Date: July 27th 2010
==== Lebenshaus-Newsletter ===============================================
Liebe Freundinnen und Freunde,
an den Beginn dieses Newsletters möchte ich das Gedicht "Alle Tage" von Ingeborg Bachmann stellen. Es wurde erstmals 1953 veröffentlicht, und es bezieht sich offenbar auf die Epoche des Kalten Krieges. Dennoch ist es - leider - nach wie vor bedrückend aktuell: Das Unerhörte ist alltäglich geworden.
Alle Tage
Der Krieg wird nicht mehr erklärt,
sondern fortgesetzt. Das Unerhörte
ist alltäglich geworden. Der Held
bleibt den Kämpfen fern. Der Schwache
ist in die Feuerzonen gerückt.
Die Uniform des Tages ist die Geduld,
die Auszeichnung der armselige Stern
der Hoffnung über dem Herzen.
Er wird verliehen,
wenn nichts mehr geschieht,
wenn das Trommelfeuer verstummt,
wenn der Feind unsichtbar geworden ist
und der Schatten ewiger Rüstung
den Himmel bedeckt.
Er wird verliehen
für die Flucht von den Fahnen,
für die Tapferkeit vor dem Freund,
für den Verrat unwürdiger Geheimnisse
und die Nichtachtung
jeglichen Befehls.
(Ingeborg Bachmann)
Shalom Salam
Euer / Ihr Michael Schmid
PS: Anfang Juli hat die neue Saison beim km-Spiel begonnen. Im km-Spiel tragen echte Menschen ihre echt gelaufenen Kilometer ein, um ihre Gruppe auf einer Weltkarte virtuell nach vorne zu bringen. Die Gruppe "Lebenshaus" sucht weitere laufende Menschen, die Lust zum Mitspielen haben, denen Gerechtigkeit, Frieden sowie eine intakte Umwelt wichtig sind. Mehr >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/006428.html
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Inhaltsübersicht
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I. Artikel
:: 01. Offener Brief wegen Unterstützung des Afghanistan-Krieges geht mit 329 Unterschriften an Bürgermeister
:: 02. "Demokratischer Protest gegen Gelöbnis am 30.7. in Stuttgart soll kleingehalten werden, auch mit grundgesetzwidrigen Mitteln"
:: 03. Öffentliche Selbstinszenierung: Gelöbnisse der Bundeswehr im öffentlichen Raum
:: 04. Berufsfeld Bundeswehr
:: 05. Die Bundeswehr im Klassenkampf
:: 06. Afghanistan-Dossier: Bestürzende Gesamtschau
:: 07. Im Dienste eines sinnlosen Krieges
:: 08. Vom Nutzen der Piraterie
:: 09. Killing Fields der Multis
:: 10. Globalisierung, Armut und Krieg
:: 11. Dialog ohne Vorbedingungen statt Verbote
:: 12. Clusterbomben und das Leben von Zivilisten
:: 13. Ein parlamentarischer Mob
:: 14. Rosemaries Baby
:: 15. Haitianer auf der Flucht vor den Folgen des Erdbebens - Sechs Monate danach
:: 16. Haiti: 6 Monate nach dem Erdbeben
:: 17. Im Himalaya schmelzen die Gletscher schneller als an jedem anderen Ort dieser Erde
:: 18. "Mappus, behalt Deinen Müll!"
