Date: November 26th 2007
==== Lebenshaus-Newsletter ===============================================
Liebe Freundinnen und Freunde,
heute zur Einleitung ein paar Gedanken des Theologen Helmut Gollwitzer, mit denen er zum Ausdruck brachte, an wessen Seite und an welchem Ort wir stehen sollten.
Ich werde mich also nicht
am Kampfe derer beteiligen,
die ihre Privilegien behaupten wollen,
sondern am Kampfe derer,
die diese Privilegien zu Gunsten
der bisher Benachteiligten
abbauen wollen.
Das Evangelium weist mich an,
die Gesellschaft von ihrem
untersten Ort her,
von daher,
wo die Benachteiligten aller Art stehen,
zu sehen und deshalb zu verändern.
(Helmut Gollwitzer)
Shalom Salaam Pace
Ihr / Euer
Michael Schmid
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Inhaltsübersicht
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I. Artikel
:: 01. 20 Jahre Vertrag über Mittelstreckenraketen
:: 02. Große Mehrheit für vollständige Abrüstung
:: 03. Iran-Krieg noch in der Bush-Ära?
:: 04. Geisterfahrer unterwegs
:: 05. Man muss sich wundern, dass es Pakistan noch gibt
:: 06. "Gras fressen" mit gefährlichen Folgen: Pakistan als atomarer Risikofall
:: 07. Erinnerung an die Balkan-Krise 1914? Pulverfass Naher und Mittlerer Osten
:: 08. Ein Augenblick bevor das Licht erlöscht
:: 09. Wie soll man da herauskommen?
:: 10. Wenn die Armee an die Tür klopft
:: 11. Ein Omelette in Eier zurückverwandeln
:: 12. Die Kosovo-Falle
:: 13. Das Ende des Ölzeitalters ist der Beginn des Solarzeitalters - Die Chance der Krise
:: 14. Deutschland verfehlt Klimaschutz-Ziele
:: 15. Chancengleichheit als Universalprinzip
:: 16. Eine folgenreiche Liaison
:: 17. Mahatma Gandhi - Die Überwindung westlicher Gewalt
II. Hinweise
III. Veranstaltungstermine
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I. Artikel
:: 01. 20 Jahre Vertrag über Mittelstreckenraketen
Am 8. Dezember 1987 unterzeichneten der sowjetische Generalsekretär Michail Gorbatschow und der US-Präsident Ronald Reagan in Washington den INF-Vertrag über nukleare Mittelstreckenraketen. Der INF-Vertrag ist ein Meilenstein in der kurzen Geschichte der Abrüstung: Gorbatschow und Reagan vereinbarten, auf nukleare Mittelstreckenwaffen vollständig zu verzichten und die bestehenden Arsenale zu zerstören. Der INF-Vertrag ist der einzige Abrüstungsvertrag zwischen den beiden Staaten, in dessen Folge eine ganze Waffengattung in den Arsenalen der Supermächte nicht nur außer Dienst gestellt, sondern die Raketen auch tatsächlich zerstört wurden. Aktuell sind die durch den INF-Vertrag erzielten Erfolge in Gefahr. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/004699.html
:: 02. Große Mehrheit für vollständige Abrüstung
Eine internationale Umfrage von WorldPublicOpinion.org ergab, dass die BürgerInnen der USA und Russlands in Fragen der Atomwaffenpolitik mehr Abrüstung wünschen. Laut einer Umfrage, die am 9. November 2007 veröffentlicht wurde, sprechen sich die Bevölkerungen der USA und Russlands eindeutig (73 bzw. 63%) für eine vollständige atomare Abrüstung unter internationaler Kontrolle aus. "Im Gegensatz zur aktuellen Politik ihrer Regierungen, die ihre Atomwaffenarsenale modernisieren und Rüstungskontrollverträge kündigen, verlangen die BürgerInnen beider Länder deutlichen Schritte zur Verringerung der atomaren Bedrohung", sagt die Ärzteorganisation IPPNW. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/004710.html
:: 03. Iran-Krieg noch in der Bush-Ära?
