Date: March 23rd 2009

==== Lebenshaus-Newsletter ===============================================

Liebe Freundinnen und Freunde,

in rund eineinhalb Wochen wird die NATO ihren 60. Geburtstag feiern. Wir feiern nicht mit – wir protestieren aus diesem Anlass in Straßburg und Kehl gegen die aggressive Militär- und Nuklearpolitik der NATO und für unsere Vision einer gerechten Welt ohne Krieg. Wir rufen alle Menschen auf, sich an den verschiedenen Aktionen zu beteiligen, die in den Tagen des NATO-Gipfels stattfinden (siehe Termine unten).

Die Regierungen in der Bundesrepublik und Frankreich bereiten sich mit einem riesigen Polizeiaufgebot, Militäreinsatz und NO-GO-Zonen auf den Gipfel der KriegsführerInnen vor. Freiheit und Demokratie, die ja angeblich mit den Kriegseinsätzen rund um die Welt verteidigt werden sollen, werden massiv eingeschränkt. Die Grundrechte auf Demonstrationsfreiheit und freie Meinungsäußerung werden an den Stadtrand gedrängt, damit aus der Öffentlichkeit verbannt und quasi abgeschafft. Mit vielen Menschen auf dem Weg und auf den Straßen gegen den NATO-Kriegsgipfel können wir dem Anliegen widersprechen, es seit etwas Gutes, ein Kriegsbündnis zu feiern.

Lasst uns also von diesem Grundrecht auf freie Meinungsäußerung Gebrauch machen! Lasst uns vielfältig und bunt der Kriegspolitik der NATO entgegen treten, Krieg als Verbrechen an der Menschheit geißeln und unsere Vorstellungen für ein friedliches Zusammenleben der Menschen darstellen und formulieren.

Bereits am kommenden Samstag, also eine Woche vor der internationalen Demonstration zum NATO-Gipfel, finden unter dem Motto "Wir zahlen nicht für Eure Krise" zwei Demonstrationen zur Finanzkrise in Berlin und Frankfurt statt (siehe Termine unten). Auch die sind wichtig!

Nachfolgend ein von Erich Fried empfohlenes kleines Experiment.


Kleines Experiment

Sieh dir
den Staatsmann an
ihn selbst
oder ein Foto

und die Männer
die er nach Europa
geschickt hat
um zu verhandeln

Dann sage dir dreimal laut vor:
"Er schützt nur die Freiheit
Er will die anderen nur abschrecken
Er will den Frieden"

Wenn du dir das glaubst
dann ist alles für dich in Ordnung
Wenn du es nicht glauben kannst
musst du etwas tun

(Erich Fried)



Shalom Salam Pace
Euer / Ihr Michael Schmid

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Inhaltsübersicht
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I. Artikel

:: 01. Winnenden: Industrialisierung des Mitleids

:: 02. Für eine Wirtschaft im Dienst der Menschen, nicht des Profits

:: 03. Attac-Kongress: Der Kapitalismus muss aufhören, er selbst zu sein

:: 04. Öko-Kolonialismus: Kalorien auf den Tisch, nicht in den Tank

:: 05. Laboratorium des Gemeinsinns

:: 06. Kleinwaffen: Tödliches Kaliber

:: 07. Versteckte Massenmörder in Acht und Bann

:: 08. Der Finger am Abzug

:: 09. Die Europäer werden gestreichelt und dürfen bluten

:: 10. Frankreich-NATO: Zurück ins Glied

:: 11. Afghanistan: Obama will kein zweites Vietnam

:: 12. Krise am Hindukusch: Kritik an Obamas Afghanistan-Signalen

:: 13. Gerechtigkeit für Rachel, Gerechtigkeit für Palästina

:: 14. Amira Hass: Israels Geber-Konferenz

:: 15. Die Palästinenser benötigen echte Hilfe, nicht Barmherzigkeit

:: 16. Mord an der Erinnerung - Ehemalige palästinensische Dörfer wurden zu israelischen Spielwiesen

