Date: February 9th 2008

==== Lebenshaus-Newsletter ===============================================

Liebe Freundinnen und Freunde,

weil er uns viel Bedenkswertes zu vermitteln hat, heute wieder ein paar Gedanken von Mohandas K. Gandhi, der vor 60 Jahren, am 30. Januar 1948, ermordet wurde.

Wir werden vielleicht nie stark genug sein,
in Gedanken, Worten und Taten
vollkommen gewaltfrei zu sein.
Doch wir sollten Gewaltfreiheit
als unser Ziel vor Augen haben
und ihm überzeugt entgegen gehen.
Das Erlangen von Freiheit,
ob für einen Menschen,
ein Land oder für die Welt,
muss in genauem Verhältnis
zu ihrem jeweiligen Fortschritt
beim Erlangen der Gewaltfreiheit stehen.

(Mahatma Gandhi)


Shalom Salaam Pace
Ihr / Euer
Michael Schmid

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Inhaltsübersicht
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I. Artikel

:: 01. Überwachungsstaat: Klage gegen Polizei-Datei "Straftäter linksmotiviert"

:: 02. Angriff aus dem Netz

:: 03.. Afghanistan: "Operationsschwerpunkt Aufstandsbekämpfung"

:: 04. Salamitaktik und Spiel über Bande

:: 05. Eskalation des militärischen Engagements: Die Reifeprüfung rückt näher

:: 06. Und sie verweigern doch!

:: 07. Zu Ehren meiner Mutter

:: 08. Stark, was Zahlen betrifft

:: 09. Von Stalingrad nach Winograd

:: 10. Nicht in meinem Namen

:: 11. Endlich ein Volksaufstand!

:: 12. Esaus Hände

:: 13. US-Vorwahlen: Lady mit Eunuchen-Chor

:: 14. Über zwei Drittel des Waldes krank. BUND fordert waldverträgliche Agrar-, Verkehrs- und Energiepolitik

:: 15. Greenpeace: Illegale Rodung zerstört Amazonien

:: 16. Weltkrebstag: AKWs und Krebs - IPPNW fordert Aufklärung

:: 17. Multi-Kulti am Ende?

:: 18. Hannah Arendt: Was für eine Frau!

:: 19. Talking about your Generation

:: 20. Weltkrieg - Götz Aly flippt aus


II. Hinweise

III. Veranstaltungstermine

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I. Artikel

:: 01. Überwachungsstaat: Klage gegen Polizei-Datei "Straftäter linksmotiviert"

Zwei Mitglieder des Komitees für Grundrechte und Demokratie und der Pax-Christi-Friedensbewegung sind wegen eines Aufrufes von 1999 an die Soldaten der Bundeswehr, den rechtswidrigen Einsatz im Krieg der NATO gegen Jugoslawien zu verweigern, mit dem personenbezogenen Hinweis "Straftäter linksmotiviert" in der entsprechenden Polizei-Datei gespeichert. Obwohl der Soldaten-Aufruf seinerzeit in letzter Instanz vom Kammergericht Berlin mit einem Freispruch bedacht wurde, da der Inhalt des Aufrufes vom Grundrecht der Meinungsfreiheit gedeckt sei, erfolgte aufgrund des Ermittlungsverfahrens ein polizeilicher Eintrag. Das Komitee für Grundrechte kritisiert die systematische rechtswidrige Speicherung von Daten über politische Betätigungen von Personen, die ihre Grundrechte wahrnehmen. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/004843.html


:: 02. Angriff aus dem Netz

Schon heute leiden Hunderttausende Computernutzer unter täglichen Angriffen - Trojaner, Würmer oder Phishing-Mails versuchen, in die Anwendernetze einzufallen. Zwar gibt es vielfältige Schutzprogramme, was aber, wenn Kriminelle angreifen oder Geheimdienste einen Feindstaat unterminieren? Selbst Behörden wie Polizei und Finanzamt oder smarte Kundenprofiler gieren danach, mit Online-Checks und Datenspeicherung die persönliche Sphäre der Bürger auszuspähen. Für Terroristen bietet sich das Internet als ideales Mittel zu “asymmetrischen” Attacken geradezu an, denn mit geringem Aufwand kann unermesslicher Schaden angerichtet werden. Cyber-Terror und Internet-Kriminalität können ganze Industriegesellschaften lähmen. Von Wolfgang Kötter. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/004837.html


