Date: May 16th 2008

==== Lebenshaus-Newsletter ===============================================

Liebe Freundinnen und Freunde,

wir freuen uns, dass die "Ökumenische Erklärung" gegen Wirtschaftskriege, auf die ich im letzten Newsletter erneut hingewiesen habe, seither eine ganze Reihe weiterer Unterschriften erhalten hat. Mehr zu der Erklärung inklusive der Möglichkeit zum Online-Unterzeichnen: http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/aktionen/004080.html.
Unter die englische Fassung sind ebenfalls weitere Unterschriften gekommen. Es wäre aber schön, wenn hier Menschen und Organisationen mit internationalen Kontakten etwas Werbung für die Erklärung machen würden. Mehr zur "Ecumenical Declaration 'Faithfulness to the Gospel and Commitment to the God of Peace'" findet sich hier: http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/aktionen/004988.html.
Gibt es jemand, der Übersetzungen in weitere Sprachen vornehmen oder vermitteln könnte, z.B. in französisch oder spanisch?

Dass Friedensarbeit viel Geduld und eine langfristige Perspektive braucht, zeigt eindrücklich der nachfolgende Brief aus dem Kriegsjahr 1917.

Man lacht über die Militärdienstverweigerer! Nach meiner
Meinung sind sie das allerwertvollste Symptom der Zeit.
Es ist schon so weit, dass eine ernsthafte Motion im
Gange ist, man solle denen, die aus sittlichen Gründen
den Dienst verweigern, Gelegenheit schaffen, ihren Dienst
in ziviler Arbeit abzulösen. Vielleicht wird das nicht
durchgehen, heut noch nicht, aber kommen wird es absolut
sicher, und vielleicht kommt dann auch eine Zeit, wo auf
drei Soldaten zehn Zivildiensttuende kommen werden, wo
man ganz natürlich das Kriegshandwerk, soweit es noch
existiert, den geborenen Raufbolden und Sauhunden überlässt.
Aber alles das wäre nie gekommen, wenn nicht zuerst eine
Anzahl Menschen den Mut gehabt hätte, einem starken Gefühl
zulieb gegen die Allgemeinheit zu protestieren und den
Dienst zu verweigern.

(Aus einem Brief vom 3.1.1917 [Autor unbekannt).
Zitiert aus: Reich Gottes - jetzt! Impulse
für jeden Tag des Jahres 2008)


Shalom Salaam Pace
Ihr / Euer
Michael Schmid

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Inhaltsübersicht
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I. Artikel

:: 01. Mailkampagne zur Abstimmung des EU-Reformvertrags im Bundesrat am 23. Mai

:: 02. Gefährliches Spiel: "Nationaler Sicherheitsrat" - was macht die Union so selbstsicher?

:: 03. Konservativer Horrorkatalog: Die "Sicherheitsstrategie für Deutschland" der CDU/CSU

:: 04. Aus Gottes Frieden für gerechten Frieden - Ja und? (I)+(II)

:: 05. Vilseck/Bayern: US-Kriegsdienstverweigerer zu sieben Monaten Gefängnis verurteilt

:: 06. Atomwaffenmacht Indien: Ein Platz an der Tafelrunde?

:: 07. Menschenrechtsverbrechen in Gaza

:: 08. 60 Jahre Israel - ein Grund zum Feiern, 60 Jahre Nakba - ein Grund zum Trauern

:: 09. Erinnerung an 1948 und ein Blick in die Zukunft

:: 10. Rufe nach einer Atomwaffenkonvention aus dem Atomschutzbunker

:: 11. Uri Avnery: 1948

:: 12. Rentnerdemokratie: Kühl kalkuliert

:: 13. Den Einen erhöhte Diäten, den Anderen die Zwangsdiät

:: 14. Zyklon Nargis: Wieder trifft es die Ärmsten der Armen

:: 15. Menschen in Burma: Opfer der Junta, Opfer des Klimawandels

:: 16. Regenwaldrodung per Regierungsabkommen - Frau Merkel: "Stoppen Sie Agrarsprit aus Brasilien!"

