Date: January 30th 2008
==== Lebenshaus-Newsletter ===============================================
Liebe Freundinnen und Freunde,
der 30. Januar ist ein besonderer Tag der Erinnerungen. Genau vor 75 Jahren wurde in Deutschland die Macht an die Nazis übertragen, Reichspräsident Hindenburg ernannte Adolf Hitler zum Reichskanzler. 15 Jahre später, am 30. Januar 1948, wurde der große indische Praktiker und Theoretiker der Gewaltfreiheit, Mohandas K. Gandhi, von einem Hindu-Fundamentalisten mit drei Revolverschüssen ermordet. Mit Gandhi und Hitler sind die Namen zweier Personen genannt, die gemeinsam haben, dass sie das 20. Jahrhundert maßgeblich mitgeprägt haben. Doch damit ist vermutlich der größte Teil an Gemeinsamkeiten zwischen beiden auch schon genannt. Jedenfalls könnten Weg und Ziel, Zweck und Mittel, die sie jeweils eingesetzt haben, kaum entgegengesetzter sein. Der eine, Hitler, verfolgte mit gnadenlosem Terror und barbarischer Gewalt seine tyrannischen Ziele. Für ihn zählte das Individuum nichts. Er betrieb systematisch eine Ausrottungspolitik, hinterließ eine unvorstellbare Blutspur, hatte Millio
nen von Menschenleben auf dem Gewissen. Gandhi dagegen setzte ganz auf die Gewaltfreiheit und auf den unbedingten Wert jedes Lebens. Unter seiner Führung beteiligten sich Millionen von Menschen am Freiheitskampf gegen die britische Kolonialherrschaft - und der größten Befreiungsbewegung des 20. Jahrhunderts gelang es, ohne Gewaltanwendung das koloniale Joch abzuschütteln. Zweifellos hat keiner mehr als Gandhi mit seinen Kampagnen der Nichtzusammenarbeit und des bürgerlichen Ungehorsams zum endgültigen Zusammenbruch des Britischen Weltreiches beigetragen.
In verschiedenen Beiträgen in unserer Website erinnern wir an Gandhi und würdigen seine Lebensleistung und seine Botschaft, die bis heute als Herausforderung an uns weiterwirkt. Gandhi ging es um die Überwindung des kolonialen Jochs. Darüber hinaus aber noch um viel mehr. Wie das nachfolgende Zitat zeigt, übte er heftige Kritik an einem Industriesystem, das die einen immer reicher, die anderen immer ärmer macht.
"Wogegen ich eingestellt bin,
ist jene Verrücktheit nach Maschinen,
nicht das Maschinenwesen als solches.
Die Torheit liegt in dem,
was man arbeitssparende Maschinen nennt.
Die Menschen fahren fort, 'Arbeit zu sparen',
bis Tausende ohne Arbeit sind
und auf die Straße fliegen,
wo sie verhungern werden.
Ich möchte, dass Zeit und Arbeit gespart wird,
aber nicht für einen Teil der Menschen,
sondern für alle.
Ich möchte Zusammenfassung des Reichtums,
aber nicht in den Händen von wenigen,
sondern in den Händen aller.
Heutzutage dienen die Maschinen
einigen wenigen nur dazu
um auf dem Rücken von Millionen zu reiten.
Der Antrieb bei alldem ist
nicht das menschenfreundliche Bemühen,
Arbeit zu sparen, sondern Gier.
Gegen diesen Sachverhalt
kämpfe ich mit meiner ganzen Kraft. ...
Zuallererst muss man einmal damit aufhören,
wissenschaftliche Einsichten und Entdeckungen
zu bloßen Instrumenten der Habgier zu machen.
Dann werden die Arbeiter nicht mehr überfordert
und die Maschinen nicht mehr ein Nachteil,
sondern eine Hilfe sein.
Mir geht es nicht um eine Ausrottung aller Maschinen,
sondern um die vernünftige Begrenzung ihrer Verwendung."
(M.K. Gandhi)
Einige weitere Gandhi-Zitate befinden sich auf der Lebenshaus-Website unter http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/000020.html.