:: 03.. Afghanistan: "Operationsschwerpunkt Aufstandsbekämpfung"

Während deutsche Politiker unermüdlich den Mythos aufrechterhalten, bei der in Afghanistan operierenden NATO-Truppe ISAF handele es sich um eine reine Friedens- und Stabilisierungsmission, wird immer deutlicher, dass die Entwicklung vor Ort sich in die genau entgegengesetzte Richtung bewegt. Denn bei dem ISAF-Einsatz, an dem gegenwärtig ca. 3.300 Bundeswehrsoldaten beteiligt sind (Stand 16. Januar 2008), handelt es sich keineswegs um einen Entwicklungshilfeeinsatz, vielmehr verschiebt sich der Operationsschwerpunkt immer deutlicher in ein und dieselbe Richtung: Aufstandsbekämpfung! Und mit der geplanten Übernahme der Quick Reaction Forces verstrickt sich Deutschland immer tiefer in die Aufstandsbekämpfung am Hindukusch. Von Jürgen Wagner. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/004829.html


:: 04. Salamitaktik und Spiel über Bande

Die Aufregung war groß, als US-Verteidigungsminister Robert Gates mit seinem Brief reichlich undiplomatisch Deutschland dazu aufgefordert hatte, endlich auch Truppen in den umkämpften Süden Afghanistans zu entsenden. Damit untermauerte der US-Verteidigungsminister die immer häufiger vorgebrachte Forderung, die Bundesregierung solle ihre Beschränkung auf die verhältnismäßig ruhige Nordregion aufgeben und sich endlich konsequent am Kampfgeschehen beteiligen. Obwohl man von deutscher Seite angab, man sei hiervon völlig überrascht worden, ist dies wenig glaubhaft. Von Jürgen Wagner. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/004842.html


:: 05. Eskalation des militärischen Engagements: Die Reifeprüfung rückt näher

So groß war der Druck auf die Bundesregierung selten, ohne Wenn und Aber in den afghanischen Krieg einzusteigen. US-Verteidigungsminister Gates argumentiert, in der NATO hätten alle Mitglieder gleiche Rechte und gleiche Pflichten, das gelte auch am Hindukusch. Wie der deutsche Tornado-Einsatz zeigt, wurden bisher derartige Appelle an die Bündnissolidarität stets befolgt. Dabei vergisst man gern, dass in Afghanistan ein Weltkrieg eingeübt wird. Von Michael Jäger. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/004845.html


:: 06. Und sie verweigern doch!

"Ein wahrer Held heutiger Kriege", so Andreas Zumachs Laudatio auf den US-Sanitätsgefreiten Agustín Aguayo, der seinen erneuten Kriegsdienst im Irak verweigerte, daraufhin von einem US-Militärgericht zu achtmonatiger Haft verurteilt und am 21. Dezember mit dem Stuttgarter Friedenspreis ausgezeichnet wurde. Zu Recht verweist Zumach auch auf die kaum zu überschätzende Bedeutung des Falles des aufrechten Bundeswehrmajor Florian Pfaff, wie sie sich nicht zuletzt im epochalen Urteil des Bundesverwaltungsgerichtes vom 21. Juni 2005 manifestiert. Jedoch irrt Laudator Zumach, wenn er in Pfaff den einzig "wahren Helden" aus den Reihen der Bundeswehr sieht. In den deutschen Streitkräften hat nämlich, seit sie dieses Deutschland auch auf dem Balkan oder gar am Hindukusch verteidigen, eine Vielzahl von Soldaten beschlossen, Gewissen und Diensteid zu folgen, anstatt bedenkenlos völkerrechts- und grundgesetzwidrige Befehle ihrer Vorgesetzten auszuführen. Von Jürgen Rose. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/004822.html


