Date: July 13th 2010

==== Lebenshaus-Newsletter ===============================================

Liebe Freundinnen und Freunde,

die Stadt Gammertingen (Kreis Sigmaringen) ist Ende 2009 eine "Patenschaft" mit einer Bundeswehreinheit eingegangen. Im Mai hat dann in Sigmaringen ein "Verabschiedungsappell" mit Beteiligung des Gammertinger Bürgermeisters stattgefunden, bei dem auch Soldatinnen und Soldaten aus der "Patenschaftskompanie" der Stadt Gammertingen in den Kriegseinsatz nach Afghanistan verabschiedet wurden. Betont wurde dort und in der anschließenden Berichterstattung, wie wichtig für die Bundeswehr die breite Unterstützung und Anerkennung ihrer Auslandseinsätze sei und dass die "11 Einsatzsoldaten (1x Kosovo KFOR und 10x Afghanistan ISAF) ... mit dem Gefühl in den Auslandseinsatz" gingen," dass unsere Patengemeinde zu uns und unserem Auftrag steht." (Schreiben von Haupt- und Kompaniefeldwebel Sven Walter an Bürgermeister Jerg, veröffentlicht in "Amtsblatt der Stadt Gammertingen" vom 20.05.2010)

Diese Berichterstattung war für uns Auslöser für unsere Aktion mit dem "Offenen Brief" an Bürgermeister Jerg wegen Unterstützung des Afghanistan-Krieges. Den Tatsachen zum Trotz bestreitet nun Bürgermeister Jerg unverständlicherweise heftig, dass es einen Zusammenhang zwischen der "Bundeswehrpatenschaft" und Auslands- und Kriegseinsätzen der Bundeswehr überhaupt geben könnte. In einem Schreiben mit Betreff "Diffamierungskampagne gegen die Stadt Gammertingen" vom 24. Juni 2010 wirft er uns unter anderem vor: "In unserer Patenschaft einen direkten oder gar indirekten Unterstützungsakt für kriegerische Handlung zu sehen, ist mehr als irreal. Mit Ihrer Aktion dienen Sie in keinster Weise Ihren durchaus nachvollziehbaren Friedensaktivitäten, sondern Sie diffamieren willentlich alle anderen Bürgerinnen und Bürger der Stadt Gammertingen."

Ausführlicher berichten wir in unserer Website darüber und gehen auf verschiedene Fragen ein: http://lebenshaus-alb.de/magazin/006376.html . Die heftige Reaktion unterstreicht einmal mehr, warum wir hier in dieser militärlastigen und politisch mehrheitlich konservativ geprägten Region auf Solidarität angewiesen sind. Gerade auch Unterschriften von Menschen außerhalb Gammertingens bringen Bürgermeister Jerg unter Druck, wie wir aus seinen Reaktionen ablesen können. Wir hoffen, dass er so unsere Anliegen ernster nimmt als bisher.

Wir freuen uns über inzwischen über 300 Unterschriften unter den "Offenen Brief" - davon allerdings erwartungsgemäß nur relativ wenige von Menschen, die in Gammertingen wohnen. Und wir freuen uns, dass sich unter den UnterstützerInnen z.B. der Liedermacher Konstantin Wecker und der schwäbische Liedermacher Thomas Felder befinden, die Politikwissenschaftler Prof. Dr. Ekkehart Krippendorff, Prof. Dr. Wolfgang Popp, Prof. Dr. Theodor Ebert und Prof. Dr. Andreas Buro, der Initiator von "Ohne Rüstung Leben" Pfarrer i.R. Werner Dierlamm und der frühere Pfarrer der Nikolaikirche in Leipzig Christian Führer, Bundestagsabgeordnete wie Heike Hänsel und Kathrin Vogler als auch der frühere Europaabgeordnete Tobias Pflüger sowie Helga und Konrad Tempel, die 1960 gemeinsam mit Freunden zum ersten Ostermarsch in Deutschland aufgerufen haben.

Wir nehmen gerne weitere Unterschriften entgegen. Für eine geplante erste Übergabe sollten die Unterschriften unter den "Offenen Brief" möglichst rasch an uns zurückgesandt werden (Brief oder formlos per E-Mail). Wir sammeln aber auch nach einer ersten Übergabe weitere Unterschriften.

