Date: March 10th 2009

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Liebe Freundinnen und Freunde,

bei ihrem Frühjahrsgipfel zum 60. Jubiläum der NATO am 3. und 4. April 2009 wollen die Staats- und Regierungschefs des Militärbündnisses ein umfassendes Militarisierungsprogramm auf den Weg bringen. Ein Hauptthema bei diesem Gipfel wird die Verstärkung des NATO-Einsatzes im Afghanistankrieg sein. Grund genug, in den ersten Apriltagen in Baden-Baden, Kehl und Strasbourg ein deutliches Zeichen gegen die menschenfeindliche Politik der NATO zu setzen. Wenn dies dann gehen wird, denn die Behörden versuchen das Demonstrationsrecht stark einzuschränken. Deshalb gilt es bereits im Vorfeld des NATO-Gipfels aktiv zu werden. Außer der Mobilisierung zu den Protesten ist das Engagement für das Recht zum Demonstrieren wichtig (siehe Hinweise).

Nachfolgend eine Einsicht von Kurt Tucholsky, von der wir uns nur wünschen können, dass sie wenigstens ein Jahrhundert später einmal der Wirklichkeit näher kommen wird.

Man hat ja noch niemals versucht,
den Krieg ernsthaft zu bekämpfen.
Man hat ja noch niemals alle Schulen
und alle Kirchen, alle Kinos
und alle Zeitungen
für die Propaganda des Krieges gesperrt.
Man weiß also gar nicht,
wie eine Generation aussähe,
die in der Luft eines gesunden
und kampfesfreudigen, aber kriegablehnenden
Pazifismus aufgewachsen ist.
Das weiß man nicht.

Kaspar Hauser (Kurt Tucholsky), in: Die Weltbühne, 02.06.1931, Nr. 22, S. 815
(vollständiger Text: http://www.juedische-stimme.de/material/tucholsky-brennende-lampe.pdf)


Shalom Salam Pace
Euer / Ihr Michael Schmid

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Inhaltsübersicht
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I. Artikel

:: 01. Experimente mit der Gewaltfreiheit: Auf einem ungewöhnlichen Lebensweg. Wolfgang Sternstein zum 70. Geburtstag

:. 02. 25. Todestag: Martin Niemöller (1892 - 1984)

:: 03. Martin Niemöller

:: 04. Eindrucksvolles Handbuch über die Sozialen Bewegungen in Deutschland seit 1945

:: 05. Wegen Kinderkrebs um Atomkraftwerke fordert IPPNW: "Die alten Zöpfe der Strahlenschutzverordnung abschneiden"

:: 05. Kinderkrebs um Atomkraftwerke (KiKK-Studie): IPPNW fordert echte Fachdiskussion und eine sachgerechte Aufklärung der Bevölkerung

:: 06. Kosovo-Krieg: So viele Bomben wie möglich

:: 07. Die NATO - ein Instrument zur Absicherung wirtschaftlicher Expansion

:: 08. Mit Polizei und Justiz gegen die Opposition: Absurdes Hammer-Urteil in München gegen Europaabgeordneten Tobias Pflüger

:: 09. Gaza: Todeslabor

:: 10. Ohne Ende der Gaza-Blockade wird Geberkonferenz zur humanitären Angeberkonferenz!

:: 11. Geberkonferenz: Blinde Helfer

:: 12. Die einzige Palästinenserin in der Knesset

:: 13. Uri Avnery: Zehn Methoden, die Fatah umzubringen

:: 14. Amnesty International drängt darauf, den Waffenverkauf an Israel einzufrieren

:: 15. Feministinnen organisieren gegen den Gazakonflikt

:: 16. Erinnerst du dich an Ophira?