:: 17. "Die Fortsetzung des deutsch-brasilianischen Bombengeschäfts mit anderen Mitteln"

:: 18. Regierungseklat in Brasilien - Umweltministerin Silva tritt direkt vor Merkels Besuch zurück

:: 19. Hilfswerke und Verbände kritisieren Energievertrag mit Brasilien

:: 20. Das Feuer und das Wort


II. Hinweise

III. Veranstaltungstermine

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I. Artikel

:: 01. Mailkampagne zur Abstimmung des EU-Reformvertrags im Bundesrat am 23. Mai

Im Vorfeld der Abstimmung des EU-Reformvertrags am 24. April 2008 im Bundestag haben verschiedene Gruppen der Friedens- und globalisierungskritischen Bewegung eine Mailkampagne gestartet. Mit einem Protestbrief wurden die örtlichen Bundestagsabgeordneten aufgefordert, gegen den Vertrag zu stimmen. Darin wurde insbesondere der undemokratische, neoliberale und militaristische Charakter des Reformvertrags kritisiert. Diese Ablehnung des EU-Vertrages resultiert aus dem Engagement der sozialen Bewegungen für ein friedliches, soziales und demokratisches Europa von unten. Am 23. Mai soll der Vertrag nun im Bundesrat verabschiedet werden. Noch ist es nicht zu spät. Werden Sie deshalb jetzt aktiv. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/aktionen/005040.html


:: 02. Gefährliches Spiel: "Nationaler Sicherheitsrat" - was macht die Union so selbstsicher?

Zuerst möchte man es nur lächerlich finden, dass die Union zum wiederholten Mal eine "Sicherheitsstrategie" auftischt, die nicht einmal von der FDP mitgetragen wird, was seit langem bekannt ist, und von den anderen Parteien schon gar nicht. Die Union weiß genau, eine parlamentarische Mehrheit wird es für ihren Vorstoß nie geben. Aber das kann uns nicht beruhigen, denn der Vorstoß zielt ja gerade auf Unabhängigkeit von parlamentarischen Mehrheiten. Das ist überhaupt nicht komisch: Wenn die Union öffentlich überlegt, wie ihr "Nationaler Sicherheitsrat" gegen das Parlament seine Routinearbeit erledigen würde, muss sie sich doch auch heimlich gefragt haben, wie er gegen das Parlament zu allererst eingerichtet werden kann. Von Michael Jäger. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/005020.html


:: 03. Konservativer Horrorkatalog: Die "Sicherheitsstrategie für Deutschland" der CDU/CSU

Am Dienstag hat die CDU/CSU-Bundestagsfraktion eine 16-seitige "Sicherheitsstrategie für Deutschland" verabschiedet. Das Dokument wurde unter der Federführung von Volker Kauder von Unionsfraktionsvize Andreas Schockenhoff erarbeitet und sowohl mit Kanzlerin Angela Merkel als auch Militärminister Franz-Josef Jung sowie Innenminister Wolfgang Schäuble abgestimmt. Mit dieser CDU/CSU-Sicherheitsstrategie wird eine umfassende Militarisierung der Außen- und Innenpolitik angestrebt, deshalb ist die breite Rückendeckung innerhalb der CDU/CSU umso besorgniserregender. Von Tobias Pflüger. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/005022.html


:: 04. Aus Gottes Frieden für gerechten Frieden - Ja und? (I)+(II)

Mehr als ein Vierteljahrhundert nach ihrer ersten, ganz im Zeichen der West-Ost-Konfrontation stehenden Friedensdenkschrift von 1981 hat die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) ein neues friedensethisches Grundsatzpapier vorgelegt. Albert Fuchs arbeitet zahlreiche Schwachstellen dieser "Denkschrift" heraus und kommt zum Ergebnis, sie bleibe dem Augustinschen Programm verhaftet, die biblische Friedenskonzeption und das jesuanische Ethos der Gewaltfreiheit mit der römisch-imperialen Gewaltkultur zu versöhnen und ihre politisch-praktische Zusammenarbeit zu begründen. Sie erschließe keinen "Mehrwert" der christlichen Perspektive für die friedenspolitische Debatte. Ein Verdienst könne gleichwohl darin bestehen, dass endlich die seit der Epochen-Wende überfällige breite öffentliche Debatte um eine konstruktive Friedens- und Sicherheitspolitik angestoßen werde. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/005031.html (Teil I)
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/005032.html (Teil II)


:: 05. Vilseck/Bayern: US-Kriegsdienstverweigerer zu sieben Monaten Gefängnis verurteilt

Am 13.05.2008 wurde der in Vilseck/Bayern stationierte US-Kriegsdienstverweigerer Robert Weiss zu sieben Monaten Haft verurteilt. Das US-Militärgericht der Rose Barracks in Vilseck befand ihn für schuldig, die Verlegung seiner Einheit absichtlich verpasst zu haben und desertiert zu sein. Die Haftstrafe wird Robert Weiss im US-Militärgefängnis in Mannheim absitzen. Weiss war im Juli 2005 als 17jähriger freiwillig der US-Armee beigetreten. Im August 2007 wurde er von Vilseck in den Irak verlegt. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/005036.html


:: 06. Atomwaffenmacht Indien: Ein Platz an der Tafelrunde?

