Date: August 28th 2008

==== Lebenshaus-Newsletter ===============================================

Kommt am 30.8. zur Großdemo nach Büchel! Mehr >>
http://www.atomwaffenfrei.de/startseite/index.html


Liebe Freundinnen und Freunde,

am 28. August 1963, also auf den Tag genau vor 45 Jahren, hat Martin Luther King seine weltberühmt gewordene "Ich habe einen Traum"-Rede direkt vor dem Abraham-Lincoln-Denkmal in Washington gehalten. Aus allen Staaten der USA sind die Afroamerikaner gekommen und auch viele Weiße, damals beim "Marsch auf Washington" zur Durchsetzung der Bürgerrechte. Gut 200.000 Bürgerinnen und Bürger der USA haben Martin Luther King, dem jungen, mitreißenden Pfarrer aus Alabama Beifall geklatscht, dessen Rede zum Höhepunkt der 9-stündigen Veranstaltung wurde. Es lag Enthusiasmus in der Luft dieses August 1963.

In der Erinnerung wird King heute oft auf diese Rede und seinen triumphierenden Auftritt am Lincol Memorial reduziert. Damit verbunden ist eine "Entschärfung" seines Lebens. Denn dieser oftmals ziemlich geglättete nationale Held ist nicht der King der Rede "Jenseits von Vietnam" und weiterer Reden in seinen letzten Lebensjahren, in welchen er seine Regierung als "die größte Gewaltausüberin in der heutigen Welt" angeklagt hatte. Wenn wir heute Kings Leben würdigen, dann darf die große Herausforderung an uns nicht verharmlost werden - nämlich die nach einer gewaltfreien revolutionären Umgestaltung von gesellschaftlichen Verhältnissen, die Krieg und Armut beinhalten. Wenn dieser Hintergrund berücksichtigt wird, dann hat natürlich auch Kings Rede "I have a dream". Aus diesem Grunde wird sie auf der Lebenshaus-Website dokumentiert (siehe Artikel 01.).

Durchaus im Geiste Kings sahen sich viele Teilnehmerinnen und Teilnehmer einer großen Aktion, die vor 25 Jahren in Deutschland stattfand. Am Antikriegstag, dem 1. September 1983, der an den Beginn des Zweiten Weltkriegs erinnern soll, bewegten sich um 5.45 Uhr rund 1.000 Menschen auf das Mutlanger Pershingdepot zu. Ein Blitzlichtgewitter prasselte auf sie nieder. Auftakt einer großen Blockadeaktion, die vom 1. bis 3. September 1983 stattfand und die auch als "Prominentenblockade" bekannt geworden ist. Mutlangen kam in die Schlagzeilen der Weltpresse.

Hier wurde auch die breite Akzeptanz dieser Aktionsform deutlich. Der Protest hatte eine neue Qualität gewonnen. Er wurde zum massenhaften, gewaltfreien zivilen Ungehorsam. Dieser konzentrierte sich nun vor allem auf die Stationierungsorte der Pershing II-Raketen, auf die Heilbronner Waldheide und vor allem auf Mutlangen, das in den folgenden Jahren zum Symbolort für die gewaltfreie Blockadeaktionen vor Atomraketenstellungen werden sollte.

Anlässlich des 25. Jahrestages dieser "Prominentenblockade" beginnen wir in den nächsten Tagen, Artikel zum Thema "Mutlangen" in die Lebenshaus-Website einzustellen. Wer etwas zu der jahrelangen Protest- und Widerstandsgeschichte in Mutlangen (oder anderen Stationierungsorten) beizutragen hat, z.B. Artikel, Erfahrungsberichte, Bilder, Dokumente, ist gerne eingeladen, mit uns Kontakt aufzunehmen (bitte unter info@lebenshaus-alb.de ).


