Date: October 6th 2009
==== Lebenshaus-Newsletter ===============================================
Liebe Freundinnen und Freunde,
wegen Urlaubs erscheint dieser Newsletter nach einer längeren Pause. Inzwischen hat die Bundestagswahl stattgefunden. Eine Reihe von Hinweisen ist Aktionen gewidmet, mit denen Einfluss auf die Koalitionsverhandlungen genommen werden soll. Ich bitte um Kenntnisnahme und möglichst um Beteiligung.
Die UNO-Generalversammlung hat erfreulicherweise im Jahr 2007 beschlossen, dass künftig der 2. Oktober, der Geburtstag Mahatma Gandhis, als "Internationaler Tag der Gewaltfreiheit" begangen werden soll. Die Resolution wurde von Indien eingebracht und von vielen Ländern unterstützt. Dieses Jahr hat sich Gandhis Geburtstag zum 140. Mal gejährt. Allerdings hat die Öffentlichkeit hierzulande weder den "Internationalen Tag des Friedens" noch den Geburtstag Gandhis kaum zur Kenntnis genommen. Ich möchte mit einem Text an eine der bedeutendsten Persönlichkeiten des vergangenen Jahrhunderts erinnern.
Die Welt von morgen
Die Welt von morgen wird -
ja muss eine Gesellschaft sein,
die sich auf Gewaltfreiheit gründet.
Dies mag ein entferntes Ziel sein,
ein unpraktisches Utopia.
Aber es ist nicht im Geringsten unerreichbar,
da man dafür hier und jetzt arbeiten kann.
Ein Einzelner kann den Lebensstil
der Zukunft praktizieren,
in Gewaltfreiheit,
ohne auf Andere warten zu müssen.
Und wenn es ein Einzelner kann,
können es nicht auch Gruppen,
ganze Nationen?
Die Menschen zögern oft,
einen Anfang zu machen,
da sie fühlen, dass das Ziel
nicht vollständig erreicht werden kann.
Diese Geisteshaltung ist
genau unser größtes Hindernis
auf dem Weg zum Fortschritt,
ein Hindernis, das jeder Mensch,
sofern er nur will,
aus dem Weg räumen kann."
(M.K. Gandhi)
Weitere Texte von und vor allem über Gandhi finden sich auf der Lebenshaus-Website unter folgendem Link:
http://www.lebenshaus-alb.de/cgi-bin/cms/mt-search.cgi?tag=Mahatma%20Gandhi&blog_id=1
Am Geburtstag Gandhis, also vor vier Tagen, war auch der Start des Internationalen Marsches für Frieden und Gewaltfreiheit. Mehr dazu unter >> http://www.weltweitermarsch.de/
Und nicht vergessen: ab Montag, 17. Oktober 2009, Projektwoche "Spur der Erinnerung" von Grafeneck nach Stuttgart >> http://www.spur-der-erinnerung.de
Shalom Salam Pace
Euer / Ihr Michael Schmid
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Inhaltsübersicht
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I. Artikel
:: 01. Anti-Atom-Bewegung läuft sich für Proteste warm
:: 02. "Selbst bei Laufzeitverlängerungen wird es in den nächsten Jahren keine wesentlichen Zusatzgewinne geben"
:: 03. Den Mut zu sozialen Protesten mit alternativen Konzepten kombinieren
:: 04. Kerzen statt Steine - 20 Jahre Friedliche Revolution
:: 05. In der DDR-Gesellschaft auf den Spuren von Martin Luther King
:: 06. 1989 erzwangen Protestbewegungen "von unten" Auflösung herrschender Machtapparate
:: 07. Zum 80. Geburtstag von Dorothee Sölle: Leben in seiner Fülle
:: 08. Peter Grohmann: Rede zum Tag des Flüchtlings beim Stuttgarter AK Asyl
:: 09. Unmittelbar nach der Wahl die Grausamkeit: Massenabschiebungen in den Kosovo beginnen
:: 10. Flüchtlingsrechte in den Koalitionsvertrag!
