Date: January 23rd 2014

==== Lebenshaus-Newsletter ===============================================

Liebe Freundinnen und Freunde,

am 15. Januar war der 85. Geburtstag des amerikanischen Bürgerrechtlers und Friedensaktivisten Martin Luther King 85 Jahre. Er wurde allerdings am 4. April 1968 im Alter von erst 39 Jahren ermordet, weil er durch sein Engagement gegen den Vietnamkrieg und gegen die Armut in Amerika zu einer Bedrohung für die US-Regierung und die amerikanische Rüstungsindustrie geworden ist. Auch fast ein halbes Jahrhundert Jahre nach seiner Ermordung gäbe es von King angesichts von Gewalt in vielen zwischenmenschlichen und gesellschaftlichen Bereichen, mörderischer Kriege, drohender atomarer Massenvernichtung, weltweit bestehender und innergesellschaftlich wachsender Armut viel zu lernen. Wir erinnern an ihn mit nachfolgendem Text.


Amboss oder Hammer

Wenn wir wirklich einen Schritt weiter gelangen,
wenn wir eine neue Seite aufschlagen und
einen neuen Menschen wollen,
dann müssen wir damit anfangen,
die Menschheit aus der langen und trostlosen Nacht
der Gewalt herauszubringen.
Könnte es nicht sein, dass der neue Mensch,
den die Welt braucht, der gewaltlose Mensch ist?
Longfellow hat einmal gesagt:
"In dieser Welt muss ein Mensch entweder
ein Amboss oder ein Hammer sein."
Wir müssen die Hämmer sein,
die eine neue Gesellschaft formen,
nicht die Ambosse, die von der alten geformt sind.
Dadurch werden wir nicht nur neue Menschen werden,
sondern auch neue Macht erlangen.
Es wird Macht sein, der Liebe eingeflößt ist,
und Gerechtigkeit,
die das dunkle "gestern" in ein helles "morgen" verwandelt.
Ich möchte jedem von euch sagen:
Ich habe meine Entscheidung getroffen.
Ich bin entschlossen,
in Bezug auf Gewaltlosigkeit bei meiner Einstellung zu bleiben.
Ich werde lieben, weil es schön ist zu lieben.
Ich werde gewaltlos sein,
weil ich darin die Antwort auf die Probleme der Menschheit sehe.
Ich werde nicht mit der Realität feilschen,
sondern "dennoch" bei Gewaltlosigkeit bleiben.

(Martin Luther King)


Auf der Lebenshaus-Website finden sich zahlreiche Reden von Martin Luther King sowie viele Artikel, in denen sein Leben bzw. einzelne Aspekte gewürdigt werden. Mehr dazu unter >> http://www.lebenshaus-alb.de/cgi-bin/cms/mt-search.cgi?tag=Martin%20Luther%20King&blog_id=1

Herzlich bedanken möchte ich mich bei all den Menschen, die uns im vergangenen Jahr unterstützt und damit unsere Aktivitäten für soziale Gerechtigkeit, Frieden und Ökologie ermöglicht haben. Um unsere Arbeit gut fortsetzen zu können, bitte ich auch für 2014 um Ihr/Deine Unterstützung.

Euer / Ihr Michael Schmid

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Inhaltsübersicht
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I. Artikel

Pazifismus / Gewaltfreiheit

:: 01. Ullrich Hahn: "Statt Gewalt: Gerechtigkeit"

:: 02. Eine Lobby für den Frieden

Außenpolitik / Rüstungsexporte

:: 03. Der Große Koalitionsvertrag: Paradigmenwechsel zur offensiven Verantwortungsrhetorik

:: 04. K. wie Korruption - Deutsche Rüstungsexporte nach Griechenland

:: 05. Neue Deutsche U-Boot-Klasse für Singapur

Lateinamerika

:: 06. Ein Leben der Verschwendung

:: 07. "Alles für Alle!" - 20 Jahre Rebellion für "Land und Freiheit" in Chiapas (Mexiko)

