Date: October 5th 2012

==== Lebenshaus-Newsletter ===============================================

Liebe Freundinnen und Freunde,

heute zur Einleitung des Newsletters eine, wie ich finde, bedenkenswerte Weisheit von Lao Tse.


Es gibt auf dieser Welt
nichts Weicheres und Schwächeres als Wasser.
Und doch vermag es die härtesten und größten
Felsbrocken zu bewegen und auszuhöhlen.
Es gibt nichts Vergleichbares.

Das Schwache überwindet das Starke,
und das Weiche überwindet das Harte;
das weiß jeder auf Erden,
und doch verhält sich niemand danach.

Lao Tse (Tao-Te-King, Kapitel 78)



Shalom Salam
Euer / Ihr Michael Schmid

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Inhaltsübersicht
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I. Artikel

Friedensbewegung / Soziale Bewegungen

:: 01. Entscheidung über Gemeinnützigkeit nicht dem Verfassungsschutz überlassen - Protestaktion vor dem Bundestag gegen geplante Steuerrechtsänderung

:: 02. Die Kunst der Provokation

:: 03. Andreas Buro: Friedenspolitisches Umfairteilen

:: 04. Abzug statt Modernisierung: Keine Lebensdauerverlängerung der Atomwaffen in Europa

:: 05. Die Kampagne "Aktion Aufschrei - Stoppt den Waffenhandel!" lehnt eine Fusion von EADS mit BAE Systems strikt ab

Bundeswehr / Rüstungsprojekte

:: 06. Töten mit der Fernbedienung

:: 07. Protestaktion gegen Kinderwerbung der Bundeswehr findet große Resonanz

:: 08. Plant die Bundeswehr einen Einsatz in Afghanistan über 2020 hinaus?

Nordafrika

:: 09. Wellenreiten in der Wüste

:: 10. Libyen: Auf dem Weg in die Anarchie

:: 11. Wo bleibt der Arabische Sommer?

Naher und Mittlerer Osten

:: 12. "Für Frieden und Freiheit": Eine durch Oppositionelle im Iran ausgerufene Kampagne

:: 13. Moderate Töne

:: 14. Die Farbe Rot

:: 15. Stehen wir vor einem Krieg im Mittleren Osten?

:: 16. Die Botschaft von Romneyahu

:: 17. Die große Unterlassung

:: 18. "Ehrenmorde"

Flucht und Asyl

:: 19. S.O.S. Flüchtlinge: Retten statt Abwehren!

:: 20. Bundesweiter Tag des Flüchtlings: PRO ASYL warnt vor Stimmungsmache und fordert Aufnahme- und Integrationskonzept

Atomenergie

:: 21. "Der Stresstest war ein Schnarchtest"
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Friedensbewegung

:: 01. Militarisierung des Denkens und Handelns

:: 02. "Waffenhandwerk schafft nur Unheil" (G.F. Händel) - Großes Klassik-Konzert gegen Waffenproduktion bei Heckler&Koch

:: 03. Erfolgreiche Blockade der Waffenlobby-Zentrale von Krauss-Maffei Wegmann in Berlin

Waffenlieferungen und Außenpolitik

:: 04. Die Leopard-Familie

:: 05. Waffenlieferungen als Instrument der Außen- und Sicherheitspolitik?

Atomwaffen in Deutschland und Europa

:: 06. Frage an Bundesregierung: Bleiben US-Atomwaffen in Deutschland?

:: 07. Die Nuklearwaffen der USA in Europa: Doch kein Ende in Sicht?

Naher und Mittlerer Osten

:: 08. Syrische Opposition: Einbahnstraße Krieg

:: 09. Meister des Unfugs

:: 10. Gipfeltreffen der blockfreien Staaten: Irans Isolierung wird zum Thema

Energiepolitik

:: 11. Perverse Politik fördert Stromverschwendung

Nestlé-Konzern

:: 12. Mord an Gewerkschafter: Anzeige gegen Nestlé verschleppt


II. Hinweise

III. Termine

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I. Artikel

:: 01. Entscheidung über Gemeinnützigkeit nicht dem Verfassungsschutz überlassen - Protestaktion vor dem Bundestag gegen geplante Steuerrechtsänderung