:: 17. Der Trend geht zum Leasing - auch beim Militär

:: 18. Rüstungstransfer im Fokus: Ein Weltvertrag soll globalen Waffenhandel eindämmen

:: 19. Gehen und Bleiben - Obamas Irak-Abzug

:: 20. Frontbegradigung: Das Imperium stutzen, die Weltmacht retten

:: 21. Aufnahme irakischer Flüchtlinge kann nur ein erster Schritt sein

:: 22. Afghanistan: Obamas Koalition der Unwilligen

:: 23. Abrüstung: Aus Not wird Tugend

:: 24. Vertreibung als Tabu

:: 25. Kampf um Shangri-La

:: 26. Gendiagnostikgesetz im Bundestag: Regierungsentwurf diskriminiert Migranten und Migrantinnen massiv

II. Hinweise

III. Veranstaltungstermine

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I. Artikel

:: 01. Experimente mit der Gewaltfreiheit: Auf einem ungewöhnlichen Lebensweg. Wolfgang Sternstein zum 70. Geburtstag

Am 12. März 2009 wird Wolfgang Sternstein 70 Jahre alt. Er ist Friedens- und Konfliktforscher mit dem Schwerpunkt Theorie und Praxis der gewaltfreien Aktion. Seit über 30 Jahren arbeitet er in der Bürgerinitiativen-, Ökologie- und Friedensbewegung. Er hat an zahlreichen gewaltlosen Aktionen teilgenommen, stand deswegen mehr als ein Dutzend Mal vor Gericht und war neunmal für sein gewaltfreies Engagement im Gefängnis. Eine Würdigung von Michael Schmid. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/005608.html


:. 02. 25. Todestag: Martin Niemöller (1892 - 1984)

Vor 25 Jahren, am 6. März 1984, starb Martin Niemöller. Er war U-Bootkommandant im 1. Weltkrieg, Pfarrer, führender Vertreter der Bekennenden Kirche, persönlicher Gefangener Adolf Hitlers, Kirchenpräsident sowie Präsident im Weltrat der Kirchen und ein leidenschaftlicher Friedensaktivist. Der am 14. Januar 1892 geborene Martin Niemöller führte ein Leben im Widerstand und mit Widersprüchen. Anlässlich seines 25. Todestages erinnern wir mit einer Rede an ihn, die er 1959 auf einer Kundgebung gegen die atomare Bewaffnung hielt und die zu einer Strafanzeige des Verteidigungsministers F. J. Strauß wegen Beleidigung der Bundeswehr führte. Das Verfahren wurde - zu Niemöllers Bedauern - eingestellt. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/005598.html


:: 03. Martin Niemöller

Wilhelm Niemöller erinnerte anlässlich des 90. Geburtstags von Martin Niemöller am 14. Januar 1982 an den ungewöhnlichen Lebensweg seines älteren Bruders. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/005600.html


:: 04. Eindrucksvolles Handbuch über die Sozialen Bewegungen in Deutschland seit 1945

Das von Roland Roth und Dieter Rucht herausgegebene Handbuch "Die sozialen Bewegungen in Deutschland seit 1945" macht deutlich, dass in den vergangenen Jahrzehnten die Beteiligung in sozialen Bewegungen, politischen Kampagnen, Bürgerinitiativen und Protestgruppen einen festen Platz im Repertoire des bürgerschaftlichen Engagements erobern konnte. Es eignet sich als Nachschlagewerk für politische interessierte Menschen, die sich mit dem "anderen Deutschland" befassen wollen. Und wer an diesen Bewegungen teilgenommen hat oder teilnimmt, dem kann das Werk zur Einordnung eigener Aktivitäten in die Geschichte dieser Republik dienen. Schließlich bietet es reichlich Stoff für die Auseinandersetzung mit aktuellen und zukünftigen Protesten. Eine Besprechung von Michael Schmid. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/005602.html


:: 05. Wegen Kinderkrebs um Atomkraftwerke fordert IPPNW: "Die alten Zöpfe der Strahlenschutzverordnung abschneiden"

Anlässlich der Vorstellung der Beratungsergebnisse der Strahlenschutzkommission (SSK) zur Kinderkrebs-Studie ("KiKK-Studie") am 26. Februar 2009 in Bonn fordert die atomkritische Ärzteorganisation IPPNW, die Berechnungsgrundlagen der Strahlenschutzverordnung dem aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnisstand anzupassen. Dabei muss die erhöhte Strahlensensibilität von noch ungeborenen Kindern und von Kleinkindern berücksichtigt werden. Die Kinderkrebsstudie beweist: Je näher ein Kleinkind an einem Atomkraftwerk wohnt, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit für das Kind, an Krebs und Leukämie zu erkranken. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/005579.html


