Date: June 22nd 2015

==== Lebenshaus-Newsletter ===============================================

Liebe Freundinnen und Freunde,

an den Beginn des heutigen Lebenshaus-Newsletters stelle ich einen Text zu Gerechtigkeit von Vera Krause.

Gerechtigkeit ist mehr als Recht und Gesetz,
ist mehr als vorgesehene Strafe für begangene Fehler.

Gerechtigkeit ist mehr als gleicher Lohn für gleiche Arbeit,
ist mehr als das Verhältnis von Preis und Leistung.

Gerechtigkeit ist nicht klein zu kriegen,
lässt sich nicht abweisen,
nicht für dumm verkaufen,
ist Gefährtin der Liebe und des Zorns.

Gerechtigkeit ist aufmerksam und nachdenklich,
empfindsam und verwundbar, will nicht aufrechnen,
verschafft den Opfern Recht, geht auf die Täter zu,
stößt die Türen in die Zukunft auf.

(Vera Krause, zit. nach:
weltverbunden leben. Jahresbegleiter 2015)


Herzliche Grüße

Euer / Ihr Michael Schmid

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Inhaltsübersicht
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I. Artikel

Soziale Bewegungen

:: 01. Atomkraftgegner nehmen nicht an Pseudo-Dialog zu Atommüll teil

:: 02. Franz Alt: Es ist noch nicht zu spät

:: 03. Tag der Bundeswehr: Verstoß gegen UN-Kinderrechtskonvention

:: 04. Tag der Bundeswehr - wir sagen Nein!

Flucht / Asyl / Migration

:: 05. Arbeitsmarktzugang für Flüchtlinge: Weiterhin hohe Hürden

:: 06. Kritik an EU-Migrationsagenda: "Der Feldzug gegen 'Schlepper' wird scheitern"

:: 07. Mehr Engagement in den Herkunftsländern? Katastrophale Bilanz der EU-Afrika-Politik

:: 08. Flüchtlingspolitik: Ein Jahr nach Lampedusa

G7

:: 09. G7-Gipfel soll Vormachtstellung der Industriestaaten sichern

:: 10. G7-Alternativgipfel: Die Zeit ist reif für globale Gerechtigkeit

:: 11. Brot für die Welt bewertet G7-Beschlüsse zu Hunger und TTIP

:: 12. G7 für Frieden und Entwicklung? Bizarre Vorstellungen der organisierten Zivilgesellschaft

Atomwaffen

:: 13. Die Gefahr einer atomaren Eskalation steigt

Israel / Palästina

:: 14. Uneingeschränkte Solidarität? 50 Jahre deutsch-israelische Beziehungen

:: 15. Uri Avnery: Isratin oder Palestrael?

:: 16. Uri Avnery: BDS, der neue Feind

USA

:: 17. Todesstrafe mit US-Drohnen bleiben, auch wenn Nebraska Hinrichtungen abschafft

Afrika

:: 18. Südafrika: Willkommen und Abschied

Nordkorea

:: 19. Wer Kim Jong Un nicht liebt, verdient Strafe

:: 20. Kim interpretiert Marktwirtschaft

Kirchen

:: 21. Papst Franziskus: Macht Euch der Erde untertan!

:: 22. Hermann Stöhr: Vor 75 Jahren wegen Kriegsdienstverweigerung hingerichtet

:: 23. Deutscher Evangelischer Kirchentag 2015: Frieden schaffen ohne Waffen

:: 24. Werner Dierlamm: Offener Brief an Landesbischof July

:: 25. Leonardo Boff: Was werden unsere Kinder und Enkel zu uns sagen?


II. Hinweise

III. Termine

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I. Artikel

:: 01. Atomkraftgegner nehmen nicht an Pseudo-Dialog zu Atommüll teil

Die Anti-Atom-Organisation .ausgestrahlt wird sich - genau wie ein überwältigende Mehrheit der Anti-Atom-Initiativen aus dem ganzen Bundesgebiet - nicht am so genannten Bürgerdialog der Atommüll-Kommission beteiligen, der am kommenden Samstag in Berlin stattfindet. Stattdessen veranstaltet .ausgestrahlt gemeinsam mit der Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg parallel zur Kommissions-Veranstaltung die Tagung "Atommüll ohne Ende" in Berlin. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/009235.html


