Date: February 26th 2014

==== Lebenshaus-Newsletter ===============================================

Liebe Freundinnen und Freunde,

dieses Jahr, in dem vielfach dem Beginn des Ersten Weltkriegs vor 100 Jahren gedacht wird, möchte ich diesen Newsletter mit dem Gedicht "Krieg dem Kriege" von Kurt Tucholsky einleiten. Tucholsky schrieb es 1919 unter dem Eindruck des gerade zu Ende gegangenen Ersten Weltkriegs. Erschreckend genau sagt er darin auch den zwanzig Jahre später mit dem Überfall Deutschlands auf Polen am 1. September 1939 - also vor 75 Jahren - beginnenden Zweiten Weltkrieg vorher.


Krieg dem Kriege

Sie lagen vier Jahre im Schützengraben.
Zeit, große Zeit!
Sie froren und waren verlaust und haben
daheim eine Frau und zwei kleine Knaben,
weit, weit –!

Und keiner, der ihnen die Wahrheit sagt.
Und keiner, der aufzubegehren wagt.
Monat um Monat, Jahr um Jahr ...

Und wenn mal einer auf Urlaub war,
sah er zu Haus die dicken Bäuche.
Und es fraßen dort um sich wie eine Seuche
der Tanz, die Gier, das Schiebergeschäft.
Und die Horde alldeutscher Skribenten kläfft:
"Krieg! Krieg!
Großer Sieg!
Sieg in Albanien und Sieg in Flandern!"
Und es starben die andern, die andern, die andern ...

Sie sahen die Kameraden fallen.
Das war das Schicksal bei fast allen:
Verwundung, Qual wie ein Tier, und Tod.
Ein kleiner Fleck, schmutzigrot –
und man trug sie fort und scharrte sie ein.
Wer wird wohl der nächste sein?

Und ein Schrei von Millionen stieg auf zu den Sternen.
Werden die Menschen es niemals lernen?
Gibt es ein Ding, um das es sich lohnt?
Wer ist das, der da oben thront,
von oben bis unten bespickt mit Orden,
und nur immer befiehlt: Morden! Morden! –
Blut und zermalmte Knochen und Dreck ...
Und dann hieß es plötzlich, das Schiff sei leck.
Der Kapitän hat den Abschied genommen
und ist etwas plötzlich von dannen geschwommen.
Ratlos stehen die Feldgrauen da.
Für wen das alles? Pro patria?

Brüder! Brüder! Schließt die Reihn!
Brüder! das darf nicht wieder sein!
Geben sie uns den Vernichtungsfrieden,
ist das gleiche Los beschieden
unsern Söhnen und euern Enkeln.
Sollen die wieder blutrot besprenkeln
die Ackergräben, das grüne Gras?
Brüder! Pfeift den Burschen was!
Es darf und soll so nicht weitergehn.
Wir haben alle, alle gesehn,
wohin ein solcher Wahnsinn führt –

Das Feuer brannte, das sie geschürt.
Löscht es aus! Die Imperialisten,
die da drüben bei jenen nisten,
schenken uns wieder Nationalisten.
Und nach abermals zwanzig Jahren
kommen neue Kanonen gefahren. –
Das wäre kein Friede.
Das wäre Wahn.
Der alte Tanz auf dem alten Vulkan.
Du sollst nicht töten! hat einer gesagt.
Und die Menschheit hörts, und die Menschheit klagt.
Will das niemals anders werden?
Krieg dem Kriege!
Und Friede auf Erden.

Kurt Tucholsky (Juni 1919)


Shalom - Salam

Euer / Ihr Michael Schmid

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Inhaltsübersicht
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I. Artikel

Friedensbewegung / Gewaltfreiheit

:: 01. Darf das Atomwaffenlager Büchel blockiert werden?

:: 02. Theodor Ebert: Was ist und wie funktioniert gewaltfreier Widerstand? Anregungen für Fortgeschrittene

:: 03. Pete Seeger (1919-2014) - Er änderte die Welt Song für Song

:: 04. Friedensbewegung startet "Projekt Münchhausen", um Kriegslügen bloßzustellen

:: 05. Verantwortung für die Entfaltung friedenspolitischer Kooperation übernehmen - Ein Friedensdekalog als Antwort an den Bundespräsidenten

Deutsche Weltmachtpolitik / Rüstungsexporte

:: 06. Paradigmenwandel: Auftrag Weltmacht

:: 07. Sicherheitskonferenz: Generalangriff der Kriegstreiber

:: 08. Die Zukunftsmärkte des Krieges

:: 09. "Halten Sie Wort, Minister Gabriel!"

