Date: February 1st 2009
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Liebe Freundinnen und Freunde,
viele unser Leserinnen und Leser haben den Aufruf für eine andere Nahostpolitik bereits unterschrieben. Wer dies noch nicht getan hat, ist zum Mitmachen eingeladen. Es gibt inzwischen auch Listen zum Sammeln von Unterschriften. Mehr dazu findet sich über den Link oben. Zu einer weiteren Mitmachaktion im Zusammenhang mit Gaza wird unter II. Hinweise eingeladen.
Nicht zuletzt angesichts des Gaza-Kriegs verdienen die Gedichte von Erich Fried besondere Beachtung. Er bezog eindeutig Position gegen einen Zionismus, der die Grundlagen des Judentums unterminiert hat.
EIN JUDE AN DIE ZIONISTEN
Freut euch erstens, daß unsere Toten so tot sind
denn sonst könnten sie euch laut sagen, was sie von euch halten
ihr zu Mördern gewordenen Söhne der Opfer unserer Mörder
die ihr euch verbündet mit Mördern gegen eurer Mordopfer Kinder
Und freut euch, daß die Mörder unserer Eltern
die Herzen der Welt so gewöhnt haben an das Morden
daß die Herren der halben Welt heute euren Morden und Lügen
wohlwollend zusehen können und kaum zum Schein protestieren
Und freut euch, daß euer eigener Martin Buber schon tot ist
denn der hat noch knapp vor seinem Tod gesagt
daß ihr nicht die Jünger der alten jüdischen Weisheit
nein, nur die Schüler von Hitler geworden seid
Und freut euch auch, daß es keinen Bert Brecht mehr gibt
denn was der euch gesungen hätte zu eurem Unrecht
das würde der Welt und euch noch lang in den Ohren klingen
ja, länger als eure Unrechtherrschaft noch währt
Aber freut euch rasch, denn eure Freude wird kurzlebig sein
wie die Freuden anderer Tyrannen und Mörder
und dann werden Palästinenser und Juden in Frieden zusammenleben
und werden Gott danken, daß es keinen Zionismus mehr gibt
(Erich Fried)
Shalom Salaam Pace
Euer / Ihr Michael Schmid
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Inhaltsübersicht
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I. Artikel
:: 01. Noam Chomsky: "Löscht alle Wilden aus!" - Gaza 2009 (Teil 1)
:: 02. Noam Chomsky: "Löscht alle Wilden aus!" - Gaza 2009 (Teil 2)
:: 03. Robert Fisk: Gelächter und Posieren - während die Opfer in Gaza verrotten
:: 04. Hoffnungszeichen: Ehrenhaftes Patt
:: 05. UN-Sonderbeauftragter Richard Falk: Israelische Wahlen und Abschreckung als Hintergründe des Gazakrieges
:: 06. Gaza 2009
:: 07. Aktion "gegossenes Blei" - Aktion "vergossenes Blut" bis zum bitteren Ende
:: 08. Auch Lügen sind gewalttätig
:: 09. Auf der falschen Seite
:: 10. Israel und Gaza - Realität und Rhetorik
:: 11. Das Haus schaukelte hin und her
:: 12. Praxistest: Bulldozer gegen Teppichmesser
:: 13. Kollektive Bestrafung: Israels Verbrechen an der Zivilbevölkerung in Gaza
:: 14. Der unsichtbare Dritte - Deutsche Rüstungstechnik im Gaza-Einsatz
:: 15. Verwendet(e) Israel illegale Waffen bei seiner Gaza-Offensive?
:: 16. Rote Karte von den Mullahs
:: 17. Globale Nulllösung: Die Stunde der Phantasten
:: 18. Dämme gegen eine Kernwaffenschwemme
:: 19. Wird die Welt 2009 weniger von Atomwaffen bedroht sein als zuvor? Viele, auch Kirchen, sagen "Ja"
:: 20. Immun gegen Obamanie
:: 21. USA: Fairer Prozess
:: 22. Eine seltsame Art des Sozialismus
:: 23. Helmut Gollwitzer war durch und durch ein Mensch der Mitmenschlichkeit
:: 24. Unbedingt - Vor 100 Jahren wurde Simone Weil geboren
:: 25. Geld, Gewinn, Lottozahlen oder Glaube, Liebe, Hoffnung?
