Date: August 28th 2015

==== Lebenshaus-Newsletter ===============================================

Liebe Freundinnen und Freunde,

an den Anfang des heutigen Newsletters möchte ich den Text "Mein Beitrag" des Schriftstellers Ulrich Schaffer stellen.

Mein Beitrag

Ich kämpfe für die Unterdrückten
hier und in fernen Ländern,
die im Schatten der Gewaltigen leben
und deren Spielbälle sind.
Ich fange bei mir an,
indem ich mich nicht hilflos sehe
gegen die Tyrannen und die Konzerne der Welt,
gegen die sanfte oder harte Ausbeutung.

Wo ich einem einzigen Menschen vermittle,
dass er wertvoll ist, da arbeite ich mit
an der Reduzierung der Unterdrückung.
Wo ich auch nur für einen Menschen
eine Möglichkeit schaffe, einer inneren
oder äußeren Gefangenschaft zu entgehen,
da schaffe ich Wege aus der Ausweglosigkeit.

Ob sich meine Liebe
im Boykottieren von Produkten
oder in Straßendemonstrationen,
in politischen Aktionen
oder im Unterschreiben von Schriftstücken,
in stillen Gesprächen
oder Mut machenden Gesten ausdrücken soll,
wird mir die Liebe zeigen.
Ich werde meinen Beitrag finden,
wenn ich suche.

Ulrich Schaffer


Herzliche Grüße

Euer / Ihr Michael Schmid

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Inhaltsübersicht
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I. Artikel

Atomwaffen

:: 01. 70 Jahre Hiroshima und Nagasaki: Endlich diese die Menschheit bedrohende Atomwaffe abschaffen

:: 02. Ukraine-Konflikt führt die Welt an den Rand eines Atomkrieges

Flucht / Asyl / Rassismus

:: 03. STIFTUNG PRO ASYL: André Shepherd erhält Menschenrechtspreis

:: 04. Auf die Flucht getrieben (III)

:: 05. Auf die Flucht getrieben (IV)

:: 06. Kriegsflüchtlinge? Wirtschaftsflüchtlinge?

:: 07. Afrikas Flüchtlinge, Afrikas Probleme und unsere Verantwortung

:: 08. Neue Flüchtlingsströme: Folge falscher Entwicklungspolitik

:: 09. Unionspolitiker fordern Leistungskürzungen bei Flüchtlingen

:: 10. Rassismus macht krank - Medizin gegen Ausländerhass

Naher Osten

:: 11. Uri Avnery: Jüdische Terroristen

:: 12. Uri Avnery: Der Zauberlehrling

:: 13. Partiot-Exit: Fuß in der syrischen Tür

:: 14. USA/Russland: Burgfrieden gegen IS-Krieger

USA

:: 15. Sommerdrama: Selbst die Bibel muss herhalten

Rüstung und Rüstungsexporte

:: 16. Landminen für Saudi-Arabien

:: 17. Universal Soldier: Tötungsmaschinen, selbstgesteuert

:: 18. Große Beschaffungskoalition

China

:: 19. Viele werden alles verlieren

Ökologie

:: 20. Dekarbonisierung braucht einen Masterplan

:: 21. Papst appelliert an das "ökologische Gewissen" aller

:: 22. Wider besseres Wissen - Japan kehrt gegen den Willen der Bevölkerung zur Atomkraft zurück

:: 23. Gegen Widerstände der lokalen Bevölkerung weitet Brasilien Uranabbau nach Ceará aus


II. Hinweise

III. Termine

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I. Artikel

:: 01. 70 Jahre Hiroshima und Nagasaki: Endlich diese die Menschheit bedrohende Atomwaffe abschaffen

