Date: April 17th 2015

==== Lebenshaus-Newsletter ===============================================

Liebe Freundinnen und Freunde,

brauchen wir sie nicht alle, Visionen, die uns von einer guten Zukunft träumen lassen? Zu Beginn des heutigen Newsletters zwei Verse aus dem Lied "Eines Tages", gedichtet von Hans-Jürgen Netz, die eine schöne Vision zum Ausdruck bringen.


Eines Tages, so hört die Tochter in Mutters Arm,
werden die Menschen ihre Grenzen erkennen,
und die Erde wird nicht mehr bluten,
eines Tages, so hört der Junge in einem Kuss,
werden die Menschen nur der Liebe noch dienen,
aber nicht mehr den mächtigen Herrn.

Eines Tages, so singt der Vogel im freien Feld,
werden die Menschen sich nicht mehr verkaufen,
sie gehören nur sich selbst,
eines Tages, so singt der Vogel im freien Land,
werden die Menschen ihre Freiheit erfahren,
in Liebe und Frieden mit Gott.

(Hans-Jürgen Netz, zitiert nach:
weltverbunden leben. Jahresbegleiter 2015)



Herzliche Grüße

Euer / Ihr Michael Schmid

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Inhaltsübersicht
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I. Artikel

Friedensbewegung

:: 01. Konstantin Wecker: Der Frieden braucht eine Revolution

:: 02. Nach dem Einsatz von Atomwaffen können Ärzte nicht helfen

:: 03. Dietrich Becker-Hinrichs: "Wir sehen immer nur den Splitter im Auge der Muslime, aber den Balken im eigenen Auge sehen wir nicht."

:: 04. Jürgen Grässlin: Der Tod ist ein Meister aus Düsseldorf - und aus Berlin

:: 05. Clemens Ronnefeldt: "Gemeinsame Sicherheit statt Konfrontation - Ohne Gerechtigkeit gibt es keinen Frieden"

Flüchtlinge

:: 06. Bootsflüchtlinge: Deutschland und Europa leisten Beihilfe zum Tod tausender Menschen

:: 07. Was gilt schon die Freiheit der Person, wenn man Flüchtling ist?

:: 08. Nach dem Brandanschlag in Tröglitz: Was getan werden muss

Militarismus

:: 09. Wer profitiert vom neuen Militarismus?

Naher und Mittlerer Osten

:: 10. Kriegswaffenexporte in den Nahen Osten beenden

:: 11. Nach der Atomeinigung von Lausanne: Die Krux mit den Iran-Sanktionen

:: 12. Einigung im Atomstreit mit dem Iran: Senat nimmt Obama ans Gängelband

:: 13. Atom-Deal mit dem Iran: "Historisch" wäre untertrieben

:: 14. Einigung im Atomstreit mit dem Iran: Weniger Zentrifugen, mehr Kontrollen

:: 15. Atomverhandlungen in Lausanne: Iran-Sanktionen als Streitpunkt

:: 16. Uri Avnery: Wer hat Angst vor der bösen Bombe?

:: 17. Uri Avnery: Nationale Einheit

USA

:: 18. Aus der Traum

:: 19. Ein Deserteur?

:: 20. Selma 1965: Ein entscheidender Wendepunkt

Terrorwarnungen

:: 21. Absolute Sicherheit gibt es nicht

Kohle

:: 22. Franz Alt: Das Endspiel um die Kohle hat begonnen

Spiritualität

:: 23. Mystik und Weltverantwortung

:: 24. Franz von Assisi: Reichtum, Freude, Rebellion


II. Hinweise

III. Termine

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I. Artikel

:: 01. Konstantin Wecker: Der Frieden braucht eine Revolution

Als die Russland-Hetze und die von Politikern und Medien geschürte Kriegsstimmung im letzten Herbst eskalierten, entschlossen sich Konstantin Wecker, Margot Käßmann und der Gütersloher Verlag, zeitnah ein Friedensbuch herauszubringen, das als Warnung und als Gegengewicht dienen sollte. "Entrüstet euch" ist eine bunte, aufrührerische und nachdenklich machende Textsammlung. Neben Konstantin Wecker und der ehemaligen EKD-Vorsitzenden Margot Käßmann berichtet u.a. Ellen Diederich von ihren Erfahrungen als Pazifistin. Prominente lebende Pazifisten wie Eugen Drewermann, Jörg Zink und Arno Gruen stehen neben Klassiker/innen wie Erich Kästner, Martin Luther King oder Bertha von Suttner. Wirklich ein Chor kluger und mutiger Stimmen, ein not-wendiges Buch zur rechten Zeit. Der vorliegende Text Konstantin Weckers gibt einen Einblick in sein pazifistisches Denken. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/009118.html