Während der Öl-Preis sich der 100 US-Dollar-Grenze pro 159-Liter-Fass nähert, der US-Dollar auf einem historischen Tiefpunkt und das US-Leistungsbilanzdefizit auf einem historischen Höchststand angekommen sind, verschärfen sich die Konflikte im Nahen und Mittleren Osten von Woche zu Woche. Ende Juli 2007 verkündete die US-Regierung einen gigantischen Aufrüstungsplan: Um Iran und die schiitischen Kräfte der Region einzudämmen, werden Saudi-Arabien, Ägypten und die Golfstaaten Waffen im Wert von 34 Milliarden US-Dollar erhalten. Angesichts dieser politischen Großwetterlage Iran mit einem weiteren Krieg zu überziehen, hieße vermutlich ohne Übertreibung, einen Weltkrieg zu riskieren. Von Clemens Ronnefeldt. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/004712.html
:: 04. Geisterfahrer unterwegs
Operation Enduring Freedom: Mit dem erneuten Mandat für die Bundeswehr wird willentlich das "System Guantanamo" zementiert. Von Jürgen Rose. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/004704.html
:: 05. Man muss sich wundern, dass es Pakistan noch gibt
Im Gespräch: Der CDU-Bundestagsabgeordnete und Sicherheitsexperte Willy Wimmer über die Sorge der USA, mit Pakistan mehr als einen treuen Verbündeten zu verlieren. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/004709.html
:: 06. "Gras fressen" mit gefährlichen Folgen: Pakistan als atomarer Risikofall
Die Furcht vor einem Einsatz von Atomwaffen war nach dem Ende des Ost-West-Konflikts aus dem öffentlichen Bewusstsein weitgehend verschwunden. Doch jetzt erwachen vergangene Ängste wieder, und häufig fällt der Name Pakistan, wenn nach den Quellen der Gefahr gefragt wird. Dafür gibt es schwerwiegende Gründe, denn gleich mehrfach erweist sich Islamabad als Herd der Unsicherheit. Nukleares Kriegsrisiko, Verbreitung von Kernwaffen und Atomterrorismus bilden die explosive Mischung. Von Wolfgang Kötter. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/004702.html
:: 07. Erinnerung an die Balkan-Krise 1914? Pulverfass Naher und Mittlerer Osten
Die Lage im Nahen und Mittleren Osten wird immer verworrener. Sie erinnert an die Situation auf dem Balkan im Jahr 1914. Eine wachsende Zahl von Akteuren läuft mit brennender Lunte um ein riesiges Pulverfass, das vom Mittelmeer im Westen bis nach Pakistan im Osten reicht. Ist es nur noch eine Frage der Zeit, bis eine dieser Lunten - absichtlich oder nicht - in diesem Fass landet und es zur Explosion bringt? Besteht die Gefahr eines neuen Weltkrieges? Auszuschließen ist es jedenfalls nicht. Von Otfried Nassauer. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/004698.html
:: 08. Ein Augenblick bevor das Licht erlöscht
Alan Johnston, der in Gaza gekidnappte BBC-Korrespondent, berichtete in einem Interview, dass er in einem relativ frühen Stadium alle möglichen Schmerzen hatte, weil er das Wasser getrunken hatte. Es ist dasselbe Wasser, das auch die Kidnapper tranken, aber Johnstons Körper reagierte mit warnenden Anzeichen: es ist kein Wasser, das zum Trinken geeignet ist. Und es ist das Wasser, das aus fast allen Wasserhähnen im Gazastreifen fließt. Salzig, an manchen Orten brackig, kontaminiert, mit öligen Bestandteilen. Von Amira Hass. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/004700.html
:: 09. Wie soll man da herauskommen?
