Date: July 1st 2010
==== Lebenshaus-Newsletter ===============================================
Liebe Freundinnen und Freunde,
in unserem letzten Lebenshaus-Newsletter haben wir von einer Patenschaft der Stadt Gammertingen (Kreis Sigmaringen), dem Sitz unseres Vereins, mit einer Bundeswehreinheit berichtet. In einem "Offenen Brief" an Herrn Bürgermeister Jerg protestieren wir gegen diese Bundeswehrpatenschaft und fordern die Gemeinde auf, sich für zivile Alternativen im Afghanistan-Krieg einzusetzen und Kommunale Friedensarbeit zu fördern.
Vielen Dank allen, die unsere Unterschriftensammlung bereits unterstützt haben. Aber auch Bürgermeister Jerg hat bereits sehr heftig reagiert. Der Rücklauf von Unterschriften von Gammertinger Bürgern und Bürgerinnen ist bisher erwartungsgemäß zurückhaltend. Eine Diskussion ist allerdings angestoßen, was wir bereits als Erfolg verbuchen können.
Unsere Aktion mit dem "Offenen Brief" an den Gammertinger Bürgermeister steht zugleich exemplarisch für andere Orte, wo in ähnlicher Weise versucht wird, die Unterstützung der Bevölkerung für den Krieg in Afghanistan (und anderswo) zu steigern. Vielleicht ist diese Aktion sogar Anregung und Ermutigung für andere unmittelbar Betroffene.
Allerdings sind wir gerade in einer Region, in welcher die Bundeswehr fest verankert ist und höchstes Ansehen genießt, auf Solidarität bei unserem Protest angewiesen. Wir bitten Menschen aus nah und fern um Unterstützung bei unserer Aktion. Für eine geplante erste Übergabe sollten die Unterschriften unter den "Offenen Brief" bis zum 8. Juli 2010 an uns zurückgesandt werden (Brief oder formlos per E-Mail). Wir sammeln aber über diesen Zeitpunkt hinaus weiter Unterschriften.
Alles Weitere zur Aktion findet sich unter:
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/aktionen/006355.html und
http://lebenshaus-alb.de/magazin/006376.html (Fragen und Antworten zum Protest gegen Städtepartnerschaft mit Bundeswehreinheit)
Unter den Hinweisen geht es um mehrere wichtige Aktionen. Zwei haben thematisch ganz eng mit unserer "Patenschaftsgeschichte" zu tun. Zum einen geht es darum, dass ein von der Bundeswehr geplantes "Öffentliches Gelöbnis" in Stuttgart abgesagt werden soll. Bei der anderen geht es um eine Unterschriftenaktion eines breiten Bündnisses von Friedensorganisationen unter den Appell: "Den Krieg in Afghanistan beenden - zivil helfen". Wir bitten diese wie allen anderen Aktion zu unterstützen, auf die wir in diesem Newsletter hinweisen.
Es gibt ein großartiges Antikriegsgedicht, das Erich Kästner 1928 geschrieben hat. Damit wir nicht ein solches Land werden, wie er es beschreibt, ist es heute wichtig, sich gegen jegliche militärischen Tendenzen und Einflüsse zu engagieren. Und natürlich gegen die Beteiligung deutscher Soldatinnen und Soldaten in Kriegen zu protestieren.
"Kennst Du das Land, wo die Kanonen blühn?
Du kennst es nicht? Du wirst es kennenlernen!
Dort stehn die Prokuristen stolz und kühn
in den Büros, als wären es Kasernen.
Dort wachsen unterm Schlips Gefreitenknöpfe.
Und unsichtbare Helme trägt man dort.
Gesichter hat man dort, doch keine Köpfe.
Und wer zu Bett geht, pflanzt sich auch schon fort!
Wenn dort ein Vorgesetzter etwas will
- und es ist sein Beruf etwas zu wollen -
steht der Verstand erst stramm und zweitens still.