Es ist zehn Jahre her, dass Indien am 11. und 13. Mai 1998 die Welt mit einer Serie von Atomwaffentests schockte. Nachbar und Rivale Pakistan antwortete auf die indischen Tests umgehend mit einer eigenen Explosionsserie. Der regionale nukleare Rüstungswettlauf gewann weiter an Tempo und Schärfe. Zwar soll ein Abkommen gegen einen zufälligen Atomkrieg schützen und ein "Heißer Draht" die direkte Kommunikation ermöglichen, dennoch flammen immer wieder neue Streitigkeiten mit Eskalationsgefahr zum Atomwaffenkrieg auf. Jede Seite könnte dabei zum nuklearen Erstschlag neigen, denn die Vorwarnzeit ist mit nur drei Minuten extrem kurz. Von Wolfgang Kötter. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/005030.html


:: 07. Menschenrechtsverbrechen in Gaza

Die Welt wird Zeuge eines schrecklichen Menschenrechtsverbrechens in Gaza. 1,5 Millionen Menschen sind eingesperrt. Sie haben so gut wie keinen Zugang zur äußeren Welt - weder über das Meer, noch über den Luft- und Landweg. Eine ganze Bevölkerung wird brutal bestraft. Von Jimmy Carter. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/005024.html


:: 08. 60 Jahre Israel - ein Grund zum Feiern, 60 Jahre Nakba - ein Grund zum Trauern

Am 14.5.08 wird in Israel und an vielen anderen Orten der 60. Jahrestag der israelischen Staatsgründung gefeiert. Die Kooperation für den Frieden weist daraufhin, dass es ein notwendiger Schritt zum Frieden ist, auch die Schattenseiten der 60-jährigen Geschichte Israels nicht zu verdrängen. Nach dem Holocaust führte die Staatsgründung Israels zur Nakba, der Vertreibung von rund 750.000 PalästinenserInnen, deren Nachkommen zu einem großen Teil bis heute in Flüchtlingslagern leben. Die Geschichte Israels wie auch das Schicksal der palästinensischen Bevölkerung sind somit eng mit der deutschen Geschichte verknüpft, das Leid beider Seiten kann Deutschland nicht gleichgültig sein. Von Susanne Grabenhorst. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/005023.html


:: 09. Erinnerung an 1948 und ein Blick in die Zukunft

Diesen Monat begeht Israel den 60. Geburtstag seiner Staatsgründung. Mitten in den Festlichkeiten - inklusive Besuchen von internationalen Prominenten und Politikern - herrscht ein sehr ungutes Gefühl. Israel hat Leichen im Keller, die es bemüht war und ist, zu verstecken. Und Israel hat Angst angesichts seiner ungewissen Zukunft. Viele Israelis fragen sich, ob der Staat seinen 80. Geburtstag noch begehen wird. Das offizielle Israel leugnet weiterhin absolut, dass der gefeierte Geburtstag unentrinnbar mit der beinahe vollständigen Zerstörung einer lebendigen palästinensischen Kultur und Gesellschaft verbunden war, die bis dahin existiert hatten. Von Ali Abunimah. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/005035.html


:: 10. Rufe nach einer Atomwaffenkonvention aus dem Atomschutzbunker

Es war keine UNO-Simulation wie die viele anderen. Parallel zur NPT-PrepCom, den Verhandlungen zum Atomwaffensperrvertrag in Genf, bereiteten internationale SchülerInnen und StudentInnen letzte Woche ein Planspiel für Verhandlungen über eine Nuklearwaffenkonvention vor. Sie lebten in einem Atomschutzbunker in der Nähe der UNO. Die über 80 jungen Menschen waren für die PrepCom akkreditiert und beobachteten die Staatsvertreter bei ihren Debatten und trafen sich mit den Diplomaten der Länder, deren Positionen sie im Planspiel simulierten. Von Inga Blum und Julia Kramer. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/005021.html