Wer unsere Aktion außer mit einer Unterschrift noch zusätzlich unterstützen möchte, kann dies gerne machen, z.B. mit
a. einem Grußwort bzw. persönlichen Statement zu unserer Aktion, das wir in unserer Website veröffentlichen dürfen;
b. einer Spende für diese Aktion und unsere Arbeit.

Alles Weitere zum "Offenen Brief" wegen Unterstützung des Afghanistan-Kriegs findet sich unter:
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/aktionen/006355.html

Mit einer Ablehnung von Kriegseinsätzen befinden wir uns heute sicherlich weniger im offenen Gegensatz zu unserer Zeit als Kurt Tucholsky im Jahr 1921. Dennoch ist es in bestimmten Situationen wichtig - und manches Mal auch schwierig - laut NEIN zu sagen. Zumal, wenn dies öffentlich geschieht.


Denn nichts ist schwerer und
nichts erfordert mehr Charakter,
als sich in offenem Gegensatz
zu seiner Zeit zu befinden und
laut zu sagen: Nein.

(Kurt Tucholsky, 1921)


Shalom Salam
Euer / Ihr Michael Schmid
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Inhaltsübersicht
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I. Artikel

:: 01. Immer schärfer zeigt sich der Katastrophenkapitalismus auch im Norden

:: 02. Gegengipfel in Toronto

:: 03. "Die Bundeswehr greift in Deutschland an"

:: 04. Öffentliches Gelöbnis der Bundeswehr am 30.7. in Stuttgart absagen

:: 05. Hans Paasche, Offizier, Pazifist

:: 06. Geld verdienen am Hindukusch: Wie teuer ist der Krieg?

:: 07. "Einer kam heim aus Afghanistan"

:: 08. Damm gegen die Waffenflut

:: 09. Die Arbeitslosigkeit und die Tafeln gleichzeitig abschaffen!

:: 10. Die dunklen Seiten "grüner" Mode

:: 11. Ein Besenstiel kann schießen

:: 12. Zwei Sitzstreiks

:: 13. Die iranische Gefahr

:: 14. Irakische Seilschaften

:: 15. Energieziel 2050: 100 Prozent Strom aus erneuerbaren Quellen

II. Hinweise

III. Veranstaltungstermine

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I. Artikel

:: 01. Immer schärfer zeigt sich der Katastrophenkapitalismus auch im Norden

Langsam zeigen sich die Konturen der Krise. So oft von ihr in den zurückliegenden Jahren die Rede war, bekommen wir doch erst jetzt eine Ahnung dessen, was sie bedeuten könnte. Wir, das sind die Bewohner des privilegierten globalen Nordens, wo sich das Unheil bislang meist noch von der angenehmeren Seite gezeigt hat. Nun aber wird klar, dass sich die negativen Seiten des Katastrophenkapitalismus nicht mehr einfach nur exportieren lassen. Das destruktive Potential der herrschenden Wirtschaftsordnung, das bereits großen Teilen der Bevölkerung im globalen Süden die Lebensgrundlagen geraubt hat, bleibt nicht länger auf die anderen begrenzt. Die Katastrophe kehrt heim. Von Thomas Gebauer. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/006400.html


:: 02. Gegengipfel in Toronto

" Fakt ist, dass sich die Welt, wie nie zuvor in unserer Geschichte, in arm und reich spaltet. Die Reichsten 2 Prozent haben mehr Habe als die Hälfte aller Haushalte dieser Erde zusammen. Die reichsten 10 Prozent halten 85% des - weltweiten - Besitzes in Händen...". Redebeitrag von Maude Barlow. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/006403.html


:: 03. "Die Bundeswehr greift in Deutschland an"