:: 17. Die Herrschaft der Angst

:: 18. Reiner und unverfälschter Rassismus

:: 19. Vergewaltigung in Washington

:: 20. Warum Avigdor Lieberman das Schlimmste ist, was dem Nahen Osten zustoßen kann

:: 21. Ein juristisches Dokument

:: 22. Brasilien: Landlose Frauen protestieren

:: 23. Die ersten Irak-Flüchtlinge landen in Hannover

:: 24. Internationaler Tag gegen Rassismus: Aktiv werden für Asylsuchende

II. Hinweise

III. Veranstaltungstermine

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I. Artikel

:: 01. Winnenden: Industrialisierung des Mitleids

Was sagt es über den Zustand einer Gesellschaft, wenn sie bezahlte Experten benötigt, um Kinder zu trösten? Über die "fürsorgliche Belagerung" durch Trauma-Psychologen. Von Götz Eisenberg. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/005625.html


:: 02. Für eine Wirtschaft im Dienst der Menschen, nicht des Profits

Als riesigen Erfolg wertet das globalisierungskritische Netzwerk Attac seinen Kongress "Kapitalismus am Ende?", der am vergangenen Sonntag mit 2500 Teilnehmern in Berlin zu Ende gegangen ist. Attac hatte ursprünglich mit 1000 Besuchern gerechnet. "Dieser enorme Andrang zeigt, wie sehr den Menschen die Frage nach Alternativen zu unserem gegenwärtigen Wirtschaftssystem auf den Nägeln brennt", sagte Peter Wahl, Attac-Mitgründer und Mitorganisator des Kongresses. Klar sei, dass die gegenwärtige Krise kein Betriebsunfall ist, sondern im System selbst wurzelt. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/005612.html


:: 03. Attac-Kongress: Der Kapitalismus muss aufhören, er selbst zu sein

Etwa 2.500 Aktivisten stellten sich am Wochenende in Berlin die Frage "Ist der Kapitalismus am Ende?" Wir dokumentieren die Antwort von Daniela Dahn. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/005611.html


:: 04. Öko-Kolonialismus: Kalorien auf den Tisch, nicht in den Tank

Während reiche Wüstenstaaten Anbauflächen in Afrika pachten, sind dort Millionen Menschen vom Hungertod bedroht. Was an Flächen bleibt, dient oft der Spritgewinnung. Von Elmar Altvater. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/005632.html


:: 05. Laboratorium des Gemeinsinns

Was passiert, wenn die Arbeitslosigkeit exponentiell ansteigt und die Kreditwürdigkeit dahinschmilzt wie der Geldwert? Wenn die hyperanfällige Just-in-time-Produktion ins Stocken gerät und die Stadtkämmerer zahlungsunfähig geworden sind? Jetzt muss sich der globale Netzwerker im Lokalen beweisen und Austauschbeziehungen schaffen, die zunächst einmal den Wertverfall des Geldes unterlaufen: Die Leute müssen essen, also organisieren sich Städter und Landbevölkerung wie zur Blütezeit der Alternativen in Food-Coops. Die in der Marktökonomie dahindümpelnden Tauschringe werden eine ganz neue Konjunktur erleben: Denn statt des wertlosen Geldes kann man sich hier die Dinge des Alltags organisieren und vielleicht sogar verschüttete Fähigkeiten wiederentdecken. Wenn kein Naturaltausch zustande kommt, könnten Lokalwährungen Vertrauen schaffen und das wertlos gewordene Geld ersetzen. Wenn Menschen kooperieren und ihr Wissen teilen, profitieren am Ende alle davon. Von Ulrike Baureithel. >>

http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/005619.html


:: 06. Kleinwaffen: Tödliches Kaliber

Kleinwaffen sind die Massenvernichtungswaffen unserer Zeit. Winnenden führt uns ihre Wirkung wieder einmal nah vor Augen. Sie gehören endlich international verboten. Von Wolfgang Kötter. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/005617.html