Wir leben in einer revolutionären Zeit.
Auf der ganzen Erde erheben sich die Menschen
gegen die alten Systeme
der Ausbeutung und Unterdrückung,
und aus dem Schoß einer gebrechlichen Welt
erwachsen neue Systeme der Gerechtigkeit
und der Gleichheit.
Die barfüßigen und hemdlosen Bauernmassen
der Dritten Welt erheben sich,
wie sie es nie zuvor getan haben.
"Das Volk, das in der Finsternis sitzt,
sieht ein großes Licht."
Wir im Westen müssen diese Revolutionen unterstützen.
Es ist eine traurige Tatsache,
dass die westlichen Nationen,
die den revolutionären Geist
der modernen Welt recht eigentlich begründeten,
aus Bequemlichkeit, Gleichgültigkeit,
krankhafter Angst vor dem Kommunismus
und der Neigung,
Ungerechtigkeiten als unvermeidlich hinzunehmen,
nun zu Erz-Antirevolutionären geworden sind.
Aus dieser Entwicklung schließen viele,
dass nur der Marxismus revolutionären Geist hat.
Der Kommunismus ist deshalb
ein Gericht über unser Versagen,
eine wirkliche Demokratie zu schaffen
und die revolutionäre Entwicklung voranzutreiben,
die wir begründeten.
Unsere einzige Hoffnung besteht heute darin,
dass wir von diesem revolutionären Geist
wieder ergriffen werden
und in eine oft feindselige Welt hinausgehen,
um der Armut, dem Rassismus
und dem Militarismus den Kampf anzusagen.

(aus: Martin Luther King -
Rede am 4. April 1967)

In seiner Rede in der New Yorker Riverside Church am 4. April 1967 - genau ein Jahr vor seiner Ermordung - hielt King ein glühendes Plädoyer gegen den Vietnamkrieg und klagte seine Regierung als "die größte Gewaltausüberin in der heutigen Welt" an. Vier Jahrzehnte später immer noch sehr aktuell!


Shalom Salaam Pace
Ihr / Euer
Michael Schmid

-----------------------------------------------

Inhaltsübersicht
----------------

I. Artikel

:: 01. 45 Jahre: Martin Luther Kings Rede "Ich habe einen Traum"

:: 02. Vollendete Tatsachen, verbrannte Erde

:: 03. Saakaschwilis Olympiakrieg

:: 04. Nach dem Krieg ist vor dem Frieden - Der Kaukasus braucht eine konsequente Politik des Gewaltverzichts

:: 05. Mercedes-Lkw für Georgiens Raketenwerfer

:: 06. Russland knallhart

:: 07. Augustfröste

:: 08. Rogosin lässt die Bilder tanzen

:: 09. Sendepause - Vielfältige Kontakte Nato-Russland blockiert

:: 10. 'Free Gaza' - zwei Boote legen von Zypern ab, um die israelische Blockade zu durchbrechen

:: 11. Zorn, Sehnsucht und Hoffnung

:: 12. Des Teufels Pferdefuß

:: 13. Eine Stimme aus der bitteren armenischen Vergangenheit

:: 14. Wer hat Angst vorm gelben Mann?

:: 15. Der Elitäre, der Andere - der Unamerikaner

:: 16. Seid anständig, vermehrt das Kapital!

:: 17. Energie und Klima - Hunger und Geld. Die Finanzkrise erfasst die reale Ökonomie und die Natur

:: 18. CSSR 1968: Neue Ideen schockieren die alte Garde

:: 19. Erbschaften eines Tages: Der 21. August 1968 als Geschichtszeichen

:: 20. Hiroshima-Überlebende: "Die Fingerspitzen der Toten fingen Feuer und das Feuer breitete sich über den ganzen Körper aus"


II. Hinweise

III. Veranstaltungstermine

========================

I. Artikel

:: 01. 45 Jahre: Martin Luther Kings Rede "Ich habe einen Traum"

Am 28. August 1963, also auf den Tag genau vor 45 Jahren, hat Martin Luther King seine weltberühmt gewordene Rede direkt vor dem Abraham-Lincoln-Denkmal in Washington gehalten. Aus allen Staaten der USA sind die Afroamerikaner gekommen und auch viele Weiße. Gut 200.000 Bürgerinnen und Bürger der USA haben Martin Luther King, dem jungen, mitreißenden Pfarrer aus Alabama Beifall geklatscht. Wir dokumentieren Kings Rede "I have a dream" auf der Lebenshaus-Website. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/001880.html
Zahlreiche weitere Reden von King sowie viele Artikel, in denen sein Leben bzw. einzelne Aspekte gewürdigt werden, Buchbesprechungen, Referentenangebote finden sich auf der Lebenshaus-Website z.B. unter >>
http://www.lebenshaus-alb.de/cgi-bin/cms/mt-view.cgi/1/category/21/


