15 Jahre aktiv für soziale Gerechtigkeit, Frieden und Ökologie: Lebenshaus Schwäbische Alb feiert Jubiläum. Konzert mit schwäbischem Liedermacher Thomas FelderGammertingen, 17.10.2008: Der Verein Lebenshaus Schwäbische Alb - Gemeinschaft für soziale Gerechtigkeit, Frieden und Ökologie mit Sitz in Gammertingen feiert sein 15-jähriges Jubiläum. Am 25. Oktober veranstaltet er aus diesem Anlass ein Konzert mit dem schwäbischen Dichtersänger Thomas Felder. Am selben Tag sind nachmittags Mitglieder, Freundinnen und Freunde ins Lebenshaus eingeladen, wo die Feier verbunden werden soll mit einer Besichtigung des gerade ökologisch sanierten vereinseigenen Gebäudes.
Bereits nachmittags sind die Vereinsmitglieder, Freundinnen und Freunde ins Lebenshaus in Gammertingen eingeladen. Dort wird außer einem Rückblick in die Vereinsgeschichte sowie weiteren Programmpunkten ebenfalls eine Besichtigung des vereinseigenen Gebäudes möglich sein. Denn dieses hat in den vergangenen Monaten schon rein äußerlich ein neues Gesicht bekommen. Vor allem wurde das aus dem Jahre 1949 stammende Haus aber ökologisch so saniert, dass es nun einen Neubau-Standard nach der Energieeinsparverordnung (EnEV) erreicht hat. "Angesichts des zunehmenden Klimawandels und vor dem Hintergrund knapper werdender Ölvorräte sowie zunehmender Kriege um knapper werdende fossile Ressourcen freuen wir uns außerordentlich, dass wir nun im Lebenshaus ganz weg vom Heizöl gekommen sind und in Zukunft Heizwärme und Warmwasser ausschließlich über erneuerbare Energien aufbereiten können", begründet Geschäftsführer Michael Schmid die Absicht für dieses Projekt. Dafür wurden jetzt "Am 25. Oktober können wir die Fertigstellung der Sanierungsmaßnahmen mit dem fünfzehnten Geburtstag des Vereins Lebenshaus Schwäbische Alb feiern", freut sich der Vereinsvorsitzende Axel Pfaff-Schneider. "Doch ohne die unglaubliche finanzielle Unterstützung unserer Freundinnen und Freunde, wäre unser Traum der Unabhängigkeit von fossiler Heizenergie nicht zu erfüllen gewesen." Das über 100.000 Euro teure zukunftsweisende Projekt hätte ohne großzügige private Unterstützung aus dem Unterstützungskreis des Lebenshauses sowie einigen Zuschüssen nicht umgesetzt werden können. Wenn der Verein Lebenshaus Schwäbische Alb jetzt auf 15 Jahre aktive Geschichte zurückblickt, dann zählt er den Erwerb des Gebäudes zu seinen positiven Errungenschaften. Dort wird hauptsächlich das Angebot für Menschen in Krisen- und Übergangssituationen umgesetzt, in einer Hausgemeinschaft mitzuleben. Davon haben in den vergangenen Jahren über 160 Menschen Gebrauch gemacht. Menschen, die sich etwa aufgrund von Arbeitslosigkeit, nach einer Trennung, aufgrund eines fehlenden Ausbildungsplatzes oder sonstwie in einer schwierigen Lage befunden haben oder Flüchtlinge sowie psychisch kranke Menschen. Zudem konnten unzählige weitere Menschen bei der Bewältigung schwieriger Lebenssituationen unterstützt werden, etwa indem Kinder aus Flüchtlingsfamilien gestärkt wurden und in der Bewältigung ihres Alltags Hilfe erfahren haben. Ihnen konnte Deutschunterricht gegeben, ein Schwimmkurs oder auch eine Therapie gegen Rechenschwäche bezahlt oder armen Familien Geld für Essen am Monatsende und zum Tanken von Heizöl geliehen oder geschenkt werden. Seit 1993 konnte der Verein ebenfalls mit der Organisation und Mitwirkung bei dutzenden von Mahnwachen und Demonstrationen, durch die Organisation von zahlreichen Unterschriftenaktionen, Petitionen und Zeitungsanzeigen sowie mit der Herausgabe eines regelmäßigen Newsletters auf die Meinungsbildung und Entscheidungsfindung in der Politik Einfluss nehmen. Mit Rundbriefen, Internetseite, Veranstaltungen und Aktionen wurde über friedlose, ungerechte, gewaltförmige, umweltzerstörende Ereignisse und Zustände in nah und fern berichtet, dagegen protestiert und gleichzeitig für gewaltfreie und Hoffnung stiftende Alternativen geworben. Veröffentlicht amArtikel ausdrucken |
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