Die Augen rechts! Und mit dem Rückgrat rollen!
Die Kinder kommen dort mit kleinen Sporen
und mit gezognem Scheitel auf die Welt.
Dort wird man nicht als Zivilist geboren.
Dort wird befördert, wer die Schnauze hält.
Kennst Du das Land? Es könnte glücklich sein.
Es könnte glücklich sein und glücklich machen?
Dort gibt es Äcker, Kohle, Stahl und Stein
und Fleiß und Kraft und andre schöne Sachen.
Selbst Geist und Güte gibt's dort dann und wann!
Und wahres Heldentum. Doch nicht bei vielen.
Dort steckt ein Kind in jedem zweiten Mann.
Das will mit Bleisoldaten spielen.
Dort reift die Freiheit nicht. Dort bleibt sie grün.
Was man auch baut - es werden stets Kasernen.
Kennst Du das Land, wo die Kanonen blühn?
Du kennst es nicht? Du wirst es kennenlernen!"
(Erich Kästner)
Shalom Salam Pace
Euer / Ihr Michael Schmid
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Inhaltsübersicht
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I. Artikel
:: 01. Globalisierung und lokaler Aufbau der gewaltfreien Aktion. Versuch einer Zwischenbilanz
:: 02. "Stolz" auf tote Soldaten?
:: 03. Zur Entlassung des US-Kommandeurs für Afghanistan, General McChrystal: Die Bandbreite reicht von "großer Mann" bis "Aufschneider"
:: 04. Rauswurf: Aus und vorbei
:: 05. Krieg gegen das Völkerrecht
:: 06. Attac: Bundesregierung treibt gesellschaftliche Spaltung voran
:: 07. EU- und G20-Gipfel: Zivilgesellschaftliche Organisationen aus Deutschland und Frankreich begrüßen Merkels und Sarkozys Vorstoß für die Finanztransaktionssteuer
:: 08. G20: Zeit für Finanztransaktionssteuer ist überreif - Hunderttausende unterstützen Attac-Gründungsforderung
:: 09. G20 enttäuschend - Finanztransaktionssteuer in der Euro Zone jetzt einführen
:: 10. Teilhabe für alle! Europäische Initiative für bedingungsloses Grundeinkommen gestartet
:: 11. BeHandeln statt verwalten
:: 12. IPPNW kritisiert "Foulspiel" der Bundesregierung
:: 13. 26 Jahre nach der Chemiekatastrophe im indischen Bhopal- Union Carbide, Exxon, Enron, BP
:: 14. Die wahre Gefahr an Bord der "Freedom Flotilla"
:: 15. Es geht nicht nur um Zement
:: 16. Das Schicksal der 'Gaza Freedom Flotilla': Wie sich eine Geschichte manifestiert
:: 17. Schalit, zum Beispiel
:: 18. Der Blitz
:: 19. Anschlag auf die Demokratie
:: 20. Kleine Waffen - große Opfer
:: 21. Wehrpflicht: Guttenbergs Realitätssinn
:: 22. Ölkatastrophe: Schöne Bescherung
:: 23. Ölpest im Golf von Mexiko, Beginn des post-fossilen Zeitalters
II. Hinweise
III. Veranstaltungstermine
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I. Artikel
:: 01. Globalisierung und lokaler Aufbau der gewaltfreien Aktion. Versuch einer Zwischenbilanz
Theodor Ebert hat seit den 60er Jahren des vorigen Jahrhunderts mit seinen Analysen und Ideen der Friedensbewegung wichtige Impulse gegeben und immer wieder deutlich gemacht, dass Gewaltfreiheit keinesfalls Wehrlosigkeit bedeutet. Sie kann sogar erhebliche Macht entfalten. In seinem Text versucht er eine Zwischenbilanz des Aufbaus ziviler, gewaltfreier Strukturen in dieser gewaltgeprägten Welt und er zeigt, bei genauem Hinschauen finden sich vielversprechende Ansätze. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/006387.html
:: 02. "Stolz" auf tote Soldaten?