Shalom Salaam Pace
Ihr / Euer
Michael Schmid
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Inhaltsübersicht
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I. Artikel
:: 01. Mahatma Gandhi: "Es gibt keinen Weg zum Frieden. Der Frieden ist der Weg"
:: 02. Indigener, subalterner oder postmoderner Gandhi?
:: 03. Martin Luther King als Held der Arbeiterklasse
:: 04. Rückfall ins "Kalte Kriegs"-Denken
:: 05. Asylstatistik 2007: Historischer Tiefpunkt der Antragstellerzahlen - leichter Aufwind bei den Schutzquoten
:: 06. Können Kriege "humanisiert" werden?
:: 07. Ordnung und Tod
:: 08. Pläne für den Notfall
:: 09. Gaza: Ein dringlicher Handlungsaufruf aus Israel
:: 10. Schlimmer als ein Verbrechen
:: 11. Sieh´ mal, wer da spricht
:: 12. Atommeiler vor Gericht
II. Hinweise
III. Veranstaltungstermine
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I. Artikel
:: 01. Mahatma Gandhi: "Es gibt keinen Weg zum Frieden. Der Frieden ist der Weg"
Unter der Führung von Mohandas K. Gandhi beteiligten sich Millionen von Menschen am Freiheitskampf gegen die britische Kolonialherrschaft - und der größten Befreiungsbewegung des 20. Jahrhunderts gelang es, ohne Gewaltanwendung das koloniale Joch abzuschütteln. Kann für uns heute noch anderes interessant sein als allenfalls Gandhis historische Leistung als gewaltfreier Befreiungskämpfer wohlwollend zur Kenntnis zu nehmen? Gedanken zur Aktualität Gandhis anlässlich seines 60. Todestages am 30. Januar 2008. Von Michael Schmid. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/004819.html
:: 02. Indigener, subalterner oder postmoderner Gandhi?
Am 30. Januar 1948, vor 60 Jahren also, wurde Mohandas Karamchand Gandhi (geb. 1869) durch einen fundamentalistischen Hindu-Nationalisten ermordet. Was bleibt von Gandhis Erbe? Im anglo-amerikanischen Sprachraum hat sich über Jahrzehnte hinweg eine faszinierende und an Reflexionen reichhaltige Gandhi-Rezeption entwickelt, über die im deutschen Sprachraum noch wenig bekannt ist. Damit befasst sich beispielhaft die im Februar 2008 neu erscheinende Übersetzung der Gandhi-Interpretation des indischen Sozialpsychologen Ashis Nandy: "Der Intimfeind (The Intimate Enemy). Verlust und Wiederaneignung der Persönlichkeit im Kolonialismus." Von Lou Marin. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/004818.html
:: 03. Martin Luther King als Held der Arbeiterklasse
Im Frühjahr 1968 marschierten afro-amerikanische Männer durch die Straßen von Memphis/Tennessee. Die Demonstranten gehörten der streikenden Müllwerkergewerkschaft an. Sie forderten die formale Anerkennung ihrer Gewerkschaft durch die Stadt Memphis. Seit Beginn ihres erbitterten Kampfes stand Martin Luther King an der Seite der 1300 Streikenden. Trotz Todesdrohungen war er nach Memphis gekommen, um sie zu unterstützen. Er wusste, dass das Recht, sich gewerkschaftlich zu organisieren, eines der wichtigsten Bürgerrechte ist. Im Grunde war es Kings letzte Handlung, dieses Recht zu unterstützen. Er starb am 4. April 1968 durch die Kugel eines Attentäters, während er sich darauf vorbereitete, den Streikenden bei einer ihrer Demos voranzumarschieren. Von Dick Meister. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/004815.html
:: 04. Rückfall ins "Kalte Kriegs"-Denken