"Zivilgesellschaft nicht schreddern! Dem Verfassungsschutz keine Entscheidung über Gemeinnutz!" - für diese Forderung haben Aktive verschiedener zivilgesellschaftlicher Organisationen, darunter Attac, Robin Wood, SO36 und die Bundesarbeitsgemeinschaft Demokratieentwicklung (BAGD), heute Mittag vor dem Bundestag in Berlin demonstriert. Grund für den Protest ist die geplante Änderung der Abgabenordnung, über die der Finanzausschuss des Bundestages heute berät. Sie würde es dem Verfassungsschutz erlauben, faktisch über die Gemeinnützigkeit von Vereinen zu entscheiden. Robin Wood und Attac fordern gemeinsam mit über 160 weiteren Organisationen die Abgeordneten des Bundestages auf, den entsprechenden Paragrafen ersatzlos aus der Abgabenordnung zu streichen. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/007539.html


:: 02. Die Kunst der Provokation

Da der Irrsinn der Finanzmärkte und einer Politik, die sich ihnen anpasst, einfach immer weiterläuft und auch die Occupy-Bewegung nicht geholfen hat, ist der Ruf nach einer irgendwie stärkeren Form von Widerstand nur zu verständlich. Und was wäre stärker als "die Gewalt"? Es klingt plausibel: Occupy war zu nett - Revolutionen pflegen gewaltsam zu sein, und um endlich etwas zu ändern, wird man um eine Art Revolution nicht herumkommen. Von Michael Jäger. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/007526.html


:: 03. Andreas Buro: Friedenspolitisches Umfairteilen

Andreas Buro führt in seiner Rede am 29.9.1012 bei der Demonstration des Umfairteilen-Bündnisses Köln aus, dass es in der Geschichte keine Gesellschaftsformation gab, die nicht auf Gewalt zur Durchsetzung ihrer Interessen gesetzt hätte. Deshalb müssten wir alle lernen, unsere Interessen mit zivilen Mitteln und mit der Bereitschaft zu Kooperation und Kompromiss zu vertreten. Sonst seien die großen Katastrophen unvermeidbar. Es gehe also um Schritte auf diesem Wege. Fair verteilen bezeichne diesen Weg im engeren und im weiteren globalen Sinne. Anhand von Beispielen verdeutlicht Buro einige möglichen Schritte im friedenspolitischen Bereich. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/007545.html


:: 04. Abzug statt Modernisierung: Keine Lebensdauerverlängerung der Atomwaffen in Europa

Die Kampagne "atomwaffenfrei.jetzt" wendet sich gegen die Modernisierung und den weiteren Verbleib der US-Atomwaffen in Deutschland. In der Studie "Atomwaffen-Modernisierung in Europa - Das Projekt B 61-12" belegen die Autoren Otfried Nassauer und Gerhard Piper, dass die USA weit mehr planen als eine simple Lebensdauerverlängerung der atomaren Bomben. Die auch in Büchel stationierte B61-Bombe soll so weit modernisiert werden, dass sie neue Einsatzmöglichkeiten bietet. Sie wäre damit viel präziser und lenkfähiger als die alte. Ihr Einsatz soll weniger so genannte "Kollateralschäden" verursachen. Damit könnte die Hemmschwelle sinken, diese Waffen auch einzusetzen. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/007523.html


:: 05. Die Kampagne "Aktion Aufschrei - Stoppt den Waffenhandel!" lehnt eine Fusion von EADS mit BAE Systems strikt ab

Vehement spricht sich die Kampagne "Aktion Aufschrei - Stoppt den Waffenhandel!" gegen die drohende Fusion von EADS mit BAE Systems aus. "Die Risiken dieses Zusammenschlusses sind für EADS weitaus höher einzuschätzen als die Chancen", sagt Jürgen Grässlin, Sprecher der Aufschrei-Kampagne und der Deutschen Friedensgesellschaft (DFG-VK). Theoretisch bestünde die Chance, dass der deutsch-französische Luft- und Raumfahrtkonzern zukünftig auch das britische Know-how nutzt, um eine ökologischere Triebwerksflotte zur Serienreife zu bringen. Die Aufschrei-Kampagne sieht die gegenteilige Entwicklung als viel wahrscheinlicher an. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/007520.html


