Date: April 15th 2009
==== Lebenshaus-Newsletter ===============================================
Liebe Freundinnen und Freunde,
da sind wir am 4. April nach Kehl gefahren in der Absicht, einen friedlichen Ostermarsch und eine Internationale Demonstration gegen die aggressive NATO-Politik zu machen. Es waren offensichtlich rund 30.000 Menschen, die links und rechts des Rheins demonstrieren wollten. Menschen, die sich durch ein martialisches Polizeiaufgebot und Schikanen von Behörden sowohl in Frankreich wie in Deutschland nicht von der Wahrnehmung ihrer demokratischen Grundrechte abhalten ließen. Weit gekommen sind wir an diesem Tag nicht, denn die Polizei stoppte uns bereits nach einigen hundert Metern und ließ uns auch nach Stunden des Wartens nicht über den Rhein. Natürlich rief das ein großes Frustgefühl hervor. Teilweise auch die Befürchtung, es könnte zu gewalttätigen Auseinandersetzungen kommen, zumal es auch unter den Teilnehmerinnen und Teilnehmern der Demonstration welche gab, die sich mit nicht gerade gewaltfreien Parolen gegen die Polizei hervortaten.
Aufgeworfen worden sind an diesem Tag viele Fragen. Zum Beispiel: Wie gehen wir damit um, wenn uns durch die Staatsgewalt unser Demonstrationsrecht beschnitten wird? Wer bestimmt, ob und wo wir demonstrieren dürfen? Was tun wir, wenn auch unter den Demonstranten welche sind, denen es alles andere als um Gewaltfreiheit geht? Ist es nicht absehbar, dass gerade Demonstrationen bei solchen Gipfeltreffen nicht nur Gewaltfreie anziehen und ist das dann überhaupt das richtige Demonstrationsereignis für Menschen, denen es um konsequent gewaltfreies Handeln geht? Diesen Fragen ließen sich noch eine Reihe weiterer anschließen. Offensichtlich werden nun in vielen beteiligten Organisationen die gemachten Erfahrungen ausgewertet. Und das ist gut so. In diesem Newsletter wird auf verschiedene Artikel hingewiesen, die sich mit dem NATO-Gipfel 2009 und den Protestaktionen beschäftigen.
Mahatma Gandhi hatte die geniale Erkenntnis, an der wir uns aufschließen bzw. an der wir festhalten sollten, dass der Weg zum Frieden und das Ziel Frieden in einem unauflöslichen Zusammenhang stehen.
"Dein Glaube, es gäbe keine Verbindung zwischen
Zweck und Mittel, ist ein großer Fehler,
den sogar diejenigen begangen haben,
von denen angenommen wird, sie seien religiös.
Deine Annahme ist dasselbe, wie zu sagen,
dass wir eine Rose bekommen können,
indem wir ein schädliches Unkraut pflanzen."
(Mahatma Gandhi - entnommen aus:
Frieden stiften - jeden Tag. 365 Gedanken und Anstöße)
Shalom Salam Pace
Euer / Ihr Michael Schmid
-----------------------------------------------
Inhaltsübersicht
----------------
I. Artikel
:: 01. NATO-Gipfel auf Kosten der Grundrechte
:: 02. NATO-Gipfel: "Wenn Sie gleich noch auf der Brücke stehen, machen wir Sie platt!"
:: 03. NATO-Gipfel: Der Protest gegen die NATO ist legitim, gerechtfertigt und notwendig!
:: 04. "Highlights" des NATO-Gipfels - Effektivierung von Krieg und Besatzung und Kollisionskurs mit Russland
:: 05. Ostermärsche fordern die Politik
:: 06. Interview mit Noam Chomsky über die Nato, Afghanistan und Obamas Rolle in Israel-Palästina (Teil I)
:: 07. Obamas Prager Signal
:: 08. Ein atomwaffenfreies Deutschland?
:: 09. Die US-Abrüsterin: Rose Gottemoeller wird Chefunterhändlerin für die atomare Abrüstung mit Moskau
:: 10. Atomwaffenfreiheit für Asien
:: 11. Gewaltfrei und demokratisch. Herkunft und Zukunft des Bundes für Soziale Verteidigung
:: 12. Pflicht zum Widerstand
:: 13. Traumfragen an Medwedew
:: 14. Menschenrechtsverletzungen im Gaza-Krieg bestätigt - Forderung nach EU-Unterstützung für internationale Untersuchung
:: 15. Einreiseverbot nach Kanada wegen Hilfslieferungen nach Gaza
:: 16. Wer ist der Boss?
