Date: September 17th 2015

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Liebe Freundinnen und Freunde,

der Schwerpunkt dieses Newsletter ist die Problematik von Flucht, Migration, Asyl und Fluchtursachen. An den Beginn stellen möchte ich ein bewegendes Gedicht von Warsan Shire, die als Tochter somalischer Eltern 1988 in Kenia geboren wurde, in London aufwuchs und heute noch dort lebt.


"Keiner verlässt seine Heimat"

Keiner verlässt seine Heimat
es sei denn sein Heim ist der Schlund eines Hais
du rennst nur zur Grenze
wenn auch die ganze Stadt mit rennt
deine Nachbarn rennen schneller als du
der Atem blutig im Hals
der Junge mit dem du zur Schule gingst
der dich schwindelig küsste
hinter der alten Blechfabrik
hält ein Gewehr größer als er
du verlässt nur die Heimat
wenn deine Heimat dich nicht bleiben lässt
keiner verlässt seine Heimat wenn sie ihn nicht verjagt
Feuer unter den Füssen
heißes Blut im Bauch
du hast noch nie daran gedacht
bis dir die Klinge Drohungen
brennt in den Hals
sogar dann trägst du die Hymne
unhörbar im Atem
zerreißt nur deinen Pass in der Flughafentoilette
schluchzend bei jedem Mundvoll Papier
das dir klar macht du kannst nicht zurück
du musst verstehen
dass keiner
seine Kinder lädt in ein Boot
wenn das Wasser nicht sicherer ist als das Land
keiner verbrennt seine Hände
unter einem Zug
unter einem Wagen
keiner verbringt Tage und Nächte im LKW-Bauch
ernährt sich von Zeitungspapier
wenn nicht die gefahrenen Meilen
mehr bedeuten als nur eine Reise
keiner kriecht unter Zäunen
keiner will geschlagen
bemitleidet werden
keiner wählt Flüchtlingslager
Körpervisiten
die den Körper wund hinterlassen
ein Gefängnis
weil das Gefängnis sicherer ist
als eine brennende Stadt
und ein Nachtwächter besser
als eine Wagenladung
Männer die aussehen wie dein Vater
keiner könnte es ertragen
keiner verdauen
keine Haut wär zäh genug
die
geht nach Hause ihr Schwarzen
Flüchtlinge
dreckigen Einwanderer
Asylanten
die unsere Stadt leersaugen
Nigger mit ausgestreckten Händen
die komisch riechen
Wilde
haben ihr Land versaut
jetzt wollen sie unseres versauen
wie rollen die Worte
die bösen Blicke
euch den Rücken hinunter
vielleicht weil der Schlag sanfter ist
als ein abgerissener Arm
oder die Worte zärtlicher
als vierzehn Männer zwischen
den Beinen
oder die Kränkungen
leichter zu schlucken
als Trümmer
als Knochen
als der Körper deines Kindes
in Stücken
ich will nach Hause
aber zuhause ist im Mund eines Hais
zuhause ist der Lauf eines Gewehrs
und keiner ging aus der Heimat weg
wenn die Heimat ihn nicht verjagte zum Strand
wenn die Heimat dir nicht sagte
aktiviere deine Beine
lass die Sachen zurück
kriech durch die Wüste
wate durchs Meer
versaufe
rette
sei Hunger
bettle
vergiss den Stolz
Überleben ist wichtiger
keiner verlässt die Heimat bis die Heimat ein schwitzendes Wort ist im Ohr
das dir sagt
geh
renn jetzt von mir fort
ich weiß nicht was
ich geworden bin
ich weiß aber dass es überall
sicherer ist als hier.

(Warsan Shire, Übersetzung: Anka Schneider)


Herzliche Grüße

Euer / Ihr Michael Schmid

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Inhaltsübersicht
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I. Artikel

Flucht, Migration, Asyl und Fluchtursachen

:: 01. Wiederholt sich die Geschichte rassistischer Ausgrenzung und Gewalt? Von Hoyerswerda und Rostock-Lichtenhagen führt eine Linie nach Heidenau

:: 02. Massenflucht - Vorboten einer neuzeitlichen Völkerwanderung

:: 03. Könnte es sein, dass die Flüchtlinge und wir die Opfer einer PR-Strategie der CDU-Vorsitzenden/Bundeskanzlerin geworden sind?