:: 11. Urteil im Cap Anamur Prozess erwartet
:: 12. Planetarische Grenzen: Ein sicherer Handlungsraum für die Menschheit
:: 13. IWF und Weltbank ignorieren Gefahr einer neuen Schuldenkrise
:: 14. Iran: Schurke vom Dienst
:: 15. Moskauer Misstrauen
:: 16. Kein Krieg gegen Iran! Wichtige Fakten gegen den Krieg
:: 17. Das Drama und die Farce
:: 18. Eine Geschichte des Verrats
:: 19. Entspannung mit Fußangeln
:: 20. Das Atomtest-Domino
:: 21. Präsident Zelaya zurück in Honduras: Eine mutige Aktion
:: 22. Erinnerung verpflichtet: Das Gegenteil von Krieg ist Friedensdienst
:: 23. Europas lange Heilung
:: 24. Napalm am Morgen - Das Vietnamkino und die Kulturarbeit der Friedensbewegung
:: 25. Das System der gegenseitigen Abschreckung hat niemals wirklich funktioniert
:: 26. Afghanistan: Eskalation an allen Fronten
II. Hinweise
III. Veranstaltungstermine
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I. Artikel
:: 01. Anti-Atom-Bewegung läuft sich für Proteste warm
Protestlauf rund um erste Runde der Koalitionsverhandlungen / Ständige Vertretung der Anti-Atom-Bewegung in Berlin eröffnet / "Fonds für Erneuerbare Energien ist vergiftetes Angebot". >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/005941.html
:: 02. "Selbst bei Laufzeitverlängerungen wird es in den nächsten Jahren keine wesentlichen Zusatzgewinne geben"
Wer Milliarden für alle möglichen Zwecke aus zusätzlichen Betriebsjahren der Atomkraftwerke verspricht oder sogar schon verplant, macht bewusst oder unbewusst einen Denkfehler. Denn Zusatzgewinne fallen ja frühestens dann an, wenn die bisher im Atomgesetz garantierte Laufzeit für die jeweiligen Reaktoren abgelaufen ist. Jochen Stay, Sprecher der bundesweiten Anti-Atom-Organisation .ausgestrahlt, zur aktuellen Debatte um einen zu erwartenden Geldsegen aus der Laufzeitverlängerung von Atomkraftwerken. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/005943.html
:: 03. Den Mut zu sozialen Protesten mit alternativen Konzepten kombinieren
Erklärung von Aktiven aus Gewerkschaften, sozialen Bewegungen, Wissenschaft und Kultur anlässlich der Bundestagswahl 2009. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/005950.html
:: 04. Kerzen statt Steine - 20 Jahre Friedliche Revolution
Friedensgebete und Demonstrationen, dann "Runde Tische" und schließlich freie Wahlen - innerhalb von wenigen Monaten zerriss die Friedliche Revolution den "Eisernen Vorhang" und hob damit die Teilung Europas auf. Die Sehnsucht nach Freiheit beendete 40 Jahre DDR ohne Blutvergießen. Rudolf Albrecht, der damals längst schon in Oppositionskreisen der DDR aktiv war, hält Rückblick, gibt einen Einblick in sein eigenes Erleben in der unabhängigen Friedens- und Bürgerrechtsbewegung der DDR. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/005945.html
:: 05. In der DDR-Gesellschaft auf den Spuren von Martin Luther King
Friedensgebete und Demonstrationen, dann "Runde Tische" und schließlich freie Wahlen - innerhalb von wenigen Monaten zerriss die Friedliche Revolution den "Eisernen Vorhang" und hob damit die Teilung Europas auf. Die Sehnsucht nach Freiheit beendete 40 Jahre DDR ohne Blutvergießen. Schorsch Meusel berichtet in einem Interview über seine Erfahrungen als Pazifist in der DDR, die Rolle von Martin Luther King für die DDR-Opposition, Stasi-Schikanen, die Friedliche Revolution von 1989 und die Zeit danach. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/005946.html
:: 06. 1989 erzwangen Protestbewegungen "von unten" Auflösung herrschender Machtapparate
Michael Schmid schreibt in der Einleitung zum Rundbrief Nr. 62 von Lebenshaus Schwäbische Alb über 20 Jahre Friedliche Revolution in der DDR, die Überwindung des "Eisernen Vorhangs", neu entstandene Mauern und der Notwendigkeit des "Mauern überwinden" (Motto der Ökumenischen Friedensdekade 2009). >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/005944.html
:: 07. Zum 80. Geburtstag von Dorothee Sölle: Leben in seiner Fülle
