Date: August 22nd 2010

==== Lebenshaus-Newsletter ===============================================

Liebe Freundinnen und Freunde,

wir hätten nicht gedacht, dass wir uns dieses Jahr mit einem solchen Thema wie "Bundeswehrpatenschaften" gründlich beschäftigen würden. Nein, das hat uns in der Vergangenheit gar nicht interessiert. Doch nun ist es anders gekommen. Indem unsere Stadt Gammertingen eine solche "Patenschaft" mit einer Bundeswehreinheit eingegangen ist und wir vor allem wegen der damit verbundenen Unterstützung des Afghanistan-Krieges dagegen protestieren, ist dies unvermittelt zu einem Schwerpunkt unserer Arbeit geworden.

Die Bundestagsabgeordnete Kathrin Vogler, die unsere Aktion unterstützt, hat aufgrund unserer Initiative eine kleine Anfrage an die Bundesregierung gerichtet. In der Antwort aus dem Verteidigungsministerium vom 31.7.2010 heißt es: "Patenschaften von Einheiten und Verbänden der Bundeswehr mit Städten und Gemeinden sollen das Verständnis der Bürgerinnen und Bürger für die Bundeswehr als Instrument einer wehrhaften Demokratie zur Friedenssicherung fördern." (Antwort der Bundesregierung, BT- Drucksache 17/2688 vom 31. Juli 2010)

Das bedeutet, dass die "Patenschaften" ein Instrument sind, mit dem das Verständnis und die Akzeptanz auch für Kriegseinsätze gefördert werden soll. Letztlich also ein Instrument der Öffentlichkeitsarbeit für Kriegseinsätze wie in Afghanistan.

Aus der Antwort der Bundesregierung geht ebenfalls hervor, dass es rund 700 "Patenschaften" von Städten und Gemeinden sowie einem Landkreis (Sigmaringen) mit Einheiten der Bundeswehr gibt. Potentiell lebt also fast jede und jeder von uns in einer Gemeinde mit einer solchen "Patenschaft" oder hat eine solche in seiner Umgebung. Ein reichhaltiges Betätigungsfeld also! Jedenfalls ein Thema, das nicht nur uns in Gammertingen interessieren sollte.

Wir freuen und bedanken uns über die große Unterstützung, die wir bereits erhalten haben. Gleichzeitig sind wir dringend weiter auf solidarische Unterstützung angewiesen (siehe hierzu u.a. den Artikel "Lebenshaus widerspricht Versuch der Kriminalisierung").

Nachfolgend eine "Postkarte an junge Menschen" von Walter Bauer - ein Text nicht nur für die jüngere Generation.


Postkarte an junge Menschen

Gebt nicht nach, wie wir es getan haben,
Folgt den Verlockungen nicht, denkt nach, verweigert,
Verweigert, lehnt ab.
Denkt nach, eh ihr Ja sagt,
Glaubt nicht sofort, glaubt auch dem Einleuchtenden nicht,
Glauben schläfert ein, und ihr sollt wach sein.
Fangt mit einem weißen Blatt an, schreibt selber die ersten Worte,
Laßt euch nichts vorschreiben.
Hört gut zu, hört lange zu, aufmerksam,
Glaubt der Vernunft nicht, der wir uns unterwarfen.
Fangt mit der stummen Revolte des Nachdenkens an, prüft,
Und verwerft.
Bildet langsam das Ja eures Lebens.
Lebt nicht wie wir.
Lebt ohne Furcht.

