Date: October 21st 2009
==== Lebenshaus-Newsletter ===============================================
Liebe Freundinnen und Freunde,
den heutigen Newsletter möchte ich mit einem Text von Ulrich Schaffer einleiten, der etwas von dem ausdrückt, was wir brauchen, um uns für die notwendigen gesellschaftspolitischen Veränderungen engagieren zu können.
Zusammen
Ich träume von einer Art Solidarität,
bei der wir einander frei lassen
und doch füreinander einstehen.
Es ist schwer, ganz allein
den eigenen Weg zu gehen,
gegen Energien und Stimmen,
die das Gegenteil betonen.
Es ist schwer, ein Außenseiter zu sein
und nicht an sich selbst zu zweifeln
noch durchzuhalten gegen die Übermacht
einer anderen Meinung
Wir brauchen einander,
nicht um uns hintereinander zu verstecken,
nicht um uns vor dem Schweren zu drücken,
sondern um die eigene Energie zu entdecken
und ihr zu trauen.
(Ulrich Schaffer)
Shalom Salam Pace
Euer / Ihr Michael Schmid
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Inhaltsübersicht
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I. Artikel
:: 01. 70 Jahre nach den NS-"Euthanasiemorden" in Grafeneck: Mit "Spur der Erinnerung" begonnen
:: 02. Die Behauptung, vom Iran gehe eine atomare Bedrohung aus, ist eine Lüge
:: 03. Iran: Souveränität als Störfall
:: 04. Bilder gegen den Krieg. Momentaufnahmen aus dem Iran (Teil 1): Eine Brise aus dem Land der Versöhnung
:: 05. Afghanistan: Die Rückkehr der Kriegsherren
:: 06. Was kümmert Müllers der Hindukusch?
:: 07. Das chinesisch-russische Tandem
:: 08. Ganz neue Abrüstungsfragen
:: 09. Kritik am Friedensnobelpreis für Obama
:: 10. Friedensnobelpreis an Obama für gute Absichten
:: 11. Offener Brief an den Kasseler Friedensratschlag anlässlich dessen Kritik an Obamas Friedensnobelpreisverleihung
:: 12. Das andere Israel
:: 13. Der schlüpfrige Abhang
:: 14. Cap Anamur-Prozess: Freispruch für Kapitän Stefan Schmidt und Elias Bierdel
:: 15. Das Handy als Mordwaffe
:: 16. Eine Messe für Noah Chaim und seine Urenkel - Die Kirche und der zivilisatorische Ernstfall
:: 17. Buffy Sainte-Marie
:: 18. Marsch ins Treibhaus
:: 19. Atomkraftgegner wollen morgen in Berlin Koalitionsverhandlungen umzingeln
:: 20. Steuereinnahmen aus Solarindustrie höher als Solarförderung
:: 21. Welthunger-Index 2009: Frauen stärken, Hunger bekämpfen
II. Hinweise
III. Veranstaltungstermine
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I. Artikel
:: 01. 70 Jahre nach den NS-"Euthanasiemorden" in Grafeneck: Mit "Spur der Erinnerung" begonnen
Am 13. Oktober wurde während einer Auftaktveranstaltung in Grafeneck auf der Schwäbischen Alb damit begonnen, eine violette Farbspur zu malen, die in vier Tagen bis nach Stuttgart gezogen wird. In Grafeneck wurden während der Nazidiktatur im Jahr 1940 über 10.600 Menschen ermordet. Das Bürgerprojekt "Spur der Erinnerung" ist eine der ungewöhnlichsten und größten zivilgesellschaftlichen Aktionen der deutschen Nachkriegsgeschichte. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/005963.html
:: 02. Die Behauptung, vom Iran gehe eine atomare Bedrohung aus, ist eine Lüge
Obamas Anfeindungen gegen den Iran verfolgen eine andere Absicht: Mit Hilfe der Medien soll die Öffentlichkeit auf einen endlosen Krieg vorbereitet werden. Von John Pilger. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/005955.html
:: 03. Iran: Souveränität als Störfall
Die Gespräche zwischen Teheran und der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) sollen zu einer Urananreicherung für iranische Anlagen im Ausland führen. Von Mohssen Massarrat. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/005974.html
:: 04. Bilder gegen den Krieg. Momentaufnahmen aus dem Iran (Teil 1): Eine Brise aus dem Land der Versöhnung