:: 02. Vollendete Tatsachen, verbrannte Erde

Georgiens Verhängnis: Der aufstrebende Regionalpolitiker Saakaschwili wollte der Geopolitik auf die Sprünge helfen. Von Lutz Herden. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/005213.html


:: 03. Saakaschwilis Olympiakrieg

Im Gespräch: Der christdemokratische Sicherheitspolitiker Willy Wimmer über große und kleine Spieler im Kaukasus. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/005215.html


:: 04. Nach dem Krieg ist vor dem Frieden - Der Kaukasus braucht eine konsequente Politik des Gewaltverzichts

Nach dem Fünf-Tage-Krieg in Georgien droht eine neue, längst überwunden geglaubte Ost-West-Konfrontation. In dieser Situation hat der Geschäftsführende Vorstand der deutschen Sektion der internationalen katholischen Friedensbewegung pax christi eine konsequente Politik des Gewaltverzichts, Anerkennung des Selbstbestimmungsrechts wie auch der territorialen Integrität von Staaten und völkerrechtlicher Standards gefordert. pax christi befürchtet eine neue Ost-West-Konfrontation und fordert einen Friedensplan für den Kaukasus auf der Basis der OSZE - "Charta von Paris". >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/005217.html


:: 05. Mercedes-Lkw für Georgiens Raketenwerfer

Georgiens moderne Raketenwerfer können Streumunition verschießen - eine Gefahr für Zivilisten. Montiert sind sie auf Mercedes-Benz-Lkws. Dies bedeutet ein Glaubwürdigkeitsproblem für Berlin, das Vorreiter beim Verbot von Streumunition sein will. Von Otfried Nassauer. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/005228.html


:: 06. Russland knallhart

Freunde hat die Moskauer Führung sich nicht gemacht, als sie Südossetien und Abchasien anerkannte. Das war auch nicht ihre Absicht. Feindschaft aber darf nicht die Antwort sein. Von Karl Grobe. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/005229.html


:: 07. Augustfröste

Nein, am Wetter liegt es nicht. Nicht an der Abschaltung solcher kommunaler Versorgungseinrichtungen wie Fernwärme für Heizung und Wasserleitung. Russen bekommen im August aus zwei anderen Gründen häufiger eine Gänsehaut: Erstens bei der Betrachtung gewisser aktueller Begebenheiten, zweitens bei der Erinnerung an frühere Vorfälle.Der August ist ein Monat, in dem man politisch fröstelt. Nicht in jedem Jahr, aber häufig genug. Von Karl Grobe. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/005225.html


:: 08. Rogosin lässt die Bilder tanzen

KSE-Vertrag: Erfriert die konventionelle Abrüstung in einer "neuen Eiszeit"? Von Wolfgang Kötter. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/005230.html


:: 09. Sendepause - Vielfältige Kontakte Nato-Russland blockiert

Die Drähte sind abgeschaltet zwischen Brüssel und Moskau. Im nächsten halben Jahr gibt es keine Konsultationen, keine Sitzung des Nato-Russland-Rates, keine gemeinsamen Übungen zur Katastrophenabwehr. Russland zeigt sich zudem irritiert über ein Manöver von Nato-Schiffen im Schwarzen Meer. Ganz gekappt ist der "heiße Draht" zwischen dem Nato-Generalsekretär und dem russischen Verteidigungsminister aber nicht. Von Karl Grobe. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/005231.html


:: 10. 'Free Gaza' - zwei Boote legen von Zypern ab, um die israelische Blockade zu durchbrechen

Zwei umgebaute Fischerboote sind gestern von Zypern aufgebrochen. An Bord befinden sich 41 Aktivisten und Menschenrechtsaktivisten. Sie sind Teil der Bewegung 'Free Gaza'* und versuchen, die israelische Blockade des Gazastreifens zu durchbrechen. Die Schiffe - 'Liberty' und 'Free Gaza' - verließen den südlichen Hafen von Larnaca am 22. August. Israel warnte die Aktivisten, sich Gaza fernzuhalten. Dies, so Israel, sei auch "Subjekt einer Anweisungsnotiz der Israelischen Marine", mit der ausländische Schiffe gewarnt werden, sich der "designierten maritimen Zone" zu nähern. Ein Interview mit Huwaida Arraf, geführt von Amy Goodman und Juan Gonzalez von Democracy Now! >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/005224.html