:: 05. Kinderkrebs um Atomkraftwerke (KiKK-Studie): IPPNW fordert echte Fachdiskussion und eine sachgerechte Aufklärung der Bevölkerung

Die atomkritische Ärzteorganisation IPPNW kritisiert, dass die Vorstellung der Beratungsergebnisse der Strahlenschutzkommission (SSK) zur Kinderkrebs-Studie am 26.02.2009 unter weitgehendem Ausschluss der Öffentlichkeit sowie der Presse stattgefunden hat. "Die 'Überprüfung' der Studie durch die Strahlenschutzkommission hat fast ein Jahr gedauert", erklärt IPPNW-Arzt Reinhold Thiel: "Die Veröffentlichung der wissenschaftlichen Begründung wurde mehrfach verschoben und findet jetzt weitgehend hinter verschlossenen Türen statt." >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/005583.html


:: 06. Kosovo-Krieg: So viele Bomben wie möglich

Vor zehn Jahren schickte die rot-grüne Regierung erstmals seit 1945 wieder deutsche Soldaten in den Kampfeinsatz. Es durfte keine Feuerpause geben. Von Eric Chauvistré. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/005597.html


:: 07. Die NATO - ein Instrument zur Absicherung wirtschaftlicher Expansion

Der Politologe und in der Friedensbewegung aktiv engagierte Andreas Buro stellt in seinem Beitrag die Entstehung und Funktion der NATO in den Zusammenhang mit den geschichtlichen Entwicklungen des vergangenen 20. Jahrhunderts, besonders ökonomischen Expansionszwängen, die eine aggressive, militärgestützte Interventionspolitik vorantrieben. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/005582.html


:: 08. Mit Polizei und Justiz gegen die Opposition: Absurdes Hammer-Urteil in München gegen Europaabgeordneten Tobias Pflüger

Der Europaabgeordnete der Linksfraktion (GUE/NGL) im Europäischen Parlament, Tobias Pflüger (DIE LINKE), soll 60 Tagessätze á 200 Euro - 12.000 Euro! - für angebliche Beleidigung während der Proteste gegen die Münchner Sicherheitskonferenz 2005 (!) zahlen. Polizisten präsentieren eine realitätsferne und anscheinend untereinander abgesprochene Geschichte, verwickeln sich trotzdem während des Prozesses in offensichtliche Widersprüche - doch für die Richterin war alles glaubwürdig... Pflüger geht in Berufung. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/005593.html


:: 09. Gaza: Todeslabor

Eric Fosse, ein norwegischer Kardiologe, arbeitete während des letzten Krieges in Krankenhäusern im Gazastreifen: "Es war, als wären sie auf eine Mine getreten", sagte er über einige palästinensische Patienten, die er behandelte. "Aber es gab keine Splitter in den Wunden. Einige hatten ihre Beine verloren. Es sah so aus, als wären sie abgeschnitten. Ich war seit 30 Jahren in Kriegszonen, aber ich habe nie vorher solche Wunden gesehen." Dr. Fosse beschrieb die Auswirkungen einer tödlichen US-Waffe, die den Explosivschaden an Bauten gering hält, aber fürchterliche Wunden in ihren Opfern hinterlässt. Aber woher haben die Israelis diese Waffen? Und war ihre weit verbreitete Anwendung in Gaza ein Test für eine neue Generation von Explosivstoffen? Von Conn Hallinan. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/005581.html


:: 10. Ohne Ende der Gaza-Blockade wird Geberkonferenz zur humanitären Angeberkonferenz!