Die Annapolis-Konferenz ist ein Witz - obwohl ganz sicher kein lustiger. Wie eine Menge politischer Initiativen hat auch diese - nach Analyse vorhandener Anzeichen - mehr oder weniger zufällig begonnen. George Bush war dabei, eine Rede vorzubereiten. Er suchte nach einem Thema, das dieser ein wenig Substanz verleihen könnte. Etwas, das die Aufmerksamkeit von seinem Fiasko im Irak und Afghanistan ablenken würde. Etwas Einfaches, Optimistisches und etwas, das problemlos geschluckt würde. So kam irgendwie die Idee eines "Treffens" von führenden Politikern zustande, die den israelisch-palästinensischen "Prozess" in Gang bringen könnte. Von Uri Avnery. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/004703.html
:: 10. Wenn die Armee an die Tür klopft
Umm Zuhir erinnert sich vor allem daran, was die Soldaten zu ihr sagten: "Halt den Mund! Sei still!" Sie hatte wiederholt darum gebeten, die Fenster in ihrem kleinen Haus ein wenig zu öffnen: "Ich bin krank - hast du nicht auch eine Mutter. Ich ersticke", sagte sie. Und sie antworteten: "Sei still!" oder antworteten gar nicht. Es muss allerdings erwähnt werden, dass sie nichts gestohlen haben. Am 23. September besetzten zehn Soldaten ihr Haus, zwölf Stunden lang. Alle paar Tage erscheint in der palästinensischen Presse ein lakonischer Bericht über ein besetztes Haus. In den israelischen Medien gibt es nicht mal eine Erwähnung davon. Die Bewohner dieser Häuser und ihre Nachbarn leiden noch lange Zeit an dem Trauma und der Demütigung, dass ihr Schlaf- und Badezimmer verwüstet wurde. Von Amira Hass. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/004708.html
:: 11. Ein Omelette in Eier zurückverwandeln
In unseren Tagen kommt hier und dort die Idee wieder auf, das Omelette in Eier zurück zu verwandeln, den Staat Israel und den werdenden Staat Palästina aufzulösen und einen einzigen Staat zu errichten - so wie wir damals sangen: "vom Meer bis zur Wüste". Das wird als neue Idee präsentiert, ist aber tatsächlich ein Versuch, die Räder der Geschichte zurückzudrehen und eine Idee zum Leben neu zu erwecken, die unwiderruflich überholt ist. In der menschlichen Geschichte geschieht dies nicht. Was in Blut und Feuer während Kriegen und Intifadas geschmiedet wurde - der Staat Israel und die palästinensische Nationalbewegung - wird nicht einfach verschwinden. Von Uri Avnery. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/004714.html
:: 12. Die Kosovo-Falle
Jahrelang haben jene, die vor und nach dem Krieg gegen Jugoslawien 1999 das Völkerrecht beiseite schoben, jeden Präzedenzfallcharakter einer einseitigen Lösung der Kosovo-Frage bestritten. Das war konsequent, hatte man doch alle international akzeptierten Regeln für die Lösung derartiger Streitfälle verletzt und wusste um die Risiken. Heute lässt man sich treiben von Leuten wie Henry Kissinger und Bill Clinton, die vor dem Krieg gegen Jugoslawien lauthals davon gesprochen haben, dass ein seit dem Ende der Dreißigjährigen Krieges 1648 gereiftes Völkerrecht überwunden werden müsse, um die "neue angelsächsische Weltordnung" aus der Taufe zu heben. Von Willy Wimmer. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/004715.html
:: 13. Das Ende des Ölzeitalters ist der Beginn des Solarzeitalters - Die Chance der Krise
Lange Zeit waren wir so naiv und glaubten, das Öl ginge nie zu Ende und Benzin wäre billig für alle Zeit. Inzwischen wissen wir es besser: Der Liter Benzin kostet bald zwei Euro und mittelfristig gar drei Euro oder mehr. Die Preise für die alten Energieträger Kohle, Gas, Öl und Uran kennen nur eine Richtung: Nach oben! Die Ursache sind nicht in erster Linie Spekulanten wie jetzt wieder überall vermutet wird, sondern hauptsächlich die rasch zu Ende gehenden Ölreserven. Von Franz Alt. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/004701.html
:: 14. Deutschland verfehlt Klimaschutz-Ziele