(Walter Bauer)


Shalom Salam
Euer / Ihr Michael Schmid

PS: Anfang Juli hat die neue Saison beim km-Spiel begonnen. Im km-Spiel tragen echte Menschen ihre echt gelaufenen Kilometer ein, um ihre Gruppe auf einer Weltkarte virtuell nach vorne zu bringen. Die Gruppe "Lebenshaus" sucht weitere laufende Menschen, die Lust zum Mitspielen haben, denen Gerechtigkeit, Frieden sowie eine intakte Umwelt wichtig sind. Mehr >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/006428.html
-----------------------------------------------

Inhaltsübersicht
----------------

I. Artikel

:: 01. Lebenshaus widerspricht Versuch der Kriminalisierung

:: 02. Auswahl an Links zur Aktion gegen Bundeswehrpatenschaft

:: 03. "Bundeswehrpatenschaft" und Kinder

:: 04. Gewaltfreier Widerstand ist ein letztes Mittel zur Verhinderung eines Monsterprojekts wie Stuttgart 21

:: 05. Gegen die Verdrängung: Seit über zwei Wochen befindet sich Palästinenser in Berlin im Hungerstreik

:: 06. Reform: Ein Radikaler von Adel

:: 07. Hiroshima: Der Mahnruf des missachteten Gewissens

:: 08. Repräsentant der US-Regierung nimmt an Hiroshima-Gedenkfeier in Japan teil

:: 09. Gefahr radioaktiver Strahlung drastisch unterschätzt

:: 10. Erfolgreiche Proteste gegen Stuttgarter Gelöbnis-Spektakel

:: 11. Wo beginnt der Krieg?

:: 12. Mit Streumunition auf Taliban- und Terroristenjagd

:: 13. Gezielte Tötungen

:: 14. Gesicht bewahren in einem nicht gewinnbaren Krieg

:: 15. Von U.S.-Finanzen steigt der Rauch auf

:: 16. Warum WikiLeaks den Krieg nicht stoppen wird

:: 17. Umbenennung der Mission der Vereinigten Staaten von Amerika in Irak: Willkommen "Berater" und "Helfer"

:: 18. Israel hat sich in die EU eingeschlichen, und keiner hat's gemerkt

:: 19. Harakiri?

:: 20. Israelische Regierung muss Erschießung der neun Passagiere aufklären helfen

:: 21. Wenn du nein sagst - oder: Giftpilze

:: 22. Streuverbot - Ächtung heimtückischer Streumunition rechtswirksam

:: 23. Atompolitik: Glatte Zungen

:: 24. "Energiepolitischer Appell" Ausdruck dreister Arroganz der Macht

:: 25. Arundhati Roy: "Schreiben ist eine Art Kampf"

:: 26. "Die Zeit der Sorge"

II. Hinweise

III. Veranstaltungstermine

========================
I. Artikel

:: 01. Lebenshaus widerspricht Versuch der Kriminalisierung

In Gammertingen (Kreis Sigmaringen) wurde mit einem fingierten Brief der Eindruck einer amtlichen Aufforderung zur Musterung für den Afghanistan-Kriegseinsatz erweckt. Bürgermeister Holger Jerg sieht darin einen Akt, der "an Geschmacklosigkeit und krimineller Absicht nicht zu übertreffen" ist. Er erstattete Strafanzeige und legte in einer öffentlichen Erklärung gleichzeitig die Vermutung nahe, dass "Lebenshaus Schwäbische Alb" hinter der Aktion stehe. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/006452.html


:: 02. Auswahl an Links zur Aktion gegen Bundeswehrpatenschaft

"Offener Brief" an Bürgermeister wegen Unterstützung des Afghanistan-Krieges >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/aktionen/006355.html
Versuchte Kriminalisierung des Protests: Schreiben an Gammertinger Bürgermeister und Statements zur Sache >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/006454.html
Schreiben an Gammertinger Bürgermeister wegen "Bundeswehrpatenschaft" und Unterstützung des Afghanistan-Krieges >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/006443.html
Grußworte und persönliche Statements zur Aktion gegen Bundeswehrpatenschaft >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/006416.html
Fragen und Antworten zum Protest gegen Städtepartnerschaft mit Bundeswehreinheit >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/006376.html