:: 07. Zu Ehren meiner Mutter

Meine Mutter hieß Miriam A. Solomon. Sie starb am 20. Januar. Zufällig fiel ihr Todestag mit dem siebten Jahrestag der Amtseinführung jenes Mannes zusammen, den sie verabscheute und der des Präsidialregimes, das sie verabscheute. Vor einigen Jahren hatte ich George W. Bush in ihrer Gegenwart als "Idioten" bezeichnet. Sie korrigierte mich. Nein, er sei viel mehr als das. Sie benutzte das Wort "böse". Von Norman Solomon. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/004833.html


:: 08. Stark, was Zahlen betrifft

Hier haben wir den Maßstab für den Erfolg an Sicherheit: die Zahl der getöteten Palästinenser. Wie in den meisten urzeitlichen Kriegen rühmte sich der Chef des Verteidigungsestablishments der Zahlen, die Israel getötet hat. Ihr Job ist es, für die Sicherheit der Bewohner zu sorgen. Und wie wir wissen, erhalten die Bewohner von Gaza nicht diesen Schutz. So wurde die Todesrate zum Maßstab ihres Erfolges. Von Gideon Levy. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/004830.html


:: 09. Von Stalingrad nach Winograd

Die Winograd-Kommisson hat versagt, riefen die wütenden Kommentatoren aus. Zu den vielen Fehlschlägen des Krieges muss nun auch noch das Versagen der Kommission hinzugefügt werden. Jeder erfahrene Politiker kennt den Grundsatz: Derjenige, der die Mitglieder einer Kommission auswählt, entscheidet im Voraus über ihre Beschlüsse. Das ist eigentlich selbstverständlich. Schließlich sind alle Mitglieder der Kommission Menschen, die ihre Einstellungen und ihre Meinungen haben. Die kennt derjenige im Voraus, der sie auswählt. Von Uri Avnery. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/004835.html


:: 10. Nicht in meinem Namen

Was die Regierung Olmert im Namen der Israelis betreibt, heißt Kriegsverbrechen. Der Ort, wohin die Täter gehören, ist der Gerichtshof in Den Haag! Weil die Blockade des Gaza-Streifens rechtswidrig, menschenverachtend und eine Schande ist. Heute demonstrieren die israelischen Friedenskräfte wie Friedensbewegte überall auf der Welt und sagen: "Wir sind alle Gaza!" Wir kämpfen für Frieden und Gerechtigkeit und gegen leere Worte, die benutzt werden, um die weitere Besiedlung der besetzten Gebiete zu verhüllen. Von Felicia Langer. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/004831.html


:: 11. Endlich ein Volksaufstand!

Der Mauerfall bei Rafah war eine passende Kombination von Planung und genauem Verständnis der sozialen und politischen Landkarte durch die Hamasregierung, vermischt mit einer kollektiven Antwort auf die Diktate des Herrschenden, nämlich Israel. Nur wenige in Rafah wissen, dass "Anonyme Personen" im Geheimen die Grundmauern der Mauer seit mehreren Monaten destabilisiert hatten, so dass es möglich war, sie schnell zum Einsturz zu bringen, als die Zeit dafür reif war. Von Amira Hass. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/004839.html


:: 12. Esaus Hände

Vor Annapolis, während Annapolis und nach Annapolis wurde nichts getan, überhaupt nichts, um eine Zwei-Staaten-Lösung voran zu treiben. Die Verhandlungen waren im Begriff zu beginnen - jeden Augenblick - vor einem Jahr und jetzt sollen sie wieder beginnen - jeden Augenblick. Ja, die "Kernpunkte" - die Grenzen, Jerusalem, die Flüchtlinge - werden jetzt angegangen. Sicher. Jeden Augenblick, jetzt. Aber inzwischen arbeiten die Hände Esaus fieberhaft. Überall in den besetzten Gebieten werden die Siedlungen vergrößert. Von Uri Avnery. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/004834.html