:: 02. Nach dem Einsatz von Atomwaffen können Ärzte nicht helfen

Ärztinnen und Ärzte der Friedensorganisation IPPNW veranstalten heute eine Mahnwache vor dem Fliegerhorst Büchel in der Eifel, der letzte Atomwaffenstandort Deutschlands. Drei Bremer MedizinerInnen sitzen seit 7.30 Uhr in weißen Kitteln vor dem Zaun vor dem Haupttor zum Fliegerhorst, den die Polizei dort kurz nach Beginn der Blockade-Aktion "Büchel 65" errichtet hat. Sie protestieren gegen die dort stationierten US-Atomwaffen, die im Ernstfall von deutschen Piloten abgeworfen werden. Und sie machen aufmerksam auf die Ende April in New York beginnnende Atomwaffensperrvertrags-Konferenz. Eine IPPNW-Delegation wird sich dort für die Aufnahme von Verhandlungen über eine Ächtung von Atomwaffen einsetzen. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/009121.html


:: 03. Dietrich Becker-Hinrichs: "Wir sehen immer nur den Splitter im Auge der Muslime, aber den Balken im eigenen Auge sehen wir nicht."

Dietrich Becker-Hinrichs forderte bei seiner Rede beim Ostermarsch am 4. April 2015 in Stuttgart unter anderem, den islamfeindlichen Strömungen in unserem Land entschieden entgegentreten. Angesichts des Terrors im Irak und in Syrien reiche es allerdings nicht aus, zu sagen, diese ganze unerträgliche Gewalt habe mit dem Islam nichts zu tun habe. Vielmehr müsse eine theologische Auseinandersetzung mit den Argumenten des Kalifats geführt werden. Jede Religion müsse sich mit ihrem eigenen Gewaltpotential auseinandersetzen. Auch die christlichen Kirchen würden Krieg und Waffenlieferungen legitimieren. Geboten sei aber eine fundamentale Abkehr von der Politik des Kriegführens geboten. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/009113.html


:: 04. Jürgen Grässlin: Der Tod ist ein Meister aus Düsseldorf - und aus Berlin

In seiner Rede beim Ostermarsch Rhein-Ruhr am 4. April 2015 auf dem Marktplatz in Düsseldorf fordert Jürgen Grässlin: Rüstungsexporte stoppen! Rüstungsindustrie auf Zivilproduktion umstellen! Neben seiner massiven Kritik an der Rüstungsexportindustrie und -politik betont er ebenfalls die erfreulichen Erfolge der Kampagne "Aktion Aufschrei - Stoppt den Waffenhandel!" >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/009109.html


:: 05. Clemens Ronnefeldt: "Gemeinsame Sicherheit statt Konfrontation - Ohne Gerechtigkeit gibt es keinen Frieden"

Clemens Ronnefeldt setzt sich in seiner Rede beim Münchner Ostermarsch zunächst mit grundlegenden Fragen auseinander: Wie wollen wir auf diesem einen Planeten mit begrenzten Ressourcen so leben, dass die Grundbedürfnisse aller Menschen befriedigt werden können? Und wie können wir gemeinsam das kapitalistische Wirtschaftssystem überwinden, das mit seinem Postulat des unbegrenzten Wirtschaftswachstums und seinem Zins-System offenbar zwangsläufig zu Ungerechtigkeit, Gewalt und Krieg führt? Im zweiten Teil seiner Rede geht es um "Gemeinsame Sicherheit statt Konfrontation". Dabei setzt er sich mit dem Ukraine-Konflikt, den Konflikten im Nahen und Mittleren Osten auseinander und für die Notwendigkeit aus, der wachsenden Militarisierung in Deutschland entgegen zu treten und aktiv Frieden zu gestalten. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/009107.html