:: 02. Franz Alt: Es ist noch nicht zu spät

Das aktuelle Hauptargument für Stuttgart 21 heißt: Protest und Widerstand kommen zu spät. Es lohnt sich doch gar nicht mehr gegen das Projekt auf die Straße zu gehen. Was ist davon zu halten? Ich war vor 14 Tagen in Österreich beim Internationalen Anti-Atomgipfel. Dabei habe ich auch mit Aktivisten gesprochen, die vor 37 Jahren das AKW Zwentendorf verhindert haben. Dieses österreichische Atomkraftwerk ist ein Lehrstück erfolgreichen Widerstands gegen unsinnige Großprojekte und ein Lehrstück dafür, dass es nie zu spät ist für Widerstand und Protest. Von Franz Alt. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/009226.html


:: 03. Tag der Bundeswehr: Verstoß gegen UN-Kinderrechtskonvention

Die Bundeswehr veranstaltet erstmals in ihrer Geschichte am 13. Juni 2015 einen bundesweiten "Tag der Bundeswehr" an 15 Standorten, um im Rahmen der "Attraktivitätsoffensive" in der Öffentlichkeit für Verständnis und bei der Jugend um Nachwuchs zu werben. Gleichzeitig soll der Tag ein Jubiläum zum 60-jährigen Bestehen der Bundeswehr sein. Bei den vorgesehenen Veranstaltungen werden auch Kinder und Jugendliche offensiv angesprochen und beworben. Von Martin Singe. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/009221.html


:: 04. Tag der Bundeswehr - wir sagen Nein!

"Sage und schreibe 60 Jahre musste die Bundeswehr auf ihn warten - am 13. Juni ist es endlich so weit. Der Tag der Bundeswehr feiert seine Premiere und das gleich an 15 Standorten bundesweit." So heißt es auf der Website der Bundeswehr. Unsere Antwort: Diese Premiere fällt durch - sie hat nicht Beifall, sondern Boykott und lauten Protest verdient. Von Christine Schweitzer. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/009222.html


:: 05. Arbeitsmarktzugang für Flüchtlinge: Weiterhin hohe Hürden

Flüchtlinge sollten leichter Arbeit aufnehmen können - hierin sind sich Wirtschaftsverbände, Gewerkschaften sowie Politikerinnen und Politiker verschiedenster Parteien einig. Kleine Schritte hin zu einer Liberalisierung des Arbeitsmarktzugangs für Flüchtlinge gab es bereits. Doch die großen Hürden bleiben. Wie ist der Stand der Dinge - und was müsste sich ändern? Eine Analyse von PRO ASYL. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/009229.html


:: 06. Kritik an EU-Migrationsagenda: "Der Feldzug gegen 'Schlepper' wird scheitern"

Die Migrationsagenda der Europäischen Kommission sieht als eine der dringlichsten Aufgaben vor, sogenannte Schleppernetzwerke zu zerschlagen. Dafür sollen die Mitgliedstaaten nicht nur mehr Informationen beschaffen, sondern die Schleuser mit militärischen Mitteln bekämpfen. Der Migrationsforscher Albert Scherr erklärt, warum eine Militarisierung der Flüchtlingspolitik die aktuellen Probleme nicht löst. Von Albert Scherr. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/009231.html


:: 07. Mehr Engagement in den Herkunftsländern? Katastrophale Bilanz der EU-Afrika-Politik

Es gehört zu den besonders üblen Phänomenen der aktuellen "Flüchtlingsdebatte", dass sie derzeit von zahlreichen Akteuren dazu instrumentalisiert wird, eine "engagiertere" westliche Afrika-Politik, einschließlich militärischer Interventionen, einzufordern. Dabei war und ist es nicht zuletzt diese Politik, die maßgeblich dafür verantwortlich ist, dass die Situation in vielen afrikanischen Ländern derart katastrophal ist, dass viele Menschen bereit sind, ihr Leben aufs Spiel zu setzen, um ihr zu entkommen. Von Christoph Marischka. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/009224.html