:: 11. Zorn, Sehnsucht und Hoffnung

Mahmoud Darwish, dessen Begräbnis am Mittwoch stattfand, war ein Dichter des Zornes, der Sehnsucht und der Hoffnung. Das waren die Saiten seiner Geige. Zorn über die Ungerechtigkeit, die man dem palästinensischen Volk und jedem einzelnen Palästinenser angetan hat. Die Sehnsucht nach dem "Kaffee meiner Mutter", nach den Olivenbäumen seines Dorfes, nach dem Land seiner Vorfahren. Hoffnung, dass der Konflikt zu einem Ende käme. Unterstützung eines Friedens zwischen den beiden Völkern, einem Frieden, der sich auf Gerechtigkeit und gegenseitiger Achtung gründet. Von Uri Avnery. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/005214.html


:: 12. Des Teufels Pferdefuß

Ich war erschrocken, als ich die Schlagzeile in Haaretz las. Sie zitierte Sari Nusseibeh: "Es gibt keinen Platz für zwei", womit gemeint war: zwei Staaten zwischen dem Mittelmeer und dem Jordan. Was? Hat Nusseibeh seine Unterstützung für eine Lösung aufgegeben, die auf Koexistenz zwischen einem Staat Israel und einem Staat Palästina beruht? Von Uri Avnery. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/005223.html


:: 13. Eine Stimme aus der bitteren armenischen Vergangenheit

Das Buch ist dünn und hat nur 116 Seiten, aber die Wahrheit, die es enthält, ist monumental. Es ist ein neues Signal, dass 1,5 Millionen tote Armenier nicht verschwinden. Der Titel lautet: 'My Grandmother: a Memoir'. Die Autorin heißt Fethiye Cetin. Das Buch öffnet Gräber. Als Fethiye in der türkischen Stadt Marden aufwuchs, galt ihre Großmutter Seher als respektable muslimische Hausfrau. In Wirklichkeit war Seher eine christliche Armenierin. Von Robert Fisk. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/005222.html


:: 14. Wer hat Angst vorm gelben Mann?

Heerscharen von China-Experten belehren uns seit Wochen mit anschwellenden Gesängen über die Gefahren, die uns aus dem Reich der Mitte drohen. Bald werden die Chinesen die Welt beherrschen - den Weltmarkt beherrschen sie angeblich schon. Zeigefinger werden geschwenkt: China kümmert sich nicht um die Menschenrechte! China entrechtet die arbeitende Bevölkerung! Sollte das zutreffen, würde nur das Vorbild der westlichen Industrieländer beherzigt. Schweiß, Blut und Tränen sind in der Geschichte während der Industrialisierung Europas in Strömen geflossen. Fast soviel wie in seiner Kolonialgeschichte. Von Michael Krätke. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/005212.html


:: 15. Der Elitäre, der Andere - der Unamerikaner

Die US-Politik dreht die Kurve zur Zielgeraden: Die Demokratische Partei kührt ab 25. August in Denver ihren Präsidentschaftskandidaten. Die Republikaner hieven den ihrigen Anfang September aufs Podest. Dann bleiben noch zwei Monate bis zur Wahl am 4. November. Und dann kommt im Weißen Haus der Umzugswagen. Und dann? Wahlkampf im Schlamm: Kurz vor dem Nominierungskonvent der Demokraten sieht Barack Obama noch nicht wie der sichere Sieger aus. Von Konrad Ege. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/005221.html


:: 16. Seid anständig, vermehrt das Kapital!

Ethische Perspektive: Kritische Anmerkungen zu einer Denkschrift der Evangelischen Kirche über Marktwirtschaft und unternehmerisches Handeln. Von Franz Segbers. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/005216.html


:: 17. Energie und Klima - Hunger und Geld. Die Finanzkrise erfasst die reale Ökonomie und die Natur

Der Politikwissenschaftler Elmar Altvater beschäftigt sich mit den "globalen Risiken", die zuletzt vom Weltwirtschaftsforum wie auch der OECD nicht allein wegen einer kurzfristig konjunkturdämpfenden Wirkung benannt wurden. Was allenthalben mehr beunruhigte, das waren die destabilisierenden Auswirkungen der "globalen" Risiken für Weltökonomie und Weltzivilisation. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/005220.html


:: 18. CSSR 1968: Neue Ideen schockieren die alte Garde

Der Prager Frühling war zukunftsweisend, auch wenn er in der internationalen Konstellation keine Chance hatte. Von Michael Jäger. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/005218.html