:: 17. Beseitigte Gerechtigkeit
:: 18. Reuven Moskovitz zu Karfreitag 2009: Lauter Aufschrei erforderlich gegen kriegssüchtige Politik Israels
:: 19. "Ruhe erfüllte den Müden..."
:: 20. Den Kreislauf der Gewalt beenden
:: 21. Gewaltfreiheit im Irak auf dem Vormarsch - Irakischer Aktivist auf Rundreise durch Deutschland
:: 22. Nie wieder Völkermord! pax christi erinnert an die Toten von Ruanda 1994
:: 23. Abgewrackt: Wegwerfgesellschaft in Potenz
II. Hinweise
III. Veranstaltungstermine
========================
I. Artikel
:: 01. NATO-Gipfel auf Kosten der Grundrechte
Die NATO hat sich nach Ansicht des Netzwerks Friedenskooperative durch die Verletzung der Grundrechte beim Gipfel als angebliches Wertebündnis für Frieden, Freiheit und Demokratie erneut diskreditiert. "Die Gastgeber des NATO-Gipfels präsentierten sich als Polizeistaaten, die das Demonstrationsrecht systematisch aushebeln", erklärt Netzwerk-Geschäftsführer Manfred Stenner. Die Friedenskooperative führt auch die Ausschreitungen militanter Demonstranten zu einem großen Teil auf die repressive Vorgehensweise bereits seit der Planungsphase zurück. Auf Kritik stoßen ebenfalls die Gipfel-Beschlüsse, die als friedenspolitisch fatal eingeschätzt werden. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/005661.html
:: 02. NATO-Gipfel: "Wenn Sie gleich noch auf der Brücke stehen, machen wir Sie platt!"
Ganz offenkundig war es die Planung der Gastgeberstaaten, massenhaften Protest gegen den NATO-Gipfel nicht zuzulassen. Insbesondere sollte es wohl keine Großdemonstration in Strasbourg geben. Dennoch wollten am Samstag Zehntausende gegen den NATO-Gipfel protestieren. Die Bilder und Schlagzeilen der Medien wurden dann allerdings von brennenden Gebäuden und weithin sichtbaren Rauchsäulen beherrscht. Ein Augenzeuge, der in der Region Straßburg war, um sich dem Protest gegen die NATO anzuschließen, berichtet. Von Wolfgang Strasser. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/005662.html
:: 03. NATO-Gipfel: Der Protest gegen die NATO ist legitim, gerechtfertigt und notwendig!
Monty Schädel (DFG-VK) und Reiner Braun (IALANA) waren Mitglieder der Internationalen und nationalen Vorbereitungskomitees der Anti-NATO-Proteste 2009. In einem Schreiben vom 07.04.2009 wenden sie sich an die Friedensbewegung. Darin geben sie einige ihrer Eindrücke und Einschätzungen von den Anti-NATO-Protesten wieder. Die Polizei und die Staatsmacht beider Seiten gehörten auf die Anklagebank: Verstoß gegen die Verfassungen der Bundesrepublik Deutschland und der Republik Frankreichs sei der schwerwiegende, aber auch zigfach zu belegende Anklagepunkt. Die Friedensbewegung könne auch und gerade nach Straßburg ihre Aktivitäten mutig und selbstbewusst fortsetzen. Die Zeit für die NATO sei abgelaufen. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/005669.html
:: 04. "Highlights" des NATO-Gipfels - Effektivierung von Krieg und Besatzung und Kollisionskurs mit Russland
Angesichts der wichtigen Beschäftigung mit der französischen und deutschen Polizeistrategie, die offensichtlich auf eine bewusste Eskalation der Situation hinarbeitete, um die Proteste gegen den NATO-Gipfel in Straßburg zu zerschlagen, droht die inhaltliche Aufarbeitung des Gipfels ein wenig unterzugehen. Eine erste vorläufige Analyse der Kernelemente ergibt, dass auf dem NATO-Gipfel der Eskalationskurs des Bündnisses konsequent fortgesetzt wurde. Sämtliche Entscheidungen deuten auf eine Intensivierung des Kriegskurses hin. Allein schon deshalb wird man sich auch in Zukunft weiter kritisch mit der NATO auseinandersetzen müssen. Von Jürgen Wagner. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/005671.html