Anlässlich des 70. Jahrestags der Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki fordert der Bund für Soziale Verteidigung (BSV), dass Deutschland der "Humanitären Verpflichtung", Atomwaffen zu ächten und abzuschaffen, beitritt. In der 2014 u.a von Österreich initiierten Verpflichtungserklärung heißt es: "...das Risiko von Atomwaffen mit ihren unannehmbaren Folgen kann nur vermieden werden, wenn alle Atomwaffen abgeschafft sind". Die Regierungen der unterzeichnenden Staaten versprechen, "zusammenzuarbeiten, um Atomwaffen zu stigmatisieren, zu verbieten und abzuschaffen". Inzwischen haben sich 112 Staaten der Erklärung angeschlossen. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/009325.html


:: 02. Ukraine-Konflikt führt die Welt an den Rand eines Atomkrieges

Die IPPNW-Präsidenten Ira Helfand (USA) und Vladimir Garkavenko (Russland) haben sich in einem eindringlichen Appell an die Präsidenten der USA und Russlands, Barack Obama und Wladimir Putin, gewandt. Sie fordern die Politiker auf, die Führung zu übernehmen und die gefährliche Situation im Ukrainekrieg zu entschärfen. Beide Staaten müssten klar stellen, dass der Konflikt eine Anwendung von Atomwaffen nicht rechtfertige. Sowohl die USA als auch Russland haben Atomwaffen in der Region stationiert. Beide Staaten planen Manöver in der Region, die atomare Systeme miteinbeziehen. Die Bereitstellung und der potentielle Einsatz dieser Waffen seien eine Gefahr für den Weltfrieden. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/009337.html


:: 03. STIFTUNG PRO ASYL: André Shepherd erhält Menschenrechtspreis

André Shepherd entzog sich seinem Dienst in der US-Armee, um nicht nochmals im Irak-Krieg eingesetzt zu werden, und stellte 2008 in Deutschland einen Asylantrag - der abgelehnt wurde. Seither klagt er sich durch deutsche und europäische Instanzen, um auch über seinen Fall hinaus klarzustellen, dass alle Soldaten, die sich durch Desertion völkerrechtswidrigen Handlungen entziehen, ein Anrecht auf Schutz haben. Dafür erhält er den Menschenrechtspreis der STIFTUNG PRO ASYL. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/009348.html


:: 04. Auf die Flucht getrieben (III)

In drei der fünf Länder mit den höchsten Flüchtlingszahlen weltweit hat die Bundesregierung aktiv zur Entstehung der Fluchtursachen beigetragen. Dies zeigt eine Erhebung des UNHCR. Demnach war Syrien Ende 2014 das Herkunftsland der höchsten Zahl an Flüchtlingen überhaupt, gefolgt von Afghanistan. In Syrien hat der Westen den Bürgerkrieg, vor dem immer mehr Menschen fliehen, seit Mitte 2011 massiv befeuert; in Afghanistan hat er bereits in den 1980er Jahren die Totalzerstörung der gesellschaftlichen Strukturen gefördert, die bis heute zahllose Menschen aus dem Lande treibt. Südsudan, Nummer fünf in der UNHCR-Statistik der wichtigsten Herkunftsländer von Flüchtlingen, ist 2011 auf Druck des Westens zu einem eigenen Staat geworden - aus geostrategischen Motiven, und dies trotz Warnungen von Beobachtern, die Abspaltung werde die Spannungen im Land unweigerlich anheizen und womöglich in einen neuen Bürgerkrieg führen. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/009326.html


:: 05. Auf die Flucht getrieben (IV)

Deutschland trägt maßgebliche Mitverantwortung für die Ursachen der Flucht zehntausender Menschen aus dem Kosovo. Dies belegt eine Analyse der Entwicklung in dem Sezessionsgebiet seit dem NATO-Überfall im Jahr 1999, dessen Vorbereitung unter führender Mitwirkung der Bundesrepublik geschah. Auch die anschließende Besatzung des Kosovo haben deutsche Politiker in leitenden Positionen mitgestaltet. Dabei haben sie geholfen, Kommandeure und Kämpfer der Mafiamiliz UÇK in Priština an die Macht zu bringen, unter deren Herrschaft sich international scharf kritisierte soziale Verhältnisse herausgebildet haben. Die Armut grassiert; rund ein Sechstel aller Kinder leidet wegen Mangelernährung an Wachstumsstörungen - nach ungefähr 16 Jahren von NATO und EU geführter Besatzung, die maßgeblich von Berlin mitgestaltet wurde. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/009333.html


:: 06. Kriegsflüchtlinge? Wirtschaftsflüchtlinge?