Zwei Wochen vor der nächsten UN-Klimakonferenz auf Bali zeigt eine am 19.11.2007 von Greenpeace veröffentlichte Studie auf, dass die Bundesregierung ihre nationalen Ziele beim Klimaschutz deutlich verfehlen wird. Statt einer Reduzierung von Treibhausgasen um 270 Millionen Tonnen bis zum Jahr 2020 werden mit den geplanten Klimaschutz-Maßnahmen nur maximal 160 Millionen Tonnen eingespart. Damit bleibt Deutschland hinter dem selbst gesteckten Ziel zurück, den Ausstoß von klimaschädlichen Treibhausgasen bis zum Jahr 2020 um bis zu 40 Prozent, gegenüber dem Jahr 1990, zu reduzieren. Im Auftrag von Greenpeace hat das Aachener Institut EUtech die Wirksamkeit der 29 Klimaschutz-Maßnahmen überprüft, die im August in Meseberg vereinbart wurden. Das Integrierte Klimaschutz- und Energieprogramm soll am 5. Dezember im Kabinett beschlossen werden. Von Sigrid Totz. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/004706.html
:: 15. Chancengleichheit als Universalprinzip
Anfang November wurde im Rathaus der Stadt Osnabrück der Politik- und Sozialwissenschaftler Mohssen Massarrat feierlich aus seiner Tätigkeit an der Universität der Stadt verabschiedet. Mit seinen Arbeitsschwerpunkten Internationale Wirtschaftsbeziehungen, Energiepolitik, Friedens- und Konfliktforschung sowie Sozialökologische Ökonomie hat sich Professor Massarat national und international über Jahrzehnte hinweg einen Namen gemacht. Wir dokumentieren seine Abschiedsvorlesung vom 2. November leicht gekürzt. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/004707.html
:: 16. Eine folgenreiche Liaison
In der Gedenkstätte Plötzensee werden in einem multimedialen Totenbuch die Opfer des NS-Regimes geehrt, die in Plötzensee hingerichtet wurden. Eingereiht zwischen den Widerstandskämpfern der Roten Kapelle und den Offizieren des 20. Juli blickt uns auf einem Foto auch August Eckert entgegen. Sein Vergehen? Wir lesen: "Raubmord an Juden". Die Geschichte von Vera Korn und August Eckert, der 1944 wegen Mordes an zwei Jüdinnen hingerichtet wurde. Von Michael Klein. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/004711.html
:: 17. Mahatma Gandhi - Die Überwindung westlicher Gewalt
Gandhi ist von äußerster Relevanz nicht nur für die grundsätzliche Kritik der gegenwärtig vom Westen bestimmten politisch-ökonomisch-ideologischen (Un)ordnung, sondern noch mehr für deren Überwindung. Denn heute sind Eigentum und die es schützende Staatsgewalt nicht nur auf Kolonialländer beschränkt, sondern globalisiert. Das Leben der Menschheit und der Erde steht auf dem Spiel. Die zentrale Frage bleibt: Wie können wir unter den heutigen Bedingungen gewaltfreien Kampf entwickeln zur Verteidigung des Lebensrechtes aller Menschen? Vortrag von Ulrich Duchrow bei einer Gedenkveranstaltung zum dreißigsten Todestag von Hartmut Gründler in Tübingen am 17.11.07. >>
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/004713.html
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II. Hinweise
:: SWR - Mi, 28. Nov 2007, 22:00 Uhr-22.30 Uhr: Die Biosprit-Falle - Indonesiens Wald in Gefahr
Kasimirus Sanggara ist ein heiliger Mann. Er stammt aus dem Volk der stolzen Papua-Krieger der Kanume. Noch heute leben 300 Kanume-Familien mit einer eigenen Sprache in den Sumpfwäldern Süd-Papuas. Ganz unabhängig von den Errungenschaften der westlichen Welt ernähren sie sich von der Kängurujagd und vom Sammeln im Wald. Inge Altemeier ist es gelungen, in diese für Journalisten verbotene Region Indonesiens vorzudringen. Das Fernsehteam traf auf Kasimirus, den Papua-Häuptling, der den Urwald entschlossen gegen alle Abholzungsversuche verteidigt. Für Kasimirus ist klar: Niemand darf den Wald abholzen und das Land verkaufen. Noch gelingt es ihm, diesen für das Weltklima so wichtigen Wald zu erhalten. Aber jetzt bedroht der Energiehunger Europas das Land der Kanume. Mehr als 20 Millionen Hektar Wald, eine Million davon in der Region der Kanume, sollen laut Masterplan der indonesischen Regierung und internationaler Investoren, wie auch der deutschen Kreditanstalt für Wiederaufbau,
in Palmölmonokulturen für Bio-Treibstoff umgewandelt werden. Bei der Abholzung der Wälder und dem Abbrennen der Baumreste entstehen so viele schädliche Klimagase, dass Indonesien heute schon der drittgrößte Produzent von Treibhausgasen ist. Der Biospritboom bedroht die Existenz von 45 Millionen Menschen in Indonesien. Mehr >>