:: 08. Flüchtlingspolitik: Ein Jahr nach Lampedusa

Arian Schiffer-Nasserie geht in seinem Beitrag einerseits der Frage nach, warum und wofür die Flüchtlinge und ihr massenhafter Tod an den EU-Außengrenzen - allen öffentlichen Beteuerungen zum Trotz - offenbar unvermeidlich sind. Die zentrale These lautet: Die Flüchtlinge und ihre leichenträchtige Abwehr sind für die ökonomischen, politischen und militärischen Interessen der EU unvermeidlich. Andererseits wird die öffentliche Auseinandersetzung und Kritik nach der so genannten "Flüchtlingskatastrophe von Lampedusa" anhand von drei Beispielen behandelt.
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/009237.html


:: 09. G7-Gipfel soll Vormachtstellung der Industriestaaten sichern

Für die sieben mächtigsten Industriestaaten soll der G7-Gipfel vor allem dazu beitragen, ihre ökonomische, politische und militärische Vormachtstellung in der Welt zu sichern. Das zeigt nach Ansicht des globalisierungskritischen Netzwerkes Attac die Agenda des Treffens am 7. und 8. Juni im bayerischen Elmau. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/009205.html


:: 10. G7-Alternativgipfel: Die Zeit ist reif für globale Gerechtigkeit

Abschlusskundgebung in Garmisch-Partenkirchen - Soziale und ökologische Standards als Grundlage von Wirtschaft - Bunte Vielfalt jenseits von Wachstumszwang, sozialer Ungerechtigkeit und Umweltzerstörung - Überwältigender Ansturm am Alternativgipfel in München. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/009217.html


:: 11. Brot für die Welt bewertet G7-Beschlüsse zu Hunger und TTIP

Im Abschlussdokument zum G7-Gipfel befassen sich die Chefs der wichtigsten Industrienationen mit dem Kampf gegen den Hunger der Welt. Brot für die Welt bezeichnet die Ankündigung, 500 Millionen Menschen aus Hunger und Mangelernährung zu holen, als ehrgeizig. Beklagt werden jedoch viele "Hintertürchen" in der Abschlusserklärung, mit denen sich die G7-Staaten aus der Verantwortung stehlen könnten. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/009219.html


:: 12. G7 für Frieden und Entwicklung? Bizarre Vorstellungen der organisierten Zivilgesellschaft

Für den 22. Juni lädt das ForumZFD (ziviler Friedensdienst) in Bonn zu einem Fachgespräch zur Post-2015-Agenda ein. Der Titel der Veranstaltung lautet "Zwischen Elmau und Addis Abeba - Deutschlands Beitrag für Frieden und nachhaltige Entwicklungsziele" und spielt auf den G7-Gipfel an, bei dem "die Industrienationen auch ihre Beiträge zu den SDG [nachhaltigen Entwicklungszielen]" besprochen haben sollen. Die neue Agenda zur Entwicklungspolitik solle - so das Einladungsschreiben - zukünftig auch "friedenspolitische Fragen" umfassen, "denn Kriege, Konflikte und fragile Staaten hemmen Entwicklung und die Bekämpfung von Hunger und Armut". Von Christoph Marischka. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/009242.html


:: 13. Die Gefahr einer atomaren Eskalation steigt

Die ärztliche Friedensorganisation IPPNW appelliert angesichts des verbalen Säbelrasselns im Konflikt zwischen Russland und der NATO an Außenminister Steinmeier, sich für die Sicherung der bestehenden "Grundpfeiler der europäischen Sicherheit", insbesondere der NATO-Russland-Grundakte, sowie der KSE- und INF-Verträge einzusetzen. Die IPPNW ist zutiefst besorgt, dass diese Grundpfeiler weiter erodieren. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/009238.html


:: 14. Uneingeschränkte Solidarität? 50 Jahre deutsch-israelische Beziehungen

Die Rüstungsbeziehungen zwischen der Bundesrepublik Deutschland und Israel begannen bereits in den fünfziger Jahren. Sie gingen auf geheime Absprachen zwischen dem früheren deutschen Atom- und Verteidigungsminister Franz Josef Strauß und Schimon Peres, dem späteren Präsidenten Israels, zurück. In Deutschland und in Israel wurde die Rüstungskooperation über Jahrzehnte von Regierungen aller Couleur gepflegt und unterstützt. Von Otfried Nassauer. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/009230.html


:: 15. Uri Avnery: Isratin oder Palestrael?