:: 19. Schützenhilfe für die Atomindustrie
II. Hinweise
III. Veranstaltungstermine
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I. Artikel
:: 01. Offener Brief wegen Unterstützung des Afghanistan-Krieges geht mit 329 Unterschriften an Bürgermeister
Mit den ersten 329 Unterschriften ist ein "Offener Brief" des Vereins Lebenshaus Schwäbische Alb an den Bürgermeister der Stadt Gammertingen (Kreis Sigmaringen) Holger Jerg zugestellt worden, in dem gegen eine Patenschaft mit einer Bundeswehreinheit und der damit verbundenen Unterstützung des Afghanistan-Krieges protestiert wird. Unter anderem unterstützt der Liedermacher Konstantin Wecker diese Aktion. Unterschriftensammlung geht weiter. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/006413.html
:: 02. "Demokratischer Protest gegen Gelöbnis am 30.7. in Stuttgart soll kleingehalten werden, auch mit grundgesetzwidrigen Mitteln"
Am 30. Juli soll in Stuttgart ein öffentliches Gelöbnis der Bundeswehr im Innenhof des Neuen Schlosses stattfinden. Während die Mehrheit der Bevölkerung den Krieg in Afghanistan und anderen Ländern ablehnt, soll mit öffentlichen Gelöbnissen die Akzeptanz und das Ansehen des Militärs in der Bevölkerung gesteigert werden. Das Bündnis "GelöbNix in Stuttgart" plant hiergegen eine zentrale Kundgebung auf dem Schlossplatz. Darüber hinaus wurden mehrere Kundgebungen in der Innenstadt angemeldet. Mindestens vier Anmelderinnen und Anmelder von Kundgebungen wurden zwischenzeitlich durch das Ordnungsamt der Stadt Stuttgart als "ungeeignete Versammlungsleiter" abgelehnt. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/006420.html
:: 03. Öffentliche Selbstinszenierung: Gelöbnisse der Bundeswehr im öffentlichen Raum
Jedes Jahr geloben rund 70.000 junge Rekruten der Bundeswehr bei hunderten Gelöbnis-Zeremonien "der Bundesrepublik Deutschland treu zu dienen und das Recht und die Freiheit des deutschen Volkes tapfer zu verteidigen". Jeder Wehrdienstleistende muss im Rahmen seiner Grundausbildung geloben, die Nation kämpferisch zu verteidigen. Dies schließt auch den eigenen Tod mit ein und umfasst auch das Töten anderer Menschen zum Erhalt der eigenen Nation. Die Zahl öffentlicher Gelöbnisse außerhalb militärischer Liegenschaften nahm in den letzten Jahren stark zu. Ein Grund sich näher mit dem Militärritual und seinen Funktionen für Armee und Politik zu beschäftigen. Von Michael Schulze von Glaßer. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/006425.html
:: 04. Berufsfeld Bundeswehr
Die Bundeswehr verstärkt ihre Einflussnahme auf die akademische Lehre. Jüngster Ausdruck dieser Entwicklung ist die Vergabe eines Lehrauftrags an eine Ethnologin durch die Universität Tübingen. Die Wissenschaftlerin, die im Sold der deutschen Streitkräfte steht, befasst sich in ihrem Hauptseminar mit der Aufstandsbekämpfungsstrategie der NATO in Afghanistan. Darüber hinaus referiert sie regelmäßig an deutschen Hochschulen über die verschiedenen "Berufsfelder", die das deutsche Militär für Ethnologen vorhält. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/006418.html
:: 05. Die Bundeswehr im Klassenkampf
In Deutschland gibt es zurzeit etwa 94 hauptamtliche und 300 nebenamtliche Jugendoffiziere der Bundeswehr. Die jungen Soldaten werden hauptsächlich an Schulen eingesetzt, um Jugendliche über deutsche Militärpolitik zu informieren und sie nebenbei vom Dienst in der Armee zu überzeugen. Über die Tätigkeiten der Einheit informiert ein jährlicher Bericht, der für das Jahr 2009 vor wenigen Tagen veröffentlicht wurde. Von Michael Schulze von Glaßer. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/006421.html