:: 13. US-Vorwahlen: Lady mit Eunuchen-Chor

Was Hillary Clinton und Barack Obama an Reformen versprechen, unterscheidet sich nur in Schattierungen. Es ist Liberalismus amerikanischen Stils im Sozialen und Wirtschaftlichen und in der Gesellschaftspolitik. In der Außen- und Militärpolitik ist das Duo nicht so “präemptiv” wie George Bush, aber machtpolitisch genug, um nicht wirklich in Frage zu stellen, warum das US-Militärbudget größer sein muss als die entsprechenden Ausgaben im gesamten Rest der Welt. Weil die programmatischen Unterschiede so klein sind, driftet der Wahlkampf ins Persönliche und in die wegen der komplexen Rassenkonstellation Amerikas brandgefährliche Arena der Identitätspolitik. Von Konrad Ege. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/004832.html


:: 14. Über zwei Drittel des Waldes krank. BUND fordert waldverträgliche Agrar-, Verkehrs- und Energiepolitik

Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) hat für das Jahr 2007 eine Auswertung der Waldschäden in Deutschland vorgenommen. Über zwei Drittel (70 Prozent) des Waldes in Deutschland sind inzwischen sichtbar geschädigt. Etwa 25 Prozent der Bäume sind sogar schwer geschädigt, bei ihnen fehlt mehr als ein Viertel der normalen Blatt- bzw. Nadelmasse. Hauptursachen der nach wie vor hohen Waldschäden seien giftige Luftschadstoffe, den Boden versauernde Emissionen, die Wirkungen der Treibhausgase und forstwirtschaftliche Fehler. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/004823.html


:: 15. Greenpeace: Illegale Rodung zerstört Amazonien

Die illegale Abholzung des Regenwaldes schreitet unaufhörlich voran. Brasilianischen Wissenschaftlern zufolge wird der Urwald am Amazonas bis zum Jahr 2030 um weitere 20 Prozent schrumpfen. Die Folgen für Brasilien und das Weltklima sind irreversibel. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/004840.html


:: 16. Weltkrebstag: AKWs und Krebs - IPPNW fordert Aufklärung

Zwischen 1980 und 2003 erkrankten jedes Jahr 5 bis 12 Kleinkinder an Krebs oder Leukämie durch den Betrieb der westdeutschen Atomkraftwerke. Das ist das Ergebnis der "KiKK-Studie", die im Dezember letzten Jahres vom Bundesamt für Strahlenschutz veröffentlicht worden ist. Außer eine weitere mehrmonatigen Überprüfung der Ergebnisse zu beantragen, bleibt das Umweltministerium bisher untätig. Anlässlich des Weltkrebstages fordert die Ärzteorganisation IPPNW stärkere nationale und internationale Bemühungen um die eindeutig bestehenden Zusammenhänge zwischen den Krebserkrankungen von Kleinkindern und dem Normalbetrieb von Atomkraftwerken aufzuklären. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/004836.html


:: 17. Multi-Kulti am Ende?

Fiasko: Ausgerechnet aus den Reihen der politisch und intellektuell engagierten Vertreter von Emanzipation, Integration und Gleichberechtigung unterschiedlicher Volksgruppen, Religionen und Geschlechter die kategorische Feststellung, Multi-Kulti war ein Irrtum. Was angedacht wurde, funktioniert nicht, es führe, im Gegenteil, zu Ausgrenzung, Segregation und dem Abschieben von Menschen mit anderer Lebensgeschichte in Ghettos. Die Diskussion um ein Zusammenleben ohne Bevormundung halten viele für beendet. Dabei müsste sie erst beginnen. Von Regina General. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/004846.html


:: 18. Hannah Arendt: Was für eine Frau!

Kürzlich wurde irgendwo in Berlin eine Diskussionsveranstaltung angekündigt zum Thema "Was hätte Hannah Arendt zur gegenwärtigen Situation in Israel/Palästina gesagt?" Wenn etwas für die bleibende Lebendigkeit und intellektuelle Präsenz einer Denkerin dreißig Jahre nach ihrem Tod spricht, dann ist es so eine Frage; die Antworten sind dabei aus ihren brillanten Analysen der Krise des Zionismus 1945/48 relativ deutlich destillierbar, also vom Vorabend der israelischen Staatsgründung. Arendt hat, im Unterschied zu so manchen Jubilaren, ihren vor zwei Jahren mit großem Medien-Aufwand erinnerten 100. Geburtstag überlebt und ist nicht das Opfer eines publizistischen Staatsbegräbnisses 1. Klasse geworden. Hannah Arendt und kein Ende: Ein kleiner bibliographischer Rückblick. Von Ekkehart Krippendorff. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/004838.html