:: 07. Versteckte Massenmörder in Acht und Bann

Ab 18. März begannen die Vereinten Nationen eine Kampagne, um eine der heimtückischsten Waffen weltweit zu ächten, die immer wieder Zivilisten – oft lange nach dem Ende von Kampfhandlungen – töten oder verstümmeln. Alle UN-Mitglieder sind aufgefordert, einem Vertrag beizutreten, der dazu verpflichtet, Streumunition nie weder einzusetzen – diese Waffenart weder zu produzieren, anzuschaffen, weiterzugeben oder zu lagern. Sämtliche vorhandene Streumunition muss innerhalb von acht Jahren zerstört werden und zwar so, dass keine gesundheitlichen Schäden auftreten. Von Wolfgang Kötter. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/005624.html


:: 08. Der Finger am Abzug

Die NATO wird 60 Jahre alt und rüstet sich für den Jubiläumsgipfel. Ein kaum weniger denkwürdiges Datum würde sie lieber vergessen machen: Am 24. März jährt sich zum zehnten Mal der Beginn des Kosovo-Krieges. Er gereicht den Bündnisannalen nicht gerade zur Zierde. Auf dem Höhepunkt des Bombardements verabschiedete die NATO ihr neues strategisches Konzept, das bis heute gilt. Der Kosovo-Krieg war also Probelauf. Seitdem führt das einstige Verteidigungsbündnis auch Angriffskriege. Die aggressive Strategie der NATO ist falsch und veraltet. Von Reinhard Mutz. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/005614.html


:: 09. Die Europäer werden gestreichelt und dürfen bluten

Transatlantische Priorität genießt, was den USA nützt. Für deren Schicksal sind Europa und die NATO heute weniger wichtig als während des Kalten Krieges. Von Konrad Ege. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/005629.html


:: 10. Frankreich-NATO: Zurück ins Glied

Präsident Sarkozy hat seine Mehrheit in der Nationalversammlung für die NATO-Rückkehr aktiviert, auch wenn mancher Abgeordnete mehr diszipliniert als überzeugt schien. Von Rudolf Walther. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/005631.html


:: 11. Afghanistan: Obama will kein zweites Vietnam

Vielleicht verlassen die USA Afghanistan eher früher als später. Obama zeigt sich gegenüber moderaten Taliban auf eine Weise kompromissbereit, die bisher undenkbar war. Von Lutz Herden. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/005610.html


:: 12. Krise am Hindukusch: Kritik an Obamas Afghanistan-Signalen

Die Öffnung der US-Politik zu Gesprächen mit gemäßigten Taliban beurteilt die International Crisis Group (ICG) sehr skeptisch. Ein Durchbruch zur Befriedung Afghanistans sei von solchen Gesprächen nicht zu erwarten, mahnt die in Brüssel ansässige Denkfabrik in einem zwanzig Seiten umfassenden Report, der am Freitag veröffentlicht wurde. Wichtig sei hingegen der Aufbau einer starken Regierung, die durchsetzungsfähig sei und die Sicherheit der Bürger garantiere. Von Karl Grobe. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/005615.html


:: 13. Gerechtigkeit für Rachel, Gerechtigkeit für Palästina

Wir danken allen, die sich an Rachel erinnern und am sechsten Jahrestag von Rachels mutiger Tat in Gaza ihre eigene Verpflichtung für Frieden, Gerechtigkeit und Menschenrechte im Nahen Osten erneuern. Die Würdigung und die Aktionen zu Rachels Gedenken sind eine Quelle der Inspiration für uns und andere. Von Cindy & Craig Corrie (Eltern von Rachel Corrie, die am 16. März 2003 von der Israelischen Armee ermordet wurde, als sie das Haus eines palästinensischen Arztes verteidigte, um es vor der Zerstörung zu bewahren). >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/005622.html


