Date: August 15th 2008
==== Lebenshaus-Newsletter ===============================================
Liebe Freundinnen und Freunde,
diesen Newsletter möchte ich Andreas Buro widmen, der am heutigen 15. August achtzig Jahre alt wird. Einen herzlichen Glückwunsch an Andreas zu diesem runden Geburtstag, verbunden mit dem Wunsch, dass er weiterhin viel Gesundheit und Energie für sein Leben und seine wichtige Arbeit hat.
Seit Jahrzehnten - fast wohl sein ganzes Leben lang - hat Andreas Buro für die Friedensbewegung und andere soziale Bewegungen enorm Wichtiges geleistet: als jemand, der unermüdlich und unverzagt auf emanzipatorische Bewegungen von unten setzt und sich unermüdlich in solchen engagiert; als jemand, der scharfsinnig die jeweilige politische und gesellschaftliche Situation analysiert und daraus Aufgaben für die sozialen Bewegungen ableitet; als jemand, der der Gewalt eine entschiedene Absage erteilt, auf Gewaltfreiheit setzt und Zivile Konfliktbearbeitung als Alternative zu militärischen "Lösungen" vertritt und methodisch ausarbeitet; als Ermutiger auch in schwierigeren Zeiten. Ohne ihn wäre unsere Gesellschaft wahrlich um Vieles ärmer!
Gerne möchte ich mich dem Wunsch von Volker Böge anschließen: "Was Friedensforschung und Friedensbewegung dringendst brauchen, ist eine politische Autobiographie aus der Feder des Andreas Buro."
In diesem Newsletter wird auf zwei Artikel mit Würdigungen zum 80. Geburtstag von Andreas Buro hingewiesen, in einem Artikel kommt er selber ausführlich zum Thema "atomwaffenfreie Welt" zu Wort. In einer Würdigung hat Volker Böge (Komitee für Grundrechte und Demokratie) Andreas Buro zweimal aus dessen Buch: "Totgesagte leben länger Die Friedensbewegung" zitiert. Nachfolgend diese Zitate.
"Ich sehe deshalb keinen Grund,
den Kampf um das Gemeinsame und
Gesellschaftliche aufzugeben und
nur noch nach individuellen Nischen zu suchen.
Auch ohne die großen Zukunftsvisionen,
die sich zumeist als trügerisch erwiesen,
können wir uns auf den Weg machen,
um für eine solidarische Welt zu arbeiten.
Wir können von vielen Ansatzpunkten ausgehen
und doch das Ganze im Auge behalten."
(aus: Andreas Buro: Totgesagte leben länger
Die Friedensbewegung. Idstein 1997, S. 204)
"Sicher ist der Weg zu einer solidarischen
Weltgesellschaft ein unendlicher Weg.
Wir werden niemals das Ziel ganz erreichen.
Deshalb wird zu Recht gesagt,
der Weg sei das Ziel, will sagen:
Auf dem Weg erreichen wir nur
Teilziel um Teilziel.
Natürlich verirren wir uns auch,
aber wir haben Chancen,
zurückzufinden und dann
den Weg wiederaufzunehmen.
Wäre es nicht ein großartiges
und bedeutendes Etappenziel,
militärische Gewalt aus dem Arsenal
menschlich-unmenschlicher Instrumente auszuklammern? (
)
(Es kann) der Weg, über den wir hier sprechen,
ein sehr erfülltes, ereignisreiches
und sinnvolles Leben bedeuten."
(aus: Andreas Buro: Totgesagte leben länger
Die Friedensbewegung. Idstein 1997, S. 204f.)
Shalom Salaam Pace
Ihr / Euer
Michael Schmid
-----------------------------------------------
Inhaltsübersicht
----------------
I. Artikel
:: 01. Andreas Buro wird 80 Jahre alt
:: 02. Das Pflänzchen Frieden - Andreas Buro zum 80.
:: 03. Unsere Welt ohne Atomwaffen - Eine reale Utopie?
