Date: April 13th 2008

==== Lebenshaus-Newsletter ===============================================

Liebe Freundinnen und Freunde,

wenn wir auf die Zeit vor 40 Jahren zurückblicken, dann stoßen wir sofort auf zwei folgenschwere Attentate im April 1968. Am 4. April 1968 ist in den USA Martin Luther King ermordet worden. Nur wenige Tage später, am 11. April 1968, wurde in Berlin der APO-Führer Rudi Dutschke mit drei Schüssen niedergestreckt. Er überlebte zwar dieses Attentat, ist aber an den Spätfolgen an Heiligabend 1979 gestorben.

King wie Dutschke waren führende Köpfe von Bewegungen, die nachhaltige Auswirkungen zumindest auf ihre jeweiligen Gesellschaften hatten, die bis heute nachwirken. Beide verbanden theoretische Einsichten mit Aktionen auf der Straße. Durch die Bewegungen, an deren Spitze sie jeweils standen, wurden Spannungen erzeugt. Solche Spannungen sind erforderlich, um Missstände und Unrecht ans Licht zu bringen. Doch diese gesellschaftlichen Spannungen haben wohl King wie Dutschke das Leben gekostet.

Martin Luther King, dieser gewaltfreie Kämpfer gegen Rassismus, Armut und Krieg, hat uns ein bleibendes Vermächtnis hinterlassen, aus dem wir weiter schöpfen können. Dazu gehört die Einsicht, dass Zwecke und Mittel übereinzustimmen haben, wenn wir Frieden in der Welt haben wollen. In einer Weihnachtspredigt von 1967 hat er dies wie folgt ausgedrückt:

"Es ist sehr merkwürdig,
dass alle großen militärischen Genies
der Welt vom Frieden gesprochen haben.
Die Eroberer der alten Zeit,
die mordend hinter dem Frieden herjagten,
Alexander, Julius Caesar,
Karl der Große und Napoleon,
waren sich alle darin gleich,
dass sie eine friedliche Weltordnung suchten.
Wenn ihr Mein Kampf genau genug lest,
werdet ihr entdecken, dass Hitler behauptete,
alles, was er in Deutschland tat,
sei für den Frieden gewesen.
Und die Führer der heutigen Welt
sprechen redselig vom Frieden.
Jedes Mal, wenn wir unsere Bomben
in Nordvietnam fallen lassen,
spricht Präsident Johnson redselig vom Frieden.
Worum geht es?
Sie sprechen vom Frieden als einem fernen Ziel,
einem Zweck, dem wir nachjagen,
aber eines Tages werden wir einsehen müssen,
dass der Frieden nicht bloß ein fernes Ziel ist,
das wir suchen, sondern dass er ein Mittel ist,
durch das wir zu jenem Ziel gelangen.
Wir müssen friedliche Zwecke
mit friedlichen Mitteln verfolgen.
All das will heißen,
dass Mittel und Zwecke übereinstimmen müssen,
weil das Ziel in den Mitteln
bereits vor-vorhanden ist,
und destruktive Mittel können
keine konstruktiven Ziele herbeiführen."

(Martin Luther King - vollständig hier:
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/002015.html)


Von Rudi Dutschke, dem christlichen Sozialisten, stammt der Satz:

"Sich selbst zu verändern,
glaubwürdig zu werden,
andere Menschen zu überzeugen
und allen möglichen Formen
von Ausbeutung und Terror entgegenzuwirken,
das mag in manchem Augenblick
ungeheuer schwer erscheinen,
und dennoch gibt es dazu keine Alternative."

(Rudi Dutschke)


In diesem Sinne wünsche ich eine gute Arbeit an der eigenen Veränderung, damit wir glaubwürdig und aktiv für die dringend notwendigen gesellschaftlichen, politischen und wirtschaftlichen Veränderungen eintreten können. Und dass wir dies auf gewaltfreie Weise tun können.

Shalom Salaam Pace
Ihr / Euer
Michael Schmid

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Inhaltsübersicht
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I. Artikel

:: 01. Martin Luther Kings Traum und Alptraum

:: 02. Martin Luther King: Den Kampf für seine Sache nicht aufgeben

:: 03. Drei Kugeln auf Dutschke

:: 04. Die Folgen von ´68

:: 05. Bundeswehr: Der Feind im Inneren

:: 06. Katastrophale Folgen eines regionalen Atomkriegs

:: 07. Kriegskosten: 6.000.000.000.000 US-Dollar

:: 08. Bürgerrechte, die man nicht in Anspruch nimmt, gehen verloren

:: 09. Tödliches Erbe der C-Waffen bedroht Menschen und Natur

:: 10. Ein Lob ins Klassenbuch

:: 11. Der Westen beeindruckt China längst nicht mehr

:: 12. Die Propaganda-Schlacht

:: 13. "Nicht du! Du!!!" - "He du! Nimm die Hände weg von Tibet!"