:: 10. Aktion Aufschrei fordert Bundesregierung auf: "Grenzen öffnen für Menschen. Grenzen schließen für Waffen."

Naher und Mittlerer Osten

:: 11. Syrienkonferenz: Kein Waffenstillstand in Sicht

:: 12. Uri Avnery: Captain Boycott reitet wieder

:: 13. Uri Avnery: Drei Frauen

:: 14. Iran Atomprogramm: Der iranische Knoten

:: 15. Afghanistan: Noch ein Abschied

Nordafrika

:: 16. Tunesien: Die beste der Welt

:: 17. Ägypten: Auf in die nächste Autokratie

Asien

:: 18. 'Guter' Krieg, 'Böser' Krieg

:: 19. Nordkorea: Kim Jong Un baut um

:: 20. Systematische Verharmlosung der Folgen: Leben in Japan nach der Atomkatastrophe

Schweiz

:: 21. Ja, ich bin neidisch auf die Schweiz

:: 22. Debatte EU-Reaktionen auf Schweiz: Linkspopulismus bringt es nicht

Finanztransaktionssteuer

:: 23. Über 300 Organisationen fordern umfassende Finanztransaktionssteuer

Leonardo Boff

:: 24. Wir befinden uns im Blindflug: aber wohin?

:: 25. Die Psalmen: eine Anatomie der menschlichen Seele

:: 26. Der Platz des Religiösen in der Welt


II. Hinweise

III. Termine

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I. Artikel

:: 01. Darf das Atomwaffenlager Büchel blockiert werden?

Das Verwaltungsgericht Koblenz verhandelt am Donnerstag, 27.02.2014, über eine Klage des Heidelberger Atomwaffengegners Hermann Theisen. Dieser hatte für Mai 2013 eine Kundgebung vor dem Hauptbahnhof Koblenz angemeldet und dabei angekündigt, einen Blockadeaufruf zu verteilen. Mit dem Aufruf wollte er für die im Sommer 2013 geplanten Sitzblockaden vor dem Atomwaffenlager Büchel mobilisieren und zugleich an die rechtswidrige Verurteilungspraxis von gewaltfreien Sitzblockierern in den 1980er Jahren erinnern. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/008368.html


:: 02. Theodor Ebert: Was ist und wie funktioniert gewaltfreier Widerstand? Anregungen für Fortgeschrittene

Theodor Ebert führt in einem Vortrag bei der Rosa-Luxemburg-Stiftung im Rahmen der Veranstaltung "Mit Aktionstrainings und gewaltfreiem Widerstand die Welt verändern?" am 24. Januar 2014 in Berlin aus, wie sich gewaltfreie Aktionen einsetzen lassen, um für ein friedliches Zusammenleben und für soziale Gerechtigkeit zu wirken. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/008338.html


:: 03. Pete Seeger (1919-2014) - Er änderte die Welt Song für Song

Pete Seeger, der 94 Jahre alte Aktivist-Sänger-Songwriter, der die Welt mit jeder Note zu ändern versuchte, die er von sich gab, ist gestorben, und wir alle sind um das ärmer geworden. Er gehörte zu einer aussterbenden Gattung von Amerikanern, die darauf achteten, welche von den ihnen zur Verfügung stehende Ressourcen sie nutzten, anstatt in Annehmlichkeiten zu schwelgen und sich im Glanz ihrer Größe zu sonnen. Von John W. Whitehead. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/008337.html


:: 04. Friedensbewegung startet "Projekt Münchhausen", um Kriegslügen bloßzustellen

Auf Initiative des bekannten Friedensforschers, Prof. Dr. Andreas Buro, haben namhafte Wissenschaftler und Persönlichkeiten aus der deutschen Friedensbewegung das "Projekt Münchhausen" gestartet, um Kriegslügen bloßzustellen. Bei diesem Projekt geht es darum, Legitimationsideologien vom "Gerechten Krieg", dem "Militär als letztem Mittel", der "Humanitären Intervention" und andere als Lügen zu entlarven, die dazu dienen sollen, der Bevölkerung Rüstung und Krieg schmackhaft zu machen. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/008371.html