Zur Nachwuchsrekrutierung dringt die Bundeswehr mit ihrer Propaganda inzwischen über offizielle Kooperationsverträge mit Kultusministerien und Arbeitsagenturen in die Bereiche von Bildung, Ausbildung und Berufsorientierung vor. Die "Offensive an der Heimatfront" soll ein Gegengewicht zur kriegsablehnenden Haltung in der Bevölkerung bilden. Der "Kampf um die Herzen und Köpfe" wird auch über zunehmende Werbeauftritte der Bundeswehr in der Gesellschaft insgesamt betrieben. In . Das Komitee für Grundrechte und Demokratie stellt in einer Information für Bürgerinnen und Bürger mit dem Titel "Die Bundeswehr greift in Deutschland an" (fast) die ganze Bandbreite der aktuellen Bundeswehr-Propaganda sowie verschiedene Aspekte der Militarisierung im Inneren werden vor und kritisiert diese. Außerdem gibt es ein Flugblatt für Schüler, Schülerinnen und Auszubildende: "Bildung statt Bundeswehr! - Friedenspolitik statt Krieg!" >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/006398.html


:: 04. Öffentliches Gelöbnis der Bundeswehr am 30.7. in Stuttgart absagen

Mit einem Offenen Brief wenden sich heute 159 Personen, darunter 104 Personen aus der Region Stuttgart, an Ministerpräsident Mappus, Oberbürgermeister Schuster, alle Landtagsabgeordneten und die Gemeinderatsfraktionen in Stuttgart mit dem Ziel, das öffentliche Gelöbnis abzusagen, das am 30. Juli vor dem Neuen Schloss geplant ist. Unterzeichnet haben den Brief Pfarrer und Theologen, Gewerkschafter, Künstler, Lehrer und Erzieher, Schüler und Studenten, Personal- und Betriebsräte, Anwälte, Abgeordnete des Bundestags, der Regionalversammlung, des Stuttgarter Gemeinderats, Friedensaktivisten und viele weitere mehr. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/006407.html


:: 05. Hans Paasche, Offizier, Pazifist

Am 21. Mai 1920 umstellen sechzig Soldaten das Gut "Waldfrieden" in der Neumark. Eine Denunziation, der Besitzer des Gutes, Kapitänleutnant a.D. Hans Paasche, halte ein Waffenlager versteckt, reicht als Vorwand für eine Hausdurchsuchung. Er weiß, daß er auf den Abschußlisten der Feme steht, doch heute sonnt er sich mit seinen Kindern am nahegelegenen See. Der Dorfpolizist kommt: "Ich muß Sie sprechen." Als Paasche auf dem Weg zum Haus die Soldaten sieht, will er umkehren und sich in den nahe gelegenen Wald retten. Man läßt ihm keine Chance. Zwei Schüsse treffen ihn tödlich. Von Helmut Donat. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/006396.html


:: 06. Geld verdienen am Hindukusch: Wie teuer ist der Krieg?

Die Linksfraktion im Bundestag hat nach den deutschen Kosten des Afghanistan-Krieges gefragt und von der Bundesregierung eine Antwort erhalten: rund 3,59 Milliarden Euro wurden von 2002 bis 2009 "für Personal, Erhaltung von Wehrmaterial, militärische Beschaffungen und Anlagen sowie Verwaltungsausgaben" im Rahmen des ISAF-Mandats ausgegeben. Also soviel, wie die nun geplante Bankenabgabe in drei Jahren einspielen würde. Oder die Hälfte des Nach-Steuer-Gewinns der Deutschen Bank im ersten Quartal 2010. Beziehungsweise der halbe Etat des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung für 2010.Von Tom Strohschneider. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/006392.html


:: 07. "Einer kam heim aus Afghanistan"

Bei seinem Besuch im Gefechtsübungszentrum (GÜZ) in der Colbitz-Letzlinger Heide hatte sich Horst Köhler im Sommer 2009 in der Theorie über Ausbildung und Ausrüstung kundig gemacht. Dies wollte er dann, mit einem Überraschungsbesuch im Bundeswehrfeldlager in Masar-i-Sharif, sozusagen "bei geeigneter Gelegenheit dann auch in der Praxis erkunden". Getreu seiner damals getroffenen Aussage - "Wir alle, vor allem in der Politik, haben die Aufgabe, den Einsatz in Afghanistan zu erklären" - endete sein Auslandstruppenbesuch ein paar Tage später mit seinem Rücktritt vom Amt des Bundespräsidenten. Das Trauerspiel des Horst Köhlers und die Privatisierung deutscher Kriege. Von Kevin Gurka. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/006395.html