:: 14. "Manifest Destiny"

:: 15. Vor dem NATO-Gipfel in Bukarest

:: 16. NATO-Gipfel: "Bush hat sich durchgesetzt"

:: 17. Kosovo-Krieg: Keiner hatte genug Brandgeruch in der Nase

:: 18. Islam-Debatte: Grobianische Verleugnung

:: 19. Klimaschutz ist Menschenschutz

:: 20. Tiefensee muss Flugverkehr eindämmen. Studie prognostiziert dramatische Klimabelastungen


II. Hinweise

III. Veranstaltungstermine

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I. Artikel

:: 01. Martin Luther Kings Traum und Alptraum

Anfang 1968 wurde Martin Luther King Jr. bewusst, dass er vom Gipfel des Berges in ein Tal der Verzweiflung hinabgestiegen war. 1963 hatte er auf dem Marsch nach Washington über seinen Traum gesprochen, Amerika werde "sich erheben und der wahren Bedeutung seines Glaubensbekenntnisses gerecht werden", aber in der Zwischenzeit war dieser Traum dem Alptraum einer eskalierenden militärischen Intervention in Vietnam und zunehmender Gewalt zwischen Schwarz und Weiß in den US-amerikanischen Großstädten gewichen. Einige glaubten, King radikalisiere sich zunehmend, in Wirklichkeit jedoch war er ein Prophet mit wachsenden Zweifeln. Am 4. April 1968 wurde er ermordet. Von Clayborne Carson. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/004955.html


:: 02. Martin Luther King: Den Kampf für seine Sache nicht aufgeben

Am 4. April 2008 war der vierzigste Jahrestag der Ermordung Martin Luther Kings. Noch vierzig Jahre später erinnert man sich seines Traumes und gedenkt seiner. Kings Mission allerdings bleibt, in vielerlei Hinsicht, unerfüllt. In seiner letzten Rede sprach Reverend King über praktische Aktionen, um die Sache voranzutreiben. Welche praktischen Dinge ließen sich heute - vierzig Jahre später - umsetzen, um Martin Luther Kings Mission zu erfüllen? Von Jesse Jackson. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/004958.html


:: 03. Drei Kugeln auf Dutschke

1968 war das Jahr der um sich greifenden Ratlosigkeit. Wir spürten, die "Bewegung" war zu groß geworden für die bestehenden Strukturen, niemand hatte eine Vorstellung, wie eine den neuen Gegebenheiten angemessene Organisationsform aussehen könnte. Dass unsere "Initialzündung" nicht ansteckend auf die umworbenen Arbeiter wirkte, wurde mit jedem Tag deutlicher, ein neuer Vermittlungsmodus war nicht in Sicht. Die Bereitschaft, auf die staatliche Repression und Gewalt mit Gewalt zu antworten, wuchs, ohne dass klar war, wohin eine gesteigerte Militanz führen sollte. Mit dem Attentat auf den Studentenführer war die Gewaltfrage nicht mehr zurückzunehmen - eine Erinnerung an den 11. April 1968. Von Eckhard Siepmann. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/004967.html


:: 04. Die Folgen von ´68

Zurück blickt das Fernsehen am liebsten, die - vor allem deutsche - Historie ist eines seiner größten Anliegen. Geschichte wird nicht mehr notiert, sondern imaginiert und rezitiert. Sie gerinnt zu etwas Virtuellem, ist keine Wissenschaft der Daten, Namen und Zusammenhänge mehr, sondern ein Album der Jubiläen, Ikonen und einfach gestrickten Kausalitäten. In diesem Jahr nun ist die bundesrepublikanische Studentenrevolte von 1968 dran. Ein Arte-Fernsehfilm zeigt, was aus den Kindern von Dutschke, Mahler und Nirumand geworden ist. Von Karin Schuster. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/004970.html