Fast unbeachtet von den deutschen Medien hat sich am 22.01.2008 eine Gruppe von Militärexperten für den "präemptiven nuklearen Erstschlag" als Schutz gegen internationalen Terrorismus, politischen Fanatismus und die Verbreitung von Massenvernichtungswaffen ausgesprochen. Die Ärzteorganisation IPPNW verurteilt dies als überkommenes Denken aus den Zeiten des Kalten Krieges. Die Friedensorganisation appelliert an die NATO-Staaten, sich entschieden für die Abrüstung einzusetzen und die "nukleare Teilhabe" Deutschlands zu beenden. Auch die russische Regierung wird aufgefordert, ihre Drohungen über einen nuklearen Erstschlag zu unterlassen und stattdessen mit den USA an den Verhandlungstisch zurück zu kehren. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/004817.html
:: 05. Asylstatistik 2007: Historischer Tiefpunkt der Antragstellerzahlen - leichter Aufwind bei den Schutzquoten
Die jetzt veröffentlichte Asylstatistik für das Jahr 2007 verzeichnet einen historischen Tiefstand der Zahl der Asylneuantragsteller. Immer weniger Menschen gelingt die Flucht nach Deutschland. Deren Chancen auf einen Schutzstatus haben sich im letzten Jahr zwar etwas verbessert, dennoch zeigt die Statistik nach Auffassung von PRO ASYL hauptsächlich, dass Deutschland seinen Verpflichtungen im internationalen Flüchtlingsschutz nach wie vor nicht nachkommt. Gerade einmal 19.164 Personen haben im Jahr 2007 in Deutschland Asyl beantragen können. Von Bernd Mesovic. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/004816.html
:: 06. Können Kriege "humanisiert" werden?
Streubomben sind eine extrem hinterhältige Waffe. Sie bestehen aus mehreren Sprengsätzen in jeweils einem Behälter, der sich noch in der Luft öffnet und bis zu 600 Munitionskörper verteilt, die kaum die Größe von Taschenlampenbatterien haben und deren Füllung wiederum aus Splittergeschossen oder Minen besteht. Sie sollen beim Aufprall explodieren, verwandeln sich aber bei hoher Blindgängerquote in heimtückische Zeitbomben. Auch wenn seit Mitte Januar in Genf erneut Experten über Streumunition verhandeln - ein Konsens über verbindliche Verbote wird nicht erwogen. Anzunehmen ist, dass es vorläufig lediglich um einen limitierten Einsatz und endlose Übergangsfristen im Interesse von Produzenten und Anwendern gehen wird. Von Wolfgang Kötter. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/004809.html
:: 07. Ordnung und Tod
Die Gleichgültigkeit, mit der die Öffentlichkeit in diesen Tagen dem bevorstehenden Kampfeinsatz von Bundeswehreinheiten in Afghanistan begegnet, ist eigenartig.Und doch ist das allgemeine Achselzucken eigenartig. Sicher: Längst sind deutsche Truppen weltweit im Einsatz, um imperiale Ordnung herzustellen. Und doch bedeutet die jetzige Entscheidung einen weiteren wichtigen Schritt. Hier wird die von Rot-Grün eingeleitete "Normalisierung", die Rückkehr Deutschlands in den Kreis der selbst ernannten Führungsmächte zur Vollendung gebracht. Zur Legitimierung des Bundeswehreinsatzes wird der Opfermythos beschworen. Von Raul Zelik. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/004813.html
:: 08. Pläne für den Notfall
Pakistan ist ein Pulverfass. Die Regierung unter Pervez Musharraf ist unbeliebt. Sie kann sich nur mit einer Politik der eisernen Faust an der Macht halten. Niemand weiß, wie lange das noch funktioniert. Die Kontrolle über die paschtunischen Stammesgebiete an der Grenze zu Afghanistan hat die Zentralregierung verloren. Radikalislamistische Kräfte gewinnen an Einfluss. Und zu allem Überfluss ist Pakistan auch noch Nuklearmacht, das einzige islamische Land, das die Bombe besitzt. Die USA wollen verhindern, dass pakistanische Atomwaffen in die Hände von Fundamentalisten fallen. Von Otfried Nassauer. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/004812.html
:: 09. Gaza: Ein dringlicher Handlungsaufruf aus Israel