Die Theologin und Schriftstellerin Dorothee Sölle wäre am 30. September 2009 80 Jahre alt geworden. Mit ihrem Tod am 27. April 2003 hat sie eine tiefe Lücke hinterlassen. Dorothee Sölle trat kompromisslos für eine gerechte Weltordnung ein und wandte sich entschieden gegen militärische Gewalt. Sie war eine wichtige Vordenkerin einer politischen, feministischen und befreienden Theologie. An Unrecht und jeder Form von Diskriminierung hat sie zutiefst gelitten. Sich nicht "den Luxus der Hoffnungslosigkeit leisten" war ihre wichtige Mahnung an unsere westliche Welt. Wir erinnern an Dorothee Sölle mit der Veröffentlichung eines Vortrags, den sie bei der VI. Vollversammlung des Ökumenischen Rates der Kirchen in Vancouver im Jahre 1983 hielt. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/005940.html
:: 08. Peter Grohmann: Rede zum Tag des Flüchtlings beim Stuttgarter AK Asyl
Hunderttausende waren es, die vor 200 Jahren dieses Land verlassen mussten - sie kamen aus den Dörfern des Schwarzwalds und von den Hungeräckern auf der Schwäbischen Alb - deutsche Wirtschaftsflüchtlinge, die in alle Welt zogen, weil sie nichts mehr zu essen hatten, und aufgenommen wurden weit jenseits ihrer Grenzen. Von Peter Grohmann. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/005936.html
:: 09. Unmittelbar nach der Wahl die Grausamkeit: Massenabschiebungen in den Kosovo beginnen
Direkt im Windschatten der Wahl geschehen die ersten Grausamkeiten der neuen Legislaturperiode. Während über mögliche Koalitionen und Programme diskutiert wird, markiert ein Charterflug ab Düsseldorf am 28. September den Start von Massenabschiebungen in den Kosovo. Mehreren tausend bislang ausländerrechtlich geschützten Roma droht die Abschiebung. PRO ASYL hält die Abschiebungen vor dem Hintergrund der Situation im Kosovo für völlig unverantwortlich. "Die Roma werden deportiert in Elend, in Diskriminierung, an Orte, wo sie niemand haben will", so PRO ASYL-Referent Bernd Mesovic. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/005939.html
:: 10. Flüchtlingsrechte in den Koalitionsvertrag!
PRO ASYL und AMNESTY INTERNATIONAL fordern eine neue Bleiberechtsregelung und das Ende der menschenrechtswidrigen Rückschiebungen an den Grenzen Europas. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/005942.html
:: 11. Urteil im Cap Anamur Prozess erwartet
Am kommenden Mittwoch, den 07. Oktober 2009, wird das Urteil im Prozess gegen Stefan Schmidt und Elias Bierdel wegen der Rettung von 37 Flüchtlingen in Seenot verkündet. Die Staatsanwaltschaft forderte vier Jahre Haft und eine Strafe von jeweils 400.000 Euro. Die Urteilsverkündung wird vor Ort u.a. von Karl Kopp, Europareferent von PRO ASYL, beobachtet. Zudem stehen in Italien auch sieben tunesische Fischer vor Gericht, die vor zwei Jahren 45 Schiffsbrüchigen das Leben retteten und nun wegen Förderung "illegaler Einreise" angeklagt sind. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/005951.html
:: 12. Planetarische Grenzen: Ein sicherer Handlungsraum für die Menschheit
Globale biophysikalische Grenzen definieren einen sicheren Handlungsraum für die Menschheit, in dem sich viele weitere Generationen nachhaltig entwickeln könnten, schlägt eine Gruppe von 28 international renommierten Wissenschaftlern vor. In der aktuellen Ausgabe des Wissenschaftsmagazins "Nature" haben die Forscher erstmals neun dieser Grenzen auf Grundlage des aktuellen Kenntnisstandes der Erdsystemforschung identifiziert. Sie einzuhalten wäre ein Ansatz, dem Klimawandel und anderen globalen Umweltrisiken des 21. Jahrhunderts zu begegnen, berichtet das Autorenteam. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/005931.html
:: 13. IWF und Weltbank ignorieren Gefahr einer neuen Schuldenkrise
Am Rande ihrer 22. Jahrestagung in Istanbul haben IWF und Weltbank eingeräumt, dass 14 Entwicklungsländer ein hohes Risiko von (erneuter) Überschuldung aufweisen. Weitere 22 Länder sind spürbar gefährdet ("Moderate Risk"). Die Antwort der Internationalen Finanzinstitutionen auf die damit drohende, neue Schuldenkrise besteht alleinig darin, neue Finanzmittel für die betroffenen Länder bereit zu stellen. Zu einem erheblichen Teil sollen diese Mittel wiederum in Form von Krediten gewährt werden. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/005952.html