:: 04. PRO ASYL kritisiert Maßnahmenpaket der großen Koalition

:: 05. Flüchtlingsdebatte in Brüssel

:: 06. PRO ASYL zur Wiedereinführung der Grenzkontrollen

:: 07. Krieg gegen Flüchtlinge (III)

:: 08. Entwicklungshilfe für Konzerne

:: 09. Flüchtlinge entwickeln

:: 10. Der Flüchtlingsmarsch nach Europa: Um Fluchtursachen zu bekämpfen braucht es eine schnelle Umstellung auf 100% Erneuerbare Energien

Friedensbewegung

:: 11. "Ein guter Mensch, der alle Menschen achtete"

:: 12. Christliche Friedensverbände: Sicherung wirtschaftlicher und machtpolitischer Interessen kann kein Ziel für militärisches Planen und Handeln sein

:: 13. "Krieg gegen Terror" nicht länger unterstützen - Kampfdrohnen ächten

:: 14. Naher und Mittlerer Osten: Flüchtlingen helfen, nicht Feuer mit Öl bekämpfen

Naher und Mittlerer Osten

:: 15. Kurden: Die Welt als Wille

:: 16. Uri Avnery: Die wirkliche Gefahr

:: 17. Uri Avnery: Das Gesicht eines Jungen

Atomkraft / Klimawandel

:: 18. Eon-Chef Teyssen versucht den nächsten Taschenspieler-Trick

:: 19. Besorgniserregende Zahl neuer Schilddrüsenkrebsfälle in Fukushima

:: 20. Das Ende des Ewigen Eises: Werden alle Kohlereserven verbrannt, steigt der Meeresspiegel um mehr als 50 Meter

Leonardo Boff

:: 21. Die Krise des Lebens und der Selbstverwirklichung


II. Hinweise

III. Termine

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I. Artikel

:: 01. Wiederholt sich die Geschichte rassistischer Ausgrenzung und Gewalt? Von Hoyerswerda und Rostock-Lichtenhagen führt eine Linie nach Heidenau

Die jüngsten, teilweise von der NPD angemeldeten Demonstrationen und Gewaltaktionen organisierter Neonazis vor den Flüchtlingsunterkünften in Berlin-Hellersdorf und Heidenau bei Dresden erinnerten stark an die pogromartigen Übergriffe im ebenfalls sächsischen Hoyerswerda (September 1991) und in Rostock-Lichtenhagen (August 1992). Dort griffen rassistisch motivierte Jugendliche und teils zugereiste Rechtsextremisten die Anlaufstellen für Asylbewerber und die Unterkünfte vietnamesischer Vertragsarbeiter unter dem Beifall vieler Anwohner mit Molotowcocktails an. Von Christoph Butterwegge. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/009355.html


:: 02. Massenflucht - Vorboten einer neuzeitlichen Völkerwanderung

Allmählich dämmert es auch den eifrigsten Verfechtern eines kurzen Prozesses mit "Asylbetrügern" und "Wirtschaftsflüchtlingen", dass es nicht damit getan ist, Ressentiments gegen Menschen in Not zu schüren. Denn was wir gerade beobachten können, ist nichts weniger als der Vorabend einer neuzeitlichen Völkerwanderung. Die Hunderttausende, die in unsere Städte und Dörfer strömen, sind nur die Vorhut. Viele Millionen stehen bereit, ihnen nachzufolgen. Der deutsche Innenminister musste deshalb die Jahresprognose für die in Deutschland ankommenden Asylbewerber kurzerhand von 450.000 auf 800.000 nahezu verdoppeln. Von Peter Vonnahme. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/009351.html


:: 03. Könnte es sein, dass die Flüchtlinge und wir die Opfer einer PR-Strategie der CDU-Vorsitzenden/Bundeskanzlerin geworden sind?