Eine Reihe von israelischen Organisationen kritisieren die Entscheidung der israelischen Regierung, die Zivilbevölkerung Gazas von lebenswichtigen Gütern der Versorgung abzuschneiden - von Elektrizität und Treibstoff (und somit auch von Wasser, da Pumpen nicht mehr funktionieren), von notwendigen Lebensmitteln, von Medizin und anderen Gütern der humanitären Versorgung. Sie sehen in dieser Handlungsweise ein klares und eindeutiges Verbrechen gegen die Menschlichkeit. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/004811.html
:: 10. Schlimmer als ein Verbrechen
Es sah aus wie der Fall der Berliner Mauer. Und es sah nicht nur so aus. Einen Augenblick lang war der Rafah-Übergang das Brandenburger Tor. Es ist unmöglich, nicht die Hochstimmung mitzuempfinden, als die Massen der unterdrückten und hungrigen Leute die Mauer durchbrachen und mit strahlenden Augen jeden, den sie trafen, umarmten - dies mitzufühlen, auch wenn es die eigene Regierung ist, die die Mauer überhaupt errichtet hat. Der Gazastreifen ist das größte Gefängnis der Erde. Der Durchbruch der Rafah-Mauer war ein Befreiungsschlag. Er beweist, dass eine unmenschliche Politik immer eine dumme Politik ist: Keine Macht der Welt kann eine Masse Menschen aufhalten, die die Grenze der Verzweiflung überschritten hat. Von Uri Avnery. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/004814.html
:: 11. Sieh´ mal, wer da spricht
In solchen Situationen können Politiker nur eines von zwei Dingen tun: einen Krieg beginnen, oder in Richtung Frieden flüchten. Da die notwendigen Bedingungen für einen Krieg momentan nicht gegeben zu sein scheinen, ist die einzig verbleibende Option die eines Friedensprozesses. Also wird Olmert zu einem Mann des Friedens, spricht die Sprache des Friedens und macht sogar Schritte in Richtung Frieden. Von Uri Avnery. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/004810.html
:: 12. Atommeiler vor Gericht
Gegenwärtig arbeiten auf der Welt 439 Kernkraftwerke und erzeugen eine Energieleistung von 370 Milliarden Watt, das sind rund 16 Prozent der globalen Stromversorgung. Angaben der Internationalen Atomenergiebehörde IAEA zufolge wird die Gesamtleistung Bis 2030 wahrscheinlich auf 679 Gigawatt wachsen. Dafür werden zurzeit 34 neue Atommeiler in allen Regionen der Welt gebaut, darunter erstmals in Ägypten, Thailand, der Türkei und Vietnam. Wie gefährlich ist die gegenwärtige Renaissance der Nuklearenergie? Von Wolfgang Kötter. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/004821.html
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II. Hinweise
:: Martin Arnold über Gandhi und Gütekraft bei WDR 5
Anlässlich des 60. Todestages von Mohandas K. Gandhi, genannt Mahatma, "große Seele", wurde der Theologe und Friedensforscher Martin Arnold am vergangenen Freitag (25.01.2008), von dem WDR-Moderator Jürgen Wiebicke zu dem Inder und seinem Kampfkonzept Satjagrah, Gütekraft, befragt. Auch Hörerinnen und Hörer haben in der WDR 5-Sendereihe "Das philosophische Radio" mitdiskutiert. Die interessante Sendung kann über das Internet nachgehört werden. Verknüpfung zum Nachhören der Sendung auf der WDR-Seite >>
http://gffstream-2.vo.llnwd.net/c1/m/1201606123/radio/philosophischesradio/wdr5_das_philosophische_radio_20080125.mp3
Die Internet-Seite der Arbeitsgruppe Gütekraft, bei der Martin Arnold maßgeblich beteiligt ist, findet sich unter >>
http://www.guetekraft.net
:: Online-Postkartenaktion für in Mannheim inhaftierte US-Verweigerer
Politische Häftlinge brauchen und verdienen unsere Solidarität. American Voices Abroad - Military Project, Connection e.V. und die Deutsche Friedensgesellschaft - Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen haben eine gemeinsame Initiative gestartet. Schreibt Postkarten, Briefe und Mails an drei US-Soldaten, die im US-Militärgefängnis in Mannheim sitzen, weil sie den Kriegseinsatz in Afghanistan verweigert haben! Beteiligt Euch unter >>
