Date: June 1st 2015

==== Lebenshaus-Newsletter ===============================================

Liebe Freundinnen und Freunde,

den heutigen Lebenshaus-Newsletters möchte ich mit einem Text des persischen Mystikers Mevlana Rumi einleiten.


Du bist mit einem Potenzial geboren worden.
Du bist mit Güte und Vertrauen geboren worden.
Du bist mit Idealen und Träumen geboren worden.
Du bist mit Größe geboren worden.
Du bist mit Flügeln geboren worden.
Du bist nicht zum Kriechen geboren, also krieche nicht.
Du hast Flügel. Lerne sie zu nutzen und fliege.

(Mevlana Rumi, 1207-1273, persischer Mystiker,
zit. nach: weltverbunden leben. Jahresbegleiter 2015)


Herzliche Grüße

Euer / Ihr Michael Schmid

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Inhaltsübersicht
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I. Artikel

Friedensbewegung / Soziale Bewegungen

:: 01. ZahnbürstenaktivistInnen gehen bewusst und gewollt in den Polizeigewahrsam

:: 02. Gestorben: Walter Mossmann, Freund, Wyhl-Aktivist, Liedermacher, Redner, Autor, Journalist, Demokrat & Regisseur

:: 03. Kirchentag in Stuttgart und Menschenkette: "Friedenskirchentag - nur mit uns"

Kirchen

:: 04. Franz Alt: Vom Sinn und Unsinn des Kirchentags

:: 05. Die (späte) Seligsprechung Oscar Romeros

Flucht und Migration

:: 06. Krieg gegen Flüchtlinge

:: 07. Krieg gegen Flüchtlinge (II)

:: 08. EU-Mission: Maritimer Schutzwall

:: 09. EU will Quoten und Militäreinsatz: Warme Worte, harte Taten

:: 10. PRO ASYL zur europäischen Quotendebatte

:: 11. 1.700 tote Flüchtlinge später...

:: 12. Folter und Misshandlungen durch Bundespolizei

:: 13. Skandal: Abu Ghraib in Hannover

Konzernmacht

:: 14. 75 Prozent des weltweiten Saatguts in der Hand von zehn Konzernen

Afrika

:: 15. In Afrika im Rückstand

:: 16. Die "neue" Afrika-Politik der BRD

Atomwaffen

:: 17. Atomwaffenkonferenz in New York gescheitert

:: 18. Konferenz zu Atomwaffensperrvertrag: Atomwaffen bleiben im Dienst

Naher und Mittlerer Osten

:: 19. Iran/USA: Alle Macht dem Wagnis

:: 20. Uri Avnery: Die Landkarte an der Wand

:: 21. Uri Avnery: Wer wird Israel retten?

:: 22. Ägypten: Notorischer Reflex

Klimawandel

:: 23. Wie könnte der Klimawandel auf 1,5 Grad begrenzt werden?

:: 24. Franz Alt: Blauer Himmel über Peking

Leonardo Boff

:: 25. Die kapitalistische Kultur ist lebens- und glücksfeindlich

:: 26. Wodurch wir der Kultur des Kapitals Fortbestand verleihen


II. Hinweise

III. Termine

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I. Artikel

:: 01. ZahnbürstenaktivistInnen gehen bewusst und gewollt in den Polizeigewahrsam

Seit den frühen Morgenstunden blockieren 60 KriegsgegnerInnen den Atomwaffenstandort in Büchel/Südeifel. Mit dem Mitführen einer Zahnbürsten signalisierten die BlockiererInnen ihre Bereitschaft, immer wieder zu blockieren. Daraufhin nahm die Polizei 35 PazifistInnen in den Gewahrsam. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/009199.html


:: 02. Gestorben: Walter Mossmann, Freund, Wyhl-Aktivist, Liedermacher, Redner, Autor, Journalist, Demokrat & Regisseur