:: 06. Afghanistan-Dossier: Bestürzende Gesamtschau
Auf den ersten Blick bieten die Afghanistan-Protokolle wenig Neues. Doch auch für den Krieg am Hindukusch gilt: Es gibt einen Unterschied zwischen Vermutung und Beleg. Von Ulrike Winkelmann. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/006431.html
:: 07. Im Dienste eines sinnlosen Krieges
Seit fast neun Jahren kämpfen internationale Soldaten des Nato-Bündnisses in Afghanistan Seite an Seite mit afghanischen Warlords und korrupten Eliten. In der Bilanz dieses Krieges werden die Opfer der westlichen Soldaten akribisch gezählt, es sind mittlerweile 1937 tote Soldaten, davon 43 Bundeswehrsoldaten. Dem stehen seit 2001 geschätzte 10.172 bis 12.969 tote Zivilisten und Aufständische gegenüber. Aber nicht nur die Zahl der Toten, auch die Zahl der Soldaten mit posttraumatischen Belastungsstörungen nimmt rasant zu, was auf die zunehmend hohe Intensität der Kampfhandlungen zurückzuführen ist. Von Angelika Claußen. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/006424.html
:: 08. Vom Nutzen der Piraterie
Deutliche Kritik am Marineeinsatz gegen die Piraten am Horn von Afrika übt das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung. Wie es in einem soeben veröffentlichten Diskussionspapier des Instituts heißt, kann die Militärintervention die Piraterie nicht beenden, auch weil Wirtschaftsinteressen im Westen - etwa bei Reedereien und Versicherungskonzernen - nötigen Vorsichtsmaßnahmen entgegenstünden. Nicht einmal eine Abschreckungswirkung der Operationen lasse sich feststellen. Erhebliche Aussichten bestünden jedoch, die Piraterie durch den Aufbau einer somalischen Küstenwache entscheidend zu schwächen. Dem verweigere sich aber Berlin. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/006422.html
:: 09. Killing Fields der Multis
Der tragische Giftgasunfall in Bhopal (Indien) war die größte Industrie-Katastrophe der Menschheitsgeschichte. 25.000 Menschen starben, 500.000 wurden verletzt. Das Unrecht, das den Opfern von Bhopal in den vergangenen 25 Jahren angetan wurde, wird als der übelste Fall von 'Rechtsprechung' in die Geschichte eingehen. Im Grunde haben mich die Tragödie von Bhopal und die tragischen extremistischen Ausschreitungen, die darauf folgten, wachgerüttelt, und ich erkannte, dass die Landwirtschaft zum Schlachtfeld (war zone) geworden war. Von Vandan Shiva. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/006429.html
:: 10. Globalisierung, Armut und Krieg
Jürgen Wagner geht auf die Krise des Neoliberalismus und die militärischen Reaktionen des Westens ein. Das Thema Globalisierung und Krieg ist vielschichtig, es berührt mindestens fünf Bereiche, die hier behandelt werden. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/006408.html
:: 11. Dialog ohne Vorbedingungen statt Verbote
Die Ärzte in sozialer Verantwortung (IPPNW) wenden sich gegen einen Generalverdacht gegen islamische Organisationen und Vereine, wie er sich im jüngsten Verbot gegen die "Internationale Humanitäre Hilfsorganisation" (IHH) wiederspiegelt. "Eine Kultur des Friedens entsteht nicht durch Verbote, sondern durch den Dialog zwischen den Konfliktparteien. Mit dem Verbot schürt die Bundesregierung neue Feindbilder. Stattdessen sollte sie deutsche Waffenlieferungen und Rüstungsgüter nach Nahost stoppen", erklärt der stellvertretende IPPNW-Vorsitzende Matthias Jochheim. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/006410.html