Wer weiter die Taliban verteufelt und den Krieg in die entlegensten Winkel des Landes trägt, statt nach politischen Lösungen zu suchen, darf sich nicht beklagen, wenn sie sich später wie "Teufel" aufführen und Mordlust und Raserei regieren. Die Opfer werden viel größer sein, als sie es jetzt bei einem raschen Abzug wären, nicht auszudenken die Korrosionen auf politischem Gebiet, die seelischen Zerrüttungen und die Zementierung von Feindschaft und Hass im Innern des Landes. Der neuerliche Versuch, mit einer Politik der Stärke und Waffengewalt den Frieden zu erzwingen bzw. Konflikte mit militärischen Mitteln zu lösen, ist gescheitert und kostet immer mehr Menschen das Leben und die Gesundheit. Wer den Krieg weiter unnötig verlängert, ist zur Verantwortung zu ziehen. Von Helmut Donat. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/006382.html
:: 03. Zur Entlassung des US-Kommandeurs für Afghanistan, General McChrystal: Die Bandbreite reicht von "großer Mann" bis "Aufschneider"
Nun gibt es eine wilde Kontroverse darüber, ob ein außer Kontrolle geratener General verabschiedet werden soll. Doch die schreiende Notwenigkeit, auf die man sich eigentlich konzentrieren sollte, lautet: Es geht darum, diesen außer Kontrolle geratenen Krieg zu verabschieden. Von Norman Solomon. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/006379.html
:: 04. Rauswurf: Aus und vorbei
General McChrystal ist seinen Afghanistan-Job los, aber Barack Obama noch lange nicht einen Krieg, den er als Friedensnobelpreisträger doch längst beenden müsste. Von Lutz Herden. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/006380.html
:: 05. Krieg gegen das Völkerrecht
Der Krieg in Afghanistan, der nunmehr fast doppelt so lange dauert wie der Zweite Weltkrieg, wurde mit der Lüge begonnen, dass es sich um einen Abwehrkampf handele, der nach den verbrecherischen Anschlägen des 11. September 2001 gegen einen menschenverachtenden Terrorismus geführt werden müsse - als völkerrechtlich erlaubte Notwehr und Selbstverteidigung. Doch auf den noch qualmenden Trümmern des World Trade Center hatte US-Präsident George W. Bush zum "Kreuzzug gegen den Terrorismus" aufgerufen, von "jagen" und "ausräuchern" gesprochen, Rache und Vergeltung geschworen, in Wildwest-Manier die Auslieferung des Hauptverdächtigen Osama bin Ladin "dead or alive" gefordert. All dies hatte mit Völkerrecht nicht das Geringste zu tun und wirft daher gerade für Deutschland und seine Bundeswehr die Frage nach der grundsätzlichen Verfassungsmäßigkeit dieses Militäreinsatzes auf. Von Jürgen Rose. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/006388.html
:: 06. Attac: Bundesregierung treibt gesellschaftliche Spaltung voran
Das globalisierungskritische Netzwerk Attac hat die heute bekannt gewordene Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) als Warnsignal für die Bundesregierung bezeichnet. "Die Studie zeigt eine immer stärkere Polarisierung der deutschen Gesellschaft in Arm und Reich. Diese wachsende Ungleichheit ist sozialer Sprengstoff. Mit dem Sparpaket läuft die Bundesregierung Gefahr, ihn zu zünden", sagte Steffen Stierle vom bundesweiten Attac-Koordinierungskreis. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/006362.html
:: 07. EU- und G20-Gipfel: Zivilgesellschaftliche Organisationen aus Deutschland und Frankreich begrüßen Merkels und Sarkozys Vorstoß für die Finanztransaktionssteuer