:: 05. Verantwortung für die Entfaltung friedenspolitischer Kooperation übernehmen - Ein Friedensdekalog als Antwort an den Bundespräsidenten

Bundespräsident Joachim Gauck hat auf der Münchner Sicherheitskonferenz dafür plädiert, Deutschland solle mehr internationale Verantwortung übernehmen. Das Militärische stand im Vordergrund, Friedenspolitisches war kaum zu vernehmen. Außenminister und Verteidigungsministerin sekundierten entschlossen für die Entsendung deutscher Truppen nach Afrika. Humanitäre militärische Intervention? Unglaubwürdig nach allen Militärinterventionen der Vergangenheit, die nur Chaos, unzählige Tote und fortdauernde Kämpfe hinterlassen haben. Von Andreas Buro und der "Kooperation für den Frieden". >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/008342.html


:: 06. Paradigmenwandel: Auftrag Weltmacht

Auf der Sicherheitskonferenz in München wird nicht allein die Teilnahme, sondern eine deutsche Führung bei künftigen Weltordnungskriegen reklamiert. Von Lutz Herden. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/008344.html


:: 07. Sicherheitskonferenz: Generalangriff der Kriegstreiber

Überraschend war es nicht, empörend ist es dennoch: Auf der an diesem Wochenende stattfindenden Münchner Sicherheitskonferenz wird versucht, der deutschen Bevölkerung den Sinn eines Elitenkonsenses einzuhämmern, der sich schon seit einiger Zeit herausgebildet hat. Angeführt von Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen und Außenminister Frank-Walter Steinmeier wird gefordert, Deutschland müsse seine - angebliche - "Kultur militärischer Zurückhaltung" - zugunsten einer offensiven Weltmachtpolitik aufgeben. Von Jürgen Wagner. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/008340.html


:: 08. Die Zukunftsmärkte des Krieges

Rüstungsexperten empfehlen den Waffenherstellern des Westens eine gezielte Steigerung ihrer Exporte nach Asien und Mittelost. Da in den NATO-Staaten mit einem Wachstum der Militärhaushalte gegenwärtig nicht zu rechnen sei, gehe es für die westliche Rüstungsindustrie in den nächsten Jahren darum, sich größtmögliche Marktanteile auf den "Zukunftsmärkten" der Branche zu sichern - auf der Arabischen Halbinsel, insbesondere jedoch in Ost- und Südostasien, heißt es in einer aktuellen Studie des Fachdienstes "Jane's". Auch wenn die Rüstungskäufe außerhalb der NATO derzeit deutlich stärker zunähmen als innerhalb des westlichen Kriegsbündnisses, sei dennoch selbst auf lange Sicht nicht mit einem Ende der militärischen Dominanz des Westens zu rechnen. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/008345.html


:: 09. "Halten Sie Wort, Minister Gabriel!"

"Die Lieferung von mehr als hundert Militärbooten aus Deutschland nach Saudi-Arabien und deren beabsichtigte Absicherung mit einer Hermesbürgschaft in Höhe von 1,4 Milliarden Euro widerspricht eklatant der wiederholt geäußerten Ankündigung von Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel, keine Waffen mehr an Unrechtsregime zu liefern", so Paul Russmann, Sprecher der Aktion Aufschrei - Stoppt den Waffenhandel! und Geschäftsführer der Aktion Ohne Rüstung Leben. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/008339.html


:: 10. Aktion Aufschrei fordert Bundesregierung auf: "Grenzen öffnen für Menschen. Grenzen schließen für Waffen."