:: 06. Töten mit der Fernbedienung

Auf der diesjährigen Luft- und Raumfahrtmesse ILA in Berlin-Brandenburg werden unbemannte Flugkörper (Unmanned Aerial Systems - UAS), Drohnen genannt, erstmals auf einer eigenen Ausstellungsfläche vorgestellt und es gibt vielfältige Diskussionsveranstaltungen zu diesem hochaktuellen Thema. Das ist kein Zufall, denn bewaffnete Drohnen sind weltweit auf rasantem Vormarsch in die Rüstungsarsenale. Bewaffnete Drohnen sind die Vorzugswaffen der "Schattenkrieger". Von Wolfgang Kötter. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/007519.html


:: 07. Protestaktion gegen Kinderwerbung der Bundeswehr findet große Resonanz

Offenbar als Reaktion auf die terre des hommes-Protestaktion im Internet und auf kritische Medienberichte haben die Bundeswehr und auch der Kooperationspartner Bravo die Kommentarfunktion zum umstrittenen Werbespot auf YouTube deaktiviert. Der Spot ist allerdings weiter zu sehen. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/007537.html


:: 08. Plant die Bundeswehr einen Einsatz in Afghanistan über 2020 hinaus?

In der Bundeswehr geht man wohl von einem Kriegseinsatz in Afghanistan über das Jahr 2014 hinaus aus. Konkret geht es für die Bundeswehr zurzeit darum, die Nutzung von Aufklärungsdrohnen in Afghanistan mittelfristig sicherzustellen, schreibt die Süddeutsche Zeitung. Und nicht nur Aufklärungsdrohnen wünschen die Militärs. Für den neuen Inspekteur der Luftwaffe, Generalleutnant Karl Müllner, steht außer Frage, dass die Bundeswehr die Fähigkeiten unbemannter Flugzeuge "in allen Bereichen" einschließlich des Einsatzes von Waffen "optimieren" müsse, so Müllner in einem kürzlich vorgelegten Papier über die "Luftmacht 2030". Von Otmar Steinbicker. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/007536.html


:: 09. Wellenreiten in der Wüste

Wie sich Wellen des Protests und der Repression im Sudan brechen und die Welt wegsieht. Von Julia Kramer. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/007538.html


:: 10. Libyen: Auf dem Weg in die Anarchie

Die Regierung in Tripolis hat islamistischen Milizen den Kampf angesagt, doch fehlt es ihr an Macht und Mitteln, sich gegen die Paramilitärs durchzusetzen. Von Sabine Kebir. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/007544.html


:: 11. Wo bleibt der Arabische Sommer?

Trotz allem Aufbruch hat sich an der sozialen Lage nichts verändert. So sind viele Menschen enttäuscht, auch vom Westen. Von Sabine Kebir. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/007531.html


:: 12. "Für Frieden und Freiheit": Eine durch Oppositionelle im Iran ausgerufene Kampagne

Neun im Iran lebende politische Persönlichkeiten haben die iranische Bevölkerung zur Unterstützung der Kampagne "Für Frieden und Freiheit" aufgerufen. An den achtjährigen Krieg zwischen Irak und Iran und dessen verheerenden ökonomischen und sozialen Folgen erinnernd gehen die Erstunterzeichner des Aufrufes auf die gegenwärtigen wirtschaftlichen Sanktionen und die zunehmende Gefahr eines neuen Krieges ein. Sie verweisen hierbei auf die Verantwortung der Herrschenden im Iran bei der Entstehung der Spannungen und der Gewaltbereitschaft und fordern sie auf, jeglichen Vorwand für wirtschaftliche Sanktionen, Gewalt und Krieg zu beseitigen. Von Amir Mortasawi. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/007528.html


:: 13. Moderate Töne

Die Rede des iranischen Präsidenten in New York macht klar: Eine diplomatische Lösung im Streit um das iranische Atomprogramm ist möglich. Von Andreas Zumach. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/007542.html


:: 14. Die Farbe Rot

Israel/USA: Premier Netanjahu lässt kaum Gelegenheiten verstreichen, seine Meinung über den Umgang mit dem Iran kundzutun. Besonders gegenüber der US-Regierung wird er deutlich. Von Lutz Herden. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/007546.html


:: 15. Stehen wir vor einem Krieg im Mittleren Osten?