:: 04. Stopp Kaukasuskrieg - keine Guten nirgendwo
:: 05. Kooperation für den Frieden appelliert an Kanzlerin Merkel vor Treffen mit Russlands Präsidenten
:: 06. Der Stellvertreter-Krieg
:: 07. Die Bomben im August - Zum Gedenken an Hiroshima und Nagasaki
:: 08. "Ich ging durch die Hölle auf Erden und was in Hiroshima passiert ist, darf nicht wiederholt werden"
:: 09. Wer herrscht in Deutschland? Erfahrungen mit der Staatsgewalt
:: 10. China durchs Schlüsselloch
:: 11. China: Ein Land - sechs Systeme
:: 12. Obama ist ein neuer Akteur auf derselben alten Bühne
:: 13. Gegen einen Angriff auf den Iran - Stellungnahme der Jüdischen internationalen Opposition
:: 14. Uri Avnery: Ein Ritter auf grauem Pferd
:: 15. Weder Offizier noch Gentleman
:: 16. Ein israelischer Jude im Gazastreifen
:: 17. Indien: Nacht der tiefen Taschen
:: 18. Kanadische Gewerkschaftsführer sprechen sich gegen ein Freihandelsabkommen mit Kolumbien aus
:: 19. Das Klima steht auf der Kippe
:: 20. Der Einzige, der es vorausgesehen hat
II. Hinweise
III. Veranstaltungstermine
========================
I. Artikel
:: 01. Andreas Buro wird 80 Jahre alt
Am 15. August 2008 feiert Andreas Buro seinen 80. Geburtstag. Er ist eine der herausragenden Persönlichkeiten der deutschen Friedensbewegung. Seit den 1950er Jahren war er bei allen wichtigen Etappen dabei. Manche, wie die Ostermarsch-Bewegung in den 1960er Jahren, hat er mitinitiiert. Auch achtzigjährig hat er den Kampf um das Gemeinsame und Gesellschaftliche nicht aufgegeben. Vielmehr verfolgt er den Weg der Arbeit für eine solidarische Welt unbeirrt weiter und schreitet auf ihm weiterhin rüstig aus. Eine Würdigung von Volker Böge. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/005206.html
:: 02. Das Pflänzchen Frieden - Andreas Buro zum 80.
Es ist gut zehn Jahre her, dass Andreas Buro den "Weg zu einer solidarischen Weltgesellschaft" als einen unendlichen beschrieben hat, einen Weg, der immer schon selbst das Ziel ist - und den der große Mann der deutschen Friedensbewegung nie verlassen hat. Auf ihm voranzuschreiten, schrieb er damals in einem Buch über die Szene der Kriegsgegner - "Totgesagte leben länger" - könne "ein sehr erfülltes, ereignisreiches und sinnvolles Leben" bedeuten. Am 15. August wird Andreas Buro 80 Jahre alt. Von Otmar Steinbicker und Reiner Braun. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/005209.html
:: 03. Unsere Welt ohne Atomwaffen - Eine reale Utopie?
Die Utopie einer Welt ohne Atomwaffen steht offensichtlich in direktem Gegensatz zu den Tendenzen der Gegenwart. Nur überflüssige Atomwaffen wurden nach dem Ende des Ost-West-Konflikts abgerüstet. Eine Kampagne für eine atomwaffenfreie Welt muss sich ernsthaft mit den Argumenten für und wider auseinandersetzen. Sie verliert ihre Glaubwürdigkeit, wenn sie die Argumente der Befürworter nur als militaristisch oder reaktionär diffamiert. Eine Kampagne für eine Welt ohne Atomwaffen muss auch unbedingt verbunden werden mit der Forderung nach ziviler Konfliktbearbeitung und der Ablehnung militärgestützter Politik. Die Arbeit für eine Welt ohne Atomwaffen würde so weit über die "reale Utopie" der atomwaffenfreien Welt hinaus gehen. Von Andreas Buro. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/005191.html
:: 04. Stopp Kaukasuskrieg - keine Guten nirgendwo
Weitgehend ratlos reagieren die westlichen Staaten auf die brutalen Entwicklungen im zum Krieg eskalierten Dauerkonflikt zwischen Georgien und Russland. Viel mehr als diplomatische Appelle zum Gewaltverzicht sind anscheinend kaum möglich. Die Bevölkerung in Südossetien und Georgien ist Opfer eines Machtspiels um Öltransfer für Europa, NATO-Beitritts-Spekulation Georgiens und Großmacht-Demonstration Russlands. "Horrorvorstellung", wenn beim jetzigen Krieg bereits der NATO-Bündnisfall eingetreten wäre. Von Manfred Stenner. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/005202.html
:: 05. Kooperation für den Frieden appelliert an Kanzlerin Merkel vor Treffen mit Russlands Präsidenten