:: 19. Talking about your Generation

"Die wirkliche Bedeutung der Revolution von 1968", schreibt Immanuel Wallerstein, "besteht weniger in der Kritik der Vergangenheit als in den Fragen, die sie mit Blick auf die Zukunft aufgeworfen hat." Was als allgemeine Auslegung der Ereignisse um 1968 einigermaßen plausibel erscheint, muss im Hinblick auf die Situationen und Prozesse in der Bundesrepublik Deutschland doch eingeschränkt, wenn nicht sogar vollends umgekehrt werden. Denn was die westdeutsche Protestbewegung zu aller erst von vergleichbaren und zeitgleichen Bewegungen in aller Welt unterschied, war die Abgrenzung ihrer Akteurinnen und Akteure von der Geschichte der eigenen Eltern und deren Verstrickungen in das Herrschaftssystem des Nationalsozialismus. Warum die westdeutsche 68er-Bewegung nicht ohne die Abgrenzung zum Nationalsozialismus zu denken ist und trotzdem kein Generationenkonflikt war. Von Jens Kastner. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/004844.html


:: 20. Weltkrieg - Götz Aly flippt aus

Es spricht manches dafür, dass bei einigen Renegaten der 68er-Bewegung der eher unbewusste Wunsch einer Aussöhnung mit den Nazivätern und Nazimüttern, gegen die sie in jüngeren Jahren revoltiert hatten, die treibende Kraft war. Obwohl es einer psychoanalytischen Erklärung kaum bedarf, wo der Gesinnungswandel und die öffentliche Reue massive materielle Vorteile einbringt. Nun aber hat der Historiker Götz Aly eine abenteuerliche These in der Frankfurter Rundschau publiziert: Die 68er hätten lediglich "chinesisch, kubanisch, sowjetisch oder trotzkistisch verfremdet" eine Farce veranstaltet, die der Tragödie von 1933 folgte. Von Thomas Rothschild.
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/004847.html

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II. Hinweise

:: Neue Broschüre: Friedenstraining

Der Bericht beleuchtet was getan wurde, um Menschen für Friedensarbeit in der Praxis auszubilden und was getan werden kann, um Qualität und Inhalte dieser Trainings zu verbessern. Die nun auch in Deutsch vorliegende Broschüre "Friedenstraining" entstand im Projekt "Associations and Resources for Conflict Mangagement" (ARCA), an dem 13 Partner-Organisationen aus 11 europäischen Ländern den Stand der Friedenstraining erforschten. Es enthält Beiträge von Robert Rivers, Giannis Scotto, Jan Mihalik, Frode Restad und Kai Frithjof Brand Jacobsen. Sie kann kostenlos bestellt oder auf der Webseite des Bund für Soziale Verteidigung heruntergeladen werden >>
http://www.soziale-verteidigung.de/index.php/Bildung-fur-eine-gewaltfreie-Gesellschaft/Friedenstraining/detailed-product-flyer.html


:: Organisation Avaaz.org sammelt Unterschriften unter Brief an die drei übrigbleibenden KandidatInnen für Präsidentschaft in USA

Avaaz.org ist ein Netzwerk von Weltbürger/innen, die sich aktiv den großen Herausforderungen dieser Welt stellen. Avaaz hat es sich zur Aufgabe gemacht, den Einfluss der Ansichten und Wertvorstellungen aller Menschen - und nicht nur jener der politischen Eliten und Großunternehmen - auf globale Entscheidungen sicherzustellen. Die Mitglieder von Avaaz.org setzen sich ein für eine gerechtere und friedlichere Welt und eine Globalisierung mit menschlichem Gesicht. Aktuell sammelt Avaaz.org Unterschriften aus aller Welt unter einen Brief an Clinton, Obama und McCain. Darin wird die Hoffnung ausgedrückt, dass als PräsidentIn, eineR von ihnen im Falle ihrer Wahl die amerikanische Politik verändert in Richtung Ökologie, Menschenrechte und Präventionsmaßnahmen gegen Kriege. Der Brief soll nicht nur an die Kandidaten geschickt werden sondern auch in Zeitungen veröffentlicht. Auch in USA wächst die Erkenntnis dass es so nicht weitergehen darf. Mit einem Klick kann man sich an der Aktion
beteiligen >>
http://www.avaaz.org/en/us_change_course/8.php