Zivilgesellschaftliche Organisationen aus Frankreich und Deutschland begrüßen die Absicht von Deutschlands Bundeskanzlerin Merkel und Frankreichs Präsidenten Sarkozy, während des G20-Gipfels am 26. Juni gemeinsam eine internationale Finanztransaktionssteuer (FTS) voranzutreiben und sich noch vor dem Treffen mit einem Brief der Unterstützung der kanadischen G20-Präsidentschaft zu vergewissern. Die zivilgesellschaftlichen Organisationen rufen Merkel und Sarkozy ebenfalls dazu auf, beim EU-Gipfel am 17. Juni eine führende Rolle in Europa zu übernehmen, indem sie eine geschlossene europaweite Einführung der FTS vorantreiben. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/006367.html
:: 08. G20: Zeit für Finanztransaktionssteuer ist überreif - Hunderttausende unterstützen Attac-Gründungsforderung
Die weltweite Debatte um eine globale Steuer auf Finanztransaktionen erreicht zum G20-Gipfel in Toronto einen vorläufigen Höhepunkt. Bürgerinnen und Bürger rund um den Globus setzen sich für die Finanztransaktionssteuer ein; mehr als 200.000 Menschen weltweit haben die Forderung bisher unterschrieben. "Die Zeit für die Finanztransaktionssteuer ist überreif. Die G20 müssen in Toronto endlich einen ersten Schritt hin zu einer echten Entwaffnung der Finanzmärkte machen", sagte Detlev von Larcher vom bundesweiten Attac-Koordinierungskreis. Die Besteuerung des Finanzsektors sei schlicht eine politische Notwendigkeit, um hochriskante Spekulation einzudämmen und mehr Geld für die soziale Bewältigung der Krisenfolgen und den Kampf gegen Armut, Hunger und Klimawandel einzunehmen. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/006378.html
:: 09. G20 enttäuschend - Finanztransaktionssteuer in der Euro Zone jetzt einführen
Als enttäuschend wertet das Bündnis Steuer gegen Armut - ein Netzwerk aus über 60 Organisationen - das Ergebnis des G20 Gipfels in Toronto. Zwar sei es ein Erfolg, dass die Kanzlerin sich für die Finanztransaktionssteuer (FTT) eingesetzt habe, aber die ablehnende Haltung von Kanada, den USA und einigen anderen Ländern zeige, dass es noch ein weiter Weg zu einer wirksamen multilateralen Zusammenarbeit in Finanzfragen sei. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/006386.html
:: 10. Teilhabe für alle! Europäische Initiative für bedingungsloses Grundeinkommen gestartet
Die Grundeinkommensnetzwerke von Deutschland, Österreich und der Schweiz, die deutsche Attac-Arbeitsgruppe "Genug für alle" sowie die österreichischen Attac-Inhaltsgruppe Grundeinkommen haben gemeinsam eine europäische Initiative zur Einführung des bedingungslosen Grundeinkommens für alle Bewohnerinnen und Bewohner Europas gestartet. Dieses Grundeinkommen soll jeder und jedem die Existenz sichern und gesellschaftliche Teilhabe ermöglichen. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/006370.html
:: 11. BeHandeln statt verwalten
Die Ärzte in sozialer Verantwortung (IPPNW) und die Bundesweite Arbeitsgemeinschaft Psychosozialer Zentren für Flüchtlinge und Folteropfer (BAfF) haben am 16.06.2010 die Kampagne "BeHandeln statt verwalten" gestartet. Ziel der Kampagne ist, eine medizinische und psychosoziale Versorgung besonders schutzbedürftiger Flüchtlinge sicher zu stellen. Gleichzeitig will die Kampagne auch Aufklärungsarbeit leisten, über die negativen Folgen von Folter und Menschenrechtsverletzungen jeder Art. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/006369.html
:: 12. IPPNW kritisiert "Foulspiel" der Bundesregierung
Hat Fußball etwas mit Atomenergie zu tun? Eigentlich nicht. Derzeit aber nutzt die Bundesregierung unter Kanzlerin Angela Merkel die Fußball-Weltmeisterschaft und die sich anschließende Urlaubs- und Ferienzeit dazu, um die ungeliebten Laufzeitverlängerungen für Atomkraftwerke auszuhandeln. Die Bevölkerung soll dann mit dem Ergebnis nach der Sommerpause konfrontiert werden. Grund genug für die atomkritische Ärzteorganisation IPPNW und die Anti-Atom-Bewegung, Fußballfans und Urlauber mit einem WM-Song auf dieses grobe "Foulspiel" der Bundesregierung aufmerksam zu machen. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/006377.html