:: 03. "Bundeswehrpatenschaft" und Kinder

Derzeit wird eine erneute Integration des Militärischen in die Öffentlichkeit in ganz unterschiedlichen Formen versucht. Unter anderem eignen sich "Patenschaften" zwischen rund 700 Gemeinden, Städten und einem Landkreis mit Bundeswehreinheiten gut für Militärpropaganda im kommunalen Bereich. Auch Kinder und Jugendliche sind Zielobjekte. Aus einem Briefwechsel von Lebenshaus Schwäbische Alb mit der Bundeswehr geht hervor, welche "seltsamen Blüten" eine solche "Patenschaft" in ihrer konkreten Ausgestaltung annehmen kann. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/006467.html


:: 04. Gewaltfreier Widerstand ist ein letztes Mittel zur Verhinderung eines Monsterprojekts wie Stuttgart 21

In seiner Rede bei der 39. Montagsdemo gegen Stuttgart 21 am 16.08.2010 erinnert der Stuttgarter Friedens- und Konfliktforscher Wolfgang Sternstein an den gewaltfreien Widerstand, mit dem in den 1970er Jahren das geplante Atomkraftwerk bei Wyhl verhindert wurde. In gewaltfreiem Widerstand oder zivilen Ungehorsam sieht er ein letztes Mittel, um ein Monsterprojekt wie Stuttgart 21 zu verhindern. Er sei eine Notbremse, um diesen "unschönen Zug der Bahn" zum Halten zu bringen und dafür zu sorgen, dass die Weichen richtig gestellt werden, damit er in den Kopfbahnhof 21 einfahren kann. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/006462.html


:: 05. Gegen die Verdrängung: Seit über zwei Wochen befindet sich Palästinenser in Berlin im Hungerstreik

Der Palästinenser Firas Maraghy kämpft für sein Recht, mit seiner Familie in Ostjerusalem leben zu dürfen. Israels Botschaft stellt sich quer. Stellungnahme von "Jüdische Stimme für gerechten Frieden in Nahost". - Inzwischen dauert der Hungerstreik schon fast 4 Wochen an. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/006458.html


:: 06. Reform: Ein Radikaler von Adel

Verteidigungsminister zu Guttenberg plant die Aussetzung der anachronistischen Wehrpflicht und expediert die Bundeswehr endlich ins 21. Jahrhundert. Von Jürgen Rose. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/006466.html


:: 07. Hiroshima: Der Mahnruf des missachteten Gewissens

Vor 65 Jahren warfen US-Soldaten erstmals in der Menschheitsgeschichte eine Atombombe. Ihr Ziel am 6. August, morgens um 8.15 Uhr, war die südjapanische Stadt Hiroshima. Nur drei Tage später fiel die zweite Atombombe auf Nagasaki. Am 6. August 1945 starben in Hiroshima 140.000 Menschen und kurz danach in Nagasaki 73.000. Hiroshima und Nagasaki bleiben 65 Jahre nach den ersten Atombomben-Abwürfen in der Geschichte der Menschheit ein Mahnruf des missachteten Gewissens. Von Franz Alt. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/006444.html


:: 08. Repräsentant der US-Regierung nimmt an Hiroshima-Gedenkfeier in Japan teil

Vor 65 Jahren warf Amerika eine Bombe mit dem Kosenamen 'Little Boy' (kleiner Junge) über der japanischen Großstadt Hiroshima ab. Laut Schätzungen starben 140 000 Menschen sofort oder erlagen kurze Zeit später ihren schweren Verbrennungen oder der Strahlenkrankheit. 2010 nimmt zum ersten Mal ein Vertreter der US-Regierung an diesem traurigen Jahrestag in Japan teil. Democracy Now! sprach mit dem führenden amerikanischen Psychiater und Autoren, Robert Jay Lifton, der sich seit langem gegen Atomwaffen einsetzt. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/006457.html