:: 12. Clusterbomben und das Leben von Zivilisten
Die Menschenrechtsorganisation AI bestätigt, dass 35 Frauen und Kinder infolge des letzten US-Angriffs im Jemen getötet wurden. Er galt einem angeblichen Al-Kaida-Versteck. Sollten diese zivilen Opfer Folge einer Fehlberechnung des US-Militärs gewesen sein, so hieße das ohne Zweifel: Clustermunition ist eine zu gefährliche Waffe für den Kriegseinsatz. Ganz sicher ist jedoch, dass sie nicht in zivilen Regionen eingesetzt werden darf - in keiner Weise. Die Zahl der Opfer wäre nicht zu rechtfertigen. Von Ramzy Baroud. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/006417.html
:: 13. Ein parlamentarischer Mob
Als ich das erste Mal in die Knesset gewählt wurde, war ich entsetzt über das, was ich vorfand. Ich entdeckte abgesehen von wenigen Ausnahmen, dass der intellektuelle Inhalt der Debatten nahe Null war. Er bestand hauptsächlich aus Klischees, so wie man sie auch auf Allgemeinplätzen hören kann. Während der meisten Debatten war das Plenum fast leer. Die meisten Mitglieder sprachen ein vulgäres Hebräisch. Beim Abstimmen hatten viele Mitglieder keine Idee, worüber sie pro oder contra stimmen sollten - sie folgten nur den Ordern ihrer Partei. Das war 1967. Im Vergleich zur gegenwärtigen Knesset sieht die damalige Knesset wie Platons Akademie aus. Von Uri Averny. >> http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/006415.html
:: 14. Rosemaries Baby
Seit ich in meiner Kindheit den Aufstieg der Nazis in Deutschland miterlebte, juckt meine Nase jedes Mal, wenn ich etwas Faschistisches rieche, auch wenn der Geruch noch schwach ist. Als die Debatte über die "Ein-Staaten-Lösung" begann, fing meine Nase an zu jucken.Bist du verrückt geworden, sagte ich zu meiner Nase, dieses Mal hast du absolut unrecht. Dies ist ein Plan der Linken. Er wird von Linken mit unzweifelhaften Referenzen vorgebracht, von den größten Idealisten in Israel und im Ausland, sogar von Marxisten. Doch meine Nase blieb dabei. Sie juckte weiter. Nun sieht es so aus, als ob die Nase letzten Endes Recht hätte. Von Uri Avnery. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/006426.html
:: 15. Haitianer auf der Flucht vor den Folgen des Erdbebens - Sechs Monate danach
Wir waren zu Besuch in Camp Corail. Es ist eines von mehreren hundert Lagern für die Obdachlosen von Haiti. Wir sprachen mit zwei obdachlos gewordenen Haitianern - Romain Arius und Fenel Domercant. Sie sagten uns, dass die Hilfe sehr spärlich tröpfle - für die 1300 Familien im Lager. Man hatte ihnen gesagt, sie würden nur drei Monate in dem Lager verbringen. Die Zeit ist abgelaufen, und noch immer warten sie auf dauerhafte Unterkunft. Von Amy Goodman. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/006412.html
:: 16. Haiti: 6 Monate nach dem Erdbeben
Vor sechs Monate starben bei einem verheerenden Erbeben auf Haiti mehr als 230.000 Haitinaner/innen. Rund 100.000 Häuser wurden völlig zerstört sowie Hunderte Schulen und viele andere Gebäude. Die Szenerie der Zerstörung füllte die Bildschirme der ganzen Welt. Nach einem halben Jahr hat sich erstaunlich wenig an dem Anblick geändert. Über die politischen Hindernisse beim Wiederaufbau. Von Yves Engler.
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/006430.html
:: 17. Im Himalaya schmelzen die Gletscher schneller als an jedem anderen Ort dieser Erde
Von den Folgen könnten eine Milliarde Menschen verheerend betroffen sein. Interview von Democracy Now! >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/006419.html
:: 18. "Mappus, behalt Deinen Müll!"