:: 13. 26 Jahre nach der Chemiekatastrophe im indischen Bhopal- Union Carbide, Exxon, Enron, BP
Über 20.000 Tote, über eine halbe Million Verstümmelte, chronisch Kranke und andere Betroffene. Bhopal war der schreckliche Auftakt zu einer neuen Ära und signalisierte, dass bei den Konzernen alle Schranken der Zurückhaltung gefallen waren. Das Ölleck im Golf von Mexiko - die Schätzungen reichen von 30.000 Barrels am Tag bis zu 80.000 Barrel am Tag -, ist immer noch nicht gestopft. Dieser Unfall ist der Höhepunkt eines Vierteljahrhunderts, in dem die Konzerne, um des Profites willen, wirklich alles tun konnten (und auch taten). Die menschlichen Kosten zählten nicht. Von P. Sainath. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/006374.html
:: 14. Die wahre Gefahr an Bord der "Freedom Flotilla"
Schiffe in internationalen Gewässern zu entführen und Passagiere zu töten, ist natürlich ein ernstes Verbrechen. Allerdings ist es kein neues Verbrechen. Seit Jahrzehnten entführt Israel Schiffe zwischen Zypern und dem Libanon und tötet oder entführt Passagiere. Manche dieser Menschen werden in israelischen Gefängnissen als Geiseln gehalten. Israel glaubt, solche Verbrechen straffrei begehen zu können, da die USA sie tolerieren und Europa generell hinterherrennt, wenn die USA vorangehen. Von Noam Chomsky. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/006361.html
:: 15. Es geht nicht nur um Zement
Die Flotilla - wie ihre Vorgänger und die noch folgenden - dienen dem israelischen Ziel, den Trennungsprozess des Gazastreifens von der Westbank vollständig zu machen. Von Amira Hass. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/006368.html
:: 16. Das Schicksal der 'Gaza Freedom Flotilla': Wie sich eine Geschichte manifestiert
Die israelische Regierung ließ sämtliche Aufnahmen und Kommunikationsgeräte, die gefunden wurden, konfiszieren. Diese Ausrüstungsgegenstände enthalten fast alle Aufnahmen über den Zugriff. Daher konnte der Staat Israel die Informationen kontrollieren, die die Welt über den Zugriff erhielt. Die Israelis wählten aus und bearbeiteten die Aufnahmen redaktionell. Sie suchten das aus, was sie der Welt zeigen wollten. Von Amy Goodman. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/006375.html
:: 17. Schalit, zum Beispiel
Die Blockade ist verhängt worden, um die Bevölkerung von Gaza zu zwingen, das Hamasregime zu stürzen, das die demokratischen Wahlen der Palästinenser gewonnen hatte. Die Verbindung zu Schalit diente nur der Propaganda. Jetzt ist die Blockade teilweise aufgehoben worden. Das ist ein großer Erfolg für die Hilfsflotille ein Sieg, an den die Organisatoren der Flotille nicht in ihren kühnsten Träumen zu hoffen gewagt hatten. Als Folge der dummen Entscheidung, das türkische Schiff anzugreifen, machte der internationale Druck diesen Schritt unvermeidlich. Unter den Vorwänden, die sich die Regierung ausgedacht hatte, erklärte sie, "die Blockade habe nicht dazu geholfen, Schalit zu befreien". Von Uri Averny. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/006384.html
:: 18. Der Blitz
Es ist Nacht. Tiefste Finsternis. Schwerer Regen. Die Sicht ist gleich Null. Und plötzlich - ein Blitz. Für einen Bruchteil einer Sekunde wird die Landschaft erleuchtet. In diesem Bruchteil einer Sekunde kann die Landschaft um uns herum gesehen werden. Sie ist nicht mehr so wie gewohnt. Die Aktion unserer Regierung gegen die Gaza-Hilfsflotte war solch ein Blitz. Von Uri Avnery. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/006372.html