:: 26. Vier Jahre Hartz IV: Schwarze Pädagogik
:: 27. Menschenrechte gibt es nur im Plural
II. Hinweise
III. Veranstaltungstermine
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I. Artikel
:: 01. Noam Chomsky: "Löscht alle Wilden aus!" - Gaza 2009 (Teil 1)
Der jüngste amerikanisch-israelische Angriff auf hilflose Palästinenser wurde am Samstag, dem 27. Dezember, begangen. Die Attacke war minutiös geplant - in der israelischen Presse ist von sechs Monaten die Rede. Zwei Komponenten - eine militärische und eine propagandistische - spielten bei der Planung eine Rolle. Von grundlegender Bedeutung waren die Lehren, die aus Israels Libanon-Invasion 2006 gezogen wurden. Diese galt als schlecht vorbereitet und schlecht vermarktet. Wir können daher ziemlich sicher sein, dass das meiste, was (jetzt) gesagt und getan wurde, geplant und beabsichtigt war. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/005502.html
:: 02. Noam Chomsky: "Löscht alle Wilden aus!" - Gaza 2009 (Teil 2)
In der jetzigen Situation wäre es wenig hilfreich, die Öffentlichkeit darüber zu informieren, dass die amerikanisch-israelische Ablehnungspolitik (Rejektionismus) - welche einer friedlichen Lösung, die von der Welt seit langem angestrebt wird, im Wege steht -, ein solch extremes Ausmaß angenommen hat, dass den Palästinensern sogar das abstrakte Recht auf Selbstbestimmung verwehrt wird. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/005517.html
:: 03. Robert Fisk: Gelächter und Posieren - während die Opfer in Gaza verrotten
Die Titelseite der Beiruter Tageszeitung As-Safir brachte es gestern auf den Punkt. Über die obere Hälfte der Seite zog sich ein schreckliches Foto. Es zeigte den aufgequollenen Leichnam eines Palästinensers, der soeben in den Trümmern seines Hauses gefunden worden war. Zwei männliche Mitglieder seiner Familie schreien und brüllen ihre Trauer hinaus. Darunter war ein etwa halb so großes Foto abgebildet. Es zeigte westliche Führer in Israel, die mit dem israelischen Premierminister Ehud Olmert scherzten. Olmert brüllte vor Lachen. Silvio Berlusconi hatte seine Arme von hinten um Olmerts Schultern gelegt. Auch er scherzte und brüllte - vor Lachen, nicht vor Trauer. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/005488.html
:: 04. Hoffnungszeichen: Ehrenhaftes Patt
Nach Jahrzehnten der Gewalt stand Nordirland Ende der achtziger Jahre vor der Alternative: Entweder fortgesetzt in Grausamkeit und Agonie zu versinken oder eine Zukunft auszuhandeln, die davon frei war. Der Weg zum Frieden in Nordirland war geebnet, als Mitte der neunziger Jahre das Nordirland-Korps der britischen Armee davon überzeugt war, die Irisch-Republikanische Armee (IRA) ließ sich weder besiegen noch auslöschen. Es blieb nur ein ehrenhaftes Patt. Im Gegenzug musste die IRA begreifen, es würde ihr auf absehbare Zeit verwehrt sein, die britischen Soldaten durch Attentate soweit zu zermürben, dass sie abziehen. Von Nordirland lernen heißt vor allem: Nur mit Hamas wird es Frieden geben. Von Lutz Herden. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/005491.html
:: 05. UN-Sonderbeauftragter Richard Falk: Israelische Wahlen und Abschreckung als Hintergründe des Gazakrieges
Der UN-Sonderberichterstatter Richard Falk, ehemaliger amerikanischer Professor für Internationales Recht an der Princeton Universität, derzeit UN-Sonderbeauftragter für die Menschenrechte in den besetzten palästinensischen Gebieten, hat sich sehr kritisch zu der israelischen Position im Gazakonflikt geäußert. Er hat bereits Anfang Dezember 2008 einen Internationalen Strafgerichtshof gefordert, um gegen die Israelische Führung wegen möglicher Verletzungen des Internationalen Kriegsrechts zu ermitteln. Er tat dies, weil er in der Abriegelung des Gazastreifens "Verbrechen gegen die Menschlichkeit" sah. Von Clemens Ronnefeldt. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/005494.html