:: 14. Amira Hass: Israels Geber-Konferenz

Die Menge an finanzieller Hilfe, die der palästinensischen Behörde von den Geberländern versprochen wurde, zeigt das Ausmaß ihrer Unterstützung für Israel und dessen Politik. Der Beitrag der amerikanischen Steuerzahler an die Ramallah-Regierungsbank erscheint neben den großen Summen der US-Regierung klein, die Israel jedes Jahr zufließen. Es ist unmöglich, sich über das amerikanische Versprechen von $ 900 Millionen zu erregen. Man vergesse dabei die $ 30 Milliarden nicht, die die USA Israel als Verteidigungshilfe bis 2017 versprochen hat, wie der Amnesty International-Bericht letzte Woche feststellte. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/005609.html


:: 15. Die Palästinenser benötigen echte Hilfe, nicht Barmherzigkeit

Dies ist eine seltsame Welt. All jene, die herumstanden und starrten, während Israel den Gazastreifen drei Wochen lang beschoss und bombardierte, kamen nun zusammen, um ihn jetzt anscheinend wieder aufzubauen. Vom UN-Chef Ban ki Moon bis zum sog. Nahost-Quartett-Botschafter Tony Blair bis zur neuen US-Außenministerin Hillary Clinton, alle globalen "Aktivisten" kamen zur internationalen Geberkonferenz in Sharm-el-Sheikh, in Ägypten. Natürlich war die Hamas nicht eingeladen. Wie kann man denn Terroristen einladen? Aber die Palästinenser haben sie doch gewählt und sie kontrollieren den Gazastreifen? Von Ajaz Zaka Syed. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/005626.html


:: 16. Mord an der Erinnerung - Ehemalige palästinensische Dörfer wurden zu israelischen Spielwiesen

Der Frühling hat früh Einzug gehalten. Die Israelis strömen in die populärsten Freizeitanlagen des Landes. Canada Park liegt einige Kilometer nordwestlich von Jerusalem. Die Besucher der Freizeitanlage genießen das spektakuläre Panorama, die Waldpfade, die Mountainbike-Strecken, die Höhlen und idyllischen Picknick-Areale. Eine Serie von Schildern gibt Auskunft über die historische Bedeutung der Landschaft und einer handvoll alter Gebäude - in biblischer, römischer, hellenistischer oder ottomanischer Hinsicht. Wenn überhaupt achten nur wenige Besucher auf die Steinblöcke, die überall im Park verstreut liegen. Eitan Bronstein, Direktor der Organisation Zochrot, sieht seine Aufgabe darin, die Israelis und ausländischen Besucher über die verborgene - palästinensische - Vergangenheit des Parks zu instruieren. Von Jonathan Cook. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/005613.html


:: 17. Die Herrschaft der Angst

Während Benjamin Netanjahu zur Macht kommt, hat er nur eine Botschaft: die der Angst vor einem Holocaust im Namen des Iran. Auch Avigdor Liberman taucht siegreich auf: seine Botschaft ist die, dass israelische Araber ein Krebsgeschwür seien. Niemals zuvor wurde eine Regierung derart und nur auf Angst aufbauend errichtet. Ohne Versprechen (auf Positives) und ohne Hoffnung bietet die neu formierende Regierung nur Prophezeiungen apokalyptischen Ausmaßes an, auf deren Welle sich die Rechten zur Macht tragen lassen. Das ist die einzige Agenda der Rechten. Von Gideon Levy. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/005616.html


:: 18. Reiner und unverfälschter Rassismus

Für den uneingeweihten Beobachter könnte es schwierig sein, die Tatsache zu akzeptieren, dass ein rassistischer, krypto-faschistischer Politiker im Begriff ist, die zweitwichtigste Person in der israelisch politischen Arena zu werden. Deshalb lohnt es sich, die sachliche Basis der Beschuldigung herzustellen, dass wir uns nun mit dem wahrlich hässlichen Gesicht eines reinen und unverfälschten Rassismus befassen müssen. Avigdor Liberman ist im Begriff, der Außenminister in Netanjahus neuer Regierung zu werden. Von Reuven Kaminer. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/005621.html