:: 14. Iran: Schurke vom Dienst
Präsident Obama entschädigt sich für den gescheiterten Nahost-Gipfel mit Premier Netanyahu und Präsident Abbas durch die Forderung nach harten Sanktionen gegen Iran. Von Lutz Herden. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/005937.html
:: 15. Moskauer Misstrauen
Beim nächsten Treffen mit den iranischen Atom-Unterhändlern könnte die Sechsergruppe einheitlicher als je zuvor auftreten. Am Donnerstag wird sich der russische Vertreter in der Gruppe wohl recht deutlich äußern; das Moskauer Vertrauen in die Teheraner Führung scheint nämlich ernsthaft erschüttert zu sein. Dazu hat das briefliche Eingeständnis aus dem Iran beigetragen, dass es eine zweite bisher geheime Uran-Anreicherungsanlage gebe. Von Karl Grobe. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/005938.html
:: 16. Kein Krieg gegen Iran! Wichtige Fakten gegen den Krieg
Im Zusammenhang mit den Gesprächen zwischen Vertretern der fünf Vetomächte im Weltsicherheitsrates und Deutschlands mit iranischen Gesandten sollten sich Friedensaktivisten fünf grundsätzliche Fakten vor Augen halten.1. Es gibt absolut keinen Beweis dafür, dass der Iran versucht, Atomwaffen zu bauen. 2. Die USA haben keine "geheime Nuklearanlage" im Iran entdeckt. 3. Die aktuellen Raketentests (Langstreckenraketen) des Iran dienen nur der Verteidigung. 4. Trotz allem, was wir immer wieder hören: Präsident Mahmoud Ahmadinedschad leugnet den Holocaust nicht. 5. Der Iran besitzt Öl, sehr viel Öl. Von Phil Wilayto.
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/005947.html
:: 17. Das Drama und die Farce
Es hat keinen Sinn, zu vertuschen: in der ersten Runde des Wettkampfes zwischen Barack Obama und Binyamin Netanyahu ist Obama geschlagen worden. Obama forderte ein Einfrieren der Siedlungstätigkeit, einschließlich der in Ost-Jerusalem, als Vorbedingung für die Einberufung eines Dreier-Gipfeltreffens, in dessen Folge beschleunigte Friedensverhandlungen starten sollten, die zum Frieden zwischen zwei Staaten führen sollten - Israel und Palästina. In einem alten Sprichwort heißt es: eine Reise von tausend Meilen beginnt mit dem ersten Schritt. Netanyahu hat Obama beim ersten Schritt ein Bein gestellt. Der Präsident der Vereinigten Staaten ist gestolpert. Von Uri Avnery. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/005932.html
:: 18. Eine Geschichte des Verrats
Heute ist der 1196. Tag der Gefangenschaft des Soldaten Gilad Shalit. Ein Kriegsgefangener soll nicht in Gefangenschaft gelassen werden. Ein verwundeter Soldat soll nicht auf dem Schlachtfeld liegen gelassen werden. Der Staat unterzeichnet einen ungeschriebenen Vertrag mit jeder Person, die sich der Armee anschließt - und besonders mit jedem, der in einer Kampfeinheit dient.Das Verhalten der israelischen Regierung in diesen 1196 Tagen, der Politiker und Generäle, die für diese Untat verantwortlich sind, ist eine Verletzung dieses Vertrages, es ist eine Schande. Von Uri Avnery. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/005948.html
:: 19. Entspannung mit Fußangeln
Große Hoffnungen auf mehr Zusammenarbeit, Abrüstung, eine bessere Welt sind mit der UN-Vollversammlung verbunden. US-Präsident Obama sucht diese Stimmung zu nutzen, setzt anders als sein Vorgänger nicht auf Alleingänge, sondern auf Partner. Ohne diese, so sein nach Eingeständnis klingender Appell in der Antrittsrede vor den UN, wird kein Problem gelöst, kein Ziel erreicht. Kein Wunder, dass vom Zusammentreffen der Präsidenten Russlands und der USA besondere Signale der Entspannung erwartet werden. Von Karl Grobe. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/005930.html
:: 20. Das Atomtest-Domino
Die internationale Front der Atomwaffengegner wartet auf das Votum des US-Senats und will danach über weitere Schritte entscheiden. Werden Atomwaffentests dann verboten? Von Wolfgang Kötter. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/005949.html
:: 21. Präsident Zelaya zurück in Honduras: Eine mutige Aktion