Ich denke darüber nach, ob ich dem deutschen Leser es vermitteln kann, dass im Iran Menschen leben mit ähnlichen Sorgen, Wünschen und Beschäftigungen. Die Informationen in deutschen Medien erzeugen oft nur ein verzerrtes Bild von den wahren Gegebenheiten im Iran. Hat man jedoch einmal begriffen, dass bei der Berichtserstattung über Kriege hinter den Fernsehbildern Menschenleben stecken, so wird man hoffentlich einmal mehr über den Sinn und Unsinn von Waffeneinsätzen nachdenken. Das ganze bespreche ich mit meinen Angehörigen und Bekannten. Im weiteren Verlauf wird ein Projekt entworfen. Meine Erinnerungen und die Beiträge meiner Bekannten sollen Bilder gegen den Krieg liefern, Momentaufnahmen aus dem Iran zur Friedensstiftung. Von Afsane Bahar. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/005976.html
:: 05. Afghanistan: Die Rückkehr der Kriegsherren
Acht Jahre sind vergangenen seit dem Sturz der Taliban durch die Truppen der Nato bzw. der USA. Die zweiten nationalen Wahlen seit 2001 fanden am 20. August 2009 statt. Doch die sie sind bei weitem kein Symbol der Demokratie - verunstaltet durch den Verdacht des Wahlbetrugs und Befürchtungen, Präsident Karsai stütze sich auf Warlords und mutmaßliche Kriegsverbrecher. Der unabhängige Journalist Rick Rowley von Big Noise Films, der gerade aus Afghanistan zurück ist, berichtet. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/005959.html
:: 06. Was kümmert Müllers der Hindukusch?
Am 11. 9. 2001 haben Al Quaida-Terroristen zwei Passagierflugzeuge in die Twin-Towers des World Trade Centers in New York gesteuert und so über 3.000 Menschen ermordet. Die hoch komplexe Terroraktion wurde in den USA und Europa - nicht zuletzt in Deutschland - vorbereitet und in den USA ausgeführt. Knapp einen Monat später vor acht Jahren am 7. 10. 2001 begann vorwiegend die US-Armee im Bund mit Warlords und Opium-Baronen aus dem nicht-paschtunischen Norden Afghanistans den Krieg gegen die Taliban-Regierung in Kabul und stürzte diese schnell. Zur Erinnerung: Die Taliban, rigorose Islamisten, waren zuvor mit Hilfe des pakistanischen Geheimdienstes, gefördert durch die USA, an die Macht gekommen. Von Andreas Buro. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/005953.html
:: 07. Das chinesisch-russische Tandem
Wahrscheinlich ist der internationale Nachrichtenmarkt daran schuld: Der Besuch Wladimir Putins in China hat weniger Informationswellen geschlagen als er verdient hätte. Wenn kein Amerikaner in der Nähe ist, fallen die Informationen eben dürftiger aus. Doch einiges hat Aufmerksamkeit verdient, diesseits und jenseits der Ozeane: Putin hat eine Energiezusammenarbeit mit China besiegelt. Putin hat die Schanghai-Organisation mit seinem Besuch beehrt. Putin hat mit den Spitzen des chinesischen Staates über alles Mögliche aus der großen Politik konferiert. Von Karl Grobe. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/005973.html
:: 08. Ganz neue Abrüstungsfragen
Allmählich wird die Zeit knapp. In sieben Wochen läuft der Abrüstungsvertrag aus, den die USA und Russland vor 15 Jahren zur Verringerung ihrer strategischen Atomwaffen geschlossen haben. Aber es bewegt sich was, Hillary Clinton, die Außenministerin der USA, hat nach ihrem ersten Moskau-Besuch von Fortschritten berichtet, die sich in dieser Sache bei den Unterredungen mit ihrem russischen Kollegen Sergej Lawrow ergeben haben. Ob das reicht, ist nicht sicher. Von Karl Grobe. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/005969.html
:: 09. Kritik am Friedensnobelpreis für Obama
Interview bei Democracy Now! mit Naomi Klein und Tariq Ali: Goldstone-Report, Klimakonferenz, Afghanistan, Irak. Von Juan Gonzalez. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/005962.html
:: 10. Friedensnobelpreis an Obama für gute Absichten