"Ohne Ende der Gaza-Blockade verkommt die vom 1. bis 2. März in Sharm-el-Sheikh geplante internationale Geberkonferenz für Gaza zur humanitären Angeberkonferenz", kritisiert die Sprecherin der pax christi Nahostkommission, Wiltrud Rösch-Metzler, die Vorbereitungen der Bundesregierung für den Wiederaufbau Gazas. "Außenminister Steinmeier muss sich deshalb mit Nachdruck dafür einsetzen, dass die Blockade des Gazastreifens und die damit einhergehende kollektive Bestrafung der Menschen im Gazastreifens aufgehoben wird." pax christi, IPPNW und die Palästinensische Gemeinde Deutschland kritisieren Haltung der Bundesregierung. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/005585.html


:: 11. Geberkonferenz: Blinde Helfer

Die Gaza-Konferenz im ägyptischen Scharm el-Scheich hat zwar zu Hilfszusagen von 4,5 Milliarden Dollar geführt, aber politische Realitäten in der Region ignoriert. Von Lutz Herden. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/005592.html


:: 12. Die einzige Palästinenserin in der Knesset

Das 18. Israelische Parlament hat seine Arbeit aufgenommen. In der neuen Knesset wird nur eine einzige arabische Frau vertreten sein. Haneen Zoubi hat Geschichte geschrieben. Zwar ist sie nicht die einzige Araberin, die je in der Knesset saß, aber die erste, die als Mitglied einer arabischen Partei in die Knesset gewählt wurde. Außer Zoubi wurden neun weitere (männliche) Kandidaten arabischer Parteien in die Knesset gewählt. Sie werden mit der feindseligsten Knesset aller Zeiten konfrontiert sein. Von Jonathan Cook. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/005586.html


:: 13. Uri Avnery: Zehn Methoden, die Fatah umzubringen

979 Tage sind vergangen, seit der Soldat Gil'ad Shalit gefangen genommen wurde. An jedem dieser Tage hätte man ihn um den Preis, den die Hamas von Anfang an forderte, befreien können: Um 450 "bedeutende" palästinensische Gefängnisinsassen, zusätzlich zu hunderten von anderen, sowie aller Frauen und Minderjährigen. Nach der Auffassung unserer Regierung handelt es sich hierbei um die Rückgabe des "gekidnappten" Soldaten gegen die Freilassung von "abscheulichen Mördern" mit "Blut an den Händen". Nach Auffassung der Hamas handelt es sich hier um die Rückgabe des jüdischen "Kriegsgefangenen", gegen die Freilassung hunderter "Widerstandskämpfer", die "mutige Angriffe im Gebiet des zionistischen Feindes" ausgeführt haben. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/005588.html


:: 14. Amnesty International drängt darauf, den Waffenverkauf an Israel einzufrieren

Mehr als 20 Länder verkauften Israel Waffen und Munition, deren Anwendung in der Operation "Geschmolzenes Blei" Kriegsverbrechen und ernsthafte Verstöße gegen das Völkerrecht darstellen könnten, nach dem Bericht von amnesty international am Montag. Die USA stehen an der Spitze der Liste der Waffenexporteure nach Israel, aber auch Frankreich, Rumänien, Bosnien und Serbien stehen auf der Liste. Von Amira Hass. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/005590.html


:: 15. Feministinnen organisieren gegen den Gazakonflikt

Ich denke, am wichtigsten ist es, sich daran zu erinnern, dass das politische Rahmenwerk - ein Staat oder zwei Staaten - nicht soviel zählt wie der Inhalt. Die wichtigste Frage ist, wie folgende Prinzipien - gleiche Bürgerrechte, demokratische Partizipation und soziale Gerechtigkeit - sich in jenem Staat oder jenen zwei Staaten manifestieren werden, die in irgendeiner Form in der Region Israel/Palästina irgendwann entstehen werden. Aus diesem Grund kämpfen wir für diese absoluten Grundwerte. Interview mit Eilat Maoz, leitende Koordinatorin der israelischen Frauenfriedensorganisation Coalition of Women for Peace (CPW). >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/005603.html


:: 16. Erinnerst du dich an Ophira?