Am Freitag reist Bundeskanzlerin Angela Merkel zu Gesprächen mit Russlands Präsident Dmitri Medwedew nach Sotschi ans Schwarze Meer. Die Kooperation für den Frieden fordert die Kanzlerin auf, im Gespräch mit dem russischen Präsidenten konkrete Initiativen für eine Wiederbelebung der Prinzipien dieser Charta zu entwickeln und die Rolle der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) deutlich zu stärken. Die Selbstverständlichkeit, mit der heute in Europa Krieg geführt wird und weiterhin Lösungsmöglichkeiten für politische Konflikte vor allem in militärischen Maßnahmen gesucht würden, sei besorgniserregend. Dabei löse Krieg kein Problem. Das sei das Fazit der jüngsten Kriegshandlungen in Georgien. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/005208.html
:: 06. Der Stellvertreter-Krieg
Der olympische Frieden findet nicht statt, schon gar nicht im Kaukasus. Die seit einer Woche sich ständig steigernden Schießereien weiten sich zu einem Krieg aus, und es ist nicht abzusehen, dass er auf die Republik Georgien und ihre abtrünnige Region Südossetien begrenzbar ist. In deren Hauptstadt Zchinwali sind georgische reguläre Truppen vorgestoßen. Abchasien, die andere abtrünnige Region, hat die Entsendung von Freiwilligen zur Unterstützung Südossetiens angekündigt; das lässt einen Zweifrontenkrieg auf georgischem Territorium befürchten. Von Karl Grobe. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/005198.html
:: 07. Die Bomben im August - Zum Gedenken an Hiroshima und Nagasaki
Die Bomben auf Hiroshima sind dem Amerikanischen Establishment und einem Großteil der amerikanischen Bevölkerung immer noch heilig. Bei einem Vortrag im Staate New York sprach ich an einem Jahrestag des Atombombenabwurfs vor 2000 Menschen zu Hiroshima. Ich erläuterte, warum ich Hiroshima und Nagasaki für unverzeihliche Gräuel halte - begangen an einem Land (Japan), das zur Kapitulation bereit war. Im Publikum herrschte Schweigen - das heißt, nicht ganz, einige Leute warfen mir von ihren Sitzen aus zornige Bemerkungen zu. Verständlich. Hiroshima in Frage zu stellen, heißt, mit dem kostbaren Mythos zu brechen, mit dem wir in Amerika alle aufgewachsen sind. Es ist der Mythos, Amerika sei anders als die anderen Imperialmächte dieser Welt. Andere Nationen mögen unerhörte Taten begehen, unser Land nicht. Von Howard Zinn. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/005194.html
:: 08. "Ich ging durch die Hölle auf Erden und was in Hiroshima passiert ist, darf nicht wiederholt werden"
Frau Toshiko Saeki war zum Zeitpunkt des Bombenabwurfes 26 Jahre alt. Sie befand sich mit ihren Kindern im Haus ihrer Eltern in Yasufuruichi. Nachdem sie am Nachmittag des 6. Augusts nach Hiroshima zurückkehrte, suchte sie viele Tage lang nach ihren anderen Verwandten, aber konnte sie nicht finden. Frau Saeki verlor bei dem Atombombenangriff 13 Familienmitglieder. Zeugenbericht von Toshiko Saeki über den 6. August 1945 in Hiroshima. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/005197.html
:: 09. Wer herrscht in Deutschland? Erfahrungen mit der Staatsgewalt
Auf den ersten Blick unterschied sich die Mahnwache vor dem EUCOM in Stuttgart-Vaihingen nicht wesentlich von den diesjährigen Veranstaltungen zum Hiroshima-Tag. Auf den zweiten Blick sieht die Sache allerdings schon ganz anders aus, denn im Vorfeld zu der Veranstaltung wurde heftig darum gerungen, dass sie in der von uns beim Amt für öffentliche Ordnung Stuttgart angemeldeten Form überhaupt stattfinden konnte. Das Verwaltungsgericht Stuttgart erlaubte die Durchführung der Versammlung im Bereich der Zufahrt zum Haupttor der Patch Barracks und die Flugblattverteilung. Doch die US-Streitkräfte, die Stadt Stuttgart, vertreten durch das Amt für öffentliche Ordnung und die Polizei gaben sich redlich Mühe, den Beschluss des Verwaltungsgerichts zu sabotieren. Von Wolfgang Sternstein. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/005196.html
:: 10. China durchs Schlüsselloch
Es konnte nicht ausbleiben, dass auf die Olympischen Spiele ein allerletzter Schatten fallen würde. China wird nicht parlamentarisch regiert, soll es da vor den Augen der Welt gut dastehen? Dass Peking die westliche Pressefreiheit nicht kennt, ist keine neue Entdeckung. Von Michael Jäger. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/005192.html