Manuel Zelaya, der demokratisch gewählte Präsident Honduras, ist in sein Land zurückgekehrt - nachdem er am 28. Juni im Rahmen eines Militärputsches abgeschoben worden war. Zelaya tauchte am Montagmorgen unerwartet auf. Aus der Brasilianischen Botschaft in der honduranischen Hauptstadt Teguciglapa heraus verkündete er: Ich bin wieder da. Die Brasilianische Botschaft gewährt ihm Asyl. Die Obama-Administration könnte sich - endlich - genötigt sehen, sich der Meinung der Welt anzuschließen und sich entschieden gegen den Putsch zu stellen. Von Amy Goodman. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/005935.html
:: 22. Erinnerung verpflichtet: Das Gegenteil von Krieg ist Friedensdienst
Ein Wort zum 70. Jahrestag des Beginns des Zweiten Weltkriegs / Stellungnahme der Evangelische Arbeitsgemeinschaft zur Betreuung der Kriegsdienstverweigerer (EAK) Westfalen. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/005921.html
:: 23. Europas lange Heilung
Angela Merkel weiß und sagt, wer vor 70 Jahren den Krieg begonnen hat; sie weist aber auch auf die Vertreibung Deutscher hin. Lech Kaczynski sieht Polen durch den sowjetischen Einmarsch am 17. September 1939 tödlich getroffen. Wladimir Putin gesteht manche Untat des damaligen Diktators Stalin ein, hält dessen Strategie aber für grundsätzlich richtig. Drei Sprecher am Dienstag in Danzig, drei von einander verschiedene Wahrnehmungen. Zu einer Versöhnung der Ansichten konnte es bei diesem Anlass noch nicht reichen. Von Karl Grobe. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/005922.html
:: 24. Napalm am Morgen - Das Vietnamkino und die Kulturarbeit der Friedensbewegung
Angesichts des übermächtigen "massenkulturellen Krieges" brauchen wir mehr Kulturarbeit in der Friedensbewegung. Die Erinnerung speziell an Vietnam wäre ein wichtiges Thema. Einst ersann man in Washington, der UdSSR in Afghanistan ein "eigenes Vietnam" zu bereiten. Heute wird am Hindukusch wieder ein endloser Krieg geführt. Die dreiste Regierungspropaganda hierzulande, die Missachtung der Bevölkerungsmehrheit, die Komplizenschaft der allermeisten Medien, die Reaktivierung von "Heldentum", das Schicksal traumatisierter Bundeswehrsoldaten ... vieles erinnert auch bei uns an die Zeit des Vietnam-Krieges. Vielleicht wäre eine Losung "Raus aus Afghanistan-Vietnam!" gar nicht so verkehrt? Von Peter Bürger. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/005923.html
:: 25. Das System der gegenseitigen Abschreckung hat niemals wirklich funktioniert
Wolfgang Sternstein bezieht kritisch Stellung zu einem Artikel von Egon Bahr in der Süddeutschen Zeitung vom 16.8.2009. Eine wirksame Strategie zur Verhinderung der Weiterverbreitung von Atomwaffen verlange, Atomanlagen und Atomwaffen gemeinsam abzuschaffen, zumal es auf beiden Gebieten eine Fülle konstruktiver Alternativen gebe. Heute seien die Aussichten für die Rettung der Menschheit vor dem "nuklearen Holocaust" (General Butler) düster. Um die Katastrophe eines Atomkriegs abzuwenden, bedürfe es die entschiedene Anstrengung all derer, die die Gefahr erkannt haben, um das Ziel der nuklearen Abrüstung doch noch zu erreichen. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/005924.html
:: 26. Afghanistan: Eskalation an allen Fronten
Die zunehmende Brutalisierung des Kriegseinsatzes der Bundeswehr wird in den Massenmedien nicht kritisiert. Von Jürgen Wagner. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/005928.html
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II. Hinweise
:: Unterschreibe Offenen Brief: Nicht rütteln am Atomausstieg
Union und FDP haben die Bundestagswahl nicht wegen, sondern trotz ihrer Pläne zur Aufkündigung des Atomausstiegs gewonnen. Kündige Deinen Protest an, falls sie AKW-Laufzeiten verlängern wollen. Der offene Brief ist bereits als Anzeige in taz und Süddeutscher Zeitung erschienen, weitere Zeitungs-Anzeigen während der Koalitionsverhandlungen sind geplant. Unterzeichne jetzt den offenen Brief an Angela Merkel, Horst Seehofer und Guido Westerwelle! >>
http://www.ausgestrahlt.de/aktionen/unterschreiben.html oder http://www.atomkraft-abschalten.de/atom2/sn6/signer
:: E-Mail-Aktion: Herr Westerwelle, wir zählen auf Sie! - Atomwaffen abschaffen!