Arabellion

:: 08. Lektionen aus dem arabischen Frühling

:: 09. Der Nächste, bitte

Naher und Mittlerer Osten

:: 10. Uri Avnery: Der Imperator

:: 11. Uri Avnery: Bibi & Libie

:: 12. Irak: Die 'Befreiung', die die Neocons am liebsten vergessen würden

:: 13. Al-Qaidas Rückkehr

:: 14. US-Verhandlungen mit Iran: Der Achsenbruch des Bösen

:: 15. UNO-Generalsekretär: Erst richtig, dann falsch

Fukushima

:: 16. Japan und die IAEO setzen auf Geheimhaltung

Energiewende

:: 17. Gabriel will aus dem EEG ein Kohlebestandschutzgesetz machen

:: 18. Wirtschaftsminister plant Zeitlupen-Energiewende ohne Bürger

Asylstatistik

:: 19. PRO ASYL zur Asylstatistik 2013: Kritik an den Halbwahrheiten des Bundesinnenministers

Leonardo Boff

:: 20. Leonardo Boff: Drohnen, die feigste Menschenrechtsverletzung

:: 21. Leonardo Boff: Das finstere Reich der Großkonzerne

:: 22. Leonardo Boff: Eine Herrschaft von der schlimmsten Sorte: die der Geschäftsleute

SS-Massaker

:: 23. Die schreckliche deutsche Normalität


II. Hinweise

III. Termine

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I. Artikel

:: 01. Ullrich Hahn: "Statt Gewalt: Gerechtigkeit"

Ullrich Hahn legte bei der Tagung des Lebenshauses Schwäbische Alb "’We shall overcome!’. Gewaltfrei für die Vision einer Welt ohne Gewalt und Unrecht. Drei biographische Zugänge" am 19.10.2013 in Gammertingen eine autobiographische Zwischenbilanz vor. Dabei gab er Einblicke in seine Kindheit und Jugend, die durch die Kriegserlebnisse seiner Eltern geprägt war. Die Erziehung im deutschnationalen Geist habe insofern einen gewissen Erfolg gehabt, als sich Ullrich Hahn als junger Mann beim Bundesgrenzschutz verpflichtete und erst dort völlig neue Orientierung und einen darauf gründenden Weg fand. Für ihn war es das Neue Testament, welches ihm eine neue Sicht eröffnete. In seinem Vortrag begründete er daraus abgeleitet sein Verhältnis zu Glaube und Kirche, seine Rolle und sein Selbstverständnis als Rechtsanwalt sowie seine politisch-gesellschaftliche Überzeugung. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/008302.html


:: 02. Eine Lobby für den Frieden

Der evangelische Theologe Helmut Gollwitzer ist am 29. Dezember 1908, also vor 105 Jahren geboren worden. Gollwitzer, im Oktober 1993 im Alter von fast 85 Jahren verstorben, trat nach der nationalsozialistischen Machtergreifung 1933 entschieden für die "Bekennende Kirche" ein und war später unter anderem engagierter Wegbegleiter der Studentenbewegung wie der sozialen Bewegungen der 1970er und 80er Jahre. In der Lebenshaus-Website erinnern wir an ihn durch die Veröffentlichung verschiedener Predigten, Reden und Artikel. Nachfolgend eine Predigt vom 16. November 1980 in der Jesus-Christus-Kirche in Berlin-Dahlem. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/008297.html


:: 03. Der Große Koalitionsvertrag: Paradigmenwechsel zur offensiven Verantwortungsrhetorik