Die Angriffe in dieser Woche auf Botschaften der Vereinigten Staaten von Amerika in der arabischen Welt waren ein zutiefst beunruhigendes Anzeichen für die gewalttätige anti-amerikanische Wut, die in der ganzen muslimischen Welt kocht. Von Eric Margolis. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/007524.html


:: 16. Die Botschaft von Romneyahu

Es war einmal, dass Präsident Richard Nixon einen gewissen Juristen für das Oberste US-Gericht ernennen wollte. "Aber dieser Mann ist ein kompletter Trottel!", rief ein Senator aus. "Ja und?", antwortete ein anderer, "es gibt eine Menge Trottel in den USA, und sie haben ein Recht, im Gericht vertreten zu sein, genau wie jeder andere Sektor der Gesellschaft." Vielleicht haben die vereinten Trottel von Amerika ein Recht, Mitt Romney als Präsidenten zu wählen. Aber um der USA und um Israels willen hoffe ich, dass dies nicht geschieht. Von Uri Avnery. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/007533.html


:: 17. Die große Unterlassung

Ich sitze hier, um diesen Artikel auf die Minute genau zu schreiben, als vor 39 Jahren die Sirenen zu heulen anfingen. Eine Minute vorher herrschte totale Ruhe so wie jetzt. Kein Verkehr, keine Aktivitäten auf der Straße, wenn man von ein paar radelnden Kindern absieht. Yom Kippur, der heiligste Tag für Juden, herrschte absolut. Und dann ... . Von Uri Avnery. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/007543.html


:: 18. "Ehrenmorde"

Sogenannte "Ehrenmorde", genauso wie die Zwangsverheiratung junger Frauen, stellen europäische Aktivist_innen häufig vor eine Gewissensfrage: Müssen, sollen, können, dürfen wir uns dagegen lautstark engagieren oder reden wir damit denen das Wort, die von "deutscher Leitkultur" reden und von "mangelnder Integration", die Islam gleichsetzen mit Terror und Unterdrückung der Frauen, die die Abschiebung dieser "frauenunterdrückenden ausländischen Monster" (und ihrer Frauen gleich mit) fordern und Kriege damit rechtfertigen, dass sie angeblich die Frauen in den mit Kriegen überzogenen Ländern befreien wollen? Von Maria Braig. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/007527.html


:: 19. S.O.S. Flüchtlinge: Retten statt Abwehren!

Auf der Flucht vor Unterdrückung, Gewaltkonflikten und Armut sind allein im Jahr 2011 über 1.500 Menschen im Mittelmeer umgekommen. Europas Abschottungspolitik ist dafür mitverantwortlich. Die Staaten an den EU-Außengrenzen sind gemäß der Dublin II-Verordnung für den überwiegenden Teil der Asylverfahren zuständig. Viele von ihnen nehmen ihre Zuständigkeit jedoch nicht wahr. Amnesty International und PRO ASYL fordern zum Flüchtlingstag: EU darf Außengrenzen nicht abschotten! >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/007540.html


:: 20. Bundesweiter Tag des Flüchtlings: PRO ASYL warnt vor Stimmungsmache und fordert Aufnahme- und Integrationskonzept

Anlässlich des bundesweiten Tages des Flüchtlings fordert PRO ASYL ein Aufnahme- und Integrationskonzept für Flüchtlinge. In den letzten Jahren seien Aufnahmekapazitäten plan- und konzeptionslos abgebaut worden. Dies sei der Grund für die Unterbringungsprobleme von Flüchtlingen in einigen Regionen Deutschlands. Niemand kann davon ausgehen, dass die Konflikte in Syrien, Irak, Iran und Afghanistan kurzfristig beendet sein werden. In den ersten acht Monaten dieses Jahres haben in Deutschland 33.284 Menschen Asyl beantragt, 5.005 mehr als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/007541.html


:: 21. "Der Stresstest war ein Schnarchtest"

Atomkraftgegner benennen Mängel beim EU-Stresstest und kritisieren Merkel: "Bundesregierung geht wissentlich das Risiko ein, dass sich Fukushima hierzulande wiederholt." >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/007547.html

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II. Hinweise

:: Streitschrift gegen Kriegsforschung erschienen: Jetzt entrüsten!