:: 06. Bootsflüchtlinge: Deutschland und Europa leisten Beihilfe zum Tod tausender Menschen

Der Bundesinnenminister de Maizière lehnte heute im ZDF eine EU-Seenotrettung ab. Diese wäre "das beste Geschäft für Schlepper", erklärte de Maizière. PRO ASYL ist empört über diese ablehnende Haltung. "Die Bundesregierung macht sich mitschuldig", erklärt Günter Burkhardt, Geschäftsführer von PRO ASYL. "Wer einen europäischen Seenotrettungsdienst ablehnt, leistet Beihilfe zum Tod tausender Menschen. Rettung ist das Gebot der Stunde". >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/009122.html


:: 07. Was gilt schon die Freiheit der Person, wenn man Flüchtling ist?

Seit Ende 2014 arbeitet die Bundesregierung an einem Gesetzentwurf, mit dem sie unter anderem das Bleibe- sowie das Abschiebungsrecht reformieren will. Der Gesetzentwurf zielt darauf ab, die Rechtsstellung für langjährig geduldete Flüchtlinge zu verbessern und repressive Maßnahmen gegen jene Flüchtlinge auszuweiten, die über keinen legalen Aufenthalt verfügen und zur Ausreise verpflichtet wurden. Von Dirk Vogelskamp. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/009110.html


:: 08. Nach dem Brandanschlag in Tröglitz: Was getan werden muss

In Tröglitz wurde ein Brandanschlag auf eine Asyl-Unterkunft verübt. Nach Anfeindungen war bereits der Bürgermeister zurückgetreten, gegen den Landrat gibt es Morddrohungen. In 2015 gab es bereits 25 Angriffe auf Unterkünfte und 22 Gewalttaten gegen Flüchtlinge - viele davon in Ostdeutschland. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/009112.html


:: 09. Wer profitiert vom neuen Militarismus?

Militarismus und Militärausgaben sind überall im Ansteigen, die neue Kalter Krieg-Propaganda scheint sich auszuzahlen. Die neuen "Gefahren," die aufgebauscht werden, bringen Militärkontraktoren und dem Netzwerk von Denkfabriken, die diese bezahlen, um Kriegspropaganda zu produzieren, große Gewinne. Von Ron Paul. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/009120.html


:: 10. Kriegswaffenexporte in den Nahen Osten beenden

IPPNW und pax christi protestieren gegen die beschlossene Exportgenehmigung eines weiteren U-Boots nach Israel. Nach Medienberichten handelt es sich um das fünfte von insgesamt sechs U-Booten, die Israel versprochen wurden. Sie werden zu einem Drittel mit deutschen Steuergeldern finanziert. Ein solcher Kriegswaffenexport ist kein sicherheitspolitisches Instrument. Er unterstützt einseitig eine israelische Politik, die mit einer jahrzehntelangen Besatzung internationales Recht verletzt. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/009116.html


:: 11. Nach der Atomeinigung von Lausanne: Die Krux mit den Iran-Sanktionen

Im Sommer soll es zu einem Atom-Abkommen kommen. Irans Präsident fordert, dass beim Abschluss alle Sanktionen aufgehoben werden - sofort. Von Andreas Zumach. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/009114.html


:: 12. Einigung im Atomstreit mit dem Iran: Senat nimmt Obama ans Gängelband

Der US-Senat hat eine weitere Hürde für ein Abkommen über das iranische Nuklearprogramm errichtet, das die USA und weitere Regierungen bis spätestens zum 30. Juni mit Iran vereinbaren wollen. Der Auswärtige Ausschuss des Senats beschloss in der Nacht zum Mittwoch einstimmig einen Gesetzentwurf, der dem Kongress Einspruchsmöglichkeiten gegen ein Abkommen einräumt. Die Regierung muss ein Abkommen mit Iran erst dem Kongress vorlegen. Erst dann können Sanktionen aufgehoben werden. Von Andreas Zumach. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/009124.html


:: 13. Atom-Deal mit dem Iran: "Historisch" wäre untertrieben

Die Atomeinigung mit dem Iran ist ein Erfolg, ein endgültiges Abkommen nun denkbar. Es brächte Hoffnung für die gesamte Region. Von Andreas Zumach. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/009103.html