Die Versprechen waren vollmundig im Wahlkampf. Jetzt geht es darum, ob die Parteien aus ihrer Verantwortung gelassen oder aber an ihre Aussagen, mit denen sie Menschen auf ihre Seite zogen, erinnert werden. Gruppen der Friedensbewegung möchte den FDP-Vorsitzenden Guido Westerwelle für die Koalitionsverhandlungen zu einer neue Bundesregierung an seine Wahlversprechen hinsichtlich der letzten US-amerikanischen Atomwaffen in Deutschland erinnern. Unterstützen Sie die Forderung an Guido Westerwelle und die FDP, den Abzug der letzten US-amerikanischen Atomwaffen aus Deutschland verbindlich in den Koalitionsvertrag der neuen Bundesregierung aufzunehmen. Schicken Sie noch heute Ihre E-Mail an den Vorsitzenden der FDP. Je mehr Menschen sich an der Aktion beteiligen, umso größer sind die Chancen, unsere Forderung umzusetzen und damit einen wichtigen Schritt für die weltweite nukleare Abrüstung zu leisten. >>
https://www.frieden-mitmachen.de/27/herr_westerwelle,_wir_zaehlen_auf_sie
:: E-Mail-Aktion: Wehrpflicht aussetzen!
Die neuen Regierungsparteien sind bei der Wehrpflicht unterschiedlicher Meinung. CDU und CSU wollen an ihr festhalten, die FDP will sie aussetzen. Wir bitten Sie, die FDP aufzufordern, bei der Aussetzung der Wehrpflicht nicht klein beizugeben und von CDU und CSU zu fordern, sich nicht länger einem Ausstieg aus der Wehrpflicht zu verweigern. Die Verhandlungsdelegationen sollen merken: Viele wollen aus der Wehrpflicht aussteigen. Bitte klicken Sie hier und beteiligen sich >>
www.zentralstelle-kdv.de/z.php?ID=332
:: Weltweiter Aktionstag gegen Armut
Vom 16. bis 18. Oktober ist es wieder soweit: Am weltweiten Aktionstag "Stand Up" stehen Millionen von Menschen symbolisch gegen Armut und für die UN-Millenniumsziele auf. Jeder kann ganz einfach mitmachen: Zu Hause, in der Uni, im Sportverein oder auf dem Markplatz. TAKE ACTION - Zeigt Euren Abgeordneten, dass Ihr Einsatz für die Ziele erwartet. Zeigt Euren Abgeordneten, dass Ihr Einsatz für die Ziele erwartet. Da der STAND UP kurz nach der Bundestagswahl stattfindet, liegt der Fokus darauf, die Millenniumsziele in den Koalitionsvertrag zu bringen und die neu gewählten Abgeordneten aufzufordern, sich für die Ziele einzusetzen. Mehr >>
http://stell-dich-gegen-armut.de
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III. Veranstaltungstermine
:: Seit 02.10.2009 - Weltweiter Marsch für Frieden und Gewaltfreiheit
Am 2. Oktober 2009, dem Geburtstag Gandhis, dem von der UNO erklärten "Internationalen Tag der Gewaltfreiheit", hat ein weltweiter Marsch in Neuseeland begonnen. Er endet am 2. Januar 2010 in den Gebirgsketten der Anden, beim Aconcagua, im Punta de Vacas Park, Argentinien. In 90 Tagen wird der Marsch mehr als 90 Länder und 100 Städte auf den fünf Kontinenten bereisen. Er wird eine Strecke von 160.000 km zurücklegen. Einige Strecken werden über Wasser und per Flugzeug zurückgelegt. Die längsten Etappen werden die in Amerika und in Asien sein, beide dauern fast einen Monat. Ein dauerhaftes Basisteam, zusammengesetzt aus ca. 100 Leuten verschiedener Nationalitäten wird die gesamte Strecke zurücklegen. Unterstützungsunterschriften für den Weltweiten Marsch und die Ablehnung von jeder Form von Gewalt sind erwünscht. Mehr >>