:: 06. Gaza 2009
"Woher soll ich ihm einen Vater nehmen? Woher soll ich ihm eine Mutter nehmen? Sagen Sie es mir!" Diese verzweifelten Worte äußerte Subhi Samouni gegenüber einem Al-Dschasierah-Korrespondenten. Subhi hat 17 enge Verwandte verloren - einschließlich der Eltern seines 7jährigen Enkels. Während ich dies schreibe, werden weitere Leichen der Familie Samouni unter den Trümmern geborgen - 15 Tage, nachdem die Israelischen Besatzungsstreitkräfte (IOF) deren beide Häuser mit Granaten beschossen. Es ist schockierend. Die IOF hatte 120 Mitglieder der Familie 12 Stunden lang in ein Haus gesperrt, bevor sie es mit Granaten beschoss. Von Haidar Eid. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/005495.html
:: 07. Aktion "gegossenes Blei" - Aktion "vergossenes Blut" bis zum bitteren Ende
Evelyn Hecht-Galinski hat sich in einer Rede bei der Gaza-Demonstration am 17.01.09 in Stuttgart mit dem palästinensischen Volk solidarisiert, besonders dem in Gaza lebenden, welches unter einem unvorstellbaren Staatsterror leide, der von Israel ausgehe.Es dürfe jetzt nicht zur Tagesordnung übergegangen werden, ohne dass eine unabhängige Untersuchung eine völkerrechtliche Bewertung dieses Angriffskrieges ermögliche. Alle demokratischen deutschen Bürger und Bürgerinnen sollten gegen die israelischen Schandtaten protestieren. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/005496.html
:: 08. Auch Lügen sind gewalttätig
Wir halten in Deutschland ja von oben bis unten und von rechts nach links einfach nur den Standpunkt der Israelischen Regierung für den einzig möglichen. Der Feigheit der Medien entspricht die Feigheit der Politik. Ein Zwischenruf zur Feigheit der Medien im Gaza-Krieg von Rupert Neudeck. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/005497.html
:: 09. Auf der falschen Seite
Von all den wunderbaren Sätzen aus Barack Obamas Amtseinführungsrede blieb folgender Satz bei mir hängen: "Ihr seid auf der falschen Seite der Geschichte." Er sprach von den tyrannischen Regimen in der Welt. Aber auch wir sollten über dieses Wort nachdenken. In den letzten paar Tagen hörte ich viele Erklärungen vonseiten Ehud Baraks, Zipi Livnis, Binyamin Netanyahus und Ehud Olmerts. Und jedes Mal musst ich an dieses Wort denken: "Ihr seid auf der falschen Seite der Geschichte!" Obama sprach als Mensch des 21. Jahrhunderts. Unsere israelischen Führer sprechen jedoch die Sprache des 19. Jahrhunderts. Sie ähneln den Dinosauriern, die einst ihre Nachbarn tyrannisierten und denen nicht bewusst war, dass ihre Zeit längst abgelaufen war. Von Uri Avnery. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/005499.html
:: 10. Israel und Gaza - Realität und Rhetorik
Der einzige Weg, um in Israels sinnlosem Krieg in Gaza einen Sinn zu finden, führt über ein Verständnis der historischen Zusammenhänge. Die Gründung des Staates Israel im Mai 1948 war mit enormen Ungerechtigkeiten für die Palästinenser verbunden. Englische Politiker waren sich seinerzeit des großen Unrechts bewusst, das den Palästinensern durch die einseitige Unterstützung der Amerikaner für die Israelis angetan wurde. Am 2. Juni 1949 schrieb der damalige britische Botschafter in Ägypten Sir John Troutbeck an den Außenminister Ernest Bevin, die Amerikaner seien verantwortlich für die Schaffung eines Gangsterstaates unter der Führung "einer völlig skrupellosen Führerbande". Bisher dachte ich, dies sei ein zu hartes Urteil; aber angesichts Israels brutalem Überfall auf die Bevölkerung von Gaza und der Komplizenschaft der Regierung Bush stellt sich die Frage neu, sagt Avi Shlaim. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/005504.html
