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Ökumenische Friedensdekade: “Frieden riskieren”

Gammertingen, 03.11.2008: Vom 9. bis 19. November finden bundesweit während der Ökumenischen Friedensdekade mit dem Motto "Frieden riskieren" hunderte von Veranstaltungen statt. In Gammertingen und Umgebung werden in diesem Rahmen eine Reihe verschiedener Veranstaltungen angeboten. Die diesjährige Ökumenische Friedensdekade wird wieder getragen vom Gesprächsforum "Ökumenische Friedensdekade", in dem die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Deutschland (ACK) und viele Friedensgruppen zusammenarbeiten.

Den Auftakt bildet am Sonntag, 9. November 2008, eine Mahnwache zum 70. Jahrestag der Reichspogromnacht am Stadtbrunnen in Gammertingen. 70 Jahre nach den Novemberpogromen, in denen Juden verfolgt und ermordet sowie Synagogen zerstört wurden, soll an diesen nationalsozialistischen Terror erinnert werden. Die Erinnerung ist gleichzeitig wichtig, um wach zu bleiben gegenüber Ausgrenzung, Diskriminierung und Gewalt gegen Minderheiten. Die Mahnwache beginnt um 17 Uhr. Veranstalter ist der Verein "Lebenshaus Schwäbische Alb - Gemeinschaft für soziale Gerechtigkeit, Frieden und Ökologie".

"Frieden riskieren - auch in Afghanistan?" lautet der Titel einer Veranstaltung, die der "Weltladen Gammertingen" am Mittwoch, 13.11., um 20.00 Uhr im evangelischen Gemeindehaus in Gammertingen anbietet. Referent an diesem Abend ist Jama Maqsudi vom Deutsch-Afghanischen Flüchtlingshilfe-Verein. J. Maqsudi, der sich in seinem Herkunftsland Afghanistan so gut auskennt wie in seinem jetzigen Heimatland Deutschland, war vor sechs Jahren, kurz nach Beginn des Bombenkriegs gegen Afghanistan und vor der Einsetzung der Regierung Karsai schon einmal in Gammertingen und beeindruckte durch seine detaillierten Kenntnisse sowohl der afghanischen Verhältnisse als auch der politischen Diskussion in Deutschland über den Kriegseinsatz der Bundeswehr dort; viele seiner damaligen Einschätzungen und Vorhersagen über die weitere Entwicklung haben sich als richtig erwiesen. Die Bundeswehr ist immer noch in Afghanistan, wir hören und lesen oft von den regelmäßigen Debatten im Bundestag über die weitere Beteiligung an der UN-Mission und inzwischen auch über dort gefallene deutsche Soldaten. Jama Maqsudi bringt aktuelle Eindrücke, Informationen und Bilder aus Afghanistan mit, um unsere Meinungsbildung zu qualifizieren.

Beim "Treff im Lebenshaus" am Samstag, 15.11., lautet der Titel: "Frieden riskieren: Otto Umfrid - Wir?" Otto Umfrid war zu Beginn des letzten Jahrhunderts ein im In- und Ausland renommierter Pazifist und im Jahr 1914 sogar für den Friedensnobelpreis vorgeschlagen. Der 1857 im württembergischen Nürtingen geborene evangelische Pfarrer widersetzte sich dem damaligen geistigen Klima der Aufrüstung vor dem 1. Weltkrieg. Otto Umfrid, Urvater der Friedensarbeit, riskierte sehr viel für den Frieden. Beim "Treff im Lebenshaus" gibt es nach einem einführenden Referat von Michael Schmid die Möglichkeit zum Austausch über Fragen wie: Riskieren wir etwas für den Frieden und was hilft uns dabei? Beginn ist um 9.30 Uhr im Lebenshaus in Gammertingen.

Die Sonntagsgottesdienste am 16.11. um 9 Uhr im Simon-Grynäus-Haus Veringenstadt und um 10 Uhr in der Evang. Kirche in Gammertingen werden mit Pfarrerin Hornung und Mitgliedern des "Lebenshauses Schwäbische Alb" als Gottesdienste zur Friedensdekade "Frieden riskieren" gestaltet.

Ebenfalls am Sonntag, 16.11., findet um 17 Uhr an der Gedenkstätte in Gammertingen-Mariaberg eine "Mahnwache für die Opfer von Gewalt und Euthanasie" statt. 1940 wurden 61 Menschen aus den Mariaberger Heimen Opfer der Euthanasie durch die Nazidiktatur. Diesen Opfern wie allen Opfern von Gewalt gilt die Mahnung und Erinnerung bei dieser Veranstaltung, zu der "Mariaberg e.V." und "Lebenshaus Schwäbische Alb" einladen. Vorgesehen sind Wortbeiträge des Mariaberger Vorstands Rüdiger Böhm und des Lebenshaus-Geschäftsführers Michael Schmid, ein musikalischer Beitrag durch den Mariaberger Posaunenchor sowie ein 30-minütiges Schweigen.

Informationen zur Ökumenischen Friedensdekade sind erhältlich bei: Lebenshaus Schwäbische Alb e.V., Tel. 07574-2862, E-Mail info@lebenshaus-alb.de, Internet: www.lebenshaus-alb.de .

Spenden für entstehende Kosten (das Ausstellen einer steuerabzugsfähigen Bescheinigungen ist möglich!) erbittet der Verein Lebenshaus Schwäbische Alb e.V. auf sein Konto mit der Nr. 802 333 4800 bei der GLS Gemeinschaftsbank, BLZ 430 609 67.

Informationen zur bundesweiten Ökumenischen FriedensDekade finden sich im Internet unter www.friedensdekade.de .

Veröffentlicht am

03. November 2008

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