Da gab es einmal diesen Burschen, der eine erderschütternde Erfindung machte: ein Flugzeug, das mit Wasser betrieben wurde. Kein Kerosin. Keine Luftverschmutzung. Keine astronomischen Flugpreise. Man muss es einfach mit Wasser volltanken und es fliegt bis ans Ende der Welt. "Wunderbar!", schrien die Leute. "Zeige uns deine Pläne!" "Pläne?", fragte der Mann. "Ich hatte diesen großartigen Einfall. Ich überlasse es den Ingenieuren, die technischen Einzelheiten auszuarbeiten." Die Erfinder der "Einstaatlösung" erinnern mich an dieses Genie. Sie haben einen wunderbaren Einfall. Aber ein paar Fragen bleiben offen. Von Uri Avnery. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/009239.html


:: 16. Uri Avnery: BDS, der neue Feind

Benjamin Netanjahu hat sich den Kopf zerbrochen. Seine ganze Karriere gründet sich auf Panikmache. Da die Juden seit Jahrtausenden in Angst und Panik leben, kann man sich leicht darauf berufen. Sie sind Süchtige. Seit Jahren baut Netanjahu seine Karriere auf der Angst vor der Atombombe des Iran auf. Die Iraner sind Verrückte. Wenn sie erst einmal die Bombe haben, werden sie sie auf Israel werfen, selbst wenn Israels nuklearer Zweitschlag den Iran mit seiner Jahrtausende alten Kultur ganz sicher vernichten wird. Aber Netanjahu sah mit wachsender Angst, dass die Bedrohung durch den Iran ihre Bestform einbüßte. Von Uri Avnery. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/009227.html


:: 17. Todesstrafe mit US-Drohnen bleiben, auch wenn Nebraska Hinrichtungen abschafft

Als ich vor Jahren am Schanzengraben in Zürich arbeitete, vis à vis der Börse an der Glärnischstraße, hatte ich einen Arbeitskollegen der aus einer bekannten Zürcher Henkersfamilie stammte, wie er mir erzählte. Während Generationen hatten seine Vorfahren Menschen hingerichtet. Ich verstand mich mit ihm sehr gut. Dies kam mir in den Sinn als ich las, dass im US-Bundesstaat Nebraska die Todesstrafe abgeschafft wurde. Wie werden sich die Henker in Zürich gefühlt haben, wenn sie Hexen nach Folterprozessen aufs Schafott führten? Von Heinrich Frei. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/009206.html


:: 18. Südafrika: Willkommen und Abschied

Die ANC-Regierung hat als Gastgeber eines Afrika-Gipfels den Weltgerichtshof düpiert, denn auch der Sudan war mit seinem Präsidenten gebeten - keine durchdachte Aktion. Von Lutz Herden. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/009236.html


:: 19. Nordkorea: Wer Kim Jong Un nicht liebt, verdient Strafe

Nordkoreas Kim-Dynastie setzt emotionalisierte Propaganda für den Machterhalt ein - und treibt die organisierte Verehrung zu skurrilen Auswüchsen. Von Karl Grobe. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/009228.html


:: 20. Nordkorea: Kim interpretiert Marktwirtschaft

Landwirte in Nordkorea dürfen Feldfrüchte selbst verkaufen, wenn sie das staatliche Soll erfüllt haben. Doch die Armee sieht ihren Zugriff auf einen beträchtlichen Teil der Ernte schwinden. Analyse von Karl Grobe. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/009243.html


:: 21. Papst Franziskus: Macht Euch der Erde untertan!

Dieser Papst ist weltweit populär, weil er Klartext redet und immer konkret wird. In der ersten Öko-Enzyklika in der 2.000-jährigen Geschichte des Papsttums fordert er Schluss mit Kohle, Gas und Öl und einen raschen Umstieg auf erneuerbare Energien. Die Privatisierung des Wassers sei eine "Menschenrechtsverletzung". Von Franz Alt. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/009240.html


:: 22. Hermann Stöhr: Vor 75 Jahren wegen Kriegsdienstverweigerung hingerichtet

Der Friedensbeauftragte des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Renke Brahms, und die Evangelische Arbeitsgemeinschaft für Kriegsdienstverweigerung und Frieden (EAK) erinnern an Hermann Stöhr, der vor 75 Jahren am 21. Juni 1940 hingerichtet wurde, weil er aus Gewissensgründen den Wehrdienst abgelehnt hatte. Er ist der einzige bekannte evangelische Christ, der als Kriegsdienstverweigerer vom Reichskriegsgericht zum Tode verurteilt wurde. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/009241.html