:: 09. Gefahr radioaktiver Strahlung drastisch unterschätzt

Durch Fehler in der statistischen Auswertung der Daten von Hiroshima und Nagasaki wurde die Gefahr radioaktiver Strahlung über viele Jahre drastisch unterschätzt. Zu diesem Schluss kommt die IPPNW (Internationale Ärzte gegen den Atomkrieg) in einem Überblickspapier zu den gesundheitlichen Spätfolgen der Atombombenabwürfe, in dem auch die Diskussion zur Auswertung der Daten aus Japan zusammengefasst wird. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/006451.html


:: 10. Erfolgreiche Proteste gegen Stuttgarter Gelöbnis-Spektakel

Am 30. Juli 2010 fand nach 11 Jahren zum ersten Mal wieder in Stuttgart die Vereidigung von 650 Wehrpflichtigen und Zeitsoldaten statt. Zahlreiche Gruppen hatten einerseits zum Protest und anderseits zur Blockade des Militärspektakels in Stuttgart aufgerufen. Dies war umso erfreulicher, als dass es dieses Jahr erstmals keine Gegenaktionen gegen das Gelöbnis der Bundeswehr am 20. Juli in Berlin gegeben hatte. Von Tobias Pflüger. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/006440.html


:: 11. Wo beginnt der Krieg?

Wir befinden uns hochoffiziell in einer Phase der "Transformation der Bundeswehr" zu einer "Armee im Einsatz". Knapp 10.000 Bundeswehrsoldaten sind gegenwärtig in über 15 Ländern der Welt im Einsatz. Viele Aufgabenbereiche sind von der Bundeswehr nicht eigenständig zu bewältigen. Zwei Bereiche, die mit dem neuen Einsatzprofil der Bundeswehr exorbitant gewachsen sind, ohne dass sie von der Bundeswehr eigenständig zu bewältigen wären, ist die weltweite Aufklärung und Strategieentwicklung. Das ist der Hintergrund, vor dem die aktuelle Militarisierung von Forschung und Lehre zu betrachten ist. Von Christoph Marischka. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/006433.html


:: 12. Mit Streumunition auf Taliban- und Terroristenjagd

Die Meldung war geheim und durfte nicht an Ausländer weitergegeben werden. Sie beschreibt, wie amerikanische Soldaten der Task Force 373 am 17. Juni 2007 versuchten, Abu Laith al Libi auszuschalten, einen Libyer, der al-Kaida zugerechnet wird. Er befand sich angeblich auf einem Gehöft in Ostafghanistan. Das Vorgehen der Task Force war bemerkenswert: Bevor die Spezialkräfte das Gehöft stürmten, beschossen sie es aus sicherer Entfernung mit einem weitreichenden Raketenwerfer vom Typ HIMARS. Den Einsatz des Raketenwerfers bezeichnet die Meldung als besonders schützenswerte Information. Von Otfried Nassauer. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/006449.html


:: 13. Gezielte Tötungen

Deutsche Militärs verlangen einen "nüchterneren" Umgang der Öffentlichkeit mit der gezielten Tötung mutmaßlicher Aufständischer in Afghanistan. Es sei "völlig klar und verständlich", dass die NATO-Streitkräfte Insurgenten jagen sowie "effektiv ausschalten" müssten, erklärt der deutsche ISAF-Sprecher Josef Dieter Blotz. Dazu werde auch die Sondereinheit Kommando Spezialkräfte (KSK) der Bundeswehr eingesetzt. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/006463.html


:: 14. Gesicht bewahren in einem nicht gewinnbaren Krieg

Vom feuerspeienden U.S.-General Stanley McChrystal und seiner Spezialkräfte"mafia" war erwartet worden, dass sie den afghanischen Widerstand gegen die westliche Okkupation zermalmten. Aber McChrystal wurde gefeuert nach rüden Bemerkungen seines Stabs über das Weiße Haus. Ein klügerer und politisch versierterer General, David Petraeus, ersetzte McChrystal. Petraeus hatte es geschafft, zeitweise den Widerstand im Irak zu unterdrücken. Letzte Woche versprach der üblicherweise vorsichtige Petraeus in Kabul, den Afghanistankrieg zu "gewinnen". Das Problem: niemand kann sagen, was gewinnen wirklich bedeutet. Von Eric Margolis. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/006438.html