Glaubt man der Einschätzung des der Rüstungsindustrie nahestehenden Newsletter Verteidigung (Nr. 47/2013), so habe die Außen- und Militärpolitik während der Schwarz-Roten Koalitionsverhandlungen kaum Aufmerksamkeit erhalten. Die sei - so auch der Titel des Artikels - ein sichtbarer Ausdruck für den drohenden "Sturz in die Bedeutungslosigkeit". Tatsächlich wurde über die Verhandlungen zum außen- und sicherheitspolitischen Teil des Koalitionsvertrages vergleichsweise wenig berichtet. Dies war jedoch am ehesten der Tatsache geschuldet, dass es augenscheinlich so gut wie keine Streitpunkte zwischen CDU/CSU und SPD gab. Von Jürgen Wagner. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/008299.html


:: 04. K. wie Korruption - Deutsche Rüstungsexporte nach Griechenland

Nun ist es passiert: Antonios K., bis 2002 im griechischen Verteidigungsministerium für Rüstung zuständig, hat Ermittlern an seinem Beispiel erzählt, was schon lange vermutet wird, aber doch so schwer zu beweisen ist: Bei Rüstungsgeschäften sind oft jene Firmen am erfolgreichsten, die bestechen. Das gilt auch für deutsche Firmen. Zum Beispiel in Griechenland. Von Otfried Nassauer. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/008304.html


:: 05. Neue Deutsche U-Boot-Klasse für Singapur

Thyssen Krupp Marine Systems (TKMS) hat erneut ein Milliardengeschäft mit U-Booten abgeschlossen. Und was für eins. Der Stadtstaat Singapur hat am 29.11.2013 zwei neue U-Boote der TKMS-Tochter HDW bestellt, die ab 2020 ausgeliefert werden sollen. Zwei weitere könnten später folgen. Die Boote und das zugehörige Ausbildungs- und Logistikpaket haben einen Wert von etwa 1,6 Milliarden Euro. Das Ausfuhrgeschäft wird von deutschen Hermesbürgschaften im Gesamtwert von rund 1,7 Milliarden Euro begleitet. Von Otfried Nassauer. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/008309.html


:: 06. Ein Leben der Verschwendung

Der uruguayische Präsident José Mujica, immer wieder als ärmster Präsident der Welt betitelt, da er 90 % seines Einkommens spendet, hielt bei der 68. Vollversammlung der Vereinten Nationen im September dieses Jahres 2013 eine bemerkenswerte Ansprache. Seine packenden Worte scharfer Kapitalismus- und Konsumkritik wurde von der Christlichen Initiative Romero (CIR) in Auszügen ins Deutsche übersetzt. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/008294.html


:: 07. "Alles für Alle!" - 20 Jahre Rebellion für "Land und Freiheit" in Chiapas (Mexiko)

Wieso wurde aus einer avantgardistischen Guerillatruppe eine zivile Massenbewegung mit starken libertären Tendenzen? An welchem Punkt steht die zapatistische Bewegung heute? Von Luz Kerkeling. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/008315.html


:: 08. Lektionen aus dem arabischen Frühling

Die waffenlosen Volksaufstände in der arabischen Welt im Frühjahr 2011 waren eine Überraschung für die Welt, einmal weil die meisten Beobachter nicht erwarteten, dass Forderungen für Menschenrechte und demokratische Entscheidungsfindung in arabischen Staaten zentral werden könnten, und weil sie nicht erwarteten, dass Massenproteste vorwiegend waffenlos sein würden. Doch in der Rückschau gibt es viele Gründe, warum der "Arabische Frühling" von Anfang an die Form annahm, die er in Tunesien, Ägypten, Bahrain, Syrien, Libyen und anderen Staaten hatte. Wie Experten für gewaltfreien zivilen Widerstand ausgeführt haben, zeigen darüber hinaus die bedeutendsten Bewegungen einige der klassischen Merkmale eines solchen Widerstandes. Von April Carter. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/008292.html


:: 09. Der Nächste, bitte

2011: Die Arabellion erfasst vor drei Jahren eine ganze Region. Zwar werden autoritäre Regimes gestürzt. Doch ein Durchbruch zu mehr Demokratie und Gerechtigkeit bleibt aus. Von Sabine Kebir. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/008317.html