Der Bundesausschuss Friedensratschlag kritisiert den Friedensnobelpreis für US-Präsident Barack Obama als kolossalen Fehlgriff. Barack Obama ist noch nicht einmal neun Monate im Amt und soll bereits für seine "Leistungen" mit der höchsten Auszeichnung, die es gibt, bedacht werden? Dabei ist gegen die Begründung des Komitees nicht einmal etwas einzuwenden: Darin wird Obamas Bekenntnis zu einer "atomwaffenfreien Welt" genauso hervorgehoben wie der kooperative Stil, den er in die internationale Diplomatie eingebracht habe. Allerdings müssen Worten auch Taten folgen, Obamas Reden stehen aber Handlungen gegenüber, die nicht in das strahlende Bild eines globalen Friedensbringers passen. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/005957.html
:: 11. Offener Brief an den Kasseler Friedensratschlag anlässlich dessen Kritik an Obamas Friedensnobelpreisverleihung
Das Nobel-Komitee hat den Friedensnobelpreis 2009 an US-Präsident Barack Obama verliehen. Der Bundesausschuss Friedensratschlag hat dazu in einer Stellungnahme Kritik geübt. Prof. Dr. Mohssen Massarrat bezieht in einem Offenen Brief nun Stellung gegen diese Kritik. Es geht ihm dabei vor allem darum, "vor Vereinfachungen zu warnen und auf unsere eigene Verantwortung für die Gestaltung einer anderen Welt aufmerksam zu machen." Weil seiner Meinung nach die Kontroverse um Obamas politisches Programm und seine bisherigen Leistungen uns alle in Europa angeht, richtet er sich mit seinem Offenen Brief nicht nur an den Kasseler Friedensratschlag, sondern an alle Kritiker und Befürworter von Obamas Politik. Wir dokumentieren den Offenen Brief von Mohssen Massarrat. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/005967.html
:: 12. Das andere Israel
Wir müssen uns entscheiden, was wir sind: das Israel von Ada Yonath oder das Israel von Ateret Cohanim. Ein Israel, das seine Kultur, die Wissenschaften, die Hightech, Literatur, Medizin und Landwirtschaft hegt und pflegt, das in der ersten Reihe der fortschrittlichen menschlichen Gesellschaft auf eine bessere Zukunft zugeht, oder ein Israel der Kriege, der Besatzung und Siedlungen, ein fundamentalistischer Staat, der in die Vergangenheit zurückschaut. Im Gegensatz zu den Schwarzsehern glaube ich, dass diese Schlacht noch nicht entschieden ist. Von Uri Avnery. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/005960.html
:: 13. Der schlüpfrige Abhang
Natürlich ist es die Schuld des Richters Richard Goldstone. Ihm muss man die Schuld geben, er ist an allen unangenehmen Problemen schuld, mit denen wir uns jetzt auseinander setzen müssen. Er ist schuld an den Schwierigkeiten, die wir sowohl mit der UN in New York als auch in Genf haben. Schuld an der Verschwörung, die darauf abzielt, unsere politischen und militärischen Führer vor das Kriegsverbrechertribunal in Den Haag zu stellen; schuld an der Krise zwischen der Türkei und uns; schuld an den vielen Initiativen in aller Welt, die einen Boykott Israels organisieren. Von Uri Avnery. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/005971.html
:: 14. Cap Anamur-Prozess: Freispruch für Kapitän Stefan Schmidt und Elias Bierdel
Doch bereits das Verfahren hatte negative Signalwirkung auf die humanitäre Hilfe. PRO ASYL: Auf die Anklagebank gehört die Flüchtlingspolitik Italiens und Europas. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/005954.html
:: 15. Das Handy als Mordwaffe
Ein Anschlag in Saudi-Arabien hat jüngst gezeigt, dass Selbstmordattentäter dazu übergehen, ihren Körper als Sprengstoff-Depot einzusetzen und telefonisch zu zünden. Internationale Kooperation soll der Terrorgefahr wirksam begegnen. Von Wolfgang Kötter. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/005975.html
:: 16. Eine Messe für Noah Chaim und seine Urenkel - Die Kirche und der zivilisatorische Ernstfall