:: 05. Ostermärsche fordern die Politik
Das Netzwerk Friedenskooperative zieht eine ausgesprochen positive Bilanz der diesjährigen Ostermärsche und reklamiert mehr Beachtung des Engagements sozialer Bewegungen durch die Politik. Die Ostermarschbewegung habe eindrucksvoll ihre Lebendigkeit gezeigt und sei anders als die Regierungspolitik auf der Höhe der Zeit - nicht nur bei der durch Präsident Obama neu belebten Diskussion zur Vision einer atomwaffenfreien Welt. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/005681.html
:: 06. Interview mit Noam Chomsky über die Nato, Afghanistan und Obamas Rolle in Israel-Palästina (Teil I)
Zum Thema Afghanistan, NATO und die Situation der US-amerikanischen Wirtschaft und der militärischen Macht in der Welt heute interviewt Amy Goodman in Democracy Now! den wohl scharfsinnigsten und wichtigsten Intellektuellen unserer Zeit: Noam Chomsky - Linguist, Philosoph, Gesellschaftskritiker, politischer Kritiker. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/005677.html
:: 07. Obamas Prager Signal
Die Tür zur atomwaffenfreien Welt ist aufgestoßen. Der Weg muss mit neuen Regeln gepflastert werden. Nordkoreas Verstoß zeigt, wie nötig das ist. Von Karl Grobe. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/005663.html
:: 08. Ein atomwaffenfreies Deutschland?
US-Präsidenten Barack Obama erntet für seine Vision einer atomwaffenfreien Welt weithin Lob, darunter auch von Regierungen, die Nuklearwaffen noch bis vor kurzem für unverzichtbar hielten. Ihre Bürgerinnen und Bürger sind da zumeist skeptischer. Die Botschaft hören sie wohl allein es fehlt der Glaube. Sie verstehen die Atomwaffenfreiheit eher als einen schönen aber unwirklichen Blütentraum, der kaum reifen wird. Ihnen kann schnell geholfen und das Vertrauen in die Machbarkeit nuklearer Abrüstung gestärkt werden. Dazu muss man nicht in die Ferne schweifen, sondern kann durchaus im eigenen Land bleiben und erst einmal hier die Relikte des Kalten Krieges beseitigen. Der Abzug der US-amerikanischen Nuklearwaffen könnte ein Schritt zur atomwaffenfreien Welt sein. Von Wolfgang Kötter. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/005672.html
:: 09. Die US-Abrüsterin: Rose Gottemoeller wird Chefunterhändlerin für die atomare Abrüstung mit Moskau
Die USA und Russland wollen sofort Verhandlungen über ein "neues, umfassendes und rechtlich verbindliches" Abrüstungsabkommen aufnehmen, das "ein Rekordmaß an Reduzierung" beinhaltet. Es soll ein wichtiger Schritt auf das Ziel einer atomwaffenfreien Welt hin werden. Doch die Meinungsunterschiede über ein Nachfolgeabkommen des am Jahresende auslaufenden START-Vertrages über die Reduzierung der strategischen Offensivwaffen sind erheblich, viel wird darum von der Kompetenz und dem Verhandlungsgeschick der Diplomatie abhängen. Auf US-amerikanischer Seite tritt Dr. Rose Eilene Gottemoeller an, die als Spezialistin für atomare und Verteidigungsfragen Russlands und der Ex-Sowjetrepubliken gilt. Von Wolfgang Kötter. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/005664.html
:: 10. Atomwaffenfreiheit für Asien
Wenn jetzt wieder über eine atomwaffenfreie Welt debattiert wird, sollte nicht vergessen werden, dass weite Regionen dieser Erde bereits von Kernwaffen befreit sind. Von Wolfgang Kötter. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/005680.html
:: 11. Gewaltfrei und demokratisch. Herkunft und Zukunft des Bundes für Soziale Verteidigung
Der Bund für Soziale Verteidigung (BSV) hat im März sein 20jähriges Bestehen gefeiert. Gegründet wurde er, um als pazifistischer Dachverband im Ringen um ein gewaltfreies Konzept der Sicherheitspolitik für möglichst viele der gewaltfreien Gruppen in der Friedensbewegung sprechen zu können. Theodor Ebert hält in seinem Festvortrag einen kritischen Rückblick. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/005673.html