:: 11. Uri Avnery: 1948

Ich hoffe, dass wir eines Tages "eine Wahrheits- und Versöhnungskommission" nach südafrikanischem Vorbild haben werden. Sie sollte aus israelischen, palästinensischen und internationalen Historikern zusammengesetzt sein, deren Aufgabe es wäre, herauszufinden, was sich 1948 in diesem Lande tatsächlich zugetragen hat. In den 60 Jahren, die seitdem vergangen sind, sind die Ereignisse dieses Krieges unter vielen Schichten israelischer, jüdischer und arabischer Propaganda begraben worden. Eine quasi-archäologische Ausgrabung ist notwendig, um die untersten Schichten wieder zutage zu fördern. Von Uri Avnery. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/005028.html


:: 12. Rentnerdemokratie: Kühl kalkuliert

Rüttgers, das moralische Minimum und die Rentnerdemokratie. Von Ulrike Baureithel. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/005019.html


:: 13. Den Einen erhöhte Diäten, den Anderen die Zwangsdiät

Seit 1993 wurden die geringen Leistungen für Asylsuchende niemals erhöht. Pro Asyl kritisiert: Ganz selbstverständlich nehmen die Parlamentarier für sich in Anspruch, was anderen seit 15 Jahren mit allen Tricks verweigert wird. Von Bernd Mesovic. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/005027.html


:: 14. Zyklon Nargis: Wieder trifft es die Ärmsten der Armen

Der Zyklon Nargis hat an Burmas Küste schlimmste Verwüstungen hinterlassen. Zehntausende Menschen sind tot oder werden vermisst. Rund eine Million Menschen sind obdachlos geworden. Wirbelstürme von zerstörerischer Wucht nehmen zu. Ist Nargis ein neuer Beweis für den Klimawandel? Ein Interview mit dem Greenpeace-Klimaexperten Karsten Smid. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/005026.html


:: 15. Menschen in Burma: Opfer der Junta, Opfer des Klimawandels

"In Burma zeigt sich, dass die Klimakatastrophe vor allem auch eine soziale Katastrophe ist", so der Greenpeace-Klimaexperte Karsten Smid vor zwei Tagen zu den Folgen des Zyklons Nargis. Seine Aussage bewahrheitet sich täglich mehr. Die Menschen in Burmas Küstenregion sind in einer verzweifelten Situation, massiv verstärkt durch das bornierte Verhalten der Militärjunta. Verantwortung tragen aber auch die Industrieländer, denn die Katastrophe war absehbar. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/005029.html


:: 16. Regenwaldrodung per Regierungsabkommen - Frau Merkel: "Stoppen Sie Agrarsprit aus Brasilien!"

Bundeskanzlerin Angela Merkel will den Import von Agrarsprit aus Übersee durch ein Energieabkommen zwischen Deutschland und Brasilien fördern, damit Deutschland die hohen Beimischungsziele einhalten kann. Am 12. Mai fliegt Merkel nach Brasilien, um den Pakt zur Vernichtung des Regenwaldes zu unterschreiben. In einem offenen Brief an die Kanzlerin protestieren deutsche und brasilianische Organisationen gemeinsam gegen das Abkommen und die Zerstörung von Regenwäldern für die Rohstoffversorgung Deutschlands und der EU. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/005033.html


:: 17. "Die Fortsetzung des deutsch-brasilianischen Bombengeschäfts mit anderen Mitteln"

Die Umweltminister Deutschlands und Brasiliens, Sigmar Gabriel und Marina Silva, kündigten Ende April 2008 die Unterzeichnung eines deutsch-brasilianischen bilateralen Energieabkommens noch im Mai dieses Jahres, anläßlich des Besuchs von Bundeskanzlerin Merkel in Brasilien, an. Der Bundesumweltminister zeigte sich angetan von den brasilianischen Beteuerungen, "nur 1 Prozent der Ackerfläche" Brasiliens werde für Ethanolkraftstoffanbau genutzt, und "bestehende Kriterien" würden die "Nachhaltigkeit" brasilianischen Ethanols gewährleisten. "Von dem, was ich gehört habe, können wir am Import festhalten", sagte Gabriel. Soziale Bewegungen und Organisationen Brasiliens laufen gegen die Äußerungen der beiden Umweltminister und das geplante Abkommen Sturm. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/005034.html


:: 18. Regierungseklat in Brasilien - Umweltministerin Silva tritt direkt vor Merkels Besuch zurück

"Bundeskanzlerin Merkel steht bei ihrem Staatsbesuch in Brasilien vor einem weiteren Scherbenhaufen deutscher Umwelt- und Energiepolitik", erklärt Klaus Schenck vom Verein Rettet den Regenwald. "Ende April hatten Umweltminister Sigmar Gabriel und seine brasilianische Amtskollegin Marina Silva noch die "Nachhaltigkeit" der brasilianischen Agrospritproduktion beteuert und ein bilaterales Energieabkommen mit Schwerpunkt Agrokraftstoffe angekündigt. Der Rücktritt der brasilianischen Umweltministerin Marin Silva am 13. Mai 2008 zeigt, dass diese Beteuerungen nichts mehr sind als schöne Worte." >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/005037.html