Wenn man heute aufs Geratewohl zehn Passanten in einer Tel Aviver Straße anhalten und sie fragen würde, was sie über Chancen für einen Frieden denken, dann würden neun von ihnen mit der Schulter zucken und antworten: da geschieht nichts. Keine Chancen. Der Konflikt wird auf immer so weitergehen. Sie werden nicht sagen: Wir wollen keinen Frieden; der Preis für Frieden ist zu hoch. Im Gegenteil, viele werden erklären, dass sie für Frieden bereit seien, die besetzten Gebiete herzugeben, sogar Ost-Jerusalem. Und: lasst die Palästinenser ihren eigenen Staat haben. Sicher. Warum nicht. Aber sie werden hinzufügen: keine Chancen. Es wird keinen Frieden geben. Von Uri Avnery. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/005601.html


:: 17. Der Trend geht zum Leasing - auch beim Militär

Knappe Budgets zwingen Armeen zu neuen Ideen. Wo das Geld für den Kauf modernster Waffen und Systeme nicht reicht, werden diese eben geleast. Vom großen Interesse an Drohnen profitiert vor allem die israelische Industrie. Von Otfried Nassauer. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/005591.html


:: 18. Rüstungstransfer im Fokus: Ein Weltvertrag soll globalen Waffenhandel eindämmen

In diesen Tagen (2.-6. März 2009) berät in New York eine UNO-Arbeitsgruppe über ein Abkommen zur Eindämmung der internationalen Rüstungstransfers. Ein weltweiter Vertrag soll vor allem Rüstungstransfers verhindern, die zu schwerwiegenden Verletzungen von Menschenrechten und des humanitären Völkerrechts missbraucht werden oder eine nachhaltige Entwicklung in den Empfängerländern behindern. Von Wolfgang Kötter. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/005596.html


:: 19. Gehen und Bleiben - Obamas Irak-Abzug

Barack Obama will zwar das Gros der US-Kampftruppen aus dem Irak zurückholen, doch 50.000 Mann sollen befristet bleiben. Im Wahlkampf hörte sich das anders an. Von Lutz Herden. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/005587.html


:: 20. Frontbegradigung: Das Imperium stutzen, die Weltmacht retten

Präsident Obama will 90.000 Soldaten innerhalb von 19 Monaten aus dem Irak zurückholen. Das kommt nach sechs Jahren Besatzung dem Eingeständnis einer Niederlage gleich. Von Lutz Herden. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/005599.html


:: 21. Aufnahme irakischer Flüchtlinge kann nur ein erster Schritt sein

Die Aufnahme irakischer Flüchtlinge in Deutschland ist begrüßenswert, kann aber nur ein erster Schritt sein. Deutschland sollte sich im Rahmen von Neuansiedlungsprogrammen dringend verpflichten, ein jährliches Kontingent von Flüchtlingen dauerhaft aufzunehmen und zu integrieren. Dies haben Vertreter von PRO ASYL, Amnesty International und des Diakonischen Werks der EKD gefordert. Anlass ist das bevorstehende Eintreffen der ersten von insgesamt 2.500 irakischen Flüchtlingen, deren Aufnahme die Bundesregierung im letzten Jahr zugesagt hatte. Mitte März sollen die ersten Iraker in Deutschland ankommen. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/005606.html


:: 22. Afghanistan: Obamas Koalition der Unwilligen

In jüngster Zeit traf sich Präsident Barack Obama mit dem britischen und dem kanadischen Premier. Das Treffen mit Premierminister Gordon Brown fand diese Woche statt. Brown warb für einen "globalen New Deal". Es wurde zu einer minderschweren Brüskierung, da das Weiße Haus die geplante volle Pressekonferenz zu einer Frage-Antwort-Sitzung im Oval Office herunterstufte. Einige in Großbritannien werteten dies als Ohrfeige. Von Amy Goodman. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/005604.html


:: 23. Abrüstung: Aus Not wird Tugend

Barack Obama will wegen der Wirtschaftskrise das US-Verteidigungsbudget um etwa zehn Prozent kürzen und mit Russland schnell über abgespeckte Atomarsenale verhandeln. Von Wolfgang Kötter. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/005589.html