Vor der Stuttgarter Villa Reitzenstein, dem Amtssitz des baden-württembergischen Ministerpräsidenten Stefan Mappus, demonstrieren zur Stunde Atomkraftgegner. Sie haben vor der Einfahrt 126 schwarz-gelbe Fässer aufgebaut, um auf das völlig ungelöste Problem der Atommüll-Entsorgung hinzuweisen. Auf einem großen Banner steht "Mappus, behalt Deinen Müll!" Beteiligt sind an der Aktion, die von der bundesweiten Anti-Atom-Organisation .ausgestrahlt organisiert wurde, auch die Bürgerinitiativen der niedersächsischen Endlager-Standorte Asse, Gorleben und Schacht Konrad. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/006409.html
:: 19. Schützenhilfe für die Atomindustrie
Die Ärzteorganisation IPPNW kritisiert die am 21.07.2010 von der Universität Mainz der Presse vorgestellte Studie "Kinder und Kernkraft" (KuK-Studie) zu angeborenen Fehlbildungen in der Umgebung von Atomkraftwerken als argumentative Schützenhilfe zu Gunsten der Atomindustrie. Die Mainzer Studie hat aufgrund geringer Fallzahlen eine zu geringe statistische Nachweisstärke (power), um einen Effekt in ähnlicher Größenordnung wie in der vorangegangenen Studie zu Kinderkrebs um Atomkraftwerke (KiKK-Studie) nachzuweisen. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/006423.html
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II. Hinweise
:: Unterschriftensammlung geht weiter: "Offener Brief" wegen Unterstützung des Afghanistan-Krieges über eine "Bundeswehrpatenschaft"
Wie bereits ausführlich berichtet, haben wir als Lebenshaus Schwäbische Alb eine Protestaktion wegen der Unterstützung des Afghanistan-Krieges durch eine "Patenschaft" der Stadt Gammertingen (Kreis Sigmaringen) gestartet. Außer viel Unterstützung gab es heftige Reaktionen besonders seitens des Bürgermeisters. Wir wollen weiter am Thema dran bleiben und bitten um weitere Unterstützung. So kann unsere Aktion z.B. unterstützt werden:
a. Wir sammeln weitere Unterschriften unten unseren "Offenen Brief" wegen Unterstützung des Afghanistan-Krieges (http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/aktionen/006355.html ).
b. Wir haben auf unserer Website eine Seite eingerichtet, in der wir eine Auswahl an Grußworten bzw. persönlichen Statements zu unserer Aktion veröffentlichen. Dies ist eine Möglichkeit zu zeigen, dass hinter der bloßen Zahl an Unterzeichnenden auch konkrete Menschen mit einem Namen und einer eigenen Haltung stehen. Deshalb laden wir Sie / Euch / Dich also dazu ein, uns mit einer Botschaft zu unterstützen und diese bitte zu senden an: info@lebenshaus-alb.de. Die Seite "Grußworte und persönliche Statements zur Aktion gegen Bundeswehrpatenschaft" findet sich hier: http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/006416.html
c. Unterstützt werden kann unsere Aktion und unsere Arbeit ebenfalls mit einer Spende (Spendenkonto siehe unten).
:: Kurz vor Abriss: Unterirdisches Milliardengrab statt Bahnhof mit Kopf?
Die Bahn ist unbestritten ein ökologisch sinnvolleres Verkehrsmittel als beispielsweise Autos und Flugzeuge. Daher ist es sinnvoll, weiter in Sicherheit, Umwelt- und Kundenfreundlichkeit der Bahn zu investie- ren. Dass Gelder für diese wichtigen Bereiche fehlen könnten, daran wird in Stuttgart gearbeitet. Für mehrere Milliarden Euro soll der bisherige Kopfbahnhof zu einem Untergrundbahnhof umgebaut werden. Laut einem Gutachten wären Engpässe und Fahrzeitverlängerungen die Folge, auch hunderte Bäume des Stuttgarter Schlossparks müssten gefällt werden. Der Widerstand aus der Bevölkerung gegen diesen verkehrs- politischen Unsinn wächst. Auf einem bunten Protestival am 10. Juli waren weit über 10.000 Menschen, die sich eine Modernisierung des alten Bahnhofs wünschen. Bevor das ganze Projekt ins Wanken gerät, sollen Fakten geschaffen werden: Der Abriss des Bahnhofs-Nordflügels steht unmittelbar bevor. Um das zu verhindern, findet derzeit eine Dauermahnwache statt. Aktuelles zur Ma
hnwache unter >>
http://www.bei-abriss-aufstand.de
Nein zu Stuttgart 21, K21 ja zum Kopfbahnhof >>
http://www.kopfbahnhof-21.de/
:: Projekt "SPURENSICHERUNG" sucht ideelle Begleitung
Mehr als 70.000 Menschen mit Behinderung wurden 1940/41 von den Nationalsozialisten in eigens eingerichteten Tötungsanstalten ermordet. Im Herbst 1939 wurde das Behindertenheim Schloss Grafeneck bei Münsingen auf der Schwäbischen Alb zu diesem Zweck beschlagnahmt. Die Mordaktion begann dort im Januar 1940. In ihrem Verlauf wurden bis Jahresende 10.654 Menschen mit Behinderungen und seelischen Erkrankungen ermordet. Am 13. Dezember 1940 wurden im Rahmen der NS-"Euthanasieaktion" in Grafeneck die letzten Menschen vergast und verbrannt. Die Menschen kamen aus dem diakonischen Behindertenheim Mariaberg bei Gammertingen. Die Mörder feierten noch Weihnachten in Grafeneck und wechselten anschließend nach Hadamar in Hessen, um ihr Vernichtungswerk weiter fortzuführen.