:: 23. Deutscher Evangelischer Kirchentag 2015: Frieden schaffen ohne Waffen

Die Hilfswerke Brot für die Welt und Diakonie Katastrophenhilfe mahnen zu mehr friedenspolitischen und humanitären Bemühungen. Unter dem Titel "Wenn Du Frieden willst... - Deutschlands (neue) Verantwortung in der Welt" wird auf dem Kirchentag die Ausrichtung künftiger Friedenspolitik diskutiert. Das Thema ist brandaktuell angesichts der Kämpfe in der Ukraine, im Kongo, im Irak, in Syrien etc. Die gewachsene Zahl komplexer bewaffneter Konflikte mit immer unklareren Fronten und die grenzenlose Gewalt untergraben Menschlichkeit und humanitäres Völkerrecht. Die Begleitung und Unterstützung der betroffenen Bevölkerung stellt die Hilfswerke vor immer größere Herausforderungen. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/009208.html


:: 24. Werner Dierlamm: Offener Brief an Landesbischof July

Heute sind alle Voraussetzungen für einen Dritten Weltkrieg oder Weltbürgerkrieg, ja für den Untergang der Menschheit, auch durch kriegerische Gewalt, gegeben. Es ist vermessen, diese ständig drohende Möglichkeit zu ignorieren. Bei der Eröffnung des Kirchentags in Stuttgart hat die evangelische Kirche ihren Auftrag verfehlt. Sie soll ihre politische Verantwortung im Gegenüber zu den staatlichen Mächten wahrnehmen. Nicht die Huldigung an die Staatsmacht, sondern die dringende Warnung, einen verhängnisvollen Weg fortzusetzen, ist das Gebot der Stunde. Von Werner Dierlamm. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/009210.html


:: 25. Leonardo Boff: Was werden unsere Kinder und Enkel zu uns sagen?

Alle Länder, vor allem diejenigen, die wie Brasilien im Jahr 2015 eine Finanzkrise erleiden, sind von einer beständigen Vorstellung besessen: Wir müssen wachsen; wir müssen das Wachstum des BSP sichern, d. h. die Summe allen im Lande erschaffenen Reichtums. Dieses Wirtschaftswachstum betrifft grundlegend die Produktion materieller Güter. Es schafft einen hohen Grad an sozialer Ungleichheit (Arbeitslosigkeit und Lohnkürzungen) und führt zu einer perversen Zerstörung der Umwelt (Erschöpfung der Ökosysteme). Von Leonardo Boff. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/009220.html

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II. Hinweise

:: Großflächenplakate Hiroshima/Nagasaki-Gedenktag

Die Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki jähren sich dieses Jahr am 6. und 9. August zum 70. Mal. Diese Jahrestage mahnen, alles uns Mögliche zu tun, damit sich diese Verbrechen gegen die Menschlichkeit nicht wiederholen. Um den Opfern von Atomwaffen zu gedenken, das Thema in die Öffentlichkeit zu bringen und Menschen dazu zu bringen sich aktiv für eine atomwaffenfreie Zukunft einzusetzen, wollen wir gemeinsam in ganz Deutschland Großplakate (356x252 cm) aufhängen. Die Großplakate sind ein Teil verschiedener bundesweiter, regionaler, lokaler Aktivitäten. Dazu gehören auch die Pacemakers Raddemos der DFG-VK Baden-Württemberg.
Infos zu den Großplakaten: warum? Wer? Wann? >> http://www.friedenskooperative.de/hiroshima/?q=content/alle-infos-zu-der-gro%C3%9Fplakat-aktion
Infos zu den Pacemakers >> http://www.pace-makers.de/


:: Stoppt unfairen Handel. EU-Politik muss Früchte tragen!