:: 24. Vertreibung als Tabu

Ramsan Kadyrow hat nichts gegen Ehrenmorde. Die sieben jungen Frauen, die man per Kopfschuss erledigt und an den Straßenrand geworfen hatte, waren ja selbst schuld daran, dass männliche Verwandte sie wegen ihrer "lockeren Moral" abgeschossen hatten. Kadyrow ist der Mann, den Russlands früherer Präsident Wladimir Putin beauftragt hat, die Machtvertikale, die Herrschaft der Moskauer Zentrale, in Tschetschenien durchzusetzen. Von Karl Grobe. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/005605.html


:: 25. Kampf um Shangri-La

Fünfzig Jahre nach seiner Flucht aus Tibet ist der Dalai Lama angesehener, populärer und als Gesprächspartner begehrter denn je zuvor. Im Westen. Zwar entwerfen die chinesischen Propagandisten ein ganz anderes Bild von ihm, doch sie haben es für sich allein. Auf dem durchaus düsteren Hintergrund aus ihrer Manufaktur gewinnt das West-Image des spirituellen tibetischen Führers erst recht an Strahlkraft. Von Karl Grobe. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/005607.html


:: 26. Gendiagnostikgesetz im Bundestag: Regierungsentwurf diskriminiert Migranten und Migrantinnen massiv

Im Bundestag wird derzeit über die Ausgestaltung eines Gendiagnostikgesetzes (GenDG) verhandelt. Dieses sieht vor, den Umgang mit Gentests zu regeln, vor Diskriminierung zu schützen und das Recht auf informationelle Selbstbestimmung zu sichern. Im Bereich der Migrationspolitik untergräbt das GenDG jedoch diesen Schutz und sieht in § 17 Abs. 8 des Entwurfs Ausnahmeregelungen vor. Diese betreffen DNA-Tests für den Nachweis von Verwandtschaftsverhältnissen bei Pass- und Visaverfahren. Für diese Verfahren sollen der mit dem Gesetz intendierte Datenschutz, der Schutz der Persönlichkeitsrechte und insbesondere das Recht auf informationelle Selbstbestimmung nicht gelten. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/005595.html

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II. Hinweise

:: NATO-Gipfelaktionen: Behörden versuchen Demonstration zu blockieren

In Baden-Baden, Kehl und Strasbourg wird es umfangreiche Sicherheitszonen / no-go-areas geben. Von Freitagnachmittag bis Samstagmittag wird der Zugverkehr von Offenburg nach Strasbourg eingestellt sein, in Strasbourg wird es zu erheblichen Umleitungen oder Einschränkungen bei Bussen und Straßenbahnen kommen, Schiffsverkehr und Rheinbrücken sind zeitweise gesperrt. Die internationale Demonstration am 4. April soll nicht in die Innenstadt von Strasbourg gelangen dürfen und auch bei den Verhandlungen über das in der Ganzau in Strasbourg-Neudorf geplante Camp stellt die Stadt Strasbourg nicht akzeptable Bedingungen. Dazu was tun: Ein Appell an Präsident Sarkozy zur Gewährung des Demonstrationsrechtes kann hier unterzeichnet werden >>
http://www.no-to-nato.org/2009/03/05/petition-behorden-versuchen-demonstration-zu-blockieren/


:: Weltweiter Appell besorgter Jüdinnen und Juden

Aus Mitverantwortung füreinander, im Geiste jüdischer Tradition -- weil die Besatzung die Lebensperspektiven der Besetzten und die Seelen der Besetzenden zerstört: "Appell an die israelische Regierung": Wir, die unterzeichnenden Jüdinnen und Juden, erwarten die Beendigung der israelischen Besatzung, Besiedlung und Blockade palästinensischer Gebiete. Wir bestehen auf würdigen Lebensbedingungen sowie auf Sicherheit für alle Menschen in Israel und Palästina. Um den Appell zu unterschreiben >>
http://www.humanrights-in-israel.ch/de/index.php