:: 15. Von U.S.-Finanzen steigt der Rauch auf

Das Weiße Haus quiekt wie ein eingeklemmtes Schwein. Die Veröffentlichung der Dokumente aus dem Afghanistankrieg durch WikiLeaks "setzt die Leben unserer Soldaten und unserer Alliierten aufs Spiel." Was für ein Unsinn. Obamas Krieg setzt die Leben amerikanischer Soldaten aufs Spiel, und das feige Handlangerstaatenverhalten "unserer Partner", die den Vereinigten Staaten von Amerika als Söldner dienen, ist es, was ihre Soldaten in Gefahr bringt. Von Paul Craig Roberts. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/006455.html


:: 16. Warum WikiLeaks den Krieg nicht stoppen wird

Die 'Kriegstagebücher', die von der Organisation WikiLeaks im Internet veröffentlicht wurden - ein Archiv mit Geheimdokumenten des US-Militärs über sechs Jahre Krieg in Afghanistan -, zeigen, aus amerikanischer Perspektive, wie ein grimmiger Kampf immer grimmiger wird. Für die Afghanen bedeutet dies weiteren Schrecken. Doch so kostbar die 'Kriegstagebücher' auch sind, vielleicht werden sie nur das alte Sprichwort belegen, dass Kriege nur dann als Fehler gelten, wenn sie verloren gehen - man denke an die Nazis in Stalingrad. Von Noam Chomsky. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/006461.html


:: 17. Umbenennung der Mission der Vereinigten Staaten von Amerika in Irak: Willkommen "Berater" und "Helfer"

Hat Amerikas langer Abschied von Irak tatsächlich begonnen? Nähert sich der Krieg, der bisher an die $ 700 Milliarden verschlungen hat, seinem Ende? Präsident Barack Obama hat sein Versprechen erneuert, alle Kampftruppen der Vereinigten Staaten von Amerika per August 2010 aus dem Irak abzuziehen, die verbleibende Besatzung per Ende 2011. Werden also alle Truppen nachhause kommen? Hoffentlich, aber wetten Sie nicht darauf. Denken Sie daran, dass Truppen der Vereinigten Staaten von Amerika sechs Jahrzehnte nach dem Koreakrieg in Südkorea stationiert sind. Von Eric Margolis. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/006459.html


:: 18. Israel hat sich in die EU eingeschlichen, und keiner hat's gemerkt

Der Tod von fünf israelischen Soldaten bei einem Hubschrauberabsturz in Rumänien in dieser Woche war kaum irgendwo eine Schlagzeile wert. Es ist während eines gemeinsamen Manövers von Nato und Israel passiert. Nun, dann ist ja alles in Ordnung. Stellen Sie sich vor, fünf Kämpfer der Hamas wären diese Woche bei einem Hubschrauberabsturz in Rumänien ums Leben gekommen. Wir wären immer noch am Recherchieren - so ein außergewöhnliches Phänomen. Von Robert Fisk. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/006442.html


:: 19. Harakiri?

Wenn Gott will, dann kann sogar ein Besenstiel schießen - so schrieb ich nach der Ernennung der Turkel-Kommission. Ich zitierte ein jüdisches Sprichwort in der Hoffnung, dass trotz allem etwas herauskommen würde. Von Uri Avnery. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/006460.html


:: 20. Israelische Regierung muss Erschießung der neun Passagiere aufklären helfen

Die israelische Regierung muss zulassen, dass israelische Militärs, die am Überfall auf die Free-Gaza-Flotte beteiligt waren, als Zeugen vernommen werden dürfen. Deren Vernehmung wäre ein Zeichen der Kooperation an die internationale Gemeinschaft und ein Aufbruch aus der Isolation, in die sich die israelische Regierung begeben hat. Israelische Soldaten müssen zumindest vor dem UN-Untersuchungsgremium, das in der vergangenen Woche seine Arbeit aufgenommen hat, aussagen dürfen. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/006465.html