:: 12. Pflicht zum Widerstand
US-Army Sergeant Selena Coppa, 26, stationiert in Wiesbaden, leistet Antikriegsarbeit unter sehr schwierigeren Bedingungen. Jetzt wird gegen sie ermittelt. Von Elsa Rassbach. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/005678.html
:: 13. Traumfragen an Medwedew
Was ist eigentlich mit Tschetschenien? Und wer stellt die Killer für die Feinde des Moskau-Mannes Kadyrow? Von Karl Grobe. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/005666.html
:: 14. Menschenrechtsverletzungen im Gaza-Krieg bestätigt - Forderung nach EU-Unterstützung für internationale Untersuchung
Eine unabhängige ärztliche Untersuchungskommission hat Verletzungen des humanitären Völkerrechts und der Menschenrechte während der israelischen Offensive im Gaza-Streifen bestätigt. Gemeinsam mit seinen israelischen und palästinensischen Partnerorganisationen PHR-Israel und PMRS fordert medico international deshalb die Unterstützung der Europäischen Union für eine internationale Untersuchungskommission zur Aufklärung von Verletzungen des humanitären Völkerrechts und der Menschenrechte während der israelischen Offensive im Gaza-Streifen. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/005667.html
:: 15. Einreiseverbot nach Kanada wegen Hilfslieferungen nach Gaza
George Galloway, ein britischer Abgeordneter, der in Schottland geboren wurde, schäumte, weil Kanadas Minister für Immigration James Kennedy ihn nicht nach Kanada einreisen lassen will, um dort zu sprechen. Galloway sei in "Terrorismus" verwickelt. Von Robert Fisk. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/005659.html
:: 16. Wer ist der Boss?
Schon am ersten Tag der neuen Regierung klarte der Nebel auf und enthüllte: es ist eine Lieberman-Regierung. Der Tag begann mit einer Feier im Amt des Präsidenten. Alle Mitglieder der aufgeblähten Regierung - dreißig Minister und acht stellvertretende Minister - posierten in ihren besten Anzügen für ein Gruppenfoto. Netanyahu las eine Rede ab, die jeder Inspiration entbehrte und die die abgedroschenen Klischees mit einschloss, die nötig sind, um die Welt zu beruhigen: Die Regierung ist dem Frieden verpflichtet, sie will mit der palästinensischen Behörde verhandeln bla-bla-bla. Von Uri Avnery. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/005660.html
:: 17. Beseitigte Gerechtigkeit
Jeder, der sich sorgenvolle Gedanken um die Rechtsstaatlichkeit und das moralische Image Israels macht und beunruhigt ist, dass seine Soldaten im Gaza-Krieg Kriegsverbrechen begangen haben, kann nun erleichtert aufatmen. Der militärische Generalanwalt Brigade-General Avichai Mendelblit gab die Order, die Untersuchung der Aussagen der Soldaten über ihre Erfahrungen in der Operation Cast Lead einzustellen. Eine Blitzoperation unmittelbarer Justiz beerdigte eine Geschichte, die die Welt erschütterte. Es gab keine wirkliche Untersuchung - der Fall wurde sofort ad acta gelegt. Von Gideon Levy. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/005670.html
:: 18. Reuven Moskovitz zu Karfreitag 2009: Lauter Aufschrei erforderlich gegen kriegssüchtige Politik Israels
Vor 2000 Jahren hat man den Gerechtigkeits- und Friedensfürsten gekreuzigt, nur weil er hat sich gegen Hass, Armut, Gewalt und Heuchelei auflehnte.. Heutzutage kreuzigen, meine Machthaber aus Jerusalem zu meiner Schande und Scham den Frieden und die Gerechtigkeit. Brief zu Karfreitag 2009 von Reuven Moskovitz.
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/005674.html
:: 19. "Ruhe erfüllte den Müden..."