http://www.Connection-eV.de/briefaktion
https://www.dfg-vk.de/aktuelles/informationen-der-friedensbewegung/2008/105
:: "Ich bin ein Deserteur" - Lesung aus Buch des US-Deserteurs Joshua Key
Am 20. März 2008 jährt sich zum 5. Mal der Beginn des Irakkrieges, der Einmarsch von Truppen der USA und Verbündeten. Er forderte bis jetzt Hunderttausende von Opfern. Ein Ende des Krieges ist nicht abzusehen. Der Krieg ist Teil des von US-Präsident Bush ausgerufenen "Krieges gegen den Terror", mit dem die internationalen Beziehungen erheblich militarisiert wurden. Eine Allianz von mehr als 70 Ländern - unter ihnen Deutschland - unterstützt das US-Militär bei seinen Kriegseinsätzen. In den USA setzen sich viele für ein Ende des Kriegseinsatzes der USA ein. Der Widerstand gegen die Fortführung des Krieges steigt auch im US-Militär. Nach offiziellen Zahlen stieg allein die Zahl der Desertionen seit Beginn des Irakkrieges um ca. 80% an. Einer von ihnen ist Joshua Key, der im Irak eingesetzt war. Joshua Key hat in Kanada Asyl beantragt. In der ersten und zweiten Instanz wurde sein Antrag abgelehnt. Das Verfahren ist noch anhängig. In seinem Buch schildert er plastisch, wie er zum
US-Militär rekrutiert wurde, was er selbst im Kriegsgebiet erlebte und wie er schließlich mit seiner Familie nach Kanada floh. Mit einer Lesereihe, die von einem oder zwei Mitarbeitern von Connection e.V. durchgeführt werden wird, soll anhand des Beispiels von Joshua Key den Widerstand von Soldaten gegen den Krieg öffentlich gemacht werden. Unter anderem soll damit die Bewegung der US-KriegsdienstverweigerInnen gestärkt werden. Connection bietet im Zeitraum vom 3.-19. März und vom 7.-18. April 2008 an, Veranstaltungen durchzuführen. Wer Interesse hat, kann weitere Infos finden unter >>
http://www.Connection-eV.de/usa/lesereihe.html
:: Meinungsfreiheit versus Daimler
Die Daimler AG ist ein Global Player und einer der bekanntesten deutschen Konzerne. Gemessen am Börsenwert ist das Unternehmen der viertgrößte Automobilhersteller der Welt. Hinter der Fassade des Konzerns steckt jedoch teils ein ganz anderes Bild. Es geht um die Auseinandersetzung von Daimler mit Konzernkritikern, die unbequeme Fragen an den Vorstand und Aufsichtsrat richten. Eine neue Homepage soll diejenigen unterstützen, die sich den zahlreichen juristischen Auseinandersetzungen des Konzerns gegenüber sehen. Einer der prominenten Fälle ist derzeit der des Konzernkritikers und Sprechers der Kritischen AktionärInnen Daimler sowie Bundessprecher der DFG-VK, Jürgen Grässlin. Anlass der aktuell heftigen Auseinandersetzungen sind seine jüngsten Bücher "Das Daimler-Desaster" und "Abgewirtschaftet", in denen Jürgen Grässlin u.a. über so genannte Graumarktgeschäfte, die Hintergründe des Schrempp-Rücktritts und Rüstungsexporte von bei Daimler berichtet. Alle Infos >>
http://www.daimler-prozesse.net/
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III. Veranstaltungstermine
:: 08.-10.02.2008 in München: "Frieden und Gerechtigkeit gestalten - Nein zum Krieg"
Internationale Münchner Friedenskonferenz. Der Trägerkreis der Friedenskonferenz bittet um Ihre/ Eure Unterstützung der Konferenz, politisch und finanziell. Infos und Online-Unterstützung unter >>
http://www.friedenskonferenz.info
:: 09.02.2008 - 9.15 bis 16.00 Uhr im Gemeindehaus der Pauluskirche in Kaiserslautern: Studientag: Nukleare Zeitenwende?