http://www.weltweitermarsch.de/
:: 07.10.2009- 20.15 Uhr im Theaterhaus in Stuttgart: Jutta Ditfurth: Zum 75. Geburtstag von Ulrike Meinhof: Szenische Lesung - Ermittlungen über Ulrike Meinhof
"Hätte Ulrike Meinhof nur mehr mit mir getanzt, sie hätte nie zu Bomben gegriffen", sagte Günter Grass, Spezialist für deutsche Geschichte. Schlichte Geschichte? Die Mythen über Meinhof speisen sich v.a. aus vier trüben, interessengeleiteten Quellen: den Behauptungen ihrer Pflegemutter Renate Riemeck, ihres Ex-Ehemanns Klaus Rainer Röhl, des Bundeskriminalamts und des Autors Stefan Aust. Von ihnen schrieben die meisten anderen Autoren ab. War Ulrike Meinhof tatsächlich eine "privilegierte Publizistin" aus "antifaschistischer Familie", eine verwirrte Bürgerin, die sich, ansonsten völlig grundlos, mit einem tollpatschigen Sprung aus dem Fenster dem "Terrorismus" anschloss, zur Furie wurde, weil ihr Ehemann sie betrog und sie Andreas Baader hörig war? Jutta Ditfurth hat sechs Jahre über Ulrike Meinhof geforscht, hunderte von Zeitzeugen interviewt. Sie knackt die Mythen sowie die Interessen hinter ihnen. Anlässlich des 75. Geburtstages erzählt über Ulrike Meinhof" mit Bildern und
Fundstücken aus ihrem Archiv. >>
http://www.theaterhaus.com
:: 13.-16.10.2009 - Grafeneck nach Stuttgart: 70 Jahre nach den NS-"Euthanasiemorden": "Spur der Erinnerung"
Mit einer "Spur der Erinnerung" in Form einer auf den Boden gemalten violetten Farbspur von Grafeneck auf der Schwäbischen Alb zum Innenministerium in Stuttgart soll an die Beteiligung der öffentlichen Verwaltung als Vertreter des NS-Staates bei den Kranken- und Behindertenmorden erinnert werden. Es ist dann 70 Jahre her, dass mit der Beschlagnahme des damaligen Behindertenheims Grafeneck der evangelischen Samariterstiftung die Voraussetzungen für die "Vernichtung lebensunwerten Lebens" geschaffen wurden: Nach Feststellung des Schwurgerichtes Tübingen wurden von Januar bis Dezember 1940 mindestens 10.654 Menschen in Grafeneck ermordet - ein Zivilisationsbruch in Deutschland, der nur den Anfang eines weltweit einzigartigen Rückfalls in die Barbarei markiert. Vom 13. bis 16. Oktober 2009 werden zahlreiche Hände unterschiedlichster TeilnehmerInnen einen "Gedankenstrich" von Grafeneck bis Stuttgart malen - und damit unterstreichen, dass alle Menschen das gleiche Recht auf Leben h
aben. Die "Spur der Erinnerung" ist ein Gemeinschaftsprojekt der "Initiative Stolpersteine für Stuttgart", Arbeitskreis "Euthanasie" und der "AnStifter, InterCulturelle Initiativen e.V." Lebenshaus Schwäbische Alb gehört dem ideellen Unterstützerkreis für diese beispielhafte Initiative an. Als Verein mit Sitz auf der Schwäbischen Alb sind uns schon seit langen Jahren die Verbrechen durch die Euthanasiemorde in Grafeneck ein Anliegen. Seit 1991 sind wir deshalb an einer jährlichen Mahnwache für die Opfer der Euthanasie an der Gedenkstätte der Mariaberger Heime maßgeblich beteiligt. Ausführliche Infos zur "Spur der Erinnerung" und zahlreichen Veranstaltungen >>
http://www.spur-der-erinnerung.de
:: 30.10.2009 - 19.00 Uhr, Evang. Stadtakademie München (Saal 2-3): Vorrang Zivil!