Die Pesach-Woche ist eine Zeit der Ausflüge. Nachrichtenprogramme im Radio und Fernsehen beginnen mit Worten wie: " Die Massen des Hauses Israel verbrachten den Tag in den Nationalparks...". Es ist ein Fest für Heimatlieder. Im Fernsehen sieht man Gruppen weißhaariger alter Leute, die umringt von ihren Kindern und Enkelkindern wehmütig die Lieder ihrer Jugend singen, Worte, die sie auswendig können. Von Uri Avnery >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/005676.html
:: 20. Den Kreislauf der Gewalt beenden
Wenn man die aktuellen Bilder aus dem Gazastreifen sieht, wird man es nicht für möglich halten, und doch gibt es ihn: den gewaltfreien Widerstand gegen die nun schon über 40 Jahre währende Besatzung der palästinensischen Gebiete.Darauf aufmerksam macht das von Sebastian Kalicha herausgegebene Buch Barrieren durchbrechen!, das im Verlag Graswurzelrevolution erschienen ist. Auf 277 Seiten sind Beiträge israelischer, palästinensischer und internationaler AktivistInnen versammelt, die den Israel-Palästina-Konflikt von gewaltfreien, antimilitaristischen und libertären Standpunkten aus betrachten und beurteilen. Das Besondere dabei ist, dass ihre gewaltfreien Initiativen nicht losgelöst voneinander handeln. Es gibt ein kleines, aber dichtes Netzwerk von palästinensischen und israelischen AktivistInnen, die seit einigen Jahren gemeinsam den strikt gewaltfreien Aufstand gegen die israelische Besatzung proben. Von Robert Krieg. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/005682.html
:: 21. Gewaltfreiheit im Irak auf dem Vormarsch - Irakischer Aktivist auf Rundreise durch Deutschland
Vor drei Jahren gründeten 16 Personen das irakische Netzwerk "La Onf" (keine Gewalt). Jetzt beteiligten sich schon 180 Organisationen und 300 Aktivisten aus allen irakischen Provinzen an der dritten Woche der Gewaltfreiheit. Diese gute Nachricht brachte Haider Jaseb Al-Behadili den Besucherinnen und Besuchern einer vom Bund für Soziale Verteidigung organisierten Veranstaltungsreihe. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/005665.html
:: 22. Nie wieder Völkermord! pax christi erinnert an die Toten von Ruanda 1994
In diesen Tagen jährt sich zum fünfzehnten Mal der Beginn eine der ganz großen menschenrechtlichen Katastrophen des 20. Jahrhunderts, der Völkermord in Ruanda 1994. Vermutlich rund 800.000 Tutsis und gemäßigte Hutus fielen diesem kaum vorstellbaren Ausbruch von Grausamkeit zum Opfer. Dieser Völkermord ist auch ein warnendes Beispiel für das Scheitern einer UN-Blauhelmmission. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/005668.html
:: 23. Abgewrackt: Wegwerfgesellschaft in Potenz
Mit der auf fünf Milliarden Euro aufgestockten Abwrackprämie hat sich die Bundesregierung ein teures Wahlgeschenk für mittelmäßig verdienende Autoliebhaber ausgedacht. Von Robert Kurz. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/005675.html
========================
II. Hinweise
:: Bombodrom: Kampagne gegen Bombenabwurfplatz gestartet
In Kyritz-Ruppiner Heide nordwestlich von Berlin will die Bundeswehr den größten Bombenabwurfplatz Europas in Betrieb nehmen - das Bombodrom. Geübt werden soll der Abwurf ungelenkter Bomben, deren Einsatz im Kriegsfall zahlreiche Tote und Verletzte in der Zivilbevölkerung fordert. Ende März hat das Oberverwaltungsgericht die Betriebserlaubnis für das Bombodrom verworfen. Die Bundesregierung muss jetzt neu entscheiden, ob sie das Projekt zu den Akten legt. Im Wahljahr 2009 wird dies auch vom öffentlichen Druck abhängen. Deswegen hat campact.de einen Appell gestartet, der Verteidigungsminister Jung und Außenminister Steinmeier auffordert, die Inbetriebnahme des Bombodroms zu stoppen. Mehr >>