:: 08. Damm gegen die Waffenflut

Nicht zum ersten Mal wird in New York über einen Vertrag geredet, der den internationalen Waffenhandel einschränken soll. Aber diesmal (12.-23.7.) ist alles anders. Während man in der Vergangenheit eher bei allgemeinen Wünschen und Absichtserklärungen stehen blieb, erhielt das Gremium nun einen konkreten Auftrag. Die UNO-Vollversammlung beschloss im vergangenen Dezember, das bisherige Diskussionsforum in einen Vorbereitungsausschuss umzuwandeln, der für 2012 eine Vertragskonferenz organisiert. Auf dieser soll dann ein völkerrechtlich bindendes internationales Abkommen zur Beschränkung des weltweiten Waffenhandels vereinbart werden. Von Wolfgang Kötter. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/006404.html


:: 09. Die Arbeitslosigkeit und die Tafeln gleichzeitig abschaffen!

Fast 900 Tafeln versorgen vor allem in den Städten die armen Bürgerinnen und Bürger mit notwendigen Lebensmitteln. Die Tafelbewegung gehört zu den erstaunlichsten Sozialen Bewegungen der Republik. Das Lob für die Tafeln ist politikübergreifend überschwänglich, menschenwürdige Versorgung und bürgerschaftliches Engagement haben eine scheinbar gute Verbindung gefunden. Aber in Wahrheit ist der Erfolg ambivalent: Die Blüte der Tafeln ist gleichzeitig der Niedergang des bröckelnden Sozialstaats. Von Peter Grottian. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/006397.html


:: 10. Die dunklen Seiten "grüner" Mode

Erneut wird in der kommenden Woche die deutsche Hauptstadt mit der Berlin Fashion Week sowie den Modemessen Bread & Butter, Premium und TheKey.to zu einer internationalen Bühne in Sachen Mode und Lifestyle. "Grüne" Mode rückt auf der diesjährigen Fashion Week in den Fokus. Die Branche setzt bewusst auf Öko. Aber: Eine menschenwürdige Produktion von Mode und die Beachtung wirksamer Sozialstandards in der Herstellung edler Stoffe und Modelle ist bislang weitgehend immer noch kein Thema für die ModemacherInnen. Dies kritisiert die internationale Kampagne für Saubere Kleidung (Clean Clothes Campaign / CCC). >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/006394.html


:: 11. Ein Besenstiel kann schießen

In dieser Woche haben wir einen Sieg davongetragen. Unmittelbar, nachdem die Turkel-Kommission aufgestellt war, um den Vorfall mit der Flotille zu untersuchen, reichte Gush Shalom dem Obersten Gerichtshof ein Gesuch ein. Wir verlangten die Ernennung einer vollqualifizierten staatlichen Untersuchungskommission. Die Gerichtsanhörung war auf letzten Mittwoch festgelegt. Aber am Dienstagmachmittag rief das Büro des Justizministers unsere Anwältin, Gabi Lasky, an und informierte sie über eine Veränderung: der Ministerpräsident habe im letzten Augenblick entschieden, der Kommission mehr Vollmachten zu geben, und die Regierung sei dabei, die Veränderung zu bestätigen. Deshalb bat uns der Staatsanwalt, die Anhörung um zehn Tage zu verschieben. Von Uri Avnery. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/006393.html


:: 12. Zwei Sitzstreiks

In diesem Augenblick finden in Jerusalem zwei Kilometer voneinander entfernt zwei Sitzstreiks statt. Der eine in Westjerusalem, wo die Shalit-Familie in einem Protestzelt vor der Residenz des Ministerpräsidenten sitzt und schwört, so lange dort zu bleiben, bis ihr Sohn zurückgekehrt ist. In Ost-Jerusalem sind es drei Mitglieder des palästinensischen Parlaments, die sich im Gebäude des Internationalen Roten Kreuzes aufhalten. Das Wort, das beide verbindet, ist: Hamas. Von Uri Avnery. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/006402.html


:: 13. Die iranische Gefahr

Die arabische Presse berichtet, dass eine amerikanische Flotte (inklusive eines israelischen Schiffes) durch den Suezkanal gekreuzt sei und sich nun auf dem Weg in den Persischen Golf befinde. Sie habe die Aufgabe, "die Sanktionen gegen den Iran umzusetzen und die Schiffe in den Iran und aus dem Iran zu kontrollieren". Von Noam Chomsky. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/006391.html