"Grenzen öffnen für Menschen. Grenzen schließen für Waffen.": Mit Panzerattrappen, Chorgesang und Transparenten demonstrierten Repräsentant/innen und Vertreter/innen der Kampagne "Aktion Aufschrei - Stoppt den Waffenhandel!" heute in Berlin vor dem Reichstag für die Forderung nach einem grundsätzliches Verbot von Rüstungsexporten in Artikel 26,2 des Grundgesetzes. 95.000 Unterschriften für eine entsprechende Klarstellung im Grundgesetz wurden bereits am Vortag (25.02.2014) an Bundestagsvizepräsidentin Edelgard Bulmahn übergeben. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/008372.html


:: 11. Syrienkonferenz: Kein Waffenstillstand in Sicht

Auch eine weitere Syrienkonferenz wird nur dann erfolgreich sein, wenn die Hauptsponsoren des Bürgerkrieges ihre Unterstützung einstellen. Kommentar von Andreas Zumach. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/008356.html


:: 12. Uri Avnery: Captain Boycott reitet wieder

Es war immer mein geheimer Ehrgeiz zu erreichen, dass ein Bagatz meinen Namen trage. Bagatz ist das hebräische Akronym für den "Obersten Gerichtshof", die israelische Entsprechung eines Verfassungsgerichts. Im öffentlichen Leben Israels spielt es eine sehr wichtige Rolle. Wenn eine bahnbrechende Entscheidung des Obersten Gerichtshofs nach jemandem genannt wird, verleiht ihm das eine gewisse Unsterblichkeit. Wenn er schon lange tot ist, zitieren Juristen noch den nach ihm genannten Fall und beziehen sich auf das entsprechende Urteil. Von Uri Avnery. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/008363.html


:: 13. Uri Avnery: Drei Frauen

Dies ist eine Liebeserklärung. Ich liebe Achinoam Nini. Ich liebe sie von Weitem. Ich bin ihr nie begegnet. Ich liebe sie für das, was sie vor ein paar Wochen getan hat. Die israelische Organisation der Komponisten und Schriftsteller hat sie mit dem Preis für ihr Lebenswerk ausgezeichnet. Zwar ist sie erst 44 Jahre alt, aber gewiss hat sie den Preis verdient. Sie ist eine wunderbare Sängerin. Noa (wie sie im Ausland genannt wird) hat etwas Ungewöhnliches getan: Sie hat die Annahme des Preises verweigert. Von Uri Avnery. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/008353.html


:: 14. Iran Atomprogramm: Der iranische Knoten

Teheran verhandelt über das Atomprogramm. Die internationalen Kräfte erwarten einen Verzicht auf Atomwaffen, Teheran beteuert jedoch, es verfolge kein Nuklearwaffenprogramm. Iran spielt auch eine essentielle Rolle im Friedensprozess für Syrien. Von Karl Grobe. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/008360.html


:: 15. Afghanistan: Noch ein Abschied

Es ist Joe Biden, der für einen vorsichtigen Bruch mit bisherigen Planungen für die US-Präsenz nach dem Abzug aller ISAF-Verbände Ende 2014 plädiert. Statt der vorgesehenen 10.000 Mann würden 3.000 reichen, wenn man vermehrt Drohnen einsetze und die Basen in Pakistan nutze, so der Vizepräsident. Damit ließen sich die Taliban und andere Dschihadisten mühelos in Schach halten. Die USA haben Präsident Hamid Karzai als Partner aufgegeben. Von Lutz Herden. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/008370.html


:: 16. Tunesien: Die beste der Welt

Vor wenigen Tagen stimmte das Parlament für eine neue Verfassung, die sich sehen lassen kann. Sie entspricht dem Geist des Arabischen Frühlings. Von Sabine Kebir. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/008336.html


:: 17. Ägypten: Auf in die nächste Autokratie

Ein militärisch gepanzerter Verfassungsfortschritt dürfte General as-Sisi zur Präsidentschaft verhelfen, sollte er bei den für April geplanten Wahlen kandidieren. Von Sabine Kebir. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/008366.html


:: 18. 'Guter' Krieg, 'Böser' Krieg

Die Mächtigen möchten, dass wir glauben, wir würden "in einer ewigen Gegenwart" (TIME Magazine) leben, in der die Reflexion auf Facebook beschränkt und die Präsentation der Geschichte Hollywood vorbehalten ist. Das ist ein Trick, um sich in das Vertrauen zu schwindeln. In "1984" schrieb George Orwell: "Wer die Vergangenheit beherrscht, beherrscht die Zukunft. Wer die Gegenwart beherrscht, beherrscht die Vergangenheit." Die Menschen Koreas verstehen das gut. Das Massaker auf ihrer Halbinsel nach dem Zweiten Weltkrieg ist bekannt als der "vergessene Krieg," dessen Bedeutung für die gesamte Menschheit lange verschwiegen wurde in Militärgeschichten á la Kalter Krieg gegen das Böse. Von John Pilger. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/008359.html