Peter Bürger hat unter dem Titel "Die fromme Revolte - Katholiken brechen auf" soeben ein Buch mit Ermutigungen für Kirchenbewegung von unten veröffentlicht. Der vom Verfasser für die Lebenshaus-Website bearbeitete Beitrag folgt einem Abschnitt aus dem Schlusskapitel des Buches. Darin sieht er durch den Klimawandel den "zivilisatorischen Ernstfall" gegeben und vertritt die Meinung, im dritten Jahrtausend müssten wir jede Theologie und jedes Christentum, die diesen durch den Klimawandel angezeigten Horizont nicht auf radikale Weise wahrnehmen, als Quacksalberei entlarven. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/005958.html
:: 17. Buffy Sainte-Marie
In den turbulenten 60ern kam Buffy gerade vom College. Schon damals war sie nicht unbekannt: Sie hatte eine schöne Stimme, und ihre Lyrik war bewegend ('Universal Soldier', 'Now, that the Buffalo's Gone', 'Until it's time for you to go'). Buffy Sainte-Marie ist Kanadas berühmteste Aktivistin, Sängerin und Songschreiberin. Sie war eine der ersten - wenn nicht die erste - Prominente(n), die jene Ideologie anfocht(en), die sagt, die "amerikanische Geschichte begann erst, als Columbus von Europa lossegelte". Heute ist der Tag, an dem die Ankunft (1492) Christopher Columbus' in der so genannten 'neuen Welt' gefeiert wird. Von Amy Goodman. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/005961.html
:: 18. Marsch ins Treibhaus
Auf dem Klima-Gipfel in Kopenhagen geht es nicht nur um die Reduktion der Treibhausgase. Dort werden auch die Weichen zwischen Frieden und Krieg für die Welt gestellt. Von Elmar Altvater. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/005964.html
:: 19. Atomkraftgegner wollen morgen in Berlin Koalitionsverhandlungen umzingeln
Die Anti-Atom-Initiative .ausgestrahlt ruft für Samstag zu einer Menschenkette rund um die nordrhein-westfälische Landesvertretung in der Berliner Hiroshimastraße auf, wo sich die Spitzen der Koalitionsparteien zur Klausur treffen. "Wir werden die Koalitionäre umzingeln, um deutlich zu machen, dass die Wählerinnen und Wähler den atomfreundlichen Kurs von Union und FDP mehrheitlich ablehnen", erklärt Jochen Stay, Sprecher von .ausgestrahlt. Bereits am heutigen Freitag wird .ausgestrahlt gemeinsam mit den Organisationen Campact, BUND, IPPNW und der Naturfreundejugend einen Offenen Brief an Merkel, Westerwelle und Seehofer überreichen, der in knapp drei Wochen von mehr als 100.000 Menschen unterzeichnet wurde. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/005968.html
:: 20. Steuereinnahmen aus Solarindustrie höher als Solarförderung
Deutschlands Solarbranche ist in den letzten Jahren rasant gewachsen. Davon profitiert nicht nur das Klima, sondern auch der Staat. Nach Angaben des Bundesverbandes Solarwirtschaft e.V. (BSW-Solar) erzielte Deutschland allein 2008 Steuereinnahmen in Höhe von knapp drei Milliarden Euro aus der direkten und indirekten Besteuerung deutscher Solarstromunternehmen und ihrer rund 50.000 Beschäftigen. Die im selben Jahr über das Erneuerbare-Energien- Gesetz (EEG) gewährten Anschubinvestitionen beliefen sich hingegen auf rund zwei Milliarden Euro. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/005965.html
:: 21. Welthunger-Index 2009: Frauen stärken, Hunger bekämpfen
Frauen leiden am meisten unter Hunger und Armut.Gleichzeitig spielen sie eine Schlüsselrolle in der Entwicklung. Darauf hat Bärbel Dieckmann, Präsidentin der Welthungerhilfe, bei der Vorstellung des Welthunger-Index 2009 hingewiesen. Rund eine Milliarde Menschen weltweit hungern, Frauen und Kinder sind am schlimmsten betroffen. Rund 70 Prozent der 1,4 Milliarden Armen weltweit sind Frauen und müssen mit weniger als einem Euro pro Tag auskommen. Der Welthunger-Index zeigt: Wo Frauen im Haushalt und auf Gemeindeebene Einfluss haben und anerkannt sind, sind sie selbst besser ernährt und ihre Kinder besser versorgt. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/005966.html
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II. Hinweise
:: Frieden-mitmachen: Truppenabzug jetzt! Frieden statt Krieg!