:: 10. Uri Avnery: Der Imperator

Mitte der 70er Jahre bat mich Ariel Scharon, etwas für ihn zu arrangieren - ein Treffen mit Jasser Arafat. Ein paar Tage zuvor hatten die israelischen Medien entdeckt, dass ich regelmäßig Kontakt mit der PLO-Führung hatte. Die PLO stand damals auf der Liste der terroristischen Vereinigungen. Ich sagte Scharon, meine PLO-Kontaktpersonen würden mich wahrscheinlich fragen, was er den Palästinensern vorzuschlagen beabsichtige. Er sagte mir, sein Plan sei es, den Palästinensern dabei zu helfen, die jordanische Monarchie zu stürzen und Jordanien in einen Palästinenserstaat zu verwandeln, in dem Arafat Präsident sein würde. Von Uri Avnery. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/008319.html


:: 11. Uri Avnery: Bibi & Libie

Vielleicht bin ich ja nur zu dumm, aber ich verstehe einfach den Sinn der israelischen Forderung nicht, die Palästinenser sollten Israel als jüdischen Staat anerkennen. An der Oberfläche erscheint es als schlauer Trick Benjamin Netanjahus, mit dem er die Aufmerksamkeit von den wirklichen Themen ablenken will. Wenn das stimmt, ist die palästinensische Führung in die Falle getappt. Anstatt über die Unabhängigkeit des zukünftigen Staates Palästina und seine Grenzen, seine Hauptstadt, die Auflösungen der Siedlungen, das Schicksal der Flüchtlinge und die Lösung der vielen weiteren Probleme zu sprechen, streiten die Parteien endlos über die Definition von Israel. Von Uri Avnery. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/008312.html


:: 12. Irak: Die 'Befreiung', die die Neocons am liebsten vergessen würden

Erinnern Sie sich noch an Fallujah? Kurz nach dem Einmarsch in den Irak im Jahr 2003 schoss das Militär der Vereinigten Staaten von Amerika auf unbewaffnete Demonstranten, tötete 20 und verwundete Dutzende. Als Vergeltung griffen ortsansässige Iraker einen Konvoi mit Kontraktoren des Militärs der Vereinigten Staaten von Amerika an und töteten vier. Um die Kontrolle wiederzugewinnen, unternahmen die Vereinigten Staaten von Amerika daraufhin einen vollen Angriff auf Fallujah, bei dem sie etwa 700 Iraker töteten und die Stadt praktisch zerstörten. Laut Presseberichten vom letzten Wochenende steht Fallujah jetzt unter der Kontrolle von mit al-Qaeda verbündeten Kräften. Von Ron Paul. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/008308.html


:: 13. Al-Qaidas Rückkehr

Wie wurde al-Qaida, eine kleine antikommunistische Gruppe in Afghanistan mit nicht mehr als 200 aktiven Mitgliedern im Jahr 2001, eine angeblich weltweite Bedrohung? Wie ist es möglich, dass al-Qaida über den ganzen Mittleren Osten, Nordafrika und jetzt über einen großen Teil Schwarzafrikas verbreitet ist? Das, nachdem die Vereinigten Staaten von Amerika über eine Billion Dollar ausgegeben haben, um al-Qaida in Afghanistan und Pakistan auszumerzen? Die Antwort ist einfach. Von Eric S. Margolis. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/008314.html


:: 14. US-Verhandlungen mit Iran: Der Achsenbruch des Bösen

Einst als "Schurkenstaat" beschimpft, wird der Iran heute als Regionalmacht wichtig. Deswegen suchen die USA vermehrt den Kontakt. Von Andreas Zumach. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/008321.html


:: 15. UNO-Generalsekretär: Erst richtig, dann falsch

Erst lädt er den Iran ein, dann wieder aus: UNO-Generalsekretär Ban Ki Moon sollte seinen schweren Fehler dringend aufklären. Kommentar von Andreas Zumach. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/008322.html