:: 19. Hilfswerke und Verbände kritisieren Energievertrag mit Brasilien

Kritik an Plänen der Bundesregierung zur Ausweitung der Agrosprit-Importe aus Entwicklungsländern bekräftigt - Gravierende Probleme in Brasilien beklagt - Bundeskanzlerin Merkel um Gespräch gebeten. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/005038.html


:: 20. Das Feuer und das Wort

Vor 75 Jahren, am 10. Mai 1933, wurden in Deutschland die Werke von 131 Schriftstellern verbrannt. Vor 35 Jahren brannten auch in Chile Bücher, angezündet von den uniformierten Helfern des Putsch-Generals Pinochet. Isabel Lipthay hat zu dem Thema einen Text in Form eines Offenen Briefes an Bertolt Brecht geschrieben. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/005041.html

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II. Hinweise

:: Aachener Friedenspreis 2008 geht an MachsomWatch (Israel) und Pfarrer Mitri Raheb (Palästina) sowie an Prof. Dr. Andreas Buro (Deutschland)

Die israelische Frauenorganisation MachsomWatch erhält gemeinsam mit dem Palästinenser und evangelischen Pfarrer der Weihnachtskirche in Bethlehem, Mitri Raheb, den internationalen Aachener Friedenspreis 2008. Der nationale Aachener Friedenspreis geht an Prof. Dr. Andreas Buro. Die diesjährigen Preisträger setzen sich auf ihre jeweils eigene Weise vorbildlich "von unten" für den Frieden und für eine zivile und gewaltfreie Lösung von Konflikten ein. MachsomWatch ist eine Freiwilligenorganisation israelischer Frauen. Sie wurde 2001 von drei Frauen gegründet, um den Menschenrechtsverletzungen gegen Palästinenser an den Kontrollposten der israelischen Armee im besetzten Palästina entgegen zu treten. Getrennt von den israelischen MachsomWatch-Frauen durch eine acht Meter hohe Mauer mit noch höheren Wachtürmen setzt sich in Bethlehem Pfarrer Mitri Raheb für das friedliche Zusammenleben von Juden und Palästinensern ein. Für ihn als Christ gehört die "Feindesliebe" dazu. Für ihn als
Christ gehört die "Feindesliebe" dazu. "Den Feind zu lieben, heißt, in ihm trotz des Konfliktes Gottes Geschöpf zu erkennen, das ein Recht auf Leben, Vergebung und Liebe hat, nicht jedoch das Recht, Unrecht zu tun." Mitri Raheb unterhält vielfältige Beziehungen nach Deutschland, Skandinavien und in die USA. Die Biographie von Prof. Dr. Andreas Buro liest sich wie die Geschichte der Friedensbewegung nach 1945. Er war bei allen wichtigen Etappen dabei, manche - wie den Ostermarsch - hat er mitinitiiert. Sein wichtigster Beitrag zur deutschen Friedensbewegung ist die Entwicklung der Zivilen Konfliktbearbeitung als Alternative der Friedensbewegung zu Militäreinsätzen. Der Aachener Friedenspreis ist mit je 1.000 Euro dotiert und wird am 1. September verliehen. Zur Preisverleihung sind - wie in jedem Jahr - alle Bürgerinnen und Bürger herzlich eingeladen. Mehr >>
http://www.aachener-friedenspreis.de/