Bis Ende Juni dieses Jahres gab es bereits 179.000 Asylanträge. Grund sind Militärinterventionen, oft vom Westen mitverschuldete Bürgerkriege (in Afghanistan oder Syrien) und islamistischer Terror als Folge der Unfähigkeit der säkularen Kräfte und des Westens. Weiter blickende Zeitgenossen argumentieren, man müsse die Zustände in den Herkunftsländern ändern. Man müsse, so fordert dagegen immer öfter die Politik, erst einmal die "richtigen" Flüchtlinge von den missbräuchlichen, den Wirtschaftsflüchtlingen trennen. Am Beispiel Afrika lässt sich zeigen, dass die Wirtschaftspolitik, die die EU (nicht nur) dort betreibt, den Unterschied zwischen Kriegs- und Wirtschaftsflüchtlingen bald einmal obsolet machen wird, weil sie den Menschen die Existenzgrundlagen entzieht und ihnen gar keine Wahl als die Flucht ins vermeintlich gelobte Land Europa lässt. Von Jochen Kelter. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/009328.html


:: 07. Afrikas Flüchtlinge, Afrikas Probleme und unsere Verantwortung

Sie treiben in Pirogen im Atlantik, ertrinken vor Lampedusa, werden vor Ceuta von EU-Grenzschützern abgeschossen und schaffen es manchmal sogar in die gelobten Länder des Nordens, wo sie entweder als illegale Billigarbeiter ausgebeutet oder gleich wieder abgeschoben werden - die Rede ist von schwarzafrikanischen Flüchtlingen, die hierzulande meist despektierlich als "Wirtschaftsflüchtlinge" bezeichnet werden. Obgleich die öffentliche Debatte über schwarzafrikanische Flüchtlinge geradezu hysterisch geführt wird, wird außer oberflächlichen Halbwahrheiten nur sehr wenig über die Gründe des Massenexodus geschrieben und gesendet. Liegt das daran, dass die Gründe äußert komplex sind? Oder daran, dass "wir", also der globale Norden, einen gehörigen Teil Mitverantwortung für die hoffnungslose Situation tragen? Von Jens Berger. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/009346.html


:: 08. Neue Flüchtlingsströme: Folge falscher Entwicklungspolitik

Die aktuelle Entwicklungspolitik der Bundesregierung im Rahmen der "New Alliance for Food Security and Nutrition" droht die Flüchtlingsströme aus Afrika massiv zu verstärken. Hierauf macht das Institut für Welternährung - World Food Institute e. V. (IWE) in einem Brief an Bundeskanzlerin Angela Merkel und die Minister Gerd Müller und Christian Schmidt aufmerksam. Eine aktuelle Analyse des Instituts kommt zu dem Schluss, dass diese Politik auf einen massiven Strukturwandel der Landwirtschaft nach europäisch-amerikanischem Vorbild hinausläuft und damit den größten Teil der Kleinbauern Afrikas seiner landwirtschaftlichen Existenzen berauben könnte. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/009340.html


:: 09. Unionspolitiker fordern Leistungskürzungen bei Flüchtlingen

Unionspolitiker wollen Flüchtlinge aus den Westbalkanstaaten mit Leistungskürzungen abschrecken. Die Vorschläge sind nicht nur gefährliche Stimmungsmache, sondern ein Angriff auf die Menschenwürde und eine klare Missachtung verfassungsrechtlicher Vorgaben. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/009338.html


