Nein zum Krieg! Nein zur NATO!
Ob die NATO diesen Kurs fortsetzen wird und ob es trotz allem unter Präsident Obama neue Initiativen zur Abrüstung gibt, wird auch vom Druck abhängen, den internationale Friedens,- Menschenrechts- und Globalisierungskritische Bewegungen aufbauen wollen. Deshalb rufen wir als Lebenshaus Schwäbische Alb zur Teilnahme an den verschiedenen Aktionen auf, die anlässlich des Gipfeltreffens gegen die aggressive Militär- und Nuklearpolitik der NATO und für unsere Vision einer gerechten Welt ohne Krieg geplant sind.
Am 4. April 1967, also auf den Tag genau ein Jahr vor seiner Ermordung, hielt Martin Luther King in der New Yorker Riverside Church seine berühmt gewordene Rede gegen den Vietnam-Krieg. In dieser Rede, die später unter dem Titel "Beyond Vietnam" - "Jenseits von Vietnam" veröffentlicht wurde, wandte sich King ganz entschieden gegen den US-Krieg in Vietnam und klagte seine Regierung als "die größte Gewaltausüberin in der heutigen Welt" an. Er argumentierte, die innenpolitischen Probleme der USA - einschließlich Armut - könnten nicht gelöst werden, solange Kriege wie dieser weitergingen und so viele Ressourcen in den Militarismus flössen. Die eindrucksvolle Rede von Martin Luther King vom 4. April 1967 in der Riverside Church in New York ist in der Lebenshaus-Website in deutscher Übersetzung zu finden:
"Jenseits von Vietnam"
. Das englische Original findet sich hier:
"Beyond Vietnam - A Time to Break Silence, Martin Luther King, Jr."
. Die Rede kann auch im Original angehört werden:
"Beyond Vietnam - A Time to Break Silence"
.
Angesichts weltweiter Kriege und steigender Rüstungsausgaben gilt die Kritik Martin Luther Kings heute mehr denn je. Die NATO hat in den letzten Jahren eine beängstigende Kriegsdynamik entwickelt. Zudem sind alleine die NATO-Staaten für 75 Prozent der globalen Militärausgaben verantwortlich und geben jährlich ca. 900 Mrd. Euro für Rüstung aus. Deshalb machen wir am 4. April 2009 in Anknüpfung an Martin Luther Kings Erkenntnis deutlich: Mit Aufrüstung und Krieg lässt sich weder Armut überwinden noch ein gerechter Frieden schaffen! Die Regierungen in der Bundesrepublik und Frankreich bereiten sich mit einem riesigen Polizeiaufgebot, Militäreinsatz und NO-GO-Zonen auf den Gipfel der KriegsführerInnen vor. Freiheit und Demokratie, die ja angeblich mit den Kriegseinsätzen rund um die Welt verteidigt werden sollen, werden massiv eingeschränkt. Die Grundrechte auf Demonstrationsfreiheit und freie Meinungsäußerung werden an den Stadtrand gedrängt, damit aus der Öffentlichkeit verbannt und quasi abgeschafft.Siehe hierzu auch die Presseerklärung der DFG-VK: "NATO-Gipfel: Polizei und Verwaltung bereiten mit Blockadehaltung Chaos und Gewalt vor!" An folgenden Aktionen können Sie sich derzeit beteiligen:
Wir hoffen, dass wir mit vielen Menschen auf dem Weg und auf den Straßen gegen den NATO-Kriegsgipfel dem Anliegen widersprechen können, es seit etwas Gutes, ein Kriegsbündnis zu feiern. Lasst uns also von unserem Grundrecht auf freie Meinungsäußerung Gebrauch machen und uns vielfältig und bunt der Kriegspolitik der NATO entgegen treten, Krieg als Verbrechen an der Menschheit geißeln und unsere Vorstellungen für ein friedliches Zusammenleben der Menschen darstellen und formulieren! Auswahl geplanter Aktionen
Ausgewählte Links zu den Anti-NATO-Protesten
Textesammlungen auf der Lebenshaus-WebsiteAktuelle Materialien zur NATO
Aktuelle Anmerkung vom 01.04.2009Die deutschen und französischen Behörden haben mittlerweile angekündigt, die Europabrücke, über die die Demo führen soll, ab 10:30 Uhr zu öffnen, “[diese] Einigung verhindere, dass Demonstranten in Kehl nicht nach Straßburg reisen können und es dadurch in der Grenzstadt zu größeren Problemen kommt.”
Busse aus TübingenAufgrund der großen Nachfrage hat das Anti-NATO-Bündnis Tübingen-Reutlingen einen dritten Bus organisiert. Es gibt also wieder Karten im Fairen Kaufladen. Der dritte Bus zu den Protesten in Kehl und Strasbourg fährt am Samstag, 4.4., um 8:30 Uhr am Tübinger Omnibusbahnhof. In Tübingen gibt es Karten beim Fairen Kaufladen (Marktgasse 15). Die Karten für den dritten Bus sind leider auf Grund höherer Kosten etwas teurer: pro Person 12 Euro, ermäßigt 6 Euro. Wer gar nichts zahlen kann, fährt umsonst mit.
FußnotenVeröffentlicht amArtikel ausdruckenArtikel weiterverbreitenWeitere Artikel auf der Lebenshaus-WebSite zum Thema bzw. von |
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