:: 05. Bundeswehr: Der Feind im Inneren

Ein aktiver Bundeswehr-Hauptmann attackierte einen ranghöheren Kameraden in einem hasserfüllten Brief und griff dabei auf den hohen Ton nationalistischen Heldentums zurück. Hauptmann Daniel K., Kommando Spezialstreitkräfte (KSK) in Calw, meint es ernst. Sonst hätte er sich nicht öffentlich so exponiert: Was diesen Offizier aus der Reserve lockte, waren öffentliche Äußerungen des Oberstleutnants Jürgen Rose, der beim Wehrbereichskommando IV in München Dienst tut. Rose kritisiert die "Enttabuierung des Militärischen". Den Bundeswehreinsatz gegen Jugoslawien 1999 bezeichnet er als völkerrechtswidrige Aggression und den Einsatz in Afghanistan als ebenfalls nicht vom Völkerrecht gedeckten "Friedensverrat". Im Übrigen plädiert er für den Vorrang ziviler Konfliktbearbeitung. Der KSK-Hauptmann reiht sich mit seinem Hetzbrief an einen Oberstleutnant der Bundeswehr in eine unselige Vergangenheit ein. Eine historische Einordnung. Von Wolfram Wette. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/004966.html


:: 06. Katastrophale Folgen eines regionalen Atomkriegs

Nach einem regional begrenzten nuklearen Schlagabtausch mit 100 Atomwaffen der Stärke der Hiroshima-Bombe würde die mittlere Temperatur auf der Erdatmosphäre um 1,25 ºC sinken. Das hätte globale Ernteverluste und Hungersnöte zur Folge. Dieses bereits seit 2007 bekannte Szenario wurde durch eine jüngst veröffentlichte US-Studie vom Labor für Atmosphären- und Weltraumphysik der Universität von Colorado präzisiert. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/004963.html


:: 07. Kriegskosten: 6.000.000.000.000 US-Dollar

Selbst hohe US-Militärs räumen längst ein, dass die Koalitionstruppen auf den beiden wichtigsten Schauplätzen des Weltkriegs gegen den Terror - im Irak und in Afghanistan - ein Desaster erleben. Sie haben zwei Regime mit Gewalt vertrieben und dafür einen Krieg am Hals, dessen Ende nicht abzusehen ist. Ökonomisch sind die Kriege eine noch größere Katastrophe. Sie sind nicht zu gewinnen - und längst nicht mehr zu bezahlen, auch nicht für ein Land wie die USA. Michael R. Krätke. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/004952.html


:: 08. Bürgerrechte, die man nicht in Anspruch nimmt, gehen verloren

In Deutschland gibt es 71.000 US Soldaten und über 100 Militäreinrichtungen der USA. Neben verschiedenen Stützpunkten gehören das EUCOM in den Patch Barracks bei Stuttgart-Vaihingen und neuerdings das AFRICOM in den Kelley Barracks bei Stuttgart-Möhringen dazu. Diese Einrichtungen unterstehen ausschließlich dem Befehl des Pentagon und des Präsidenten der Vereinigten Staaten, sind also nicht in die Nato integriert. Deutschland ist somit als Unterstützer an sämtlichen Militäroperationen der US-Streitkräfte in diesem Teil der Welt beteiligt. Es ist völkerrechtlich, politisch und moralisch für sie mitverantwortlich. Von Wolfgang Sternstein. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/004960.html


:: 09. Tödliches Erbe der C-Waffen bedroht Menschen und Natur

Im "World Forum Convention Center" von Den Haag tagt zur Zeit die zweite Überprüfungskonferenz der Konvention über das Chemiewaffenverbot. Dort soll das Tempo der Vernichtung von C-Waffen erhöht werden. Von Wolfgang Kötter. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/004965.html


:: 10. Ein Lob ins Klassenbuch

Bemüht um Fairness gegenüber China, untersagt die indische Regierung jede Anti-China-Aktivität auf indischem Boden und hält wütende tibetische Exilanten per Polizeiaufgebot im Zaum. In Indien leben mehr als 100.000 Exil-Tibeter, viele davon im nordindischen Dharamsala, dem Sitz der Exilregierung des Dalai Lama. Dort wurden gleich zu Beginn der Unruhen mehr als hundert Menschen verhaftet, die jenseits der indisch-chinesischen Grenze zum großen Protestmarsch nach Lhasa aufbrechen wollten. Für dieses mustergültige Verhalten gab es ein dickes Lob ins Klassenbuch: Premier Wen Jiabao pries das gute Einvernehmen mit seinem indischen Amtskollegen Manmohan Singh in der für beide Länder so "hochsensiblen Angelegenheit". Von Ursula Dunckern. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/004947.html