:: 11. Das Haus schaukelte hin und her
Die Reise des Apotheker nach Gaza: Zuerst durfte Yafer Alsharafi nicht hinein, dann nicht mehr heraus. Von Marina Achenbach. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/005500.html
:: 12. Praxistest: Bulldozer gegen Teppichmesser
Die israelische Armee hat in Gaza die Theorie über den "asymmetrischen Krieg" vom Kopf auf die Füße gestellt. Von Rudolf Walther. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/005508.html
:: 13. Kollektive Bestrafung: Israels Verbrechen an der Zivilbevölkerung in Gaza
Der Krieg Israels gegen Gaza im Dezember 2008 begann mit einer Lüge. Premierminister Olmert, Armeeminister Barak und Außenministerin Livni behaupteten, dass der Raketenbeschuss israelischer Städte aus dem Gazastreifen unerträglich geworden und nicht anders zu stoppen sei als mit massivem israelischen Eingreifen. Die Unwahrheit dieser Behauptungen war ebenso offensichtlich wie bei den Lügen des George W. Bush zu Beginn des Irak-Krieges. Wieder gibt es genügend Politiker und Journalisten, diesmal gerade und besonders in Deutschland, die diese Märchen gerne nachplappern. Bisher habe ich noch von keinem gehört, dass es ihm leid tue. Von Rolf Verleger. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/005510.html
:: 14. Der unsichtbare Dritte - Deutsche Rüstungstechnik im Gaza-Einsatz
Deutschland hat mit den tödlichen Waffen im Gaza-Krieg scheinbar wenig zu tun. "Made in Germany" steht auf keiner dieser Waffen. Und doch steckt deutsche Rüstungstechnologie in israelischen Waffen, die in diesen Wochen im Gaza-Krieg zum Einsatz kam. Von Otfried Nassauer. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/005516.html
:: 15. Verwendet(e) Israel illegale Waffen bei seiner Gaza-Offensive?
Die Erde bebte unter unsern Füßen, Wolken von erstickendem Rauch, Explosionen wie bei einem Feuerwerk, Bomben, die in alles verbrennenden Flammen zerbarsten und nicht mit Wasser zu löschen sind, Wolken wie Pilze aus rosa Rauch, Gas, das einem die Luft wegnimmt, scheußliche Verbrennungen auf der Haut, ungewöhnliche verstümmelte lebende und tote Körper. All dies wird von Bomben verursacht, die Israel über den Einwohnern des Gazastreifens abwirft. Seit dem ersten Tag der israelischen Luftangriffe gaben die Leute dort genau dieselben Beschreibungen über Nebenwirkungen der Bombardements und behaupteten, Israel benütze Waffen und Munition, die sie in den vergangenen acht Jahren nicht gesehen haben. Von Amira Hass. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/005520.html
:: 16. Rote Karte von den Mullahs
Es kann keinem Fußballfunktionär in der Welt der Sessel weggesägt werden, wenn sein Team fünf Punkte vor dem derzeit ärgsten Verfolger hat. Ali Reza Mansourian droht auch kein ballbedingter Misstrauensantrag, da Esteghlal, seine Mannschaft aus der iranischen Hauptstadt Teheran, schon 46 Punkte eingespielt hat. Er trainiert die "Blauen" nicht, sondern leitet die Fußballakademie des Klubs, mithin die Jugendarbeit. Ihm steht dennoch Ärger ins Haus. Von Karl Grobe. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/005503.html
:: 17. Globale Nulllösung: Die Stunde der Phantasten