:: 14. Irakische Seilschaften

Das irakische Volk hat vor mehr als vier Monaten gewählt, die Regierungsbildung ist aber nach wie vor offen. Die Parteien pflegen die gegenseitige Abneigung. Von Karl Grobe. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/006405.html


:: 15. Energieziel 2050: 100 Prozent Strom aus erneuerbaren Quellen

Bis 2050 lässt sich die deutsche Stromversorgung vollständig auf erneuerbare Energien umstellen. Dies ist mit der besten bereits heute am Markt verfügbaren Technik möglich. Voraussetzung ist aber, dass der Strom sehr effizient genutzt und erzeugt wird. Das zeigt die Studie des Umweltbundesamtes (UBA) "Energieziel 2050: 100% Strom aus erneuerbaren Quellen". Um dies bis 2050 zu erreichen, plädiert das UBA für frühzeitige politische Weichenstellungen. "Je früher, je entschlossener wir handeln, desto mehr Zeit bleibt uns für die notwendigen technischen und gesellschaftlichen Anpassungen", so Jochen Flasbarth, Präsident des Umweltbundesamts. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/006401.html

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II. Hinweise

:: Broschüre: "Die Bundeswehr greift in Deutschland an."

Das Komitee für Grundrechte und Demokratie hat eine neue friedenspolitische Information für Bürgerinnen und Bürger mit dem Titel "Die Bundeswehr greift in Deutschland an" veröffentlicht. Das 40-seitige A-6-Heftchen schildert die verschiedenen Formen und Wege der Einflussnahme der Bundeswehr insbesondere auf Jugendliche und junge Erwachsene. Außerdem gibt es ein Flugblatt für Schüler, Schülerinnen und Auszubildende: "Bildung statt Bundeswehr! - Friedenspolitik statt Krieg!" Mehr >>
http://www.grundrechtekomitee.de/node/355
http://www.grundrechtekomitee.de/sites/default/files/Flugi-Bundeswehr.pdf


:: Daimler - Star of Apartheid - Kampagne für Apartheid-Entschädigung

Daimler unterstützte die Apartheid in Südafrika. Die Opfer fordern Gerechtigkeit. Unterzeichnen Sie unseren Aufruf! medico international fordert von Daimler die Aufarbeitung seiner Vergangenheit und angemessene Entschädigung! In Deutschland wurden bereits über 2.000 Unterschriften gesammelt. 10.000 sollen es werden. Auf Festivals, der antirassistischen Fußball-WM in Italien und an vielen weiteren Orten werden noch Unterstützer gesucht. Um im Herbst reichlich Unterschriften an den Vorstand von Daimler übergeben zu können, brauchen wir auch Ihre Hilfe. Mehr >>
http://medico.de/apartheid/


:: Schreiben an Angela Merkel wegen Waffenlieferung in den Mittleren und Nahen Osten

IPPNW Deutschland hat einen Offenen Brief an die Bundeskanzlerin Angela Merkel formuliert, in dem die Bundeskanzlerin aufgefordert wird, die Waffenlieferungen in den Mittleren und Nahen Osten, insbesondere die Lieferung von U-Booten an Israel, einzustellen, da diese U-Boote nachweislich für einen möglichen Krieg gegen den Iran eingesetzt werden könnten. Sie wird ferner aufgefordert, stattdessen die Initiative für eine Konferenz zur Schaffung eines atomwaffenfreien Mittleren und Nahen Ostens nachdrücklich zu unterstützen. Unterstützung über >>
http://www.ippnw.de/aktiv-werden/kampagnen/schreiben-an-angela-merkel.html

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III. Veranstaltungstermine

:: 10. bis 18.07. findet in Tübingen das Projekt Friedensstadt 2010 mit zahlreichen Veranstaltungen im Bereich Bildung, Ökologie, Sport, Frieden und Kultur statt

