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Beinahe-GAU in Schweden - jetzt Konsequenzen ziehen!

Beim Beinahe-Unfall im schwedischen Atomkraftwerk Forsmark-1 am 26. Juli haben uns vermutlich nur noch 7 Minuten davon getrennt, dass Europa 20 Jahre nach Tschernobyl erneut einer ähnlich großen Reaktorkatastrophe ausgesetzt gewesen wäre.

Die Kampagne .ausgestrahlt möchte wegen diesem schwedischen Beinahe-Gau eine Anzeigen-Aktion durchführen, um damit für einen atompolitischen Kurswechsel Druck zu machen. Bitte beachten Sie/beachtet den folgenden Newsletter der Kampagne .ausgestrahlt. Anfang nächster Woche soll eine möglichst große Anzeige erscheinen, wahrscheinlich in der Süddeutschen Zeitung.

Michael Schmid

PS: Auf der Lebenshaus-Website finden sich zahlreiche Artikel z.B. unter >> Atomkraft .



.ausgestrahlt-Newsletter 09/06


Nach dem Beinahe-Gau im schwedischen AKW Forsmark:

1. Unterzeichne die Anzeige für einen wirklichen Atomausstieg!

http://www.campact.de/atom/od3/form

2. Mach mit bei der E-Mail-Aktion mit Forderungen an Merkel und Gabriel!

http://www.campact.de/atom/ml3/mailer

3. Schreibe Leserbriefe an Zeitungen


Liebe .ausgestrahlt-Aktive,

was Ende letzter Woche nach und nach aus Schweden bekannt wurde, macht uns die Schrecken der Atomenergie auf einen Schlag wieder bewusst: Nur sieben Minuten trennten Europa von einer Katastrophe wie in Tschernobyl. Durch einen “bisher unbekannten technischen Fehler”, so die Betreiber, geriet das schwedische AKW Forsmark an den Rand des Super-GAU. Diesmal ist es noch gut gegangen, aber wir wissen: Jeder Tag Weiterbetrieb der Reaktoren kann der eine Tag zu viel sein.

Die hiesigen Atomkonzerne wiegeln ab, behaupten, das was in Schweden—übrigens mit deutscher Technik von AEG in AKWs der Betreiberfirmen E.on und Vattenfall—passiert ist, wäre bei uns nicht möglich. Aber wir wissen: Wenn nicht genau dieser Störfall möglich ist, dann eben irgendein anderer “bisher unbekannten technischen Fehler”.

Trotz des neuesten Beweises unbeherrschbarer Atomtechnik, setzen die Energiekonzerne, Union und FDP weiter auf Atomkraft und wollen eine Laufzeit- oder besser Gefahrzeitverlängerung für die deutschen AKWs durchsetzen. Nur wenn sich viele Menschen eindeutig für einen wirklichen Atomausstieg positionieren und einsetzen, kann es wirklich zu einer Stilllegung von Reaktoren kommen.

Deshalb rufen wir Euch auf: Werdet jetzt aktiv! Nutzt die durch die Ereignisse in Schweden entstandene öffentliche Aufmerksamkeit und macht Druck für einen wirklichen Atomausstieg!

Mehr im 5-Minuten-Info:

http://www.campact.de/atom/info/forsmark5mininfo


> 1. Unterzeichne die Anzeige für einen wirklichen Atomausstieg!

Wir wollen Position beziehen. Anfang nächster Woche wollen wir eine große Anzeige—möglichst in der Süddeutschen Zeitung—schalten, um unsere Forderungen öffentlich zu machen. Erscheinen kann diese Anzeige nur, wenn sie von möglichst vielen Aktiven gemeinsam finanziert wird. Je mehr Menschen diese Anzeige mitunterzeichnen und mitfinanzieren, um so größer kann sie werden und um so mehr Gewicht bekommt sie.

Hier findest Du Anzeigentext und die Möglichkeit zu unterzeichnen:

http://www.campact.de/atom/od3/form

> 2. Mach mit bei der E-Mail-Aktion mit Forderungen an Merkel, Glos und Gabriel!

Die Bundesregierung versucht den schwedischen Störfall runterzuspielen und macht auf “business as usual”. Es wird zwar überprüft, ob es in deutschen AKWs die gleiche Technik wie in Forsmark gibt, aber die auch auf andere Technik übertragbare Fehler-Logik wird bisher nicht in Augenschein genommen. Deshalb wollen wir per E-Mail Druck auf Merkel, Glos und Gabriel ausüben, damit es zu wirklichen Sicherheitsüberprüfungen kommt, damit Reaktoren wie in Schweden abgeschaltet werden und damit der Atomausstieg nicht auf den St.-Nimmerleinstag verschoben wird.

Hier kannst Du die E-Mail an Merkel, Glos und Gabriel abschicken:

http://www.campact.de/atom/ml3/mailer

> 3. Schreibe Leserbriefe an Zeitungen

Über die Ereignisse in Forsmark wurde in den letzten Tagen in den Zeitungen breit berichtet. Aber nicht immer kam dabei die wirkliche Dimension des Geschehens rüber. Die verharmlosenden Aussagen der Atomlobby wurden teilweise unkommentiert übernommen. Alles in allem bietet sich uns aber nun eine gute Möglichkeit, per Leserbriefen atomkritische Positionen in die Zeitungen zu bringen. Deshalb: Mischt Euch in die Debatte ein!

Mehr Informationen zu Leserbriefen unter

http://www.ausgestrahlt.de/atom/leserbrief

Herzliche Grüße
Jochen Stay

Veröffentlicht am

08. August 2006

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