:: 11. Der Westen beeindruckt China längst nicht mehr

Die Tibet-Debatte klingt zwar noch nicht ab, aber die über einen Olympia-Boykott hat an Schwung und Fürsprechern verloren. Im Westen wird gern vergessen, dass sich China durch äußeren Druck noch nie zu willfährigem Verhalten zwingen ließ. Die größten Veränderungen im Reich der Mitte kamen stets von innen her, sagt der China-Analytiker und Bestseller-Autor Frank Sieren. Im Gespräch äußert er sich auch über Tibet-Romantik und Selbstüberschätzung, schlecht funktionierende Demokratien und gut funktionierende Diktaturen. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/004953.html


:: 12. Die Propaganda-Schlacht

Chinas Propagandamaschine wirft wie üblich die parteikonformen Klischees aus. Was sie über die gegenwärtige Krise in Tibet produziert, ist als Propaganda so ungeschickt, weil leicht zu erkennen ist, dass die darin auch enthaltenen Wahrheiten unerkannt bleiben. Die Auslassungen der tibetischen Exilregierung und der seriöseren Freunde des Dalai Lama hingegen kommen so wahrhaftig daher, dass die ihnen auch innewohnende Propaganda nicht recht bemerkt wird. Den Kampf um die Deutungshoheit haben sie gleichwohl gewonnen - in der Öffentlichkeit des Westens. Von Karl Grobe.
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/004959.html


:: 13. "Nicht du! Du!!!" - "He du! Nimm die Hände weg von Tibet!"

"He! Nimm deine Hände weg! Nicht du! Du!!!" - so hört man die Stimme einer jungen Frau im dunklen Kinosaal in einem alten Witz. "He du! Nimm die Hände weg von Tibet!" schreit der internationale Chor. "Aber nicht von Tschetschenien! Nicht vom Baskenland! Und sicher nicht von Palästina!" Und das ist kein Witz. Wie jedermann unterstütze ich die Rechte des tibetanischen Volkes auf Unabhängigkeit oder wenigstens auf eine Autonomie. Wie jedermann verurteile ich die Aktionen der chinesischen Regierung dort. Aber ich bin nicht - wie jedermann - bereit, mich an den Demonstrationen zu beteiligen. Von Uri Avnery. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/004957.html


:: 14. "Manifest Destiny"

Im nächsten Monat wird Israel seinen 60. Geburtstag feiern. Die Regierung ist fieberhaft damit beschäftigt, diesen Tag in einen der Freude und des Jubels zu verwandeln. Etwa 40 Millionen Dollar, die hätten helfen können, ernste, zum Himmel schreiende Probleme zu lösen, sind für diesen Tag gedacht. Aber den Leuten ist gar nicht nach Feiern zumute. Sie sind bedrückt. Aus allen Richtungen wird der Regierung vorgeworfen, für diese Niedergeschlagenheit verantwortlich zu sein. Von Uri Avnery. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/004971.html


:: 15. Vor dem NATO-Gipfel in Bukarest

Für den amerikanischen Präsidenten, George W. Bush, ist es der letzte NATO-Gipfel. Im Januar 2009 endet seine Amtszeit. Große Initiativen kann er nicht mehr starten. Viele warten bereits auf seinen Nachfolger. Allenfalls kann Bush versuchen, noch einmal Duftnoten zu setzen. So wünscht er sich zum Beispiel, dass der Gipfel seine Pläne zur Stationierung von Teilen des amerikanischen Raketenabwehrsystems in Europa begrüßt. Es sähe so aus, als würden die NATO-Staaten Washington bitten, das System zu stationieren. Für Bush wäre das ein willkommenes Abschiedsgeschenk. Von Otfried Nassauer. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/004948.html


:: 16. NATO-Gipfel: "Bush hat sich durchgesetzt"

Was hat der NATO-Gipfel in Bukarest gebracht? Otfried Nassauer analysiert die Entwicklung des Nordatlantik-Paktes seit Jahren. Jürgen Elsässer sprach mit Otfried Nassauer, dem Gründer und Leiter des Berliner Informationszentrums für Transatlantische Sicherheit (BITS), über den NATO-Gipfel. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/004961.html