13.07., 20.00 Uhr, Gemeindehaus Lamm: "Aussicht auf einen gerechten Frieden in Israel / Palästina?" Aktueller Bericht über eine friedenspolitische Reise nach Israel und Palästina, Diskussion und Information zur Solidaritätsbrücke Tübingen - Jenin miz Sami Nassif, Heike Hänsel, Eva-Maria Kustermann, Henning Zierock.
14.07., 20.00 Uhr, Lamm: "Brauchen wir einen Hippokratischen Eid für die Wissenschaft?" Diskussion über die Zivilklausel für Forschung und Lehre an der Universität Tübingen und bundesweit. Dr. Volker Harms (Ethnologe, Universität Tübingen) und Christoph Marischka (Informationsstelle Militarisierung e.V.). Christop Marischka berichtet u.a. vom bundesweiten Treffen zu Zivilklauseln.
15.07., 20.00 Uhr, Gemeindehaus Lamm: Peace Counts- "Wie können wir Gewalt überwinden?" Beispiele erfolgreicher Friedensmacher auf globaler und lokaler Ebene (Institut für Friedenspädagogik)
16.07., 20.00 Uhr, Gemeindehaus Lamm: Afghanistan: "Frieden durch Krieg?" mit Karim Popal, Rechtsanwalt, der die Interessen von Angehörigen der Opfer der Bombardierungen in Kundus vertritt. Diskussion und Vorstellung von Friedensprojekten. Zuvor Friedensmahnwache für den Frieden in Afghanistan auf dem Holzmarkt 18:00 -18:30 Uhr mit: "Ohne Rüstung leben"
17.07., 11.00 Uhr, Holzmarkt: Friedenspolitischer Aktionstag mit Infoständen, Musik, Redebeiträgen, Aktionen, u.a. mit Karim Popal, Peter Grohmann - politisches Kabarett (Gründung und Vorstellung der AnStifter in Tübingen). 12.30 Uhr: Protestmarsch zum Rathaus gegen die sozialen und kulturellen Kürzungen im Haushalt der Stadt Tübingen
18.07., 9.30 Uhr, Stiftskirche: Stiftskirchengemeinde lädt ein zum Gottesdienst
19.07., 15.00 Uhr, Begegnungsstätte Hirsch: Fußball für Entwicklung und Frieden. Veranstalter: Senioren für den Frieden


:: 14.07.2010 - 18.15 Uhr im Institut für Ethik in den Wissenschaften (IZEW) der Universität Tübingen, Wilhelmstraße 19: "Traditionen, Wünsche, Wirklichkeit Indische Frauen zwischen Vergangenheit und Gegenwart"

In ihrem deutschsprachigen Vortrag spricht Pawan Surana über die unterschiedlichen Facetten der Situation von Frauen in Indien sowie konkrete soziale und politische Lösungsansätze. Im Anschluss an den Vortrag lädt Prof. Regina Ammicht Quinn zu einem Empfang ein. Prof. Surana lebt in Jaipur und war lange Zeit Vorsitzende der Women's Commission. Heute leitet sie die Kampagne gegen Mädchenabtreibung in Rajasthan und ist Unterstützerin des UNICEF- Bildungsprogrammes. Prof. Ammicht Quinn ist es gelungen mit Pawan Surana eine der prominentesten Frauenrechtlerinnen Indiens und eine exzellente Kennerin der Situation indischer Frauen und Mädchen für dieses spannende Thema zu gewinnen. Der Eintritt zur Veranstaltung ist frei. Der Vortrag wird organisiert vom IZEW in Kooperation mit dem Staatsministerium Baden-Württemberg, der Gleichstellungsbeauftragten der Universität Tübingen und TERRE DES FEMMES. Mehr >>
http://www.frauenrechte.de


:: 23.07.2010 - 19.00 Uhr im Haus der Katholischen Kirche, Stuttgart-Mitte: Das Kairos-Palästina-Dokument - Aufruf palästinensischer Christen zu Gewaltlosigkeit und Versöhnung'