Daran wollen wir - 70 Jahre danach - am 12. Dezember 2010 erinnern. In allen Herkunftsgemeinden der 20 "Euthanasie"-Opfer des 13.12.1940 sollen am Sonntag, dem 12.12.2010 "Erinnerungsveranstaltungen" stattfinden. Darüber hinaus sollen im Vor- oder Nachfeld Begleitveranstaltungen zum Themenkomplex NS-"Euthanasie" organisiert werden.
Am Montag, dem 13. Dezember 2010 sollen zur Erinnerung an das Verbrechen und seine Opfer die Glocken aller Kirchen entlang der Verbindungslinien zwischen den Herkunftsorten und dem Ort Grafeneck auf der Schwäbischen Alb zeitgleich läuten und eine klingende Glockenspur der Erinnerung ertönen lassen.
Wichtig ist jetzt auch die ideelle Begleitung des Projektes als Einzelperson oder als Familie, als Schulklasse oder Schule, als Firma oder Betriebsrat, als Behörde oder Personalrat, als kirchliche oder weltliche Gemeinde, als Initiative oder Sportverein, ... Unter www.spurensicherung.info, links, Rubrik "ideelle Unterstützung" finden Sie die Möglichkeit, sich als ideelle(r) Unterstützerin/er einzutragen und mit Ihren Namen, Ihrem Status und Ihrer Reputation das Bürgerprojekt "SPURENSICHERUNG" zu unterstützen. Mehr >>
http://spurensicherung.info
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III. Veranstaltungstermine
:: 30.07.2010 - 13.00 Uhr Schlossplatz Stuttgart: Kein Werben fürs Sterben! Protest gegen das Bundeswehr-Gelöbnis am 30. Juli 2010 in Stuttgart!
Am 30. Juli, 15 Uhr werden Soldaten in einem öffentlichen Gelöbnis im Innenhof des Neuen Schlosses auf dem Stuttgarter Schlossplatz vereidigt mit den Worten: "Ich gelobe der Bundesrepublik Deutschland treu zu dienen und das Recht und die Freiheit des deutschen Volkes tapfer zu verteidigen". Mitte April gründete sich das "überregionale Bündnis GelöbNix in Stuttgart", um dem in Stuttgart zur Schau getragenen Militarismus öffentlich zu widerstehen. Kommt am 30. Juli ab 13 Uhr zur Kundgebung auf den Schlossplatz in Stuttgart und beteiligt euch an den Aktionen. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/aktionen/006427.html
:: 31.07.2010 - Bretten: 6. Pacemakers-Radmarathon für eine friedliche und gerechte Welt ohne Atomwaffen
Die Pacemakers-Radsportveranstaltungen sind einmalig in ihrer Art in Deutschland und erfreuen sich seit der Erstauflage im Jahr 2005 immer größerer Beliebtheit. Sie verbinden sportlich anspruchsvolle Leistung mit dem politischen Ziel einer friedlichen und gerechten Welt ohne Atomwaffen. Ermutigt von den Erfolgen der vergangenen Jahre - über 100 Medienberichte, nahezu 1000 TeilnehmerInnen und großer Anklang bei (Ober-)Bürgermeistern, Abgeordneten, Sponsoren, Radsportverbänden, -vereinen und überregional bekannten Radsportlern findet am 31. Juli der mittlerweile sechste Pacemakers-Marathon über 342 km statt. Wegstrecke: Bretten - Heilbronn - Mannheim, Kaiserslautern - Neustadt/W. - Bretten. Mehr unter >>
http://www.pace-makers.de/
:: 06./09.08.2010 - bundesweit: 65 Jahre Hiroshima und Nagasaki
65 Jahre nach den Atombombenabwürfen machen Friedensorganisationen und -initiativen weltweit Druck für die Abschaffung aller Atomwaffen. Das Ziel der Kampagne http://www.atomwaffenfrei.de und der "Mayors for Peace" (Bürgermeister für den Frieden): Eine Welt ohne Atomwaffen bis 2020!