:: 17. Kosovo-Krieg: Keiner hatte genug Brandgeruch in der Nase

Der NATO-Krieg gegen Jugoslawien zwischen März und Juni 1999 war eine Weichenstellung. Seither ist das Völkerrecht nie wieder in die ihm gebührende Rolle beim so oft beschworenen Erhalt einer internationalen Sicherheitsarchitektur zurückgekehrt. Der Westen hat seinen eigenen Wertekanon verleugnet und fährt darin bis heute mit selbst zerstörerischer Konsequenz fort. Von Hans Wallow. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/004954.html


:: 18. Islam-Debatte: Grobianische Verleugnung

Die 2006 eingerichtete "Deutsche Islamkonferenz" hat sich auf einen steinigen Weg begeben. Den 15 deutschen Parteipolitikern sitzen fünf Vertreter muslimischer Verbände und zehn muslimische Privatpersonen gegenüber. Das lässt Fragen der demokratischen Legitimation und Repräsentanz aufkommen. Schnelle und spektakuläre Ergebnisse sind von dem Dialog nicht zu erwarten, immerhin gelang eine Vereinbarung zur Einführung des islamischen Religionsunterrichts. Konterkariert werden die Bemühungen von drei Seiten. Von Rudolf Walther. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/004949.html


:: 19. Klimaschutz ist Menschenschutz

Im letzten Jahr veröffentlichte Greenpeace eine Studie zur Sitution der Klimaflüchtlinge. In den nächsten 30 Jahren werden demnach 200 Millionen Menschen ihre Heimat verlassen, weil ihre Lebensbedingungen durch den Klimawandel immer schlechter werden. Der aktuelle Blue-Alert-Report von Greenpeace Indien unterstreicht nun die Brisanz dieses Themas. Von Atonia Berndt. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/004956.html


:: 20. Tiefensee muss Flugverkehr eindämmen. Studie prognostiziert dramatische Klimabelastungen

Der Energieverbrauch und damit die CO2-Emissionen des Flugverkehrs nehmen in Deutschland pro Jahr um etwa dreieinhalb Prozent zu. Der Anteil der Fliegerei an den gesamten Klimabelastungen beträgt derzeit rund acht Prozent. Bei Fortsetzung des gegenwärtigen Wachstums werden die Klimawirkungen des Fliegens bereits in fünf Jahren die des heutigen Pkw-Verkehrs übersteigen. Dieser ist in Deutschland für jährlich rund 100 Millionen Tonnen des Treibhausgases Kohlendioxid verantwortlich. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/004964.html

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II. Hinweise

:: Großanzeige zum Tschernobyltag am 26. April 2008 in einer überregionalen Zeitung: "Energiekrise und Klimawandel: Atomenergie ist kein Rezept"

Die Atomindustrie nutzt die Angst der Menschen vor der drohenden Klimakatastrophe sowie vor steigenden Energiekosten infolge der Energiekrise, um verloren gegangene Akzeptanz zurück zu gewinnen. Ihr durchschaubares Ziel: Bei einer neuen Regierung nach den Bundestagswahlen 2009 könnten der Atomausstiegsbeschluss gekippt und die Laufzeit der Atomkraftwerke verlängert werden. Diese zunehmenden Desinformationskampagnen der Atomwirtschaft, unterstützt von diversen Experten, Politikern und Medien, dürfen wir nicht unwidersprochen hinnehmen! Wir wissen, Atomenergie ist kein Rezept gegen Klimawandel und Energiekrise. Allerdings muss das immer wieder gesagt werden, auch wenn wir meinen, die Argumente gegen die unverantwortliche Atomenergie müssten inzwischen doch alle vernünftigen Menschen überzeugt haben. Die IPPNW wird sich wie in den vergangenen Jahren am Jahrestag von Tschernobyl mit einer großen Anzeige in einer überregionalen Zeitung an die Öffentlichkeit wenden und die Ablösung
der Atomenergie durch erneuerbare Energien einfordern. Es wird um Unterschriften gebeten. Mehr >>
http://www.ippnw.de/Atomenergie/Tschernobyl-Folgen/form/Energiekrise_und_Klimawandel.html