:: 16. Japan und die IAEO setzen auf Geheimhaltung

Die Ärzteorganisation IPPNW ist äußerst besorgt anlässlich von Berichten über eine offizielle Vereinbarung zwischen der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEO) und den Präfekturen Fukushima und Fukui. Die Tokio Shimbun zitierte Ende letzten Jahres einen entsprechenden Paragraphen der Vereinbarung: "Wenn eine der Beteiligten bezüglich einer Information einen Geheimhaltungsstatus wünscht, so werde die andere Seite diesen Wunsch berücksichtigen". Die Verträge seien schon im Oktober (Präfektur Fukui) und im Dezember 2013 (Präfektur Fukushima) getroffen worden. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/008316.html


:: 17. Gabriel will aus dem EEG ein Kohlebestandschutzgesetz machen

Maximal 60% Ökostrom will Wirtschaftsminister Gabriel bis 2035 gesetzlich verbindlich vorschreiben. Dies ist gleichbedeutend mit dem gesetzlich garantierten Schutz von mindestens 40% Strom aus fossilen Kraftwerken. Da der Atomausstieg bis dahin ja längst verwirklicht sein soll und da Erdgasgaskraftwerke wegen hoher Gaspreise nicht mehr wettbewerbsfähig sind, bedeutet dies nichts anderes ein Festschreiben des Anteils der Kohleverstromung von mindestens 40%. So würde der heutige Kohlestromanteil von etwa 45 % fast vollständig noch weit über 20 Jahre geschützt werden. Von Hans-Josef Fell. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/008320.html


:: 18. Wirtschaftsminister plant Zeitlupen-Energiewende ohne Bürger

Das Bundeskabinett hat auf der Klausur am 22. Januar 2014 in Meseberg die Eckpunkte von Bundeswirtschafts- und Energieminister Sigmar Gabriel zur Reform des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) gebilligt. In einer gemeinsamen Pressemitteilung kritisieren die unabhängigen Ökostromanbieter NATURSTROM AG, Elektrizitätswerke Schönau und Greenpeace Energy die Reformideen des Ministers die weder den Ausbau der Erneuerbaren voranbringen, noch die Stromversorgung billiger machen würden. Stattdessen bremse Gabriel die Bürgerenergiewende aus und bereinige den Markt zu Gunsten der großen Konzerne. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/008323.html


:: 19. PRO ASYL zur Asylstatistik 2013: Kritik an den Halbwahrheiten des Bundesinnenministers

Die Veröffentlichung der Asylstatistik 2013 hat der Bundesinnenminister zum Anlass für Zahleninterpretationen genommen, die ungenau und inakzeptabel sind. Gestellt wurden 109.580 Asylerstanträge, eine Zahl, die überwiegend die Tatsache abbildet, dass sich in vielen Herkunftsstaaten von Asylsuchenden politische Verfolgung, Kriegs- und Bürgerkriegssituationen verstetigt haben. Die Zahl bewegt sich im Übrigen auch im Bereich langjähriger Mittelwerte. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/008313.html


:: 20. Leonardo Boff: Drohnen, die feigste Menschenrechtsverletzung

Wir leben in einer Welt, in der die Verletzung der Menschenrechte auf praktisch allen Gebieten, ob in der Familie, lokal, national oder weltweit, an der Tagesordnung ist. Der Jahresreport von Amnesty International von 2013, der über 159 Länder für das Jahr 2012 abdeckt, stellt genau dies schmerzlich fest. Anstatt den Respekt für die Menschenwürde und die Rechte der Einzelnen, der Völker und der Ökosysteme voranzutreiben, kehren wir zu barbarischen Methoden zurück. Die Verletzungen der Menschenrechte sind endlos, und die Mittel der Aggression werden immer raffinierter. Von Leonardo Boff. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/008306.html