Walter Mossmann, Liedermacher, Aktivist, Redner, Autor, Journalist, Regisseur ist am 29.5.2015 in Breisach gestorben. Der erfolgreiche Protest gegen ein AKW im Wyhler Wald wurde von einer wunderbar unterschiedlichen und dennoch passenden Gruppe engagierter Menschen getragen, von Frauen und Männern, Kaiserstühler Winzern, von konservativen Bauern und linksalternativen Freiburger Freaks. Einer dieser (nicht nur damals Aktiven) war Walter Mossmann, ein analytisch kluger, scharfzüngiger Redner, Autor, Journalist, Regisseur und Liedermacher der (nicht nur!) bei der Erstellung wichtiger Texte der BI´s eine wichtige Rolle spielte. Von Axel Mayer. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/009204.html


:: 03. Kirchentag in Stuttgart und Menschenkette: "Friedenskirchentag - nur mit uns"

"Fürchte dich nicht", so lautete das Motto des 19. Deutschen Evangelischen Kirchentages 1981 in Hamburg. Es war sicher einer der politischsten Kirchentage in Deutschland, der nachdrücklich von den Themen Krieg und Frieden geprägt war. Während des Kirchentages kam es am 20. Juni 1981 zu einer großen Friedensdemonstration mit rund 100.000 Teilnehmern. In wenigen Tagen kommt in Stuttgart der 35. Deutsche Evangelische Kirchentag zusammen. "Schon seit langem haben Friedensorganisationen und kirchliche Einrichtungen die Initiative für ein Zentrum Frieden ergriffen, um Gewaltfreiheit, Friedenstheologie und Pazifismus eine starke Stimme auf dem Kirchentag zu geben", betont Jan Gildemeister, Geschäftsführer der "Aktionsgemeinschaft Dienst für den Frieden" (AGDF). >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/009203.html


:: 04. Franz Alt: Vom Sinn und Unsinn des Kirchentags

100.000 Menschen werden in Stuttgart erwartet. Keine andere Großveranstaltung in Deutschland bekommt so viele Menschen auf die Beine wie ein evangelischer Kirchentag oder ein Katholikentag - und das über vier Tage. Sind die Kirchen noch attraktiver als vermutet? Die evangelische Kirche wirbt in Zeitungsanzeigen mit dem Hinweis auf 2.500 Veranstaltungen. Sollen wir durch Masse klug werden? Von Franz Alt. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/009201.html


:: 05. Die (späte) Seligsprechung Oscar Romeros

Am 23. Mai 2015 wird der ermordete Erzbischof Oscar Arnulfo Romero in seiner Heimat El Salvador selig gesprochen. Die entwicklungspolitische Organisation Christliche Initiative Romero (CIR) trägt seinen Namen, weil sie seinen Einsatz für Entrechtete und Unterdrückte fortsetzen will. Romero war ein Mensch mit einem klaren Sinn für Gerechtigkeit und erhob seine Stimme für die Stimmlosen - allen Widerständen und Todesdrohungen zum Trotz. Seine Forderung "Stoppt die Unterdrückung" ist heute so aktuell wie damals, nicht nur in seinem Heimatland. Die Christliche Initiative Romero begrüßt die Anerkennung ihres Namensgebers seitens der Kirche - unter einer Bedingung. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/009188.html


:: 06. Krieg gegen Flüchtlinge

Der geplante EU-Militäreinsatz zur Verhinderung der Einreise von Flüchtlingen über das Mittelmeer wird vermutlich militärische Operationen auf libyschem Territorium umfassen. Dies berichtet die britische Tageszeitung "The Guardian", der ein umfangreiches Strategiepapier für die Intervention vorliegt. Demnach sollen, um Schiffe oder Treibstofflager von Fluchtunternehmern zu zerstören, auch Landinterventionen in Libyen erlaubt werden. Unter anderem kämen Einsätze militärischer Spezialkräfte in Frage, heißt es in dem EU-Dokument, das "Kollateralschäden" unter Zivilisten ausdrücklich nicht ausschließt. Während der Einsatz sich offiziell gegen "Schmuggler" richtet, zielt er faktisch darauf ab, jegliche Flucht über das Mittelmeer zu verhindern. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/009174.html