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III. Veranstaltungstermine

:: 08.-10.02.2008 in München: "Frieden und Gerechtigkeit gestalten - Nein zum Krieg"

Internationale Münchner Friedenskonferenz. Der Trägerkreis der Friedenskonferenz bittet um Ihre/ Eure Unterstützung der Konferenz, politisch und finanziell. Infos und Online-Unterstützung unter >>
http://www.friedenskonferenz.info


:: 11.02.2008 - 19.30 Uhr Evang. Dekanatszentrum Karlsruhe: "Das Erbe Gandhis: Kolonialismus und Antikolonialismus am Beispiel der indischen Unabhängigkeitsbewegung"

Vortrags- und Diskussionsveranstaltung zum 60. Todestag von Mahatma Gandhi. Referent: Lou Marin, Marseille (Frankreich). VA: Arbeitsstelle Frieden (Evang. Landeskirche Baden), Deutsche Friedensgesellschaft-Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen, Forum für gesellschaftlichen Frieden, Internationaler Versöhnungsbund, Werkstatt für Gewaltfreie Aktion


:: 13.02.2008 - 20.00 Uhr - Infoladen in Tübingen: Ein libertärer Anti-Kolonialismus: Kolonialismus & Anti-Kolonialismus am Beispiel Gandhis und der indischen Unabhängigkeitsbewegung

Buchvorstellung und Diskussion mit dem Übersetzer Lou Marin: Ashis Nandy: Der Intimfeind. Verlust und Wiederaneignung der Persönlichkeit im Kolonialismus. Mit einer Einleitung zur Rezeption von M.K. Gandhis libertärem Anti-Kolonialismus. VA: Rosa-Luxemburg-Forum Baden-Württemberg in Kooperation mit der FAU Tübingen >>
http://www.rlf-bw.de/cms/index.php?article_id=200


:: 14.02.2008 - 19.30 Uhr DGB-Haus in Karlsruhe: "Der Reichstagsbrand - Vorwand für den Terror"

Vortrags- und Diskussionsveranstaltung zum 75. Jahrestag der Errichtung der Nazi-Diktatur. Referent : Dr. Alexander Bahar, Historiker. VA: Deutsche Friedensgesellschaft-Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen, Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft, Gegen Vergessen Für Demokratie e.V.


:: 29.02.-02.03.2008 - Evang. Akademie Bad Boll: Evangelium und Satyagraha. Mit Jesus und Gandhi den Fundamentalismus überwinden

Der Friedensforscher Dr. Wolfgang Sternstein veröffentlicht ein Buch über Jesus und Gandhi, in dem er religiöse Einsichten reflektiert, die zur Überwindung des Fundamentalismus beitragen können. In einer "Interreligiösen Werkstatt" stellt er sein Buch vor und diskutiert über Anregungen und Kritik. Auszug aus dem Tagungsprogramm: "Auf den Spuren Gandhis" (Dr. Wolfgang Sternstein); "Den Fundamentalismus in den abrahamitischen Religionen überwinden" (Dr. Wolfgang Sternstein); "Mahatma Gandhi und die Spiritualität der Bergpredigt" (Roland R. Ropers); "Gruppenarbeit zur Gandhirezeption in Europa"; "Reich Gottes in Bad Boll - Blumhardts Literatursalon" (Wolfgang Wagner); "Intoleranz und Fundamentalismen in den biblischen Überlieferungen. Wahrnehmungen und Kritik" (Dr. Jochen Vollmer); "Reich Gottes - jetzt" (Dr. Claus Petersen); "Gandhi im Film"; "Wer teilt mehrt Leben. Das Beispiel Lebenshaus" (Michael Schmid); "Welche Liturgie wollen wir? Abendmahlsfeier" (Dr. Claus Petersen). Me
hr >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/aktionen/004767.html