Aufgrund meiner früheren Tätigkeit als Leiter der Planungsabteilung Bundeskanzleramt habe ich immer noch Kontakt in die Regierungszentrale. Jetzt ist mir ein Planungspapier vom 4. August 2015 zugespielt worden. Hier also Auszüge aus diesem Papier, das den Ruf unseres Landes und das Image der Bundeskanzlerin Merkel und die Einbettung der Flüchtlingsfrage in ihre PR-Arbeit betrifft. Von Albrecht Müller. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/009386.html


:: 04. PRO ASYL kritisiert Maßnahmenpaket der großen Koalition

PRO ASYL kritisiert das gestern vereinbarte Maßnahmenpaket der großen Koalition scharf. "Die Regierung schaltet mit diesen Beschlüssen von Aufnahme auf Abwehr von Flüchtlingen um", sagte der Geschäftsführer von PRO ASYL, Günter Burkhardt. Das Festhalten an Dublin wird zu menschenrechtswidrigen Zuständen führen. Die Beschlüsse verschärfen zudem die Unterbringungsprobleme und missachten Verfassungsrecht. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/009366.html


:: 05. Flüchtlingsdebatte in Brüssel

PRO ASYL wirft der EU-Kommission und den EU-Staaten eine Politik der kollektiven Realitätsverweigerung vor. "Die Debatte um die Einrichtung von Aufnahmezentren (Hot Spots) an den EU-Außengrenzen sowie Verteilungsquoten und sichere Herkunftsländer trägt irreale Züge", sagt Günter Burkhardt, Geschäftsführer von PRO ASYL. Mit den Plänen der EU-Kommission, die heute in Brüssel vorgestellt werden, droht die Festsetzung tausender Flüchtlinge in den EU-Außengrenzstaaten ohne Schutzperspektive. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/009370.html


:: 06. PRO ASYL zur Wiedereinführung der Grenzkontrollen

Die Wiedereinführung der Grenzkontrollen durch die Bundesregierung erachtet PRO ASYL als Missbrauch von hilfsbedürftigen Flüchtlingen zur Durchsetzung politischer Interessen. "Die Flüchtlinge werden von Deutschland behandelt wie die Bauern auf dem Schachfeld der Mächtigen", sagt Günter Burkhardt, Geschäftsführer von PRO ASYL. Deutschland möchte offensichtlich Druck auf die anderen EU-Mitgliedstaaten ausüben. Grenzkontrollen werden die Flucht der Menschen nicht verhindern. Aber sie werden das Leid der Flüchtlinge vergrößern, sie auf längere Wege in der anbrechenden Kälte durch Europa verweisen. Neue Profitmöglichkeiten für Schlepper werden geschaffen. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/009379.html


:: 07. Krieg gegen Flüchtlinge (III)

Die Bundesregierung bereitet die Anwendung militärischer Gewalt gegen Fluchthelfer im Mittelmeer vor. Dies berichten deutsche Medien. Demnach arbeiten Auswärtiges Amt und Verteidigungsministerium an einer parlamentarischen Beschlussvorlage, die die deutsche Kriegsmarine zu bewaffneten Aktionen gegen Schleuserboote im Rahmen der EU-Militäroperation EUNAVFOR MED ermächtigen soll. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/009368.html


:: 08. Entwicklungshilfe für Konzerne

Anlässlich der heutigen Ausstrahlung des Berichts "Hungrig nach Profit: Wem dient die deutsche Entwicklungshilfe?" der WDR-Sendereihe die story sieht die Menschenrechtsorganisation FIAN Handlungsbedarf beim Entwicklungsministerium. Die Menschenrechtsorganisation kritisiert die boomende Kooperation mit Agrarkonzernen. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/009365.html


:: 09. Flüchtlinge entwickeln

Die Vertreibung von Millionen Kleinbauern bei der Transformation der afrikanischen Landwirtschaft nach westlichen Konzepten droht zahlreiche Menschen zur Flucht nach Europa zu veranlassen. Dies erklärt das Berliner "World Food Institute" in einer aktuellen Untersuchung über die Folgen der westlichen, insbesondere auch der deutschen Entwicklungspolitik in Afrika. Diese wirke sich mit ihrer Orientierung an den Profitinteressen von Agrarunternehmen "als Brandbeschleuniger für die Flüchtlingsströme nach Europa" aus, heißt es in der Studie, die langfristig bis zu 400 Millionen afrikanische Kleinbauern bedroht sieht und schon mittelfristig die Entwurzelung von mehr als 100 Millionen Kleinbauern für möglich hält. Die Bundesregierung sei dafür mitverantwortlich. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/009373.html