:: 07. Krieg gegen Flüchtlinge (II)

Die Regierung Libyens weist die EU-Pläne für einen Militäreinsatz zur Beendigung des Flüchtlingstransits nach Europa entschieden zurück. Man werde keinerlei Vorstöße zulassen, die die Souveränität des Landes in Frage stellten, teilt ein Sprecher der in Tobruk ansässigen international anerkannten libyschen Regierung mit. Die EU hatte am 18. Mai einen vierstufigen Militäreinsatz an Libyens Küsten beschlossen, der nach einer Phase der "Aufklärung" zunächst zu regelmäßigen Schiffskontrollen übergehen soll, um schließlich Militäroperationen auf libyschem Territorium in die Wege zu leiten. Die Operationen drohen in bewaffnete Auseinandersetzungen mit dem libyschen Ableger des "Islamischen Staats" (IS) zu münden, der Berichten zufolge starkes Interesse am Schleppergeschäft hat. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/009191.html


:: 08. EU-Mission: Maritimer Schutzwall

Libyen hat mit der NATO noch eine Rechnung offen. Weil die meisten NATO-Mitglieder zugleich EU-Staaten sind, gilt das ebenso für die Europäische Union. Die fälligen Schulden sind beachtlich, moralisch wie materiell. Zur Erklärung: Im März 2011 berief man sich in Washington, Paris, Rom und London auf das Prinzip der Schutzverantwortung (RtoP), um ein UN-Mandat für eine Militärmission in Libyen zu erhalten. Der UN-Sicherheitsrat einigte sich schließlich darauf, eine Flugverbotszone einzurichten. Sie sollte die libysche Zivilbevölkerung vor den Folgen eines Bürgerkrieges zwischen der Armee des Muammar al-Gaddafi und einer bewaffneten Gegenpartei schützen. Leider erwies sich die Resolution als diplomatische Heuchelei. Die NATO missbrauchte das Mandat, um einen regime change auszulösen und Gaddafi auszulöschen. Seither verfiel das Land anarchischer Erosion und degenerierte zum "failed state". Nun soll Libyen zum zweiten Mal in vier Jahren Ziel eines westlichen Militäreinsatzes wer
den. Von Lutz Herden. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/009192.html


:: 09. EU will Quoten und Militäreinsatz: Warme Worte, harte Taten

Die EU-Kommission hat mit einem Strategiepapier auf das Sterben im Mittelmeer und steigende Flüchtlingszahlen reagiert. Die Vorschläge werden öffentlich gefeiert. Mit einer menschenrechtlichen und humanitären Kehrtwende haben sie jedoch wenig zu tun. Vieles - etwa der Vorschlag einer EU-Quotenregelung - ist heiße Luft. Durchgesetzt werden am Ende wohl vor allem die Stärkung von Frontex und die Militarisierung der Außengrenzen. Leidtragende sind weiterhin die Flüchtlinge. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/009177.html


:: 10. PRO ASYL zur europäischen Quotendebatte

Als zu kurz gedacht kritisiert PRO ASYL Geschäftsführer Günter Burkhardt den Vorschlag der EU-Kommission, 24.000 Flüchtlinge aus Italien und 16.000 aus Griechenland zunächst für 24 Monate gemäß einem Quotensystem zu verteilen. Eine starre Verteilung nach einer Quote berücksichtigt nicht die legitimen Interessen der Flüchtlinge. Flüchtlinge fliehen in der Regel dorthin, wo Angehörige und Communities leben. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/009196.html


:: 11. 1.700 tote Flüchtlinge später...