:: 11. China: Ein Land - sechs Systeme
Der Lösungsansatz für den Tibet-Konflikt liegt dort, wo die Chinesen bereits das Modell "Ein Land - zwei Systeme" erproben, eine Demokratie in Hongkong, die Ein-Parteienherrschaft in der Volksrepublik. Mit Blick auf die anderen um Autonomie bemühten Regionen schlägt der norwegische Friedensforscher Johan Galtung deshalb das Modell "Ein Land - sechs Systeme" vor. Unter dem heutigen Präsidenten Hu Jintao halte er das für möglich. Er verfüge über eine große politische Begabung und benenne mit seinen Analysen die Defizite der chinesischen Gesellschaft: deren Spaltung in arm und reich, die überbordende Ausbeutung der Natur und die fehlende Demokratie. Der norwegische Friedensforscher Johan Galtung im Gespräch über einen Weg für Chinesen und Tibeter, ihren Dauerkonflikt zu lösen. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/005199.html
:: 12. Obama ist ein neuer Akteur auf derselben alten Bühne
Als Obama seine theatralische Reise durch den Nahen/Mittleren Osten unternahm, war ich im Studio von Al Dschasiera. Als wir auf Sendung waren, sprach ich von einem "Theater". Der Redakteur versuchte verzweifelt, aus dem ganzen lächerlichen Tanz eine gewisse Hoffnung für die Araber zu filtern. Keine Chance, sagte ich. Für die Araber wird es nicht den geringsten Unterschied machen, ob McCain gewählt wird oder Obama. Falls Obama gewählt wird, muss er sich in der Nahost-Tragödie auf eine Seite stellen - auf die israelische natürlich. Von Robert Fisk. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/005193.html
:: 13. Gegen einen Angriff auf den Iran - Stellungnahme der Jüdischen internationalen Opposition
Die vorliegende Stellungnahme ist eine Antwort zu einem Artikel von Benny Morris zu einem Angriff Israels auf Iran, der in der New York Times am 18. Juli veröffentlicht wurde. Die internationale jüdische Opposition hat die Stellungnahme als Widerspruch zur Logik, Analyse und Absicht dieser Einlassung unterzeichnet. Die Stellungnahme wird von 113 Unterzeichnenden aus 14 Ländern unterstützt. Unter ihnen Prof. Noam Chomsky. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/005207.html
:: 14. Uri Avnery: Ein Ritter auf grauem Pferd
Oh due meine Güte, was ist mit dem Ritter auf dem weißen Pferd geschehen? In der vergangenen Woche waren Barack Obamas Bewunderer geschockt. Bis jetzt hatte man geglaubt, dass die großen Summen Geldes, die in die Schatulle seiner Wahlkampagne fließen, von anonymen Bürgern stammen, die darum gebeten worden waren, ihm 100 oder 200 Dollarschecks zu schicken. Nun ist bekannt geworden, ein großer Teil jener Millionen komme von großen Spendern - genau denselben riesigen Körperschaften, die den demokratischen Prozess bei vorausgegangenen Wahlkämpfen korrumpiert haben. Von Uri Avnery. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/005200.html
:: 15. Weder Offizier noch Gentleman
Brigadegeneral General Moshe "Chiko" Tamir ist ein hingebungsvoller und liebender Vater, der seinen 14-jährigen Sohn ein militärisches Geländefahrzeug (ATV) fahren lässt. Da die IDF eine gesetzestreue Organisation ist, untersuchte sie den Vorfall und nannte ihn schwerwiegend. Die Folge davon: Tamirs Beförderung kann sich verzögern und er kann unter Anklage gestellt werden. Ein Brigadekommandeur, der versucht, den Unfall seines Sohnes durch Lügen zu vertuschen, verdient bestraft zu werden. Aber der Kommandeur der Gaza-Brigade verdient viel mehr für Taten, die viel schwerwiegender sind und die die Welt Kriegsverbrechen nennt - und für die bis jetzt noch niemand verantwortlich gemacht wurde. Von Gideon Levy. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/005190.html
:: 16. Ein israelischer Jude im Gazastreifen