:: 10. Der Flüchtlingsmarsch nach Europa: Um Fluchtursachen zu bekämpfen braucht es eine schnelle Umstellung auf 100% Erneuerbare Energien

Europa und Deutschland werden seit Monaten von einem steil anschwellenden Flüchtlingsstrom erfasst. Viele Menschen sind über die Heftigkeit überrascht. Dabei ist die heutige Flüchtlingswelle nur die logische Folge einer unzulänglichen jahrzehntelangen Politik, die die Fluchtursachen nicht in den Mittelpunkt einer vorsorgenden Politik stellte. Im Gegenteil, das globale Erdölwirtschaftssystem, also die gesamte fossil-atomare Weltwirtschaft wird bis heute massiv gestützt, mit weiteren Subventionen, Korruption, Finanz-Investitionen und einer vielfachen Agitation gegen ein schnelles Wachstum der Erneuerbaren Energien. Von Hans-Josef Fell. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/009380.html


:: 11. "Ein guter Mensch, der alle Menschen achtete"

Der Regionalforscher Hartmut Hosenfeld hat 2013 ein Buch über Gabriel Gerhard Stern (1913-1983) aus Attendorn vorgelegt, erschienen als Band V der Reihe "Jüdisches Leben im Kreis Olpe". Diese Biographie ist jedoch keineswegs nur ein Beitrag zur heimatlichen Erinnerungskultur im südlichen Westfalen. Gabriel (Gerhard) Stern gehörte nämlich noch vor Gründung des Staates Israel zu einem Kreis von Einwanderern in Palästina, der sich entschieden für eine friedliche Verständigung zwischen Arabern und Juden einsetzte. Der große Philosoph Martin Buber war für ihn Lehrer und Vorbild. Von Peter Bürger. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/009363.html


:: 12. Christliche Friedensverbände: Sicherung wirtschaftlicher und machtpolitischer Interessen kann kein Ziel für militärisches Planen und Handeln sein

Die katholische Friedensbewegung pax christi und die evangelische Aktionsgemeinschaft Dienst für den Frieden (AGDF) haben die deutschen Bischöfe und Kirchenleitungen aufgefordert, im Zusammenhang mit der Erarbeitung des neuen Weißbuches der Bundeswehr deutlich zu machen, dass die Sicherung wirtschaftlicher und machtpolitischer, geostrategischer Interessen keine Zielvorgabe für militärisches Planen und Handeln sein kann. Stattdessen sollten sich die christlichen Kirchen gegenüber der Bundesregierung dafür einsetzen, dass die Interessen der Armen und Elenden in den Blickpunkt deutscher Außen- und Sicherheitspolitik genommen werden. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/009360.html


:: 13. "Krieg gegen Terror" nicht länger unterstützen - Kampfdrohnen ächten

Die ärztliche Friedensorganisation IPPNW fordert ein Ende von Kampfdrohneneinsätzen und insbesondere ein Ende ihrer Koordinierung und Steuerung in Deutschland. Die AFRICOM-Zentrale (Regionalkommando der US-Streitkräfte für Afrika) in Stuttgart und der US- und NATO-Militärstützpunkt Ramstein sind wichtige Strukturen für die Kriegsführung mit Drohnen. Die Bundesregierung muss sich kritisch mit ihrer Nutzung im Rahmen des Truppenstatus Abkommens (NATO Status of Forces Agreement) auseinandersetzen, mit dem Ziel, die Duldung bzw. Unterstützung der Kampfdrohneneinsätze zu beenden. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/009371.html


:: 14. Naher und Mittlerer Osten: Flüchtlingen helfen, nicht Feuer mit Öl bekämpfen

Im Zusammenhang mit der Diskussion um die Hunderttausende Flüchtlinge aus Syrien, Irak und Afghanistan, die derzeit nach Europa kommen, wird immer wieder gefragt, warum 'der Westen so wenig gegen die Terror-Miliz IS unternehme', so Wolfgang Ischinger. Die Frage und auch die Warnungen davor, dass sich die Lage in der gesamten Region weiter dramatisch verschlimmern könnte, sind in den Augen des Bund für Soziale Verteidigung (BSV) berechtigt. Er begrüßt auch die Forderung nach einer 'diplomatischen Großoffensive' und nach einer Zusammenarbeit sowohl mit der russischen wie mit der iranischen Regierung, um die Konflikte in der Region konstruktiv zu bearbeiten. Aber einen Teil der Folgerungen, die Ischinger daraus zieht, hält er für grundfalsch. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/009384.html