:: 19. Erbschaften eines Tages: Der 21. August 1968 als Geschichtszeichen

Der 21. August in Prag war nichts Geringeres als der Dreh- und Angelpunkt zwischen einem Sozialismus mit demokratischen und pluralistischen Ansprüchen und den verschiedenen Formen eines etatistischen und autoritären Kommunismus. Von Rudolf Walter. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/005219.html


:: 20. Hiroshima-Überlebende: "Die Fingerspitzen der Toten fingen Feuer und das Feuer breitete sich über den ganzen Körper aus"

In Deutschland lagern noch ca. 20 US-Atomwaffen im Fliegerhorst Büchel in der Eifel. Allein deren Sprengkraft entspricht einem Hundertfachen der Bomben von Hiroshima. Dabei hat schon die eine US-amerikanische Atombombe auf Hiroshima unvorstellbares Grauen über die Menschen dieser Stadt gebracht. Davon zeugen Berichte von Menschen, welche die Bombe überlebt haben, von Hibakusha. Anlässlich einer Aktionswoche in Büchel sowie weiteren Aktionen, mit denen der Abzug der rund 20 US-Atomwaffen aus Deutschland gefordert wird und die Bundesregierung zum Verzicht auf die nukleare Teilhabe im Rahmen der NATO veranlasst werden soll, veröffentlichen wir ein Zeugnis einer Überlebenden des Hiroshima-Verbrechens vom 6. August 1945: den Zeugenbericht von Akiko Takakura. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/005227.html

========================

II. Hinweise

:: Neuer Online-Protest: Bitte helfen Sie den Ausbau des AKW Mochovce zu verhindern

Das Mochovce Projekt ist das umstrittenste AKW-Projekt dieser Zeit und ist sicherheitstechnisch und demokratiepolitisch ein Fiasko. Die AKW-Bauarbeiten wurden in den 1980er Jahren abgebrochen. Die fehlende Reaktorschutzhülle stellt bei schweren Unfällen ein schwerwiegendes Sicherheitsrisiko dar. Vor einem Flugzeugabsturz wäre der Reaktor komplett ungeschützt. Das Sicherheitskonzept für Mochovce 3 und 4 ist über dreißig Jahre alt und das AKW kann nicht auf moderne Sicherheitsstandards gebracht werden. Die fehlende Schutzhülle kann nicht mehr ergänzt werden! Nun wird auch noch versucht eine ordentliche Umweltverträglichkeitsprüfung aufgrund der alten Baugenehmigung aus dem Jahre 1986!!! zu verhindern. Die nun seitens der Slowakei angestrebte freiwillige "Umweltverträglichkeitsprüfung" hat keinerlei gesetzliche Grundlage und muss entschieden abgelehnt werden.
Die österreichische Antiatomszene bittet um unsere Unterstützung bei der Verhinderung von Mochovce 3+4. Mehr >>
http://www.antiatomszene.info


:: SIPRI: Deutschland erneut weltweit drittgrößter Rüstungsexporteur

Seit Jahren rangiert Deutschland unter den Top Ten der Weltwaffenexporteure. Momentan ist die Bundesrepublik sogar Europameister, im vergangenen Jahr lieferte Deutschland Waffen im Wert von 3,395 Milliarden US-Dollar in alle Welt - so viel wie nie zuvor! Diesen Fakt dokumentiert der neue Jahresbericht des Stockholmer Friedensforschungsinstituts SIPRI 2008 für das Vorjahr. Panzer, Kampfflugzeuge oder Kriegsschiffe, Gewehre und Munition wurden nicht nur an - teilweise kriegsführende - NATO-Staaten bzw. NATO-assoziierte geliefert, sondern zudem auch an Entwicklungsländer und an menschenrechtsverletzende Regime. Dass Deutschland auch bei den Exporten so genannter "Kleinwaffen" (Maschinen- und Schnellfeuergewehre, Maschinenpistolen, Pistolen und Revolver etc.) neue Rekorde erzielte und weiterhin erzielt, musste die Bundesregierung bereits in ihrem Rüstungsexportbericht 2006 eingestehen. LESETIPP: Die kommende Ausgabe der DFG-VK-Zeitschrift "zivilcourage" wird im September 2008 ihr
e von mir verfasste Titelgeschichte dem Thema "Den Tod bringen Waffen aus Deutschland. Rüstungsexporte stoppen!" widmen. Weitere Informationen siehe
http://www.sipri.org/contents/editors/YB08summaries