Seit dem ersten Atombombenabwurf auf Hiroshima und Nagasaki im August 1945 steht das Thema Kernenergie auf der Tagesordnung der Weltgemeinschaft. Im Januar 1946 verabschiedete die UN-Generalversammlung die erste Resolution dazu. Damals wurde bereits die Notwendigkeit einer unverzüglichen Abrüstung sämtlicher Atomwaffen klar herausgestellt. Ferner wurde gefordert, die Verbreitung von Atomwaffen zu verhindern aber gleichzeitig die Vorteile der friedlichen Kernenergienutzung der gesamten Staatengemeinschaft zugänglich zu machen. Den fatalen Irrglauben, die zivile Kernenergie fördern und zugleich die Weitergabe der Mittel zur Herstellung von Atomwaffen an Länder, die selbst keine Atomwaffen entwickelt haben, verhindern zu können, haben die Internationalen Gremien- von der UNO bis zur Internationalen Atomenergiebehörde- bis heute nicht aufgegeben. Bei dem Studientag soll ein Blick zurück in die Geschichte der nuklearen Auf- und Abrüstung geworfen, nach der friedenspolitischen Bede
utung der Atomrüstung, den Profiteuren und dem Verhalten der (deutschen) Politik) gefragt, den Zusammenhang zwischen Atomkraft und Atomwaffen beleuchtet und diskutiert werden, wie Kirchengremien und Basisgruppen mit diesem Thema umgehen und darauf reagieren können. Als Referentin wird die Expertin in Sachen Abrüstung von Atomwaffen Regina Hagen von der TU Darmstadt zur Verfügung stehen. Alle Interessierten, Frauen wie Männer, sind herzlich zu diesem Studientag eingeladen. VA: Frauen wagen Frieden. Projektgruppe der Ev. Frauenarbeit in der Pfalz. Kontakt: Waltraud Bischoff, E-Mail: webischoff@web.de und Bärbel Schäfer, E-Mail: umwelt@friedenumwelt-pfalz.de
:: 11.02.2008 - 19.30 Uhr Evang. Dekanatszentrum Karlsruhe: "Das Erbe Gandhis : Kolonialismus und Antikolonialismus am Beispiel der indischen Unabhängigkeitsbewegung"
Vortrags- und Diskussionsveranstaltung zum 60. Todestag von Mahatma Gandhi. Referent : Lou Marin, Marseille (Frankreich). VA: Arbeitsstelle Frieden (Evang. Landeskirche Baden), Deutsche Friedensgesellschaft-Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen, Forum für gesellschaftlichen Frieden, Internationaler Versöhnungsbund, Werkstatt für Gewaltfreie Aktion
:: 14.02.2008 - 19.30 Uhr DGB-Haus in Karlsruhe: "Der Reichstagsbrand - Vorwand für den Terror"
Vortrags- und Diskussionsveranstaltung zum 75. Jahrestag der Errichtung der Nazi-Diktatur. Referent : Dr. Alexander Bahar, Historiker. VA: Deutsche Friedensgesellschaft-Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen, Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft, Gegen Vergessen Für Demokratie e.V.