:: 15. Kurden: Die Welt als Wille

Skrupellosigkeit als Raison d'Être - wie sich die USA eines ehemaligen Schutzbefohlenen entledigen und zum pragmatischen Schulterschluss mit Tayyip Erdogan übergehen. Von Lutz Herden. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/009382.html


:: 16. Uri Avnery: Die wirkliche Gefahr

Ich habe Angst. Ich schäme mich nicht, es zuzugeben: Ich habe Angst. Ich habe Angst vor der Bewegung Islamischer Staat, alias ISIS, alias Daesh. Diese Bewegung ist die einzige reale Gefahr, die Israel droht, die der Welt droht, die mir droht. Diejenigen, die diese Gefahr heute mit Gleichmut, ja sogar mit Gleichgültigkeit behandeln, werden das noch bereuen. Von Uri Avnery. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/009372.html


:: 17. Uri Avnery: Das Gesicht eines Jungen

Die Verbrechen von Napoleons Besatzungsarmee in Spanien wurden nicht fotografiert. Die Fotografie war noch nicht erfunden. Die tapferen Kämpfer gegen die Besetzung mussten sich mit Francisco Goyas unvergänglicher Kunst seiner Gemälde vom Widerstand begnügen. Die Partisanen und Untergrundkämpfer gegen die deutsche Besetzung ihrer Länder im Zweiten Weltkrieg hatten keine Zeit, Fotos aufzunehmen. Nicht einmal der heldenhafte Aufstand des jüdischen Ghettos in Warschau wurde von denen, die daran teilnahmen, gefilmt. Die Deutschen filmten ihre Gräueltaten selbst und, da sie nun einmal Deutsche waren, katalogisierten sie sie ordentlich und bewahrten sie gut auf. Inzwischen ist das Fotografieren zum Allgemeingut geworden. Von Uri Avnery. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/009361.html


:: 18. Eon-Chef Teyssen versucht den nächsten Taschenspieler-Trick

Die Atomkraftwerke bleiben vorerst bei Eon. Doch in den kommenden Verhandlungen mit der Bundesregierung wird das Unternehmen erneut versuchen, seine Zahlungsverpflichtungen zu reduzieren. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/009369.html


:: 19. Besorgniserregende Zahl neuer Schilddrüsenkrebsfälle in Fukushima

Die neuesten Daten der Schilddrüsenuntersuchungen in Fukushima bestätigen einen besorgniserregenden Anstieg der Neuerkrankungen von Schilddrüsenkrebs bei Kindern. Insgesamt mussten bereits 104 Kinder wegen metastasierten oder stark wachsenden Krebsgeschwüren in ihren Schilddrüsen operiert werden, bei weiteren 33 besteht weiter akuter Krebsverdacht. Da mittlerweile knapp 154.000 Kinder zwei Jahre nach ihrer Erstuntersuchung reevaluiert und mindestens 6 neue Fälle gefunden wurden, kann nun auch eine Aussage zur Neuerkrankungsrate gemacht werden. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/009376.html


:: 20. Das Ende des Ewigen Eises: Werden alle Kohlereserven verbrannt, steigt der Meeresspiegel um mehr als 50 Meter

Würden alle weltweit verfügbaren fossilen Ressourcen von Kohle, Öl und Gas verbrannt, könnte das ein vollständiges Abschmelzen der antarktischen Eisdecke verursachen. Das zeigt eine neue Studie, die jetzt in Science Advances veröffentlicht wurde. Das Eis der Antarktis hält Wassermassen, die einem Meeresspiegelanstieg von mehr als 50 Metern entsprechen. Neue Berechnungen zeigen, dass der langfristige Beitrag der Antarktis zum Meeresspiegelanstieg auf einige - vielleicht noch handhabbare - Meter beschränkt werden könnte, wenn die globale Erwärmung die zwei Grad Schwelle nicht überschreitet. Jenseits dieser Schwelle würden sich jedoch sowohl die West- als auch die Ostantarktis langfristig destabilisieren - und die Küstenregionen der Welt durch den Anstieg des Meeresspiegels noch auf Jahrtausende verändern. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/009381.html