========================

III. Veranstaltungstermine

:: 30.08.2008 - Großdemonstration vor Atomwaffenlager Büchel

Deutschland soll atomwaffenfrei werden! Deswegen rufen wir auf, dass alle am 30.8. nach Büchel kommen und mit uns die Atomwaffen in die symbolische Tonne kehren - bringt Besen mit! Auf dem Fliegerhorst Büchel sind 20 US-Atombomben gelagert, die insgesamt einer Sprengkraft von 150 Hiroshima-Bomben entsprechen dürften. Deutschland stellt mit den Tornado-Kampfflugzeugen des Jagdbombengeschwaders 33 das Trägersystem für die Atomsprengköpfe B 61 bereit. Die Großdemonstration findet am 30. August direkt vor dem Atomwaffenlager Büchel statt. Die Prominenten Barbara Rütting, Horst-Eberhard Richter und Nina Hagen haben ihre Teilnahme angekündigt. Nina Hagen wird am Abend ein Benefizkonzert geben. Mehrere Einzelpersonen haben außerdem Aktionen zivilen Ungehorsams für diesen Tag angekündigt. Mehr Informationen unter >>
http://www.atomwaffenfrei.de/vor_der_eigenen_tuere_kehren/index.html
Aktion Zivilen Ungehorsams >>
http://www.bye-bye-nuclear-bombs.gaaa.org/index.htm


:: 30.08.2008 - Pacemakers Rundkurs in der Eifel - Schrittmacher für eine friedliche und gerechte Welt ohne Atomwaffen

203 km, Büchel-Gevenich-Lutzerath-Auderath-Alfen-Büchel, VA: DFG-VK BaWü, Pax An, GAAA. Kontakt: Pacemakers, Roland Blach, info@pace-makers.de, http://www.pace-makers.de


:: 01.09.2008 - Antikriegstag 2008

Der Antikriegstag erinnert an den Beginn des 2. Weltkriegs vor 69 Jahren durch den deutschen Überfall auf Polen (1.09.1939). Zahlreiche Veranstaltungen wenden sich gegen die Beteiligung der Bundeswehr an Kriegen in aller Welt und die für Herbst geplante erneute Verlängerung und Ausweitung des Afghanistan-Mandats der Bundeswehr. Eine Terminübersicht zum Antikriegstag 2008 hat das Netzwerk Friedenskooperative zusammengestellt unter >>
http://www.friedenskooperative.de/akt08ter.htm


:: 01.09.2008 - 17.00 Uhr am Stadtbrunnen in Gammertingen: Mahnwache zum Antikriegstag.

Am 1. September 1939 überfielen deutsche Truppen Polen. Vor 69 Jahren begann damit der 2. Weltkrieg, der über 55 Millionen Menschen den Tod brachte, davon über 20 Millionen Sowjetbürgern, über 5 Millionen Deutschen und fast 5 Millionen Polen. Der 1. September wird von Friedensorganisationen und Gewerkschaften im Gedenken an den verbrecherischen 2. Weltkrieg als Antikriegstag begangen. Aus diesem Grund findet eine Mahnwache gegen Krieg, für Gerechtigkeit und Frieden in Gammertingen statt. VA: Lebenshaus Schwäbische Alb + DFG-VK Gammertingen. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/aktionen/005170.html


:: 12.-14.09.2008 - Urania in Berlin: Kultur des Friedens. Für eine solidarische Zukunft

Beim dritten Kongress Kultur des Friedens von IPPNW werden über 50 ExpertInnen, u. a. Johan Galtung, Oskar Negt, Rita Süßmuth und Daniela Dahn, werden zusammen mit den TeilnehmerInnen diskutieren, wie eine andere Globalisierung aussehen und wie ein neues Denken als Voraussetzung für eine Kultur des Friedens entstehen kann. Ausgangspunkte sind vier globale Bedrohungen, denen wir gegenüberstehen: Klimawandel, Kampf um Ressourcen, globale Militarisierung und Marginalisierung der "Weltmehrheit". Wieder nimmt sich der Kongress die Initiativen zum Vorbild, die versuchen, scheinbar hoffnungslose Spaltungen und Verfeindungen durch Verständigungsprozesse schrittweise abzubauen: Z.B. wird Johan Galtung über Konflikttransformation sprechen und Dan BarOn über Wege zur interkulturellen Verständigung. Mit dem ehemaligen Leiter des UN-Weltklimaforschungsprogramm Prof. Hartmut Graßl wird zum ersten Mal des Thema Klimawandel einen prominenten Rang innerhalb der Kongressreihe einnehmen. Hier e
rfahren Sie mehr über Programm und ReferenInnen >>
http://www.kultur-des-friedens.de/
http://www.kultur-des-friedens.de/programm/index.html