https://www.campact.de/bomb/sn1/signer
:: Dom Luiz Besuch in Deutschland/Österreich
Als er vor ca. zwei Jahren zusammen mit Sozialbewegungen Brasiliens in den Hungerstreik trat, um auf die Lügen und Ungerechtigkeiten über die Ableitung des Flusses São Francisco aufmerksam zu machen, haben alle Nachrichtenmedien Brasiliens diese Nachricht übertragen. Sogar die internationale Öffentlichkeit - auch in Deutschland - hat wahrgenommen, dass er gewaltlos mit der betroffenen Bevölkerung gegen die Verlegung und Vereinnahmung ihrer wichtigsten Lebensgrundlage, des Rio Sao Francisco, kämpft. Für Bischof Cappio ist der Strom zum Symbol für einen Planeten mit vergifteten Flüssen, verwüsteten Wäldern, dominiert von Monokulturen und zerstörter Biodiversität geworden. Ein breites Solidaritätsbündnis von Gruppen und Organisationen im deutschen Sprachraum freut sich auf den Besuch des Bischofs Dom Luiz Flavio Cappio OFM im Mai 2009. Alle Termine und Infos stehen auf der eigens für diesen Besuch eingerichtete Homepage >> http://www.saofrancisco-2009.net
:: Attac-Basistexte zur Krise erschienen! Taschenbücher für die globalisierungskritische Grundbildung
In der Buchreihe von Attac für knackige globalisierungskritische Einführungen in umkämpfte Politikfelder sind gleich zwei Titel erschienen, die sich mit der aktuellen Krise und ihren Auswirkungen beschäftigen. Der Band "Entwaffnet die Märkte" (Basistext 32) erläutert die Ursprünge und Tragweite des Finanzcrashs und das Zusammenspiel mit weiteren Krisendynamiken. Eine davon sind die absehbar verschärften Angriffe auf den Sozialstaat, womit sich der Basistext 33 "Sozialstaat oder: Globale Soziale Rechte?" auseinandersetzt. Die Basistexte haben ein handliches Format mit 96 Seiten, kosten je 6,50 Euro und können im Attac Webshop bestellt werden. Übersicht Basistexte >>
http://www.attac-netzwerk.de/index.php?id=321
========================
III. Veranstaltungstermine
:: 20.04.2009 - 20.00 Uhr in der Ulmer Volkshochschule: Euthanasie: Krankenmorde in Süddeutschland. Das Beispiel der ehemaligen Heil- und Pflegeanstalt Zwiefalten
Vortrag und Diskussion mit Bodo Rüdenburg. Eintritt frei, um Spenden für den Zug der Erinnerung wird gebeten. VA: Ulmer Ärzteinitiative und Ulmer Volkshochschule. Diese Veranstaltung findet im Rahmen des Ulmer Kultur-Programms zur Ausstellung im Zug der Erinnerung statt (http://www.zug-der-erinnerung.eu), der vom Montag, den 20.4. bis Mittwoch 22.4.09 auf dem Ulmer Hauptbahnhof auf Gleis 28. Dieser Zug fährt durch Deutschland auf den Spuren vieler zehntausender Kinder, die in der NS-Zeit durch zivile Kommandos der Staatspolizei aus den Wohnungen und Schulen geholt worden waren. Die Kinder wurden dann auf die Bahnhöfe (auch auf den Ulmer Hauptbahnhof) getrieben und mit Waggons der "Deutschen Reichsbahn" in Vernichtungslager "verfrachtet". Mehr >>
http://www.ippnw-ulm.de/
:: 21.04.2009 - 20.00 Uhr im OBSCURA KINO ULM: Film: Auf Wiedersehen Kinder - AU REVOIR ENFANTS
Regie und Buch von Lois Malle. Der Film spielt in der Zeit von 1944 und beschreibt den Alltag von zwei befreundeten 12-jährigen Jungen in einem französischen Internat, in dem auch jüdische Kinder unter falschen Namen lebten, um sie vor der Verfolgung der Nationalsozialisten zu schützen. Die Geschichte basiert auf Kindheitserinnerungen des Regisseurs Louis Malle. Nach dem Film: Diskussion mit Hans Rüdiger Minow, Publizist, Regisseur und Hauptorganisator des Zuges der Erinnerung (angefragt). Die Eintrittspreise gehen zu 50% als Spende an den Zug der Erinnerung. VA: CHAMEO Filmtheater-Betriebe.