:: 10. Rassismus macht krank - Medizin gegen Ausländerhass

Die Ärzte in sozialer Verantwortung (IPPNW) setzen sich für eine vielfältige Gesellschaft ein, die Schutz, Entfaltungsmöglichkeiten und Gerechtigkeit bietet. Wir verurteilen jegliche Form von rassistisch motivieren Handlungen. Wir fordern die Menschen in Deutschland auf, sich mit Geflüchteten zu solidarisieren. Einsatz für Flüchtlinge ist Friedensarbeit und Menschenrechtsarbeit. Kaum jemand verlässt einfach so seine Familie, sein Zuhause, seine Freunde, sein gewohntes Umfeld, um sich auf eine lebensgefährliche Reise zu begeben, auf der es keinen Schutz und keine Garantien gibt. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/009344.html


:: 11. Uri Avnery: Jüdische Terroristen

Einige meiner besten Freunde verlangen, dass ich einen Artikel schreibe, in dem ich die "Verwaltungshaft" jüdischer Terroristen bedingungslos verurteile. Drei als Terroristen Verdächtigte wurden schon dementsprechend verhaftet. Sie sind Mitglieder einer Gruppe, die den Lehren Rabbi Meir Kahanes folgt. Kahane war ein amerikanischer Rabbi, der in dieses Land kam und eine Gruppe bildete, die der Oberste Gerichtshof als rassistisch und antidemokratisch einstufte. Sie wurde verboten. Kahane wurde später in den USA von einem Araber ermordet. Eine Gruppe seiner Anhänger ist jetzt in Israel im Untergrund aktiv. Von Uri Avnery. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/009335.html


:: 12. Uri Avnery: Der Zauberlehrling

Man kann es sich aussuchen: Benjamin Netanjahu ist entweder unglaublich schlau oder unglaublich dumm. Nehmen wir einmal die Iranpolitik. Tatsächlich haben wir keine große Auswahl. Netanjahu hat keine andre Politik. Nach ihm stellt der Iran für Israel eine tödliche Gefahr dar. Wenn er eine Atombombe bekommt, was Gott verhüten möge, dann wird er sie benutzen, um Israel zu vernichten. Das muss mit allen Mitteln verhindert werden, vorzugsweise durch eine bewaffnete Intervention Amerikas. Das mag zwar falsch sein (wie ich glaube), aber es ist logisch. Von Uri Avnery. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/009343.html


:: 13. Partiot-Exit: Fuß in der syrischen Tür

Die Regierung Merkel will die Bundeswehr aus der Türkei abziehen. Sie hätte es längst tun sollen, anstatt Tayyip Erdogan bei seiner abenteuerlichen Politik beizustehen. Von Lutz Herden. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/009342.html


:: 14. USA/Russland: Burgfrieden gegen IS-Krieger

Eine Entkrampfung im Verhältnis zwischen Moskau und Washington könnte der Syrien-Diplomatie zugute kommen und die Rückkehr in einen Verhandlungsmodus befördern. Von Lutz Herden. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/009334.html


:: 15. Sommerdrama: Selbst die Bibel muss herhalten

Für höllischen Lärm und für verqualmte Talkshows sorgt der Aufruhr gegen die Iran-Politik Barack Obamas. Doch der US-Präsident hat bessere Karten. Er muss nur aufpassen, dass ihm die eigenen Leute aus der Demokratischen Partei nicht davonlaufen. Also lädt er trotz Sommerhitze Parteifreunde zum Golfen ein. Von Konrad Ege. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/009332.html


:: 16. Landminen für Saudi-Arabien

Das Königreich Saudi-Arabien plant den Kauf einer gewaltigen Munitionsmenge in den USA. Das saudische Heer hat nach Angaben der Washingtoner Defense Security Cooperation Agency von Ende Juli um eine Möglichkeit nachgesucht, Munition im Wert von etwa 500 Millionen US-Dollar zu kaufen. Von Otfried Nassauer. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/009330.html


:: 17. Universal Soldier: Tötungsmaschinen, selbstgesteuert

In einem offenen Brief warnen Wissenschaftler und Technik-Experten davor, Kriegsroboter zu entwickeln. Von Michael Schulze von Glaßer. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/009329.html