:: Qualifizierungsangebote für gewaltfreie und konstruktive Konfliktbearbeitung

Wer sich in Konfliktanalyse, Mediation oder zur Fragen des Eingreifens in Situationen akuter Gewalt kundig machen möchte, findet ein gutes Angebot für das zweite Halbjahr 2008. Von September bis Dezember wird von der Evang. Landeskirche Württemberg ein 15-tägiger Grundkurs angeboten, berufsbegleitend über insgesamt sechs Wochenenden (Donnerstagnachmittag bis Samstagabend). Veranstaltungsorte sind sowohl Tagungsstätten im Großraum Stuttgart, als auch die Pressehütte Mutlangen. Für die Kursinhalte wurde ein Referententeam mit bekannten Fachleuten gewonnen (Chrisoph Besemer, Uli Jäger, Dr. Uwe Painke, Reante Wanie, Uli Wohland u.a.). Anmeldeschluss ist der 7.7. 2008. Wer sich vor dem 1.6. 2008 anmeldet erhält einen Rabatt von 100 €! VA: Pfarramt für Friedensarbeit, KDV und ZDL, Stuttgart. Weitere Informationen: E-Mail kdv.zdl@ejwue.de oder unter >>
http://www.frieden-schaffen.de/kdv.konfliktbearbeitung/index.html



:: Pacemakers-Radmarathon: Jetzt anmelden, Flyer bestellen oder Streckenpatenschaft übernehmen

Die Pacemakers-Radsportveranstaltungen der besonderen Art, maßgeblich organisiert von der DFG-VK Baden-Württemberg und unterstützt von vielen lokalen Friedensinitiativen, finden 2008 bereits im vierten Jahr in Folge statt. Sie verbinden sportlich anspruchsvolle Leistung mit dem politischen Ziel einer friedlichen und gerechten Welt ohne Atomwaffen. Ermutigt von den Erfolgen der vergangenen Jahre finden dieses Jahr zwei Pacemakers-Veranstaltungen zum Mitmachen statt: der 4. Pacemakers Radmarathon am 2. August von Bretten über Heilbronn, Mannheim, Ramstein, Neustadt/Weinstrasse nach Bretten (Streckenlänge von ca. 340 km) >> http://www.pace-makers.de/marathon.html und der Pacemakers-Rundkurs mit einer siebenmaligen Umrundung des Atomwaffenlagers Büchel (Eifel), am 30. August (Streckenlänge von 203 km) >> http://www.pace-makers.de/rundkurs.html
Ihr wollt die Pacemakers als sportliche Schrittmacher für eine friedliche und gerechte Welt ohne Atomwaffen unterstützen? Dann meldet Euch jetzt an, bestellt die kostenlosen Werbeflyer >> http://www.atomwaffenfrei.de/fileadmin/user_upload/pdf-dateien/Flyer_pacemakers.pdf
und/oder übernehmt eine Streckenpatenschaft für eine der beiden Touren. Alle weiteren Infos >>
http://www.pace-makers.de

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III. Veranstaltungstermine

:: 30.04./01.-04.05.2008 - Leipzig: Attac-Sommerakademie 2008 + Frühjahrsratschlag = Maitage in Leipzig

Attac veranstaltet eine Akademie, die Kompetenz und Spannung in die aktuellen Debatten bringen soll. Über 50 Seminare, Vorträge, Diskussionen und ebenso viele ReferentInnen aus der kritischen Wissenschaft, aus der Attac-Praxis, Expertinnen und Journalisten, Moderatorinnen und Gesprächspartner sind im Angebot. Gekrönt wird das Programm vom R atschlagsplenum am Sonntag, für das Attac herzlich zum Mitreden und -entscheiden einlädt. Drumherum und mittendrin gibt es Filme, Lieder, Party und die schöne Atmosphäre, die durch viele kreative und engagierte Menschen in und um Attac entsteht. Am Samstagabend auch Theater: "Das Blaue Wunder" - ein Stück über die aufhaltsame Privatisierung des Wassers - mit der Berliner Compagnie. Mehr unter >>
http://www.attac.de/sommerakademie2008/


:: 04.05.2008 - 20.00 Uhr im Ev. Johannes-Zwick-Haus in Riedlingen: "Verhandeln statt schießen - Afghanistan-Krieg beenden"