Immer mehr Politiker fordern eine atomwaffenfreie Welt. Darunter sind viele graue Eminenzen. Aktive Militärs lassen sich bisher davon wenig beeindrucken. Von Wolfgang Kötter. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/005489.html
:: 18. Dämme gegen eine Kernwaffenschwemme
Die atomare Abrüstung ist heute auch in Berlin das Thema des Tages. Hier trifft sich die "Middle Powers Initiative", um darüber zu beraten, wie eine erfolgreiche Vorbereitung der nächsten Überprüfungskonferenz zum Atomwaffensperrvertrag wirksam unterstützt werden kann. diese nächste Überprüfungskonferenz zum Atomwaffensperrvertrag ist von entscheidender Bedeutung. Von Wolfgang Kötter. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/005511.html
:: 19. Wird die Welt 2009 weniger von Atomwaffen bedroht sein als zuvor? Viele, auch Kirchen, sagen "Ja"
2009 dürfen Sie sich auf eine gute Nachricht freuen. Trotz des schrecklichen Anfangs, den das Jahr im Gazastreifen und anderen langjährigen Konfliktgebieten genommen hat, haben Regierungen, denen die kollektive internationale Sicherheit ein Anliegen ist, daran gearbeitet, 2009 einen historischen Meilenstein zu setzen: die Zahl der Länder, die durch die Einrichtung atomwaffenfreier Zonen geschützt sind, wird von gegenwärtig 56 auf 110 steigen. Von Jonathan Frerichs. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/005518.html
:: 20. Immun gegen Obamanie
Inauguration in Washington: Die deutschen Linken schwanken zwischen Abwarten und Skepsis. Von Ekkehart Krippendorff. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/005492.html
:: 21. USA: Fairer Prozess
Mit der Schließung von Guantánamo setzt Obama ein Zeichen. Wenn der neue Präsident versichert, die USA würden den Kampf gegen den Terrorismus künftig in einer Weise führen, "die unsere Werte und unsere Ideale achtet", so gesteht er damit zugleich, dass dies unter seinem Vorgänger nicht zutraf. Das entblößt all jene Apologeten der USA, die ihre Politik zum Hort der Demokratie erklären. Eine Demokratie ohne Rechtsstaat kann es nicht geben. Von Thomas Rothschild. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/005515.html
:: 22. Eine seltsame Art des Sozialismus
Stamokap in den USA: Obama hat mit seinem Konjunkturprogramm den Staat zum Unternehmer des Jahres ausgerufen. Von Konrad Ege. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/005512.html
:: 23. Helmut Gollwitzer war durch und durch ein Mensch der Mitmenschlichkeit
Helmut Gollwitzer, einer der bedeutendsten Theologen des 20. Jahrhunderts, wäre am 29. Dezember 2008 100 Jahre alt geworden. Eine Würdigung Helmut Gollwitzers durch seine Nichte Christiane Gollwitzer. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/005493.html
:: 24. Unbedingt - Vor 100 Jahren wurde Simone Weil geboren
Sie ist nicht alt geworden. Mit nur 34 Jahren starb Simone Weil 1943 an Unterernährung und Tuberkulose in einem englischen Sanatorium. Es war ihr Idealismus, der sie das Leben kostete. Denn die französische Philosophin wollte, ins Exil getrieben, nicht mehr essen, als ihren Landsleuten im besetzten Frankreich an Lebensmitteln zustand. In Zeiten des Krieges schien ihr jeglicher Luxus fehl am Platze. Also heizte sie auch ihr Zimmer nicht, schlief auf dem Boden, um sich abzuhärten - für noch härtere Zeiten. Denken und Handeln waren für Simone Weil in einer Unbedingtheit aufeinander bezogen, die schon ihre Zeitgenossen beeindruckte und zuweilen abschreckte. Von Helen Thein. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/005521.html
:: 25. Geld, Gewinn, Lottozahlen oder Glaube, Liebe, Hoffnung?