Podiumsdiskussion mit Ute Finckh-Krämer, Irmgard Heilberger, Barbara Lochbihler, Rainer Stinner . Alle Welt spricht von einem Vorrang für zivil. Aber wie zivil ist die Außenpolitik der Bundesrepublik und der Europäischen Union? Militärische Kapazitäten werden immer stärker ausgebaut, doch was ist mit den Möglichkeiten ziviler Konfliktbearbeitung? Welche Strukturen gibt es in diesem Bereich? Was können EU und Bundesrepublik hierbei voneinander lernen? Was könnten die nächsten Schritte in diesem Prozess sein? Diesen und weiteren Fragen möchten wir uns im Rahmen der Veranstaltung "Vorrang zivil!" widmen. VA: Bund für Soziale Verteidigung und Internationale Frauenliga für Frieden und Freiheit. Mehr >>
http://www.wilpf.de
:: 08.-18.11.2009 - bundesweite Ökumenische FriedensDekade: "Mauern überwinden"
Die diesjährige Ökumenische Friedensdekade wird wieder getragen vom Gesprächsforum "Ökumenische Friedensdekade", in dem die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Deutschland (ACK) und viele Friedensgruppen zusammenarbeiten. Als Motto wurde für dieses Jahr gewählt: "Mauern überwinden". Seit Anfang der 80er Jahre greifen Kirchengemeinden und Aktionsgruppen im Rahmen der Ökumenischen FriedensDekade das Friedensthema auf, immer in den zehn Tagen vor dem Buß- und Bettag im November. Infos zur bundesweiten Ökumenischen FriedensDekade finden sich unter >> http://www.friedensdekade.de .
Eine Terminübersicht mit den Veranstaltungen der Ökumenischen FriedensDekade findet sich bei Netzwerk Friedenskooperative unter >> http://www.friedenskooperative.de/termine/dekade09.htm
:: 09. - 11.11.2009 - Evang. Akademie Bad Boll: Friedenspolitik aus Europa. Neugewählt, innovativ und zivil?
Hat der Ausbau der Zivilen Konfliktbearbeitung Vorrang vor militärischen Ansätzen? Das von der EU-Kommission initiierte Projekt "EU Peace Building Partnership" will die Forderung nach einer europäischen Struktur für die Zivile Konfliktbearbeitung umsetzen. Was gibt es bisher, was ist notwendig, was ist geplant? Wie werden die Nicht-EU-Länder Europas beteiligt? Eine gemeinsame Veranstaltung des Instituts für Auslandsbeziehungen e. V. (ifa) und der Evangelischen Akademie Bad Boll. >>
http://www.ev-akademie-boll.de/index.php?id=142&tagungsid=431309
:: 11.11.2009 - 19.30 Uhr im Bonhoeffer-Haus, Karlsruhe: Mauern und Krieg für die Reichen - gibt es Alternativen ?
Vortrags- und Diskussionsveranstaltung mit Prof. Dr. Ulrich Duchrow, Heidelberg. Die gegenwärtigen Krisen sind Ausdruck einer fundamentalen Krise der westlichen Zivilisation, die auf dem Bild des Menschen als "Herrn und Besitzer der Natur" und damit dem konkurrenzgetriebenen Individuum im Markt aufbaut. Dieses benutzt strukturelle, direkte und kulturelle Gewalt zur Reichtumsvermehrung und Machterweiterung. Zur Überwindung der Krise bedarf es deshalb gleichzeitig alternativer wirtschaftlicher, politischer und kultureller Institutionen und Strukturen wie auch menschlicher Verhaltensweisen. Dazu gibt es viele grundsätzliche Ansätze in Glaubensgemeinschaften, sozialen Bewegungen und auch Wissenschaften, aber ebenso eine wachsende Zahl von gelungenen praktischen Experimenten. Sie lassen sich zusammenfassen in der ökumenischen Vision: Leben in Gerechtigkeit und Frieden. VA: Deutsche Friedensgesellschaft - Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen (DFG-VK), Arbeitsstelle Frieden (Evang. La
ndeskirche Baden), Evang. Studierendengemeinde Karlsruhe, Forum für gesellschaftlichen Frieden, Frauen für Frieden, Friedensbündnis Karlsruhe, Versöhnungsbund, Werkstatt für Gewaltfreie Aktion Baden. Kontakt : Sonnhild und Ulli Thiel, suthiel@t-online.de
--
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