:: 18. Große Beschaffungskoalition

Der Verteidigungsetat als Kampfzone: Immer wieder werden Projekte geplant, obwohl der Nutzen nachrangig zu sein scheint. Von Otfried Nassauer. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/009347.html


:: 19. China: Viele werden alles verlieren

Der Börsencrash zerstört den Traum vom steuerbaren Kapitalismus in der Volksrepublik. Die Weltkonjunktur verliert ihren Stoßdämpfer. Von Michael Krätke. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/009349.html


:: 20. Dekarbonisierung braucht einen Masterplan

Für das Klimaziel reichen Marktinstrumente nicht. Der Staatenbund muss das Angebot und den Verbrauch kontrollieren. Von Mohssen Massarrat. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/009331.html


:: 21. Papst appelliert an das "ökologische Gewissen" aller

Der Papst will das "ökologische Gewissen" aller Christen schärfen und führt ab 1. September 2015 einen jährlichen "Weltgebetstag für die Schöpfung" ein. Diese Idee übernimmt er von seinem Freund, dem orthodoxen Metropolit von Pergamon, Johann Zizioulas. Dieser hatte bei der Vorstellung der päpstlichen Öko-Enzyklika "Laudato si" gesagt, alle Kirchen hätten die Pflicht, ihre Stimme für die Umwelt zu erheben. Zu einem ökologischen Gewissen gehöre die Beziehung zu Gott und damit das Gebet für die Umwelt. Von Franz Alt. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/009336.html


:: 22. Wider besseres Wissen - Japan kehrt gegen den Willen der Bevölkerung zur Atomkraft zurück

Die Ärzteorganisation IPPNW sieht mit großer Sorge, dass in Japan - mehr als vier Jahre nach Beginn der Atomkatastrophe von Fukushima - der erste Atomreaktor wieder ans Netz geht. Eine Energiewende hin zu erneuerbaren Energieformen wäre für den sonnen- und windreichen Inselstaat naheliegend, zumal einige der führenden Wind- und Solarenergieunternehmen der Welt in Japan sitzen. Auch Geothermie- und Energieeffizienzmaßnahmen sind in Japan relativ unkompliziert umzusetzen, wie Studien immer wieder gezeigt haben. Doch auch in Japan hat die Atomindustrie, das sogenannte "Nukleare Dorf", großen politischen Einfluss bis hin in die Regierung und so verfolgt Ministerpräsident Shinzo Abe allen Umfragen und Empfehlungen zum Trotz unbeirrbar die Rückkehr zur Atomkraft und bremst so die japanische Energiewende aus. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/009339.html


:: 23. Gegen Widerstände der lokalen Bevölkerung weitet Brasilien Uranabbau nach Ceará aus

Wenn es um Uranabbau und den anschließenden Verarbeitungsprozess des Uranerzkonzentrates "Yellow Cake" geht, verbinden uns überall auf der Welt, sei es im Niger, Frankreich, Brasilien oder sonstigen Ländern, ähnliche Probleme. Vor allem die absolut fehlende Transparenz und der äußerst unverantwortliche und vielfach kriminelle Vorgang gegenüber den lokalen Bevölkerungsgruppen von Seiten der Politik mit ihren Lobbyisten in Zusammenarbeit mit staatlichen Konzernen wie AREVA, URENCO, INB, ... die sich dabei hohe Gewinne und geopolitischen sowie militärischen Einfluss versprechen, sind milde ausgedrückt einfach unverschämt. Von Thomas Bauer. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/009345.html

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II. Hinweise

:: Friedenslogischer Flüchtlingsschutz. Impulse für eine Neuausrichtung des Flüchtlingsschutzes