:: 19. Nordkorea: Kim Jong Un baut um

Der nordkoreanische Diktator Kim Jong Un entledigt sich der alten Generation - blutig und brutal. Nach der Hinrichtung seines Onkels Jang Song Thaek nimmt er sich jetzt Eliteeinheiten des Militärs vor. Deren führende Offiziere waren Jang sehr ergeben. Von Karl Grobe. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/008354.html


:: 20. Systematische Verharmlosung der Folgen: Leben in Japan nach der Atomkatastrophe

Auch drei Jahre nach der Atomkatastrophe halten das Verschweigen, Vertuschen und Verdrängen der offiziellen japanischen Stellen an. Die Geheimhaltung der unbequemen Wahrheiten ist durch das neue japanische Geheimhaltungsgesetz sogar noch einfacher und umfangreicher geworden. Die Vertuschung beginnt bereits mit den amtlichen Mess-Stationen. Sie rechnen die Umgebungsstrahlung systematisch herunter. "Über 80 Prozent der 3.141 offiziellen Messstationen zeigen zu geringe Ortsdosis-Werte an, häufig nur die Hälfte bis zu zwei Drittel des wahren Wertes", berichtet der Umweltjournalist Alexander Neureuter über seine Recherchen vor Ort. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/008364.html


:: 21. Ja, ich bin neidisch auf die Schweiz

Volksabstimmungen sind ein hohes Gut und schaffen mehr Transparenz. Doch wenn ihre Ergebnisse dem Völkerrecht widerlaufen, muss man sie kritisieren. Kommentar von Andreas Zumach. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/008355.html


:: 22. Debatte EU-Reaktionen auf Schweiz: Linkspopulismus bringt es nicht

Gegen die erstarkenden Rechtspopulisten in der EU hilft nur ein politisches Programm. Ängste schüren und Feindbilder aufbauen ist die falsche Strategie. Von Andreas Zumach. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/008361.html


:: 23. Über 300 Organisationen fordern umfassende Finanztransaktionssteuer

Angesichts der drohenden Verwässerung der Finanztransaktionssteuer haben in einer europaweiten Aktion über 300 zivilgesellschaftliche Organisationen offene Briefe an Regierungschefs geschrieben. Adressaten waren neben Bundeskanzlerin Angela Merkel, Vize-Kanzler Sigmar Gabriel, Finanzminister Wolfgang Schäuble, Frankreichs Präsident Francois Hollande, die spanischen und italienischen Ministerpräsidenten Mariano Rajoy und Enrico Letta sowie Österreichs Bundeskanzler Werner Faymann. Anlässlich der morgen stattfindenden deutsch-französischen Regierungskonsultationen in Paris, bei der die Besteuerung von Derivaten thematisiert werden wird, warnen die Organisationen vor einem faulen Kompromiss und fordern eine umfassende Finanztransaktionssteuer. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/008358.html


:: 24. Leonardo Boff: Wir befinden uns im Blindflug: aber wohin?

Wer meine vorigen Artikel "Das finstere Reich der Großkonzerne" und "Eine Herrschaft von der schlimmsten Sorte: die der Geschäftsleute" gelesen hat, schlussfolgerte sicher, dass die Passagiere im Raumschiff Erde unter völlig unterschiedlichen Bedingungen reisen. Eine kleine Gruppe der Superreichen sitzt in der Ersten Klasse und genießt dort skandalösen Luxus; andere Glückliche reisen in der Economy Class und bekommen vernünftige Speisen und Getränke serviert. Der Rest der Menschheit, und das sind noch Millionen, ist in den Gepäckraum gepfercht, wo die Temperatur nur wenig über null Grad liegt, und stirbt fast vor Hunger, Durst und Verzweiflung. Sie hämmern an die Wände gegen diejenigen, die über ihnen sitzen, und schreien "Entweder wir teilen, was es in diesem einzigen Raumschiff gibt, oder irgendwann werden die Ressourcen aufgebracht sein, und unabhängig von der sozialen Zugehörigkeit werden wir alle sterben." Doch wer will auf sie hören? Die Bequemen schlafen ungestört nach
ihrem reichhaltigen Bankett. Von Leonardo Boff. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/008329.html