:: 14. Einigung im Atomstreit mit dem Iran: Weniger Zentrifugen, mehr Kontrollen

Die Atomvereinbarung von Lausanne ist ein Durchbruch. Doch worum genau geht es? Hier die wichtigsten Punkte des Abkommens. Von Andreas Zumach. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/009104.html


:: 15. Atomverhandlungen in Lausanne: Iran-Sanktionen als Streitpunkt

Bei den Verhandlungen konnte auch nach Ablauf der selbst gesetzten Frist keine Einigung erzielt werden. Russland und Iran signalisieren aber Fortschritte. Von Andreas Zumach. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/009100.html


:: 16. Uri Avnery: Wer hat Angst vor der bösen Bombe?

Ich muss mit einem schockierenden Bekenntnis beginnen: Ich habe keine Angst vor der iranischen Atombombe. Ich weiß, das macht mich zu einer abartigen Person, fast schon zu einem Freak. Aber was kann ich machen? Es ist mir unmöglich, Furcht zu entwickeln wie ein wahrer Israeli. Ich kann versuchen, so viel ich will: Die iranische Bombe macht mich nicht hysterisch. Von Uri Avnery. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/009105.html


:: 17. Uri Avnery: Nationale Einheit

Meine erste Reaktion nach den Wahlen war: "Nur keine Einheitsregierung!" Einen großen Teil meines ersten Artikels nach der Wahl widmete ich der Gefahr einer Regierung der "nationalen Einheit". Zu der Zeit war allerdings die Möglichkeit einer solchen Regierung, die sich auf Likud und die Arbeitspartei gründen würde, tatsächlich weit entfernt. Aber als ich die Zahlen betrachtete, hatte ich den quälenden Verdacht: Das sieht aus, als würde es auf eine Kombination aus Likud und Arbeitspartei hinauslaufen. Von Uri Avnery. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/009115.html


:: 18. USA: Aus der Traum

Für Drohnen-Einsätze und Elitesoldaten bot der Jemen ein geeignetes Terrain - bis die Huthis kamen. Von Konrad Ege. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/009101.html


:: 19. Ein Deserteur?

Bowe Bergdahl droht nach fünf Jahren in Taliban-Gefangenschaft nun eine Anklage wegen Fahnenflucht. Von Konrad Ege. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/009117.html


:: 20. Selma 1965: Ein entscheidender Wendepunkt

Die Feiern, die zum Jubiläum des zweiten Bürgerrechtsgesetzes von 1965 für die African-American Community in den USA abgehalten wurden, sowie der bewegende Selma-Kinofilm erinnern an einen Durchbruch der US-Bürgerrechtsbewegung vor 50 Jahren. 1964 war die Segregation in öffentlichen Einrichtungen aufgehoben worden, 1965 ging es um die Abschaffung diskriminierender Bestimmungen für das Wahlrecht. 1944, 1957, 1960 und 1964 hatte es bereits US-Gesetze zum Wahlrecht für African-Americans gegeben, ihre Implementierung wurde jedoch durch das Bollwerk weißer Rassisten im Süden der USA verhindert. Clayborne Carson zeichnet die Ereignisse des gewaltfreien Kampfes von Martin Luther King und der Afrikanisch-Amerikanischen Bewegung vor 50 Jahren nach. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/009111.html


:: 21. Terrorwarnungen: Absolute Sicherheit gibt es nicht

Wenn bei den polizeilichen Gegenmaßnahmen aufgrund "erhöhter Gefährdungslage" die Freiheit auf der Strecke bleibt, macht sich unsere Gesellschaft lächerlich. Von Ulrike Baureithel. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/009119.html


:: 22. Franz Alt: Das Endspiel um die Kohle hat begonnen

Den Befürwortern der alten Kohlewirtschaft ist kein Argument zu doof, um ihr altes Geschäftsmodell aus dem letzten Jahrhundert zu retten: Verdi-Chef Frank Bsirske erklärte an Ostern, mit der von Energieminister Sigmar Gabriel und Angela Merkel geplanten CO2-Steuer auf alte Kohlekraftwerke würden 100.000 Arbeitsplätze verloren gehen. Die geplante Steuer betrifft aber lediglich die Braunkohleindustrie und hier arbeiten nur noch knapp 20.000 Menschen. Von Franz Alt. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/009123.html