:: KONTEXT NAHOST, Broschüre zu 60 Jahre Israel und Nakba

"Israelis und Palästinenser sind wie siamesische Zwillinge. Es gibt den starken und den schwachen Zwilling. Aber sie sind voneinander abhängig, und keiner kann über den anderen gewinnen." Noah, Künstlerin aus Tel Aviv. Am 14. Mai vor 60 Jahren wurde mit der Ausrufung der Unabhängigkeit durch Ben Gurion die Gründung des Staates Israel vollzogen. Auf der ganzen Welt wird dies zum Anlass genommen, einen (kritischen) Rückblick auf die Geschichte dieses noch jungen Staates und die politischen Probleme der Region zu werfen. Vor allem der bis heute ungelöste Konflikt zwischen Israelis und Palästinensern ist weiterhin eines der zentralen Probleme des Nahen Ostens. Das Netzwerk Friedenskooperative gibt anlässlich dieses Jahrestages die Broschüre KONTEXT NAHOST heraus. Auf 32 Seiten wird zunächst der Hintergrund des Konflikts aus friedenswissenschaftlicher Perspektive analysiert. Des weiteren werden Menschen und Friedensprojekte aus Israel und der Westbank vorgestellt und Orte gezeigt,
die paradigmatisch für den Konflikt sind. Ungewöhnlich ist dabei vor allem die gewaltfreie Bildsprache. Die Broschüre erscheint in Form einer Zeitung in einer Auflage von 15.000 Exemplaren. Die Arbeit ist als PDF einsehbar unter >>
http://www.friedenskooperative.de/kontext_nahost_zeitung.pdf
Bestellung unter >>
http://www.friedenskooperative.de


:: Protestaktion: Jatropha für Agrodiesel - Ruin für Kleinbauern

Die Bayer CropScience AG und die Daimler AG planen zusammen mit der US-amerikanischen Archer Daniels Midland Company (ADM) den großflächigen Anbau des Jatropha-Strauches in Indien. Jatropha liefert ein Öl, das für den Antrieb von Fahrzeugen geeignet ist. Angebaut werden soll die Pflanze von Kleinbauern in Vertragslandwirtschaft. Bayer liefert die dazu notwendige Technologie, die Bauern ihr Land und Arbeitskraft. Doch beim Agrospritanbau tragen die Bauern das volle Risiko. Durch Knebelverträge drohen sie ihr Land zu verlieren und wichtige Naturräume zerstört zu werden. Wenn die Bauern ihren Acker verlieren, müssen sie in die letzten Wälder ausweichen. Der Bayer-Konzern in Leverkusen gilt als einer der großen Zerstörer von biologischer Vielfalt, indem dieser industrialisierte Landwirtschaft mit genetisch veränderten Organismen, Pestiziden und Patenten weiter verfolgt. Auf Webseite von Rettet den Regenwald kann ein Brief an die Bayer AG unterschrieben werden. Mehr >>
http://www.regenwald.org


:: Website zu Dorothee Sölle online

Anlässlich des fünften Todestages von Dorothee Sölle hat Hinrich Olsen eine Seite zu ihr online gestellt. Diese zeigt nun alles, was bisher bei www.bessereweltlinks.de zu finden war. Die Adresse lautet >>
http://www.dorothee-soelle.de

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III. Veranstaltungstermine

:: 17.05.2008 - 19.30 Uhr St. Katharinen-Kirche in Braunschweig: "Liedoratorium Dietrich Bonhoeffer" in Braunschweig

Im "Liedoratorium Dietrich Bonhoeffer" wird der Lebensweg Bonhoeffers bis zu seiner Hinrichtung einen Monat vor Kriegsende musikalisch nachgezeichnet. Die Musik stammt von Matthias Nagel, den Text gestaltete Dieter Stork in Anlehnung an Texte Bonhoeffers. Neben Kathrin Reinhardt vom Staatstheater Braunschweig als Sprecherin wirken der Auctor Chor e. V. (Leitung: Jacqueline Treichler) und das CJD Orchester Braunschweig mit. Die Leitung hat Josef Ziga. Karten für das Konzert (€ 10,00/erm. € 5,00) sind an der Abendkasse in der Katharinen-Kirche erhältlich. Die Aufführung des Liedoratoriums findet im Rahmen des 25jährigen Jubiläums des Dietrich-Bonhoeffer-Vereins (dbv) statt, das vom 15.-18.05.2008 in Braunschweig begangen wird. Auskünfte zum Liedoratorium: Kirchenmusikdirektor Claus-Eduard Hecker, E-Mail: LKMD@lk-bs.de ; Auskünfte zum dbv-Jubiläum: Dr. Karl Martin, E-Mail: karl.martin@dietrich-bonhoeffer-verein.de; Internet http://www.dietrich-bonhoeffer-verein.de


:: 30.05.2008 - 15.00-19.00 Uhr in Frankfurt-Griesheim: Türkei/Kurdistan: Ist Frieden möglich?