http://www.swr.de/auslandsreporter/
:: Farbiger Kunstdruck-Kalender "heimatlos" mit Fotos von palästinensischen Flüchtlingskindern aus dem Libanon
Palästinensische Flüchtlingskinder aus dem Libanon erzählen auf der Rückseite der Kalenderblätter in 5 Sprachen (deutsch, englisch, französisch, finnisch, arabisch) ihre Geschichte: von der Herkunft ihrer Familie (einschließlich einer kurze Beschreibung des ursprünglichen Heimatortes), über ihr Leben in den Flüchtlingslagern und von ihren Zukunftsträumen. Auf der Rückseite des Titelblattes sind jeweils eine Landkarte von Palästina/Israel und vom Libanon, um den Herkunfts- und den heutigen Wohnort anschaulich zu machen. Der Kalender kann zum Eintragen von Geburtstagen verwendet werden. Fotos und Texte des Kalenders sind in besonderer Weise geeignet, die Situation der palästinensischen Flüchtlingskinder anschaulich und anrührend erlebbar zu machen und damit Anteilnahme und Interesse zu wecken. Der gesamte Erlös des Kalenders fließt in die Projekte von Flüchtlingskinder im Libanon e.V. Der Kalender kostet 15,- Euro und ist im DIN-A-3-Querformat. Erhältlich bei: Hans Bulling, Per
e-mail: hbulling@lib-hilfe.de. Mehr unter >>
http://www.lib-hilfe.de/frameset.html
:: 20 Jahre INF-Vertrag - Unser Mut wird langen nicht nur in Mutlangen
Die neue Ausgabe des Magazins FreiRaum aus der Pressehütte in Mutlangen beschäftigt sich Schwerpunktmäßig mit den Themen: "20 Jahre INF-Vertrag" und der Kampagne "unsere zukunft atomwaffenfrei". Im Dezember jährt sich der Abschluss des INF-Vertrages zum 20. Mal. Aufgrund dieses Vertrages wurden aus Mutlangen die Atomraketen abgezogen und der Ort atomwaffenfrei. Inzwischen lagern "nur" noch 20 Atombomben in Deutschland. Die Friedensbewegung fordert ein atomwaffenfreies Deutschland, hat die Kampagne "unsere zukunft atomwaffenfrei" gestartet und sieht gute Chancen auf eine Verwirklichung der alten Forderung. Der neue FreiRaum gibt gute Hintergrundsinformationen für Beiträge zum 20-jährigen Jahrestag der Unterzeichung des INF-Vertrages durch die Präsidenten Reagan und Gorbatschow am 8. Dezember 1987 und den aktuellen Diskussionen um die Gefährdung des Vertrages durch die Raketenabwehrpläne der USA und den Abzug der letzten Atomwaffen aus Deutschland. Trotz der Androhung von Aufr
üstung aus Russland, wird ein Zeitfenster für nukleare Abrüstung gesehen. Kontakt >>
http://www.pressehuette.de/
:: Handbuch Gewaltprävention. Für die Grundschule und die Arbeit mit Kindern.
Auch die Grundschule wird von Konflikten und Gewalt in vielfältigen Formen nicht verschont. Wenngleich das Ausmaß im Vergleich zu anderen Schularten geringer ist, so stellt Gewalt doch auch hier ein gravierendes Problem dar. Verbale Grenzüberschreitungen, Mobbing, Ausgrenzung, Drohungen, Erpressungen oder körperliche Gewaltanwendungen zerstören nicht nur die Grundlagen des Zusammenlebens- und -lernens, sie stellen auch den Lernerfolg in Frage. Das in diesem Handbuch vorgestellte Konzept zur Gewaltprävention an Grundschulen geht weit über herkömmliche Präventionsprogramme hinaus. Es umfasst, auf der Basis wissenschaftlicher Erkenntnisse, einen ganzheitlichen Ansatz, der Schülerinnen und Schüler, Eltern und Lehrkräfte, aber auch Schulstrukturen einschließt. Das Handbuch Gewaltprävention in der Grundschule beinhaltet 18 Bausteine, die das gesamte Feld der Gewaltprävention in der Grundschule abdecken. Das Verständnis von Gewalt und Grundsätze der Gewaltprävention in Schule und El
ternhaus bilden die Basis für konkrete Ansatzpunkte. "Soziales Lernen fördern", "Konflikte konstruktiv bearbeiten" und "In Gewaltsituationen handeln" bilden dabei die übergeordneten Bereiche. Hrsg.: Institut für Friedenspädagogik und WSD Pro Child e.V. Einzelne Kapitel des Handbuchs Gewaltprävention können über die Webseite des Instituts für Friedenspädagogik Tübingen als .pdf-Dateien heruntergeladen und das Handbuch kann dort online bestellt werden. Mehr >> http://www.friedenspaedagogik.de/themen/gewaltpraevention_in_der_grundschule