Flüchtlingsfragen werden zunehmend in sicherheitspolitischen Rahmen diskutiert, wobei nationalstaatliche und menschliche Sicherheitsaspekte gegeneinander gestellt werden. Vor allem im Kontext der Entwicklungen in Europa zeigt sich dieser Kontrast sehr deutlich: SchlepperInnen werden teils für die steigende Zwangsmigration nach Europa beschuldigt und dadurch als Sicherheitsgefahren dargestellt, die es zu bekämpfen gilt. Mit Hilfe dieser Argumentation legitimieren die europäischen RegierungsvertreterInnen die Entscheidung, Grenzschutz- und Grenzkontrollmechanismen zu verstärken, was sich vor allem in einer finanziellen und materiellen Aufstockung von FRONTEX-Missionen äußert (Schader 2015). Doch diese Tendenzen gibt es nicht nur in Europa, sondern beispielsweise auch aktuell gegen die Rohingya Flüchtlinge in Asien (Crisp 2015) und somalische Flüchtlinge in Kenia (Simpson 2015). Während der Fokus auf die Sicherheitspolitik durch diese Beispiele deutlich wird, kann hinterfragt we
rden, wie sich ein Flüchtlingsschutz mit dem Leitbild Frieden darstellt. Autorin: Ulrike Krause. Download >>
http://www.uni-marburg.de/konfliktforschung/publikationen/ccs_policy_papers/pp3.pdf


:: Leitbild Frieden. Was heißt friedenslogische Flüchtlingspolitik?

Nach Angaben des Journalistenprojekts "The Migrant Files" kamen bis Mitte dieses Jahres bereits über 1.800 Menschen ums Leben, seit dem Jahr 2000 insgesamt über 29.000. Die europäischen Außengrenzen sind längst die tödlichsten der Welt. Dies war Anlass für Hanne-Margret Birckenbach, im Januar 2015 ein Thesenpapier vorzulegen, in welchem sie die Sicherheitslogik, die der Europäischen Flüchtlingspolitik zu Grunde liegt, grundsätzlich hinterfragt. Die Friedens- und Kon?iktforscherin stellte ihre Überlegungen bei einer Tagung im April 2015 zum Thema "Leitbild Frieden. Wege zu einer friedenslogischen Flüchtlingspolitik", zu der die Evangelische Akademie Bad Boll gemeinsam mit der Plattform Zivile Kon?iktbearbeitung und PRO ASYL eingeladen hatte, zur Diskussion. Autorin: Hanne-Margret Birckenbach. Download >>
http://www.konfliktbearbeitung.net/sites/default/files/dialog-14_leitbild_frieden_de-2015-07-30.pdf

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III. Termine


:: 01.09.2015 - bundesweit: Veranstaltungen zum Antikriegstag am 1. September

Alle Veranstaltungen und Aktionen im Terminkalender des Netzwerks Friedenskooperative >>
http://www.friedenskooperative.de/termine.htm


:: 10.10.2015 - Haus Venusberg in Bonn: Fachgespräch: "Ziviles Peacekeeping"

Der Bund für Soziale Verteidigung veranstaltet in Zusammenarbeit mit dem Institut für Friedensarbeit und Gewaltfreie Konfliktaustragung ein eintägiges Fachgespräch zum Thema "Ziviles Peacekeeping - Ein Blick aus Wissenschaft und Praxis". Das Programm und weitere Informationen finden sich auf hier >>
http://www.soziale-verteidigung.de/news/meldungen/fachgespraech-ziviles-peacekeeping-am-10102015/


:: 17.10.2015 - 10:00 bis 18:30 Uhr im evang. Gemeindehaus in Gammertingen: Tagung 2015: "We shall overcome!" Gewaltfrei aktiv für die Vision einer Welt ohne Gewalt und Unrecht. Drei biografische Zugänge