Im Gespräch: Margot Käßmann, Landesbischöfin in Hannover , über die Kirchen und die Finanzkrise, die Weltarmut und die Weltunordnung. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/005498.html
:: 26. Vier Jahre Hartz IV: Schwarze Pädagogik
Die wichtigste Arbeitsmarktreform der Bundesrepublik wirkt weit in die Sphäre der Lohnarbeit hinein - und schönt in großem Stil Erwerbslosenzahlen. Von Connie Uschtrin. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/005501.html
:: 27. Menschenrechte gibt es nur im Plural
Ausgrenzung ist kein "Dritte-Welt-Problem". Auch in den Industrieländern funktioniert sie - nur mit anderen Mitteln. Von Claudia Neusüß. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/005509.html
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II. Hinweise
:: Die Blockade beenden! Ein Schiff mit medizinischen Hilfsgütern für Gaza.
Vor mehr als einem Jahr erklärte die Besatzungsmacht Israel den Gazastreifen zum "feindlichen Gebiet" und riegelte ihn hermetisch ab. Die Bombardierung des Gazastreifens und der militärische Einmarsch durch Israel seit dem 27. Dezember 2008 ist die Fortsetzung dieser Blockadepolitik. Zahlreiche Unterzeichnende erklären in einem Appell, dass sie der Strangulation und dem Aushungern einer Bevölkerung von 1,5 Millionen Menschen nicht tatenlos zusehen wollen. Sie wollen dem Aufruf der "Free Gaza"-Kampagne folgen und ein Schiff mit medizinischen Hilfsgütern von einem europäischen Hafen aus nach Gaza schicken. Dies wird nur mit viel Unterstützung möglich sein. Der vollständige Appell, die Liste mit den UnterzeichnerInnen sowie weitere Infos finden sich unter >>
http://www.freegaza.de
:: Stuttgarter Friedenspreis ausgeschrieben
Auch in diesem Jahr gibt es wieder den Stuttgarter Friedenspreis der AnStifter. Die mit 5000 Euro dotierte Auszeichnung des Bürgerprojekts wurde bislang sechsmal verliehen. Gewürdigt werden mit dem Friedenspreis "Personen und Projekte, die sich in besonderer Weise für Frieden, Gerechtigkeit und Solidarität einsetzen". Vorschläge kann jedermann machen, Eigenbewerbungen sind möglich. Die Vorschläge müssen bis zum 31. März 2009 eingereicht sein und sind auf maximal einer A-4-Seite zu begründen. Einsendungen an Die AnStifter, Koordination: Peter Grohmann, E-Mail Peter-Grohmann@Die-Anstifter.de
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III. Veranstaltungstermine
:: 02.02.2009 - 20.00 Uhr in der Neuen Aula in Tübingen: 60 Jahre Nato sind 60 Jahre zuviel!
Mit Claudia Haydt von der Informationsstelle Militarisierung(IMI). Jedes Jahr im Februar treffen sich in München Rüstungslobbyisten, Nato-Militärs und Vertreter aus Politik und Wirtschaft zur sog. Nato-Sicherheitskonferenz. Sie diskutieren dort ihre Strategien und treffen Absprachen, wie sie militärisch ihre Vormachtstellung auf der Welt ausbauen können. So auch in diesem Jahr am 7. und 8. Februar. Friedensgruppen und Antimilitaristen rufen für den 7. Februar zu einer Demonstration gegen die Sicherheitskonferenz auf. Dazu begeht in diesem
Jahr die Nato auch ihren 60. Jahrestag mit Feierlichkeiten in Straßbourg, Kehl und Baden-Baden. Auch hier regt sich Widerstand. Claudia Haydt von der IMI aus Tübingen wird über die Umstrukturierung der Nato und der Bundeswehr berichten. Außerdem wird es auf der Veranstaltung auch Informationen zu den Protesten in München und in Straßburg geben. >>
http://tuebingen.solid-sds.de/sds/veranstaltung-60-jahre-nato-sind-60-jahre-zuviel/353
:: 04.02.2009 - 17.00 bis 19.00 Uhr in Berlin: Atomforum umzingeln!