Die Zahl der Flüchtlinge, die den mörderischen Seeweg wählen müssen, nimmt dramatisch zu. Über 200.000 Schutzsuchende, davon 69.000 aus Syrien, nahmen 2014 dieses Martyrium der Überfahrt auf sich - über das zentrale Mittelmeer oder die griechische Ägäis. Mindestens 4.000 starben. Von Karl Kopp. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/009202.html


:: 12. Folter und Misshandlungen durch Bundespolizei

Der NDR berichtete am Wochenende über schwere Misshandlungen von Flüchtlingen durch einen Bundespolizeibeamten in Hannover, gegen den die Staatsanwaltschaft ein Ermittlungsverfahren eingeleitet hat. PRO ASYL ist entsetzt über das Ausmaß der bislang bekannten Vorwürfe und fordert Aufklärung durch Innenminister de Maizière sowie eine strafrechtliche Verfolgung der Mitwisser. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/009180.html


:: 13. Skandal: Abu Ghraib in Hannover

Zwei Flüchtlinge wurden in einer Zelle schwer misshandelt. Das zeigt: Wir brauchen dringend eine Institution, die die Polizei kontrolliert. Von Ulrike Baureithel. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/009184.html


:: 14. 75 Prozent des weltweiten Saatguts in der Hand von zehn Konzernen

Die Dominanz von Agrar- und Ernährungskonzernen wächst stetig und wird durch die Regierungen der G7 massiv unterstützt. Besonders deutlich zeigt sich diese Entwicklung auf dem Saatgutmarkt. Die zehn größten Saatgutkonzerne haben weltweit einen Marktanteil von 75 Prozent. Neun der zehn Konzerne stammen aus G7-Staaten, unter ihnen Monsanto, Dupont und Bayer CropScience. Das zeigt die neue Broschüre "Konzernmacht grenzenlos", die sieben Entwicklungsorganisationen im Vorfeld des G7-Gipfels veröffentlichen. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/009198.html


:: 15. In Afrika im Rückstand

Deutsche Wirtschaftsverbände monieren mangelnde Aktivitäten deutscher Unternehmen bei der Erschließung der Märkte in ressourcenreichen Ländern Afrikas. Obwohl der Kontinent einen Anteil von drei Prozent an der weltweiten Wirtschaftsleistung habe, würden nur zwei Prozent des deutschen Außenhandels mit ihm abgewickelt, heißt es beim Afrika-Verein der Deutschen Wirtschaft. Dies genüge nicht, wolle man sich in der internationalen Konkurrenz gegen Unternehmen aus anderen EU-Staaten, vor allem aber aus den USA, Indien oder der Volksrepublik China behaupten. Wirtschaftsverbände und staatliche Stellen machen daher Druck. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/009181.html


:: 16. Die "neue" Afrika-Politik der BRD

Verstärkte mediale Aufmerksamkeit erlangte die Bezeichnung "Chancenkontinent Afrika" für den einst vernachlässigten Erdteil mit der Veröffentlichung des neuen Afrika-Konzepts des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung im März 2014 und den Afrikapolitischen Leitlinien der Regierungskoalition von Union und SPD im Mai 2014. Afrika, heißt es in den Papieren, soll nicht mehr bloß als Kontinent der Armut, Krisen und Kriege, sondern auch der Chancen wahrgenommen werden. Frei nach dem Motto "Wenn`s der BRD gut geht, geht's allen gut!" wird die angekündigte Ausweitung des deutschen Imperialismus zu einer Politik kongenialer Möglichkeiten für Akteure dies- und jenseits des Mittelmeeres verklärt. Von Christin Bernhold. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/009182.html


:: 17. Atomwaffenkonferenz in New York gescheitert

Nach intensiven Verhandlungen ist die Überprüfungskonferenz des Atomwaffensperrvertrags (NPT) am 22. Mai 2015 in New York ohne Einigung zu Ende gegangen. Dessen ungeachtet haben sich am Ende der Konferenz 107 Regierungen dazu verpflichtet, für ein Verbot und die vollständige Vernichtung von Atomwaffen einzutreten und sich dem "Humanitarian Pledge" angeschlossen. Die Bundesregierung hat sich verweigert, diese Initiative ebenfalls zu unterstützen. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/009190.html