In ein paar Tagen werde ich auf einem der beiden Boote der "Free Gaza Movement" von Zypern nach Gaza segeln. Die selbstgestellte Aufgabe heißt, die israelische absolut illegale Belagerung zu durchbrechen, die 1,5 Millionen Palästinenser in eine sehr schwierige Situation gebracht hat: gefangen in ihren eigenen Häusern, extremer militärischer Gewalt ausgesetzt, aller Grundbedürfnisse des Lebens, ihrer fundamentalsten menschlichen Rechte und Würde beraubt. Die Belagerung verletzt die fundamentalsten Prinzipien des Völkerrechts: die Unzulässigkeit, die zivile Bevölkerung zu verletzen. Unsere Reise soll auch Israels Versuch, sich selbst von aller Verantwortlichkeit für den Gazastreifen zu befreien, deutlich machen. Von Jeff Halper. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/005205.html
:: 17. Indien: Nacht der tiefen Taschen
Seit die Regierung des Kongresspolitikers Manmohan Singh Ende Juli in einer turbulenten Parlamentssitzung ein Vertrauensvotum gewann, dem sie sich stellen musste, nachdem ihr die Linke Front (LK) weiteren Beistand versagt hatte, ist in Delhi nichts mehr, wie es war. Der bereits tot geglaubte Atomvertrag mit Washington sprang zurück ins Gleis und fährt nun seiner Unterzeichnung entgegen: die Verhandlungen mit der IAEA, der Wiener Atomenergiebehörde, sind weit fortgeschritten, Emissäre werben emsig um das von dort nötige Plazet, die Bush-Regierung reibt sich die Hände. Von Ursula Dunckern. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/005203.html
:: 18. Kanadische Gewerkschaftsführer sprechen sich gegen ein Freihandelsabkommen mit Kolumbien aus
Stellvertretend für eine Million Mitarbeiter des Öffentlichen Dienstes in Kanada besuchte eine Delegation von Canadian Labour Kolumbien. Zur Aufgabe gehörte unter anderem, sich mit eigenen Augen davon zu überzeugen, dass der Widerstand gegen das kanadisch-kolumbianische Freihandelsabkommen berechtigt ist. Was die Delegationsmitglieder sahen und lernten, bestätigte sie darin, dass sie das Abkommen mit Berechtigung ablehnen und mit Berechtigung im Namen der kolumbianischen Arbeiter und ihrer Familien die Stimme gegen ein solches Abkommen erheben. Ein kanadisch-kolumbianisches Freihandelsabkommen würde für die Mehrheit der 45 Millionen Kolumbianer das Gegenteil von Hoffnung bedeuten. Von Canadian Labour. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/005210.html
:: 19. Das Klima steht auf der Kippe
Das Umweltbundesamt (UBA) hat in einem neuen Report auf die möglichen Konsequenzen des Klimawandels hingewiesen. Sollten bestimmte Temperaturwerte überschritten werden, könnte der Grönländische Eisschild schmelzen oder der Regenwald in Amazonien austrocknen. In Zusammenhang mit dem Klimawandel stehen vor allem die sogenannten Kipp-Punkte. Von ihnen wird gesprochen, wenn sich das Klima besonders abrupt und drastisch ändert. Schon leichte klimatische Veränderungen können zum Erreichen eines Kipp-Punktes führen und das Klima stark beeinflussen. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/005211.html
:: 20. Der Einzige, der es vorausgesehen hat
Johann Georg Elser verübte am 8. November 1939 im Münchener Bürgerbräukeller das gescheiterte Attentat auf Adolf Hitler. Weil er ihn wegen seiner Tat als den vorbildlichsten Menschen ansieht, den wir Deutschen im 20. Jahrhundert hatten, und als ein ganz schreckliches Kapitel, dass seine Tat so lange völlig ignoriert wurde, will der Dramatiker Rolf Hochhuth den Hitler-Attentäter Elser in Berlin mit einem Denkmal ehren. Rolf Hochhuth im Gespräch über diese Idee. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/005201.html
========================
II. Hinweise
:: Atomkraftwerke jetzt abschalten! heute noch unterschreiben!
Auf Grund der aktuellen politischen Stimmung hat campact vor rund zwei Wochen eine Online-Aktion ins Leben gerufen, die von zahlreichen Initiativen unterstützt wird. Die Risikotechnologie Atomkraft wird von .ausgestrahlt grundsätzlich abgelehnt und so begrüßen wir die Forderung als einen ersten richtigen Schritt. Innerhalb kürzester Zeit haben über 18.000 Personen die Forderung unterschrieben, erste ganzseitige Anzeigen in großen deutschen Tageszeitungen konnten bereits geschaltet werden. Falls Eure Unterschrift unter der Erklärung noch fehlt hier die Bitte, dies heute noch nachzuholen. Mehr dazu unter >>
http://www.ausgestrahlt.de/atom/aussteigeneinleit
:: HelferInnen für die Olivenernte in Palästina gesucht!