:: Heute um 21.00 Uhr in arte.tv: Erdöl, Brot und Korruption

Im Jahr 1996 gestattete die UNO dem vom Krieg zerstörten Irak, eine begrenzte Menge Öl zu verkaufen, um die seit 1990 unter dem Embargo leidende Bevölkerung mit Nahrungsmitteln und Medikamenten zu versorgen. Im Jahr 2004 beschrieb dann eine irakische Tageszeitung, dass im Rahmen dieser Geschäfte für zahlreiche Personen und Unternehmen Schmiergelder geflossen seien. Der Dokumentarfilm von Rémy Burkel und Denis Poncet geht diesen Vorwürfen nach.
Um 22.35 Uhr folgt "Eine bessere Welt. Joseph Stiglitz" über den amerikanischen Nobelpreisträger Joseph E. Stiglitz, der auf einer Reise um die Welt demonstriert, wie die Chancen und Risiken der Globalisierung in zukunftsfähige Lösungen umgesetzt werden können. >>
http://www.arte.tv/de/programm/242,day=4,dayPeriod=evening,week=11,year=2009.html

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III. Veranstaltungstermine

:: 14.03.2009 - 10.00 bis 19.00 Uhr im Café Velo in Freiburg: "Wir müssen das ruinöse Unternehmen beenden" - Veteranen zum Irak und Afghanistankrieg

Wenige Wochen vor dem 60. Jahrestag der Gründung der NATO werden deutsche, britische und US-amerikanische Soldaten und Veteranen über ihre Einsätze im Irak und Afghanistan berichten. Sie werden schildern, was dort tatsächlich Tag für Tag passiert. Die Berichte in Freiburg werden zeigen, welche Folgen die Kriege in Afghanistan und Irak für die Menschen in den betreffenden Ländern haben. Es wird deutlich werden, dass die Menschenrechtsverletzungen, Übergriffe und Angriffe auf die Zivilbevölkerung keine Einzelfälle darstellen. Unter anderem werden zum Hearing erwartet: US-Deserteur André Shepherd, der im November 2008 in Deutschland Asyl beantragt hat; Christian Neumann, Soldat der Bundeswehr, der in Afghanistan stationiert war; US Navy Journalist Zack Baddorf; Irakveteran Chris Capps, der vor einem Einsatz in Afghanistan desertierte. Weitere Infos >>
http://www.fffr.de/wintersoldier
http://www.Connection-eV.de/z.php?ID=634


:: 20.-22.03.2009 - Minden: Gewaltfrei unter Besatzung. Wie arbeiten gewaltfreie Gruppen in Irak, Afghanistan und Palästina?

Das 20-jährige Bestehen des Bund für Soziale Verteidigung (BSV) wird in diesem Jahr auf seiner Jahrestagung mit einem Festakt gefeiert. Hierzu wird u. a. der Gründungsvorsitzende Prof. Theodor Ebert einen Festvortrag halten, in dem er einen Bogen von der Gründung bis zur Gegenwart des BSV spannen wird. Außerdem soll das diesjährige Tagungsthema "Gewaltfrei unter Besatzung" mit deutschen und ausländischen ExpertInnen diskutiert werden. Programm und Anmeldung >>
www.soziale-verteidigung.de/index.php/Nachrichten-Home/090203-2News.html


:: 25.03.2009 - 19.30 Uhr Bonhoeffer-Haus Karlsruhe: 10 Jahre nach dem NATO-Krieg gegen Jugoslawien : Frieden auf dem Balkan ?

Vortrags- und Diskussionsabend mit Dr. Wilhelm Wille, Freiburg (Forum Friedensethik in der Evang. Landeskirche Baden)anlässlich des 10. Jahrestages des Beginns des NATO-Krieges gegen Jugoslawien und im Hinblick auf den 60. Geburtstag der NATO. VA: Deutsche Friedensgesellschaft-Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen, Arbeitsstelle Frieden (Evang. Landeskirche Baden), Evang. Studierendengemeinde Karlsruhe, Forum für gesellschaftlichen Frieden, Frauen für Frieden, Friedensbündnis Karlsruhe, Versöhnungsbund, Werkstatt für Gewaltfreie Aktion Baden. Kontakt: Sonnhild und Ulli Thiel, E-Mail suthiel@t-online.de