:: 19. Vergewaltigung in Washington

Als ich von einem kurzen Besuch in London nach Hause zurückkehrte, fand ich das Land im Griff unkontrollierbarer Emotionen. Nein, es ging nicht um die drohende Gefahr einer rechtsradikalen "Machtergreifung". Es ist jetzt fast sicher, dass die nächste Regierung aus einer gemischten Bande von Siedlern, ausgesprochenen Rassisten und vielleicht sogar kompletten Faschisten bestehen wird. Aber das verursacht keine Aufregung. Die große Aufregung galt einer "Pressekonferenz", die vom früheren Präsidenten Israels, Moshe Kazav, abgehalten wurde, nachdem der Staatsanwalt verkündet hatte, dass er vielleicht wegen Vergewaltigung angeklagt werde. Von Uri Avnery. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/005618.html


:: 20. Warum Avigdor Lieberman das Schlimmste ist, was dem Nahen Osten zustoßen kann

Vor einigen Tagen heulten die Araber vor Wut, als es der Israellobby gelang, Charles Freeman, der kein Blatt vor den Mund nimmt, von seinem Geheimdienst-Job für Präsident Obama, für den er vorgeschlagen war, wegzuscheuchen. Heute müssen sie sich (vielleicht) mit einem israelischen Außenminister abfinden, der es - um es offen zu sagen -, mit rassistischen Kommentaren über Loyalitätstests für Palästinenser ins neue Kabinett von Benjamin Netanjahu geschafft hat. Lieberman ist einer der unangenehmsten Politiker des Nahen Ostens. Von Robert Fisk. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/005628.html


:: 21. Ein juristisches Dokument

Der wichtigste Satz, der in dieser Woche in Israel geschrieben wurde, wurde im allgemeinen Trubel der aufregenden Ereignisse übersehen. Er wurde in von einem Juristen in einem Dokument geschrieben, das dem Obersten Gerichtshof vorgelegt wurde. Die juristische Debatte, um die es dabei geht, betrifft eines der abscheulichsten Gesetze, die je in Israel erlassen wurden. Es besagt, dass es der Frau eines israelischen Bürgers nicht erlaubt ist, mit ihm in Israel zu leben, falls sie in den besetzten palästinensischen Gebieten oder in einem "feindlichen" arabischen Land lebt. Von Uri Avnery. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/005630.html


:: 22. Brasilien: Landlose Frauen protestieren

Am 9. März beteiligten sich Frauen von Via Campesina und der Bewegung der Landlosen Arbeiter (MST) an Protestaktionen, die überall in Brasilien stattfanden. Mit diesen 'direkten Aktionen' wurde des Internationalen Frauentages gedacht. Die Aktionen richteten sich gegen die kontinuierliche Unterstützung der brasilianischen Regierung für das multinationale Agrobusiness im Land. Von Michael Fox. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/005620.html


:: 23. Die ersten Irak-Flüchtlinge landen in Hannover

Heute werden die ersten Irakflüchtlinge im Rahmen des von den EU-Innenministern beschlossenen Aufnahmeprogramms in Hannover erwartet. PRO ASYL und Missio begrüßen, dass sich die Bundesregierung endlich an der Aufnahme von Irakflüchtlingen beteiligt und wünschen den Betroffenen, dass sie in Deutschland eine neue Heimat finden. Die Organisationen betonen gleichzeitig, dass die Aufnahme der Irakflüchtlinge aber nur der erste Schritt sein könne. Mehr Flüchtlinge und ein kontinuierliches Aufnahmeprogramm müssen folgen. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/005623.html


:: 24. Internationaler Tag gegen Rassismus: Aktiv werden für Asylsuchende

Anlässlich des Internationalen Tags gegen Rassismus am 21. März 2009 wirft PRO ASYL der Bundesregierung vor, die Situation von Asylsuchenden und Geduldeten bei ihren Aktivitäten zur Bekämpfung von Rassismus, Fremdenfeindlichkeit, Antisemitismus und darauf bezogener Intoleranz bewusst auszublenden. Der betreffende Nationale Aktionsplan blende die gesellschaftliche Ausgrenzung ebenso aus wie den strukturellen Rassismus, den der Gesetzgeber zu verantworten habe. Gemeinsam mit dem Interkulturellen Rat in Deutschland ruft PRO ASYL dazu auf, die soziale und rechtliche Situation von Asylsuchenden und Geduldeten zu thematisieren. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/005627.html