Die Initiative gegen Militärforschung an Universitäten hat gemeinsam mit der DFG-VK Baden-Württemberg und dem Bürgerprojekt Die AnStifter eine brandaktuelle 48-seitige Broschüre über den Karlsruher Kongress gegen Kriegsforschung veröffentlicht. Der Titel: "Jetzt entrüsten! Hochschulen: Zukunftswerkstätten oder Kriegs "Dienstleister"?" (ISBN 978-3-944137-01-8). Die Botschaft des Kongresses, der im Juni 2012 stattfand: Die WissenschaftlerInnen, die Studierenden und die Beschäftigten der öffentlich geförderten Hochschulen und Forschungseinrichtungen müssen sich angesichts der globalen menschheitsgefährdenden Probleme Umweltzerstörung, Hunger und Armut entscheiden. Wollen sie ihre schöpferischen Kräfte friedlichen oder kriegerischen Zwecken widmen? Wollen sie sich an der Schaffung von Aufbaumitteln für eine soziale Gesellschaft oder von Vernichtungsmitteln für Interventionskriege beteiligen? Die HerausgeberInnen haben versucht, diese Botschaft in prägnanten Texten zu vermitteln.
Sie wollen damit ein Zeichen gegen die Militarisierung der Hochschulen setzen und dazu anregen, sich gegen die Indienstnahme für das Militär zur Wehr zu setzen und für eine Friedensbindung mittels Zivilklausel in Grundordnungen und Landeshochschulgesetzen zu streiten. Kontakt und Bestellungen: Verlag Peter Grohmann, Olgastraße 1 A, 70182 Stuttgart, kontakt@die-anstifter.de bzw. an DFG-VK Baden-Württemberg, Werastraße 10, 70182 Stuttgart, dfg-vk@paritaet-bw.de


:: Auf zur Bankwechselwoche! Selbst aktiv werden!

Banken unterstützen mit Krediten die Atomindustrie. Auch nach Fukushima stellen Deutsche Bank, Commerzbank und Co. Geld zur Verfügung, um in anderen Ländern neue Atomkraftwerke zu bauen und Uran zu fördern. Wer nicht möchte, dass sein Geld in die Hände der Atomindustrie gerät, sollte mit seinem Konto und Geldanlagen zu einer der nicht-radioaktiven Banken wechseln. Um viele Menschen davon zu überzeugen, ruft das Bankwechselbündnis parallel zum Weltspartag vom 29. Oktober bis 4. November zur Wechselwoche auf. Mit einzelnen Aktionen vor örtlichen Filialen sollen KundInnen davon überzeugt werden, zu einer atomfreien Bank zu wechseln. Das Bündnis hat dazu ein Aktionspaket mit spannenden Aktionsideen und Anleitungen für kreative Infostände zusammen gestellt. Das komplette Aktionspaket kann als PDF herunterladen werden unter >> http://bit.ly/QxiXX8
Alle Infos zur Bankwechselwoche gibt es auf der Bündnisseite >> http://www.bankwechsel-jetzt.de


:: Namhafte UnterstützerInnen für Nakba-Ausstellung gewonnen

48 namhafte Vertreter aus Wissenschaft, Politik, Kirchen, Medien und Kultur unterstützen jetzt die seit April 2008 durch die Bundesrepublik wandernde Ausstellung "Die Nakba - Flucht und Vertreibung der Palästinenser 1948". Der Verein Flüchtlingskinder im Libanon e.V. hat die Ausstellung erstellt, Konzeption und Umsetzung wurden vom Evangelischen Entwicklungsdienst und der Stiftung Entwicklungs-Zusammenarbeit des Landes Baden-Württemberg gefördert. Die Ausstellung will die in Deutschland weithin unbekannte palästinensische Sichtweise auf die Ursachen des Nahostkonflikts in der Öffentlichkeit bewusst machen. Die Unterstützer der Ausstellung bekennen sich in einer gemeinsamen Erklärung zu diesem Anliegen und halten die Ausstellung für ein dafür überzeugendes Mittel. Nach ihrer Auffassung kann es ohne Verständnis für die berechtigten Anliegen sowohl der israelischen, als auch der palästinensischen Seite zwischen beiden keinen Frieden geben. Die Unterstützer wollen mit ihrer Erklä
rung insbesondere dem zunehmenden Widerstand gegen die Nakba-Ausstellung entgegentreten, der vor allem von deutsch-israelischen und christlich-jüdischen Gesellschaften, jüdischen Gemeinden und aus Kreisen der Linken getragen wird. Mehr >>
http://www.lib-hilfe.de/fakten_ausstellung_unterstuetzer.html