:: 21. Wenn du nein sagst - oder: Giftpilze

In letzter Zeit tauchen Verbände zur Verteidigung des Zionismus auf wie Pilze nach dem Regen. Giftpilze. Alle Arten amerikanisch-jüdischer Multimillionäre - viele von ihnen Casino-Könige, Bordell-Mogule, Geldwäscher und Steuerhinterzieher - finanzieren "patriotische" israelische Gruppen in Israel, um den heiligen Krieg für den "Zionismus" zu kämpfen. Der Angriff findet an allen Fronten statt. Jüdische Organisationen haben vor, die Universitäten von Post-Zionisten zu säubern. Sie drohen damit, andere Spender zu veranlassen, ihre Spenden zurückhalten, sie terrorisieren die Präsidenten und Rektoren und machen Professoren und Studenten Angst. Von Uri Avnery. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/006470.html


:: 22. Streuverbot - Ächtung heimtückischer Streumunition rechtswirksam

Es waren keine verspäteten Vuvuzelas, die weltweit die sonntägliche Ruhe störten, sondern Trommeln. Sie verkündeten, dass die Konvention zum Verbot von Streumunition am 1. August in Kraft trat und erinnerten die Regierungen gleichzeitig an ihre Verpflichtung zur Opferhilfe. Der Vertrag ächtet eines der hinterhältigsten Tötungsmittel, das immer wieder Zivilisten auch noch lange nach Beendigung der Kämpfe tötet oder verstümmelt. Studienergebnissen der Hilfsorganisation Handicap International zufolge hat Streumunition etwa 100.000 Opfer gefordert. 98 Prozent der registrierten Opfer sind Zivilisten, fast ein Drittel davon Kinder. Von Wolfgang Kötter. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/006447.html


:: 23. Atompolitik: Glatte Zungen

Schwarz-Gelb bringt einen neuen "Kompromiss" ins Gespräch, um die Laufzeitverlängerung doch noch durchzusetzen. Sicher kann sich die Regierung aber nicht sein. Von Michael Jäger. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/006453.html


:: 24. "Energiepolitischer Appell" Ausdruck dreister Arroganz der Macht

Mit einem Aufruf, sich im Herbst massenhaft an den geplanten Anti-Atomprotesten zu beteiligen, hat das globalisierungskritische Netzwerk Attac auf den so genannten "energiepolitischen Appell" reagiert, mit dem 40 Top-Manager die Bundesregierung zum Verzicht auf neue Energiesteuern und zum Weiterbetrieb von Atomkraftwerken drängen. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/006469.html


:: 25. Arundhati Roy: "Schreiben ist eine Art Kampf"

Für die indischen Eliten ist Arundhati Roy ein "enfant terrible". Dazu hat in geringerem Umfang ihr internationaler Erfolgsroman "Der Gott der kleinen Dinge", für den sie 1997 den renommierten Booker-Preis erhielt, beigetragen. Viel mehr waren es jedoch ihre vielen politischen Essays und ihr politisches Engagement. "Angefangen habe ich mit den Essays 1998, aus Anlass der Atombombentests in Indien", erzählt Arundhati Roy im Gespräch mit "Neues Deutschland". Von Gerhard Klas. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/006464.html


:: 26. "Die Zeit der Sorge"

Buchempfehlung von Peter Bürger: Christoph Fleischmanns Religionskritik des Kapitalismus. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/006456.html

========================

II. Hinweise

:: Spendenaufruf: Nothilfe für die Opfer der Flutkatastrophe in Pakistan

medico international unterstützt die Flut-Nothilfe der pakistanischen Organisation Health and Nutrition Development Society (HANDS). Mehr >>
http://medico.de/themen/nothilfe/dokumente/nothilfe-fuer-die-opfer-der-flutkatastrophe-in-pakistan/3850/


:: taz Panter Preis 2010: Mitmachen, HeldInnen wählen!