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II. Hinweise

:: Petition: Französische Behörden versuchen Demonstration zu blockieren

Unterzeichnet die Petition der "Americans Against the War" (AAW-FRANCE) gegen den Versuch der französischen Regierung die internationale Demonstration "No to NATO - No to War", am 4.4.09, von der Straßburger Innenstadt fernzuhalten! Hier geht es zur Petition >>
http://www.petitiononline.com/nato/petition.html


:: Nein zur NATO - Ja zum Frieden! Handreichung zur Friedenspolitik

Die pax christi-Kommission Friedenspolitik hat zum NATO-Protest eine Handreichung herausgegeben, welche beabsichtigt: die Solidität der NATO und die scheinbare Alternativlosigkeit eines Bekenntnisses zu diesem Bündnis in Frage zu stellen; Friedensgefährdungen deutlich zu machen und aus friedensethischer und christlicher Verantwortung auf die durch Militär gefährdeten Menschenrechte und auf die zwingende Gültigkeit des Völkerrechts hinzuweisen. Die vorliegende Handreichung greift vor allem auch die "spirituellen" und kirchenbezogenen Aspekte des Protests auf und soll z.B. Gemeinden und Gruppen bei der Beschäftigung mit dem Thema eine Argumentationshilfe sein. Unterstützt wird die Handreichung vom Ökumenischen Netz Württemberg. Mehr >>
http://www.paxchristi.de/news/kurzmeldungen/one.news.km/index.html?entry=page.news.km.495


:: Pacemakers

Auch in diesem Jahr gibt es wieder zwei Pacemakers-Radsportveranstaltungen - Schrittmacher für eine friedliche und gerechte Welt ohne Atomwaffen. Am 20. Juni findet erstmalig die Höhenmeterjagd an der Kalmit statt, dazu wird für den 17. März zu einem Pressegespräch ins geschichtsträchtige Hambacher Schloss, das in unmittelbarer Nähe der Strecke liegt, eingeladen. Der mittlerweile 5. Radmarathon findet am 1. August auf 335 km von Bretten über Heilbronn, Mannheim, Kaiserslautern, Neustadt/Weinstraße zurück nach Bretten. Alle Infos >>
http://www.pace-makers.de


:: Göttinger Friedenspreis an Andreas Zumach

Der Journalist Andreas Zumach ist heute mit dem Göttinger Friedenspreis 2009 ausgezeichnet worden. Zumach, Jahrgang 1954, ist internationaler Korrespondent der "tageszeitung" und weiterer Zeitungen und Rundfunksender bei der UNO in Genf. Der gebürtige Kölner steht in der Nachfolge von so renommierten Preisträgern wie Dieter Senghaas, Hans Küng und Egon Bahr. Der Preis werde ihm für seine Verdienste um die Sensibilisierung einer kritischen Friedensöffentlichkeit verliehen, heisst es in der Begründung der Jury. Zumachs Hauptaugenmerk gelte dem Bemühen, die militärischen Instrumente in der internationalen Politik zu diskreditieren und die Rolle der Vereinten Nationen und multilaterales Handeln im Angesicht globaler Herausforderungen neu zu justieren. Preisträgerrede >>
http://www.goettinger-friedenspreis.de/Preistrager/2009/Rede_09/rede_09.html


:: Aufruf zur Teilnahme an Unterschriftenkampagne gegen Steinigung

Die Internationale Freie Frauenstiftung aus Amsterdam hat vor einer kurzen Zeit eine Unterschriftenkampagne gegen die Steinigung von Frauen gestartet. Ziel ist eine 1 Million Unterschriften zu sammeln. Lasst uns mit einer Unterschrift dazu beitragen, die Steinigung an Frauen zu stoppen. Der Aufruf in 7 Sprachen und die Petition zum Unterschreiben ist zu finden unter >> http://www.stopthestoning.com


:: Weiter aktuell: Unterschriften für eine andere Nahostpolitik!