:: Ab 18. Oktober: TERRE DES FEMMES Kampagne zur Verbesserung des Aufenthaltsrechtes für Opfer von Zwangsprostitution

TERRE DES FEMMES startet am 18. Oktober 2012, dem Europäischen Tag gegen Menschenhandel, eine Kampagne zum Thema Verbesserung des Aufenthaltsrechtes für Opfer von Zwangsprostitution. Denn das deutsche Recht bietet den Betroffenen derzeit kaum Möglichkeiten längerfristig in Deutschland zu bleiben. Die Bundesregierung kommt ihren menschenrechtlichen Pflichten nicht nach diesen meist traumatisierten Frauen eine Lebensperspektive in Deutschland zu ermöglichen. TERRE DES FEMMES kämpft gegen diesen Missstand an und bringt das Thema in die Öffentlichkeit! Mehr >>
http://frauenrechte.de/online/index.php/themen/frauenhandel/aktuelles.html

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III. Termine

10.10.2012 - 20.00 Uhr EinsteinHaus, Club Orange in Ulm: Europa in der Krise - Rechtspopulismus auf dem Vormarsch?

Veranstaltung mit Prof. Dr. Christoph Butterwegge zu Fragen wie: Was macht Rechtsextremismus und Rechtspopulismus in modernen Gesellschaften attraktiv? Immer wieder gab es hier die These, dass der Ausschluss von Erwerbsarbeit für die Erfolge rechter Parteien, für rechtsextreme Einstellungen und rassistische Gewalt verantwortlich sei. Der Politikwissenschaftler Christoph Butterwegge hat dazu geforscht. Er schreibt: "Rechtspopulisten verzichten ganz bewusst auf die alten Formeln und kommen heute lieber aufgeschlossen, innovativ und flexibel daher. Das macht die besondere Gefährlichkeit des aktuellen Rechtsextremismus aus, der sich anpasst und verbürgerlicht, aber auch radikalisiert. Die neoliberale Modernisierung strukturiert sämtliche Lebensbereiche nach dem Vorbild des Marktes um. Das schürt nicht nur Ängste, es bringt auch Verlierer und Gewinner hervor und schafft einen günstigen Nährboden für Rechtsextremismus bzw. -populismus." VA: Volkshochschule Ulm in Zusammenarbeit mit
dem Bündnis "Ulm gegen Rechts" und dem Dokumentationszentrum Oberer Kuhberg. Mehr >>
http://www.vh-ulm.de


:: 13./14.10.2012 - Bonn: Friedenskongress 2012 - "Stoppt den Krieg - Wege zum Frieden in Afghanistan" (13./14. Oktober, Bonn)

Zur Zeit bereiten Teile der Friedensbewegung sowie in Deutschland lebende Afghanen einen internationalen Friedenskongress zu Afghanistan vor. Ausgehend von den Forderungen einer sofortigen Waffenruhe und des Abzuges aller Interventionskräfte wollen sich zivil-gesellschaftliche Kräfte aus Afghanistan, dem afghanischen Exil und der europäischen Zivilgesellschaft über die anstehen-den vielfältigen Fragen und Aufgaben der kommenden afghanischen Entwicklung austauschen. Es geht darum, welche praktischen politischen Vorstellungen für die notwendigen Eckpunkte Frieden, Sicherheit, Entwicklung und Gerechtigkeit gemeinsam entwickelt werden können. Mehr >>
http://www.afghanistanprotest.de/friedenskongress-2012


:: 15.10.12 - 19.00 bis 21.00 Uhr in Heinrich-Böll-Stiftung, Berlin: Gute Nachrichten! Wie Frauen und Männer in aller Welt Gewalt beenden und was dies mit deutscher Politik zu tun hat