:: 21. Leonardo Boff: Die Krise des Lebens und der Selbstverwirklichung

Von Krise spricht man im Allgemeinen nur als von der Krise der Krise; der Krise der Erde und der Krise des Lebens, das vom Verschwinden bedroht ist, wie Papst Franziskus in seiner Enzyklika über die "Sorge für das Gemeinsame Haus" aufzeigt. Doch alles im Leben ist von Krise gekennzeichnet: die Krise der Geburt, der Jugend, der Wahl des Lebenspartners, der Berufswahl, des Mittagsdämons, wie Freud die Midlife-Crisis der Menschen in ihren 40er Jahren bezeichnet, wenn uns bewusst wird, dass wir schon den Gipfel erreicht haben und im Abstieg begriffen sind. Und schließlich die große Krise des Todes, wenn wir von Zeit zu Ewigkeit schreiten. Von Leonardo Boff. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/009377.html

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II. Hinweise

:: Der ARD-Themenabend zum "Waffenhandel" am Mittwoch, den 23. September

20:15 Uhr: "Meister des Todes", Spielfilm von Daniel Harrich (diwafilm)
21:45 Uhr: "Tödliche Exporte. Wie das G36 nach Mexiko kam",
30-minütige TV-Dokumentation von Daniel Harrich; Redaktion: Thomas Reutter (SWR), Claudia Gladziewski (BR) (TV-Doku 30 Minuten)
23:25 Uhr SWR: "Waffen für den Drogenkrieg", 60-minütige TV-Dokumentation zu den G36-Gewehrexporten nach Mexiko
Mehr >>
http://www.daserste.de/unterhaltung/film/themenabend-waffenexporte/index.html
http://www.juergengraesslin.com/


:: Ressourcengerechtigkeit - Auf der Suche nach einer anderen Rohstoffpolitik

Sie verfügen über riesige Ressourcenvorkommen, doch die Mehrheit der Menschen lebt in bitterer Armut: Warum profitieren so wenige rohstoffexportierende Länder des globalen Südens von ihren natürlichen Reichtümern? Warum müssen sie im Gegenteil die Folgekosten des Abbaus und oft auch Menschrechtsverletzungen in Kauf nehmen? Was sich ändern muss und wie jeder und jede Einzelne dabei aktiv werden kann, kann im neuen Südlink nachgelesen werden. Direkt zum Dossier >>
http://www.inkota.de/index.php


:: Dossier: Flucht und Migration

Spätestens seit im April 2015 innerhalb von acht Tagen schätzungsweise 1.600 Menschen auf dem Weg von Libyen nach Europa im Mittelmeer ertrunken sind, steht die Flüchtlingspolitik der Europäischen Union massiv in der Kritik. In einem Dossier begleitet die Heinrich-Böll-Stiftung die Debatte über notwendige Reformen. Mehr >>
http://www.boell.de/de/dossier-flucht-asyl


:: Aktuell: Lebenshaus-Rundbrief Nr. 86

Schwerpunkt im gerade erschienene Lebenshaus-Rundbrief Nr. 86 ist wieder das äußerst aktuelle Thema Flucht und Migration. Uns dabei besonders wichtig sind Hintergrundartikel zu Fluchtursachen. In einem Gespräch mit Prof. Dr. Arian Schiffer-Nasserie geht es u.a. um die Frage: "Sind tote Flüchtlinge unvermeidlich für unseren Wohlstand?" In weiteren Artikeln werden Freihandelsabkommen kritisiert, die Afrika seiner Chance berauben und um neue Flüchtlingsströme als Folge falscher Flüchtlingspolitik. Katrin Warnatzsch berichtet über unmittelbare Unterstützung von Flüchtlingen, Migrantinnen und Migranten vor Ort. Der Rundbrief kann bei Lebenshaus Schwäbische Alb kostenlos bestellt oder hier heruntergeladen werden >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/media/pdf/rundbrief86.pdf

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III. Termine

:: 17.10.2015 - 10:00 bis 18:30 Uhr im evang. Gemeindehaus in Gammertingen: Tagung 2015: "We shall overcome!" Gewaltfrei aktiv für die Vision einer Welt ohne Gewalt und Unrecht. Drei biografische Zugänge