In einem gemeinsamen Aufruf wandte sich eine Gruppe führender palästinensischer Christinnen und Christen aus allen Konfessionen im Dezember 2009 an die "palästinensische und die israelische Gesellschaft, an die Weltgemeinschaft und an die christlichen Brüder und Schwestern in den Kirchen in aller Welt". In der Informations- und Diskussionsveranstaltung wird nach einer Einführung durch den ehemaligen Landesbischof D. Eberhardt Renz Angel Saba aus Betlehem, die als palästinensische Delegierte vom 20. bis 27. Juli in Stuttgart an der Vollversammlung des Lutherischen Weltbundes teilnimmt, das Kairos-Dokument vorstellen und mit den Anwesenden diskutieren. Träger der Veranstaltung sind: Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Baden-Württemberg (ACK- BW); pax christi, Internationale Katholische Friedensbewegung, deutsche Sektion; Friends of Sabeel - Germany; Evangelisches Missionswerk in Südwestdeutschland (EMS); Pro Ökumene - Initiative in Württemberg; Lebenshaus Schwäbische Al
b; Ohne Rüstung Leben - Ökumenische Initiative (ORL); Internationaler Versöhnungsbund - Deutscher Zweig. Mehr >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/aktionen/006390.html


:: 24.07.2010 - 14.00 Uhr Umweltministerium am Kernerplatz in Stuttgart Kundgebung und Demonstration: Atomausstieg sofort! - Energiewende jetzt!

Unser Protest für die Stilllegung der Atomkraftwerke geht weiter. Nach den erfolgreichen Kundgebungen im März in Neckarwestheim und im April in Biblis wird es nun auch im Juli eine Antiatomkundgebung im Südwesten geben. Am 24. Juli in Stuttgart fordert ein breites Bündnis: Atomausstieg sofort - Energiewende jetzt! Stilllegung der Atomkraftwerke in Neckarwestheim - sowie aller anderen Atomanlagen! >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/aktionen/006406.html


:: 26.07.2010 - 19:30 Uhr Schlatterhaus, Tübingen: Palästinensische Pfadfinder aus dem Libanon erzählen ihre Geschichte

Palästinensische Flüchtlingskinder aus dem Libanon möchten als Botschafter ihres Volkes ihre Traditionen, ihre Geschichte und ihre Zukunftsträume mit Musik, Tanz, Theater und Informationen dem Tübinger Publikum näher bringen. Die Kinder sind Teilnehmer eines deutsch-palästinensischen Pfadfindertreffens. VA: Flüchtlingskinder im Libanon e.V., Gau Wirtemberg der Christlichen Pfadfinderschaft Deutschland, AK Palästina TÜ, Verein Arabischer Studenten u. Akademiker TÜ


:: 27.07.2010 - 19:30 Uhr VHS im Rotebühlbau Theodor-Bäuerle-Saal, Stuttgart: Palästinensische Pfadfinder aus dem Libanon erzählen ihre Geschichte

VA: Flüchtlingskinder im Libanon e.V., Gau Wirtemberg der Christlichen Pfadfinderschaft Deutschland, Arabisch-Deutscher Kulturzirkel Stuttgart Hiwar e.V., Palästina-Komitee Stuttgart.


:: 17.-19.09.2010 - Erfurt: Hoffnung säen - Strategien für die FriedensDekade - 30 Jahre gegen Unrecht, Krieg und Militarisierung

FriedensDekade-Fest und Tagung. Welches sind die derzeit wichtigsten Friedensthemen und was sind zeitgemäße Aktionen? Diesen Fragen geht die Tagung nach. Zu den Rednerinnen und Rednern der Festveranstaltung am 18. September im Erfurter Augustinerkloster anlässlich des 30jährigen Bestehens der Ökumenischen FriedensDekade gehören u.a. Christine Lieberknecht, Ministerpräsidentin des Freistaats Thüringen, Bischöfin Bärbel Wartenberg-Potter, Bischöfin Ilse Junkermann, Bischof Joachim Wanke, Almut Berger, Joachim Garstecki, Andreas Zumach und Harald Bretschneider. Anmeldung für Jubiläumsveranstaltung und Tagung: Bildungshaus St. Ursula, Tel.: 0361/ 60114-0, info@bildungshaus-st-ursula.de

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Weitere Termine finden sich u.a.:

:: Netzwerk Friedenskooperative >> http://www.friedenskooperative.de/

:: Bessere Welt Links. Norbert's Bookmarks für engagierte Leute >> http://www.bessereweltlinks.de/index.php?cat=6108

:: Attac >> http://www.attac.de/termine/index.php


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