Der International Women's Peace Service (IWPS) sucht Freiwillige, die vom 15.-29.10.08 palästinensische Bauernfamilien bei der Olivenernte begleiten wollen. Der Olivenanbau ist für viele palästinensische Familien ein wichtiger Teil ihrer Lebensgrundlage. Durch den Bau der Apartheidsmauer und Angriffe radikaler Siedler sind jedoch viele Felder nur noch unter großen Schwierigkeiten und Gefahren erreichbar. Die Präsenz von internationalen und israelischen UnterstützerInnen verringert Siedlergewalt gegenüber den PalästinenserInnen, hilft bei Verhandlungen mit Soldaten an militärischen Absperrungen, schafft internationale Öffentlichkeit im Falle von Übergriffen und zeigt der palästinensischen Bevölkerung und israelischen FriedensaktivistInnen unsere Solidarität. Für Bewerbungsunterlagen und Details melde dich bei: iwpseurope@gmx.net. Mehr >> http://www.iwps.info.
Camilo - Der lange Weg zum Ungehorsam
Wie die jüngsten Ereignisse in Georgien zeigen, sind kriegerische Auseinandersetzungen auch in unserer Nähe nach wie vor allgegenwärtig. Als Zeichen gegen den Krieg wird am 1. September in Deutschland der alljährliche Antikriegstag begangen. Der Regisseur Peter Lilienthal hat diesem Thema einen bemerkenswerten Film gewidmet, der die Verantwortung jedes Einzelnen beschwört, sich gegen Krieg und militärische Handlungen auszusprechen: "Camilo Der lange Weg zum Ungehorsam", eine Dokumentation über den ersten Deserteur des zweiten Irakkriegs. Die Filmwerkstatt Münster möchte den Antikriegstag zum Anlass nehmen, den Film möglichst vielen Menschen zugänglich zu machen, und bietet die Vorführung zu besonders günstigen Konditionen an. Außer am Antikriegstag könnte der Film auch während der Ökumenischen Friedensdekade im November zu einer Veranstaltung zum Thema genutzt werden. Kontakt: film@muenster.de. Mehr Infos zum Film unter >>
http://www.camilo-film.org/
========================
III. Veranstaltungstermine
:: 30.08.2008 - Großdemonstration vor Atomwaffenlager Büchel
Deutschland soll atomwaffenfrei werden! Deswegen rufen wir auf, dass alle am 30.8. nach Büchel kommen und mit uns die Atomwaffen in die symbolische Tonne kehren - bringt Besen mit! Auf dem Fliegerhorst Büchel sind 20 US-Atombomben gelagert, die insgesamt einer Sprengkraft von 150 Hiroshima-Bomben entsprechen dürften. Deutschland stellt mit den Tornado-Kampfflugzeugen des Jagdbombengeschwaders 33 das Trägersystem für die Atomsprengköpfe B 61 bereit. Die Großdemonstration findet am 30. August direkt vor dem Atomwaffenlager Büchel statt. Die Prominenten Barbara Rütting, Horst-Eberhard Richter und Nina Hagen haben ihre Teilnahme angekündigt. Nina Hagen wird am Abend ein Benefizkonzert geben. Mehrere Einzelpersonen haben außerdem Aktionen zivilen Ungehorsams für diesen Tag angekündigt. Mehr Informationen unter >>
http://www.atomwaffenfrei.de/vor_der_eigenen_tuere_kehren/index.html
Aktion Zivilen Ungehorsams >>
http://www.bye-bye-nuclear-bombs.gaaa.org/index.htm
:: 30.08.2008 - Pacemakers Rundkurs in der Eifel - Schrittmacher für eine friedliche und gerechte Welt ohne Atomwaffen
203 km, Büchel-Gevenich-Lutzerath-Auderath-Alfen-Büchel, VA: DFG-VK BaWü, Pax An, GAAA. Kontakt: Pacemakers, Roland Blach, info@pace-makers.de, http://www.pace-makers.de
:: 01.09.2008 - Antikriegstag 2008
Der Antikriegstag erinnert an den Beginn des 2. Weltkriegs vor 69 Jahren durch den deutschen Überfall auf Polen (1.09.1939). Zahlreiche Veranstaltungen wenden sich gegen die Beteiligung der Bundeswehr an Kriegen in aller Welt und die für Herbst geplante erneute Verlängerung und Ausweitung des Afghanistan-Mandats der Bundeswehr. Eine Terminübersicht zum Antikriegstag 2008 hat das Netzwerk Friedenskooperative zusammengestellt unter >>
http://www.friedenskooperative.de/akt08ter.htm
:: 01.09.2008 - 17.00 Uhr am Stadtbrunnen in Gammertingen: Mahnwache zum Antikriegstag.