:: 20.09.2008 - 12.00 Uhr Stuttgart und Berlin: Demonstrationen "Dem Frieden eine Chance, Truppen raus aus Afghanistan! Nein zur Verlängerung der Mandate für den Bundeswehreinsatz in Afghanistan"

Mit dem sieben Jahre andauernden Krieg in Afghanistan wurde keines der vorgeblichen Ziele erreicht. Im Gegenteil: Gewalt, Terror und Drogenhandel prägen den Alltag. In den meisten Regionen Afghanistans herrschen Warlords und Drogenbarone. Die Bevölkerung lebt in ständiger Angst und unter unwürdigen sozialen Bedingungen. Menschenrechte werden weiterhin mit Füßen getreten. Die Alphabetisierungsrate ist seit dem Einmarsch gesunken. Täglich sterben in Afghanistan 600 Kinder unter fünf Jahren. Alle 29 Minuten stirbt eine Frau bei der Geburt ihres Kindes. Die durchschnittliche Lebenserwartung ging zurück. Gegen die Verlängerung der Mandate für den Bundeswehreinsatz in Afghanistan finden zeitgleich zwei Großdemonstrationen in Stuttgart und Berlin statt. Auftaktkundgebung in Stuttgart: 12.00 Uhr, Lautenschlägerstr. (gegenüber Hbf), anschließend Demo durch die Innenstadt, Abschlusskundgebung: 13.30 Uhr, Schlossplatz. Kontakt: Friedensnetz Baden-Württemberg, E-Mail: buero@friedensnetz.
de, Internet >>
http://www.afghanistandemo.de +
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/aktionen/005171.html


:: 28.09.2008 - 18.30 Uhr im Stephans-Saal, Karlsruhe: "Die Verteidigung Deutschlands am Hindukusch"

Theater-Gastspiel der Berliner Compagnie - Künstlerische Beihilfe zum Abzug der Bundeswehr aus Afghanistan. Eintritt: 10.- €. VA: Forum für gesellschaftlichen Frieden, Arbeitsstelle Frieden der Ev. Landeskirche, Deutsche Friedensgesellschaft-Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen, Ev. Arbeitnehmerschaft, Frauen für Frieden, Internationales Begegnungszentrum, Ikarus (Arbeitsloseninitiative), Ver.di, Versöhnungsbund, Werkstatt für Gewaltfreie Aktion.


:: 28.09.2008 - 10.00-18.00 Uhr in der Charité - Universitätsmedizin Berlin: Umweltmedizin: Evidenz - Kontroverse - Konsequenz

Symposion der Gesellschaft für Strahlenschutz mit Unterstützung des Instituts für Humangenetik der Charité Berlin; Leitung: Dr. Sebastian Pflugbeil. Die Kinderkrebsstudie des Kinderkrebsregisters in Mainz (KiKK-Studie) alarmierte mit dem Nachweis, daß das Erkrankungsrisiko für Leukämie und andere Krebserkrankungen bei Kindern unter 5 Jahren zunimmt, je näher sie bei einem der deutschen Kernkraftwerke leben. Die Hintergründe der Studie und die Kontroversen über die Bewertung der Ergebnisse, der wissenschaftliche Kontext, die von der Studie unbefriedigend behandelten Fragen und die Schwierigkeiten, aus den Ergebnissen epidemiologischer Studien angemessene wissen­schaftliche, politische, wirtschaftliche und humanitäre Konsequenzen zu ziehen, sind Gegenstand dieses Symposions. Es geht um die Frage, ob die bisher geübte Praxis, ionisierende Strahlen als mögliche Krankheitsverursacher grundsätzlich auszuschließen, weil die errechnete Strahlendosis zu gering sei, angesichts der Fakt
enlage noch gerechtfertigt werden kann. Fformlose Anmeldung: Gesellschaft für Strahlenschutz (GSS) e.V., c/o Thomas Dersee, email: thomasdersee@strahlentelex.de. Mehr unter >>
http://www.gfstrahlenschutz.de/docs/index.html#sympumwmed080808