Veranstaltung mit Andreas Buro. Der türkisch-kurdische Konflikt ist einer der gewaltsam ausgetragenen Langzeitkonflikte, für die scheinbar keine Lösung in Sicht ist. Immer wieder - zuletzt im Februar diesen Jahres - eskaliert die gewaltsame Auseinandersetzung zu "richtigen Kriegen" mit zahlreichen auch zivilen Opfern. Die USA und die EU-Staaten verbieten die PKK als terroristische Organisation und fordern die Türkei zur Mäßigung auf - eine wirklich konstruktive Politik, die die Interessen von Türken und Kurden berücksichtigt, müsste anders aussehen. "Nach vielen Aufständen der Kurden seit den 20er Jahren führt seit 1984 die PKK - die kurdische Aufstandsbewegung im türkischen Teil der kurdischen Siedlungsgebiete - einen bewaffneten Kampf gegen die türkische Armee und Polizei. Dabei wurden nach offizieller Darstellung über 37.000 Menschen getötet und ungefähr 3.600 Weiler und Dörfer zerstört. Etwa 3 Millionen Kurdinnen und Kurden wurden vom Militär vertrieben. Ankara, wie auch
die EU, haben die Jahre zwischen 1999 und 2004 während eines einseitigen Waffenstillstandes der PKK, in denen sich die kurdische Seite auf eine politische Lösung im Rahmen des türkischen Nationalstaates orientierte - nicht für eine politische Lösung genutzt. Nach Aufkündigung des Waffenstillstandes im Juni 2004 weiteten sich die Kämpfe aus. (...) Während es in den Kämpfen der 90er Jahre fast keine Bombenanschläge gab, wurden diese nun zur Waffe im gesamten Gebiet der Türkei. (...) Es gilt, eine weitere Eskalation des gewaltsamen Konflikts zu verhindern und ihn mit zivilen Mitteln beizulegen. Dazu können staatliche, internationale und nicht-staatliche Stellen einen Beitrag leisten." (aus Monitoring-Projekt, Dossier II - Der türkisch-kurdische Konflikt) Welche Ansätze es für solche zivilen Konfliktbearbeitungsschritte gibt und wie sie von der Zivilgesellschaft auch in Deutschland gefördert werden können, soll im Mittelpunkt der Veranstaltung stehen. VA: Projektgruppe Zivile Konfliktbearbeitung Rhein-Main. Anmeldungen und Kontaktadresse der Projektgruppe: pax christi-Bistumsstelle Limburg, Benita Suwelack, eMail: friedensarbeiterin@pax-christi.de


:: 06.-07.06.2008 - Würzburg: Der andere Sudan - Solidaritätsarbeit zusammen mit Friedensakteuren vor Ort

Kaum beachtet von der Öffentlichkeit hat sich im Sudan ein aktives Netzwerk zivilgesellschaftlicher Organisationen entwickelt, die sich für einen demokratischen und friedlichen Wandel im Sudan einsetzen. Sie wollen den Friedenprozess umsetzen, dem Land ein neues Gesicht geben und Gewalt und Diktatur überwinden. Hierzu brauchen sie internationale Solidarität und Unterstützung, denn noch sind die Hardliner an der Macht und der Frieden steht auf wackeligen Beinen. Nicht nur Blauhelme und Nothilfe sind gefragt, sondern eine aktive Zusammenarbeit und Solidarität mit der lokalen Zivilgesellschaft. Wie kann Zivilgesellschaft in Deutschland den Friedensprozess im Sudan unterstützten? Welche Projektpartner bieten sich an? Wie kann Solidaritätsarbeit gestaltet und aufgebaut werden? ReferentInnen: Yousif Badawi, Miriam Krämer, Jürgen Menzel, Moses Monday John, Achmed Musa, Claudia Steiner. VA: Act for Transformation in Kooperation mit dem Weltladen Würzburg. Anmeldekontakt Weitere Infos
und Anmeldung unter eMail: info@act4transformation.net bzw. http://www.act4transformation.net


:: 07./08.06.2008 in Hannover: "Dem Frieden eine Chance - Truppen raus aus Afghanistan!"

Internationaler Afghanistan-Kongress mit Expertinnen und Experten aus dem In- und Ausland, mit Betroffenen aus Afghanistan, mit Kriegsverweigerern und FriedensaktivistInnen aus Europa und Übersee soll den Unwahrheiten und Verdrehungen der herrschenden Politik von Washington bis Berlin entgegen getreten und dem weltweiten Widerstand gegen den Krieg eine Stimme verliehen werden. Der Kongress wird getragen von: Afghanisches Kultur- und Kommunikationszentrum Berlin, Antimilitaristischer Arbeitskreis Hannover, Attac Deutschland, Bundesausschuss Friedensratschlag, DFG-VK, Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft Landesverband Niedersachsen, Kooperation für den Frieden, IALANA, Friedensbüro Hannover, Friedens- und Zukunftswerkstatt, IG Metall Verbindungsbüro Soziale Bewegungen. Kontaktadresse: Afghanistankongress c/o IALANA, E-Mail: kontakt@afghanistan-kongress.de, Mehr >>
http://www.afghanistan-kongress.de/