:: Stoppt Cargill und schützt den Regenwald
In Paraguay wachsen mittlerweile auf 2,6 Millionen Hektar Soja-Monokulturen - das meiste davon bepflanzt mit gentechnisch modifizierter Soja. Angebaut wird es vornehmlich für den Export als Tierfutter oder Biokraftstoffe. Die Nachfrage nach Biokraftstoffen treibt die Preise für Soja nach oben, und Soja-Unternehmen wandeln deshalb gerade weitere 400.000 Hektar Land in Plantagen um. Die Folge sind eine massive Entwaldung, die dieses Jahr in den schlimmsten Waldbränden seit Beginn der Aufzeichnungen gipfelten und die Erderwärmung antreiben. Zudem werden deshalb zehntausende Menschen von ihrem Land vertrieben: 90.000 Familien allein während des letzten Jahrzehnts. Pestizid-Einsätze lösen Krankheiten und sogar Todesfälle in der Landbevölkerung aus, Auslaugung des Bodens und Wasserverschmutzung bedroht die Zukunft der Menschen. Paraguayanische Sozial-Verbände bitten daher dringend um rasche internationale Unterstützung für zwei wichtige Briefkampagnen. Infos und Musterbriefe finde
n sich hier >> http://www.regenwald.org
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III. Veranstaltungstermine
:: 26.11.2007 - 19.00 Uhr im Naturfreundehaus Elmstein bei Neustadt (Weinstraße): Afghanistan, die Bundeswehr und Alternativen
mit Clemens Ronnefeldt, Referent für Friedensfragen beim Internationalen Versöhnungsbund - Deutscher Zweig. VA: Naturfreunde Ludwigshafen.
:: 27.11.2007 - 20.00 Uhr Schlatterhaus Tübingen: EU-Reformvertrag
Informationen und Diskussion mit Jürgen Wagner (Informationsstelle Militarisierung Tübingen e.V.) . "Das geplante Vertragswerk stimmt in allen wesentlichen Teilen inhaltlich mit dem in Frankreich und den Niederlanden abgelehnten EU-Verfassungsvertrag überein. Insofern ist die Verabschiedung des Reformvertrags ein grober Verstoß gegen die demokratischen Grundregeln. Auch der Reformvertrag schreibt eine neoliberale Wirtschaftspolitik und eine Militarisierung für die Europäische Union fest." (aus einer Erklärung der Konferenz "Für eine Politik des Friedens" beim 2. Sozialforum in Deutschland ) . Am 19.10.2007 einigten sich die EU-Regierungschefs auf einen "neuen" EU-Vertrag, er soll Reformvertrag oder Lissabon-Vertrag heißen. Der Politologe Jürgen Wagner wird über den Text referieren und dabei vor allem auf die militärreleveanten Aspekte eingehen, dannach ist Gelegenheit zur Diskussion. VA: attac Tübingen.
:: 29.11.2007 - 20.00 Uhr Spital-Café Ravensburg: "Wie staatstreu sind die Kirchen in der Friedensfrage?" - Christlicher Pazifismus und Amtskirche
Vortrag und Diskussion mit Peter Bürger (Theologe und freier Publizist), VA: Pax Christi-Gruppe Ravensburg [im Rahmen der Oberschwäbischen Friedenswoche 2007 "andere achten"]. Kontakt: Pax Christi Ravensburg, Hiltrud Schüle, E-Mail hmschuele@t-online.de
:: 29.11.2007 - 20.15 Uhr Sandkorn Fabrik-Theater in Karlsruhe: Petra Kelly: "Um Hoffnung kämpfen"
Petra Kelly (1947-1992) war eine herausragende Persönlichkeit der deutschen Grünen und zugleich Symbolfigur und Sprachrohr der weltweiten ökologischen und gewaltfreien Bewegung. Sie stand für eine radikale Erneuerung der Gesellschaft. Am 29.11.2007 wäre die Mitbegründerin der GRÜNEN Petra K. Kelly 60 Jahre alt geworden. Am 1.Oktober 1992 setzte ihr Lebensgefährte Gert Bastian ihrem und seinem Leben ein vorzeitiges Ende. Seit Anfang der 70er Jahre war Petra K. Kelly in der europäischen und amerikanischen Frauen-, Friedens- und Anti-Atombewegung mit großem Engagement vertreten. Seit 1982 unterstützte sie vehement die Oppositionsbewegung in der DDR und schloss Freundschaft mit der Künstlerin und Bürgerrechtlerin Bärbel Bohley. Mit weiteren Freunden berichtet diese am Geburtstag von persönlichen Erfahrungen mit Petra K. Kelly und versucht, die Erinnerung an diese außergewöhnliche Frau und ihr facettenreiches Leben lebendig werden zu lassen. Den musikalischen Rahmen gestalten Chri
stiane Gollwitzer und Jens Bergmann.