Im Oktober 2009 starb ein junger Mann aus der Region Fulda an den schweren Verletzungen, die er mehr als ein Jahr zuvor als Soldat in Afghanistan erlitten hatte. Wir sind bestürzt über die steigende Zahl der Opfer, die der Krieg in Afghanistan fordert. Junge Menschen werden in diesen Krieg geschickt, Töten und Sterben wird von den verantwortlichen Politikern billigend in Kauf genommen. Die NATO-Staaten Kanada und Niederlande haben für 2010/2011 den Abzug ihrer Truppen angekündigt. Die Bundesregierung aber hält eisern am Kriegsbündnis fest. Die Bundeswehr bringt keine Lösung des Konfliktes, sie ist längst Teil des Problems. Nur zivile Hilfsprogramme können eine Wende zum Positiven bringen. Die unabdingbare Voraussetzung für eine friedliche Entwicklung in Afghanistan ist die Beendigung der bewaffneten Kämpfe. Dieses Ziel ist nur zu erreichen, wenn alle ausländischen Truppen abgezogen werden. Zum vollständigen Text und zur Online-Unterstützung >>
https://www.frieden-mitmachen.de/29/truppenabzug_jetzt!_frieden_statt_krieg!
:: Handreichung: Nein zur NATO - Ja zum Frieden!
Die pax christi-Kommission Friedenspolitik legt eine Handreichung zur NATO vor. Die ausführliche Textsammlung, die die pax christi-Kommission Friedenspolitik mit Unterstützung des Ökumenischen Netzes Württemberg herausgibt, soll: die Solidität der NATO und die scheinbare Alternativlosigkeit eines Bekenntnisses zu diesem Bündnis in Frage stellen; Friedensgefährdungen deutlich machen und aus friedensethischer und christlicher Verantwortung auf die durch Militär gefährdeten Menschenrechte und auf die zwingende Gültigkeit des Völkerrechts hinweisen. Als PDF-Datei zum Download >>
http://www.paxchristi.de/fix/files/doc/KomFP_nato-reader%2009-10.pdf
:: Sponsorensuche für Teilnahme beim weltweiten Marsch für Frieden und Gewaltfreiheit
Am 2. Oktober 2009 hat ein weltweiter Marsch in Neuseeland begonnen. Er endet am 2. Januar 2010 in den Gebirgsketten der Anden in Argentinien. In 90 Tagen wird der Marsch mehr als 90 Länder und 100 Städte auf den fünf Kontinenten bereisen. Er wird eine Strecke von 160.000 km zurücklegen. Dieter Hemminger (Vorstandsmitglied des Internat. Versöhnungsbund - deutscher Zweig) ist bereit, im internationalen Team mit dabei zu sein. Er will die BRD-Route von Mitte Okt. - 8. Nov. 09 und dann die Route durch Europa/Afrika bis Dakar, begleiten. Zur Finanzierung eines offenen Betrags von 1.000 bis 2.000 werden dringend SponsorInnen gesucht. Überweisungen bitte auf das Konto des Versöhnungsbundes: Sparkasse Minden Nr. 400 90 672, BLZ 490 501 01 (Stichwort: Friedensmarsch). Weitere Info bei Dieter Hemminger, E-Mail: dieter.hemminger@freenet.de . Mehr Infos >>
http://www.weltweiterMarsch.eu.de
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III. Veranstaltungstermine
:: Seit 02.10.2009 - Weltweiter Marsch für Frieden und Gewaltfreiheit
Am 2. Oktober 2009, dem Geburtstag Gandhis, dem von der UNO erklärten "Internationalen Tag der Gewaltfreiheit", hat ein weltweiter Marsch in Neuseeland begonnen. Er endet am 2. Januar 2010 in den Gebirgsketten der Anden, beim Aconcagua, im Punta de Vacas Park, Argentinien. In 90 Tagen wird der Marsch mehr als 90 Länder und 100 Städte auf den fünf Kontinenten bereisen. Er wird eine Strecke von 160.000 km zurücklegen. Einige Strecken werden über Wasser und per Flugzeug zurückgelegt. Die längsten Etappen werden die in Amerika und in Asien sein, beide dauern fast einen Monat. Ein dauerhaftes Basisteam, zusammengesetzt aus ca. 100 Leuten verschiedener Nationalitäten wird die gesamte Strecke zurücklegen. Unterstützungsunterschriften für den Weltweiten Marsch und die Ablehnung von jeder Form von Gewalt sind erwünscht. Mehr >>