Am 1. September 1939 überfielen deutsche Truppen Polen. Vor 69 Jahren begann damit der 2. Weltkrieg, der über 55 Millionen Menschen den Tod brachte, davon über 20 Millionen Sowjetbürgern, über 5 Millionen Deutschen und fast 5 Millionen Polen. Der 1. September wird von Friedensorganisationen und Gewerkschaften im Gedenken an den verbrecherischen 2. Weltkrieg als Antikriegstag begangen. Aus diesem Grund findet in Gammertingen eine Mahnwache gegen Krieg, für Gerechtigkeit und Frieden in Gammertingen statt. VA: Lebenshaus Schwäbische Alb + DFG-VK Gammertingen. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/aktionen/005170.html
:: 12.-14.09.2008 - Urania in Berlin: Kultur des Friedens. Für eine solidarische Zukunft
Beim dritten Kongress Kultur des Friedens von IPPNW werden über 50 ExpertInnen, u. a. Johan Galtung, Oskar Negt, Rita Süßmuth und Daniela Dahn, werden zusammen mit den TeilnehmerInnen diskutieren, wie eine andere Globalisierung aussehen und wie ein neues Denken als Voraussetzung für eine Kultur des Friedens entstehen kann. Ausgangspunkte sind vier globale Bedrohungen, denen wir gegenüberstehen: Klimawandel, Kampf um Ressourcen, globale Militarisierung und Marginalisierung der "Weltmehrheit". Wieder nimmt sich der Kongress die Initiativen zum Vorbild, die versuchen, scheinbar hoffnungslose Spaltungen und Verfeindungen durch Verständigungsprozesse schrittweise abzubauen: Z.B. wird Johan Galtung über Konflikttransformation sprechen und Dan BarOn über Wege zur interkulturellen Verständigung. Mit dem ehemaligen Leiter des UN-Weltklimaforschungsprogramm Prof. Hartmut Graßl wird zum ersten Mal des Thema Klimawandel einen prominenten Rang innerhalb der Kongressreihe einnehmen. Hier e
rfahren Sie mehr über Programm und ReferenInnen >>
http://www.kultur-des-friedens.de/
http://www.kultur-des-friedens.de/programm/index.html
:: 20.09.2008 - 12.00 Uhr Stuttgart und Berlin: Demonstrationen "Dem Frieden eine Chance, Truppen raus aus Afghanistan! Nein zur Verlängerung der Mandate für den Bundeswehreinsatz in Afghanistan"
Mit dem sieben Jahre andauernden Krieg in Afghanistan wurde keines der vorgeblichen Ziele erreicht. Im Gegenteil: Gewalt, Terror und Drogenhandel prägen den Alltag. In den meisten Regionen Afghanistans herrschen Warlords und Drogenbarone. Die Bevölkerung lebt in ständiger Angst und unter unwürdigen sozialen Bedingungen. Menschenrechte werden weiterhin mit Füßen getreten. Die Alphabetisierungsrate ist seit dem Einmarsch gesunken. Täglich sterben in Afghanistan 600 Kinder unter fünf Jahren. Alle 29 Minuten stirbt eine Frau bei der Geburt ihres Kindes. Die durchschnittliche Lebenserwartung ging zurück. Gegen die Verlängerung der Mandate für den Bundeswehreinsatz in Afghanistan finden zeitgleich zwei Großdemonstrationen in Stuttgart und Berlin statt. Auftaktkundgebung in Stuttgart: 12.00 Uhr, Lautenschlägerstr. (gegenüber Hbf), anschließend Demo durch die Innenstadt, Abschlusskundgebung: 13.30 Uhr, Schlossplatz. Kontakt: Friedensnetz Baden-Württemberg, E-Mail: buero@friedensnetz.
de, Internet >>
http://www.afghanistandemo.de +
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/aktionen/005171.html
:: 28.09.2008 - 10.00-18.00 Uhr in der Charité - Universitätsmedizin Berlin: Umweltmedizin: Evidenz - Kontroverse - Konsequenz
Symposion der Gesellschaft für Strahlenschutz mit Unterstützung des Instituts für Humangenetik der Charité Berlin; Leitung: Dr. Sebastian Pflugbeil. Die Kinderkrebsstudie des Kinderkrebsregisters in Mainz (KiKK-Studie) alarmierte mit dem Nachweis, daß das Erkrankungsrisiko für Leukämie und andere Krebserkrankungen bei Kindern unter 5 Jahren zunimmt, je näher sie bei einem der deutschen Kernkraftwerke leben. Die Hintergründe der Studie und die Kontroversen über die Bewertung der Ergebnisse, der wissenschaftliche Kontext, die von der Studie unbefriedigend behandelten Fragen und die Schwierigkeiten, aus den Ergebnissen epidemiologischer Studien angemessene wissenschaftliche, politische, wirtschaftliche und humanitäre Konsequenzen zu ziehen, sind Gegenstand dieses Symposions. Es geht um die Frage, ob die bisher geübte Praxis, ionisierende Strahlen als mögliche Krankheitsverursacher grundsätzlich auszuschließen, weil die errechnete Strahlendosis zu gering sei, angesichts der Fakt
enlage noch gerechtfertigt werden kann. Fformlose Anmeldung: Gesellschaft für Strahlenschutz (GSS) e.V., c/o Thomas Dersee, email: thomasdersee@strahlentelex.de. Mehr unter >>
http://www.gfstrahlenschutz.de/docs/index.html#sympumwmed080808
:: 08.11.2008 - 13.00 Uhr: Bundesweite Anti-Atom-Demonstration in Gorleben
Noch stärker als in der Vergangenheit werden die diesjährigen Proteste gegen die Castor-Atommülltransporte nach Gorleben als Gradmesser für die gesellschaftliche Akzeptanz oder Ablehnung der Atomkraft insgesamt herangezogen werden. Dies gilt besonders für die Großdemonstration am 8.