:: 19. Anschlag auf die Demokratie
Stellungnahme anlässlich der Kampagne gegen eine öffentliche Diskussions-Veranstaltung mit dem Botschafter der Islamischen Republik Iran in Osnabrück. Die Volkshochschule der Stadt Osnabrück und der Fachbereich Sozialwissenschaften der Universität Osnabrück hatten den Botschafter der Islamischen Republik Iran, Ali Reza Sheikh Attar, zu einer Podiumsdiskussion "Wohin bewegt sich der Iran?" für Dienstag, 22. Juni 2010, nach Osnabrück eingeladen, an der auch Prof. Dr. Mohssen Massarrat mitwirken sollte. Unmittelbar nach Bekanntgabe dieser Veranstaltung gelang es einem "Solidaritätsbündnis für die iranische Freiheitsbewegung", einer Initiative, mit massiven Drohungen und Einschüchterungen die Volkshochschule Osnabrück zur Absage der geplanten Veranstaltung zu veranlassen. Eine Stellungnahme von Mohssen Massarrat. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/006371.html
:: 20. Kleine Waffen - große Opfer
Am Hauptsitz der Vereinten Nationen in New York hat am 14.06.2010 eine Konferenz gegen die Überschwemmung der Welt mit Waffen, durch die jährlich Hunderttausende Menschen ihr Leben verlieren. Auf über 875 Mio. wird die Gesamtzahl von Kleinwaffen geschätzt. Ihr Name klingt harmlos, aber Mörser und Minen, Sturmgewehre und Maschinenpistolen, Revolver und Handgranaten töten unzählige Male, ob in bewaffneten Konflikten und Bürgerkriegen, im privaten Streit oder durch Verbrechen. Zu Recht werden Kleinwaffen deshalb auch die eigentlichen Massenvernichtungswaffen unserer Zeit genannt. Von Wolfgang Kötter. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/006363.html
:: 21. Wehrpflicht: Guttenbergs Realitätssinn
Unter der Not der leeren Kassen steht nun die längst überfällige Schlachtung einer Heiligen Kuh auf der politischen Tagesordnung: der "Allgemeinen Wehrpflicht". Manches mit dem gegenwärtigen Wehrsystem verwobenes Partikularinteresse wird dabei in Gefahr geraten. Allerdings ist der essentielle legitimatorische Kern der Wehrpflicht bereits mit dem von der NATO 1990 erklärten Ende des Kalten Krieges entfallen. Von Jürgen Rose. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/006373.html
:: 22. Ölkatastrophe: Schöne Bescherung
Sollte man nicht annehmen, dass die Ölkatastrophe im Golf von Mexiko zum Umdenken führt, weltweit und besonders in den USA? Es entspräche dem wissenschaftstheoretischen Modell: Eine Hypothese wird eindeutig widerlegt, also lässt man sie fallen. Aber können wir auch weg vom Öl? Von Michael Jäger. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/006385.html
:: 23. Ölpest im Golf von Mexiko, Beginn des post-fossilen Zeitalters
Der Deutsche Naturschutzring (DNR) hat Politik, Wirtschaft und Gesellschaft dazu aufgerufen, nach der weltweit bisher größten Umweltkatastrophe im Golf von Mexiko mit der Transformation in das post-fossile Zeitalter zu beginnen. Nach Ansicht des Verbandes müssten die unverantwortlichen Bohrungen der Ölkonzerne in immer größeren Tiefen der Meere und in anderen ökologisch empfindlichen Regionen sofort unterbunden werden. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/006389.html
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II. Hinweise
:: Unterschriftenaktion: Den Krieg in Afghanistan beenden - zivil helfen