http://www.weltweitermarsch.de/
:: 27.10.2009 - 20.00 Uhr im Deutsch-Amerikanischen Institut Tübingen:"Afghanistan, Pakistan und der ´War on Terror´"
Vortrag/Diskussion mit Tariq Ali (mit deutscher Übersetzung). Was passiert gerade in Afghanistan und Pakistan? Welche Konsequenzen hat die neue Afghanistan-Strategie Obamas für die Region? Wie ist die innere Verfasstheit der afghanischen und pakistanischen Gesellschaften? Welche Alternativen gibt es zur bisherigen Politik des Westens für eine Entwicklung und Demokratisierung in der Region? Darüber wird Tariq Ali sprechen. Tariq Ali ist Autor, Filmemacher, politischer Aktivist und einer der besten Kenner der Geschichte und Gegenwart Pakistans. In Lahore, Pakistan, geboren, emigrierte er als 20jähriger nach England in Folge seiner Aktivitäten gegen die Militärdiktatur. In der britischen Studentenbewegung und dem Protest gegen den Vietnam-Krieg nahm Ali eine führende Rolle ein. VA: Friedensplenum/Antikriegsbündnis Tübingen, Informationsstelle Militarisierung (IMI) Tübingen, MdB Heike Hänsel (Die Linke), Deutsch-Amerikanisches Institut Tübingen und Rosa Luxemburg Stiftung Baden-W
ürtt. Mehr >>
http://www.rlf-bw.de/cms/files/tariq_ali_web_1.pdf
:: 30.10.2009 - 19.00 Uhr, Evang. Stadtakademie München (Saal 2-3): Vorrang Zivil!
Podiumsdiskussion mit Ute Finckh-Krämer, Irmgard Heilberger, Barbara Lochbihler, Rainer Stinner . Alle Welt spricht von einem Vorrang für zivil. Aber wie zivil ist die Außenpolitik der Bundesrepublik und der Europäischen Union? Militärische Kapazitäten werden immer stärker ausgebaut, doch was ist mit den Möglichkeiten ziviler Konfliktbearbeitung? Welche Strukturen gibt es in diesem Bereich? Was können EU und Bundesrepublik hierbei voneinander lernen? Was könnten die nächsten Schritte in diesem Prozess sein? Diesen und weiteren Fragen möchten wir uns im Rahmen der Veranstaltung "Vorrang zivil!" widmen. VA: Bund für Soziale Verteidigung und Internationale Frauenliga für Frieden und Freiheit. Mehr >>
http://www.wilpf.de
:: 08.-18.11.2009 - bundesweite Ökumenische FriedensDekade: "Mauern überwinden"
Die diesjährige Ökumenische Friedensdekade wird wieder getragen vom Gesprächsforum "Ökumenische Friedensdekade", in dem die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Deutschland (ACK) und viele Friedensgruppen zusammenarbeiten. Als Motto wurde für dieses Jahr gewählt: "Mauern überwinden". Seit Anfang der 80er Jahre greifen Kirchengemeinden und Aktionsgruppen im Rahmen der Ökumenischen FriedensDekade das Friedensthema auf, immer in den zehn Tagen vor dem Buß- und Bettag im November. Infos zur bundesweiten Ökumenischen FriedensDekade finden sich unter >> http://www.friedensdekade.de .
Eine Terminübersicht mit den Veranstaltungen der Ökumenischen FriedensDekade findet sich bei Netzwerk Friedenskooperative unter >> http://www.friedenskooperative.de/termine/dekade09.htm
:: 11.11.2009 - 19.30 Uhr im Bonhoeffer-Haus, Karlsruhe: Mauern und Krieg für die Reichen - gibt es Alternativen ?