Podiumsdiskussion mit Christoph Hörstel und Monty Schädel. Die Deutsche Friedensgesellschaft - Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen (DFG-VK) beschäftigt sich als integraler Bestandteil der deutschen und internationalen Friedensbewegung intensiv mit Auswegen aus der katastrophalen Situation in Afghanistan. Ihr Ziel ist Frieden und Sicherheit für Afghanistan und die Beendigung der Militärintervention. Christoph R. Hörstel, ehemaliger ARD-Korrespondent, Buchtautor und Politikberater, ist einer der besten Kenner des Landes. Er macht die Hintergründe des militärischen Engagements der USA und ihrer willigen Helfer deutlich und sagt im Detail, was geschehen muss, um dem seit Jahrzehnten von Krieg und Gewalt heimgesuchten Land endlich Frieden zu bringen. Dazu hat er eigens einen konkreten Plan entwickelt. Monty Schädel ist Bundesgeschäftsführer der DFG-VK und damit einer der zentralen Anlaufstellen der deutschen Friedensbewegung. Diese Veranstaltung ist der Auftakt zu einer Veranstalt
ungsreihe, mit der die Bevölkerung über die zunehmend schlechtere Lage am Hindukusch informiert werden soll. VA: Lebenshaus Schwäbische Alb e.V., Ökumenischer Erwachsenenbildungsausschuss Riedlingen. Mehr unter >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/aktionen/004969.html und >>
http://www.schritte-zur-abruestung.de/2008/afghanistan-01.htm


:: 05.05.2008 - 19.30 Uhr im DGB-Haus Mannheim: "Verhandeln statt schießen - Afghanistan-Krieg beenden"

Podiumsdiskussion mit Christoph Hörstel und Monty Schädel Mannheim. VA: DFG-VK Mannheim, DGB Mannheim, Friedensplenum Mannheim. Mehr >>
http://www.schritte-zur-abruestung.de/2008/afghanistan-01.htm


:: 05.05.2008 - 20.00 Uhr, DGB-Haus Karlsruhe: "Europa 2008: Noch mehr Rüstung, noch mehr Kriege?"

Vortrags- und Diskussionsveranstaltung im Rahmen der Europawoche der Stadt Karlsruhe mit Arno Neuber, Informationsstelle Militarisierung. VA: Friedensbündnis Karlsruhe. Kontakt: Friedensbündnis Karlsruhe, c/o Sonnhild und Ulli Thiel, Alberichstr. 9, 76185 Karlsruhe, Tel.0721-552270, E-Mail suthiel@T-Online.de.


:: 06.05.2008 - 19.00 Uhr im IG-Metall-Saal Erlangen: "Verhandeln statt schießen - Afghanistan-Krieg beenden"

Podiumsdiskussion mit Einleitungs-Referat von Christoph Hörstel. Moderation: Sabine Schiffer (Institut für Medienverantwortung). Vertreter der Erlanger Parteien sind angefragt. VA: DFG-VK Erlangen und Erlanger Bündnis für den Frieden; gefördert vom Kultur- und Freizeitamt Erlangen und dem Helmut Michael Vogel Bildungswerk der DFG-VK Bayern. Mehr >>
http://www.schritte-zur-abruestung.de/2008/afghanistan-01.htm


:: 07.05.2008 - 19.30 Uhr im Kleihues-Bau in Kornwestheim: "Verhandeln statt schießen - Afghanistan-Krieg beenden"

Podiumsdiskussion mit Christoph Hörstel und Monty Schädel. VA: DFG-VK Ludwigsburg, Kornwestheimer Initiative für Frieden und Gerechtigkeit. Mehr >>
http://www.schritte-zur-abruestung.de/2008/afghanistan-01.htm


:: 08.05.2008 - 20.00 Uhr im Kath. Gemeindehaus St.Ulrich in Kirchheim/Teck: "Verhandeln statt schießen - Afghanistan-Krieg beenden"

Podiumsdiskussion mit Christoph Hörstel und Monty Schädel Kirchheim/Teck, Lindachallee
Veranstalter: Amnesty International, Arbeitskreis Asyl, IG-Metall Esslingen, Pax Christi (jeweils Gruppe Kirchheim/Teck), Deutsche Friedensgesellschaft - Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen(DFG-VK) Neckar-Fils, Friedensinitiative Kirchheim/Teck, GEW Kreisverband Esslingen-Nürtingen >>
http://www.schritte-zur-abruestung.de/2008/afghanistan-01.htm


:: 09.05.2008 - 19.00 Uhr im Gewerkschaftshaus Freiburg: "Verhandeln statt schießen - Afghanistan-Krieg beenden"

Referat Christoph Hörstel mit anschl. Diskussion. VA: DFG-VK Freiburg, Friedensplenum Freiburg. Mehr >>
http://www.schritte-zur-abruestung.de/2008/afghanistan-01.htm


:: 15.05.2008 im Theologischen Zentrum in Braunschweig: Dem Glauben Öffentlichkeit geben. Dietrich Bonhoeffer als Herausforderung zu verantwortlichem Glauben, Denken und Handeln