:: 18. Konferenz zu Atomwaffensperrvertrag: Atomwaffen bleiben im Dienst

Die Konferenz zum Atomwaffensperrvertrag ist gescheitert. 107 Staaten fordern vergeblich ein völkerrechtliches Verbot von Atomwaffen. Von Andreas Zumach. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/009195.html


:: 19. Iran/USA: Alle Macht dem Wagnis

Das Agreement von Lausanne bringt zwei Staaten einander näher, die sonst so gut wie nichts vereint. Von Lutz Herden. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/009183.html


:: 20. Uri Avnery: Die Landkarte an der Wand

Ein ehemaliger Minister, eine (nichtsdestoweniger) intelligente Person, fragte mich neulich: "Nehmen wir einmal an, Ihr Plan wird verwirklicht. Ein palästinensischer Staat entsteht Seite an Seite mit Israel. Selbst so etwas wie eine Föderation. Dann kommt dort nach ein paar Jahren eine gewalttätige anti-israelische Partei an die Macht und annulliert alle Verträge. Was dann?" Von Uri Avnery. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/009200.html


:: 21. Uri Avnery: Wer wird Israel retten?

Die Schlacht ist vorbei. Der Pulverdampf hat sich verzogen. Eine neue Regierung - zum Teil lächerlich, zum Teil Furcht einflößend - wurde errichtet. Es wird Zeit, Bilanz zu ziehen. Das Netto-Ergebnis: Israel hat jeden Anspruch, Frieden zu wollen, aufgegeben und die israelische Demokratie hat einen Schlag erlitten, von dem sie sich vielleicht nie wieder erholen wird. Von Uri Avnery. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/009187.html


:: 22. Ägypten: Notorischer Reflex

Die Todesstrafe gegen Ex-Präsident Mohammed Mursi ist nicht nur inhuman, sie ist auch politisch unklug. Von Sabine Kebir. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/009186.html


:: 23. Wie könnte der Klimawandel auf 1,5 Grad begrenzt werden?

Eine neue Studie zeigt, was für klimapolitische Maßnahmen nötig wären, um die weltweite Erwärmung bis zum Jahr 2100 auf weniger als 1,5 Grad Celsius zu begrenzen. Grundsätzlich wäre eine solche Begrenzung machbar, so die jetzt in Nature Climate Change veröffentlichte Studie eines Teams von Forschern unter anderem des International Institute for Applied Systems Analysis (IIASA) und des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung. Das 1,5-Grad-Ziel wird von mehr als hundert Ländern für sicherer gehalten als das international vereinbarte Ziel von 2 Grad Celsius - obwohl auch dieses etwas weniger ehrgeizige Ziel bereits eine starke Verringerung des Ausstoßes von Treibhausgasen erfordern würde. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/009185.html


:: 24. Franz Alt: Blauer Himmel über Peking

Jahrelang erlebten die Chinesen in Peking und Shanghai, in Kanton und Chengdu nicht nur im Winter, sondern auch noch im Frühjahr einen grauen Himmel über ihren Städten, dichten Smog in ihren Straßen und Feinstaubwerte um das Vielfache über den Grenzwerten der Weltgesundheitsorganisation. Kinder durften nicht mehr im Freien spielen und Millionen Erwachsene trauten sich nur noch mit Schutzmasken auf die Straßen. Ganz anders in diesem Frühjahr. Von Franz Alt. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/009194.html