Mit Halbwahrheiten und Lügen will die Atomlobby den beschlossenen Atomausstieg kippen. Der nächste Baustein ihrer PR-Strategie: die Wintertagung des Deutschen Atomforums vom 4. bis 5. Februar in Berlin. campact.de ruft dazu auf, mit einer Menschenkette am Abend des 4. Februars das Konferenzgebäude in Berlin zu umschließen. Los geht´s um 17.00 Uhr an der Zinnowitzer Straße (U6). Unsere Botschaft: Eure Lügen bleiben drin - wir wollen kein Comeback der Atomkraft! Demonstrieren Sie mit! Mehr >>
http://www.campact.de/atom2/atomforum/aufruf
:: 04.02.2009 - 20.00 Uhr Adolf-Schlatter-Haus Tübingen: Die neue NATO: Vom Militär- zum Kriegspakt
Vortrag von Uli Cremer. Nach dem Ende des Kalten Krieges erwies sich die NATO als wandlungsfähiger Militärpakt. Bereits Anfang der 1990er Jahre entwickelte sie eine Strategie, die sie fit für die neue Epoche machte. Die neue NATO war von vornherein auf konkrete Kriegsführung angelegt; inzwischen kämpfen über 50.000 NATO-Soldaten in Afghanistan. Uli Cremer wird einen Überblick über die letzten 18 Jahre des Bündnisses liefern und die neue Strategie der NATO umreißen. Eine besondere Rolle wird dabei das Bemühen der NATO spielen, den Zugriff auf weltweite Rohstoffquellen zu sichern. Uli Cremer war Sprecher des Fachbereichs Außenpolitik von Bündnis 90/Die Grünen und 2008 Mitbegründer der "Grünen Friedensinitiative". Im Frühjahr 2009 erscheint von ihm im VSA-Verlag das Buch "Neue NATO: Die ersten Kriege". VA: Kriegspakt Tübinger Friedensplenum/Antikriegsbündnis und Informationsstelle Militariserung e.V. (IMI)
:: 06./07.02.2009 - München: NATO abschaffen
Protestkundgebung und Großdemonstration gegen die NATO-Kriegstagung in München. Mehr >>
http://sicherheitskonferenz.de
:: 06.-08.02.2909 - Internationale Münchner Friedenskonferenz: "Globale Bedrohungen für den Frieden - zivile Antworten"
Die ReferentInnen entwickeln zivilgesellschaftliche Lösungsansätze basierend auf ihren jeweiligen Tätigkeitsfeldern und Erfahrungen. ReferentInnen u.a. Jakob von Uexküll, Dr. Mary-Wynne Ashford und Prof. Werner Ruf. Mehr >>
http://www.friedenskonferenz.info
:: 10.02.2009 ff. - Berlin-Charlottenburg, Lörrach, Augsburg, Bitburg; Simmern/Hunsrück Lesereise mit Prof. Dr. Sumaya Farhat-Naser: Eine Palästinenserin im Streit für den Frieden
Themen: Auf der Suche nach Auswegen. Krieg und Gewalt sind keine Lösung. Vom Kreislauf der Angst und Gewaltbereitschaft. Die erste Veranstaltung findet am 10.02.2009 um 19.00 Uhr im Haus der Kirche in Berlin-Charlottenburg statt. Weitere Veranstaltungen folgen in den darauffolgenden Tagen in Lörrach, Augsburg, Bitburg und Simmern/Hunsrück. Näheres dazu >>
http://www.friedenskooperative.de/nahost.htm
27.02. - 01.03.2009 - Ev. Akademie Hofgeismar: Kein Frieden in Sicht? Der israelisch-palästinensische Konflikt Bestandsaufnahme und Perspektiven