:: 15.-17.02. - Groß-Goltern (Niedersachen): Vernetzungstreffen des ZUGABe-Netzwerks für Gewaltfreie Aktionsgruppen, Kampagnen und AktivistInnen
Alle Menschen, die sich der Idee des Zivilen Ungehorsams verbunden fühlen und als Teil ihrer Arbeit direkte Aktionen durchführen, sollen zu einem Treffen eingeladen werden, um den Austausch unter den verschiedenen Aktiven zu stärken und uns alle zukünftig noch handlungsfähiger zu machen. Hintergrund ist die Erfahrung, dass bereits informell Überschneidungen vorhanden sind zwischen den Aufgaben, Ideen und Themen und auch den Strukturen und Menschen der verschiedenen Gruppen. Diesen soll Substanz verliehen werden, indem mit ZUGABe (=Ziviler Ungehorsam, Gewaltfreie Aktion, Bewegung) ein Netzwerk aus Kampagnen, Gruppen, Arbeitsbereichen und einzelnen AktivistInnen gebildet wird. Ein solches Netzwerk bündelt die vorhandenen Kompetenzen an Wissen, Fähigkeiten und Erfahrungen und stärkt die sozialen Bewegungen insgesamt. Und diese Stärke wird gebraucht. Für 2008 sind eine Menge große Aktionen Zivilen Ungehorsams geplant: Nato-Aktion in Brüssel im März, Krümmel-Blockade im Frühjahr,
Feldbefreiung, Büchel-Aktion, Bombodrom-Aktion und KlimaAktionsCamp im Sommer, Castor-Blockade im Herbst, irgendwann evtl eine Bauplatzbesetzung bei einem Kohlekraftwerk und noch diverse andere. Alle, die sich bisher noch nicht angemeldet haben, sollten dies jetzt bitte schnell machen, damit wir planen können. Anmeldeschluss ist Freitag, der 1. Februar. Anmeldungen und Fragen an >> info@netzwerk-zugabe.de
:: 23./24.02.2008 - Evang. Akademie Bad Boll: Frauen als Akteurinnen für den Frieden im Nahen Osten und in Nordafrika
In vielen Krisen- und Kriegsgebieten der Welt sind Frauen als Friedensstifterinnen tätig. Ein wichtiger Aspekt künftiger Ziviler Konfliktbearbeitung wäre es, dieses Engagement stärker wahrzunehmen, zu fördern und einzubinden. Bei dieser Tagung soll gemeinsam mit Fachleuten exemplarisch die Situation von Frauen im Nahen Osten und in Nordafrika betrachten und mit Politikerinnen und Politikern diskutiert werden. VA und Kooperationspartner: Evang. Akademie Bad Boll, Forum Menschenrechte, Plattform Zivile Konfliktbearbeitung, medica mondiale. Mehr >>
http://www.ev-akademie-boll.de/index.php?id=188
:: 29.02.-02.03.2008 - Evang. Akademie Bad Boll: Evangelium und Satyagraha. Mit Jesus und Gandhi den Fundamentalismus überwinden
Der Friedensforscher Dr. Wolfgang Sternstein veröffentlicht ein Buch über Jesus und Gandhi, in dem er religiöse Einsichten reflektiert, die zur Überwindung des Fundamentalismus beitragen können. In einer "Interreligiösen Werkstatt" stellt er sein Buch vor und diskutiert über Anregungen und Kritik. Auszug aus dem Tagungsprogramm: "Auf den Spuren Gandhis" (Dr. Wolfgang Sternstein); "Den Fundamentalismus in den abrahamitischen Religionen überwinden" (Dr. Wolfgang Sternstein); "Mahatma Gandhi und die Spiritualität der Bergpredigt" (Roland R. Ropers); "Gruppenarbeit zur Gandhirezeption in Europa"; "Reich Gottes in Bad Boll - Blumhardts Literatursalon" (Wolfgang Wagner); "Intoleranz und Fundamentalismen in den biblischen Überlieferungen. Wahrnehmungen und Kritik" (Dr. Jochen Vollmer); "Reich Gottes - jetzt" (Dr. Claus Petersen); "Gandhi im Film"; "Wer teilt mehrt Leben. Das Beispiel Lebenshaus" (Michael Schmid); "Welche Liturgie wollen wir? Abendmahlsfeier" (Dr. Claus Petersen). Me
hr >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/aktionen/004767.html
:: 29.02.-02.03.2008 - Jugendherberge Erfurt: Ohne Waffen stark - Bewegung für Gewaltfreiheit