:: 21. Leonardo Boff: Das finstere Reich der Großkonzerne

Die guten Wünsche zum Neuen Jahr sind zum Ritus geworden. Sie sind nicht mehr als einfache Wünsche, denn sie verändern nicht den Lauf der Dinge, der darin besteht, dass die Supermächte weiterhin an ihrer Strategie der globalen Beherrschung festhalten. Daran müssen wir denken, und wir müssen sogar beten, denn die Konsequenzen für Wirtschaft, Soziales, Kultur, Spiritualität und für die Zukunft unserer Spezies und der Natur können verheerend sein. Von Leonardo Boff. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/008311.html


:: 22. Leonardo Boff: Eine Herrschaft von der schlimmsten Sorte: die der Geschäftsleute

Das Reich der multinationalen Konzerne steuert den ökonomischen Fluss und dadurch andere Aspekte der globalen Gesellschaft. Dieses perverse Reich konnte errichtet werden, weil es keine globale Regierung gibt, derer wir von Tag zu Tag dringender bedürfen. Es gibt Probleme, die den Frieden betreffen, die Welternährung, das Wasser, den Klimawandel, die Migration von Völkern etc. Da diese Probleme global sind, bedürfen sie globaler Lösungen. Doch der Egoismus und der Individualismus der Großmächte verhindern eine solche Weltregierung. Von Leonardo Boff. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/008318.html


:: 23. Die schreckliche deutsche Normalität

Im von deutschen Truppen besetzten Italien ermordeten am 24. März 1944 SS-Soldaten 335 Menschen in der Nähe von Rom. Dies geschah als "Vergeltung" für einen Anschlag der antifaschistischen Widerstandsbewegung gegen die Wehrmacht, bei dem 33 deutsche Soldaten ums Leben kamen. Der SS-Mann Erich Priebke war zusammen mit seinem Vorgesetzten Herbert Kappler an diesem Massaker in den Ardeatinischen Höhlen bei Rom direkt beteiligt, hakte die Liste der aus einem Gefängnis ausgesuchten Opfer ab und erschoss selbst zwei Gefangene. Von Horst Blume. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/008310.html

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II. Hinweise

:: Homophobie im Netz: Halten Sie gegen!

Eine bundesweite, homophobe Petition will verhindern, dass Schüler/innen in Baden-Württemberg Toleranz für die Vielfalt von Lebens- und Liebesformen lernen. Rechte Kreise trommeln lautstark für diese Petition - jetzt halten wir dagegen. Bitte den Appell von campact unterzeichnen! >>
https://www.campact.de/vielfalt-gewinnt/appell/teilnehmen/

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III. Termine

:: 24. 01.2014 - 20:00 Uhr im Ev. Gemeindehaus in Rottenburg: "Schwarzbuch Waffenhandel"

Buchlesung mit Jürgen Grässlin (Autor). VA: evangelische und katholische Kirchengemeinde. Kontakt: Eberhard Diez, E-Mail: eberhard_diez@yahoo.de


:: 28.01.2014 - 19:30 Uhr in der Stadtbücherei Lüdenscheid: "Schwarzbuch Waffenhandel"

Buchlesung mit Jürgen Grässlin (Autor). VA: Eine Kooperation von VHS Lüdenscheid, Weltladentreff e.V., Agenda 21 und Stadtbücherei Lüdenscheid . Kontakt: Susanne Rose-Röhring, E-Mail: rose-roehring@t-online.de


:: 29.01.2014 - 19:30 Uhr in der Universität Freiburg, Kollegiengebäude II, Hörsaal 2004: "Schwarzbuch Waffenhandel"

Buchlesung mit Jürgen Grässlin (Autor). VA: Evang. Studierendengemeinde (ESG) . Kontakt: Michael Philippi, E-Mail: philippi@esg-fr.de, Web: www.esg-fr.de


:: 31.01.2014 - 19:30 Uhr in Sepia Siegen: "Schwarzbuch Waffenhandel"

Buchlesung mit Jürgen Grässlin (Autor). Arbeitskreis Zivilklausel an der Universität Siegen mit Gesamthochschultradition Siegen, AStA der Universität Siegen, attac Siegen, AG Geflüchtetenhilfe Siegen, bodenlos, VVN-BdA Siegerland-Wittgenstein und Bücherkiste Siegen. Kontakt: Lisa Wellmann, lisa.wellmann@student.uni-siegen.de Tel.: 0151-54 67 60 64.