Buchvorstellung und Diskussion. Bei dem Buch "Gute Nachrichten! Wie Frauen und Männer weltweit Kriege beenden und die Umwelt retten" geht es den Herausgeberinnen - der Heinrich-Böll-Stiftung und Dr. Ute Scheub - weder um das Schönreden noch um das Wegschauen oder gar um das Verweigern internationaler Verantwortung. Sie wollen sich vielmehr der Logik der "bad news" widersetzen und mit den 33 Reportagen aus der ganzen Welt exemplarisch zeigen, dass Veränderungen auch zum Positiven möglich sind. Neben der Buchvorstellung dieser "Guten Nachrichten!" soll am 15. Oktober mit Vertretern und Vertreterinnen der deutschen Politik und zivilgesellschaftlicher Friedensorganisationen diskutiert werden, inwieweit die im Buch beschriebenen guten Beispiele eine Inspiration für die Außen-, Sicherheits- und Friedenspolitik Deutschlands sein können. Mehr >>
http://www.boell.de/calendar/VA-viewevt-de.aspx?evtid=11819


:: 19.-21.10.2012 - Ökumenisches Bildungszentrum "sanctclara", Mannheim: TRANSFORMATION KONKRET

Im Mittelpunkt der KAIROS Europa-Jahrestagung 2012 steht das Thema TRANSFORMATION KONKRET, d.h. die Frage nach Optionen und Strategien des Umbaus von Wirtschaft und Gesellschaft - und zwar unter sektoralen, regionalen, betrieblichen und akteursspezifischen Gesichtspunkten sowie in lokaler wie nationaler und globaler Perspektive. Es ist gelungen, zu diesem hoch aktuellen Themenkomplex ein attraktives Programm zusammen zu stellen. Mehr unter >>
http://www.kairoseuropa.de/events/one.event/index.html?entry=page.events.20121019


:: 20.10.2012 - 14.00 Uhr am Hauptbahnhof Stuttgart: Bundeswehr raus aus den Bildungseinrichtungen. Für militärfreie Bildung und Forschung

Ein breites Bündnis aus Friedensorganisationen, gewerkschaftlichen Gruppen, Jugendorganisationen u.v.a. ruft dazu auf, am 20.10. durch die Stuttgarter Innenstadt für militärfreie Bildung und Forschung zu demonstrieren. Beginn um 14 Uhr mit einer Auftaktkundgebung am Hauptbahnhof, Zwischenkundgebungen am Wissenschafts- und Kultusministerium. RednerInnen u.a. Lena Sachs (Koordinatorin der Kampagne "Schulfrei für die Bundeswehr", Buchautorin), Heike Hänsel (MdB), Chris Capps (US-Deserteur, GI Cafe). Mehr >>
http://bawue.dfg-vk.de/fileadmin/user_upload/Bundeswehr_raus_aus_den_Bildungseinrichtungen._Demo_20.10..pdf


:: 27.10.2012 - Im Fachwerk, Schwarzer Weg 8, Minden/Westfalen: Ziviler Ungehorsam und Gewaltfreie Aktionen in Bewegungen

Dieses Fachgespräch will ein Beitrag zur Reflektion und Klärung der Begrifflichkeiten Gewaltfreiheit und Ziviler Ungehorsam sein und damit zugleich einen positiven und ermutigenden Effekt auf anstehende Aktionen, z.B. die Aktion gegen den Export des Leopard-Panzers an Saudi Arabien im Rahmen von "Aktion Aufschrei" erzielen. Infos >>
http://www.soziale-verteidigung.de/news/meldungen/einladung-zum-fachgespraech-ziviler-ungehorsam-und-gewaltfreie-aktionen-in-den-bewegungen

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Weitere Termine finden sich u.a.:

:: Netzwerk Friedenskooperative >> http://www.friedenskooperative.de/

:: Bessere Welt Links. Norbert's Bookmarks für engagierte Leute >> http://www.bessereweltlinks.de/index.php?cat=6108

:: Attac >> http://www.attac.de/termine/index.php

:: "Aktion Aufschrei - Stoppt den Waffenhandel!" >> http://www.aufschrei-waffenhandel.de/Veranstaltungstermine.69.0.html


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