:: 25. Leonardo Boff: Die Psalmen: eine Anatomie der menschlichen Seele

Die Psalmen stellen eine der am weitesten entwickelten Gebetsformen dar, die die Menschheit je hervorbrachte. Millionen von Menschen, Juden, Christen und religiöse Menschen aller Traditionen rezitieren und singen täglich Psalmen, vor allem Nonnen, Mönche und Priester beim täglichen Stundengebet. Von Leonardo Boff. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/008365.html


:: 26. Leonardo Boff: Der Platz des Religiösen in der Welt

So verweltlicht die Gesellschaft auch geworden ist und so materialistisch sie sich in mancher Hinsicht zeigt, lässt sich doch nicht leugnen, dass eine starken Rückkehr in Richtung Religiosität, Mystizismus und Esoterik zu verzeichnen ist. Die Menschen scheinen der exzessiven Rationalisierung und Funktionalisierung unserer komplexen Gesellschaft müde zu werden. Die Rückkehr zur Religiosität zeigt, dass der Mensch auf der Suche nach etwas Größerem ist. Wir würden gern die unsichtbare Seite dieser sichtbaren Welt aufdecken. Darin liegt möglicherweise ein geheimer Sinn, der unser unermüdliches Streben nach dem, was wir nicht benennen können, erfüllt. Vor diesem nicht-konfessionellen Hintergrund kann es sinnvoll sein, vom Religiösen oder dem Spirituellen zu sprechen. Von Leonardo Boff. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/008357.html

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II. Hinweise

:: Vortragsmanuskripte der Tagung "We shall overcome!" können angefordert werden

Die Vorträge bei der Tagung "'We shall overcome!' Gewaltfrei aktiv für die Vision einer Welt ohne Gewalt und Unrecht - drei biographische Zugänge" von Lebenshaus Schwäbische Alb im Oktober 2013 sind auf großes Interesse gestoßen. Die Vortragsmanuskripte sind zum Teil in der Lebenshaus-Website veröffentlicht worden. Vollständig nachzulesen sind die Manuskripte von Wolfgang Sternstein, Ullrich Hahn und Wiltrud Rösch-Metzler sowie der Eröffnungsvortrag von Michael Schmid und Katrin Warnatzsch in einer PDF-Datei, die kostenlos unter info@lebenshaus-alb.de angefordert werden kann.

Weil die letztjährige Tagung auf äußerst große und positive Resonanz gestoßen ist, plant Lebenshaus Schwäbische Alb für 11. Oktober 2014 eine weitere Tagung (Näheres wird demnächst veröffentlicht).


:: EU verabreicht TTIP-Beruhigungspille - Transatlantisches Freihandelsabkommen verhindern!

Handelskommissar De Gucht will zu den Verhandlungen um den Investorenschutz im Transatlantischen Freihandelsabkommen TTIP die Zivilgesellschaft konsultieren und den Missbrauch durch Konzerne verhindern. Tageszeitungen titelten bereits "Brüssel stoppt Konzerne", doch damit ist eindeutig zu viel versprochen. So geht es nicht etwa um ein Einlenken der Kommission, denn derartige Konsultationsverfahren auf EU-Ebene haben keine vorgegebene Struktur und vor allem keine bindende Wirkung. Und der Investorenschutz in internationalen Freihandelsabkommen ist nicht etwa deshalb problematisch, weil er missbraucht wird, sondern weil es im Grundsatz falsch ist, wenn Konzerne außerhalb der staatlichen Gerichte gegen Gesetze klagen können, die gewählte Parlamente verabschiedet haben. Wir lassen uns nicht beschwichtigen, sondern machen weiter Druck. Hier besteht die Möglichkeit, sich an einer Aktion gegen das transatlantische Freihandelsabkommen beteiligen >>
http://umweltinstitut.org/freihandelsabkommen/allgemeines/freihandelsabkommen-verhindern-1144.html