Vortrags- und Diskussionsveranstaltung mit Prof. Dr. Ulrich Duchrow, Heidelberg. Die gegenwärtigen Krisen sind Ausdruck einer fundamentalen Krise der westlichen Zivilisation, die auf dem Bild des Menschen als "Herrn und Besitzer der Natur" und damit dem konkurrenzgetriebenen Individuum im Markt aufbaut. Dieses benutzt strukturelle, direkte und kulturelle Gewalt zur Reichtumsvermehrung und Machterweiterung. Zur Überwindung der Krise bedarf es deshalb gleichzeitig alternativer wirtschaftlicher, politischer und kultureller Institutionen und Strukturen wie auch menschlicher Verhaltensweisen. Dazu gibt es viele grundsätzliche Ansätze in Glaubensgemeinschaften, sozialen Bewegungen und auch Wissenschaften, aber ebenso eine wachsende Zahl von gelungenen praktischen Experimenten. Sie lassen sich zusammenfassen in der ökumenischen Vision: Leben in Gerechtigkeit und Frieden. VA: Deutsche Friedensgesellschaft - Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen (DFG-VK), Arbeitsstelle Frieden (Evang. La
ndeskirche Baden), Evang. Studierendengemeinde Karlsruhe, Forum für gesellschaftlichen Frieden, Frauen für Frieden, Friedensbündnis Karlsruhe, Versöhnungsbund, Werkstatt für Gewaltfreie Aktion Baden. Kontakt : Sonnhild und Ulli Thiel, suthiel@t-online.de
:: 21./22.11.2009 - IMI-Kongress 2009 in Tübingen: Krisenmanagement! "Sicherheitsarchitektur" im globalen Ausnahmezustand
Alles steckt in der Krise, auch die globalen Machtverhältnisse! In der Krise ist keine Zeit für Kontroversen, es muss schnell und entschieden gehandelt werden, es muss ein Management von Risiken stattfinden, Frühwarnsysteme und Krisenreaktionskräfte werden eingerichtet. Es wird Sicherheitsforschung betrieben, um gegen mögliche Bedrohungen von morgen gewappnet zu sein und es werden "scheiternde" Staaten durch Ausbildung und Ausrüstung ihrer Sicherheitsorgane stabilisiert. Nicht zuletzt machen zukünftige Aufstände und Katastrophen es notwendig, die Bundeswehr im Innern einzusetzen, Polizei und Katastrophenschutz zu militarisieren. So stellen es zumindest die Herrschenden dar, die das Krisenmanagement als Regierungsform für sich entdeckt haben. Die Informationsstelle Militarisierung (IMI) wird diese Tendenzen auf ihrem Kongress im November 2009 analysieren und hinterfragen. Mehr >>
http://www.imi-online.de/2009.php?id=2016
:: 28.11.2009 - Hamburg: Entwicklung des Gewaltfreien Widerstandes von den 70er bis zu den 90er Jahren im norddeutschen Raum am Beispiel der Atomkraft
Bei diesem Studientag soll chronologisch drei Jahrzehnten besondere Aufmerksamkeit geschenkt werden: Die 70er Jahre beinhalten vor allem den Widerstand gegen das Atomkraftwerk Brokdorf, bei dem sich Aktionen zivilen Ungehorsams erst formieren mussten: Als Referent wird hier Prof. Dr. Ulfrid Kleinert sprechen. Die 80er, in denen der Widerstand zunächst einbrach und nur noch von wenigen getragen wurde, bis zur Katastrophe von Tschernobyl, als die Gewaltfreie Bewegung wieder großen Zulauf bekam: Inhaltlich begleiten werden diesen Abschnitt Jan Stehn und Dieter Lünse. Die 90er, als sich der Widerstand gegen die Atomkraftwerke wandelte in einen Widerstand gegen den Atommüll und die Castor-Transporte nach Gorleben: Die Referenten sind hier Jürgen Fahrenkrug und Jochen Stay, die beide auch heute zu den Aktivisten gegen Atomkraft zählen. VA: Institut für Friedensarbeit und Gewaltfreie Konfliktaustragung e.V. (IFGK), Institut für konstruktive Konfliktaustragung und Mediation (ikm) e.V
. und das Archiv Aktiv. Mehr >>
http://www.ifgk.de/links/aktuell_frameset03.htm
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Weitere Termine finden sich u.a.:
:: Netzwerk Friedenskooperative >> http://www.friedenskooperative.de/
:: Bessere Welt Links. Norbert's Bookmarks für engagierte Leute >> http://www.bessereweltlinks.de/index.php?cat=6108
:: Attac >> http://www.attac.de/termine/index.php
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