Bei dem Gedanken an süße, saftige Mangos, Ananas und Bananen läuft uns das Wasser im Mund zusammen. Doch tropische Früchte haben oft einen bitteren Beigeschmack: Tausende Kleinbäuerinnen und -bauern sowie Plantagenarbeiter/innen werden ausgebeutet, um das Obst für uns anzubauen, zu ernten und zu verpacken. Sie arbeiten zu Hungerlöhnen, ihre Rechte werden mit Füßen getreten. Das schmeckt mir gar nicht! Deshalb fordere ich von der EU: Make Fruit Fair! Wir Verbraucher/innen müssen Druck machen, damit die EU, Regierungen, Supermärkte und die Lebensmittelindustrie endlich handeln. Sie müssen die Einhaltung der Menschenrechte, faire Preise und den Schutz der Umwelt garantieren. Hier kannst du auch mitmachen >>
https://www.oxfam.de/mitmachen/make-fruit-fair


:: Kein neues AKW in Ungarn!

Im ungarischen Paks, 470 Kilometer von der deutschen Grenze entfernt, sollen zwei neue Atomkraftwerke gebaut werden. Die Katastrophen von Tschernobyl und Fukushima zeigen, dass schwere Unfälle in Atomkraftwerken jederzeit und überall passieren können. Radioaktivität kennt keine Grenze - Energiewende und Atomausstieg dürfen deshalb nicht an unseren Landesgrenzen Halt machen! Nach massenhaften Einwendungen hat Tschechiens Regierung Pläne zum Ausbau des AKW Temelín auf Eis gelegt. Das kann uns auch in Ungarn gelingen! Deshalb macht jetzt mit bei der Online-Aktion des Umweltinstituts München unter >>
https://www.umweltinstitut.org/paks-aktion.html


:: Strafanzeigen gegen Thomas de Maiziere, Heckler & Koch und viele andere

Nach Einsicht in streng vertrauliche Dokumente haben der Rechtsanwalt Holger Rothbauer und DFG-VK Bundessprecher Jürgen Grässlin im Juni 2015 zwei weitere Strafanzeigen gestellt. Denn es besteht der Verdacht der Untreue (BMVG) und der Verdacht des Betrugs jeweils in besonders schwerem Fall (H&K) bezüglich der Beschaffung von G36-Sturmgewehren für die Bundeswehr. Der Bayerische Rundfunk, der Südwestrundfunk berichteten umfassend, zahlreiche weitere Medien schlossen sich der Berichterstattung an.
Siehe hierzu >> http://www.juergengraesslin.com/

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III. Termine

:: 25.06.2015 - 19:00 Uhr im Haus der Katholischen Kirche in Stuttgart (Königstr. 7): Visionär einer neuen Welt werden. Eine Spiritualität des gewaltfreien Widerstandes

Eine Spiritualität des gewaltfreien Widerstandes beginnt mit der Ausübung persönlicher achtsamer Gewaltfreiheit. Sie setzt voraus, dass wir die Gründe unserer Gewalttätigkeit genau betrachten, dass wir freundlich mit uns umgehen und versuchen, die Gewaltfreiheit in unserem Inneren weiterzuentwickeln. Alle großen Bewegungen für sozialen Wandel in den USA - etwa die Bürgerrechtsbewegungen - schienen aussichtslos. Das Entscheidende war, dass die Menschen nicht aufgaben. Ganz normale Menschen setzten täglich kleine Zeichen für Frieden und Gerechtigkeit und mit der Zeit summierten sich diese kleinen Dinge zu etwas Großem. Dass sie nicht aufgaben, hat die Gesellschaft dort verändert. Vortragsveranstaltung mit John Dear SJ aus den USA zu einer Spiritualität des gewaltfreien Widerstands. VA: Haus der Katholischen Kirche, pax christi Diözese Rottenburg-Stuttgart, Ohne Rüstung Leben, Lebenshaus Schwäbische Alb und Die AnStifter. Mehr >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/aktionen/009023.html


:: 17.10.2015 - 10:00 bis 18:30 Uhr im evang. Gemeindehaus in Gammertingen: Tagung 2015: "We shall overcome!" Gewaltfrei aktiv für die Vision einer Welt ohne Gewalt und Unrecht. Drei biografische Zugänge