:: 23. Mystik und Weltverantwortung

Spiritualität und Mystik haben im politischen Kontext nichts zu suchen, sagen besonders Rigorose. Sie seien sogar schädlich, weil sie uns in Absprache mit den Mächtigen eine weltfremde Vertröstungsideologie aufschwatzten. Andere geben sich milder und gestehen der Spiritualität eine gewisse private Berechtigung zu. Sie verstehen aber nicht, warum sie für politische Arbeit "unbedingt" nötig sein soll. Gerhard Breidenstein verlangt in seinem grundsätzlichen Artikel nicht, dass jeder zum Mystiker werden müsse; er erklärt aber, worin die besonderen Stärken einer mystischen Welthaltung auch im Hinblick auf gesellschaftliches Engagement liegen: in einem gewissen Verantwortungsgefühl für das Ganze, von dem wir ein Teil sind z.B. In wachsender Unabhängigkeit von kapitalistischen Konsum- und Erfolgszwängen. In der Förderung von Achtsamkeit, Mitgefühl, Mut und Hoffnung. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/009102.html


:: 24. Franz von Assisi: Reichtum, Freude, Rebellion

Die Theologin Dorothee Sölle sieht im Armutsgebot des Franz von Assisi einen Protest gegen den sich anbahnenden materialistischen Geist. 100 Jahre nach Franziskus wurde die Ansicht, Jesus habe in Armut gelebt, als häretisch verurteilt - zu subversiv wirkte seine Lehre schon damals. Franziskus war ein Rebell gegen den "Kaufmannsgeist" (Meister Eckhart), der damals schon den Zeitgeist gefährlich infiltrierte. Seine Askese war stets begleitet von tiefer Freude an Gott und seiner Schöpfung. Sein Reichtum war der des Helfens und Teilens. Wachstum bei Franziskus ist das Schrumpfen der Abhängigkeit von Besitz und weltlichem Erfolg. Kein Mensch ist so perfekt wie die Legenden, die über ihn verbreitet werden. Inspirieren kann uns das Leben dieses heiligen Mannes jedoch bis heute. Von Monika Herz und Roland Rottenfußer. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/009106.html

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II. Hinweise

:: Afrika-Schwerpunkt in aktueller Ausgabe von Wissenschaft und Frieden

Afrika schafft es in der Regel nur in die Nachrichten, wenn Konflikte besonders gewaltförmig eskalieren. Dabei wiederholt sich immer wieder das gleiche Muster: Konflikte werden jahrelang ignoriert, bis sie sich so zuspitzen, dass sie die nicht mehr ignoriert werden können und "die Weltgemeinschaft" auf den Plan rufen. Der medialen Erregung folgt eine eilige militärische Antwort, das Thema ist aber bald wieder vergessen, wenn es nicht zu einer noch stärkeren Eskalation der Gewalt kommt. Für die Ursachen der Konflikte interessiert man sich nicht. Abgesehen von Kriegen und Katastrophen kommt Afrika in unserer Öffentlichkeit nur als der Ort vor, woher die Flüchtlinge kommen, die man in Europa nicht haben will. W&F schaut im Schwerpunkt dieser Ausgabe genauer auf einige Länder Afrikas und ignoriert dabei unsere eigene Rolle nicht. >>
http://wissenschaft-und-frieden.de/index.php?mid=0&pid=11&jvar=150#n150


:: Petition: "Das darf sich nicht wiederholen"