Eine Terminübersicht zum Hiroshima- und Nagasaki-Tag 2010 hat das Netzwerk Friedenskooperative zusammengestellt unter >>
http://www.friedenskooperative.de/hir10ter.htm
In vielen Städten wird auf Initiative von "Ohne Rüstung Leben" am Vorabend (Donnerstag, 5. August) zwischen 20 Uhr und 0.15 Uhr die "Nacht der 100.000 Kerzen" - Für eine Welt ohne Atomwaffen - gestaltet. Siehe dazu >> http://www.friedenskooperative.de/gifs/hir10orl.pdf
:: 17.-19.09.2010 - Erfurt: Hoffnung säen - Strategien für die FriedensDekade - 30 Jahre gegen Unrecht, Krieg und Militarisierung
FriedensDekade-Fest und Tagung. Welches sind die derzeit wichtigsten Friedensthemen und was sind zeitgemäße Aktionen? Diesen Fragen geht die Tagung nach. Zu den Rednerinnen und Rednern der Festveranstaltung am 18. September im Erfurter Augustinerkloster anlässlich des 30jährigen Bestehens der Ökumenischen FriedensDekade gehören u.a. Christine Lieberknecht, Ministerpräsidentin des Freistaats Thüringen, Bischöfin Bärbel Wartenberg-Potter, Bischöfin Ilse Junkermann, Bischof Joachim Wanke, Almut Berger, Joachim Garstecki, Andreas Zumach und Harald Bretschneider. Anmeldung für Jubiläumsveranstaltung und Tagung: Bildungshaus St. Ursula, Tel.: 0361/ 60114-0, info@bildungshaus-st-ursula.de
:: 01.-03.10.2010 - Berlin: Schafft eine demokratische Öffentlichkeit!
Unter diesem Motto steht der Kongress Öffentlichkeit und Demokratie, der in der Friedrich-Ebert-Stiftung und im Wissenschaftszentrum in Berlin stattfinden wird. Unter welchen Bedingungen wird in der Bundesrepublik öffentlich über Politik diskutiert? Wer und was kommt zur Sprache, was bleibt im Dunkeln? Welche Möglichkeiten zum Eingreifen haben wir? Und wie sollte eine politische Öffentlichkeit aussehen, die demokratische Beteiligung ermöglicht? In Workshops, Vorträgen und Diskussionen wollen wir uns mit diesen und anderen Fragen auseinandersetzen. Alle sind eingeladen, auch selbst einen Workshop in diesen Themensträngen zu gestalten oder Initiativen vorzustellen. Weitere Informationen und Anmeldung unter >>
http://www.oeffentlichkeit-und-demokratie.de.
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Weitere Termine finden sich u.a.:
:: Netzwerk Friedenskooperative >> http://www.friedenskooperative.de/
:: Bessere Welt Links. Norbert's Bookmarks für engagierte Leute >> http://www.bessereweltlinks.de/index.php?cat=6108
:: Attac >> http://www.attac.de/termine/index.php
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