Jetzt bitte unterschreiben, wer das noch nicht gemacht hat: Wir fordern eine andere Nahostpolitik >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/aktionen/005490.html
Aufruf unterzeichnen, spenden: Die Blockade beenden! Ein Schiff mit medizinischen Hilfsgütern für Gaza >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/aktionen/005547.html

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III. Veranstaltungstermine

:: 25.03.2009 - 19.30 Uhr Bonhoeffer-Haus Karlsruhe: 10 Jahre nach dem NATO-Krieg gegen Jugoslawien : Frieden auf dem Balkan ?

Vortrags- und Diskussionsabend mit Dr. Wilhelm Wille, Freiburg (Forum Friedensethik in der Evang. Landeskirche Baden)anlässlich des 10. Jahrestages des Beginns des NATO-Krieges gegen Jugoslawien und im Hinblick auf den 60. Geburtstag der NATO. VA: Deutsche Friedensgesellschaft-Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen, Arbeitsstelle Frieden (Evang. Landeskirche Baden), Evang. Studierendengemeinde Karlsruhe, Forum für gesellschaftlichen Frieden, Frauen für Frieden, Friedensbündnis Karlsruhe, Versöhnungsbund, Werkstatt für Gewaltfreie Aktion Baden. Kontakt: Sonnhild und Ulli Thiel, E-Mail suthiel@t-online.de


:: 28.03.2009 - 12.00 Uhr in Frankfurt/M. und Berlin: Demonstrationen "Wir zahlen nicht für eure Krise! Für eine solidarische Gesellschaft"

Unter diesem Motto mobilisiert ein breites Bündnis aus zahlreichen Gewerkschaftsgliederungen, Erwerbslosen- und Sozialprotestorganisationen, dem globalisierungskritischen Netzwerk Attac, entwicklungspolitischen und antikapitalistischen Gruppen sowie der Partei "Die Linke" zu Demonstrationen in Berlin und Frankfurt. Auch mehrere Umweltverbände wie der BUND, entwicklungspolitische Organisationen - darunter der Evangelische Entwicklungsdienst (EED) - sowie die Grünen unterstützen die Proteste. Mehr >>
http://www.28maerz.de/


:: 01.-05.04.2009 - Strasbourg, Baden-Baden, Kehl: "60 Jahre NATO - Frieden ist etwas anderes!"

Am 3. und 4. April 2009 will die NATO auf Einladung der deutschen Kanzlerin und des französischen Präsidenten in Baden-Baden und Strasburg feierlich den 60. Jahrestag der Gründung des Militärbündnisses begehen. 60 Jahre NATO heißen auch: 60 Jahre Politik des Krieges und der Konfrontation. Auf nationaler und internationaler Ebene haben sich Gruppen und Organisationen aus der Friedens,- Menschenrechts- und Globalisierungskritischen Bewegung zu einem breiten Bündnis zusammengefunden, um zu gemeinsamen, bunten und vielfältigen Aktivitäten gegen diesen Gipfel aufzurufen. Damit soll während des Gipfeltreffens des Kriegsbündnisses ein Zeichen gegen die menschenfeindliche Politik der NATO gesetzt werden. In Planung befinden sich: Demonstration (04.04.), internationale Konferenz (02.-05.04.), internationales Camp (01.-05.04.), Aktionen des zivilen Ungehorsams. Ein paar Links zu den Anti-NATO-Protesten >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/aktionen/005594.html
http://www.kein-frieden-mit-der-nato.de
http://natogipfel2009.blogsport.de/
http://www.attac.de/aktuell/nato
http://www.no-to-nato.org/
http://www.friedenskooperative.de/nato2009.htm


:: 02.04.2009 - 16.00 - 20.30 Uhr im Südwerk-BürgerInnenzentrum in Karlsruhe: Afghanistan - Die NATO in der Sackgasse?