2008 jährt sich zum zwanzigsten Mal der große Bundeskongress in Minden, auf dem 1988 über 1000 Menschen unter dem Motto "ohne Waffen? aber nicht wehrlos" den Grundstein für den Bund für Soziale Verteidigung (BSV) legten. Bei der Jahrestagung 2008 soll darüber nachgedacht werden, welche Fragestellungen und Diskussionen von "damals" in unserer heutigen Theorie und Praxis noch Bedeutung haben und wie wir auf veränderte politische Rahmenbedingungen reagieren. Wir fragen nach den Mitteln und Methoden widerständigen Handelns in den Sechziger und Achtziger Jahren und den Schlussfolgerungen aus den Erfahrungen für unsere heutige politische Theorie und Praxis. Am Freitagabend wird die Tagung mit einer öffentlichen Podiumsdiskussion eröffnet. Hier sollen eine Politikerin und eine Persönlichkeit aus der Friedensbewegung über die Rolle und Verantwortung des Staates und der Bewegungen diskutieren. Am Samstag werden Friedensbewegte unterschiedlicher Generationen zur Entwicklung des Pazifis
mus in Deutschland von 1968 über 1988 bis 2008 befragt und mit ihnen diskutiert. Am Nachmittag stehen die verschiedenen aktuellen Programme und Projekte des BSV und ihre gesellschaftliche Relevanz auf dem Prüfstand. Infos und Anmeldungen >> info@soziale-verteidigung.de
:: 07.-09.03.2008 - Fritz-Reuter-Saal der Humboldt-Universität Berlin: Internationale Irakkonferenz zum 5. Jahrestag des Krieges "Alternativen zu Krieg und Besatzung"
u.a. mit Haifa Zangana, irakische Autorin und Frauenrechtlerin, Iman Ahmad Khammas, Journalistin, "Women's Will Association" in Bagdad; Clifton Hicks, USA, Irakkriegsveteran; Hans v. Sponeck, ehemaliger UN Koordinator für Irak (1998-2000); Dennis Kucinich, US-Kongressabgeordneter; Les Roberts, Autor der "Lancet-Studie" über die Zahl der Opfer und Prof. Norman Paech, Völkerrechtler u. außenpolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE. Die Lage im Irak ist nach 5 Jahren Krieg und Besatzung katastrophal. Dies wird von niemandem mehr bestritten. Ein Schwerpunkt der Konferenz wird die Frage sein, in welchem Maße, die USA und ihre Verbündeten für die generelle Situation und das aktuelle, entsetzliche hohe Niveau der Gewalt verantwortlich sind. Den zweiten Schwerpunkt bildet die Erörterung möglicher Alternativen zur Besatzung und realistischer Ansätze für den anschließenden Aufbau eines stabilen und demokratischen Iraks. Vorschläge hierzu gibt es - von Seiten unabhängiger westlicher
Experten ebenso wie von Seiten der irakischen Opposition gegen die Besatzung. Die Konferenz wird u.a. getragen von: IPPNW, Kooperative für den Frieden, Bundesausschuss Friedensratschlag, Vereinigung Demokratischer JuristInnen (VDJ), Liga für Menschenrechte, RAV, Attac Globalisierung & Krieg, Netwerk Cuba, Iraq Veterans Against The War Germany, American Voices Abroad - Military Project, sowie von Abgeordneten der Linksfraktion im Bundestag. Programm und Informationen über die Referenten siehe >>
http://www.irakkonferenz2008.de
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Weitere Termine finden sich u.a.:
:: Netzwerk Friedenskooperative >> http://www.friedenskooperative.de/
:: Bessere Welt Links. Norbert's Bookmarks für engagierte Leute >> http://www.bessereweltlinks.de/index.php?cat=6108
:: Attac >> http://www.attac.de/termine/index.php
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Eine Anmerkung in eigener Sache: Da unsere Friedens- und Menschenrechtsarbeit Geld kostet und es keinerlei Zuschüsse gibt, bitten wir um Spenden:
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