Lebenshaus Schwäbische Alb - Gemeinschaft für soziale Gerechtigkeit, Frieden und Ökologie e.V.

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80 Jahre: Theodor Ebert

Am 6. Mai 2017 feiert der Politikwissenschaftler und Friedensforscher Prof. Dr. Theodor Ebert seinen 80. Geburtstag. Dazu gratulieren wir ihm als Lebenshaus Schwäbische Alb ganz herzlich.

Theodor Ebert hat sich von Mohandas K. Gandhi und Martin Luther King zu gewaltfreien, direkten Aktionen und zu Entwürfen gewaltfreier Politik anregen lassen. Historische Beispiele haben ihn in seinem Glauben bestärkt, dass der bewusste Einsatz gewaltfreier Mittel eines der zentralen Anliegen bei der Gestaltung und Verteidigung einer Gesellschaft sein müsse. Gewaltfreiheit verstand er nie als ein Zufallsprodukt, ein taktisches Instrumentarium, sondern als ein bewusst aus tiefster Überzeugung und Achtung vor menschlichem Leben eingesetztes Mittel. Deshalb war ihm der Aspekt, Gewaltfreiheit zu erlernen und einzuüben, besonders wichtig. Durch seine Arbeit hat er viele Menschen ermutigt, der Gewaltfreiheit bei der Gestaltung zukünftiger Entwicklungen eine Chance einzuräumen bzw. die Gewaltfreiheit überhaupt als einen bedeutsamen Faktor betrachten zu können.

Theodor Ebert war bis 2002 Professor für Politische Wissenschaft am Otto Suhr Institut der Freien Universität Berlin. Von 1972 bis 1984 gehörte er zudem der Synode der Evangelischen Kirche in Deutschland an und von 1984 bis 1996 der Kirchenleitung der Evangelischen Kirche in Berlin-Brandenburg.

Seit einer gemeinsamen Studienreise durch die USA im Jahr 2001 ("Auf den Spuren von Martin Luther King"), an der auch mehrere unserer Lebenshaus-Mitglieder teilnahmen, besteht ein persönlicher Kontakt zwischen Theodor Ebert und dem Lebenshaus Schwäbische Alb. In den vergangenen 16 Jahren ist die Lebenshaus-Website zur Veröffentlichungsplattform zahlreicher Reden und Artikel Theodor Eberts im Internet geworden.

Es gibt noch einen anderen, lebensgeschichtlich sehr frühen Bezug zur Schwäbischen Alb: 1942 wurde die Familie des in Stuttgart geborenen Theodor Ebert wegen des Bombenkrieges in das Albstädtchen Münsingen evakuiert, bevor sie 1946 wieder nach Stuttgart zurückkehren konnte. Dieses frühe Kriegserlebnis sollte bleibende Spuren für die spätere Kriegsgegnerschaft und das Interesse am gewaltfreien Lebensengagement hinterlassen. Wir freuen uns, dass wir heute von der Schwäbischen Alb aus zur Weiterverbreitung seiner Erkenntnisse beitragen dürfen.

Seinen 80. Geburtstag haben wir jetzt zum Anlass genommen, zwei von Theodor Ebert verfasste Sammelbände neu auf der Lebenshaus-Website zu veröffentlichen.

"Aufgewachsen in Deutschland 1937 - 1956" lautet der Titel mit "Geschichten aus der Kindheit und Jugend eines späteren Friedensforschers".

In dem Sammelband "Macht von unten durch gewaltfreie Aktion" präsentiert Theodor Ebert seine Gedanken zur gewaltfreien Konfliktaustragung durch die Zusammenstellung einer Reihe von Texten zu einem Sammelband noch einmal zusammenfassend.

Wir wünschen Theodor Ebert, dass er möglichst viele Jahre vor sich hat, in denen er noch einiges aus seinem reichhaltigen Erfahrungsschatz in der Friedensforschung und der Friedensbewegung weitergeben kann. Gleichzeitig danken wir ihm für sein umfassendes Engagement und seine wichtigen Impulse, mit denen er wesentlich Einsichten und Erkenntnise zur Gewaltfreiheit und gewaltfreien Aktion gefördert hat.

Veröffentlicht am

05. Mai 2017

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