Der NATO-Krieg in Afghanistan kostet immer mehr ZivilistInnen das Leben und destabilisiert zunehmend auch Pakistan. Es geht der NATO nicht um die Befreiung der afghanischen Bevölkerung, nicht um Demokratie oder Frauenrechte, sondern um die Sicherung geostrategischer Einfl usssphären. Frieden, Versöhnung und effektive humanitäre Hilfe für Afghanistan sind nur möglich, wenn dem militärischen "Krieg gegen den Terror" endlich eine Absage erteilt wird. Im Umfeld der Proteste der Friedensbewegung, anlässlich der NATO-Feierlichkeiten in Mittelbaden und Strasbourg und gegen die Politik der NATO, veranstaltet die Linksfraktion im Bundestag eine öffentliche Anhörung in Karlsruhe. Auf der Anhörung sollen namhafte ExpertInnen und KritikerInnen der NATO-Militäreinsätze in Afghanistan öffentlich zu Wort kommen und die Gelegenheit bekommen, die Auswirkungen der NATO-Militäroperationen auf Gesellschaft und Bevölkerung vor Ort aus ihrer Sicht zu beschreiben. Die Linksfraktion lädt die Öffentl
ichkeit ein, sich an der Anhörung als Gäste und ZuhörerInnen zu beteiligen. Gäste und BerichterstatterInnen: Tariq Ali, Phyllis Bennis, Matthis Chirou, Joseph Gerson, Malalai Joya, Jean Ziegler, Andreas Zumach.


:: 04.04.2009 - 11.00 Uhr Marktplatz in Kehl: "51 Jahre Ostermarsch: Nein zur Nato, Nein zum Krieg"

Ostermarsch Baden-Württemberg von Kehl nach Strasbourg. 11.00 Uhr Auftaktkundgebung auf dem Marktplatz in Kehl. Ostermarsch über die Europabrücke nach Strasbourg zur Internationalen Demonstration "Nein zum Krieg, Nein zur Nato". Veranstalter ist das Friedensnetz Baden-Württemberg. Lebenshaus Schwäbische Alb e.V. unterstützt den Ostermarsch. Mehr >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/aktionen/005633.html


:: 04.04.2009 ff. - bundesweit: Ostermärsche und -aktionen 2009

Die Ostermärsche nehmen 2009 Bezug auf das 60 Jahre alte NATO-Bündnis und das Motto der Protestaktionen zum NATO-Gipfel "No NATO - No war!" Gefordert wird u.a. der Abzug der Bundeswehr aus Afghanistan und der Abzug der letzten verbliebenen Atomwaffen aus der Bundesrepublik. In Baden-Württemberg findet der Ostermarsch als Demonstration zum NATO-Gipfel bereits am 4. April statt. Nach dem Gaza-Krieg fordern die Friedensgruppen umfangreiche Wiederaufbauhilfe und eine tragfähige Friedenslösung im israelisch-palästinensischen Konflikt. Siehe dazu auch die Unterschriftenaktion "Für eine andere Nahostpolitik" (http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/aktionen/005490.html). Die Ostermärsche finden traditionell in regionaler und lokaler Verantwortung statt. Mehr dazu auf der Website von Netzwerk Friedenskooperative.
Infos zum Thema Ostermärsche und -aktionen 2009 >>
http://www.friedenskooperative.de/netzwerk/om2009.htm
Terminübersicht >>
http://www.friedenskooperative.de/om2009.htm

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Weitere Termine finden sich u.a.:

:: Netzwerk Friedenskooperative >> http://www.friedenskooperative.de/

:: Bessere Welt Links. Norbert's Bookmarks für engagierte Leute >> http://www.bessereweltlinks.de/index.php?cat=6108

:: Attac >> http://www.attac.de/termine/index.php


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