November um 13 Uhr in Gorleben. Sie wird DIE bundesweite Anti-Atom-Demonstration des Jahres! Eine Bitte: merkt Euch den Termin schon einmal vor. Der Fahrplan des hochgiftigen Atommülls aus der sogenannten "Wiederaufarbeitungs"anlage im französischen La Hague ist zwar noch nicht hundertprozentig bestätigt, er wird jedoch für die Zeit vom 9. bis 10. November in Gorleben erwartet. Wenn irgendwie möglich, haltet Euch diese Tage schon einmal frei. Es wird rechtzeitig über die verschiedenen Protestmöglichkeiten informiert. Wichtig ist, dass sich jetzt schon möglichst viele von Euch daran beteiligen, für den Protest in Gorleben zu werben. Ein erstes Flugblatt zur Demo und weiteren Aktionen könnt ihr (auch in größeren Stückzahlen) bei X-tausendmal quer bestellen: info@X-tausendmalquer.de
-----------
Weitere Termine finden sich u.a.:
:: Netzwerk Friedenskooperative >> http://www.friedenskooperative.de/
:: Bessere Welt Links. Norbert's Bookmarks für engagierte Leute >> http://www.bessereweltlinks.de/index.php?cat=6108
:: Attac >> http://www.attac.de/termine/index.php
Diese E-Mail wurde klimafreundlich und
atomstromfrei erzeugt >> http://www.stromrebellen.de
--
Lebenshaus Schwäbische Alb - Gemeinschaft für soziale Gerechtigkeit, Frieden und Ökologie e.V., Bubenhofenstr. 3, 72501 Gammertingen, Tel. 07574-2862, E-Mail info@lebenshaus-alb.de, Internet www.lebenshaus-alb.de
Eine Anmerkung in eigener Sache: Da unsere Friedens- und Menschenrechtsarbeit Geld kostet und es keinerlei Zuschüsse gibt, bitten wir um Spenden:
Lebenshaus Schwäbische Alb e.V., Konto-Nummer 802 333 4800, GLS Gemeinschaftsbank eG, BLZ 430 609 67 (Internationalae Bankverbindung: IBAN: DE36430609678023334800, BIC: GENODEM1GLS). Spendenbestätigung wird ab 25 automatisch zugestellt, ansonsten auf Anforderung - ErstspenderInnen bitte unbedingt Anschrift angeben!. Danke!!!
Wir sind sehr daran interessiert, dass unsere Newsletter weiterverbreitet werden. Allerdings bitte daran denken: vor einer Weiterleitung möglichst den nachfolgenden Link zum Abmelden löschen, sonst kann es zu unliebsamen Komplikationen kommen!
Wenn sie zukünftig keinen Newsletter von uns erhalten möchten, dann klicken sie bitte auf den folgenden Link: http://www.lebenshaus-alb.de/cgi-bin/dada/mail.cgi/u/newsletter/
Mailing List Powered by Dada Mail
http://www.lebenshaus-alb.de/cgi-bin/dada/mail.cgi/what_is_dada_mail/
|
<< Previous: Lebenshaus-Newsletter vom 05.08.2008 |
| Archive Index | |
Next: Lebenshaus-Newsletter vom 28.08.2008 >> |
Der Newsletter des Vereins Lebenshaus Schwäbische Alb - Gemeinschaft für soziale Gerechtigkeit, Frieden und Ökologie e.V.
Subscribe to Lebenshaus-Newsletter:
Powered by Dada Mail 2.10.13
Copyright © 1999-2007, Simoni Creative.