Nachdem die Tagungen "'We shall overcome!' Gewaltfrei aktiv für die Vision einer Welt ohne Gewalt und Unrecht. Drei biographische Zugänge" von "Lebenshaus Schwäbische Alb - Gemeinschaft für soziale Gerechtigkeit, Frieden und Ökologie" in den vergangenen beiden Jahren auf großes Interesse und eine sehr positive Resonanz gestoßen sind, veranstalten wir erneut eine Tagung. Dieses Mal mit Ute Finckh-Krämer, Jochen Stay und Heinz Rothenpieler als den Hauptreferierenden. In Kombination dazu besteht die Möglichkeit zur Teilnahme an einem Konzert mit Thomas Felder sowie am 18. Oktober an einer Veranstaltung "Auf den Spuren der gewaltfreien Aktionen gegen Atomwaffen" Großengstingen. Mehr >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/aktionen/009223.html


:: 17.10.2015 - 20:00 Uhr im evang. Gemeindehaus in Gammertingen: „von wegen“ - Konzert mit Thomas Felder

Im Anschluss an seine Tagung veranstaltet Lebenshaus Schwäbische Alb ein Konzert mit Thomas Felder. Thomas Felder gilt als "Inbegriff eines schwäbischen Dichtersängers" (der nebenbei auch Deutsch und Englisch singt). Als Eulenspiegel unserer Tage jongliert er mit der Sprache auf der Suche nach Hintersinn – ernst und heiter, mit Witz und Ironie. Seine Lieder atmen spirituell-bildreiche Poesie, die Staunen macht, aber auch Raum lässt für eigene Interpretation. Neben Gitarre, Mundharmonika und Klavier fetzt er rasende Läufe aus der Drehleier, bezaubert mit dem exotischen Bambussax und verwebt Musik&Wort auf seinem Hauptinstrument, der Stimme, zu einem Gesamtkunstwerk aus Folk-, Blues-, Jazz-, Klassik- und surrealen Dada-Elementen. Mehr >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/aktionen/009233.html


:: 18.10.2015 - 10:00 bis 16:00 Uhr in Großengstingen: "Auf den Spuren der gewaltfreien Aktionen gegen Atomwaffen"

Im August 1982 wurde eine Woche lang das Atomwaffenlager bei Großengstingen auf der Schwäbischen Alb blockiert. Rund 750 Menschen beteiligten sich an dieser gewaltfreien Aktion, mehrere hundert von ihnen bekamen Strafbefehle, jahrelang folgten Gerichtsprozesse. Diese Blockadeaktion war ein Meilenstein in der Geschichte der westdeutschen Friedensbewegung. Denn damals wurde massenhaft gewaltfreier Widerstand gegen die "Nachrüstung" aus- und ziviler Ungehorsam eingeübt. Mit einem Programm rund um die ehemalige Kaserne und im früheren Atomwaffendepot soll an die gewaltfreien Aktionen erinnert werden. Mehr >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/aktionen/009232.html

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Weitere Termine finden sich u.a.:

:: Netzwerk Friedenskooperative >> http://www.friedenskooperative.de/termine.htm

:: "Aktion Aufschrei - Stoppt den Waffenhandel!" >> http://www.aufschrei-waffenhandel.de/Veranstaltungstermine.69.0.html

:: bewegung.taz.de >> http://bewegung.taz.de/termine

:: Die AnStifter >> https://www.die-anstifter.de/veranstaltungen/

:: Bessere Welt Links. Norbert's Bookmarks für engagierte Leute >> http://www.bessereweltlinks.de/index.php?cat=6108

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Eine Anmerkung in eigener Sache: Da unser Engagement für Gerechtigkeit, Frieden und Ökologie Geld kostet und es keinerlei Zuschüsse gibt, bitten wir um Spenden an unseren Verein. Wir sind durch das Finanzamt Sigmaringen als gemeinnützig und mildtätig anerkannt (letztmals mit Bescheid vom 29.06.2012). Deshalb sind Spenden und Mitgliedsbeiträge steuerabzugsfähig. Eine Spendenbestätigung wird ab 25 € zu Beginn des kommenden Jahres automatisch zugestellt, ansonsten auf Anforderung. ErstspenderInnen bitte unbedingt ihre Anschrift angeben! Danke!!!

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