:: 31.01. - 02.02.2014 - München: Internationale Münchner Friedenskonferenz 2014

Zum 12. Mal in Reihe wird der Trägerkreis Friedenskonferenz in München die Alternativveranstaltung zur Münchner Sicherheitskonferenz ausrichten. Unter anderem findet am Freitag ein Internationales Forum statt, am Samstag ein Diskussionsforum zu den Vorträgen des Vorabends sowie eine Aktuelle Runde und am Sonntag ein Friedensgebet der Religionen. Mehr >>
http://www.friedenskonferenz.info/


:: 20.-22.02.2014 - Johann Wolfgang Goethe Universität in Frankfurt: Beyond Aid - Von Wohltätigkeit zu Solidarität

Die Zweite Frankfurter Hilfe-Konferenz widmet sich der Frage, welche Formen der Solidarität, der Kooperation und der Unterstützung in einer globalisierten Welt nachhaltige Veränderungen bewirken können. Wie lässt sich verhindern, dass die Idee globaler Verantwortung zur Legitimation machtpolitisch motivierter Interventionen verkommt? Was ist erforderlich, um die Universalität der Menschenrechte nicht einfach nur zu konstatieren, sondern für alle zu verwirklichen? Wie müssen die Praxis und die Institutionen der Hilfe verändert werden? Erfordert all das einen Paradigmenwechsel? Die Konferenz wird sich kritisch mit diesen Fragen auseinandersetzen, die für Hilfswerke, Entwicklungspolitiker/innen, aber auch für die Öffentlichkeit von zunehmender Bedeutung sind – nicht zuletzt mit Blick auf die laufenden Verhandlungen über eine „Post-2015“-Agenda. VA: medico international/stiftung medico international in Kooperation mit Institut für Sozialforschung an der Goethe-Universität Frankfu
rt, Heinrich-Böll-Stiftung, Rosa-Luxemburg-Stiftung. Mehr >>
http://medico.de/themen/aktion/dokumente/newsletter1-14/4553/


:: 21.-22.02.2014 - Jugendherberge Köln-Riehl: 1914-2014: 100 Jahre Krieg - 100 Jahre Pazifismus und Friedensbewegung

11. Strategiekonferenz 2014 der Kooperation für den Frieden in Köln . Ausgehend von kritisch-historischen Analysen soll der Bogen zu aktuellen Entwicklungen (aktuelle Kriegslegitimation und Kriegsführung, Ideologien, technologische Fortschritte, Militarisierungsprozesse, ...) gespannt werden. Es gilt u.a. zu fragen: Wie haben sich Krieg und Militarismus weiterentwickelt / geändert, was sind die heutigen Herausforderungen und wie können wir ihnen begegnen? Ein besonderer Blick soll auch auf die Friedensbewegung, ihre Leistungen und das von ihr Leistbare gerichtet werden. Ein weiterer Bestandteil ist, was wir aus der vergangenen und gegenwärtigen Arbeit gelernt haben, und eine darauf aufbauende Entwicklung von Strategien und Zielen zu bestimmten Themenkomplexen. Bestehende Initiativen und Kampagnen werden in zu entwickelnde Strategien integriert, grenzüberschreitende internationale Kooperationen sollen mit gedacht werden. Mehr >>
http://www.koop-frieden.de/strategiekonferenz-2014-in-koeln/


:: 25.02.2014 - 19,30 Uhr, Internationales Begegnungszentrum (ibz),Karlsruhe: Vom arabischen Frühling zum islamistischen Winter ?