Nachdem die Tagungen "'We shall overcome!' Gewaltfrei aktiv für die Vision einer Welt ohne Gewalt und Unrecht. Drei biographische Zugänge" von "Lebenshaus Schwäbische Alb - Gemeinschaft für soziale Gerechtigkeit, Frieden und Ökologie" in den vergangenen beiden Jahren auf großes Interesse und eine sehr positive Resonanz gestoßen sind, veranstalten wir erneut eine Tagung. Dieses Mal mit Ute Finckh-Krämer, Jochen Stay und Heinz Rothenpieler als den Hauptreferierenden. In Kombination dazu besteht die Möglichkeit zur Teilnahme an einem Konzert mit Thomas Felder sowie am 18. Oktober an einer Veranstaltung "Auf den Spuren der gewaltfreien Aktionen gegen Atomwaffen" Großengstingen. Mehr >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/aktionen/009223.html


:: 17.10.2015 - 20:00 Uhr im evang. Gemeindehaus in Gammertingen: „von wegen“ - Konzert mit Thomas Felder

Im Anschluss an seine Tagung veranstaltet Lebenshaus Schwäbische Alb ein Konzert mit Thomas Felder. Thomas Felder gilt als "Inbegriff eines schwäbischen Dichtersängers" (der nebenbei auch Deutsch und Englisch singt). Als Eulenspiegel unserer Tage jongliert er mit der Sprache auf der Suche nach Hintersinn – ernst und heiter, mit Witz und Ironie. Seine Lieder atmen spirituell-bildreiche Poesie, die Staunen macht, aber auch Raum lässt für eigene Interpretation. Neben Gitarre, Mundharmonika und Klavier fetzt er rasende Läufe aus der Drehleier, bezaubert mit dem exotischen Bambussax und verwebt Musik&Wort auf seinem Hauptinstrument, der Stimme, zu einem Gesamtkunstwerk aus Folk-, Blues-, Jazz-, Klassik- und surrealen Dada-Elementen. Mehr >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/aktionen/009233.html


:: 18.10.2015 - 10:00 bis 16:00 Uhr in Großengstingen: "Auf den Spuren der gewaltfreien Aktionen gegen Atomwaffen"

Im August 1982 wurde eine Woche lang das Atomwaffenlager bei Großengstingen auf der Schwäbischen Alb blockiert. Rund 750 Menschen beteiligten sich an dieser gewaltfreien Aktion, mehrere hundert von ihnen bekamen Strafbefehle, jahrelang folgten Gerichtsprozesse. Diese Blockadeaktion war ein Meilenstein in der Geschichte der westdeutschen Friedensbewegung. Denn damals wurde massenhaft gewaltfreier Widerstand gegen die "Nachrüstung" aus- und ziviler Ungehorsam eingeübt. Mit einem Programm rund um die ehemalige Kaserne und im früheren Atomwaffendepot soll an die gewaltfreien Aktionen erinnert werden. Mehr >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/aktionen/009232.html

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Weitere Termine finden sich u.a.:

:: Netzwerk Friedenskooperative >> http://www.friedenskooperative.de/termine.htm

:: "Aktion Aufschrei - Stoppt den Waffenhandel!" >> http://www.aufschrei-waffenhandel.de/Veranstaltungstermine.69.0.html

:: bewegung.taz.de >> http://bewegung.taz.de/termine

:: Die AnStifter >> https://www.die-anstifter.de/veranstaltungen/

:: Bessere Welt Links. Norbert's Bookmarks für engagierte Leute >> http://www.bessereweltlinks.de/index.php?cat=6108

Diese E-Mail wurde klimafreundlich und atomstromfrei erzeugt >> http://www.ews-schoenau.de

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Lebenshaus Schwäbische Alb - Gemeinschaft für soziale Gerechtigkeit, Frieden und Ökologie e.V., Bubenhofenstr. 3, D-72501 Gammertingen, Tel. 07574-2862, E-Mail info@lebenshaus-alb.de, Internet www.lebenshaus-alb.de

Eine Anmerkung in eigener Sache: Da unser Engagement für Gerechtigkeit, Frieden und Ökologie Geld kostet und es keinerlei Zuschüsse gibt, bitten wir um Spenden an unseren Verein. Wir sind durch das Finanzamt Sigmaringen als gemeinnützig und mildtätig anerkannt (letztmals mit Bescheid vom 29.06.2012). Deshalb sind Spenden und Mitgliedsbeiträge steuerabzugsfähig. Eine Spendenbestätigung wird ab 25 € zu Beginn des kommenden Jahres automatisch zugestellt, ansonsten auf Anforderung. ErstspenderInnen bitte unbedingt ihre Anschrift angeben! Danke!!!

Spendenkonto:
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