Die Lage scheint hoffnungslos festgefahren. Der Libanonkrieg gegen die Hisbollah, die "Partei Gottes", verhärtete die Fronten. Der Rückzug der israelischen Armee aus dem Gazastreifen und die Machtübernahme der Hamas taten ein Übriges. Da sind die Kassamraketen auf Sderot; da ist die israelische Sicherheitsmauer gegen Selbstmordattentäter, da sind Schikanen und Übergriffe an den Kontrollposten. Die wechselseitigen Schuldzuweisungen sind zahlreich. Nüchtern betrachtet macht sich Ratlosigkeit breit: Die israelische Führung ist mit Korruptionsvorwürfen und dem harten Kern der Siedler beschäftigt, unter den Palästinensern schwelt der Machtkampf zwischen PLO und Hamas. Gibt es Auswege aus dem Dilemma? In Zusammenarbeit mit der Deutsch-Palästinensischen Gesellschaft. Mehr >>
http://www.akademie-hofgeismar.de
:: 06.-08.03.2009 - Evang. Akademie Bad Boll: 50 Jahre Tibeter im Exil. Erfolge - Herausforderungen - Perspektiven
170.000 Tibeter leben im Exil. Im sozialen Bereich leisten sie viel, müssen aber machtlos zusehen, wie ihre Heimat in eine chinesische Provinz verwandelt wird. Trotz weltweiter Sympathie haben sie kaum politischen Einfluss. Darum wächst nicht nur ihre Frustration, sondern auch ihr Protest. Referent: Klemens Ludwig - Autor, Tübingen. Anmeldeschluss 19.02.2009. Mehr >>
http://www.ev-akademie-boll.de/Programm.programm.0.html
14.03.2009 - 9.00-17.00 Uhr in der Evangelischen Diakonissenanstalt Stuttgart: "Theorie und Praxis der Gewaltfreiheit - Aktuelle Diskussion und Entwicklungen"
Bei diesem Studientag werden folgende Vorträge gehalten: Wie wirkt die Gütekraft? Synthese der Vorstellungen von Gandhi, Goss-Mayr und de Ligt (Martin Arnold); Der Umgang mit dem Darfur-Konflikt auf internationaler Ebene (Janna Sponheuer); Therapie Sociale' und Moscheebau (Gudrun Knittel); Gandhi und Jesus: Das Ende des Fundamentalismus. Thesen zum Buch (Wolfgang Sternstein); Forschungsergebnisse zu Empowerment (Martin Arnold); Pazifismus und Religiosität (Dissertationsvorhaben) (Anne-Katrin Henseler). VA: Institut für Friedensarbeit und Gewaltfreie Konfliktaustragung in Kooperation mit Ohne Rüstung Leben. Anmeldung an: Christine Schweitzer, E-Mail: CSchweitzerIFGK@aol.com
:: 25.03.2009 - 19.30 Uhr Bonhoeffer-Haus Karlsruhe: 10 Jahre nach dem NATO-Krieg gegen Jugoslawien : Frieden auf dem Balkan ?
Vortrags- und Diskussionsabend mit Dr. Wilhelm Wille, Freiburg (Forum Friedensethik in der Evang. Landeskirche Baden)anlässlich des 10. Jahrestages des Beginns des NATO-Krieges gegen Jugoslawien und im Hinblick auf den 60. Geburtstag der NATO. VA: Deutsche Friedensgesellschaft-Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen, Arbeitsstelle Frieden (Evang. Landeskirche Baden), Evang. Studierendengemeinde Karlsruhe, Forum für gesellschaftlichen Frieden, Frauen für Frieden, Friedensbündnis Karlsruhe, Versöhnungsbund, Werkstatt für Gewaltfreie Aktion Baden. Kontakt: Sonnhild und Ulli Thiel, E-Mail suthiel@t-online.de
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Weitere Termine finden sich u.a.:
:: Netzwerk Friedenskooperative >> http://www.friedenskooperative.de/
:: Bessere Welt Links. Norbert's Bookmarks für engagierte Leute >> http://www.bessereweltlinks.de/index.php?cat=6108
:: Attac >> http://www.attac.de/termine/index.php
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