:: 23.04.2009 - 20.00 Uhr in Günzburg, Gasthof zur Rose: Die aktuelle Kinderkrebsstudie
Vortrag und Diskussion mit Reinhold Thiel. Kleinkinder unter 5 Jahren, die näher an deutschen Atomkraftwerken wohnen, erkranken häufiger an Krebs und an Leukämie als Kleinkinder, die weiter von Atomkraftwerken entfernt wohnen. Dies ergab die vom Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) in Auftrag gegebene "Epidemiologische Studie zu Kinderkrebs in der Umgebung von Kernkraftwerken" (KiKK-Studie), die im Dezember 2007 veröffentlicht worden ist. Der Referent, Reinhold Thiel, Facharzt für Allgemeinmedizin, Sprecher der Ulmer Ärzteinitiative und Vorstand der IPPNW, Deutsche Sektion der Internationale Ärzte zur Verhütung des Atomkriegs, Ärzte in sozialer Verantwortung e.V., wird die Studie in allgemeinverständlicher Form vorstellen und berichten, welche Konsequenzen in der Zwischenzeit aus den Studienergebnissen (bisher nicht) gezogen worden sind. Eintritt frei. VA: Günzburger Bürgerliste (GBL)
:: 24.-26.04.2009 - TU Berlin: McPlanet.com 2009: Game Over. Neustart! Der Bewegungskongress an der Schnittstelle von Umwelt, Globalisierung und globaler Gerechtigkeit
Die Weltwirtschaft ist im Umbruch. Die globalen Finanzmärkte sind ins Wanken geraten, eine weltweite Rezession folgt. Klima- und Hungerkrise bedrohen die Existenz von Millionen Menschen. Das System ist dabei, sich selbst zu erledigen... "Game Over. Neustart!" heißt deswegen der McPlanet.com 2009. Dabei werden die Fragen nach den globalen Zusammenhängen rund um die Krise gestellt und gemeinsam nach umfassenden und nachhaltigen Alternativen gesucht. McPlanet.com 2009 stellt die drängenden Fragen zur Macht der Märkte über die Belange der Umwelt und spannt den Bogen zu Artenschutz, Ressourcenknappheit und globaler Gerechtigkeit. Der Kongress bringt Interessierte und Aktive aus Umwelt-, globalisierungskritischen und vielen anderen Bewegungen zusammen. McPlanet.com 2009: ein Bewegungskongress, der provoziert, inspiriert, aktiviert. >>
http://www.mcplanet.com/
:: 25.04.2009 - 9.30 Uhr im Lebenshaus in Gammertingen: Kehl: Demonstration in der Sackgasse !?
Beim Treff im Lebenshaus am 25. April 2009 geht es im Anschluss an die Demonstrationen von Kehl und Straßburg um Fragen von Gewalt und Gewaltfreiheit bei Demonstrationen. Dabei sollen ganz grundsätzliche Fragen nach Art und Wirkung gewaltfreien Handelns und den passenden Rahmenbedingungen dafür angesprochen werden. Axel Pfaff-Schneider wird mit einem Impulsreferat in die Thematik einführen. Wie immer beim Treff wollen wir darüber miteinander ins Gespräch kommen. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/aktionen/005683.html
:: 26.04.2009 - Münster, Krümmel, Neckarwestheim: Drei Demos am Tschernobyltag gegen AKWs
Zum Jahrestag der Tschernobyl-Katastrophe vom 26. April 1986 wird bei drei zentralen Kundgebungen am Samstag, 25. April, in Münster und am Sonntag, 26. April, an den AKWs Krümmel (bei Hamburg) und Neckarwestheim (bei Stuttgart) demonstriert, also jeweils eine Aktion im Süden, in der Mitte und im Norden. Mehr >>
http://www.ausgestrahlt.de/atom/demos2009
:: 27.04.2009 - 17:30 Uhr Theaterhaus in Stuttgart: Willi Hoss zum 80. Geburtstag. Ökologie und Gewerkschaften heute
Mit Heide Rohweder, Nina Hoss, Gerd Rathgeb, Lukas Beckmann, Hermann Mühleisen, Peter Kammerer, Ralf Füx, Wolfgang Schorlau, Heike Schiller-Schenten, Reinhard Bütikofer u.v.m. Heinrich-Böll-Stiftung. Mehr >>
http://www.boell-bw.de/veranstaltungen/archiv/2009/willi-hoss.html
:: 14.05.2009 - 19.30 Uhr im JUBEZ in Karlsruhe: "Neuer Kalter Krieg in Europa?"