:: 13.-15.06.2008 in Evang. Akademie Bad Boll: Pilger, Geldgeber und Bündnispartner? Kirchen im Israel/Palästina-Konflikt

Die Deutsche Bischofskonferenz und der Rat der Evangelischen Kirche in Deutschland haben sich im vergangenen Jahr vor Ort über die Situation im Heiligen Land informiert. Wie stellen sie sich zum Programm des Ökumenischen Rates der Kirchen (ÖRK), das auf ein Ende der Besetzung zielt? Welchen Stellenwert hat die "Gemeinsame Initiative humanitäres Völkerrecht Nahost" in den beiden Kirchen? Außerdem eingeladen sind Referentinnen und Referenten aus Israel und Palästina. So stellen wir Ihnen die jüdische Initiative Zochrot vor, die an die vor und nach der israelischen Staatsgründung zerstörten palästinensischen Dörfer und Stadtteile erinnert. Des weiteren wird die befreiungstheologische Initiative Sabeel den Israel/Palästina-Konflikt aus christlich-palästinensischer Sicht beleuchten. Die Konferenzsprachen sind Deutsch und Englisch mit Simultanübersetzung im Plenum. Mehr >>
http://www.ev-akademie-boll.de/Programm.programm.0.html


:: 27.-29.06.2008 - Evang. Akademie Bad Boll: "Das Maß des Friedens ist der Frieden selbst". Konstruktiver Pazifismus im 21. Jahrhundert

Im Pazifismus gab es immer zwei Orientierungen. Die in der Öffentlichkeit prominenteste war der Anti-Militarismus - mit dem Slogan "Die Waffen nieder!". Weniger publikumswirksam, aber langfristig ebenso bedeutungsvoll waren und sind jene Versuche, die jenseits aller berechtigten Kritik zu einer positiven Friedensperspektive gelangen wollen. Es gilt weniger, die den Frieden verhindernden Strukturen und Verhaltensweisen abzubauen. Vielmehr sollte es ein besonderes Anliegen von Pazifismus sein, Bedingungen aufzuzeigen, die friedensförderlich sind und einen dauerhaften, also nachhaltigen Frieden bewirken. Auf der Tagung werden Ansätze und Aspekte dieser Aufbauperspektive resümiert und praktische Beispiele vorgestellt. Mit Horst-Eberhard Richter, Wolfram Wette, Knut Krusewitz, Andreas Zumach und anderen. VA: Evang. Akademie Bad Boll + Ohne Rüstung Leben. Mehr >>
http://www.ev-akademie-boll.de/Programm.programm.0.html


:: 06.07.2008, 11.00 - 13.00 Uhr Bonhoeffer-Haus in Karlsruhe: Verhandeln statt schießen - Afghanistan-Krieg beenden!

Streitgespräch zwischen den Bundestagsabgeordneten Rainer Arnold (Kirchheim), Verteidigungspolitischer Sprecher der SPD-Fraktion und Heike Hänsel (Tübingen), Entwicklungspolitische Sprecherin der Fraktion Die Linke und DFG-VK-Mitglied. Eine Veranstaltung des Landesverbandes Baden-Württemberg der Deutschen Friedensgesellschaft - Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen mit Unterstützung von: Arbeitsstelle Frieden (Evang. Landeskirche Baden), Evangelische Studierendengemeinde, Forum für Gesellschaftlichen Frieden, Friedensbündnis Karlsruhe, Internationaler Versöhnungsbund, Werkstatt für Gewaltfreie Aktion. Kontakt : Sonnhild und Ulli Thiel, Alberichstr. 9, 76185 Karlsruhe, Tel. 0721-552270 eMail: suthiel@t-online.de

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Weitere Termine finden sich u.a.:

:: Netzwerk Friedenskooperative >> http://www.friedenskooperative.de/

:: Bessere Welt Links. Norbert's Bookmarks für engagierte Leute >> http://www.bessereweltlinks.de/index.php?cat=6108

:: Attac >> http://www.attac.de/termine/index.php


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Eine Anmerkung in eigener Sache: Da unsere Friedens- und Menschenrechtsarbeit Geld kostet und es keinerlei Zuschüsse gibt, bitten wir um Spenden:
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