Wer soll den diesjährigen LeserInnen-Preis bekommen? Bis zum 4. September kann unter den nominierten Projekten jenes, welches einen am meisten beeindruckt. Zur Wahl steht auch André Shepherd. Der US-Soldat André Shepherd ist Irak-Deserteur und will in Deutschland Asyl. Auch Barbara Gladysch ist nominiert, die kriegstraumatisierte Kinder aus Tschetschenien betreut. Mehr >>
http://www.taz.de/zeitung/tazinfo/


:: Ba-Wü sagt Nein zu "Stuttgart 21"!

Stur hält die Landesregierung an "Stuttgart 21" fest. Doch die Angst vor einer Wahlschlappe im März verunsichert sie. Jetzt zeigen wir ihr, dass die Baden-Württemberger ein Prestigeprojekt ohne verkehrspolitischen Nutzen nicht dulden. Für Baden-Württemberger: Unterzeichnen Sie den Appell von campact! >>
http://www.campact.de/bahn/sn2/signer

Siehe ebenfalls >>
http://stuttgarterappell.de/

========================

III. Veranstaltungstermine

:: 17.-19.09.2010 - Erfurt: Hoffnung säen - Strategien für die FriedensDekade - 30 Jahre gegen Unrecht, Krieg und Militarisierung

FriedensDekade-Fest und Tagung. Welches sind die derzeit wichtigsten Friedensthemen und was sind zeitgemäße Aktionen? Diesen Fragen geht die Tagung nach. Zu den Rednerinnen und Rednern der Festveranstaltung am 18. September im Erfurter Augustinerkloster anlässlich des 30jährigen Bestehens der Ökumenischen FriedensDekade gehören u.a. Christine Lieberknecht, Ministerpräsidentin des Freistaats Thüringen, Bischöfin Bärbel Wartenberg-Potter, Bischöfin Ilse Junkermann, Bischof Joachim Wanke, Almut Berger, Joachim Garstecki, Andreas Zumach und Harald Bretschneider. Anmeldung für Jubiläumsveranstaltung und Tagung: Bildungshaus St. Ursula, Tel.: 0361/ 60114-0, info@bildungshaus-st-ursula.de


:: 18.09.2010 - in Berlin: Schluss jetzt mit Atomkraft Großdemonstration mit Umzingelung des Regierungsviertels

Wenn Bundestag und Bundesregierung über ein sogenanntes "Energiekonzept" diskutieren, haben auch wir ein Wörtchen mitzureden. Für Samstag, 18. September, organisiert .ausgestrahlt gemeinsam mit anderen Organisationen deswegen eine Großdemo gegen Atomkraft in Berlin. Unsere Nachricht: Die Zukunft der Atomenergie heißt Abschalten. Komm am 18. September nach Berlin - und hilf schon jetzt mit, dass die Demo groß, bunt und laut wird!
Unter dem Motto "Umzingelung des Regierungsviertels" soll die Demo um 13 Uhr am Washingtonplatz (vor dem Hauptbahnhof) starten. Mehr >>
http://www.ausgestrahlt.de/mitmachen/anti-atom-demo.html


:: 19.09.2010 - ab 12.00 Uhr Landgut Untere Mühle in Straßberg "Ein Jahr Aktionsbündnis - Wir setzen Zeichen"

Das Aktionsbündnis "Freier Heuberg" wendet sich gegen den Neubau eines Sprengplatzes im Spitalwald oberhalb von Albstadt und Straßberg auf der Schwäbischen Alb, der Europas modernster Sprengplatz werden soll. Es wendet sich auch gegen eine Ausweitung des Übungsbetriebes für die Kampfmittelbeseitigung in Afghanistan! Und weil das Gelände auf dem Truppenübungsplatz Heuberg liegt, nennt es sich Aktionsbündnis "Freier Heuberg". Dieses Bündnis feiert anlässlich seines einjährigen Bestehens. Im Hauptprogramm wird Andreas Zumach (Genf) zu "Rüstungsindustrie und Arbeitsplätze" referieren. Lebenshaus Schwäbische Alb ist mit einem Informationsstand vertreten. Mehr >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/aktionen/006471.html


:: 01.-03.10.2010 - Berlin: Schafft eine demokratische Öffentlichkeit!