Andreas Zumach, Journalist und UNO-Korrespondent, referiert zur aktuellen Lage in den Ländern der Arabellion und den Machtverschiebungen in der Region des Nahen/Mittleren Ostens. Ist der " Arabische Frühling" inzwischen vorbei oder gar in einen "islamistischen Winter" umgeschlagen, wie viele Politiker und Medien meinen? Oder ist die Wahrnehmung nur Ausdruck unserer Ungeduld und der Unfähigkeit, historische Prozesse zu verstehen? Wie immer man die aktuelle Lage in den Ländern der Arabellion auch beurteilen mag: Die Anliegen, um die es den Initiatoren der Erhebungen ursächlich ging - Freiheit, Menschenrechte und demokratische Selbstbestimmung- stehen auf jeden Fall weiterhin auf der Tagesordnung. VA: Deutsche Friedensgesellschaft-Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen, Attac-AG Frieden und ibz


:: 26.02.2014 - 11.00 bis 14.00 Uhr in Berlin: Aktionstag "Weiter gegen Rüstungsexporte"

Am 26.02.2014 ab 11.00 Uhr werden Vertretern des Deutschen Bundestags die Unterschriften für ein grundsätzliches Verbot von Rüstungsexporten im Grundgesetz überreicht. Die Politik kann ihren ernsthaften Willen beweisen. Mehr >>
http://www.aufschrei-waffenhandel.de/Aktionstag-26-2-2014.528.0.html


:: 14.-16.03.2014 - Minden: Friedens(t)räume schaffen! Krieg, Rüstung und Gewalt überwinden

Tagung des Bund für Soziale Verteidigung (BSV). Rüstung und Militär abschaffen - Konflikte gewaltfrei austragen. Das ist die Vision, die Friedensbewegungen seit mindestens einhundert Jahren verfolgen. 2014 ist der 100. Jahrestag des Beginns des Ersten und der 75. des Beginns des Zweiten Weltkriegs. Viel wird in diesem Jahr dieser beiden Tage gedacht und auch die Frage gestellt werden, was wir in den letzten hundert Jahren eigentlich in Bezug auf Krieg und Frieden gelernt haben. Aber Eines ist offensichtlich: Wir sind von der Vision, Krieg zu überwinden, so weit entfernt wie eh und je. Im Gegenteil: Krieg ist inzwischen wieder zu einem "normalen" Mittel der Politik geworden. Und am Horizont zeichnen sich angesichts der voraussehbaren Endlichkeit des Wirtschaftswachstums, auf dem das derzeitige Weltsystem beruht, und der Umweltzerstörung neue Konflikte ab, die wir uns noch gar nicht ausmalen können oder mögen. Auf dieser Tagung möchten wir uns mit den Fragen beschäftigen: Wie
kann eine Gesellschaft aussehen, die ohne Rüstung und Militär auskommt? Wie kommen wir den Machthabenden zum Trotz einer solchen Gesellschaft näher? Wie können wir dabei auf die großen Herausforderungen von heute reagieren? Mehr >>
http://www.soziale-verteidigung.de/fileadmin/dokumente/bsv/Tagungsflyer2014.pdf

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Weitere Termine finden sich u.a.:

:: Netzwerk Friedenskooperative >> http://www.friedenskooperative.de/termine.htm

:: Bessere Welt Links. Norbert's Bookmarks für engagierte Leute >> http://www.bessereweltlinks.de/index.php?cat=6108

:: "Aktion Aufschrei - Stoppt den Waffenhandel!" >> http://www.aufschrei-waffenhandel.de/Veranstaltungstermine.69.0.html

:: bewegung.taz.de >> http://bewegung.taz.de/termine

:: Die AnStifter >> https://www.die-anstifter.de/veranstaltungen/


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