:: 29.02.-02.03.2008 - Jugendherberge Erfurt: Ohne Waffen stark - Bewegung für Gewaltfreiheit

2008 jährt sich zum zwanzigsten Mal der große Bundeskongress in Minden, auf dem 1988 über 1000 Menschen unter dem Motto "ohne Waffen? aber nicht wehrlos" den Grundstein für den Bund für Soziale Verteidigung (BSV) legten. Bei der Jahrestagung 2008 soll darüber nachgedacht werden, welche Fragestellungen und Diskussionen von "damals" in unserer heutigen Theorie und Praxis noch Bedeutung haben und wie wir auf veränderte politische Rahmenbedingungen reagieren. Infos und Anmeldungen >>
http://www.soziale-verteidigung.de/index.php/Nachrichten-Home/BSV-Jahrestagung-2008.html


:: 29.02.-02.03.2008 in Rotenburg a.d.Fulda: 25 Jahre Netzwerk Friedenssteuer

Jubiläumstagung des Netzwerks Friedenssteuer. Am Freitagabend steht ein Konzert mit dem Liedermacher Gerhard Schöne auf dem Programm, der ein Lied über Militärsteuerverweigerung angekündigt hat. Am Samstagvormittag stellt die Aktionsgruppe "Verfassungsbeschwerde" sich und ihr Vorgehen vor, am Samstagnachmittag hält Otmar Steinbicker, der Vorsitzende des Aachener Friedenspreises, einen Vortrag. Und am Sonntagvormittag werden die Aktivitäten 2008 besprochen. Weitere Informationen und Anmeldung >>
http://www.netzwerk-friedenssteuer.de


:: 03.03.2008 - 20.00 Uhr Club Voltaire in Frankfurt/M.: 5 Jahre Irakkrieg: "Ich bin ein Deserteur"

Lesung aus dem Buch des US-Deserteurs Joshua Key. In seinem 2007 erschienenen Buch beschreibt Joshua Key sein Leben als Soldat der US-Armee im Irak: "Die das Pech haben, uns in die Hände zu fallen, sind die ersten Opfer. Die zweiten Opfer sind wir selbst." Joshua Key desertierte und floh nach Kanada, wo er um Asyl nachsucht. In seinem Buch beschreibt er detailliert, welche Erfahrungen im Irakkrieg ihn dazu brachten, Nein zu sagen. Aktive von Connection e.V. lesen aus Keys Buch und geben weitere Hintergründe zum Widerstand gegen die Kriegspolitik der USA. Connection e.V. engagiert sich seit Jahren für Kriegsdienstverweigerer und Deserteure aus Kriegsgebieten. Für interessierte Gruppen gibt es noch die Möglichkeit, zusätzliche Termine mit Connection e.V. auszumachen. Mehr Infos unter >>
http://www.Connection-eV.de


:: 07.-09.03.2008 - Fritz-Reuter-Saal der Humboldt-Universität Berlin: Internationale Irakkonferenz zum 5. Jahrestag des Krieges "Alternativen zu Krieg und Besatzung"

Die Lage im Irak ist nach 5 Jahren Krieg und Besatzung katastrophal. Dies wird von niemandem mehr bestritten. Ein Schwerpunkt der Konferenz wird die Frage sein, in welchem Maße, die USA und ihre Verbündeten für die generelle Situation und das aktuelle, entsetzliche hohe Niveau der Gewalt verantwortlich sind. Den zweiten Schwerpunkt bildet die Erörterung möglicher Alternativen zur Besatzung und realistischer Ansätze für den anschließenden Aufbau eines stabilen und demokratischen Iraks. Vorschläge hierzu gibt es - von Seiten unabhängiger westlicher Experten ebenso wie von Seiten der irakischen Opposition gegen die Besatzung. Die Konferenz wird u.a. getragen von: IPPNW, Kooperative für den Frieden, Bundesausschuss Friedensratschlag, Vereinigung Demokratischer JuristInnen (VDJ), Liga für Menschenrechte, RAV, Attac Globalisierung & Krieg, Netwerk Cuba, Iraq Veterans Against The War Germany, American Voices Abroad - Military Project, sowie von Abgeordneten der Linksfraktion im Bund
estag. Programm und Informationen über die Referenten siehe >>
http://www.irakkonferenz2008.de