:: 25. Leonardo Boff: Die kapitalistische Kultur ist lebens- und glücksfeindlich

Der Niedergang der Theorie, die dem Kapitalismus als eine Produktionsform zugrunde liegt, nahm seinen Anfang mit Karl Marx und schritt fort durch das 20. Jahrhundert mit dem Aufkommen des Sozialismus. Um seinen Hauptzweck, dem unbegrenzten Anhäufen von Reichtum, zu erreichen, steigerte der Kapitalismus alle zur Verfügung stehenden Produktionskräfte. Doch als Resultat war von Anfang an ein hoher Preis zu zahlen: eine perverse soziale Ungleichheit. Ethisch-politisch ausgedrückt bewirkt er soziale Ungerechtigkeit und das systematische Anwachsen von Armut. Von Leonardo Boff. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/009189.html


:: 26. Leonardo Boff: Wodurch wir der Kultur des Kapitals Fortbestand verleihen

Eine weitere Kraft, die den Fortbestand der kapitalistischen Kultur sicherstellt ist die Tatsache, dass wir, die Mehrheit der Gesellschaft, die "Werte" und den grundlegenden Zweck des Kapitalismus, nämlich die beständige Profitsteigerung, verinnerlicht haben, die den unbegrenzten Konsum von materiellen Gütern erlaubt. Diejenigen, die nicht besitzen, möchten besitzen. Diejenigen, die besitzen, möchten mehr besitzen. Und diejenigen, die mehr besitzen, sagen: "Es gibt nie genug." Und für die überwiegende Mehrheit sind Wettbewerb - nicht Solidarität - und die Übermacht des Stärkeren über allen anderen Werten in sozialen Beziehungen, vor allem im Geschäftlichen, vorherrschend. Von Leonardo Boff. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/009197.html

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II. Hinweise

:: PROTEST ... damit wir klüger werden - die andere Zeitung zum Ev. Kirchentag

PROTEST erscheint einmalig im Zeitungsformat, 25.000 Auflage, am 1. Juni und berichtet über Flüchtlinge und Asyl, Demokratie und Hartz IV, Überwachungsstaat und NSU, Städtebau und Verkehr, die Kirchtürme und die Bahnhofstürme, Krieg und Frieden, Zivilgesellschaft und Courage ... Lassen Sie sich anstiften: PROTEST braucht viele freundliche Menschen, die bei der Finanzierung. Mehr >>
https://www.startnext.com/protest-und-klueger-werden


:: Aktuelles Positionspapier: TTIP gefährdet Armutsbekämpfung und nachhaltige Entwicklung

Brot für die Welt und Diakonie Deutschland betonen in einem gemeinsamen Positionspapier, dass TTIP erhebliche Risiken für die Entwicklungsländer sowie für die soziale Daseinsvorsorge in Deutschland mit sich bringt. Ein solches Abkommen drohe die Handlungsspielräume von Entwicklungsländern einzuschränken und deren handelspolitische Potenziale zu schwächen. Auch würden die Sozial- und Umweltstandards innerhalb der EU unter Druck geraten. Die Möglichkeit, soziale Dienste auch weiterhin öffentlich finanzieren und strukturell fördern zu können, dürfe durch ein Handelsabkommen wie TTIP keinesfalls gefährdet werden. Das Positionspapier finden Sie unter http://www.bfdw.de/ttip

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III. Termine

:: 03.-04.06.2015 - München: G7-Proteste: Gipfel der Alternativen

Offen, demokratisch und solidarisch - so zeigt sich der "Gipfel der Alternativen" am 3. und 4. Juni in München. Zwei Tage lang werden sich Aktivist_innen, Vertreter_innen von Initiativen, Projekten, Nichtregierungsorganisationen und Kirchen über ihre Ideen und Konzepte für eine andere Welt verständigen. Dabei geht es nicht allein um die Kritik an der Politik der "G7", dem exklusiven Club der reichen Länder, der sich Tage später abgeschottet im bayerischen Schloss Elmau trifft. Im Vordergrund des internationalen Alternativ-Gipfels stehen eigene Vorschläge und Vorstellungen für globale Gerechtigkeit, ökologische Umgestaltung und eine friedliche Entwicklung. Mehr >>
http://www.alternativgipfel.org/