Nachdem die Tagungen "'We shall overcome!' Gewaltfrei aktiv für die Vision einer Welt ohne Gewalt und Unrecht. Drei biographische Zugänge" von "Lebenshaus Schwäbische Alb - Gemeinschaft für soziale Gerechtigkeit, Frieden und Ökologie" in den vergangenen beiden Jahren auf großes Interesse und eine sehr positive Resonanz gestoßen sind, veranstalten wir erneut eine Tagung. Dieses Mal mit Ute Finckh-Krämer, Jochen Stay und Heinz Rothenpieler als den Hauptreferierenden. In Kombination dazu besteht die Möglichkeit zur Teilnahme an einem Konzert mit Thomas Felder sowie am 18. Oktober an einer Veranstaltung "Auf den Spuren der gewaltfreien Aktionen gegen Atomwaffen" Großengstingen. Mehr >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/aktionen/009223.html


:: 17.10.2015 - 20:00 Uhr im evang. Gemeindehaus in Gammertingen: „von wegen“ - Konzert mit Thomas Felder

Im Anschluss an seine Tagung veranstaltet Lebenshaus Schwäbische Alb ein Konzert mit Thomas Felder. Thomas Felder gilt als "Inbegriff eines schwäbischen Dichtersängers" (der nebenbei auch Deutsch und Englisch singt). Als Eulenspiegel unserer Tage jongliert er mit der Sprache auf der Suche nach Hintersinn – ernst und heiter, mit Witz und Ironie. Seine Lieder atmen spirituell-bildreiche Poesie, die Staunen macht, aber auch Raum lässt für eigene Interpretation. Neben Gitarre, Mundharmonika und Klavier fetzt er rasende Läufe aus der Drehleier, bezaubert mit dem exotischen Bambussax und verwebt Musik&Wort auf seinem Hauptinstrument, der Stimme, zu einem Gesamtkunstwerk aus Folk-, Blues-, Jazz-, Klassik- und surrealen Dada-Elementen. Mehr >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/aktionen/009233.html


:: 18.10.2015 - 10:00 bis 16:00 Uhr in Großengstingen: "Auf den Spuren der gewaltfreien Aktionen gegen Atomwaffen"

Im August 1982 wurde eine Woche lang das Atomwaffenlager bei Großengstingen auf der Schwäbischen Alb blockiert. Rund 750 Menschen beteiligten sich an dieser gewaltfreien Aktion, mehrere hundert von ihnen bekamen Strafbefehle, jahrelang folgten Gerichtsprozesse. Diese Blockadeaktion war ein Meilenstein in der Geschichte der westdeutschen Friedensbewegung. Denn damals wurde massenhaft gewaltfreier Widerstand gegen die "Nachrüstung" aus- und ziviler Ungehorsam eingeübt. Mit einem Programm rund um die ehemalige Kaserne und im früheren Atomwaffendepot soll an die gewaltfreien Aktionen erinnert werden. Mehr >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/aktionen/009232.html

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Weitere Termine finden sich u.a.:

:: Netzwerk Friedenskooperative >> http://www.friedenskooperative.de/termine.htm

:: "Aktion Aufschrei - Stoppt den Waffenhandel!" >> http://www.aufschrei-waffenhandel.de/Veranstaltungstermine.69.0.html

:: bewegung.taz.de >> http://bewegung.taz.de/termine

:: Die AnStifter >> https://www.die-anstifter.de/veranstaltungen/

:: Bessere Welt Links. Norbert's Bookmarks für engagierte Leute >> http://www.bessereweltlinks.de/index.php?cat=6108

Diese E-Mail wurde klimafreundlich und atomstromfrei erzeugt >> http://www.ews-schoenau.de

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Eine Anmerkung in eigener Sache: Da unser Engagement für Gerechtigkeit, Frieden und Ökologie Geld kostet und es keinerlei Zuschüsse gibt, bitten wir um Spenden an unseren Verein. Wir sind durch das Finanzamt Sigmaringen als gemeinnützig und mildtätig anerkannt (letztmals mit Bescheid vom 29.06.2012). Deshalb sind Spenden und Mitgliedsbeiträge steuerabzugsfähig. Eine Spendenbestätigung wird ab 25 € zu Beginn des kommenden Jahres automatisch zugestellt, ansonsten auf Anforderung. ErstspenderInnen bitte unbedingt ihre Anschrift angeben! Danke!!!

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