:: 08.11.2008 - 13.00 Uhr: Bundesweite Anti-Atom-Demonstration in Gorleben

Noch stärker als in der Vergangenheit werden die diesjährigen Proteste gegen die Castor-Atommülltransporte nach Gorleben als Gradmesser für die gesellschaftliche Akzeptanz oder Ablehnung der Atomkraft insgesamt herangezogen werden. Dies gilt besonders für die Großdemonstration am 8.
November um 13 Uhr in Gorleben. Sie wird DIE bundesweite Anti-Atom-Demonstration des Jahres! Eine Bitte: merkt Euch den Termin schon einmal vor. Der Fahrplan des hochgiftigen Atommülls aus der sogenannten "Wiederaufarbeitungs"anlage im französischen La Hague ist zwar noch nicht hundertprozentig bestätigt, er wird jedoch für die Zeit vom 9. bis 10. November in Gorleben erwartet. Wenn irgendwie möglich, haltet Euch diese Tage schon einmal frei. Es wird rechtzeitig über die verschiedenen Protestmöglichkeiten informiert. Wichtig ist, dass sich jetzt schon möglichst viele von Euch daran beteiligen, für den Protest in Gorleben zu werben. Ein erstes Flugblatt zur Demo und weiteren Aktionen könnt ihr (auch in größeren Stückzahlen) bei X-tausendmal quer bestellen: info@X-tausendmalquer.de

-----------
Weitere Termine finden sich u.a.:

:: Netzwerk Friedenskooperative >> http://www.friedenskooperative.de/

:: Bessere Welt Links. Norbert's Bookmarks für engagierte Leute >> http://www.bessereweltlinks.de/index.php?cat=6108

:: Attac >> http://www.attac.de/termine/index.php


Diese E-Mail wurde klimafreundlich und
atomstromfrei erzeugt >> http://www.stromrebellen.de


--
Lebenshaus Schwäbische Alb - Gemeinschaft für soziale Gerechtigkeit, Frieden und Ökologie e.V., Bubenhofenstr. 3, 72501 Gammertingen, Tel. 07574-2862, E-Mail info@lebenshaus-alb.de, Internet www.lebenshaus-alb.de

Eine Anmerkung in eigener Sache: Da unsere Friedens- und Menschenrechtsarbeit Geld kostet und es keinerlei Zuschüsse gibt, bitten wir um Spenden:
Lebenshaus Schwäbische Alb e.V., Konto-Nummer 802 333 4800, GLS Gemeinschaftsbank eG, BLZ 430 609 67 (Internationalae Bankverbindung: IBAN: DE36430609678023334800, BIC: GENODEM1GLS). Spendenbestätigung wird ab 25 € automatisch zugestellt, ansonsten auf Anforderung - ErstspenderInnen bitte unbedingt Anschrift angeben!. Danke!!!

Wir sind sehr daran interessiert, dass unsere Newsletter weiterverbreitet werden. Allerdings bitte daran denken: vor einer Weiterleitung möglichst den nachfolgenden Link zum Abmelden löschen, sonst kann es zu unliebsamen Komplikationen kommen!

Wenn sie zukünftig keinen Newsletter von uns erhalten möchten, dann klicken sie bitte auf den folgenden Link: http://www.lebenshaus-alb.de/cgi-bin/dada/mail.cgi/u/newsletter/

Mailing List Powered by Dada Mail
http://www.lebenshaus-alb.de/cgi-bin/dada/mail.cgi/what_is_dada_mail/



<< Previous: Lebenshaus-Newsletter vom 15.08.2008

| Archive Index |

Next: Lebenshaus-Newsletter vom 06.09.2008 >>

(archive rss , atom )

this list's archives:


Der Newsletter des Vereins Lebenshaus Schwäbische Alb - Gemeinschaft für soziale Gerechtigkeit, Frieden und Ökologie e.V.

Subscribe to Lebenshaus-Newsletter:

|

Powered by Dada Mail 2.10.13
Copyright © 1999-2007, Simoni Creative.