:: 04.-06.06.2015 - im Gemeindehaus der Friedenskirchengemeinde Stuttgart (Schubartstr. 12): Zentrum Frieden. Krieg überwinden - gewaltfrei leben

Nachdem zu Beginn der Kirchentagsplanungen das Thema Frieden überhaupt keine Rolle spielte, entwickelte sich um die Friedenskirche das Zentrum Frieden. Mittlerweile ist ein Programm aus über 60 Veranstaltungen zu Gewaltfreiheit, Pazifismus, Friedenstheologie und interreligiöser Zusammenarbeit in Vorbereitung, die nicht Teil des offiziellen Kirchentagsprogramms sind. Mehr >>
http://www.zentrumfrieden2015.de/


:: 06.06.2015 - ab 11:15 Uhr in Stuttgart: Menschenkette für den Frieden auf dem Kirchentag am 6. Juni 2015

Deutschland soll dem Frieden dienen. So steht es in der Präambel des Grundgesetzes. Doch von Stuttgart geht Krieg aus. In Stuttgart befinden sich zwei der sechs US-Kommandozentralen: Das AFRICOM und das EUCOM. Damit Deutschland seiner Verantwortung für den Frieden gerecht wird, fordern wir im Rahmen des evangelischen Kirchentags in Stuttgart ein klares Bekenntnis der Kirchen, der Zivilgesellschaft und der politisch Verantwortlichen in Stadt, Land und Bund für: ein Ende des völkerrechtswidrigen Einsatzes von Kampfdrohnen; den Abzug der US-Atomwaffen aus Deutschland und Europa und die Schließung der US-Kommandozentralen AFRICOM und EUCOM. Um diesen Forderungen öffentlich Nachdruck zu verleihen, wird während des Kirchentages in Stuttgart zu einer Menschenkette für den Frieden aufgerufen. Mehr >>
http://friedenskette2015.de


:: 25.06.2015 - 19:00 Uhr im Haus der Katholischen Kirche in Stuttgart (Königstr. 7): Visionär einer neuen Welt werden. Eine Spiritualität des gewaltfreien Widerstandes

Eine Spiritualität des gewaltfreien Widerstandes beginnt mit der Ausübung persönlicher achtsamer Gewaltfreiheit. Sie setzt voraus, dass wir die Gründe unserer Gewalttätigkeit genau betrachten, dass wir freundlich mit uns umgehen und versuchen, die Gewaltfreiheit in unserem Inneren weiterzuentwickeln. Alle großen Bewegungen für sozialen Wandel in den USA - etwa die Bürgerrechtsbewegungen - schienen aussichtslos. Das Entscheidende war, dass die Menschen nicht aufgaben. Ganz normale Menschen setzten täglich kleine Zeichen für Frieden und Gerechtigkeit und mit der Zeit summierten sich diese kleinen Dinge zu etwas Großem. Dass sie nicht aufgaben, hat die Gesellschaft dort verändert. Vortragsveranstaltung mit John Dear SJ aus den USA zu einer Spiritualität des gewaltfreien Widerstands. VA: Haus der Katholischen Kirche, pax christi Diözese Rottenburg-Stuttgart, Ohne Rüstung Leben, Lebenshaus Schwäbische Alb und Die AnStifter. Mehr >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/aktionen/009023.html

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Weitere Termine finden sich u.a.:

:: Netzwerk Friedenskooperative >> http://www.friedenskooperative.de/termine.htm

:: "Aktion Aufschrei - Stoppt den Waffenhandel!" >> http://www.aufschrei-waffenhandel.de/Veranstaltungstermine.69.0.html

:: bewegung.taz.de >> http://bewegung.taz.de/termine

:: Die AnStifter >> https://www.die-anstifter.de/veranstaltungen/

:: Bessere Welt Links. Norbert's Bookmarks für engagierte Leute >> http://www.bessereweltlinks.de/index.php?cat=6108

Diese E-Mail wurde klimafreundlich und atomstromfrei erzeugt >> http://www.ews-schoenau.de

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