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III. Termine

:: 09.03.2014 - 13.00 Uhr Ab Bahnhof Kirchheim am Neckar Demo zum AKW Neckarwestheim: "Fukushima außer Kontrolle"

Auch der dritte Jahrestag der Katastrophe von Fukushima zeigt, dass die Lage in Japan nicht beherrschbar ist. Und in Neckarwestheim läuft immer noch ein atomares Großkraftwerk. Der zweite Reaktor am Standort wurde zwar abgeschaltet, doch auch beim Rückbau drohen neue strahlende Gefahren. Es ist wieder Zeit zum Demonstrieren. Mehr >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/aktionen/008367.html
http://www.endlich-abschalten.de

Weitere Demonstrationen vor dem Fukushima-Jahrestag >>
https://www.ausgestrahlt.de/mitmachen/fukushima2014/demonstrationen.html


:: 10.03.2014 - bundesweit Mahnwachen: "Fukushima mahnt"

Vor drei Jahren passierte die Atomkatastrophe in Fukushima. Und seit drei Jahren dauert die Katastrophe in Japan schon an - und erst allmählich wird ihr wahres Ausmaß sichtbar: kontaminierte Gebiete, Gesundheitsschäden und noch immer heiße Reaktoren, die jederzeit wieder außer Kontrolle geraten können. Auch bei uns laufen noch neun AKW; schon denken die ersten wieder offen über Laufzeitverlängerungen nach. Fukushima jedoch mahnt: Alle Atomkraftwerke abschalten. Die Anti-Atom-Organisation .ausgestrahlt ruft deshalb für Montag, 10. März, zu bundesweiten Mahnwachen auf. >>
https://www.ausgestrahlt.de/mitmachen/fukushima2014


:: 10.03.2014 - 18.00-18.30 Uhr Mahnwache in Gammertingen: "Fukushima mahnt"

Im Rahmen der bundesweiten Mahnwachen findet eine Mahnwache am Stadtbrunnen in der Sigmaringer Straße in Gammertingen statt. Mehr >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/aktionen/008362.html


:: 11.03.2014 - 19.00 Uhr in der Stadthalle Rüsselsheim: "Schwarzbuch Waffenhandel"

Buchlesung mit Jürgen Grässlin (Autor). Kontakt: Bernd Heyl, E-Mail: bernd.heyl@t-online.de


:: 14.03.2014 - 20.00 Uhr "Roter Löwe" in Nördlingen: "Schwarzbuch Waffenhandel"

Buchlesung mit Jürgen Grässlin (Autor). VA: DFG-VK Initiative Nordschwaben. Kontakt: Bernhard Kusche, E-Mail: kusche.bernhard@web.de


:: 21.03.2014 - 20.00 Uhr im Haus der evang. Kirche Aachen: "Schwarzbuch Waffenhandel"

Buchlesung mit Jürgen Grässlin (Autor). VA: Euregioprojekt Frieden e.V. Aachen. Kontakt: Karl Heinz Otten, E-Mail: otten.aachen@gmx.de


:: 25.03.2014 - 19.30 Uhr Volkshochschule Konstanz: "Schwarzbuch Waffenhandel". Wie der Bodensee am Krieg verdient und Flüchtlinge produziert

Buchlesung mit Jürgen Grässlin (Autor). VA: Konstanz-Singen und Friedensinitiative Konstanz. Kontakt: Dr. Dorothee Jacobs-Krahnen, E-Mail: jacobs-krahnen@vhs-konstanz-singen.de und Roland Didra, E-Mail: didra@kraneburg.net

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Weitere Termine finden sich u.a.:

:: Netzwerk Friedenskooperative >> http://www.friedenskooperative.de/termine.htm

:: Bessere Welt Links. Norbert's Bookmarks für engagierte Leute >> http://www.bessereweltlinks.de/index.php?cat=6108

:: "Aktion Aufschrei - Stoppt den Waffenhandel!" >> http://www.aufschrei-waffenhandel.de/Veranstaltungstermine.69.0.html

:: bewegung.taz.de >> http://bewegung.taz.de/termine

:: Die AnStifter >> https://www.die-anstifter.de/veranstaltungen/


Diese E-Mail wurde klimafreundlich und atomstromfrei erzeugt >> http://www.ews-schoenau.de

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