Vortrags- und Diskussionsveranstaltung im Rahmen der Europawoche der Stadt Karlsruhe mit Claudia Haydt, Religionswissenschaftlerin und Soziologin (Informationsstelle Militarisierung, Tübingen). Die NATO hat in den letzten Jahren immer mehr Länder in Osteuropa aufgenommen. An der Grenze zu Russland entstehen NATO-Stützpunkte. Russland fühlt sich von dieser Entwicklung bedroht und verweist auf gebrochene Versprechungen nach der Auflösung des Warschauer Vertrages. Der russische Präsident droht die Stationierung von Kurzstreckenraketen in Kaliningrad an, falls die USA ihre Raketenabwehrpläne weiter verfolgt. EU und NATO sind dabei, ihr militärisches Arsenal auszubauen und ihre Zusammenarbeit bei weltweiten Interventionseinsätzen zu koordinieren. Die Diskussion über ein kollektives Sicherheitssystem in Europa wurde völlig in den Hintergrund gedrängt. Die UNO wird nur noch für die Legitimierung eigener Militäreinsätze gebraucht, notfalls sollen sie aber auch ohne UNO-Mandat durchge
führt werden. Gibt es mit der Präsidentschaft von Barak Obama neue Chancen für Abrüstung und internationale Zusammenarbeit oder wird der Westen weiter auf militärische Stärke und Dominanz setzen? VA: JUBEZ/Stadtjugendausschuss e.V. Karlsruhe und Friedensbündnis Karlsruhe. Kontakt : Sonnhild und Ulli Thiel, Alberichstr. 9, 76185 Karlsruhe, Tel. 0721-552270
-----------
Weitere Termine finden sich u.a.:
:: Netzwerk Friedenskooperative >> http://www.friedenskooperative.de/
:: Bessere Welt Links. Norbert's Bookmarks für engagierte Leute >> http://www.bessereweltlinks.de/index.php?cat=6108
:: Attac >> http://www.attac.de/termine/index.php
Diese E-Mail wurde klimafreundlich und
atomstromfrei erzeugt >> http://www.stromrebellen.de
--
Lebenshaus Schwäbische Alb - Gemeinschaft für soziale Gerechtigkeit, Frieden und Ökologie e.V., Bubenhofenstr. 3, 72501 Gammertingen, Tel. 07574-2862, E-Mail info@lebenshaus-alb.de, Internet www.lebenshaus-alb.de
Eine Anmerkung in eigener Sache: Da unsere Friedens- und Menschenrechtsarbeit Geld kostet und es keinerlei Zuschüsse gibt, bitten wir um Spenden:
Lebenshaus Schwäbische Alb e.V., Konto-Nummer 802 333 4800, GLS Gemeinschaftsbank eG, BLZ 430 609 67 (Internationalae Bankverbindung: IBAN: DE36430609678023334800, BIC: GENODEM1GLS). Spendenbestätigung wird ab 25 automatisch zugestellt, ansonsten auf Anforderung - ErstspenderInnen bitte unbedingt Anschrift angeben!. Danke!!!
Wir sind sehr daran interessiert, dass unsere Newsletter weiterverbreitet werden. Allerdings bitte daran denken: vor einer Weiterleitung möglichst den nachfolgenden Link zum Abmelden löschen, sonst kann es zu unliebsamen Komplikationen kommen!
Wenn sie zukünftig keinen Newsletter von uns erhalten möchten, dann klicken sie bitte auf den folgenden Link: http://www.lebenshaus-alb.de/cgi-bin/dada/mail.cgi/u/newsletter/
Mailing List Powered by Dada Mail
http://www.lebenshaus-alb.de/cgi-bin/dada/mail.cgi/what_is_dada_mail/
|
<< Previous: Lebenshaus-Newsletter vom 03.04.2009 |
| Archive Index | |
Next: Lebenshaus-Newsletter vom 27.04.2009 >> |
Der Newsletter des Vereins Lebenshaus Schwäbische Alb - Gemeinschaft für soziale Gerechtigkeit, Frieden und Ökologie e.V.
Subscribe to Lebenshaus-Newsletter:
Powered by Dada Mail 2.10.13
Copyright © 1999-2007, Simoni Creative.