Unter diesem Motto steht der Kongress Öffentlichkeit und Demokratie, der in der Friedrich-Ebert-Stiftung und im Wissenschaftszentrum in Berlin stattfinden wird. Unter welchen Bedingungen wird in der Bundesrepublik öffentlich über Politik diskutiert? Wer und was kommt zur Sprache, was bleibt im Dunkeln? Welche Möglichkeiten zum Eingreifen haben wir? Und wie sollte eine politische Öffentlichkeit aussehen, die demokratische Beteiligung ermöglicht? In Workshops, Vorträgen und Diskussionen wollen wir uns mit diesen und anderen Fragen auseinandersetzen. Alle sind eingeladen, auch selbst einen Workshop in diesen Themensträngen zu gestalten oder Initiativen vorzustellen. Weitere Informationen und Anmeldung unter >>
http://www.oeffentlichkeit-und-demokratie.de.

-----------
Weitere Termine finden sich u.a.:

:: Netzwerk Friedenskooperative >> http://www.friedenskooperative.de/

:: Bessere Welt Links. Norbert's Bookmarks für engagierte Leute >> http://www.bessereweltlinks.de/index.php?cat=6108

:: Attac >> http://www.attac.de/termine/index.php


Diese E-Mail wurde klimafreundlich und atomstromfrei erzeugt >> http://www.ews-schoenau.de


--
Lebenshaus Schwäbische Alb - Gemeinschaft für soziale Gerechtigkeit, Frieden und Ökologie e.V., Bubenhofenstr. 3, 72501 Gammertingen, Tel. 07574-2862, E-Mail info@lebenshaus-alb.de, Internet www.lebenshaus-alb.de

Eine Anmerkung in eigener Sache: Da unsere Friedens- und Menschenrechtsarbeit Geld kostet und es keinerlei Zuschüsse gibt, bitten wir um Spenden:
Lebenshaus Schwäbische Alb e.V., Konto-Nummer 802 333 4800, GLS Gemeinschaftsbank eG, BLZ 430 609 67 (Internationalae Bankverbindung: IBAN: DE36430609678023334800, BIC: GENODEM1GLS). Spendenbestätigung wird ab 25 € automatisch zugestellt, ansonsten auf Anforderung - ErstspenderInnen bitte unbedingt Anschrift angeben!. Danke!!!

Wir sind sehr daran interessiert, dass unsere Newsletter weiterverbreitet werden. Allerdings bitte daran denken: vor einer Weiterleitung möglichst den nachfolgenden Link zum Abmelden löschen, sonst kann es zu unliebsamen Komplikationen kommen!

Wenn sie zukünftig keinen Newsletter von uns erhalten möchten, dann klicken sie bitte auf den folgenden Link: http://www.lebenshaus-alb.de/cgi-bin/dada/mail.cgi/u/newsletter/

Mailing List Powered by Dada Mail
http://www.lebenshaus-alb.de/cgi-bin/dada/mail.cgi/what_is_dada_mail/



<< Previous: Lebenshaus-Newsletter vom 27.07.2010

| Archive Index |

Next: Lebenshaus-Newsletter vom 03.10.2010 >>

(archive rss , atom )

this list's archives:


Der Newsletter des Vereins Lebenshaus Schwäbische Alb - Gemeinschaft für soziale Gerechtigkeit, Frieden und Ökologie e.V.

Subscribe to Lebenshaus-Newsletter:

|

Powered by Dada Mail 2.10.13
Copyright © 1999-2007, Simoni Creative.