:: 10.03.2008 - 19.30 Uhr in Alte Amtmannei in Nottuln: 5 Jahre Irakkrieg: "Ich bin ein Deserteur"

Lesung aus dem Buch des US-Deserteurs Joshua Key. In seinem 2007 erschienenen Buch beschreibt Joshua Key sein Leben als Soldat der US-Armee im Irak: "Die das Pech haben, uns in die Hände zu fallen, sind die ersten Opfer. Die zweiten Opfer sind wir selbst." Joshua Key desertierte und floh nach Kanada, wo er um Asyl nachsucht. In seinem Buch beschreibt er detailliert, welche Erfahrungen im Irakkrieg ihn dazu brachten, Nein zu sagen. Aktive von Connection e.V. lesen aus Keys Buch und geben weitere Hintergründe zum Widerstand gegen die Kriegspolitik der USA. Connection e.V. engagiert sich seit Jahren für Kriegsdienstverweigerer und Deserteure aus Kriegsgebieten. Für interessierte Gruppen gibt es noch die Möglichkeit, zusätzliche Termine mit Connection e.V. auszumachen. Mehr Infos unter >> http://www.Connection-eV.de


:: 17.03.2008 - 20.00 Uhr Club Voltaire in München: 5 Jahre Irakkrieg: "Ich bin ein Deserteur"

Lesung aus dem Buch des US-Deserteurs Joshua Key. In seinem 2007 erschienenen Buch beschreibt Joshua Key sein Leben als Soldat der US-Armee im Irak: "Die das Pech haben, uns in die Hände zu fallen, sind die ersten Opfer. Die zweiten Opfer sind wir selbst." Joshua Key desertierte und floh nach Kanada, wo er um Asyl nachsucht. In seinem Buch beschreibt er detailliert, welche Erfahrungen im Irakkrieg ihn dazu brachten, Nein zu sagen. Aktive von Connection e.V. lesen aus Keys Buch und geben weitere Hintergründe zum Widerstand gegen die Kriegspolitik der USA. Connection e.V. engagiert sich seit Jahren für Kriegsdienstverweigerer und Deserteure aus Kriegsgebieten. Für interessierte Gruppen gibt es noch die Möglichkeit, zusätzliche Termine mit Connection e.V. auszumachen. Mehr Infos unter >> http://www.Connection-eV.de

:: 18.03.2008 - 19.00 Uhr Café Velo in Freiburg: 5 Jahre Irakkrieg: "Ich bin ein Deserteur"

Lesung aus dem Buch des US-Deserteurs Joshua Key. In seinem 2007 erschienenen Buch beschreibt Joshua Key sein Leben als Soldat der US-Armee im Irak: "Die das Pech haben, uns in die Hände zu fallen, sind die ersten Opfer. Die zweiten Opfer sind wir selbst." Joshua Key desertierte und floh nach Kanada, wo er um Asyl nachsucht. In seinem Buch beschreibt er detailliert, welche Erfahrungen im Irakkrieg ihn dazu brachten, Nein zu sagen. Aktive von Connection e.V. lesen aus Keys Buch und geben weitere Hintergründe zum Widerstand gegen die Kriegspolitik der USA. Connection e.V. engagiert sich seit Jahren für Kriegsdienstverweigerer und Deserteure aus Kriegsgebieten. Für interessierte Gruppen gibt es noch die Möglichkeit, zusätzliche Termine mit Connection e.V. auszumachen. Mehr Infos unter >> http://www.Connection-eV.de

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Weitere Termine finden sich u.a.:

:: Netzwerk Friedenskooperative >> http://www.friedenskooperative.de/

:: Bessere Welt Links. Norbert's Bookmarks für engagierte Leute >> http://www.bessereweltlinks.de/index.php?cat=6108

:: Attac >> http://www.attac.de/termine/index.php


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