:: 01./02.12.2007 - in Kassel: 14. Friedenspolitischer Ratschlag "Die Neuvermessung der Welt"
Gegen den Willen der Bevölkerungsmehrheit hat der Bundestag die Verlängerung des Bundeswehreinsatzes in Afghanistan beschlossen. Der Krieg wird weiter eskalieren. Viele fürchten bereits die "Irakisierung" Afghanistans, während in Bezug auf den Irak von dessen "Vietnamisierung" gesprochen wird. Der Nahe Osten, Zentralasien und Afrika sind zum Spielball der USA und der westlichen Großmächte (Japan, "altes Europa") geworden; Russland, China und Indien sind selbst (wieder) zu wichtigen Akteuren der internationalen Politik geworden. Der lateinamerikanische Halbkontinent wehrt sich mit zunehmender Kraft gegen neoliberale Bevormundung. Die Welt soll neu vermessen werden. Aufrüstung, Kriege, Militärinterventionen, Stützpunkte und die Weltraummilitarisierung sind die bedrohliche Begleitmusik dieser Entwicklung. Ein Prozess, dem sich Friedenswissenschaft, Friedensbewegung und Politik mit kräftiger Stimme entgegenstemmen müssen, bevor es zu spät ist. VA: Bundesausschuß Friedensratschlag
Kassel. Kontakt: Peter Strutynski, E-Mail: peter.strutynski@gmx.de. Das Programm kann hier heruntergeladen werden >>
http://www.uni-kassel.de/fb5/frieden/rat/2007/programm2007.html
:: 04./05.12.2007 - Marburg: State of the World - Friedensperspektiven heute
Der Träger des Alternativen Nobelpreises Prof. Dr. mult. Johan Galtung wird einen zweitägigen Lehrgang in Marburg durchführen. Im Rahmen eines fünfteiligen, in sich schlüssigen Lehrgangs wird er die epistemologische und praktische Bedeutung seiner Erkenntnisse für die Soziologie im Allgemeinen und für die Friedens- und Konfliktforschung im Besonderen darlegen. In dem anmeldungspflichtigen Lehrgang wird Prof. Galtung zum ersten Mal in deutscher Sprache die bedeutenden inhaltlichen Befunde seiner 50jährigen Laufbahn als Mathematiker, Soziologe, Friedensforscher, Konfliktmediator und UN-Berater für mehr als 10 UN-Organisationen präsentieren. Die Entwicklung von interkulturell umsichtigen Strategien der gewaltlosen Völkerverständigung bildet den Kern des Gesamtwerks Johan Galtungs. VA: Referat für Interkulturelle Konfliktforschung des AStA Marburg, Zentrum für Konfliktforschung Marburg und Philipps-Universität Marburg. Anmeldungen >> http://www.students.uni-marburg.de/~Rik/homepa
ge/willkommen.html
:: 07.12.2007 - 19.00 Uhr im Prediger in Schwäbisch Gmünd: Atomwaffeneinsatz trotz INF-Vertrag?