Mit einer am 15. Juni 2010 gestarteten gemeinsamen Unterschriftenaktion fordert ein breites Bündnis der deutschen Friedensbewegung jetzt von der Bundesregierung und den Abgeordneten des Bundestages die Beendigung des Krieges und eine zivile Hilfe für einen selbstbestimmten Friedensprozess in Afghanistan. Appell "Den Krieg in Afghanistan beenden - zivil helfen" soll die Diskussion über den Krieg in alle gesellschaftlichen Bereiche tragen. Er enthält drei klare Forderungen: Die Bundeswehr müsse "alle Kampfhandlungen" beenden, "sofort" mit dem Abzug der Bundeswehr aus Afghanistan beginnen und die dadurch frei werdenden Gelder zur Verbesserung der Lebensbedingungen der afghanischen Bevölkerung einsetzen. Weitere Hinweise zum Appell, Möglichkeit zum Online-Unterzeichnen, Unterschriftenlisten unter >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/aktionen/006365.html
:: Offener Brief unterstützen: Öffentliches Gelöbnis der Bundeswehr am 30.7. in Stuttgart absagen
Das überregionale Bündnis GelöbNix in Stuttgart wendet sich an die kritische Öffentlichkeit in der Region Stuttgart, um möglichst viele Unterstützer für einen Offenen Brief an Ministerpräsident Mappus, OB Schuster, die Fraktionen des Landtags und des Gemeinderats zu gewinnen, mit dem Ziel das Bundeswehr-Gelöbnis am 30.7. abzusagen. Es wird gebeten, den Offenen Brief bis zum 7. Juli zu unterzeichnen. Rückmeldungen an Roland Blach, DFG-VK, mailto:ba-wue@dfg-vk.de mit Name, Funktion und Ort. Mehr >>
http://www.otkm.bplaced.net/geloebnix/
:: Keine Abschiebungen ins Elend! PRO ASYL-Protestaktion gegen die Abschiebungen von Roma und anderen Minderheiten in den Kosovo
Gemeinsam mit bereits jetzt weit mehr als 3.000 Unterstützerinnen und Unterstützern protestiert PRO ASYL mit E-Mails an die Verantwortlichen gegen Abschiebungen in den Kosovo. Am 14. April 2010 wurde das Rückübernahmeabkommen zwischen Deutschland und dem Kosovo unterzeichnet. Minderheiten wie Roma und Ashkali droht die Abschiebung in Elend und Unsicherheit. Bis zu 2.500 Menschen pro Jahr sollen nach dem Willen der Innenminister zurückgeschickt werden. Im Kosovo erwartet die Abgeschobenen buchstäblich ein Leben am Rande der Müllkippe - etwa in kontaminierten Lagern. Ihre Häuser sind zerstört oder längst von Albanern in Besitz genommen. Der Zugang zu Arbeit, Bildung, sozialen Einrichtungen und gesundheitlicher Versorgung bleibt ihnen trotz gegenteiligen offiziellen Bekundungen weitgehend versperrt. Ihre in Deutschland geborenen Kinder können sich weder auf albanisch noch serbisch verständigen und finden dort keine Lebensperspektive. Beteiligen Sie sich bitte an der Protestaktio
n an die Innenminister: "Keine Abschiebungen ins Elend!" Mehr >>
http://www.proasyl.de/de/home/aktion-keine-abschiebungen-ins-elend
:: Pacemakers-Aufruf "Ja - Jetzt atomwaffenfrei. Für den Abzug der Atomwaffen aus Deutschland" JETZT unterstützen
Die Pacemakers-Radveranstaltungen am 17. Juli und am 31. Juli setzen sich im Rahmen vielfältiger Bemühungen dafür ein, dass die Abrüstung aller in Deutschland nach den Ergebnissen der Überprüfungskonferenz zum Atomwaffensperrvertrag in New York bald umgesetzt wird. Als deutliches Signal auf dem Weg zu einer atomwaffenfreien Welt. Je mehr Menschen und Organisationen den Aufruf "JA - jetzt atomwaffenfrei. Für den Abzug der Atomwaffen aus Deutschland" unterzeichnen, umso stärker kann damit in den nächsten Wochen in der Öffentlichkeit aufgetreten werden. Bitte unterzeichnet den nachfolgenden Aufruf bis 21. Juli. Mehr >>
http://www.pace-makers.de/html/marathon10_aufruf.html
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III. Veranstaltungstermine
:: 05.07.2010 - 19.30 Uhr im Bürgerzentrum Eselsberg Ulm: GAZA Die Blockade musss beendet werden
Die Ulmer Ärzteinitiative - IPPNW und die vh ulm laden gemeinsam ein zur Information und Diskussion von und mit Matthias Jochheim zu diesem Thema ein.