Für sie endete der Traum von Europa in einer Tragödie: Diese Woche sind erneut hunderte Menschen im Mittelmeer ertrunken. Als 2013 vor der italienischen Insel Lampedusa mehr als 360 Menschen starben, beteuerten Politiker/innen aus ganz Europa: "So etwas darf sich nicht wiederholen." Doch die Rettungsmission "Mare Nostrum", die als Reaktion auf das Unglück von Lampedusa ins Leben gerufen wurde, lief Ende 2014 aus - ohne angemessenen Ersatz. Seitdem bedeutet ein Schiffsunglück auf hoher See für Flüchtlinge wieder den nahezu sicheren Tod. Die Campact-Aktive Anne Schulze Everding will das nicht tatenlos hinnehmen. Sie fordert: Europa muss Mare Nostrum fortführen! Dazu hat sie eine Petition an Bundeskanzlerin Angela Merkel, den Präsidenten des EU-Parlaments, Martin Schulz und den Präsidenten des Europäischen Rates, Donald Tusk auf WeAct gestartet - der neuen Petitionsplattform von Campact. Bitte unterzeichnet Sie die Petition von Anne Schulze Everding! Mehr >>
https://weact.campact.de/petitions/europa-darf-nicht-wegschauen-wenn-fluchtlinge-an-seinen-aussengrenzen-ertrinken

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III. Termine

:: 26.04.2015 - Tschernobyl-Jahrestag 2015: Demos und Aktionen

Anlässlich des 29. Jahrestags der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl finden am Sonntag, den 26. April 2015 an den drei AKW-Standorten Brokdorf, Phillipsburg und Fessenheim jeweils Gedenk- und Protestaktionen statt. Darüber hinaus gibt es in weiteren Städten Mahnwachen und Kundgebungen. Mehr >>
https://www.ausgestrahlt.de/mitmachen/tschernobyl-2015.html


:: 30.04.2015 - 14.30 - 19.00 Uhr im Rathaus, Marktplatz 1, Stuttgart: Hearing "Strategien gegen institutionellen Rassismus"

Das Panel I eröffnet den Raum, um aus verschiedenen Perspektiven die Erfahrung des institutionellen Rassismus für die davon Betroffenen sichtbar zu machen und fragt konkret nach den Auswirkungen des NSU-Komplex auf Migrant_innen in Deutschland. Das Panel II diskutiert ausgehend von den Erfahrungen aus den Stephen Lawrence Kommissionen in Großbritannien konkrete Schritte, wie eine zivilgesellschaftliche Begleitung der Organe der inneren Sicherheit zu mehr Vertrauen beitragen kann. VA: LAKA (Landesverband der kommunalen Migrantenvertretungen Baden-Württemberg) und Netzwerk Rassismuskritische Migrationspädagogik Baden-Württemberg sowie weitere Mitveranstalter. Zur kompletten Ankündigung >>
http://www.rassismuskritik-bw.de/hearing-strategien-gegen-institutionellen-rassismus/


:: 05.-10.07. 2015 - Friedensburg Schlaining, A-7461 Stadtschlaining: Zivilgesellschaft im Konflikt: Vom Gelingen und Scheitern in Krisengebieten

Die diesjährige Sommerakademie an der Friedensburg Schlaining widmet sich der Thematik des zivilgesellschaftlichen Engagements in Krisen und Konflikten. Welche Konzepte und Ideen liegen dem Begriff der Zivilgesellschaft zugrunde? Worin unterscheiden sich einzelne Zugänge in Theorie und Praxis? Welche Möglichkeiten haben zivilgesellschaftliche AkteurInnen zur Umsetzung ihrer eigenen Ziele, und wie sehr sind diese mit den Bedürfnissen der betroffenen Menschen in den jeweiligen Konflikten kompatibel? An welche Grenzen stoßen zivilgesellschaftliche Initiativen dabei und aus welchen Gründen? Dazu will die Sommerakademie ein umfassendes und kritisches Forum für alle Interessierten sein - unabhängig von ihrem Vorwissen, ihrer Ausbildung oder aktuellen (Berufs-)Tätigkeit. Mehr >>
http://www.aspr.friedensburg.at/konferenzen-und-veranstaltungen/internationale-sommerakademie/

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Weitere Termine finden sich u.a.:

:: Netzwerk Friedenskooperative >> http://www.friedenskooperative.de/termine.htm

:: "Aktion Aufschrei - Stoppt den Waffenhandel!" >> http://www.aufschrei-waffenhandel.de/Veranstaltungstermine.69.0.html

:: bewegung.taz.de >> http://bewegung.taz.de/termine

:: Die AnStifter >> https://www.die-anstifter.de/veranstaltungen/

:: Bessere Welt Links. Norbert's Bookmarks für engagierte Leute >> http://www.bessereweltlinks.de/index.php?cat=6108

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