Vortrag von Andreas Zumach. Die Präsidenten Reagan und Gorbatschov besiegelten im Dezember vor 20 Jahren mit dem INF-Vertrag die Verschrottung der atomaren Mittelstreckenraketen. Die Pershing II wurden aus Mutlangen abgezogen und der Ostalbkreis ist seitdem atomwaffenfrei. Noch immer lagern Atomwaffen in Deutschland und weltweit steigt die Atomkriegsgefahr. Der Direktor der Internationalen Atomenergiebehörde Dr. El Baradei warnt und fordert immer wieder weitere Abrüstungsschritte. Andreas Zumach analysiert die Geschichte und die aktuelle Bedeutung. VA: Friedenswerkstatt Mutlangen. Infos >>
http://www.pressehuette.de/
:: 08.12.2007 - 9.30 Uhr Gemeindehalle Mutlangen: "unsere Zukunft atomwaffenfrei"
Gemeinsam mit den "Mayors for Peace", den Bürgermeistern für den Frieden, werden in einer Zukunftswerkstatt Schritte entwickelt, dass die letzten Atomwaffen aus Deutschland abgezogen werden - als Beitrag für eine atomwaffenfreie Welt. Die Friedenswerkstatt Mutlangen e.V sowie Landrat Klaus Pavel, der Gmünder Oberbürgermeister Wolfgang Leidig und der Mutlanger Bürgermeister Peter Seyfried laden Bürger, Friedensbewegte und Politiker zum Dialog ein. Infos >>
http://www.pressehuette.de/
:: 07.-09.12.2007 - Evang. Akademie Bad Boll: Die kurdische Frage. Kirkuk und das Staudammprojekt Ilisu
Erwartungen an das Referendum, mit dem über den Status der nordirakischen Provinz Kirkuk entschieden werden soll. Mit welchen Folgen auf die Entwicklung in der Region, auf die Beziehung zur Türkei ist zu rechnen? Auswirkungen des Staudammprojekts in der Türkei auf die Bevölkerung. Zivilgesellschaftliche Aktivitäten in beiden Regionen. Mehr >>
http://www.ev-akademie-boll.de/index.php?id=142&tagungsid=430807
:: 07.-09.12.2007 - Mannheim: Gewalt als Folge wirtschaftlicher Macht und politischer (Vor-)Herrschaft in Zeiten neoliberaler Globalisierung und ökologischer Krise - ihre Überwindung als neuer Kairos für die ökumenische Bewegung
Tagung von KAIROS Europa. Sowohl die Konsultation der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Deutschland (ACK) zur Halbzeit der Dekade zur Überwindung von Gewalt vom April 2005 in Freising als auch die 9. Vollversammlung des Ökumenischen Rates der Kirchen (ÖRK) im Februar 2006 in Porto Alegre haben sich im Blick auf die Weiterarbeit zu den Themen des konziliaren Prozesses für eine stärker aufeinander bezogene Auseinandersetzung mit der direkten und strukturellen Gewalt ausgesprochen. Um das vielfältige und bisweilen aneinander vorbei laufende ökumenische Engagement für Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung künftig stärker zu bündeln, wurde einvernehmlich für eine Zusammenführung des Prozesses "Wirtschaft im Dienst des Lebens" mit der "Dekade zur Überwindung von Gewalt" plädiert. Im Rahmen der Tagung soll unter Einbeziehung von Gästen aus Ländern des Südens am Beispiel drei verschiedener Spannungsbögen von Gewaltzusammenhängen der Frage nachgegangen werden, w
ie sich diese Zusammenführung inhaltlich wie strategisch am besten auf den Weg bringen lässt und welche konkreten Umsetzungsschritte und Kooperationsbeziehungen sich hierzu anbieten. Anmeldung bei:
Martin Gück, E-Mail: gueck@kairoseuropa.de. Infos unter >>
http://www.kairoseuropa.de/
:: 21.12.2007 - 19:30 Uhr im Theaterhaus in Stuttgart: Friedensgala 2007, Verleihung des Stuttgarter Friedenspreises der AnStifter
Mit der Brenz-Band Ludwigsburg und dem "Jazzprofessor" Bernd Konrad als Gast, Claus Tscherning - Das Lied vom Deserteur, dem Figurentheater Stuttgart, Ludwig Baumann und dem Träger des Stuttgarter Friedenspreises 2007, Agustin Aguayo (USA/Mexiko). Laudatio: Andreas Zumach. Moderation: Petra Bewer. Ein Video zum Thema: Jochen Faber. Der Vorverkauf hat begonnen. Mehr >>
http://www.theaterhaus.com/theaterhaus/index.php?id=1,3,6626
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Weitere Termine finden sich u.a.:
:: Netzwerk Friedenskooperative >> http://www.friedenskooperative.de/
:: Bessere Welt Links. Norbert's Bookmarks für engagierte Leute >> http://www.bessereweltlinks.de/index.php?cat=6108
:: Attac >> http://www.attac.de/termine/index.php
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