:: 27.-29.03.2009 - Evang Akademie Hofgeismar: "Ist nicht die Gerechtigkeit und das Reich Gottes auf Erden der Mittelpunkt von allem?" Reich Gottes im Judentum, bei Jesus und in heutigen Diskussionen

Das "Reich Gottes" ist 2009 Jahresthema des Dietrich-Bonhoeffer-Vereins (dbv). Das Thema entwickelte sich in Gesprächen mit der seit einigen Jahren bestehenden "Ökumenischen Initiative Reich Gottes - jetzt!". Sie vertritt die Ansicht, dass wir das Evangelium viel zu futuristisch verstehen. Jesu Botschaft sei eine präsentische gewesen. Es gehe nicht darum, an Jesus, sondern wie Jesus zu glauben. Die Kirche hat die Aufgabe, die Verkündigung Jesu aufzugreifen und in ihren Lebensvollzügen als vorweggenommene Reich-Gottes-Realität sichtbar werden zu lassen. Dieser Anspruch soll die real existierenden Amtskirchen vor Bürokratisierung und Selbstzwecklichkeit bewahren. Sie müssen sich für Reformen unter dem Reich-Gottes-Leitbild öffnen. In der Tagungsarbeit des Jahres 2009 wird der dbv diese Gedanken entfalten und diskutieren. Mehr >>
http://www.dietrich-bonhoeffer-verein.de


:: 28.03.2009 - 12.00 Uhr in Frankfurt/M. und Berlin: Demonstrationen für eine solidarische Gesellschaft

Der Kapitalismus steckt in seiner schlimmsten Krise seit 1929. Gemeinsam mit zahlreichen zivilgesellschaftlichen Bündnispartnern ruft Attac zu Demonstrationen am 28. März auf. Wenige Tage später wird in London das G20-Treffen stattfinden, bei dem sich die 20 größten Wirtschaftsmächte darüber verständigen wollen, wie sie dieses krisenstrotzende Weltmarktsystem bewahren können. Unsere Demos bilden den Auftakt zu einem Protestjahr für den schon lange fälligen sozialen, ökologischen und demokratischen Umbau. Mehr >>
http://www.28maerz.de/


:: 01.-05.04.2009 - Strasbourg, Baden-Baden, Kehl: "60 Jahre NATO - Frieden ist etwas anderes!"

Am 3. und 4. April 2009 will die NATO auf Einladung der deutschen Kanzlerin und des französischen Präsidenten in Baden-Baden und Strasburg feierlich den 60. Jahrestag der Gründung des Militärbündnisses begehen. 60 Jahre NATO heißen auch: 60 Jahre Politik des Krieges und der Konfrontation. Auf nationaler und internationaler Ebene haben sich Gruppen und Organisationen aus der Friedens,- Menschenrechts- und Globalisierungskritischen Bewegung zu einem breiten Bündnis zusammengefunden, um zu gemeinsamen, bunten und vielfältigen Aktivitäten gegen diesen Gipfel aufzurufen. Damit soll während des Gipfeltreffens des Kriegsbündnisses ein Zeichen gegen die menschenfeindliche Politik der NATO gesetzt werden. In Planung befinden sich: Demonstration (04.04.), internationale Konferenz (02.-05.04.), internationales Camp (01.-05.04.), Aktionen des zivilen Ungehorsams. Ein paar Links zu den Anti-NATO-Protesten >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/aktionen/005594.html
http://www.kein-frieden-mit-der-nato.de
http://natogipfel2009.blogsport.de/
http://www.attac.de/aktuell/nato
http://www.no-to-nato.org/
http://www.friedenskooperative.de/nato2009.htm

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Weitere Termine finden sich u.a.:

:: Netzwerk Friedenskooperative >> http://www.friedenskooperative.de/

:: Bessere Welt Links. Norbert's Bookmarks für engagierte Leute >> http://www.bessereweltlinks.de/index.php?cat=6108

:: Attac >> http://www.attac.de/termine/index.php


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