15-8). Verkaufspreis: 11,50 Euro. Er kann über den Buchhandel oder hier bezogen werden: http://www.reich-gottes-jetzt.de/bestellformular

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III. Termine

:: 05./06.12.2015 - Universität Kassel: 22. Friedenspolitische Ratschlag "Wege aus der Kriegslogik"

Zum 22. bundesweiten und internationalen Friedensratschlag laden die AG Friedensforschung, der Bundesausschuss Friedensratschlag und das Kasseler Friedensforum ein. Unter dem Motto "Wege aus der Kriegslogik - für eine neue Friedenspolitik" werden die Teilnehmerinnen und Teilnehmer u. a. über Fluchtursachen, Militärinterventionen, Waffenexporte und friedliche Konfliktlösungen diskutieren. Mehr >>
http://www.friedensratschlag.de/?Startseite:22._Friedenspolitischer_Ratschlag


:: 06.12.2015 - 17:00 Uhr im Theaterhaus Stuttgart: FriedensGala der AnStifter 2015

Der Stuttgarter Friedenspreis der AnStifter geht 2015 an Giuseppina Maria "Giusi" Nicolini, Bürgermeisterin der italienischen Gemeinde Lampedusa und Linosa, die für ihr Engagement für eine humane Flüchtlingspolitik der Europäischen Union ausgezeichnet wird. Die Preisverleihung findet bei der FriedensGala statt. Mehr >>
http://www.die-anstifter.de/stuttgarter-friedenspreis-2015/

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Weitere Termine finden sich u.a.:

:: Netzwerk Friedenskooperative >> http://www.friedenskooperative.de/termine.htm

:: "Aktion Aufschrei - Stoppt den Waffenhandel!" >> http://www.aufschrei-waffenhandel.de/Veranstaltungstermine.69.0.html

:: bewegung.taz.de >> http://bewegung.taz.de/termine

:: Die AnStifter >> https://www.die-anstifter.de/veranstaltungen/

:: Bessere Welt Links. Norbert's Bookmarks für engagierte Leute >> http://www.bessereweltlinks.de/index.php?cat=6108

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Eine Anmerkung in eigener Sache: Da unser Engagement für Gerechtigkeit, Frieden und Ökologie Geld kostet und es keinerlei Zuschüsse gibt, bitten wir um Spenden an unseren Verein. Wir sind durch das Finanzamt Sigmaringen als gemeinnützig und mildtätig anerkannt (letztmals mit Bescheid vom 29.06.2012). Deshalb sind Spenden und Mitgliedsbeiträge steuerabzugsfähig. Eine Spendenbestätigung wird ab 25 € zu Beginn des kommenden Jahres automatisch zugestellt, ansonsten auf Anforderung. ErstspenderInnen bitte unbedingt ihre Anschrift angeben! Danke!!!

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