Begegnungsabend aus Anlass des 25jährigen Jubiläums des Dietrich-Bonhoeffer-Vereins (dbv). Der Dietrich-Bonhoeffer-Verein (dbv) wurde am 15. Mai 1983 in Stadtlauringen auf einer Tagung der Evangelischen Hochschulgemeinde bei der Hochschule der Bundeswehr München gegründet. Der Verein hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Wahrnehmung christlicher Verantwortung in Kirche und Gesellschaft zu fördern. Die Mitglieder, Freundinnen und Freunde des Vereins sehen in dem Leben und Werk Dietrich Bonhoeffers eine unverändert gültige, in die Zukunft weisende Herausforderung zu verantwortlichem Glauben, Denken und Handeln. Der Verein begeht sein 25jähriges Jubiläum mit einem Begegnungsabend am Gründungstag (Donnerstag, 15. Mai) und mit einer anschließenden Tagung (Freitag bis Sonntag, 16.-18. Mai) in den Räumen der Universität Braunschweig. VA: dbv und Evangelisch-lutherische Landeskirche in Braunschweig. Programm >>
http://www.dietrich-bonhoeffer-verein.de/html/


:: 16.-18.05.2008 - Zechlinerhütte, Ferieninsel Tietzowsee: Aktionstraining
der Kampagne "Bomben nein - wir gehen rein"

Bundesverteidigungsminister Jung hat deutlich gemacht: Die Bundesregierung will das Bombodrom. Gerichtliche Auseinandersetzungen können die militärische Nutzung weiter verzögern, aber letztlich kann nur eine politische Entscheidung dazu führen, dass dieses Militärprojekt aufgegeben wird. Im Rahmen der Kampagne "Bomben nein - wir gehen rein" haben bereits über 2800 Menschen erklärt, dass sie, sollte es zum Übungsbeginn kommen, das Bombodrom-Gelände betreten werden, um die Bombenabwürfe durch ihre Anwesenheit zu behindern. Dafür wird ein Aktionstraining angeboten. Infos und Anmeldung zum Training: Sichelschmiede, E-Mail: info@sichelschmiede.org, Internet >> http://www.bombennein.de


:: 30.05.- 01.06.2008 - Evang. Akadamie Bad Boll: Olympia der Unterdrückung. China und die Menschenrechte

Das offizielle China lässt sich zur Olympiade feiern. Doch stellt es Rekorde auf, wenn es um Verletzungen der Menschenrechte geht: Todesstrafen, Besetzung Tibets, Ausschaltung jeglicher Opposition. In der Tagung kommen jene zur Sprache, die nicht auf dem Siegertreppchen stehen. Mehr >>
http://www.ev-akademie-boll.de/Programm.programm.0.html


:: 13.-15.06.2008 in Evang. Akademie Bad Boll: Pilger, Geldgeber und Bündnispartner? Kirchen im Israel/Palästina-Konflikt

Die Deutsche Bischofskonferenz und der Rat der Evangelischen Kirche in Deutschland haben sich im vergangenen Jahr vor Ort über die Situation im Heiligen Land informiert. Wie stellen sie sich zum Programm des Ökumenischen Rates der Kirchen (ÖRK), das auf ein Ende der Besetzung zielt? Welchen Stellenwert hat die "Gemeinsame Initiative humanitäres Völkerrecht Nahost" in den beiden Kirchen? Außerdem eingeladen sind Referentinnen und Referenten aus Israel und Palästina. So stellen wir Ihnen die jüdische Initiative Zochrot vor, die an die vor und nach der israelischen Staatsgründung zerstörten palästinensischen Dörfer und Stadtteile erinnert. Des weiteren wird die befreiungstheologische Initiative Sabeel den Israel/Palästina-Konflikt aus christlich-palästinensischer Sicht beleuchten. Die Konferenzsprachen sind Deutsch und Englisch mit Simultanübersetzung im Plenum. Mehr >>
http://www.ev-akademie-boll.de/Programm.programm.0.html

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Weitere Termine finden sich u.a.:

:: Netzwerk Friedenskooperative >> http://www.friedenskooperative.de/

:: Bessere Welt Links. Norbert's Bookmarks für engagierte Leute >> http://www.bessereweltlinks.de/index.php?cat=6108

:: Attac >> http://www.attac.de/termine/index.php


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atomstromfrei erzeugt >> http://www.stromrebellen.de


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