Menschen aus 30 Ländern und 5 Kontinenten beteiligten sich an einer außergewöhnlichen Aktion, in Solidarität für die Bevölkerung im palästinensischen Gaza und als Protest gegen deren Blockade durch die israelische Regierung und Armee. In 6 Booten und Schiffen, mit 600 Passagieren und zig Tonnen von Hilfsgütern, Medikamenten, Werkzeugen, Baumaterialien bis hin zu Fertighäusern überquerte diese "Flotilla" das Mittelmeer, bis sie von der israelischen Marine gekapert und in den israelischen Hafen Ashdod verschleppt wurde. Matthias Jochheim, stellvertretender Vorsitzender der deutschen Sektion der Internationalen Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges, Ärzte in sozialer Verantwortung e.V. engagiert sich seit Jahren für friedliche Lösungen im Nahost-Konflikt. Er nahm an der "Freegaza"-Aktion teil, wird darüber berichten und mit uns über weitere Handlungsmöglichkeiten diskutieren. Mehr >>
http://www.ippnw-ulm.de
:: 23.07.2010 - 19.00 Uhr im Haus der Katholischen Kirche, Stuttgart-Mitte: Das Kairos-Palästina-Dokument - Aufruf palästinensischer Christen zu Gewaltlosigkeit und Versöhnung'
In einem gemeinsamen Aufruf wandte sich eine Gruppe führender palästinensischer Christinnen und Christen aus allen Konfessionen im Dezember 2009 an die "palästinensische und die israelische Gesellschaft, an die Weltgemeinschaft und an die christlichen Brüder und Schwestern in den Kirchen in aller Welt". In der Informations- und Diskussionsveranstaltung wird nach einer Einführung durch den ehemaligen Landesbischof D. Eberhardt Renz Angel Saba aus Betlehem, die als palästinensische Delegierte vom 20. bis 27. Juli in Stuttgart an der Vollversammlung des Lutherischen Weltbundes teilnimmt, das Kairos-Dokument vorstellen und mit den Anwesenden diskutieren. Träger der Veranstaltung sind: Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Baden-Württemberg (ACK- BW); pax christi, Internationale Katholische Friedensbewegung, deutsche Sektion; Friends of Sabeel - Germany; Evangelisches Missionswerk in Südwestdeutschland (EMS); Pro Ökumene - Initiative in Württemberg; Lebenshaus Schwäbische Al
b; Ohne Rüstung Leben - Ökumenische Initiative (ORL); Internationaler Versöhnungsbund - Deutscher Zweig. Mehr >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/aktionen/006390.html
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Weitere Termine finden sich u.a.:
:: Netzwerk Friedenskooperative >> http://www.friedenskooperative.de/
:: Bessere Welt Links. Norbert's Bookmarks für engagierte Leute >> http://www.bessereweltlinks.de/index.php?cat=6108
:: Attac >> http://www.attac.de/termine/index.php
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